LuminolGlow schrieb:ür mich spielt alles was im Vorfeld zu dem Geschehen war, die mangelhafte Ausrüstung, nicht schon am Frühstücksplatz umzukehren etc. keine so große Rolle.
LuminolGlow schrieb:Fehler passieren. Ja, er war der erfahrenere der beiden, aber Kerstin hätte sich ja auch selbst informieren können, ob ihre Snowboardboots geeignet sind oder sie fit genug für den Trip ist.
Eben das verstehe ich nicht. Wenn sie denn so eine glühene Alpinistin war, hat sie sich sicher auch mit anderen Bergsteigern über Internet ausgetauscht.
Da bespricht man doch die Schwierigkeiten , Gefahren, hört auf Berichte von Bergsteigern, die die Tour bereits gestiegen sind.
Hat sie da nur auf ihn gehört ?
Wieso war sie so mangelhaft ausgerüstet
LuminolGlow schrieb:Ich vermute erst als er in dem Notraum auf andere Bergsteiger gestoßen ist,
Im Notraum ist, wie der Name schon sagt nur Zugang für in Not geratene Personen.
Es wurde gezeigt, das dort erst eine Versieglung gebrochen werden muss um hinein zu gelangen
Er konnte keinesfalls damit rechnen, das sich dort jemend befindet.
Hat er sich nicht informiert, das die Hütte noch geschlossen war, wäre das die nächste Fahrlässigkeit
Origines schrieb:Er hat seine erschöpfte und schlecht ausgerüstete Begleiterin systematisch davon abgehalten, ab 17 Uhr wirksam Hilfe zu holen. Mehrfach hat er Hilfeangebote zurückgewiesen oder vereitelt. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. 'Sich vom Hubschrauber retten lassen, wie peinlich!' Vermutlich gab es Auseinandersetzungen.
Ja, dem Szenario kann man folgen.
Wahrscheinlich hätten die GoPro Aufnahmen da nähere Informationen erbracht.
Vielleicht hätten die Aufnahmen die Situation doch anders, vielleicht auch zu seinen Ungunsten aufgezeigt und sie musste deshalb besser verschwinden.
Origines schrieb:Mag sein, dass die Verstorbene umkehren wollte, was bei der Tour zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ging. Die technischen Anforderungen waren aber hoch und so ging es immer langsamer. Also trieb er sie dazu an, auf den Gipfel zu gelangen, damit man absteigen konnte.
Ja und da ist es wohl nicht immer leicht, zwischen Ermutigung seiner Partnerin oder Bevormundung aus falschem Ehrgeiz , abzugrenzen.
Origines schrieb:eswegen holte er keine Hilfe, wollte weg vom Ort des Geschehens und behauptete schließlich, er habe sie zurückgelassen, um sich und dann sie zu retten. Die Auffindesituation und sein rational nicht nachvollziehbares Verhalten was Hilfe betrifft, das spricht einfach dagegen.
Das seher ich eigentlich auch so. Aber dann reden Profis, wie Messner und die im ZDF zuiierte Bergsteigerinn, das man sich in einer Situation befindet, wo man rationelles Handeln nicht unbedingt voraussetzen kann.
Tritonus schrieb:Das sehe ich ganz genauso. In dem Moment, als er sie allein zurück ließ, muss ihm klar gewesen sein, dass sie sterben wird. Für mich (als Laie) ist das sogar mehr als fahrlässig.
Ich denke auch, das wurde zu wenig berücksichtigt im Prozess.
Hätte Er durch aktives handfeln verhindern können das sie stirbt ?
Hätte er besser daran getan, einen möglichst windgeschützen Ort zu suchen und zusammen die Nacht biwakierenbiwakieren
Gleichzeitig natürlich eine Notruf absenden und den Anweisungen folgen.
klara.verstand schrieb:All die Fehler, die möglicherweise im Vorfeld bei der Ausrüstung gemacht wurden, finde ich schlimm, aber ja, jeder hat eine Verantwortung für sich selbst.
Das sagt ja auch Messner so.
Im Prinzip ist jeder Bergsteiger selbst verantwortlich.
Warum sie keinen Proviant mitgenommen hat, nicht gut ausgerüstet war und schlußendlich nicht rechtzeitig abgebrochen hat, hat sie auch selbst zu verantworten.
Aber vielleicht spielt da zu viel persönliches mit hinein, das sie ihrem Partner zu sehr vertraute, auch als es am Frühstücksplatz für die ganz Dummen sogar noch dran gestanden hat, das man die Tour unbedingt abbrechen sollte, wenn man 3 Stunden hinter der Zeit ist.
Allerdings weis nur der Verurteilte , wie sich da entsprechende Diskussionen abgespielt haben.
klara.verstand schrieb:orwerfen würde ich ihm auch nicht, dass sie den letzten Umkehrplatz trotz Warnschild nicht wahrgenommen haben, ich würde sogar meinen, sie war selbst sehr ambitioniert (wollte es schaffen). Das ist alles Eigenverantwortung.
Wenn das so war und der Richter nimmt das ja an, hat sie sich wohl auch selbst überschätzt.
olga666 schrieb:Gibt es ein psychologisches Gutachten von Thomas? Spätestens nach der Aussage der Ex Freundin, nimmt das ganze als Außenstehender etwas pathologische Züge an - wurden hier Persönlichkeitsstörungen, welche zu so einem Verhalten führen können, abgeklärt?
Das hätte ich auch erwartet in Hinblick auf sein doch "abnormales" Verhalten in der Situation.
LillyLego schrieb:Besteht denn eine Möglichkeit, diese GoPro-Kamera noch zu finden, irgendwie zu orten? Wäre sie noch auswertbar, wenn sie gefunden würde oder ist das nicht möglich, wenn so lange jeglicher Witterung ausgesetzt?
Ist relativ unrealistisch, das die gefunden wird, wenn er diese denn auf dem Berg gelassen hat.
Silberstreif. schrieb:r musste davon ausgehen, dass der Rettungsflieger wegen ihnen angeflogen kam, und damit wollte er nichts zu tun haben, nicht nur weil ihm der Gedanke gerettet werden zu müssen peinlich war, sondern v.a. weil er die Kosten gefürchtet ha
Davon spricht auch die ine Bergsteigerinn in der ZDF Reportage.
Ich denke es ist eine Mischung aus beiden zusammen noch mit falscher Einschätzung der Situation
Origines schrieb:Zu Gute kann ich ihm ab diesem Zeitpunkt nur halten, dass er durch die lange Tour (16 bis 18 Stunden) selbst an seinen Grenzen war und nicht mehr klar denken konnte.
Wie sich gezeigt hat, ist dieser Mann nicht geeignet Alpine Touren zu organisieren und zu führen
Origines schrieb:Sie hatte keine realistische Vorstellung davon, was sie erwartete. Diese schwierige Route, im Winter, geschlossene Hütten, keine ordentliche Verpflegung. Er hätte sie beraten und aufklären müssen. Hätte sagen müssen, "mit den Stiefeln geht des ned!"
Warum merkte die angeblich so erfahrene Alpinistin nicht, das er ein ungeeigeter Anführer/ Partner für diese Tour war und folgte ihm blind . Es wäre doch so einfach gewesen sich im Vorfeld zu informieren, bei Alpinisten, die diese Tour schon gemacht hatten.
Solche Touren marschiert und klettert man doch nicht ohne Notproviant und ohne Notausrüstung.
Vor allem im Winter
Wie passt das zu einefr "erfahrenen Alpinistin" ?