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Todesdrama am Großglockner

247 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

gestern um 08:11
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Genau das war wahrscheinlich das Problem. Sie hing da und ihr Freund war nicht in der Lage sie raufzuziehen. Darum die Suche nach Unterstützung.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Aber ich denke als er um zwei Uhr alleine weiter kletterte, ist sie wohl schon längst im Seil gehängt.
TK gab aber an, das sie eben nicht da hing wo sie schlussendlich gefunden wurde. (dachte bisher das sie exakt an jener Stelle gefunden wurde wo er sagte, das sie war). Das ist ein klarer Widerspruch zu den Ermittlungsergebnissen und bis jetzt ungeklärt.
Allerdings wird die Leiche von Kerstin G. am nächsten Morgen nicht genau an der Stelle gefunden, die Thomas K. angibt. Die tote Kerstin G. hängt in der Seilsicherung frei in der Wand. Die Frage, ob eine komplett erschöpfte Person – laut Thomas P. war Kerstin G. „völlig bewegungsunfähig“ – noch abklettern hätte können, wurde von einer Gutachterin verneint. Der Richter erklärte, dass er sich schwer tue, „die Variante mit der Situation in Einklang zu bringen“.
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article411259941/angeklagter-ueber-grossglockner-opfer-damit-hat-sie-mir-das-leben-gerettet.html


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 09:50
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Genau das war wahrscheinlich das Problem. Sie hing da und ihr Freund war nicht in der Lage sie raufzuziehen. Darum die Suche nach Unterstützung.
Nein, er hat gesagt, dass sie am Boden kauerte und gar nicht im Seil hing! Da stimmt etwas überhaupt nicht.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 10:03
Ich glaub, sie war schon tot und das wusste er. Ich kann weder die ganze Aktion noch das Urteil an sich nachvollziehen. Schade, um so ein junges Leben, was dem Ego eines Typen zum Opfer fiel.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 10:20
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:wie sag ich gerne: pipsi, papsi, pupsi (egal wie das en detail war, Spitzfindigkeiten) sie hat es dann in der Zeitung gelesen, jedenfalls gehe ich davon aus, das dann die Gehirnwindungen gerattert haben.
Ob das die angemessene Ausdrucksweise ist, in einem Fall, bei dem ein Mensch tragisch ums Leben kam, auf einen Beitrag zu reagieren?


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 10:28
Zitat von InterestedInterested schrieb:Ich glaub, sie war schon tot und das wusste er.
Sagte die Ärztin nicht, dass sie gegen 7 Uhr gestorben ist?


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gestern um 10:32
Aber zur Klarstellung (für mich): Ist est Common Sense, dass die Version des Angeklagten nicht stimmen konnte und vom Richter nicht angenommen wurde?


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:07
Könnte es nicht sein, dass die Steigeisen in der zurückgelassenen (kauernden?) Position eingefroren waren und sie versucht hat, die Boots zu lockern, um sich ggf. daraus zu lockern und drehen zu können, um an den Rucksack mit Biwack oder Decke zu kommen?

Das ist alles unendlich tragisch und das Urteil lässt mich erschaudern. Ich lese den Satz von@returntosender
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:Manchmal muss man auch zwischen den Zeilen lesen. Der Hinweis welches Gericht dann und wann dann zuständig wäre. Juristisch bewanderte verstehen das
und frage mich, was damit gemeint ist. Ich habe das Gefühl, dass das sehr milde Urteil auch damit zusammen hängen könnte, dass der Richter auch hochalpin unterwegs war, vielleicht kannte man sich oder den Vater und es hätte eine gewisse Befangenheit geprüft werden müssen.

Ich glaube, dass die Frau den Notruf absetzen wollte und das vielleicht sogar heimlich und deswegen nicht die richtige Taste gefunden hat, weil sie unter Drill und Beobachtung stand. Und wahrscheinlich wurde sie sogar unter Druck gesetzt, dem Hubschrauber Zeichen zu geben.

Kann gegen dieses Urteil nicht Revision eingelegt werden? Wie können die Eltern das so akzeptieren? Um Ihrer Tochter willen, sollten sie ihr doch über den Tod hinaus noch ein klein wenig Gerechtigkeit zukommen lassen.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:09
@Felix80

Nein, da die Leiche Todesflecken aufwies, muss sie mind. zwei Stunden tot gewesen sein, bevor sie geborgen wurde. Die Sachverständige konnte den Todeszeitpunkt nicht genau festlegen. Quelle müsste ich suchen. Ich entnahm diese Info einem der Live Ticker (Krone, Kurier,...)


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:39
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:das seltsame SMS das die Mutter erhalten hat (sie sei schon von der tour re-tour)
Das hatte ich auch gelesen, konnte es aber überhaupt nicht einordnen. Weder von der Strecke her noch örtlich.
Mir als Laie wird hier vermittelt, dass es nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich wäre zurückzugehen (FrühstücksStelle). Wo befand sich die Frau zum Zeitpunkt der sms? Erschien es für die Eltern plausibel, dass sie die Tour geschafft bzw abgebrochen hätte?
Auch von "verhederten" Seilen war die Rede. Gibt es eine chronologische Zusammenfassung, wo ich das als Laie nachvollziehen kann?
Zitat von soomasooma schrieb:Erinnert mich leider irgendwie an den Tod von Gabby Petito und hoffe nur, dass nie wieder irgendjemand mit ihm alleine irgendwo klettert oder Ähnliches.
Das geht mir genauso!


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 11:47
Zitat von RiveGaucheRiveGauche schrieb:Die Sachverständige konnte den Todeszeitpunkt nicht genau festlegen
Ich helfe hier mal weiter:
Sachverständige spricht
Jetzt ist eine Sachverständige am Wort, die auf Basis der Obduktion und toxikologischen Untersuchung ein Gutachten erstellte. Die Verstorbene sei an einer "Unterkühlung des Gesamtorganismus" verstorben, hält sie fest. Den Todeszeitpunkt kann die Sachverständige nicht genau eingrenzen.

https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet



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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:00
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Gibt es eine chronologische Zusammenfassung, wo ich das als Laie nachvollziehen kann?
Ich finde die Doku, die @emz weiter oben verlinkt hat, sehr hilfreich, um das ganze Geschehen zu verstehen.
Mir war vorher vieles überhaupt nicht klar. Man bekommt dort auch einen Eindruck von dem Gelände bzw den Kletterwänden und die beiden Bergwanderer erklären gut, was notwendig ist und war es von dem Verurteilten versäumt wurde.
Zitat von soomasooma schrieb:Erinnert mich leider irgendwie an den Tod von Gabby Petito und hoffe nur, dass nie wieder irgendjemand mit ihm alleine irgendwo klettert oder Ähnliches.
Ich hatte selbst nicht an Gabby Petito gedacht, kann aber den Gedanken sehr gut nachvollziehen.
Es wurden hier einige Dinge von dem Richter wirklich sehr, sehr wohlwollend ausgelegt. Für mich bleiben da viele Fragen offen und ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft in Berufung geht.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:01
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Ich habe das Gefühl, dass das sehr milde Urteil auch damit zusammen hängen könnte, dass der Richter auch hochalpin unterwegs war, vielleicht kannte man sich oder den Vater und es hätte eine gewisse Befangenheit geprüft werden müssen.

Kann gegen dieses Urteil nicht Revision eingelegt werden? Wie können die Eltern das so akzeptieren? Um Ihrer Tochter willen, sollten sie ihr doch über den Tod hinaus noch ein klein wenig Gerechtigkeit zukommen lassen.
Und da ist sie, die erste Verschwörungstheorie, Vater und Richter könnten sich gekannt haben.

Wie das mit der Revision ist, in Österreich ist das anders geregelt als in Deutschland, eventuell käme da auch Berufung in Frage.
Jetzt müsste man nur noch wissen, wer denn gegen das Urteil vorgehen würde wollen?
Die Eltern werden es begrüßen, dass der Angeklagte so gut weggekommen ist.
Auch die Verteidiger werden froh sein.
Da bliebe nur die Staatsanwaltschaft.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:19
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Für mich bleiben da viele Fragen offen
Für mich auch.

Warum schrieb sie ihrer Mutter, sie wären bereits zurück? Wo genau befanden sie sich da? Warum wählte sie den Notruf, wenn auch die eine Ziffer falsch war? Warum gab man keinen Notruf ab? Warum war sein Handy auf Flugmodus, wenn die Situation sich schon als kritisch für sie darstellte? Warum ließ man den Rettungshubschrauber unbeachtet? Warum kletterte er weiter, ohne sie entsprechend zu versorgen? usw.
Es gäbe so viele Fragen.

Das Urteil ist gesprochen. Glaube nicht, dass die StA. da nachlegen wird.

Ruhe in Frieden Kerstin G.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:29
Es gibt eine dritte Folge „Inside Austria“ zum Prozess:

https://open.spotify.com/episode/7CMoQPe11u2qYGAL94xi3V?si=9VKblnH-QTalS3GOCjPZ8Q


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:31
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Ich habe das Gefühl, dass das sehr milde Urteil auch damit zusammen hängen könnte, dass der Richter auch hochalpin unterwegs war, vielleicht kannte man sich oder den Vater und es hätte eine gewisse Befangenheit geprüft werden müssen.
Nein, denn der Richter hat ja sehr deutlich gemacht, dass es auch eine andere Variante gäbe, die für ihn wesentlich schärfere Konsequenzen hätte - die er aber nicht sicher annehmen kann. Einiges lässt darauf schließen, aber eben nicht mit entsprechend hoher Wahrscheinlichkeit. Es passt ja nicht wirkliches alles zusammen - egal welche Variante man annimmt.

Wenn Du Dir den ZDF Beitrag anhörst, dann verstehst Du evtl. eher, was es mit dem Bergführer als Gefälligkeit auf sich hat.
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb:Ihrer Mutter schrieb sie um ca 18 uhr, dass sie bereits wieder unten seien... wahrscheinlich zur Beruhigung.
So wie ich es verstanden habe, waren ihre Eltern ja auch im Thema Bergbesteigung und die Mutter hätte ab einer bestimmten Uhrzeit ggf. selbst Hilfe organisiert, wenn sie die Tochter immer noch oben auf dem Berg weiß.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Ich glaube, dass die Frau den Notruf absetzen wollte und das vielleicht sogar heimlich und deswegen nicht die richtige Taste gefunden hat, weil sie unter Drill und Beobachtung stand. Und wahrscheinlich wurde sie sogar unter Druck gesetzt, dem Hubschrauber Zeichen zu geben.
Ich finde die 9 jetzt nicht so nah bei der 0 - hätte sie es dann aber auch nicht nochmal versucht? Als sie der Mutter getextet hat, muss er das ja mitbekommen haben. Da wäre es einfach gewesen, nochmal den Notruf zu wählen (und zu überprüfen, ob der vorher durchging).

Der Druck wird eher eigener Natur gewesen sein - ihm nicht die Tour vermasseln, sie schafft das schon u.ä. Und ab dem Frühstücksplatz hatte sie ja keine Wahl mehr, außer ihm weiter hinterher zu kraxeln. Egal wie fit sie war, am Frühstücksplatz hängt das Schild mit der expliziten Warnung, wenn Du bis hier mehr als 3 Stunden gebraucht hast, kehre um, weil Lebensgefahr. Sie hatte 4 1/2 Stunden gebraucht und ab da wurde es ja nur noch schwieriger und es gab keine Abbruch- oder Umkehrmöglichkeit.

Er hätte hier spätestens die Reißleine ziehen müssen, aber ihr muss doch auch klar gewesen sein, dass sie das nicht schafft - dass kein Proviant da ist, dass es ihre Möglichkeiten übersteigt - oder hat sie sich von der optischen Nähe des Gipfels täuschen lassen?

Sie wäre halt der Spielverderber gewesen, die es "nicht geschafft" hätte - so wie die Mutter sie beschrieb, hatte sie aber auch einen eigenen Antreiber, der sie dann ggf. über Grenzen gehen lies.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:34
Ich bin Österreicherin und mich erinnert das Ganze an den Fall Leon. So viele Unklarheiten, denen nicht nachgegangen wurde.

Thomas P. konnte mMn nicht darlegen, wie es zu den ihm vorgeworfenen einzelnen Anklagepunkten gekommen ist. Hat er überhaupt irgendwas davon zugegeben? Es gab halbherzige Erklärungsversuche, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er sich noch nicht einmal selbst wirklich mit dem Geschehen auseinander gesetzt hat. Oder verheimlicht er etwas? Ich finde, es würde zu gut zu einem toxisch männlichen Verhalten passen. So a la "die soll sehen, wo sie bleibt!" Da fehlte ihm das Urteilsvermögen oder er war zu wütend und hat so mehr oder weniger unbewusst ihren Tod in Kauf genommen.
Nach den Geschehnissen hat er alles von sich geschoben, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen, dass es seine Wut war, die ihren Tod herbeigeführt hat. Das ist natürlich nur meine Spekulation.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:36
Zitat von RiveGaucheRiveGauche schrieb:Ich bin Österreicherin und mich erinnert das Ganze an den Fall Leon. So viele Unklarheiten, denen nicht nachgegangen wurde.
Mich hat der Fall auch schon die ganze Zeit an Leon erinnert!


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:40
@RiveGauche
@Maifalter

Mögt ihr kurz sagen, worum es im Fall Leon geht?
Bestimmt sagt der Fall auch anderen nichts.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:45
Zitat von emzemz schrieb:Mögt ihr kurz sagen, worum es im Fall Leon geht?
Bestimmt sagt der Fall auch anderen nichts.
Kann man ggf. hier auch nachlesen:
Leon (6) in Tiroler Ache ertrunken


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 12:47
@emz: Hier im Forum gab es einen Thread dazu: "Leon (6) in Tiroler Ache ertrunken".

Leon war geistig beeinträchtigt, sein Vater ging mitten in der Nacht mit Leon im Kinderwagen spazieren. Der Vater behauptet, dass er niedergeschlagen wurde, daraufhin ohnmächtig war. Währenddessen ging Leon in den Fluss und ist leider ertrunken.
Im Prinzip wurde hier im Forum ein ganz anderer Ablauf vermutet, dazu gab es auch Hinweise.


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