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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

632 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 17:50
Zitat von kalekokaleko schrieb:Das wissen wir aber doch auch nicht, ob sie sich auf den Heimweg gemacht hat.
Die Position der Ermittler ist doch,
Hallo @kaleko ! Ich weiß aus dem Stegreif jetzt nicht den Bericht wo es angesprochen wurde, glaube Abendschau, daß Marion relativ rasch nach der letzten Sichtung zwischen 20-21 Uhr nach Hause aufgebrochen ist. Die Ermittler erwähnten, es sei bislang unklar ob sie in Begleitung aufbrach oder unterwegs auf ihren Mörder traf.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Ich hätte zwar nicht gedacht, dass das Fest am Sonntagabend noch länger gedauert hat, aber wenn sie laut Aktenzeichensendung am Nachmittag schon da war und später (vielleicht) nochmal rein ist, dann meiner Ansicht nach nur, weil sie hoffte, jemand bestimmtes zu sehen oder zu treffen.
Das ist doch mit wenigen Ausnahmen die Konsensposition im Thema. :-) Es ist geradezu ein Klassiker, die unscharfe Ankündigung zur Oma zu gehen (nur dabei unerwähnt lassen wann genau;) ), dann auf das Fest und sich mit jemandem zu treffen.
Dieser Jemand dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach Chris gewesen sein, wobei ein uns namentlich unbekannter, anderer Schwarm auch möglich wäre.

Ich persönlich glaube, daß Marion, wie sie es ihrer freundin ankündigte, um 19 Uhr zur Oma ging, sie dort aber aus welchen Gründen auch immer nicht antraf (die Oma könntez.B. geschlafen haben, bei Freunden oder auch auf dem Fest gewesen sein). Die Zeitspanne von rund einer Stunde die Marion vom Fischerfest weg war, würde gut passen für Hin- und Rückweg, zusammen mit etwas Suchen.
Marion kam dann zum Fischerfest zurück, um die Oma dort zu suchen, wäre eine Möglichkeit. Danach brach sie nach Hause auf.

Wie schon erwähnt, halte ich einen Fremden aus mehreren Gründen für sehr unwahrscheinlich, siehe auch ein, zwei Beiträge weiter oben. Der Täter wird entweder Chris/Freund xy/Bekannter xy oder Nachbar xy gewesen sein. Ein Lehrer von ihr, um deinen Punkt aufzugreifen, würde ja darunterfallen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 17:56
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Unter ihnen befindet sich nicht der Mörder, aber das Rumzerren des armen Mädels ist Fakt, dazu gibt es zuviele Zeugen. Die Rabauken sind jetzt selbst mögliche Zeugen, denn irgendwas muß mit dem Mädel, egal ob es Sonja war oder nicht, geschehen sein.
Hat sie sich losgerissen? Ist ihr jemand zu Hilfe gekommen? Haben sie von ihr abgelassen, weil es ihnen letztlich doch zo blöd wurde, was sie für einen Mist bauen?
Was auch immer geschehen sein mag, womöglich haben diese Jugendlichen den späteren Täter gesehen.
Das irgendwelche Jugendlichen, mutmaßlich auch voll des guten Weines, ein junges Mädchen drangsalierten bzw. wie auch immer gearteten Stress mit ihm hatten, steht für mich außer Frage. Wie du schon richtigerweise feststellst, gibt es für diesen Sachverhalt einige in der Aussage scheinbar übereinstimmende Zeugen, die sich jedoch nicht genötigt sahen in irgendeiner Form einzugreifen. Sie beließen es scheinbar bei Beobachten und Kopfschütteln. Leider.

Dennoch ist nicht gesagt und mMn. auch nicht unbedingt sehr wahrscheinlich, dass es sich bei jenem Opfer um Sonja Hurler handelte und die Jugendlichen den späteren Mörder gesehen und/oder getroffen haben könnten. Viellicht war die Situation viel harmloser als es dargestellt wurde und 1-2 Ecken weiter beruhigte sich schon alles wieder. Das würde erklären, warum sich niemand meldete und sämtliche DNA-Proben negativ waren. Was ich jedoch komisch finde ist, dass scheinbar selbst bei dem DNA-Massenabgleich und Befragung der Jugendlichen aus Thingers jenes Mädel nicht ermittelt werden konnte. Waren es vielleicht ganz andere Jugendliche die beobachtet wurden?
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Welcher eklatante Altersunterschied? Chris, zum Beispiel, wurde als 5-6 Jahre älter beschrieben, wenn wir ein eventuelles Bubigesicht mit einbeziehen, könnte er auch bis um 10 Jahre älter gewesen sein. Das wären ein paar Jährchen Altersunterschied, aber letztlich nicht so ungewöhnlich.
Es ist ja durchaus normal und gesellschaftlich klar akzeptiert, wenn im späteren Leben von reifen Erwachsenen zwischen Partnern 10, 20 und mehr Jahre Altersunterschied bestehen. Aber in so jungen Jahren ist ein Unterschied von 5-10 Jahren ziemlich extrem und auch gesellschaftlich eher nicht akzeptiert. Ein Mädel von 12 Jahren, unabhängig davon ob sie in ihrer charakterlichen und/oder körperlichen Reife ihrem biologischen Alter voraus sein mag, wird für gewöhnlich nicht mit einem volljährigen, im Berufsleben stehenden Erwachsenen "offiziell" zusammen kommen können. Das würden Eltern und die Gesellschaft eher nicht gut heißen und tolerieren. Natürlich kann so eine Beziehung im Geheimen geführt werden. Aber die Welten/Realitäten, Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten, Träume, Ziele und Interessen liegen zwischen einer 12 Jährigen und z.B. einem 19-28 Jährigen viel zu weit auseinander, als das da eine Beziehung auf ähnlichem Niveau möglich wäre. So bleibt es dann doch eher bei Träumen und Schwärmereien.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Dazu kommt das laut Podcast sowohl Marion als auch Sonja nicht nur wie um die 16 wirkten, sondern auch schon für ihr Alter verhältnismäßig erwachsen waren.
Marion Beier wirkte wohl tatsächlich körperlich ihrem Biologischen Alter voraus und mag auch nicht mehr so "kindlich" gewesen sein, wie vielleicht andere Mädchen in ihrem Alter. Dennoch hatte sie Freundinnen und damit sicherlich auch Mädels um sich, die ihrer Entwicklung vielleicht nicht voraus waren. Ich nehme daher an, dass sie da jetzt keine so besondere Ausnahme war, nur etwas erwachsener als allgemein üblich, eben "frühreif". Nichts desto trotz, kann auch eine frühreife, körperlich/charakterlich beschleunigte Entwicklung mMn keine Lebenserfahrung und Bildung ersetzen, sofern sich Marion nicht autodidaktisch selbst entsprechend voran gebracht hat, worauf es keinen Hinweis gibt. Ich gehe deshalb davon aus, dass sie zwar körperlich weiter entwickelt war und auch erwachsener wirkte, ggf. überdurchschnittlich intelligent war, jedoch ansonsten erfahrungs- und bildungstechnisch auf ähnlichem Niveau wie gleichaltrige Mädchen gewesen sein dürfte. Das ist aber alles meine persönliche Einschätzung. Ob es so war oder nicht, lässt sich anhand der zur Verfügung stehenden Informationen nicht überprüfen.
Der zitierte Beitrag von Gildonus wurde gelöscht. Begründung: Wie zuvor
Also darauf das Marion Beier ein Problemkind gewesen sein könnte, gab es bislang keinerlei Hinweise. Im Gegenteil. Sie wurde als besonnen, selbstständig und gefestigt dargestellt. Ich denke man würde ihr mit so einer Behauptung posthum Unrecht tun. Sowie sich der bisher bekannte Sachverhalt darstellt, war Marion an dem Tag eben wie andere Mädels in ihrem Alter drauf, als sie sich einer Notlüge bediente um etwas zu machen, was ihr im Normalfall vielleicht nicht erlaubt werden oder an strenge Bedingungen geknüpft werden würde. Einen Besuch auf dem Fest mit Freundin und ohne die Eltern. Klar, wenn so etwas auffliegt gibt es berechtigt Ärger. Aber wo kein Kläger da kein Richter. Ich würde sagen, in dem Alter kein ungewöhnliches Verhalten, wenn es eine Ausnahme und nicht die Regel ist. Zudem war es für die Eltern wohl normal, dass sie auch mal spontan bei der Oma übernachtet. Insofern gab es erst einmal auch keinen Grund zur Sorge.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Unter dem Strich sollte man "Herumtreiberin" generell aus der Diskussion lassen. Denn Infos in diese Richtung sind nicht einmal ansatzweise im Film verschlüsselt dargestellt worden.
Ja absolut. Da gab es keine Hinweise, auch keine vermeintlich verschlüsselten Hinweise die ich erkennen konnte. Da bin ich mit dir einer Meinung.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Das Marion zur Oma wollte ist richtig. Ich gehe davon aus, daß sie auch tatsächlich dort war (in der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr), die Oma aber nicht angetroffen hat, warum auch immer.
Das denke ich allerdings nicht. Ich hatte in einem meiner früheren Beiträge ja schon erklärt, dass die Oma im Beitrag klar angab, dass sie weder wusste das Marion vor hatte bei ihr zu erscheinen, noch bei ihr gewesen ist. Wäre sie in den fraglichen Zeiträumen aber selbst nicht zugegen gewesen, hätte sie das anders ausdrücken müssen. Denn dann hätte sie nicht beurteilen können, ob Marion da war, sie aber nicht antraf oder eben nicht. Dadurch das sie ausdrückte das Marion nicht bei ihr war, gehe ich davon aus, dass die Oma zu den fraglichen Zeitfenstern daheim und munter war.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Was den Besuch bei der Oma als Ganzes angeht, kann man relativ gesichert davon ausgehen, daß es in Teilen eine Ausrede war, um sich auf dem Fischerfest mit einem Schwarm zu treffen.
Es war sicher in Teilen eine bewusste Notlüge/Ausrede. Davon ist mMn auszugehen. Allerdings nicht zwingend um einen Schwarm zu treffen. Sie traf sich ja auf dem Fest zunächst mit ihrer Freundin. Die Frage ist, ob sich Marion einer weiteren Lüge bediente, als sie sich später von eben dieser Freundin verabschiedete und angab, nun ihre Oma zu besuchen, obschon sie etwas ganz anderes vor hatte. Wenn dem so war, frage ich mich, mit wem sie sich wo verabredet hatte und wie diese Verabredung zustande kam. Marions Eltern hatten so weit ich weiß kein Telefon. Von daher gehe ich derzeit davon aus, dass Marion zwar tatsächlich mit dem Vorhaben ihre Oma zu besuchen vom Fest aufbrach, dann aber zufällig einen oder mehrere Personen traf, die sie dann von dem Vorhaben abbrachten und sogar dafür sorgten, dass sie allein auf das Fest zurückkehrte.
Zitat von kalekokaleko schrieb:(...) hatte auch schonmal an einen Personenkreis gedacht, mit denen man als junges Mädchen zu tun hat wie z. B. Lehrer.
Ja das ist ein sehr guter Gedanke. Lehrer haben die Möglichkeit, Mittel und Wege. Als Respektsperson sind da Kinder/Jugendliche auch eher folgsam und stellen keine Fragen.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Diese Idee ist garnicht so abwegig, vielleicht ihr Sportlehrer (Adidas-Turnschuhe), der auch von ihrer Fußverletzung wusste und ihr deshalb angeboten hat sie mit dem Auto nach Hause zu fahren? Er wusste ja auch, am nächsten Tag ist wieder Schule und Marion musste eigentlich ins Bett.
Das ist ein sehr guter Ansatz! Darüber sollten wir mal weiter nachdenken, da es viele Dinge erklären könnte bzw. würde.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 18:37
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Diese Idee ist garnicht so abwegig, vielleicht ihr Sportlehrer (Adidas-Turnschuhe), der auch von ihrer Fußverletzung wusste und ihr deshalb angeboten hat sie mit dem Auto nach Hause zu fahren? Er wusste ja auch, am nächsten Tag ist wieder Schule und Marion musste eigentlich ins Bett.
Stimmt ja, die Fußverletzung von der die Mutter von Marion in der alten XY-Sendung sprach. Hatte ich schon wieder vergessen. Mit Deiner Erklärung macht das richtig Sinn.
Jeans hätte so ein Adidas-Träger sicher auch angehabt.

Warum sollte er sich nicht nach Kempten versetzen haben lassen? Vielleicht stammt er von dort und hat nur im Großraum Nürnberg studiert und das Referendariat absolviert.
Altersmäßig, also habe ich nichts zu den Studiengängen früher gefunden. Also vom Gymnasium in Bayern war er wahrscheinlich 19/20 Jahre, um den Wehrdienst ist er möglicherweise herumgekommen, Referandariat dann mit 23 oder 24 Jahre ?
Die gesuchte Person müsste dann Jahrgang 1949 sein... da ist natürlich schon die Frage, wenn die Theorie stimmen würde, ob er überhaupt noch lebt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 18:48
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Hallo @kaleko ! Ich weiß aus dem Stegreif jetzt nicht den Bericht wo es angesprochen wurde, glaube Abendschau, daß Marion relativ rasch nach der letzten Sichtung zwischen 20-21 Uhr nach Hause aufgebrochen ist. Die Ermittler erwähnten, es sei bislang unklar ob sie in Begleitung aufbrach oder unterwegs auf ihren Mörder traf.
ja auf die Abendschausendung kam ich heute auch, aber tatsächlich wurde es in der Aktenzeichensendung XY von 1974 so dargestellt und es ist sogar eine Schulfreundin von ihr, die das bestätigt hat
Der Sprecher meint dazu, sie ist vermutlich nochmal in das Bierzelt gegangen und dort auf ihren Mörder getroffen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Von daher gehe ich derzeit davon aus, dass Marion zwar tatsächlich mit dem Vorhaben ihre Oma zu besuchen vom Fest aufbrach, dann aber zufällig einen oder mehrere Personen traf, die sie dann von dem Vorhaben abbrachten und sogar dafür sorgten, dass sie allein auf das Fest zurückkehrte.
Oder es hat sich so zugetragen und sie ist nochmal hin.
Ich denke mir auch, es war ja noch lange hell, vielleicht ist sie nochmal ein oder zwei Stunden auf dem Fest gewesen, die Zeugen haben ja die Sichtungen erst in der Nacht gemacht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 20:02
Der zitierte Beitrag von Gildonus wurde gelöscht. Begründung: Unangebracht dem Opfer sowie den Eltern gegenüber.
Ganz recht, um ein Verbrechen an einem Kind. Kind ist jeder Mensch bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.

Genau deshalb halten wir uns hier aus guten Gründen von Erörterungen fern, was diesbezüglich in den Kindern vorgegangen sein mag. Dies ist ein Publikumsforum, und keines für Ermittler oder Fachleute.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.04.2026 um 22:38
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das irgendwelche Jugendlichen, mutmaßlich auch voll des guten Weines, ein junges Mädchen drangsalierten bzw. wie auch immer gearteten Stress mit ihm hatten, steht für mich außer Frage. Wie du schon richtigerweise feststellst, gibt es für diesen Sachverhalt einige in der Aussage scheinbar übereinstimmende Zeugen, die sich jedoch nicht genötigt sahen in irgendeiner Form einzugreifen. Sie beließen es scheinbar bei Beobachten und Kopfschütteln. Leider.
Dennoch ist nicht gesagt und mMn. auch nicht unbedingt sehr wahrscheinlich, dass es sich bei jenem Opfer um Sonja Hurler handelte und die Jugendlichen den späteren Mörder gesehen und/oder getroffen haben könnten. Viellicht war die Situation viel harmloser als es dargestellt wurde und 1-2 Ecken weiter beruhigte sich schon alles wieder. Das würde erklären, warum sich niemand meldete und sämtliche DNA-Proben negativ waren. Was ich jedoch komisch finde ist, dass scheinbar selbst bei dem DNA-Massenabgleich und Befragung der Jugendlichen aus Thingers jenes Mädel nicht ermittelt werden konnte. Waren es vielleicht ganz andere Jugendliche die beobachtet wurden?
Hallo @Slaterator! Womöglich liegt der Grund, daß diese Jugendlichen weiter im Fokus bleiben, in den nicht öffentlichen Hinweisen. Beispielsweise gibt es scheinbar auch verienzelt Aussagen zu dieser/diesen Gruppen, welche ein höheres Alter, deutich über 20, möglich erscheinen lassen.
Angesichts des Mordes in Zirndorf 8 Jahre vorher dürften diese Zeugenaussagen deutlich mehr Gewicht erlangen. Womöglich gab es 2 Gruppen an diesem Abend Was auch immer stimmen mag.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es ist ja durchaus normal und gesellschaftlich klar akzeptiert, wenn im späteren Leben von reifen Erwachsenen zwischen Partnern 10, 20 und mehr Jahre Altersunterschied bestehen. Aber in so jungen Jahren ist ein Unterschied von 5-10 Jahren ziemlich extrem und auch gesellschaftlich eher nicht akzeptiert. Ein Mädel von 12 Jahren, unabhängig davon ob sie in ihrer charakterlichen und/oder körperlichen Reife ihrem biologischen Alter voraus sein mag, wird für gewöhnlich nicht mit einem volljährigen, im Berufsleben stehenden Erwachsenen "offiziell" zusammen kommen können. Das würden Eltern und die Gesellschaft eher nicht gut heißen und tolerieren. Natürlich kann so eine Beziehung im Geheimen geführt werden. Aber die Welten/Realitäten, Wünsche, Bedürfnisse, Möglichkeiten, Träume, Ziele und Interessen liegen zwischen einer 12 Jährigen und z.B. einem 19-28 Jährigen viel zu weit auseinander, als das da eine Beziehung auf ähnlichem Niveau möglich wäre. So bleibt es dann doch eher bei Träumen und Schwärmereien.
Zum großen teil ist das richtig, hängt aber auch vom Einzelfall ab. Generell halte ich es für wahrscheinlich, daß Chris sich an Marion herangemacht hat. Das er einen Hang zu "blutjung, aber körperlich keine Kinder mehr" hat, ist durch seine Taten offensichtlich.
Marion war relativ erwachsen für ihr Alter, sie wird sich über die Aufmerksamkeit durchaus gefreut haben. Sie wird wohl offen für die "Teenagerdreifaltigkeit":-) Quatschen, Knutschen, Fummeln gewesen sein. Aber mehr nicht, denn selbst mit einer gewissen Frühreife gibt es Grenzen der Entwicklungsgeschwindigkeit.
An jenem schicksalshaften Juliwochenende traf sie Chris/eventl. anderer Täter auf dem Fischerfest. Später begleitete er Marion auf dem Heimweg oder traf sie unterwegs, weil sie womöglich ein Stück weit den gleichen Weg hatten.
Ich halte den Täter für eine Person deren Impulskontrolle durch Alkohol/Drogen massiv beeinträchtigt wird, mehr als der Durchschnitt. Ich stelle es mir so vor, was an jenem Abend passierte: Chris/Bekannter xy begleitet Marion nach Hause, überredet sie aber noch ein wenig zu Quatschen und zu Knutschen, bevor er sie dann absetzt. Da sie das logischerweise nicht vor Marions Zuhause machen können, fahren sie bis an den Ortsrand. (Wäre das alles komplett durchgeplant gewesen, der Täter wäre noch weiter weg gefahren um ungestört zu sein)
Ich vermute, daß zu diesem Zeitpunkt, wahrscheinlich sogar noch etwas länger alles im Lot war. Aber der Alkohol hat die Hemmschwellen des Täters eingerissen und er will mehr. Mehr als Marion zu tun bereit ist. Das Ergebnis kennen wir.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also darauf das Marion Beier ein Problemkind gewesen sein könnte, gab es bislang keinerlei Hinweise. Im Gegenteil. Sie wurde als besonnen, selbstständig und gefestigt dargestellt. Ich denke man würde ihr mit so einer Behauptung posthum Unrecht tun. Sowie sich der bisher bekannte Sachverhalt darstellt, war Marion an dem Tag eben wie andere Mädels in ihrem Alter drauf, als sie sich einer Notlüge bediente um etwas zu machen, was ihr im Normalfall vielleicht nicht erlaubt werden oder an strenge Bedingungen geknüpft werden würde
Sehe ich ähnlich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das denke ich allerdings nicht. Ich hatte in einem meiner früheren Beiträge ja schon erklärt, dass die Oma im Beitrag klar angab, dass sie weder wusste das Marion vor hatte bei ihr zu erscheinen, noch bei ihr gewesen ist. Wäre sie in den fraglichen Zeiträumen aber selbst nicht zugegen gewesen, hätte sie das anders ausdrücken müssen. Denn dann hätte sie nicht beurteilen können, ob Marion da war, sie aber nicht antraf oder eben nicht. Dadurch das sie ausdrückte das Marion nicht bei ihr war, gehe ich davon aus, dass die Oma zu den fraglichen Zeitfenstern daheim und munter war.
So wie Marion beschrieben wurde, halte ich eine Komplettlüge (überhaupt nicht vorhaben bei der Oma reinzuschneien) für sehr unwahrscheinlich! Ihre Darstellerin hat ja auch im Film zur Freundin gesagt, sie würde jetzt zur Oma gehen. Sie war dann rund eine Stunde vom Fest weg. Das passt zeitlich sehr gut für Hin- und Rückweg, inklusive etwas Suchen. Wie gesagt, ich glaube sie war bei ihrer Oma und tragischerweise haben sie sich verpasst oder die Oma war im Garten (es war ein sehr warmer Tag), da kannst du vorne solange klingeln wie du willst, das wird nicht unbedingt gehört.
Wir dürfen nicht vergessen, die Oma konnte ja nicht ahnen, daß Marion vorbeikommen wollte. Was auch immer es war, unglaublich tragisches Pech. Ich würde die Worte der Omadarstellerin nicht zu wörtlich nehmen, da man sie auch allgemeiner auslegen kann.
Der zitierte Beitrag von Gildonus wurde gelöscht. Begründung: Unangebracht dem Opfer sowie den Eltern gegenüber.
Hallo @Gildonus! Tut mir leid, aber so wird Marion nirgends beschrieben, auch nicht in neueren Berichten/Artikeln. Du unterschätzt völlig, daß Telefone damals noch nicht in jedem Haushalt vorhanden waren. Obwohl vor meiner Zeit, weiß ich, daß wir in den frühen 70ern nur deshalb schon ein Telefon im Haus hatten, weil mein Vater in Notfällen erreichbar sein mußte.
Die Baiers hatten damals noch kein Telefon im Haus. Daher ist das überhaupt kein Wunder, daß die Oma nichts vom bevorstehenden Besuch ihrer Enkelin wußte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 09:15
Heute berichtet die NN.de mit dieser Schlagzeile:



Mord an Marion Baier (12) im Jahr 1973: Kripo Fürth überprüft früheren Hauptverdächtigen

Oberasbach/Zirndorf - Im Januar schlug eine Nachricht hohe Wellen: Die Kripo Fürth hatte den Mord an Marion Baier (12) in Oberasbach neu aufgerollt. Denn: Es gibt eine DNA-Spur, die zu einem weiteren Mädchenmord führt. Jetzt wurde ein früherer Hauptverdächtiger überprüft.
Quelle:
Spoiler
https://www.nn.de/fuerth/mord-an-marion-baier-12-im-jahr-1973-kripo-furth-uberpruft-fruheren-hauptverdachtigen-1.15079403






Kann es sein, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um diesen damals 21-jährigen handelt?
wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg und eine 15-Jährige aus der Region Köln getötet zu haben – den Zettel fanden Polizisten zufällig, als sie seine Wohnung wegen Betrugsvorwürfen durchsuchten. Nach seiner Festnahme bestritt der junge Mann die Tat, er kam frei.
Beitrag von 321meins (Seite 17)

+
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb am 09.02.2026:Es gab damals einige Festnahmen. Einer der Verdächtigen sollte ein 21-jähriger Fabrikarbeiter, ohne ein plausibles Alibi, gewesen sein. Kann man diese Personen denn nicht jetzt, nach der gefundenen DNA, nochmals auffordern eine Speichelprobe abzugeben, dann wären sie vollkommen entlastet vom Vorwurf.
Beitrag von HolzaugeSHK (Seite 18)


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 09:55
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Kann es sein, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um diesen damals 21-jährigen handelt?
wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg und eine 15-Jährige aus der Region Köln getötet zu haben – den Zettel fanden Polizisten zufällig, als sie seine Wohnung wegen Betrugsvorwürfen durchsuchten. Nach seiner Festnahme bestritt der junge Mann die Tat, er kam frei.
Ich denke nicht.
Es wird der 21jährige sein, welcher zusammen mit einem Kumpel bereits vor der xySendung 74 festgenommen war.
Welche Maßnahmen damals durchgeführt worden waren, zum Beispiel zum Auffinden der Sportschuhe weiß ich nicht.
Aber DNA kann man für damals wohl ausschließen.

Dieser Verdächtige kam unter Verdacht, weil er auch auf dem Fest war (ggfs. mit oder in der Nähe von Marion gesehen) und kein Alibi hatte.
Warum, weiß ich nicht, jedoch wurde angenommen, dass er mit einem Kumpel die Tat vollzogen hatte.

Man konnte beiden nichts nachweisen und so wurden sie wieder freigelassen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 12:53
Ich danke Dir @1899Ost für Deinen aktuell eingestellten Beitrag zum Cold Case Marion Baier.


Da haben wir @Ahn-Dung ja die Antwort wer der Hauptverdächtigen gewesen sein soll.
Der zitierte Beitrag von 1899Ost wurde gelöscht. Begründung: Zitat aus dem Artikel innerhalb der Bezahlschranke.
Der zitierte Beitrag von 1899Ost wurde gelöscht. Begründung: Zitat aus dem Artikel innerhalb der Bezahlschranke.
Der zitierte Beitrag von 1899Ost wurde gelöscht. Begründung: Zitat aus dem Artikel innerhalb der Bezahlschranke.
Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 28)


Zusammengefasst ein paar interessante Infos, was sich in den letzten Wochen so bei der Kripo Fürth getan hat:

- es werden momentan 200 Personen aus dem damaligen sozialen Umfeld des Mädchens überprüft

- mittlerweile sei dies bei etwa 80 Personen erfolgt

- ein Mann konnte als Täter ausgeschlossen werden, man habe seine Speichelprobe überprüft

- Personen, die in den jeweiligen Tatzeiträumen, also 1973 und 1981, Bezugspunkte zum Raum Fürth sowie zum Raum Kempten hatten, wurden ebenfalls erfolglos überprüft

- Nachforschungen bei der US-Army, die in Oberasbach einst einen Truppenübungsplatz nutzte, haben noch keinen Treffer erbracht


Ich bin echt begeistert wie engagiert die Ermittler an diesem Fall arbeiten! 👍🏼


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 16:55
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich bin echt begeistert wie engagiert die Ermittler an diesem Fall arbeiten! 👍🏼
Hallo @HolzaugeSHK ! Das kann man nur unterschreiben, die machen keine halben Sachen. Wobei man auch die Hinweisgeber loben muß! Soviele Hinweise wie im (Doppel)Fall Baier/Hurler kommen nicht einmal bei so manchem aktuellen XY-Fall rein! Da sieht man, daß diese Fälle nicht vergessen sind, trotz mehrerer Jahrzehnte Zwischenzeit.
Laut den Fürther Ermittlern sehen sie die chance den Täter noch zu erwischen auf 80-90%. Für einen Altfall ist das sehr hoch, ich denke sie haben jemanden ode mehrere Personen im Visier, sonst würde man die Chance nicht so hoch ansetzen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich denke nicht.
Es wird der 21jährige sein, welcher zusammen mit einem Kumpel bereits vor der xySendung 74 festgenommen war.
Welche Maßnahmen damals durchgeführt worden waren, zum Beispiel zum Auffinden der Sportschuhe weiß ich nicht.
Aber DNA kann man für damals wohl ausschließen.
Dieser Verdächtige kam unter Verdacht, weil er auch auf dem Fest war (ggfs. mit oder in der Nähe von Marion gesehen) und kein Alibi hatte.
Hallo @Ahn-Dung ! Könnte durchaus sein, daß es dieser Verdächtige ist, der überprüft wird/wurde. Oder jemand anders, denn in einem Bericht wird angedeutet, daß man schon damals mehere Tatverdächtige hatte, nur konnte niemandem von Ihnen etwas nachgewiesen werden. Und 200 Personen aus dem Umfeld von Marion und noch die weiteren Personengruppen werden geprüft, ich hoffe und denke, daß sie diesen Mistkerl doch noch fassen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 17:52
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Und 200 Personen aus dem Umfeld von Marion und noch die weiteren Personengruppen werden geprüft, ich hoffe und denke, daß sie diesen Mistkerl doch noch fassen.
Wer weiß, was derjenige, bei acht Jahren Zeitabstand zwischen den Taten, noch alles auf dem Gewissen hat!

Vielleicht ist einiges verjährt; dennoch halte ich es für denkbar, dass auch andere Taten plötzlich aufgeklärt werden.

Hat man einen Tatverdächtigen, und damit seine Vita, seinen Aktionsradius, wird man schon wissen, wofür er sonst noch als Täter in Frage kommt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 18:27
Zitat von kalekokaleko schrieb:Oder es hat sich so zugetragen und sie ist nochmal hin.
Das würde aber voraussetzen, dass die Oma von Marion Beier angetroffen wurde, was diese jedoch verneint. Es scheint mir unwahrscheinlich, wenn auch zumindest theoretisch möglich, dass die Oma aufgrund von Abwesenheit den Besuch ihrer Enkelin irgendwie verpasste, sich aber nachher nicht an die eigene Abwesenheit im fraglichen Zeitraum erinnerte und diese bei ihrer Befragung durch die EB dann auch nicht zu Protokoll gab. Ich bin sicher, dass die Beamten diese Routinefrage damals gestellt haben.

Somit gehe ich persönlich davon aus, dass Marion tatsächlich vorhatte, als sie das Fest am frühen Abend verließ ihre Oma aufzusuchen. Doch aus welchen Gründen auch immer, kam es dazu scheinbar nicht. Für mich ist dabei recht plausibel, dass sie auf ihrem Weg zwischen Fest und dem Wohnhaus ihrer Oma zufällig oder gewollt auf eine oder mehrere Person(en) traf, die sie dann in der Folge von dem Plan ihre Oma zu besuchen abbrachte(n).
Der zitierte Beitrag von Gildonus wurde gelöscht. Begründung: Unangebracht dem Opfer sowie den Eltern gegenüber.
Das sehe ich völlig anders. Es spricht für mich absolut nichts dagegen -im Gegenteil- sogar viel dafür, dass Marion Beier nicht bewusst gelogen hat, als sie sich von ihrer Freundin verabschiedete und das Fest erstmalig an diesem Abend verließ. Es war aus ihrer Sicht sehr sinnvoll, den Besuch der Oma auf jeden Fall durchzuführen, damit eben diese das bei etwaiger Nachfrage durch ihre Eltern auch bestätigen kann. Das sie nebenher noch auf dem Fest war, würde damit unter den Tisch fallen und damit wäre ihr eigentliches Vorhaben (möglicherweise durch die Eltern unerwünschtes Treffen mit der Freundin allein auf dem Fest) ein voller Erfolg. Dieses "Alibi" zu gefährden, indem man die Oma eben gar nicht besucht, birgt völlig unnötige Risiken. Außerdem war das Verhältnis zwischen Marion und ihrer Oma scheinbar sehr gut. Regelmäßige Übernachtungen und Besuche Usus. Sie wohnte ja sogar während der Erkrankung ihrer Mutter über einen gewissen Zeitraum dort. Warum sollte sie das also vermeiden wollen?
Der zitierte Beitrag von Gildonus wurde gelöscht. Begründung: Unangebracht dem Opfer sowie den Eltern gegenüber.
Meinem Empfinden nach hat Marion eigentlich nur ihr zentrales Vorhaben (alleiniges Treffen mit der Freundin auf dem Fest) gegenüber den Eltern unterschlagen. Das sie vorhatte ihre Oma zu besuchen, die in der Nähe des Festes wohnt, halte ich für durchaus glaubhaft. Marion wollte eben das Erlaubte mit dem Gewünschten und ggf. Unerlaubten verbinden. Das sie die entscheidende Information gegenüber den Eltern verbarg, war so gesehen -streng genommen- keine Lüge.

Setzt man nun voraus das ihre Eltern erwarteten über alle ihre Vorhaben am Tag aufgeklärt zu werden, war es maximal hart an der Wahrheit gelogen. Das würde ich -an sich- nicht so überbewerten. Natürlich sind junge Mädchen mit Beginn der Pubertät mitunter schonmal mal nicht ganz ehrlich oder haben "Geheimnisse" gegenüber ihren Eltern. Das ist zwar nicht gewünscht und in Ordnung, aber es ist auch keine katastrophale Entwicklung aus der man jetzt mMn einen problematischen Charakter/Persönlichkeit herauslesen könnte.

Den Eltern da ein massives Erziehungsproblem zu unterstellen, ist aus meiner persönlichen Sicht völlig übertrieben. Marion hat ihre Oma regelmäßig besucht, mangels Telefon wohl auch oftmals spontan und ohne vorherige Absprache. Im Rahmen dieser Besuche war es scheinbar auch Usus, dass Marion schonmal bei der Oma übernachtete. Da sie ohnehin schon einmal eine Zeitlang bei der Oma lebte, als ihre Mutter erkrankt war, finde ich das jetzt absolut nicht ungewöhnlich oder alarmierend. Auch die Eltern kannten und tolerierten diese Praxis und machten sich deshalb auch berechtigterweise absolut keine Sorgen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Marion, ihren Eltern und der Oma war gegenseitig scheinbar groß und ungetrübt.

Insofern ist es mir schleierhaft, warum Marion bewusst alle Beteiligten hinters Licht führen sollte, um eine ganze Nacht wach und unterwegs zu sein. Ausgerechnet an einem Sonntag, wo sie am Folgetag in der Schule erscheinen muss. Für mich drängt sich daher der Schluss auf, dass Marion zunächst freiwillig, dann mit Gewalt von ihrem Ursprungsplan abgebracht wurde. So war der zweite Besuch auf dem Fest meines Eindruckes nach eher freiwillig, ihr Verschwinden und Verbleib bis zum Mord mutmaßlich nicht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Beispielsweise gibt es scheinbar auch verienzelt Aussagen zu dieser/diesen Gruppen, welche ein höheres Alter, deutich über 20, möglich erscheinen lassen.
Angesichts des Mordes in Zirndorf 8 Jahre vorher dürften diese Zeugenaussagen deutlich mehr Gewicht erlangen. Womöglich gab es 2 Gruppen an diesem Abend Was auch immer stimmen mag.
Okay, im Moment klingelt da bei mir nichts. Sofern ich korrekt erinnere war im XY-Beitrag damals nur von einer einzigen Gruppe von Jugendlichen die Rede, nicht von zwei Gruppen. habe ich da jetzt eine wichtige Information verdrängt oder gibt es da eine Quelle die ich jetzt nicht mehr auf dem Schirm habe oder von mir nicht wahrgenommen wurde? Kannst du mir bitte kurz weiterhelfen woher die Information mit der zweiten Gruppe aus möglicherweise älteren Personen stammt?

Ich kenne in dem Zusammenhang nur die Gruppe dieses Motorradclubs, deren Mitglieder in diesem Vereinsheim feierten. Die meinst du aber nicht oder? Die wurden ja auch schon überprüft.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Generell halte ich es für wahrscheinlich, daß Chris sich an Marion herangemacht hat. Das er einen Hang zu "blutjung, aber körperlich keine Kinder mehr" hat, ist durch seine Taten offensichtlich.
Das der Mörder von Marion Beier zum Zeitpunkt der Tat selbst nicht in der Altersklasse bis -ich vermute- 16 Jahren zu finden war, halte ich für sehr wahrscheinlich. Von daher scheint es sich um einen mutmaßlich erwachsenen Täter (ich persönlich vermute grob im Alter zwischen 18-35 Jahren) gehandelt zu haben. Das der Täter in diesem Alter einen -ich nenne es mal- "Faible" für außergewöhnlich junge Mädchen mit sichtbaren, weiblichen Körpermerkmalen gehabt haben mag, liegt da auf der Hand. Das kann jedoch auch jemand gewesen sein, der aus dem erweiterten Umfeld der Marion Beier stammte. Eine Kollege des Vaters, ein ehem. Nachbar, jemand der in der Gemeinde eine Funktion hatte/bekannt war, also eine Respektsperson (z.B. Lehrer, Arzt, Apotheker, Ladenbesitzer, Politiker usw.) bzw. Uniformträger (Polizist, Feuerwehrmann, Schornsteinfeger usw.).

Das muss nicht ein Moped fahrender Möchtegernrocker namens Chris(sy) sein. Denn wenn ich ehrlich bin, würde ich ihn nicht für einen gestandenen Mann halten, der mitten im Leben steht und durch sein Aussehen und Auftreten die Welt junger Damen in Verzückung versetzt. Auf einem Moped und lispelnd war er eher das, was junge Mädels allgemein als "ganz süß" bezeichnen. Eine kleine Schwärmerei. Aber ernst nehme ich diese mögliche Beziehung -wenn sie denn überhaupt existierte- nicht wirklich.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Marion war relativ erwachsen für ihr Alter, sie wird sich über die Aufmerksamkeit durchaus gefreut haben. Sie wird wohl offen für die "Teenagerdreifaltigkeit":-) Quatschen, Knutschen, Fummeln gewesen sein. Aber mehr nicht, denn selbst mit einer gewissen Frühreife gibt es Grenzen der Entwicklungsgeschwindigkeit.
Jedes Mädel und jede Frau freut sich genau wie Jungs und Männer auch über Aufmerksamkeit und Komplimente. Das ist zutiefst Menschlich, denn wir sind soziale Wesen. Das Marion in ihrer Körperlichen Entwicklung scheinbar anderen Altersgenossinnen voraus, also "frühreif" und selbstbewusst gewesen sein mag, könnte natürlich auch auf ältere Jungs Eindruck gemacht haben. Keine Frage.

Doch wie ich schon in meinem letzten Beitrag ausführte, kann auch eine frühe, körperliche und charakterliche Reife keine Lebenserfahrung, Menschenkenntnis, Eloquenz und Bildung ersetzen. Denn das geht nicht mit der automatischen, körperlichen und geistigen Entwicklung einher, sondern muss durch die Person selbst angeeignet werden. Das kostet eben Zeit. Deshalb gehe ich persönlich davon aus, dass Marion vielleicht (rein optisch) zunächst wie 16 Jährig wirkte und persönlich auch ein gewisses Selbstbewusstsein ausstrahlte. Doch am Ende war sie bei näherer Betrachtung eben doch "nur" ein Kind. Dessen sollte man sich bewusst sein. Das muss auch möglichen Verehrern zeitnah aufgefallen sein.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:An jenem schicksalshaften Juliwochenende traf sie Chris/eventl. anderer Täter auf dem Fischerfest. Später begleitete er Marion auf dem Heimweg oder traf sie unterwegs, weil sie womöglich ein Stück weit den gleichen Weg hatten.
Das wissen wir nicht. Chris(sy) wurde bislang von niemandem auf oder am Fest gesehen. Weder allein, noch in Begleitung oder sogar zusammen mit Marion. Das nur mal fürs Protokoll. Davon abgesehen hatte Marion kaum Möglichkeiten, sich überhaupt bewusst mit diesem ominösen "Chris(sy)" zu verabreden. Die Eltern hatten kein Telefon, er war scheinbar niemandem in der Gemeinde bekannt, da ihn niemand identifizieren konnte. Er besuchte nicht die gleiche Schule, nichts dergleichen. Wie hätte sich Marion da mit ihm so präzise verabreden sollen? Wenn sie ihn an diesem schicksalhaften Abend überhaupt traf, war das mMn reiner Zufall.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich halte den Täter für eine Person deren Impulskontrolle durch Alkohol/Drogen massiv beeinträchtigt wird, mehr als der Durchschnitt.
Man könnte sowas annehmen. Natürlich. Aber wenn Chris(sy) auf dem Fest anwesend gewesen sein sollte und dort eine Menge Alkohol und/oder Drogen konsumiert hätte, wäre das sicher aufgefallen und man wäre auf ihn und mögliche Freunde in seiner Begleitung aufmerksam geworden. Das Fest war ja recht übersichtlich. Nahezu alles fand in einem einzigen Festzelt statt. Wir sprechen hier also nicht über das Oktoberfest, wo ganze Gruppen in Reisebusdimension völlig unerkannt in der schiebenden Masse volltrunkener Wisnbesucher abtauchen können. Das hier war ein recht kleines und übersichtliches Fest, wo sich die meisten Besucher persönlich oder zumindest vom sehen her gekannt haben werden. Da wäre so ein Exot wie der lispelnde Mopedcasnova Chris(sy) sicherlich aufgefallen.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) Chris/Bekannter xy begleitet Marion nach Hause, überredet sie aber noch ein wenig zu Quatschen und zu Knutschen, bevor er sie dann absetzt. Da sie das logischerweise nicht vor Marions Zuhause machen können, fahren sie bis an den Ortsrand. (Wäre das alles komplett durchgeplant gewesen, der Täter wäre noch weiter weg gefahren um ungestört zu sein)
Ich vermute, daß zu diesem Zeitpunkt, wahrscheinlich sogar noch etwas länger alles im Lot war. Aber der Alkohol hat die Hemmschwellen des Täters eingerissen und er will mehr. Mehr als Marion zu tun bereit ist. Das Ergebnis kennen wir.
Na ja, klingt erstmal recht logisch. Setzt aber einiges voraus, was ich persönlich so nicht sehe. Angefangen mit der Präsenz von Chris(sy) auf dem Fest, was ich gerade im Abschnitt drüber ausgeführt habe und ich stark bezweifle. Dann die Örtlichkeit, die mir definitiv nicht für Aktivitäten außerhalb der -wie du es nennst- "Teenagerdreifaltigkeit" geeignet ist, da es dort dreckig, sandig, steinig und ohne Sichtschutz auch äußerst unkomfortabel für alle Beteiligten ist. Dann fraglicher Alkohol/Drogenkonsum.

Soweit ich weiß, wurde nirgendwo auch nur angedeutet, dass Marion Beier selbst Alkohol/Drogen konsumierte und/oder daran interessiert war bzw. gutgeheißen hat. Im Normalfall wirkt ein angetrunkener und/oder unter Drogen stehender Mensch auf nüchterne Menschen eher abstoßend und nervig, teilweise sogar beängstigend. Wenn Marion (wovon ich ausgehe) selbst weder konsumierte, noch Erfahrung mit Alkohol/Drogen hatte, warum sollte sie mit einem Typen der selbst berauscht war, ggf. eine "Alkoholfahne" hatte, auf ausgerechnet einer Baustelle herumfummeln und knutschen wollen? Für mich klingt das wenig schlüssig und auch nicht wirklich plausibel.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:So wie Marion beschrieben wurde, halte ich eine Komplettlüge (überhaupt nicht vorhaben bei der Oma reinzuschneien) für sehr unwahrscheinlich!
Da schließe ich mich an.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Sie war dann rund eine Stunde vom Fest weg. Das passt zeitlich sehr gut für Hin- und Rückweg, inklusive etwas Suchen. Wie gesagt, ich glaube sie war bei ihrer Oma und tragischerweise haben sie sich verpasst oder die Oma war im Garten
Zeitlich mag das passen. Aber auch wenn es theoretisch möglich ist das Marion am Wohnort der Oma war, sie aber dort nicht antraf, erscheint mir das nicht sehr wahrscheinlich. Überhaupt hatte ich den Eindruck im XY Film, dass die Oma in einer Mietwohnung lebt. Ob sie überhaupt Garten/Balkon hatte, ist ungewiss.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Was auch immer es war, unglaublich tragisches Pech. Ich würde die Worte der Omadarstellerin nicht zu wörtlich nehmen, da man sie auch allgemeiner auslegen kann.
Ich nehme Dialoge bei Aktenzeichen XY ungelöst generell nicht wortwörtlich. Aber der gezeigte Sachverhalt legt sehr nahe, dass die Oma zu den fraglichen Zeitpunkten daheim und munter war. Sie wird das ja auch als Routine von den Beamten bei ihrer Zeugenvernehmung gefragt worden sein. Von daher gehe ich davon aus, dass Marion nicht bei ihr war.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Jetzt wurde ein früherer Hauptverdächtiger überprüft.
Das sind großartige Neuigkeiten! Danke für diese Information! Schade, dass nicht genau klar ist, wer da gemeint ist. Das würde mich jetzt sehr interessieren!
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Kann es sein, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um diesen damals 21-jährigen handelt?
Kann natürlich sein. Ich habe den jetzt nicht mehr so wirklich auf dem Schirm. Ich muss mich da nochmal schlau machen.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Hat man einen Tatverdächtigen, und damit seine Vita, seinen Aktionsradius, wird man schon wissen, wofür er sonst noch als Täter in Frage kommt.
Das wäre natürlich der Idealfall, wenn man mit dessen Ergreifung vielleicht sogar weitere bislang ungeklärte Kriminalfälle aufklären könnte. Es bleibt also spannend.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 19:03
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich bin echt begeistert wie engagiert die Ermittler an diesem Fall arbeiten! 👍🏼
Dem kann ich mich nur anschliessen, es wirkt als wäre das Ergreifen des Täters nur noch eine Frage der Zeit.
Dir @HolzaugeSHK vielen Dank für das immer wiederkehrende Einstellen von aktuellen Neuigkeiten!
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Kann es sein, dass es sich bei dem Hauptverdächtigen um diesen damals 21-jährigen handelt?
Ich finde es weiterhin merkwürdig dass jemand auf einen Zettel schreibt dass er 2 Mädchen ermordet hat und würde persönlich nicht ausschliessen wollen das dies der Realität entspricht. Er war wenn ich es richtig verstanden habe 1980 21 Jahre alt, wäre also 1973 als möglicher Täter 14 Jahre alt gewesen, auch dies halte ich persönlich für ungewöhnlich aber möglich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Somit gehe ich persönlich davon aus, dass Marion tatsächlich vorhatte, als sie das Fest am frühen Abend verließ ihre Oma aufzusuchen. Doch aus welchen Gründen auch immer, kam es dazu scheinbar nicht.
Denkbar wäre für mich im Fall Marion wie auch im Fall Sonja ein Nachbar der jeweiligen Grossmutter als Täter, beide Enkelinnen hatten viel Kontakt zu ihren Grossmüttern, so könnte der Täter auf die Mädchen aufmerksam geworden sein und Sonja traf vielleicht an diesem Sonntag auf dem Weg zur Grossmutter auf den Nachbarn.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Ja dem würde ich zustimmen, hatte auch schonmal an einen Personenkreis gedacht, mit denen man als junges Mädchen zu tun hat wie z. B. Lehrer.
Diese Idee finde ich sehr gut, das ist vielleicht ein Bereich wo man nicht sofort mit der Suche nach dem Täter anfängt, ich würde auch vermuten dass Marion eine Schwärmerei für einen Lehrer und ein mögliches Treffen an diesem Sonntag auch weder ihren Freundinnen noch den Eltern oder Oma erzählt hätte, der Lehrer hätte sicher auch eindringlich dazu geraten


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 20:53
Auch SAT.1 BAYERN berichtet in seiner heutigen Sendung ganz kurz über die 200 Männer welche zum DNS-Test gebeten werden!

Youtube: Neue Spur in Fürther Cold Case? 200 Männer zum DNA-Test gebeten
Neue Spur in Fürther Cold Case? 200 Männer zum DNA-Test gebeten
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Ich bleibe gern am Fall Marion Baier dran und versorge Euch mit News! Die Morde von Marion und auch Sonja sind zu meinen Herzensfällen geworden!


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

16.04.2026 um 21:00
@HolzaugeSHK Super, dass Du den Fall so engagiert verfolgst.

Ich denke, dass wir in diesem Fall tatsächlich einmal mit einem Ergebnis rechnen dürfen. Was ich zuletzt von dem fall höre, stimmt mich sehr optimistisch, was das anbelangt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.04.2026 um 08:38
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Okay, im Moment klingelt da bei mir nichts. Sofern ich korrekt erinnere war im XY-Beitrag damals nur von einer einzigen Gruppe von Jugendlichen die Rede, nicht von zwei Gruppen. habe ich da jetzt eine wichtige Information verdrängt oder gibt es da eine Quelle die ich jetzt nicht mehr auf dem Schirm habe oder von mir nicht wahrgenommen wurde? Kannst du mir bitte kurz weiterhelfen woher die Information mit der zweiten Gruppe aus möglicherweise älteren Personen stammt?
Hallo @Slaterator! Laut Ermittler gab es unter den Aussagen zu der Gruppe, die das unbekannte Mädel herumgezerrt hat/haben könnte, auch welche, die auf ein höheres Alter (20+) der beobachteten Gruppe hindeuten. Ob es letztlich dieselbe Gruppe war oder zwei Gruppen, die unabhängig voneinander unterwegs waren, muß erst noch geklärt werden.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das wissen wir nicht. Chris(sy) wurde bislang von niemandem auf oder am Fest gesehen. Weder allein, noch in Begleitung oder sogar zusammen mit Marion. Das nur mal fürs Protokoll. Davon abgesehen hatte Marion kaum Möglichkeiten, sich überhaupt bewusst mit diesem ominösen "Chris(sy)" zu verabreden.
Es ist von fast allen Mitdiskutanten akzeptiertes Fakt, daß es eine Person gab, die "Chris" genannt wurde und sich im Zeitraum vor der Tat gehäuft mit Marion getroffen hat. Das wurde in XY so deutlich gemacht. Dieser Chris, der sich im Vorfeld der Tat so viel Mühe gab, Marion nahe zu kommen, taucht unmittelbar nach dem Mord unter und verdunkelt sich bis heute. Das spricht nicht gerade für seine Unschuld.
"Chris" muss nicht der Täter sein, aber ob seines Verhaltens ist er klar zur Gruppe der Hauptverdächtigen zu zählen.

Was das Fest betrifft: So wie Marion und ihr Umfeld beschrieben und dargestellt wurden, wäre ihr der Besuch des Fischerfestes mit ihrer Freundin nie verwehrt worden. Trotzdem entschied sich Marion eine "gestreckte Wahrheit" zu nutzen, um mehr potenzielle Zeit rauszuschlagen. Zudem wird Marion samt Feundin im Film an einem Tisch mit, ganz neutral :-), Motorradaffinen Leuten sitzend gezeigt. Das ist kein Zufall und Chris war auch ein Fan von Zweirädern.
Die Theorie, daß Marion sich an diesem Tag mit Chris auf dem Fest getroffen hat, ist absolut legitim angesichts der uns zur Verfügung stehenden Informationen.
Nebenbei: Ich habe mehrfach argumentiert und auch so niedergeschrieben, daß ich zwar sehr sicher bin, daß Marion Chris auf dem Fest treffen wollte, aber mir durchaus auch vorstellen kann, daß es eine uns namentlich nicht bekannte Person war, die Marion auf dem Fischerfest sehen wollte. Es ist nur wahrscheinlicher aufgrund der bekannten Infos, daß es Chris war.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Man könnte sowas annehmen. Natürlich. Aber wenn Chris(sy) auf dem Fest anwesend gewesen sein sollte und dort eine Menge Alkohol und/oder Drogen konsumiert hätte, wäre das sicher aufgefallen und man wäre auf ihn und mögliche Freunde in seiner Begleitung aufmerksam geworden. Das Fest war ja recht übersichtlich.
Wie kommst du auf dieses schmale Brett? Ich habe argumentiert, daß der Täter, angesichts der Tatsache, daß seine Morde im Anschluß an Festivitäten begangen wurden und seine DNS anderweitig bislang nicht aufgefallen ist, mit plausibler Wahrscheinlichkeit durch Alkohol oder Drogen stärker enthemmt wird als der Durchschnitt.
Der muß nicht saufen wie ein Loch, im Gegenteil, ich vermute der Täter gehört zu der Gruppe von Menschen die "e Schoppe" oder "e Värtele" trinken und dann nicht annähernd betrunken, aber völlig enthemmt sind.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Na ja, klingt erstmal recht logisch. Setzt aber einiges voraus, was ich persönlich so nicht sehe. Angefangen mit der Präsenz von Chris(sy) auf dem Fest, was ich gerade im Abschnitt drüber ausgeführt habe und ich stark bezweifle. Dann die Örtlichkeit, die mir definitiv nicht für Aktivitäten außerhalb der -wie du es nennst- "Teenagerdreifaltigkeit" geeignet ist, da es dort dreckig, sandig, steinig und ohne Sichtschutz auch äußerst unkomfortabel für alle Beteiligten ist. Dann fraglicher Alkohol/Drogenkonsum.
(Seufz) Ich habe weiter oben und auch in früheren Beiträgen stets argumentiert, daß Chris/Freund XY/Bekannter xy/Nachbar xy mit Marion bis an den Ortsrand gefahren ist, um noch ein bißchen zu quatschen und zu knutschen, bevor er sie zuhause absetzt.
Dafür muß man nicht aus dem Auto austeigen oder sich weit von einem Motorrad entfernen! Und wie ich nur einen Abschnitt weiter oben argumentiere, kam es zum Mord weil dieser Idiot an diesem Tag völlig enthemmt war.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.04.2026 um 08:48
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich bleibe gern am Fall Marion Baier dran und versorge Euch mit News! Die Morde von Marion und auch Sonja sind zu meinen Herzensfällen geworden!
Hallo @HolzaugeSHK ! Danke schön und ich bin sicher wir anderen werden auch, wenn uns was Neues zu Ohren kommt, hier etwas dazu einstellen. :-)


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.04.2026 um 09:18
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Dieser Chris, der sich im Vorfeld der Tat so viel Mühe gab, Marion nahe zu kommen,
Das muss meiner Meinung nach nicht zwangsläufig so gewesen sein, möglich wäre auch dass sich Marion viel Mühe gegeben hat diesem Chris näher zu kommen
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Dieser Chris, der sich im Vorfeld der Tat so viel Mühe gab, Marion nahe zu kommen, taucht unmittelbar nach dem Mord unter und verdunkelt sich bis heute. Das spricht nicht gerade für seine Unschuld.
Das sehe ich ganz genau so, er wurde nicht gefunden und hat sich auch selber nicht als Zeuge gemeldet. Nur ein plötzliches Ändern des Wohnumfeldes könnte dies eventuell erklären. Wenn ich es richtig gelesen habe war einer der Einberufungstermine der 01.07., dies könnte allenfalls für mich noch ein Grund sein dass er genau am Tattag verschwand.
Und früher begannen die Grundausbildungen an vier Terminen pro Jahr, nämlich im Januar, im April, im Juli und im Oktober
Quelle: https://bundeswehrtest.de/bundeswehr-einstellungstermine-das-sind-deine-glueckstage/

Ansonsten gibt es ja noch das Christopherus-Medaillon, meiner Meinung nach vom Täter an einer Kette am Hals getragen, dies könnte ein Geschenk von Eltern, Grosseltern oder Paten gewesen sein und Chris mit vollem Namen Christopher oder Christophorus heissen könnte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

17.04.2026 um 13:39
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das muss meiner Meinung nach nicht zwangsläufig so gewesen sein, möglich wäre auch dass sich Marion viel Mühe gegeben hat diesem Chris näher zu kommen
Hallo @321meins ! Das wäre auch möglcih, ich halte es aber für weniger wahrscheinlich aufgrund von Marions Alter. Selbst eine mögliche Frühreife hat ihre Grenzen. Das aber eine gewisse Sympathie definitiv vorhanden war, sieht man an der Häufigkeit ihrer Treffen.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das sehe ich ganz genau so, er wurde nicht gefunden und hat sich auch selber nicht als Zeuge gemeldet. Nur ein plötzliches Ändern des Wohnumfeldes könnte dies eventuell erklären. Wenn ich es richtig gelesen habe war einer der Einberufungstermine der 01.07., dies könnte allenfalls für mich noch ein Grund sein dass er genau am Tattag verschwand.
Guter Gedanke! Nichtsdestotrotz spricht die Tatsache, daß er sich nie als Zeuge gemeldet hat, auch nicht nach dem Aufruf in XY, absolut nicht für ihn.
Der Mord an Marion hat damals Zirndorf erschüttert und wie man sieht, ist er bis heute nicht vergessen! Es ist absurd anzunehmen "Chris" hätte vom Mord an seiner Freundin/Bekannten nie etwas mitbekommen.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ansonsten gibt es ja noch das Christopherus-Medaillon, meiner Meinung nach vom Täter an einer Kette am Hals getragen, dies könnte ein Geschenk von Eltern, Grosseltern oder Paten gewesen sein und Chris mit vollem Namen Christopher oder Christophorus heissen könnte.
Ich bin unsicher wo genau der Täter den Anhänger trug, da es mehrere mögliche Optionen gibt. Das Marion ihn dem Mörder abgerissen hat, ist allerdings das Endergbnis, egal wo genau er getragen wurde.
Ich denke ebenfalls, daß der Anhänger ein Geschenk war, leider dürfte die Person, die dem Mörder dieses Geschenk gemacht hat, nicht mehr unter uns sein oder stramm auf die Hundert zugehend.
Ob "Chris" mit vollem Namen Christian/Christopher/Derivate derselben heißt, ist möglich, sogar wahrscheinlich, aber spekulativ. Zum Einen werden solche Anhänger auch von Personen getragen, die andere Namen haben, zum Anderen gibt es Spitz/Kosenamen, die von dem eigentlichen Vornamen so nicht abgeleitet werden können.
Die generelle Logik der Argumentation ist aber nicht angreifbar. "Chris" muß nicht der Täter sein, aber mit den uns bekannten Hinweisen eingerechnet, gehört er zweifelsfrei zur Gruppe der Hauptverdächtigen.


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