Agrimony
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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?
um 03:01Bei der zusammenfassende Doku von BBC hat mich erschüttert, dass es so lange dauern kann, bis es einen Entscheid für die Berufung gibt.Cpt.Germanica schrieb:Das ist schon zum Heulen (für sie).
Das ist unglaublich!
Warum keine Gutachter für die Verteidigung geladen waren, wird hier so erklärt:
Part 28: Why Were No Expert Witnesses For The Defence Called? [link]
Overview
The article, titled "Silent Witnesses," addresses the central mystery of why the defence in the Lucy Letby trial chose not to call any expert witnesses. It concludes that this decision stemmed from a pre-trial meeting where defence experts were "outnumbered" and made critical concessions that would have been damaging if presented in court.
The Joint Expert Meeting
In August 2022, a "high stakes" meeting was held with six experts: two for the defence (Dr. Michael Hall, Dr. Mohammed Shakeel Rahman) and four for the prosecution (Dr. Dewi Evans, Dr. Sandie Bohin, Dr. Andreas Marnerides, Prof. Peter Hindmarsh). They were required to sign a joint statement identifying points of agreement and disagreement.
Key Points of Agreement (The Defence's Problem)
Insulin Evidence: The "turning point" of the meeting was the agreement regarding Babies F and L. All experts, including the defence's Dr. Hall and Dr. Rahman, agreed that the cause of hypoglycaemia was "exogenous insulin administration".
Tactical Withdrawal: Because the defence experts had formally agreed with the prosecution on the insulin charges, calling them to the stand would have forced them to admit this to the jury. The article argues this gave the prosecution a "big win" and left the defence without a witness to challenge the reliability of the insulin tests.
Key Points of Disagreement
Despite conceding on insulin, the defence experts raised significant doubts about other causes of death:
Air Embolism & Skin Changes: The prosecution experts cited skin discolouration as evidence of air embolism. Defence experts Hall and Rahman repeatedly stated there was "no evidence to support the claim". The article notes that post-trial research has since debunked the skin change theory.
Stomach Air: Prosecution experts (Evans, Bohin, Marnerides) argued that "massive gastric dilatation" (air in the stomach) was a method of killing. Defence experts disagreed, attributing it to infection or "CPAP belly" (a common side effect of breathing support).
Note: The article highlights that Dr. Evans has since admitted that air in the stomach is not a method of murder, leaving his colleagues Bohin and Marnerides as the sole supporters of a theory "entirely without an evidence base".
Baby K (Extubation): Dr. Hall argued that the dislodgement of Baby K's breathing tube was "likely to have been spontaneous," noting it happened two more times with different staff shortly after.
Conclusion
The defence did not call their experts because they had signed a legally binding statement admitting that "air embolus cannot be excluded" and that insulin was administered. The article suggests the defence strategy was to avoid handing the prosecution a "field day" by having their own witnesses confirm key parts of the prosecution's case.
Quelle: https://lucyletbyinnocence.com/private-eye.html#part28
Teil 28: Warum wurden keine Sachverständigen der Verteidigung geladen? [Link]@Cpt.Germanica
Überblick
Der Artikel mit dem Titel „Silent Witnesses“ befasst sich mit dem zentralen Rätsel, warum die Verteidigung im Prozess gegen Lucy Letby darauf verzichtete, Sachverständige zu laden. Er kommt zu dem Schluss, dass diese Entscheidung auf eine Besprechung vor Prozessbeginn zurückzuführen ist, bei der die Sachverständigen der Verteidigung „in der Unterzahl“ waren und entscheidende Zugeständnisse machten, die vor Gericht schädlich gewesen wären.
Das gemeinsame Expertentreffen
Im August 2022 fand ein Treffen mit „hohem Einsatz“ statt, an dem sechs Experten teilnahmen: zwei für die Verteidigung (Dr. Michael Hall, Dr. Mohammed Shakeel Rahman) und vier für die Anklage (Dr. Dewi Evans, Dr. Sandie Bohin, Dr. Andreas Marnerides, Prof. Peter Hindmarsh). Sie mussten eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen, in der Übereinstimmungen und Meinungsverschiedenheiten festgehalten wurden.
Wichtige Übereinstimmungen (das Problem der Verteidigung)
Insulinbeweise: Der „Wendepunkt“ des Treffens war die Einigung bezüglich der Babys F und L. Alle Experten, einschließlich der Verteidigungsexperten Dr. Hall und Dr. Rahman, waren sich einig, dass die Ursache der Hypoglykämie die „exogene Insulinverabreichung“ war.
Taktischer Rückzug: Da die Sachverständigen der Verteidigung sich formell mit der Staatsanwaltschaft über die Insulinvorwürfe geeinigt hatten, hätte ihre Vorladung sie gezwungen, dies vor der Jury zuzugeben. Der Artikel argumentiert, dies habe der Staatsanwaltschaft einen „großen Sieg“ beschert und die Verteidigung ohne Zeugen zurückgelassen, der die Zuverlässigkeit der Insulintests hätte anzweifeln können.
Kernpunkte der Meinungsverschiedenheiten
Obwohl sie in Bezug auf Insulin nachgaben, äußerten die Sachverständigen der Verteidigung erhebliche Zweifel an anderen Todesursachen:
Luftembolie & Hautveränderungen: Die Sachverständigen der Anklage führten Hautverfärbungen als Beweis für eine Luftembolie an. Die Sachverständigen der Verteidigung, Hall und Rahman, erklärten wiederholt, es gebe „keine Beweise, die diese Behauptung stützen“. Der Artikel weist darauf hin, dass spätere Untersuchungen die Theorie der Hautveränderungen inzwischen widerlegt haben.
Luft im Magen: Die Experten der Staatsanwaltschaft (Evans, Bohin, Marnerides) argumentierten, dass eine „massive Magenausdehnung“ (Luft im Magen) eine Tötungsmethode sei. Die Experten der Verteidigung widersprachen dem und führten dies auf eine Infektion oder einen „CPAP-Bauch“ (eine häufige Nebenwirkung der Atemunterstützung) zurück.
Anmerkung: Der Artikel hebt hervor, dass Dr. Evans inzwischen eingeräumt hat, dass Luft im Magen keine Mordmethode darstellt, womit seine Kollegen Bohin und Marnerides als einzige Verfechter einer Theorie übrig bleiben, die „völlig ohne Beweisgrundlage“ ist.
Baby K (Extubation): Dr. Hall argumentierte, dass das Herausrutschen von Baby Ks Beatmungsschlauch „wahrscheinlich spontan“ geschehen sei, und wies darauf hin, dass dies kurz darauf noch zweimal mit anderem Personal passiert sei.
Fazit
Die Verteidigung lud ihre Sachverständigen nicht vor, da diese eine rechtsverbindliche Erklärung unterzeichnet hatten, in der sie einräumten, dass „eine Luftembolie nicht ausgeschlossen werden kann“ und dass Insulin verabreicht wurde. Der Artikel legt nahe, dass die Strategie der Verteidigung darin bestand, der Staatsanwaltschaft keinen „Feldzug“ zu ermöglichen, indem ihre eigenen Zeugen wesentliche Teile der Argumentation der Staatsanwaltschaft bestätigten.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Hier werden die ganzen Punkte aufgelistet, die beanstandet werden können:
https://lucyletbyinnocence.com/private-eye.html
Ich bin jetzt so viele Gerichtsprotokolle durchgegangen, Messages, Aussagen usw. und hab total den Überblick verloren, da es so umfangreich ist und die Google Übersetzung ist einfach grottig.
Was ich aber immer noch nicht herausgefunden habe ist, wieviele Babys 2015 und 2016 dort verstarben. Denn es werden auch andere Todesfälle angeführt, die stattfanden, als Lucy nicht da war.
Interessant fand ich auch den Grundriss der Station mit den Babyzimmern

Es ist unglaublich, wie viel Mühe und Zeit du investiert hast, uns diesen Fall näher zu bringen. Vielen Dank dafür.


