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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

422 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

24.01.2026 um 18:09
Hallo @alle !


Ich habe mir in der Zwischenzeit den Filmfall von Aktenzeichen XY angesehen und ein wenig sacken lassen.
Leider war der Film nicht sehr informativ, da gab es wenige Angaben aus dem wir Honig saugen könnten.

Ich glaube nicht das der Täter ein "Mofa - Rocker" war, sondern eher das der Täter schon damals mit einem Auto unterwegs war und auf dem Fischerfest nach "jungen Dingern" geschielt hat, die er abschleppen könnte. So etwas wie "Sex im Auto" gab es damals wie heute und dazu braucht man nur einen ungestörten Parkplatz. Das wäre ein guter Grund um in der Nacht an einer Baustelle zu parken. Von Sex auf dem Mofa habe ich noch nie gehört. Ich denke der Täter hat nicht bekommen, was er wollte, und ist deshalb ausgerastet.

Das spricht für einen Mann mit einem Aggressionsproblem und auch das schon vorher unangenehm aufgefallen war.

Ich habe Zweifel das es diesen Chrissy überhaupt gab. Möglicherweise wollte Marion Baier erwachsener sein als sie war, und hat einen Freund herbeigeflunkert. So wie ich einzelne Quellen verstehe, hat sie ihren Freundinnen von Chrissy erzählt, aber niemand scheint ihn jemals gesehen zu haben. Jugendliche Mofafahrer haben in der Regel nicht den Aktionsradius, den erwachsene Autofahrer haben. Den Chrissy hätte man finden müssen.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

24.01.2026 um 18:13
@alle

War Jemand von uns Usern schon einmal auf diesem "Fischerfest", im Jahre 1973 oder auch später?

Im Filmfall XY aus dem Jahre 1974 sah es so aus, als ob das Fest in einem Zelt stattfindet. Was waren das für Festzelte, wer hat die zur Verfügung gestellt und aufgebaut? Waren denn im Jahre 1973 auch zufällig Zelte von Bundeswehr oder Maltesern in Zirndorf auf dem Fest aufgebaut?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

24.01.2026 um 19:17
"Radio F" sprach am Mittwoch kurz mit Kriminalhauptkommissar Jan Frühwald vom Ermittlerteam "Hainberg" der Kripo Fürth.


Nicht viele (bzw. keine) neuen Infos, nur die gefundene DNA wurde an der Bekleidung von Marion Baier gefunden und ist männlich.

https://www.radiof.de/cold-case-marion-baier-217371/


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

24.01.2026 um 19:58
Zitat von DewDew schrieb:Das mit dem Auto ist ein guter Punkt. Ich halte den Zeugen auch zugute, dass sie zwischen echten Hilfeschreien und einem etwas ausartenden "Fangerles" hätten unterscheiden können.
Dazu kommt noch die Unsicherheit des Schweigens einer Gruppe. Stellen wir die also mal hintenan, ohne sie aber völlig aus den Augen zu lassen. Möglicherweise hat die Polizei ja einen Grund für die Ansatzweise, der uns nicht bekannt ist.
Ich stelle diesen Umstand mit den Jugendlichen in meinen eigenen Überlegungen auch erst einmal hintenan, da ich es derzeit für wahrscheinlich halte, dass für beide Verbrechen der selbe Täter verantwortlich sein könnte. In dem Fall wären Jugendliche als Täter quasi raus. Dafür spricht ja auch, dass man bei dem GEN-Massentest keinen Treffer erzielte.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Vielleicht waren beide, was ich besonders für möglich halten würde wenn es sich z.B. um Marion und diesen Chris halten würde, nicht dort für ein Date sondern sind über die Fläche gelaufen um irgendwo hinzukommen, vielleicht wohnte Chris in der Nähe.
Das würde dann aber auch bedeuten, dass der Begleiter (in dem Fall Chris(sy) ) ausgerechnet auf der Baustelle zudringlich geworden sein müsste und die Situation eskalierte. Für mich ist das ähnlich unlogisch wie die Annahme, er könnte den Platz mit ihr bewusst aufgesucht haben um Zärtlichkeiten auszutauschen. Im Umfeld von Sand, Baugruben und Steinen ist das ohne Auto ein denkbar ungünstiger Ort für so etwas.
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Wurde eigentlich deutlich, ob die Beschreibung des Chrissy durch die Freundinnen aufgrund einer Sichtung bzw. eines Treffens oder nur vom Hörensagen erfolgte? Einfacher: Haben die Freundinnen den je leibhaftig gesehen?
Dazu ergänzt der User @Gildonus :
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich habe Zweifel das es diesen Chrissy überhaupt gab. Möglicherweise wollte Marion Baier erwachsener sein als sie war, und hat einen Freund herbeigeflunkert. So wie ich einzelne Quellen verstehe, hat sie ihren Freundinnen von Chrissy erzählt, aber niemand scheint ihn jemals gesehen zu haben. Jugendliche Mofafahrer haben in der Regel nicht den Aktionsradius, den erwachsene Autofahrer haben. Den Chrissy hätte man finden müssen.
Diesen Gedanken/die Vermutung teile ich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jener ominöse Chris(sy) nicht zu ermitteln war und zwar genau aus den vorgenannten Gründen. So wie ich es im Beitrag von 1974 verstanden habe (im aktuellen Beitrag wurde Chris(sy) ja nicht einmal erwähnt), gab eine Freundin Marions den Ermittlern damals einfach nur die Beschreibung weiter, die sie von Marion bekommen hatte. Insofern vermute ich persönlich eher nicht, dass jemand Chris(sy) jemals gesehen hat. Schon gar nicht zusammen mit Marion. Möglicherweise wollte sie sich da vor (der) Freundin(nen) etwas wichtig machen oder sie hatte da einfach eine jugendlich-romantische Phantasie. Hätte es da tatsächlich persönlichen Kontakt gegeben, wäre das sicher nicht lang unbemerkt geblieben (schon gar nicht wenn sie davon ihren Freundinnen erzählt) und ich denke man hätte jenen Chris(sy) dann auch ausfindig machen können.
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Die Schilderung mit den Autos finde ich ziemlich verwirrend und muss sie mir noch einmal zu Gemüte führen - an der gleichen Stelle nacheinander zwei auffällige Wagen? Und das auf der Straße? Auch ein komischer Zufall.
Was die Autos angeht ist für mich hier folgendes entscheidend:

1.) Der VW mit den amerikanischen Kennzeichen ist unbeleuchtet, unbesetzt und steht gegen 23:00 Uhr abgeparkt am Straßenrand. Wenn der Täter zusammen mit Marion mit diesem Fahrzeug dort angekommen ist, waren dann zu diesem Zeitpunkt alle Dinge die im Auto hätten stattfinden können bzw. stattgefunden haben bereits abgeschlossen. Das bedeutet dann aber auch, dass der Täter zu diesem Zeitpunkt mit Marion kämpfte oder sie bereits erschlagen hatte. Wäre ein Kampf in unmittelbarer Nähe wegen der Dunkelheit nicht zu sehen gewesen? Möglich. Vielleicht war da aber auch nichts und der Fahrer war z.B. kurz austreten oder mit seinem Hund dort.

2.) Der Porsche wurde erst gegen 02:30 Uhr gesehen. Er stand mit voller Beleuchtung plus Innenlicht entgegen der Fahrtrichtung dort und im Fahrzeug fand ein Kampf zwischen einer männlichen und einer unbekannten weiblichen Person statt. Das ist natürlich eine sehr, sehr verdächtige Beobachtung, wenn dort am nächsten morgen eine weibliche Leiche gefunden wird.

Da die Leiche der Marion Baier bereits am Morgen (also nur ein paar Stunden später) gefunden wird, gehe ich davon aus, dass der Todeszeitpunkt noch sehr gut einzugrenzen/feststellbar war. Das sollte das Rätsel um die Autos doch lösen können oder? Starb sie z.B. irgendwann zwischen 20 und z.B. 00:00 Uhr, kommt -wenn- nur der VW in Frage mit dem Verbrechen in Zusammenhang zu stehen. Starb sie später, dann eben der Porsche. Konnte man das nicht ermitteln??
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Wenn ich als Täter jemanden aus dem Schaustellergewerbe in Betracht zöge, dann am ehesten aus einem Fahrbetrieb.
Ich auch. Da auf beiden Festen wohl keine Fahrgeschäfte vor Ort waren, scheint die Schausteller-Spur eine Sackgasse zu sein.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Möglicherweise saß er wegen anderer oder ähnlich gelagerter Delikte, wo es jedoch zu keiner Tötung gekommen sein musste, zwischenzeitlich in Haft.
Das ist ein sehr guter Punkt. Er könnte tatsächlich im Gefängnis gewesen sein oder er hielt sich in der Zwischenzeit im Ausland auf. Auch das ist möglich.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:So weit ich das verstanden habe, können bei Serientätern die Taten auch aussetzen, wenn der Täter während dieser Zeit z.B. in einer festen Beziehung gelebt hat. Während dieser Zeit ruhte entweder sein Bedürfnis nach weiteren Taten, oder die soziale Einbindung machte es ihm während dieser Zeit unmöglich, unbemerkt weitere Taten zu begehen.
Absolut möglich. Somit gibt es dann schon zusammen mit einem möglichen Gefängnisaufenthalt, Auslandsaufenthalt und deinem Grund einige Möglichkeiten warum er zwischenzeitlich keine weiteren Delikte begangen haben könnte. Auch Unfall/Krankheit etc. kommt noch dazu.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Man muss sich von der Vorstellung lösen, dass die Täter einsame Monster sind. Manche führen abseits ihrer Taten ein scheinbar normales Leben, haben Familie, und werden solcher Taten nicht für fähig gehalten.
Stimmt. Es ist sogar meistens so.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Waren denn im Jahre 1973 auch zufällig Zelte von Bundeswehr oder Maltesern in Zirndorf auf dem Fest aufgebaut?
Nun, im Normalfall werden Zelte der Hilfsorganisationen (Malteser, JUH, DRK, ASB usw.) immer von den jeweilig nächsten Ortsverbänden gestellt werden. Bei einem Abstand von 250Km kann also eigentlich nicht der gleiche Ortsverband an beiden Orten agiert haben. Ähnliches gilt auch für die Bundeswehr. Hier ist dann entweder der nächste Reservistenverband oder die nächste entspr. ausgestattete Einheit vor Ort.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 08:34
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich habe Zweifel das es diesen Chrissy überhaupt gab. Möglicherweise wollte Marion Baier erwachsener sein als sie war, und hat einen Freund herbeigeflunkert. So wie ich einzelne Quellen verstehe, hat sie ihren Freundinnen von Chrissy erzählt, aber niemand scheint ihn jemals gesehen zu haben. Jugendliche Mofafahrer haben in der Regel nicht den Aktionsradius, den erwachsene Autofahrer haben. Den Chrissy hätte man finden müssen.
Ich würde bei einem erfundenen Schwarm (absolut denkbar) aber keinen Sprachfehler miterfinden. Ich gehe schon davon aus, dass irgendjemand diesen Chris mal wirklich gesehen hat und somit der Sprachfehler auffiel. Ich habe es nicht mehr in Erinnerung, wann der Sprachfehler in diesem Fall das erste Mal auftauchte. Hat jemand bitte die Quelle zur Hand?

Hier wurde dann ja gleich ein "Lispeln" daraus gemacht, was unsinnig ist - es gibt ja nun noch diverse andere Sprachfeler.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 09:27
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Im Filmfall XY aus dem Jahre 1974 sah es so aus, als ob das Fest in einem Zelt stattfindet.
Das wird hier auch so beschrieben
Vorabend: Marion in Festzelt, Fischerfest in Zirndorf, Frohsinn und Musik.
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974
Was mich im Text gewundert hat bezüglich der Sichtung der Autos, hier wird es wie folgt beschrieben :
Ein Schreinermeister sieht am späten Abend in der Nähe von Marions Wohnung einen leeren dunkelgrünen VW 1500/1600 mit amerikanischem Kennzeichen.
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974
und hier so
Die Sendung thematisierte außerdem zwei Fahrzeuge, die Zeugen im relevanten Zeitraum in der Hainbergstraße aufgefallen waren.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html
Bisher war ich nicht davon ausgegangen dass Marion in der Nähe der Hainbergstraße wohnte


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 12:45
Zitat von YamaicaYamaica schrieb:Ich habe es nicht mehr in Erinnerung, wann der Sprachfehler in diesem Fall das erste Mal auftauchte. Hat jemand bitte die Quelle zur Hand?
In der Original Sendung. Der Mopedfahrer wird am Ende des Beitrags mit Sprachfehler beschrieben, und es wird einmal gesagt:
"er stößt am Gaumen an"
Das ist wohl so eine Art lispeln.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 16:06
Hallo @Slaterator , hallo @alle !


Zu den Punkten, die ich als mangelhaft empfinde, gehören auch die fehlenden Zeitangaben. Marion Baier wurde zuletzt gegen 20.00 Uhr gesehen, als sie in das Festzelt hineinging und am nächsten Morgen findet ein Bauarbeiter ihre Leiche, das war alles dazu. Man sollte eigendlich in der Lage sein den Todeszeitpunkt etwas genauer festzustellen, da gebe ich dir recht.

Schon die Unterscheidung in vor Mitternacht oder nach Mitternacht wäre für mögliche Zeugen hilfreich. Vieleicht steckt in der Ungenauigkeit aber auch eine Taktik, die ich aber nicht erkennen kann.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 16:56
@sallomaeander @Yamaica

Herzlich willkommen im Thread! Super das ihr dabei seid. :Y:
Zitat von YamaicaYamaica schrieb:Ich würde bei einem erfundenen Schwarm (absolut denkbar) aber keinen Sprachfehler miterfinden. Ich gehe schon davon aus, dass irgendjemand diesen Chris mal wirklich gesehen hat und somit der Sprachfehler auffiel.
Das man einem komplett erdachten "Schwarm" aus der Phantasie ausgerechnet einen Sprachfehler zuschreibt ist in der Tat ziemlich ungewöhnlich. Da gebe ich dir absolut Recht. Dennoch denke ich derzeit nicht, dass Marion diesen Chris(sy) zu irgendeinem Zeitpunkt wirklich auf eine Verabredung hin (geheim) getroffen hat und/oder ernsthaft mit ihm auf dem Fest verabredet war. Möglicherweise hat sie ihn ja mal zufällig gesehen oder im Urlaub getroffen oder war zufällig mal in der Nähe von ihm, fand ihn -vielleicht auch wegen des leichten Sprachfehlers- "süß" und hat sich dann ein Date mit ihm vorgestellt ggf. auch sowas im Rahmen übersprudelnder Phantasie ihrer Freundin gegenüber kommuniziert. In dem Alter passiert sowas schonmal.

Wenn es aber so war das jener "Chris(sy)" tatsächlich aus der Nähe stammte, dann hätte man ihn sicherlich gefunden denn Oberasbach und Zirndorf sind keine Großstädte. Sollte er aus Fürth oder Nürnberg gekommen sein, wie hätte sie ihn kennenlernen sollen? Er war dann sicher nicht auf ihrer Schule, Internet gab es nicht. Fraglich ist auch, ob er diese Strecken dann immer mit einem Moped/Mofa zurückgelegt hätte. Also irgendwie passt dieser Chris(sy) für mich persönlich noch nicht in diesen Tatablauf.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Zu den Punkten, die ich als mangelhaft empfinde, gehören auch die fehlenden Zeitangaben. Marion Baier wurde zuletzt gegen 20.00 Uhr gesehen, als sie in das Festzelt hineinging und am nächsten Morgen findet ein Bauarbeiter ihre Leiche, das war alles dazu. Man sollte eigendlich in der Lage sein den Todeszeitpunkt etwas genauer festzustellen, da gebe ich dir recht.
Das stört mich auch. Wir wissen ja nicht einmal genau, wann jener Bauarbeiter die Leiche Marions genau entdeckt hat. "Am nächsten Morgen" ist ein ziemlich dehnbarer Zeitraum. Jetzt kann man davon ausgehen, dass Bauarbeiten im Normalfall nicht erst um 11 bis 12Uhr beginnen, sondern zwischen 7 und 9 Uhr. Daher gehe ich derzeit davon aus, dass Marion auch zwischen 7 und 9 Uhr entdeckt wurde. Aber streng genommen haben wir nur die Angabe "gegen 20 Uhr" am Vorabend als gesicherte Angabe.

Das der Todeszeitpunkt ebenfalls keine Erwähnung fand ist noch skurriler. Denn MMn sollte es aufgrund des recht kurzen Liegezeitraums der Leiche möglich gewesen sein, den Todeszeitpunkt zumindest grob auf irgendwas zwischen 1-3 Stunden genau einzugrenzen.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Schon die Unterscheidung in vor Mitternacht oder nach Mitternacht wäre für mögliche Zeugen hilfreich. Vieleicht steckt in der Ungenauigkeit aber auch eine Taktik, die ich aber nicht erkennen kann.
Ob dies Ermittlungstaktik war dies nicht zu kommunizieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Ein vernünftiger Grund dafür fällt mir derzeit allerdings auch nicht ein. Es wäre definitiv hilfreich gewesen, würde man mehr gesicherte Angaben haben.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 17:33
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also irgendwie passt dieser Chris(sy) für mich persönlich noch nicht in diesen Tatablauf.
Ja, die Mopedgang war nach dem Streit, schon vor 20 Uhr, weg. Etwas früh, um den Abend zu beenden, vielleicht sind sie woanders eingekehrt und haben weiter gestritten?
Mir kommt es vor, als wollte sich MB von dieser Gruppe trennen, sie hatte genug von den aggressiven Jugendlichen und fühlte sich allein besser auf dem Fest.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 19:37
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das der Todeszeitpunkt ebenfalls keine Erwähnung fand ist noch skurriler. Denn MMn sollte es aufgrund des recht kurzen Liegezeitraums der Leiche möglich gewesen sein, den Todeszeitpunkt zumindest grob auf irgendwas zwischen 1-3 Stunden genau einzugrenzen
Das verstehe ich auch nicht, denn Sonja dürfte ja nicht länger als 12 Stunden tot gewesen sein. Wäre der Todeszeitpunkt noch vor Mitternacht, dann kann sie es bei dem Streit oder Kampf der von einen Zeugen im Auto gesehen wurde gegen 2 Uhr nicht mehr gewesen sein.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

25.01.2026 um 20:17
Um nochmal kurz zu dem gelben Porsche zurückzukehren, wenn es sich bei den 4 zusätzlichen Scheinwerfern um Nebelscheinwerfer gehandelt hat wie hier beschrieben
https://www.classicargarage.de/archiv/porsche-911-2-4-t-targa-1973 könnte dies ja zusätzlich zu der hier geschriebenen Möglichkeit
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 21.01.2026:Was die Antenne angeht, so gehe ich wie @Turmfalke23 ebenfalls von einer Radioantenne mit Signalverstärker aus, sofern die Abbildung korrekt ist. Möglicherweise war der Fahrer öfter im Gebirge unterwegs, wo Radioempfang nicht überall optimal war
darauf hindeuten dass sich der Fahrer öfter in gebirgigen Gegenden gefahren ist, wo Nebel häufiger auftreten kann.
Rein hypothetisch gesehen, würde es sich bei dem Porsche-Fahrer um den Täter handeln wäre ein Verbringen des Autos nach Wien und dortiges längeres Abstellen ja nicht unlogisch. Andererseits könnte eine Herkunft des Fahrers aus der Umgebung von Wien auch eine Erklärung dafür sein warum er sich nicht bei der Polizei gemeldet hat da ihm einfach die Information über die Tat fehlte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 13:20
Hallo @alle !


Also, neben der Todeszeit würde mich beim Thema "Porsche Targa" doch interessieren, wieviele Porsche mit Targadach es 1973 eigendlich gab und was man über den typischen Targafahrer / Besitzer fundiert so alles sagen kann. In Nürnberg wird es vermutlich keine tausende davon gegeben haben.

Damals konnte jeder von einem Porsche träumen, aber leisten nur wenige.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 13:35
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 21.01.2026:Was die Antenne angeht, so gehe ich wie @Turmfalke23 ebenfalls von einer Radioantenne mit Signalverstärker aus, sofern die Abbildung korrekt ist. Möglicherweise war der Fahrer öfter im Gebirge unterwegs, wo Radioempfang nicht überall optimal war. Da konnte eine Verstärkerantenne an erhöhter Position ggf. helfen, den Empfang zu verbessern.
Das würde dann ja gut in die Allgäuer Alpen passen;
Kempten (Fall Sonja Hurler) liegt ja im Allgäu.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 15:27
Zitat von GildonusGildonus schrieb:was man über den typischen Targafahrer / Besitzer fundiert so alles sagen kann
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Damals konnte jeder von einem Porsche träumen, aber leisten nur wenige.
Das kann man so sagen:

Ein Porsche signalisiert Sportlichkeit, weil es sich eben um einen Sportwagen handelt, aber eben auch "gediegenes Einkommen", womöglich aus selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeit wie (Zahn-)Arzt, Werbeagentur oder ähnlichem. In gewisser Weise auch einen gewissen Drang, sich über das Fahrzeug zu profilieren, vielleicht auch Frauen damit zu imponieren.

Ist natürlich alles stereotyp und heute so nicht mehr uneingeschränkt gültig.

Auf jeden Fall ein Auto, was, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht unbedingt von ausgesprochen jungen Fahrern mit frischem Führerschein häufig gefahren worden sein dürfte.

Und dahingehend mal so gar nicht passend (nicht nur vom Alter, sondern vom ganzen Setting her, siehe vorherigen Absatz) zu den 8 Jahre später pöbelnden Jugendlichen aus dem Fall Sonja Hurler (für den man ja offenbar DNA Nachweise hat, dass der Täter mit dem aus diesen Fall identisch ist).

So richtig weiß ich nicht, was man von dieser Zeugensichtung halten soll. Vielleicht doch anderweitiger einvernehmlicher Sex im Auto, wo es gerade heiß herging, und die Situation von außen falsch interpretiert wurde?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 15:49
Hallo @sören42 , hallo @all
Zitat von sören42sören42 schrieb:So richtig weiß ich nicht, was man von dieser Zeugensichtung halten soll. Vielleicht doch anderweitiger einvernehmlicher Sex im Auto, wo es gerade heiß herging, und die Situation von außen falsch interpretiert wurde?
Wenn man sich historische Aktenzeichensendungen anschaut, muß man den Zeitgeist berücksichtigen und der war in frühen 70ern noch sehr prüde. Der sogenannte Kuppeleiparagrapf wurde auch erst 1973 abgeschaft. Vieleicht hatte der Zeuge den Eindruck die Beiden im Auto "treiben" es miteinander. Das ist ein guter Grund um höflich vorbei zu fahren. Im Film macht man aber "kämpfen" draus, weil "miteinander treiben" geht garnicht im Fernsehen, da könnten Jugendliche bei zuschauen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Auf jeden Fall ein Auto, was, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht unbedingt von ausgesprochen jungen Fahrern mit frischem Führerschein häufig gefahren worden sein dürfte.
Da sehe ich ähnlich.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ein Porsche signalisiert Sportlichkeit, weil es sich eben um einen Sportwagen handelt, aber eben auch "gediegenes Einkommen", womöglich aus selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeit wie (Zahn-)Arzt, Werbeagentur oder ähnlichem. In gewisser Weise auch einen gewissen Drang, sich über das Fahrzeug zu profilieren, vielleicht auch Frauen damit zu imponieren.
Ein normaler verheirateter Arbeiter hätte eine Familienkutsche gebraucht und für einen Zweitwagen fehlte das Geld. Es ist aus meiner Sicht ein Spielzeug für die Einkommenselite oder solchen Personen, die es vorgeben wollen.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 16:19
Jetzt muss ich doch nochmal auf den Porsche Targa zurückkommen.

Er spielte in der letzten XY Sendung keine große Rolle, trotz individueller Merkmale.

Ich habe vor sehr vielen Jahren diesen seltenen Antennentyp paarmal verbaut, meist in Verbindung mit
hochwertigen Radioanlagen. Erinnern kann ich mich deshalb, weil diese Antenne der damaligen Lehrmeinung und Erkenntnissen widersprach. Ich bin der Meinung, dass der Porsche mit seinem auffälligen Anbau und Umbauen einigen noch in Erinnerung geblieben ist.

Des Weiteren kann ich mich im Jahr 1983 an dieses Fischerfest in Zirndorf erinnern, weil zuvor ein Preisfischen des örtlichen Fischereivereins stattfand und die Preisverteilung vormittags auf dem Gelände stattfand.
Ich bin mir sicher, dass sich noch ältere Zeitgenossen an diese Festlichkeit erinnern, trotz der vielen vergangenen Jahre.

Darüber hinaus möchte ich auf die hohe Militärpräsenz in Zirndorf/Fürth damals hinweisen, ohne jemanden zu verdächtigen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 16:41
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Wenn man sich historische Aktenzeichensendungen anschaut, muß man den Zeitgeist berücksichtigen und der war in frühen 70ern noch sehr prüde. Der sogenannte Kuppeleiparagrapf wurde auch erst 1973 abgeschaft. Vieleicht hatte der Zeuge den Eindruck die Beiden im Auto "treiben" es miteinander. Das ist ein guter Grund um höflich vorbei zu fahren. Im Film macht man aber "kämpfen" draus, weil "miteinander treiben" geht garnicht im Fernsehen, da könnten Jugendliche bei zuschauen.
Ich glaube nicht, daß Aktenzeichen da ein Kämpfen draus gemacht hat, das wäre ja Irreführung. Ich könnte mir eher vorstellen, daß es sich beim Zeugen um eine falsche Erinnerung handelt. Will sagen, daß da vielleicht wirklich ein Liebespaar zugange war und der Zeuge, als er von der Geschichte mit Marion hörte, dies dann automatisch mit einer Gewalttat assoziiert hat und es dann als Kämpfen erinnerte. So etwas kommt ja öfters mal vor. Da hat man sich in den früher 70ern aber noch nicht so damit ausgekannt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 18:15
@sören42

Hallo und herzlich willkommen in diesem Thread! Schön das du mitschreibst. :Y:
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Mir kommt es vor, als wollte sich MB von dieser Gruppe trennen, sie hatte genug von den aggressiven Jugendlichen und fühlte sich allein besser auf dem Fest.
Auch wenn sich die Mädels im Filmfall von 1974 neben die halbstarken "Möchtegern-Rocker" an den Biertisch setzten, so halte ich diese Gruppe nicht unbedingt für gute Bekannte. Man kannte sich vielleicht einfach aus der Dorfgemeinschaft oder vom sehen aus der Schule, aber das dort so etwas wie gemeinsame Aktivitäten/Treffen stattfanden, glaube ich eher weniger. Auch wenn Marion älter wirkte und selbstbewusst war, ändert das nichts daran, dass sie lediglich 12 Jahre alt war. Der Unterschied zwischen 12 Jährigen und 15-17 Jährigen ist in dieser Lebensphase mMn gravierend. Für die Älteren sind die 12-Jährigen "Babys" und für die 12-Jährigen die größeren fast schon "Erwachsene". Von daher gehe ich z.Zt. davon aus, dass die Mädels sich einfach auf die einzig freien Plätze im vollen Festzelt setzten und sie die Neugier auf die Auseinandersetzung vor das Zelt trieb. Nachdem die Streithähne dann abgerückt waren, hat sich aus meiner Sicht auch der Kontakt zwischen Marion und dieser Gruppe für den Abend erledigt.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Das verstehe ich auch nicht, denn Sonja dürfte ja nicht länger als 12 Stunden tot gewesen sein. Wäre der Todeszeitpunkt noch vor Mitternacht, dann kann sie es bei dem Streit oder Kampf der von einen Zeugen im Auto gesehen wurde gegen 2 Uhr nicht mehr gewesen sein.
Exakt das hatte ich hier ja auch schon geschrieben. Für mich kann eines der gesichteten Fahrzeuge ausgeschlossen werden, wenn der Todeszeitpunkt bekannt ist. Warum das nicht geschehen ist, bleibt für mich ziemlich rätselhaft. Davon abgesehen würde der Todeszeitpunkt auch eingrenzen können, wann Marion das Festzelt ungefähr wieder verließ, nachdem sie gegen 20 Uhr ein weiteres Mal an diesem Abend in das Festzelt zurückgekehrt war.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Rein hypothetisch gesehen, würde es sich bei dem Porsche-Fahrer um den Täter handeln wäre ein Verbringen des Autos nach Wien und dortiges längeres Abstellen ja nicht unlogisch. Andererseits könnte eine Herkunft des Fahrers aus der Umgebung von Wien auch eine Erklärung dafür sein warum er sich nicht bei der Polizei gemeldet hat da ihm einfach die Information über die Tat fehlte.
Das stimmt natürlich. Vielleicht wurde das Fahrzeug auch einfach verkauft. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Erkenntnisse für die EB überhaupt aus dieser scheinbaren Zeugensichtung resultierten. Konnte der Porsche durch die österreichischen Behörden überhaupt ausfindig gemacht werden? Gibt es irgendwelche Erkenntnisse über dessen möglichen Verbleib? Möglicherweise irrte sich ja auch der Zeuge und es handelte sich nur um ähnliches, jedoch nicht das Selbe Fahrzeug?! Das darüber nie ein weiteres Wort verloren wurde, ist für mich schon recht auffällig. Da kann die Spur mMn nicht so sonderlich heiß gewesen sein...
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Also, neben der Todeszeit würde mich beim Thema "Porsche Targa" doch interessieren, wieviele Porsche mit Targadach es 1973 eigendlich gab und was man über den typischen Targafahrer / Besitzer fundiert so alles sagen kann. In Nürnberg wird es vermutlich keine tausende davon gegeben haben.
Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht jährlich Statistiken in denen nach Marke/Typ des Fahrzeuges aufgeschlüsselt die Gesamtzahl der angemeldeten Fahrzeuge genannt wird. Meistens betrifft das dann die gesamte Baureihe und ist nicht nach Spezifikationen wie "Targa", "Turbo" usw. aufgeschlüsselt. Leider lassen sich diese Statistiken nicht zurück bis 1973 online einsehen. So wie ich es verstehe, kann man gegen Kostenübernahme aber wohl eine entsprechende Anfrage stellen. Darauf verzichte ich allerdings.

Der Porsche 911 war und ist nie ein günstiges Vergnügen gewesen. Er war und ist ein wenig alltags- und familientauglicher Sportwagen für Singles od. Paare ohne Kinder mit guter bis sehr guter Bonität. Eher ein Statussymbol oder Spielzeug. Davon gab es im Großraum Nürnberg/Fürth ganz sicher keine 1000 Exemplare, schon gar nicht in der Ausführung als Targa in gelber Lackierung. Ich persönlich vermute, dass es davon dort maximal eine Hand voll gegeben haben kann und in der Ausführung mit 4 Zusatzscheinwerfern und Dachantenne nur diesen Einen.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Damals konnte jeder von einem Porsche träumen, aber leisten nur wenige.
Genau so ist es. Nun war Nürnberg/Fürth nicht gerade eine strukturell schwache Region, dennoch dürfte die "Porschedichte" dort mMn nicht allzu groß gewesen sein.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Das würde dann ja gut in die Allgäuer Alpen passen;
Kempten (Fall Sonja Hurler) liegt ja im Allgäu.
Ja auf jeden Fall. Wenn er aus beruflichen oder privaten Gründen viel mit dem Fahrzeug unterwegs war und auch weitere Strecken in bergigem Gelände zurücklegte passen die Zusatzanbauten am Fahrzeug und auch die räumliche Entfernung zwischen den Tatorten.
Zitat von sören42sören42 schrieb:(...) dahingehend mal so gar nicht passend (nicht nur vom Alter, sondern vom ganzen Setting her, siehe vorherigen Absatz) zu den 8 Jahre später pöbelnden Jugendlichen aus dem Fall Sonja Hurler (für den man ja offenbar DNA Nachweise hat, dass der Täter mit dem aus diesen Fall identisch ist).
Ich kann jugendliche Täter im Fall Sonja Hurler für mich ausschließen, wenn Marion und Sonja von ein und demselben Täter ermordet wurden. Das passt hinten und vorne nicht. Weder vom Alter, noch vom Modus Operandi, noch sonst irgendwie. Nochmal, es mag ja den Vorfall mit den Jugendlichen damals gegeben haben und die Beobachtungen stimmig sein. Aber in dem Fall war das "Opfer" mMn eben nicht Sonja Hurler.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vielleicht doch anderweitiger einvernehmlicher Sex im Auto, wo es gerade heiß herging, und die Situation von außen falsch interpretiert wurde?
Der User @Gildonus ergänzt dazu:
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Vieleicht hatte der Zeuge den Eindruck die Beiden im Auto "treiben" es miteinander. Das ist ein guter Grund um höflich vorbei zu fahren. Im Film macht man aber "kämpfen" draus, weil "miteinander treiben" geht garnicht im Fernsehen, da könnten Jugendliche bei zuschauen.
Ich halte es definitiv für ausgeschlossen, dass Marion Baier an diesem Abend/in dieser Nacht freiwillig Geschlechtsverkehr mit einem erwachsenen Mann hatte oder überhaupt an sowas Interesse hatte. Auch wenn sie älter aussah und auf dem Bild selbstbewusst wirkt, war sie zu diesem Zeitpunkt 12! Da hatte sie maximal gerade erst seit kurzem überhaupt ihren Zyklus bekommen und war in der ersten Entwicklung zur Frau am Anfang der Pubertät ohne jede Erfahrung. Zudem schreiben wir das Jahr 1973! Natürlich mag es damals vereinzelte Ausnahmen gegeben haben, wo besonders frühreife Mädels aus fraglichen Verhältnissen schon in diesem Alter Interesse an sowas hatten. Doch im Normalfall war das absolut nicht der Fall. Schon gar nicht, wenn sie den Mann nicht einmal näher gekannt haben kann. Spontaner, freiwilliger GV im Auto mit 12 und mit einem nahezu unbekannten Erwachsenen in dieser Zeit halte ich daher für völlig abwegig.
Zitat von Turmfalke23Turmfalke23 schrieb:Ich habe vor sehr vielen Jahren diesen seltenen Antennentyp paarmal verbaut, meist in Verbindung mit
hochwertigen Radioanlagen.
Ja, dieser Antennentyp war zu der Zeit öfter zu sehen. Nicht wirklich oft aber ich erinnere mich daran.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Ich könnte mir eher vorstellen, daß es sich beim Zeugen um eine falsche Erinnerung handelt. Will sagen, daß da vielleicht wirklich ein Liebespaar zugange war und der Zeuge, als er von der Geschichte mit Marion hörte, dies dann automatisch mit einer Gewalttat assoziiert hat und es dann als Kämpfen erinnerte.
Das ist natürlich auch möglich. Was mich an dieser Variante jedoch irritiert ist, dass der Wagen mit voller "Festbeleuchtung" entgegen der Fahrtrichtung (also auf der Gegenspur) und mit eingeschalteter Innenbeleuchtung abgestellt war. Da der entgegenkommende Zeuge geblendet wurde und ausweichen musste, gehe ich nicht von Standlicht aus was wiederum bedeutet, dass zumindest die Zündung eingeschaltet war oder sogar der Motor lief. Für mich passt das so nicht zu einem intimen "Schäferstündchen" in abgelegenerer Gegend am Straßenrand. Im Gegenteil. Es wirkt so, als wäre etwas auf dem Weg zu einem eigentlich anderen Ziel spontan eskaliert.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

26.01.2026 um 18:48
Hallo @Slaterator , hallo @alle !


Das zentrale Problem für uns ist und bleibt, das es keine Angaben zum Todeszeitpunkt gibt.
Da kann man nicht viel ausschließen oder die Autosichtungen richtig zuordnen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich halte es definitiv für ausgeschlossen, dass Marion Baier an diesem Abend/in dieser Nacht freiwillig Geschlechtsverkehr mit einem erwachsenen Mann hatte oder überhaupt an sowas Interesse hatte.
Das glaube ich auch nicht !
Ich dachte bei der "Porschebeobachtung" auch eher an einen Wohlstandsbürger mit seiner Geliebten und nicht an Marion Baier.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was mich an dieser Variante jedoch irritiert ist, dass der Wagen mit voller "Festbeleuchtung" entgegen der Fahrtrichtung (also auf der Gegenspur) und mit eingeschalteter Innenbeleuchtung abgestellt war. Da der entgegenkommende Zeuge geblendet wurde und ausweichen musste, gehe ich nicht von Standlicht aus was wiederum bedeutet, dass zumindest die Zündung eingeschaltet war oder sogar der Motor lief. Für mich passt das so nicht zu einem intimen "Schäferstündchen" in abgelegenerer Gegend am Straßenrand. Im Gegenteil. Es wirkt so, als wäre etwas auf dem Weg zu einem eigentlich anderen Ziel spontan eskaliert.
Ich gebe es ungerne zu, so weit habe ich nicht gedacht.
Es könnte in der Tat so etwas wie ein Ehekrach mitten während einer Autofahrt gewesen sein. Da hast du recht.


Gruß, Gildonus


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