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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

240 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: England, Krankenschwester, Lucy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

26.03.2026 um 11:30
@Cpt.Germanica
Nein, ich möchte widersprechen. Ich zb, bin erst durch Dich überhaupt auf den gestoßen. Im Netz sind mir immer wieder ihr Name und so Schlagworte wie „ Killer Kurse, worst und evil“
angezeigt worden. Auf so was springe ich nicht an. Ich mag es eher, wenn sich innerhalb einer Diskussion etwas entwickel. Eine Übersicht wie ein wiki zum Fall.
Die Netflix Doku habe ich erst geschaut ( nicht bis zum Ende) nachdem ich hier gelesen habe. Ich bevorzuge eher sachliche Debatten, die Raum für Erkenntnisse lassen. Also gefällt mir deine Darbietung.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

26.03.2026 um 16:27
Bitte schweift nicht weiter ins US-Justizsystem ab und diskutiert weiter zum Fall!


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

27.03.2026 um 06:40
@Cpt.Germanica,

ich will nicht in Lobhudelei verfallen, aber einen Fall vorzustellen, in dem es um so viele Opfer geht, unterschiedliche Todesarten, Gutachtermeinungen, englisches Gerichtssystem, Hintergründe zu der Verurteilten usw. und das dann auch noch in einer möglichst neutralen Schreibweise, die Absätze nicht zu kurz, aber auch nicht zu lange, alles noch mit Links und tlw. Übersetzungen, dass muss man erstmal hinkriegen.

Die Doku hätte ich mir sowieso angeschaut und auch vielleicht ein bißchen gegoogelt.
Die Seite https://lucyletbyinnocence.com/Lucy-Letby-Case.html find ich super und entweder hätte ich mich total verbissen und gar nichts anderes mehr gemacht oder ich hätte schnell aufgegeben, weil mein englisch grad mal für den Urlaub reicht, der Googleübersetzer grottig ist und dauernd in Deepl reinzukopieren schnell nervig für mein Chaosgehirn geworden wäre.

Dieser Thread vermittelt viele Informationen und die Diskussionen sind bereichernd und respektvoll. Ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt.

Im Gegensatz zu @calligraphie ist für mich die Doku wichtig gewesen, da ich auf Mimik, Gestik, Stimme usw. eines Menschen achte und ich mir ein besserers Bild machen kann.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Bitte Geduld, ich schüttel mir diese Beiträge nicht aus dem Ärmel.
Das glaube ich dir sofort und viel Geduld werden wir bei diesem Fall sowieso brauchen.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

27.03.2026 um 12:28
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Im Gegensatz zu @calligraphie ist für mich die Doku wichtig gewesen, da ich auf Mimik, Gestik, Stimme usw. eines Menschen achte und ich mir ein besserers Bild machen kann.
@Agrimony:

Du meinst wahrscheinlich Netflix?

Ich kann das leider nicht schauen, kenne nur den Trailer.

Was ist Dein Eindruck?

Das wenige, was ich von dem Polizeiverhör gesehen habe (sie im grauen Sweatshirt), wirkt auf mich nicht nach der kontrollierten, kurz angebundenen, emotionslosen, eiseskalten Person, der klassischen "Mörderpsyhopathin". Viele nehmen sie wohl so wahr, wenn ich das richtig einordne.

Ich aber sehe da eine vollkommen verängstigte und mit der Situation absolut überforderte junge Frau, leicht aufgequollenes Gesicht, der zum heulen ist (oder die in U-Haft eine Nacht durchgeheult hat?), fast traumatisiert, vielleicht sogar kurz davor heulend zusammen zu brechen.

Wie nehmt Ihr das war?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

27.03.2026 um 14:52
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Was ist Dein Eindruck?

Das wenige, was ich von dem Polizeiverhör gesehen habe (sie im grauen Sweatshirt), wirkt auf mich nicht nach der kontrollierten, kurz angebundenen, emotionslosen, eiseskalten Person, der klassischen "Mörderpsyhopathin". Viele nehmen sie wohl so wahr, wenn ich das richtig einordne.

Ich aber sehe da eine vollkommen verängstigte und mit der Situation absolut überforderte junge Frau, leicht aufgequollenes Gesicht, der zum heulen ist (oder die in U-Haft eine Nacht durchgeheult hat?), fast traumatisiert, vielleicht sogar kurz davor heulend zusammen zu brechen.
Ich antworte jetzt mal vorsichtig, ohne jetzt direkt auf Netflix einzugehen bzw. die Handlung, da man das hier ja nicht diskutieren darf.

Also allgemein auf allen Videos, die ich von ihr gesehen habe. In freien Ausschnitte, Trailer usw. wirkt sie auch ganau so auf mich, wie du es beschrieben hast.
Fassungslos und entsetzt, was gerade da passiert mit ihr.

Ich würde sehr gerne wissen, wie es ihr im Gefängnis geht und ich weiß nicht, wie das in England ist mit den Vorschriften dort und was sie dort darf oder nicht darf usw.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

27.03.2026 um 15:46
@Agrimony
Lucy L, sitzt in einem Gefängnis was dafür bekannt, wirklich gefährliche Täterinnen als Insassinnen zu haben. HMP Bronzfield. Man findet Fotos von outside und inside wenn man recherchiert. Was man auch findet, Berichte von Kommissionen zu den Zuständen. Man findet auch Beschreibungen ehemaliger Insassinnen. Diese Art Gefängnis ist eigentlich immer überfüllt, ein ständiges gehen und kommen. Es gibt Gewalt, die Frauen verletzen sich selbst, permanentes Stress Level. Alles andere als ein Erholungsheim.
Wenn Du wissen möchtest, wie es ihr geht, es gibt dazu Berichte von Mitinsassen.
Nicht umsonst kommen gefährdete Insassen im Gefängnis, zuerst einmal unter Beobachtung, weil sie gefährdet sind, sich selbst etwas anzutun. Der Schock durch so einem niederschmetterndes Urteil, das muss erst mal sacken. Die Geräuschkulissen, die Erkenntnis, das ist endgültig, alles durchgetaktet, die Mitinsassinnen. Intrigen, Hierarchien unter den Frauen.
Sie ist dort umgeben von Straftäterinnen der wirklich schlimmsten Sorte.

https://www.lbc.co.uk/article/dangerous-weird-and-whining-inside-lucy-letbys-life-behind-bars-5Hjcz2z_2/

Sie wird ( von einer Mitinsassin) als seltsam, unheimlich, nicht besonders freundlich oder sympathisch beschrieben.
Als schüchtern wird sie wahrgenommen. Aber wohl sehr hilfsbereit.
Sie hat wenig Hoffnung, jemals entlassen zu werden. Und sie macht sich Sorgen, wie lange es es wohl dauern könnte, bis zb die criminal Revue Commission ihren Fall überprüft.

Da hat sie einen Weg vor sich, das alles kann noch Jahre dauern.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

27.03.2026 um 21:12
So wie ich das gelesen habe, geht es ihr im Gefängnis relativ gut. Sie arbeitet zeitweise in der Bibliothek, sie hat auch "Freunschaften" zu anderen Insassinnen geschlossen. Ihre Haftbedingungen sind in keinster Weise mit denen in den USA bei vergleichbaren Fällen (nach so kurzer Haftzeit) zu vergleichen (und darauf bezog sich auch mein "relativ gut").


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 07:05

– In Jail with Lucy Letby –


Der Fall Lucy Letby – Teil 6: Lucy Letbys Gefängnisleben




Den folgenden Austausch von @Agrimony und @calligraphie habe ich zum Anlass genommen ...
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Ich würde sehr gerne wissen, wie es ihr im Gefängnis geht und ich weiß nicht, wie das in England ist mit den Vorschriften dort und was sie dort darf oder nicht darf usw.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:@Agrimony
Lucy L, sitzt in einem Gefängnis was dafür bekannt, wirklich gefährliche Täterinnen als Insassinnen zu haben. HMP Bronzfield. Man findet Fotos von outside und inside wenn man recherchiert. Was man auch findet, Berichte von Kommissionen zu den Zuständen. Man findet auch Beschreibungen ehemaliger Insassinnen. Diese Art Gefängnis ist eigentlich immer überfüllt, ein ständiges gehen und kommen. Es gibt Gewalt, die Frauen verletzen sich selbst, permanentes Stress Level. Alles andere als ein Erholungsheim.
Wenn Du wissen möchtest, wie es ihr geht, es gibt dazu Berichte von Mitinsassen.
Nicht umsonst kommen gefährdete Insassen im Gefängnis, zuerst einmal unter Beobachtung, weil sie gefährdet sind, sich selbst etwas anzutun. Der Schock durch so einem niederschmetterndes Urteil, das muss erst mal sacken. Die Geräuschkulissen, die Erkenntnis, das ist endgültig, alles durchgetaktet, die Mitinsassinnen. Intrigen, Hierarchien unter den Frauen.
Sie ist dort umgeben von Straftäterinnen der wirklich schlimmsten Sorte.

https://www.lbc.co.uk/article/dangerous-weird-and-whining-inside-lucy-letbys-life-behind-bars-5Hjcz2z_2/

Sie wird ( von einer Mitinsassin) als seltsam, unheimlich, nicht besonders freundlich oder sympathisch beschrieben.
Als schüchtern wird sie wahrgenommen. Aber wohl sehr hilfsbereit.
Sie hat wenig Hoffnung, jemals entlassen zu werden. Und sie macht sich Sorgen, wie lange es es wohl dauern könnte, bis zb die criminal Revue Commission ihren Fall überprüft.

Da hat sie einen Weg vor sich, das alles kann noch Jahre dauern.
… nach Lucys Gefängnisalltag zu recherchieren (Quellenstand Februar 2026).


Die britische Presse hat im Februar 2026 einige aktuelle Informationen über Lucy Letbys Gefängnisalltag veröffentlicht. Die Informanten waren nicht näher benannte "Quellen", teilweise wird auch konkreter von Mitinsassen gesprochen.


Zunächst aber ein paar Basisinformationen:



Haftanstalt:


Lucy war bislang in verschiedenen Gefängnissen untergebracht:

- November 2020 bis August 2023: HMP Bronzefield (Surrey), Untersuchungshaft und erster Prozess, größtes Frauengefängnis Europas.
- August 2023 bis April 2024: HMP Low Newton (Durham), erste Verlegung nach Verurteilung, Hochsicherheitsgefängnis für Langzeithäftlinge (wie z. B. Rose West).
- April 2024 bis Juli 2024: HMP New Hall (West Yorkshire), logistische "Nähe" zum Gericht in Manchester für den zweiten Mordprozess ("Baby K").
- Seit Jul. 2024 – heute (März 2026): Erneut HMP Bronzefield (Surrey).

(Angaben aufgrund widersprüchlicher Quellenlage ohne Gewähr!)

Die Ausstattung in Bronzefield ist deutlich besser als in den meisten britischen Gefängnissen, weil es privat geführt wird (von "Sodexo Justice Services").

1280px-HM Prison Bronzefield aerial 2011
HMP Bronzefield, Bildquelle: Wikipedia: HM Prison Bronzefield



Unterbringung im Gefängnis:


Lucy ist nicht im allgemeinen Vollzug sondern in der Abteilung für schutzbedürftige Gefangene ("Vulnerable Prisoner Unit", VPU bzw. VP, örtlich im Houseblock 4 verortet) untergebracht, einem Bereich für gefährdete Insassinnen. In diesem Block leben Frauen, die von anderen Mitgefangenen angegriffen werden könnten, wie etwa berüchtigte oder prominente Täterinnen, Kindermörderinnen, Sexualstraftäterinnen, ehemalige Gefängnisbedienstete oder Ex-Polizistinnen.

Da Lucy aufgrund der ihr angelasteten Verbrechen sehr bekannt ist gilt sie als potenzielles Ziel von Gewalt. Als verurteilte Kindermörderin ist sie in der Gefängnishierarchie ohnehin weit unten, auch weil viele der anderen Insassinnen selbst Kinder haben. Aber sie ist keine gewöhnliche Kindermörderin, sie ist eine Serienmörderin und ihr Prozess erzielte in der britischen Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit. Sie darf sich aufgrund der daraus resultierenden Gefahr von Angriffen nicht alleine bewegen und wird daher stets von einer Aufseherin begleitet (Einzeleskorte) um sie zu schützen, auch vor sich selbst. Außerhalb ihrer Abteilung würde sie wahrscheinlich sehr bald angegriffen werden.

Die pensionierten Gefängnisleiterin Vanessa Frake, die in ihrer 27-jährigen Dienstzeit auch mit prominenten Schwerstverbrechern zu tun hatte, äußerte hierzu in einem Interview, dass Lucy in ständiger Gefahr seitens der Mitinsassen schwebt:
Als hochkarätige Kindermörderin wird Letby ein Ziel für andere Insassinnen sein, sagt die pensionierte Gefängnisdirektorin Vanessa Frake.
Sie wird immer über die Schulter schauen müssen – sie ist eine hochkarätige Kindermörderin und kommt bei den anderen Gefangenen nicht gut an“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-life-jail-eerie-35984620
„Frauen, die Kinder haben, die fürsorglich und nährend sind, werden jemanden wie Letby als niedriger als niedrig ansehen“, erklärte Vanessa Frake. „Man kann sicher sein, dass sie wissen, dass sie in ihrem Gefängnis ist – vielleicht wissen sie nicht genau, wo, aber sie haben Zeitungsberichte gelesen oder sie im Fernsehen gesehen und wissen genau, wie sie aussieht. Es ist die Aufgabe des Personals, sie davor zu schützen.“
Quelle: https://www.yahoo.com/news/articles/where-lucy-letby-now-convicted-185800417.html

Lucy wurde daher ein Umstyling erlaubt, sie hat ihre Haare jetzt braun gefärbt, statt ihrem natürlichen blond, wie sie sie noch bei ihrer Verhaftung hatte (Anmerkung: es gibt Bilder aus der Zeit, als sie noch auf Kaution frei war aber bereits wieder bei ihren Eltern lebte, darauf hatte sie ebenfalls braune Haare).

Allein zwischen Januar und September 2024 wurden in Bronzefield 243 Übergriffe registriert, davon wurden 16 als „ernsthaft“ eingestuft. Lucy war bislang nicht betroffen. Eine Mitinsassin äußert sich jedoch:
„Wenn sie im allgemeinen Vollzug wäre, hätte sie nicht überlebt. Hier gibt es Frauen, die nichts zu verlieren haben, sie haben gesagt, dass sie sie umbringen würden – was ist schon ein weiteres Lebenslänglich, wenn man eh schon lebenslang sitzt?“

„Hier gibt es so viel Hass gegen sie, so viel Abneigung. Aber sie ist nicht im allgemeinen Vollzug, sie ist hier in Houseblock Four und wird wie eine Prinzessin behandelt. Sie hält sich für die Queen Bee, und das nervt die anderen Insassinnen wirklich sehr, weil sie so nicht behandelt werden sollte.“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/tv/tv-news/lucy-letbys-unexpected-prison-life-36663524


Außerdem hat Lucy neben den Vulnerable-Status (Schutzstatus) auch noch der Enhanced-Status (höchste der drei Privilegienstufen, es gibt "basic", "standard" und "enhanced"). Häftlinge erhalten den Enhanced-Status für besonders gutes Verhalten, einige Monate guter Führung genügen bereits. Lucy hat dieses Privileg schon sehr früh erreicht, was an ihrer extremen Disziplin, ihrer peniblen Sauberkeit und ihrer Kooperation mit den Wärterinnen liegt – sie gilt als „vorbildliche Gefangene“ (man kennt ihr großes Engagement ja auch aus ihren Schul- und Studienzeiten sowie ihrem früheren Berufsleben einschließlich dem Verwaltungsposten im Chester Hospital). Angeblich verhalten sich die meisten Gefangenen, die wegen Verbrechen an Kindern einsitzen, gegenüber dem Personal tadellos, weil sie wissen, dass viele Insassen jede Gelegenheit nutzen würden, um ihnen zu schaden – und das Personal ist nun mal ihr einziger Schutz.

Enhanced-Insassinnen erhalten besondere Privilegien, darunter zusätzliche Besuchszeiten (eine wöchentlich und damit doppelt so viele wie "Standardgefangene"), längere Telefonierzeiten, eine Einzelzelle mit Fernseher/DVD-Player und Dusche sowie die Erlaubnis, eigene Kleidung zu tragen sowie eigene Bettwäsche zu benutzen. Auch der Zugang zu den begehrten Betätigungen ist für vorbildliche bzw. "enhanced" Insassen erleichtert. Sie können zudem aus verschiedenen Tagesangeboten wählen, darunter ein Schönheitssalon, Barista-Kurse und Bildungsangebote.

Aber nicht nur das: Der Enhanced-Status schützt Lucy zusätzlich, weil sie so - wie gesagt - eine Einzelzelle erhält, was nicht mal im VP-Bereich selbstverständlich ist.

Anmerkung: Ich konnte leider nicht zuverlässig herausfinden, wann genau Lucy "enhanced" wurde. Es kann sein, dass sie diesen Status bereits mit Beginn ihrer U-Haft im November 2020 erhielt. Das würde Sinn machen, da eine Einzelzelle wie gesagt einen zusätzlichen Schutz darstellt und die Vorwürfe gegen sie (siebenfacher Serienmord und weitere Mordversuche an Kindern) von Anfang an eine Schutzbedürftigkeit nahe legen. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass man eine absehbar mehrjährige U-Haft niemandem zumuten möchte, ohne der Person wenigstens die "Annehmlichkeiten" von "enhanced" zuzugestehen. Vielleicht weiß @Rick_Blaine hierzu mehr?

Im Gegensatz zu den lauten, oft chaotischen anderen Blöcken ist es in ihrem Bereich deutlich ruhiger. Das liegt daran, dass viele der dortigen Insassinnen unter strenger Beobachtung stehen oder sich vorbildlich verhalten (oder wie Lucy beides).

Lucys Gefängniszelle ist angeblich in „gespenstisch“ makellosem Zustand und unterscheidet sich stark von denen der anderen Insassinnen, die meist unordentlich sind und wenig Wert auf Sauberkeit legen, so ein Gefängnisinsider.
„Viele der Insassinnen hier wissen nicht einmal, wie man grundlegende Dinge macht, wie zum Beispiel die Bettwäsche wechseln oder alles sauber halten, aber ihre Zelle ist immer makellos“, sagte eine Gefängnisquelle der Mail. „Es ist nichts außer der Reihe oder ein Staubkorn zu sehen, es wirkt unheimlich sauber. Es erinnert fast an eine Krankenhausstation. Aber das fühlt sich aus offensichtlichen Gründen seltsam an, so etwas zu sagen.“
Quelle: https://thetab.com/2026/02/11/inside-lucy-letbys-very-tight-day-to-day-life-in-prison-as-inmates-brand-her-queen-bee

Ihre Zelle soll außerdem ihrem ehemaligen Schlafzimmer in Chester unheimlich ähnlich sehen (allerdings sind keine Bilder für einen Vergleich verfügbar).



Tätigkeiten ("Prison Work"):


Lucy hat mittlerweile drei Tätigkeiten, die sie im Gefängnis ausübt:

- Küchendienst – Frühstück ("Toast") zubereiten und ausgeben: Lucy arbeitet als Küchenhilfe, was ihr erlaubt früh aus der Zelle zu kommen. Einnahme: 8 Pfund (mehr als viele andere Insassinnen verdienen).

- Wäscherei – Einsammeln, Waschen, Zusammenlegen und Ausliefern der Kleidungsstücke der Gefangenen. Diese Betätigung ermöglicht ihr weitere Zeit außerhalb der Zelle zu verbringen. Es ist einer der begehrtesten Jobs im Gefängnis und bringt ihr zusätzliche 8 Pfund in der Woche ein.

- Bibliothekarin in der "Enhanced Library", zu der nur Gefangene mit dem Enhanced-Privileg Zutritt haben (eine der begehrtesten Positionen der Einrichtung) – Ausgabe von Büchern und Filmen, Reinigung der Bibliothek, dotiert mit knapp 4 Pfund. Wegen dem Job in der Gefängnisbibliothek soll sie angeblich überglücklich sein. Viele der Insassinnen dürfen die Bibliothek dagegen nicht betreten wenn Lucy dort ist, eine Vorsichtsmaßnahme, da sie wie gesagt als stark gefährdet gilt.

Dass Lucy mittlerweile drei Jobs hat, die ihr in Summe knapp 20 Pfund wöchentlich einbringen, führt zu Neid und Missgunst bei den Mitgefangenen, da die meisten froh sind überhaupt einen Job zu bekommen. Diese Betätigungen verschaffen Lucy neben dem Geld außerdem auch noch die Möglichkeit mehr Zeit außerhalb ihrer Zelle zu verbringen, sie profitiert also in zweierlei Hinsicht.

Mitinsassinnen bezeichnen Lucy aufgrund einer empfundenen Sonderstellung abschätzig als "Queen Bee" („Bienenkönigin“).



Gefängnisalltag:


- 08:00 Uhr: Weckruf durch das Gefängnispersonal
- Frühstück (Lucy bereitet das Frühstück zu)
- 09:00 Uhr: Arbeit oder Unterricht (z. B. Schönheitssalon oder Bildungsworkshops; Lucy kann nur teilnehmen, wenn es ihr aus Sicherheitsgründen möglich ist)
- 12:00 Uhr: Mittagspause
- 14.00 Uhr: Rückkehr an den Arbeitsplatz (Lucy arbeitet in der Bibliothek oder in der Wäscherei)
- 16:30 Uhr: Freizeit (Lesen, Fernsehen/Free TV/DVD, Telefonate mit Eltern) und Abendessen
- 18:45 Uhr Einschluss in die Zelle.

Lucy ist regelmäßig um 08.00 h bereits wach, angezogen und "startklar", wenn ihre Zellentür geöffnet wird:
Ein normaler Morgen in Bronzefield beginnt gegen 8:00 Uhr. Doch laut einer Quelle wird Lucy selten im Halbschlaf erwischt, wenn die Beamten die Türen aufschließen. Während viele Gefangene erst geweckt werden müssen, heißt es, dass sie bereits angezogen und bereit ist. Ihre Zelle, die sich im „Houseblock Four“ befindet, soll sich stark von anderen Zellen auf dem Trakt unterscheiden.
„So viele Gefangene hier beherrschen nicht einmal die einfachsten Dinge, wie das Wechseln der Bettwäsche oder Sauberkeit, aber ihre Zelle ist immer makellos“, sagte eine Gefängnisquelle der Daily Mail.
„Es gibt dort nichts, was nicht an seinem Platz ist, und nicht ein Körnchen Staub; es wirkt unheimlich sauber. Es erinnert mich fast an eine Krankenhausstation. Aber es fühlt sich aus offensichtlichen Gründen nicht richtig an, das so zu sagen.“
Grundsätzlich hält sie ihren Bereich extrem ordentlich und hält sich strikt an eine Routine.
Quelle: https://thetab.com/2026/02/11/inside-lucy-letbys-very-tight-day-to-day-life-in-prison-as-inmates-brand-her-queen-bee



Lucys Verhalten im Gefängnis:


@calligraphie hat hierzu schon etwas ausgeführt respektive zitiert:
Der Insider fügte hinzu: „Sie ist wirklich seltsam, sehr eigenartig. Sie wirkt nicht besonders sympathisch, sie ist nicht sehr freundlich, eigentlich ist sie extrem schüchtern, aber sie hilft, wo sie kann. Sie ist einfach merkwürdig, sie hat einen seltsamen Blick – wenn sie denkt, dass jemand sie anschaut, starrt sie die Leute an.“
Quelle https://www.lbc.co.uk/article/dangerous-weird-and-whining-inside-lucy-letbys-life-behind-bars-5Hjcz2z_2/

Starren: Lucy soll bei ihrem Job in der Gefängnisbücherei andere Insassen dermaßen anstarren, dass manche den Blickkontakt mit ihr vermeiden, weil es ihnen so unangenehm ist.

  • Einschub: Haben wir von diesem Starren und seltsamen Blicken inkl. unheimlicher Ausstrahlung nicht bereits von vielen der Eltern gehört?
    Z. B. von der Mutter der Zwillingskinder L und M und vom Vater der Drillinge (Kinder O, P und Q).
    (Siehe hierzu auch Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 1)).

Ein anderer Artikel aus 2023 beschreibt ihre Emotionslosigkeit:
„Lucy ist in vieler Hinsicht eine vorbildliche Gefangene, aber es ist etwas Ungewöhnliches an ihr. Sie ist fast emotionslos, das ist sehr merkwürdig“, sagte eine Gefängnisquelle.
Quelle: https://www.walesonline.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-luxurious-prison-life-28349999

  • Einschub: Auch bei Polizeiverhören und vor Gericht wirkte Lucy emotionslos und kalt, dazu kontrolliert, einsilbig, zugeknöpft, berechnend, was ihr möglicherweise mit zum Verhängnis wurde weil es in das Bild einer Serienmörderin gepasst hat, die etwas zu verbergen hat.
    Davor schon schien sie oftmals emotionslos und kalt bei Notfällen auf ihrer Station zu sein.

    --> Ist sie vielleicht einfach so? Im Gefängnis ist sie ja keiner Verhörsituation ausgeliefert - und trotzdem erscheint sie dort emotionslos!


Lucy wird auch als weinerlich beschrieben, aber gleichzeitig als berechnend:
Einige Insassinnen behaupten, Letby versuche, durch Weinen bei jeder Gelegenheit das Mitgefühl der Wärter zu gewinnen, und stelle Freundlichkeit nur vor, um „positive Rückmeldungen“ zu erhalten, die ihr dann noch mehr Privilegien verschaffen.

„Das Personal hat Angst vor Lucy und lässt sich von ihrem Blödsinn manipulieren“, sagte unsere Quelle dem Mirror.
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-life-jail-eerie-35984620

Warum das Personal aber Angst vor Lucy haben soll erschließt sich mir nicht.


Lucy hat aufgrund ihrer lukrativen Gefängnisbetätigungen relativ viel Geld zur Verfügung und kann es sich daher leisten, viel in Junk Food zu investieren und sich zudem mit Süßigkeiten wie Quality-Street-Pralinen und Maltesers sowie Chips „vollzustopfen“ und so ihr Einkommen - aus Sicht ihrer Mitgefangenen - offen zur Schau zu stellen.
Sie kauft Unmengen an Junk Food“, sagte eine Quelle.

„Sie hat stark zugenommen, sie ist ziemlich dick, man würde sie nicht wiedererkennen. Alles ist vor allem im Gesicht sichtbar. Sie hat sich beschwert, dass sie so dick wie nie zuvor sei. Sie wiegt 72 Kilo – sie ist nicht dick, aber dick für sie, da sie vorher sehr, sehr dünn war.“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/tv/tv-news/lucy-letbys-unexpected-prison-life-36663524

Während Lucy mit ihrem Gewicht hadert macht es andere Insassinnen wütend, dass sie sich Dank der drei verschiedenen Tätigkeiten so viele Genussmittel leisten kann, während andere froh sind überhaupt einen Job zu bekommen.


Lucy schaut auf Channel 4 gerne "Come Dine With Me", das Pendant zu „Das perfekte Dinner“ im deutschen TV.



Freundschaften mit Mitgefangenen:


Die Gefängnisbeamten müssen um Lucys Sicherheit zu gewährleisten darauf achten, mit wem sie zusammentrifft. Sie darf aber Beinash Batool treffen, die wegen des Mordes an ihrer zehnjährigen Stieftochter Sara Sharif verurteilt wurde. Die beiden sollen gut miteinander auskommen:
Eine Quelle aus Bronzefield sagte: „Ich würde sie nicht Freunde nennen – ich glaube nicht, dass Lucy überhaupt Freunde hat – aber sie verbringen viel Zeit miteinander. Es gibt eine Art unausgesprochene Solidarität zwischen ihnen, da sie beide wegen so schrecklicher Verbrechen hier sind. Wer sonst würde sich mit ihnen abgeben?
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-life-jail-eerie-35984620


Eine weitere Inhaftierte, mit der Lucy Umgang hatte, war Linda De Sousa Abreu – eine verheiratete ehemalige Gefängnisaufseherin die man inhaftiert hatte, weil sie in einem anderen Gefängnis beim Sex mit einem männlichen Insassen gefilmt wurde. De Sousa Abreu wurde aber vor kurzem entlassen.


Eine der Informantinnen aus dem Gefängnis hierzu:
„Batool, De Sousa und Letby zusammen – so ein Trio von Außenseitern. Da ist eine Krankenschwester wegen Babymordes, eine weitere Kindermörderin und eine Gefängnisbeamtin, weil sie ein Pornovideo in einer Zelle gemacht hat – und alle bewegen sich gemeinsam in einem Gefängnis der Kategorie A. Absolut bizarr.“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-life-jail-eerie-35984620

Anmerkung: Kategorie "A" bestimmt die Gefährlichkeit (bei Männern), es ist die höchste Gefährlichkeitsstufe.

Bei Frauen ist der "Restricted Status" die höchste Sicherheitsstufe.

Beides sind besonders gefährliche Personen (für die öffentliche Sicherheit bzw. Öffentlichkeit, im Fall einer Flucht).

Abgrenzung zur Gefährdung:

Gefährdung/VPU: Besonders gefährdete und daher geschützte Insassen.

Lucy Letby ist beides gleichzeitig, sie hat den Status "Restricted" und ist "VP".

Sie sitzt als Häftling mit Status "Restrictet" in der VPU.



Posteingänge:


Das enorme Aufkommen an Post (Karten, Briefe und Geschenke ... hunderte täglich!) hat dazu geführt, dass das Gefängnis diese „Fanpost“ nicht mehr bewältigen kann (wegen den mit jeder Sendung verbundenen obligatorischen Sicherheitsüberprüfungen wie der Suche nach verbotenen Gegenständen, Drogenkontrolle, Zensur, ...). Viele Geschenke werden ihr daher gar nicht mehr ausgehändigt.

Viel Post erreicht auch ihren Anwalt, der Lucy dann davon berichtet um sie aufzumuntern (aber auch, um ihren psychischen Zustand für die weitere juristische Auseinandersetzung bzw. einen etwaigen Prozess stabil zu halten).



Was ihr Anwalt berichtet:


Lucys Anwalt Mark McDonald äußert sich im von @Agrimony hier verlinkten Video bzw. Interview brandaktuell im Februar 2026:
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb am 21.03.2026:Da wird der neue Anwalt von Lucy Mark McDonald interviewt.
Er spricht u.a. über die neuen Gutachten und über Lucy.
Im Gegensatz zu dem süßen Gefängnisleben, das Lucy zu haben scheint wenn man den Ausführungen der britischen Presse und von Mitgefangenen glauben schenkt, geht es Lucy in stillen Momenten gar nicht gut.

Mark McDonald äußert im Video u. a., dass Lucy viel Zeit alleine in ihrer Zelle verbringt. Sie ist verzweifelt und erwähnt oft, dass sie unschuldig ist. Sie liegt immer wieder zusammengerollt am Boden in der Embryonalstellung und fragt, warum man ihr das antut ("Why are they doing this to me?").



Kontakt zu Familie und Freunden:


Lucy scheint - abgesehen von ihrem Anwalt - nur Besuche von ihren Eltern zu bekommen.

Aber sie schreibt sich mit Maisie, einer alten Freundin. Die beiden kennen sich seit ihrer Zeit als Pflegestudentinnen an der University of Chester und waren dort „unzertrennlich“. Laut Maisie hat sie Lucy am ersten Tag der Vorlesungen kennengelernt und fand ihr Lächeln sofort beruhigend.

Maisie zitiert aus einem Brief, den sie von Lucy erhalten hat:
„Maisie, es gibt keine Worte, um meine Situation zu beschreiben, aber zu wissen, dass ich deine Freundschaft trotzdem habe, bedeutet mir so viel und ist etwas ganz Besonderes.“
„Ich habe mein eigenes Zimmer und eine eigene Toilette. Ich kann jeden Tag duschen und draußen spazieren gehen. Es ist so wichtig, nach draußen zu kommen, auch wenn es ein bisschen kalt ist. Ich vermisse Tigger und Smudge so sehr“
„Ich versuche, alles zu tun, um stark und positiv zu bleiben. Ich bin entschlossen, das durchzustehen. Ich werde nicht aufgeben.“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/tv/tv-news/lucy-letbys-unexpected-prison-life-36663524

Lucy vermisst laut Maisie ihre Katzen Tigger und Smudge, die bei ihren Eltern untergekommen sind.

Obwohl Maisie weiterhin an Lucys Unschuld glaubt räumt sie ein, dass es dennoch Zweifel gibt:
„Es gibt immer Zweifel, denn so gut man jemanden auch kennt, man kennt nie einen Menschen vollständig – es kann immer Dinge geben, die man nicht über ihn weiß. Aber solange ich keine konkreten Beweise sehe, kann ich es nicht glauben. Ich weiß, dass die Leute denken, ich unterstütze eine Babymörderin, aber sie ist meine Freundin – jetzt, grundsätzlich, für immer.“
Quelle: https://www.mirror.co.uk/tv/tv-news/lucy-letbys-unexpected-prison-life-36663524 (inkl. Bildern von Lucy und Maisie aus früheren Tagen).


Einschub: Wir erinnern uns, dass auch ihre Freundin Dawn Howe gesagt hat, sie glaube erst an Lucys Schuld, wenn diese ihr sagt, dass sie schuldig ist, siehe: Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 5).




Zum Schluss noch ein Abschnitt aus einem Artikel der Wales-online von 2023, den ich unkommentiert zitiere:
Im Oktober wurde berichtet, dass Letby hinter Gittern im HMP Bronzefield in Surrey eine Art Gefängnis-“Gang” gebildet haben soll – zusammen mit einer Mutter, die ihr Baby ermordete, und einer Frau, die ihrem Freund half, die Leiche seiner Stiefschwester zu zerteilen. Die ehemalige Krankenschwester soll enge Bindungen zu der Babyvergifterin Michelle Smith und zu Shauna Hoare aufgebaut haben, die für ihre Beteiligung am Mord an der Schülerin Becky Watts verurteilt wurde, berichtete The Mirror.

Die drei seien „unzertrennlich“ gewesen und hätten Monate damit verbracht, Annehmlichkeiten wie Sonnenbaden, Karaoke und Filmabende zu genießen. Eine Quelle sagte: „Sie waren 24 Stunden am Tag zusammen – ein bekanntes Trio und buchstäblich nie voneinander getrennt. Sie verbrachten Stunden auf der Flur-Landung, spielten Brettspiele, aßen gemeinsam und sonnten sich im Hof. Ich denke, sie kamen miteinander aus, weil sie alle an ihre eigene Unschuld glaubten.“

Smith wurde 2007 zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem sie ihrer sechs Wochen alten Tochter Amy Schmerzmittel in Erwachsenendosierung verabreicht hatte. Die skrupellose Hoare, die Anfang dieses Jahres freigelassen wurde, verbrachte acht Jahre im Gefängnis für ihre Beteiligung am Mord an der 16-jährigen Becky Watts aus Bristol im Jahr 2015. Eine weitere Quelle fügte hinzu: „Es ist gut, dass sie getrennt wurden. Sie sind die letzten Personen, die man miteinander in Verbindung sehen möchte.“
Eine Quelle behauptete zudem, Letby habe Zugang zu einem Laptop in ihrer Zelle gehabt. Sie sagten: „Sie wurde richtig vertraut mit einer der Krankenschwestern, die den Gefangenen ihre tägliche Medikation brachte. Sie unterhielten sich lange über verschiedene Medikamente – was wir sehr seltsam fanden.
Quelle: https://www.walesonline.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-luxurious-prison-life-28349999 (26. Dezember 2023)





"Quellenverzeichnis":

- https://thetab.com/2026/02/11/inside-lucy-letbys-very-tight-day-to-day-life-in-prison-as-inmates-brand-her-queen-bee (11. Februar 2026)
- https://thetab.com/2026/02/09/inmate-reveals-lucy-letby-has-three-prison-jobs-so-this-is-what-she-actually-does-behind-bars (9. Februar 2026)
- https://www.lbc.co.uk/article/dangerous-weird-and-whining-inside-lucy-letbys-life-behind-bars-5Hjcz2z_2/ (6. Februar 2026)
- https://www.mirror.co.uk/tv/tv-news/lucy-letbys-unexpected-prison-life-36663524 (4. Februar 2026)
- https://www.yahoo.com/news/articles/where-lucy-letby-now-convicted-185800417.html (3. Februar 2026)
- https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-life-jail-eerie-35984620 (29. September 2025)
- https://www.walesonline.co.uk/news/uk-news/lucy-letbys-luxurious-prison-life-28349999 (26. Dezember 2023)


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 14:22
Wenn sie sich in Protective Custody befindet, also der Schutz Status, der sie vor den anderen schützen soll, dann bedeutet das i. d. R. immer eine Einzelzelle. Weniger aufgrund von "Privilegien", sondern zum Schutz. (Auch wenn eine Einzelzelle sicherlich stressfreier ist als eine Doppel- oder Mehrfachzelle.) Wenn die im Internet gezeigten Fotos von ihrer Zelle stimmen, dann hat sie eher ein Zimmer, nicht die "typische" Isolationszelle wie man sie z. B. aus den USA kennt. (Ich weiss nicht, wie die "typische" Isolationszelle in UK aussieht.) Auch hat sie wohl keine 23/1 Schließzeiten, sondern kann länger als eine Stunde pro Tag aus ihrer Zelle raus und arbeitet ja zudem u. a. in der Bibliothek. Sie hat also nach relativ kurzer Zeit schon einige Privilegien. Also, wie gesagt, das meinte ich mit "relativ gut". Mag aber für UK nicht so außergewöhnlich sein. Und bei langer Haftzeit wird sich ihr Status dort sicherlich noch weiter verbessern. Allerdings ist ja zu hoffen --- falls sie unschuldig sein sollte --- das sie nicht mehr allzu lange im Gefängnis ist.

Den Artikel aus dem Wales-online kann ich nicht wirklich glauben. Was heisst "24 Stunden pro Tag zusammen"? Und Laptop im Gefängnis glaube ich auch nicht. Ein Tablet ja, aber ohne Internetzugang. Wahrscheinlich nur ein typischer Yellow-Press Artikel?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 15:03
@Cpt.Germanica
Da hast Du wirklich Recherche geliefert. Chapeau.
Was ich da rauslese? Sie versucht sich reinzufinden. Ein erstes Zeichen dafür, dass sie zumindest wieder einen Rhythmus gefunden hat, eine gewisse Struktur.
Dass sie parttime Freundschaften schließt, ist absolut nicht ungewöhnlich. Im Knast sind nun mal ausschließlich verurteilte Straftäter. Da ist dann auch egal, mit welchen von denen, sie eine Art Gruppe bildet.
Ich würde sagen, sie macht drinnen nichts anderes, als draußen. Fleißig, gewissenhaft, bemüht und trotzdem eckt sie an. Weil sie nicht so beliebt ist. Die besonders Fleißigen und besonders bemühten, sind selten beliebt.
Ihr soggn Staring? So etwas wie Fixierung auf das gegenüber? Ja das empfinden womöglich viele als seltsam. Das könnte daran liegen, dass sie Informationen evtl anders verarbeitet oder unsicher ist.
Die ordentliche Zelle? Sie braucht Struktur? Ordnung bietet eine gute Gelegenheit dazu.
Gewichtszunahme? Ich habe schon so viele Straftäterinnen gesehen vor der Inhaftierung u lange Zeit danach. Fast alle nehmen zu. Liegt womöglich an der Nahrung da und den eingeschränkten Möglichkeiten der ausgiebigen Bewegung. Wenn dann noch Geld verdient wird für den Shop im Knast? Diese Chips und Snacks ersetzen womöglich mal die Mahlzeiten. In einer Bibliothek nimmt man wohl auch nicht vom
Lesen und sortieren der Bücher ab. Auch nicht beim Wäschefalten oder im soggn Beauty Abteil da.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 17:01
Nochmal zu Lucys Einzelzelle:
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Wenn sie sich in Protective Custody befindet, also der Schutz Status, der sie vor den anderen schützen soll, dann bedeutet das i. d. R. immer eine Einzelzelle. Weniger aufgrund von "Privilegien", sondern zum Schutz.
Das hatte ich vielleicht etwas undeutlich formuliert:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Aber nicht nur das: Der Enhanced-Status schützt Lucy zusätzlich, weil sie so - wie gesagt - eine Einzelzelle erhält
Selbstverständlich hat sie aus Schutzgründen eine Einzelzelle, unabhängig von den anderen Privilegien.

Es wird Inhaftierte geben, die Schutz in Form einer Einzelzelle benötigen, aber aufgrund ihres Betragens nicht die maximalen Privilegien erhalten.

Ich vermute außerdem wie gesagt, dass Lucy von 2020 an durchgängig Einzelzellen hatte.

Aber schauen wir uns das im Bezug auf Lucys Aufenthalt im HMP Bronzefield genauer an (wie immer mit Quellen):

Der Mirror schreibt (ich habe es übersetzt):
Laut einer Gefängnisquelle wurde Letby direkt nach ihrer Aufnahme in die Unit Four verlegt – einen Trakt, der ausschließlich für bevorzugte Häftlinge reserviert ist.
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letby-enhanced-prisoner-status-35461269

Sie war also von Anfang an im Houseblock 4 von Bronzefield, wo die VPU (Vulnerable Prisoner Unit, die Abteilung für schutzbedürftige Gefangene) untergebracht ist. Vermutlich gibt es dort nur Einzelzellen, alles andere würde eine VPU auch konterkarieren.
Obwohl Lucy Letby wegen des Mordes an sieben Babys und des versuchten Mordes an sieben weiteren im Countess of Chester Hospital mehrere lebenslange Haftstrafen verbüßt, wurde sie nur wenige Tage nach ihrer Ankunft im Gefängnis HMP Bronzefield in Surrey im Schnellverfahren in den sogenannten „Enhanced Prisoner Status“ (bevorzugter Gefangenenstatus) erhoben.
Quelle: https://thetab.com/2026/02/16/heres-why-lucy-letby-got-enhanced-prisoner-status-and-what-privileges-come-with-it.

Also schon nach „wenigen Tagen“ (wie viele das auch immer konkret gewesen sein mögen) wurde sie bevorzugte Gefangene (Enhanced Status) mit den damit verbundenen Privilegien, die über eine Einzelzelle hinaus gehen.

@redsherlock hat also vollkommen recht: Es sind zwei Paar Stiefel!

Die VPU geht nicht automatisch mit dem Enhanced Prisoner Status einher, auch wenn Presseberichte das manchmal suggerieren.

Der Aufenthalt dort dürfte aber trotzdem angenehmer sein als in den anderen Blöcken, selbst mit nur "basic" oder "standard status".
Ihre Situation ist ungewöhnlich. Lucy Letby ist eine von nur vier weiblichen Gefangenen im Vereinigten Königreich, die eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Entlassung („whole life order“) verbüßen. Auch wenn es von außen wie eine komfortable Einrichtung wirken mag, ist die Spezialeinheit für bevorzugte Häftlinge darauf ausgelegt, sicherzustellen, dass sie ihre Strafe in einer kontrollierten und sicheren Umgebung überlebt.
Quelle: Wie oben.

Ihre Einzelzelle ist also "safe", unabhängig von "enhanced".

Der ganze Artikel findet sich hier: https://thetab.com/2026/02/16/heres-why-lucy-letby-got-enhanced-prisoner-status-and-what-privileges-come-with-it

Der Mirror-Artikel hier: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letby-enhanced-prisoner-status-35461269 (mit weiteren interessanten Infos zu ihrem Basis-Taschengeld - 33 Pfund - und den Preisen für Schokoriegel und Softdrinks, die sich in den aufgeführten Beispielen zwischen 59 und 80 Pence bewegen; kein Wunder also, dass sie sich mit ihren insgesamt knapp 53 Euro wöchentlich "mästen" kann).


Weiter mit Lucys Einzelzelle:
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Wenn die im Internet gezeigten Fotos von ihrer Zelle stimmen
Das lässt sich recherchieren:

Aber es gibt tatsächlich nur Beispielbilder jedoch keines ihrer konkreten Zellen, egal welchen Gefängnisses, in dem sie war.

Aufnahmen aus englischen Gefängnissen sind auch streng verboten, wir werden also wohl nie Lucys echte Zelle sehen.

nnOriginal anzeigen (1,5 MB)
Quelle: https://www.herefordtimes.com/news/23744984.hereford-born-killer-lucy-letby-can-expect-low-newton-prison/

Nochmal an alle damit jetzt keine Diskussionen über Lucys vermeintliche Zelle entstehen:

Das sind nur Beispielbilder aus dem HMP Low Newton, in dem Lucy nach ihrem ersten Prozess untergebracht wurde:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:- August 2023 bis April 2024: HMP Low Newton (Durham), erste Verlegung nach Verurteilung, Hochsicherheitsgefängnis für Langzeithäftlinge (wie z. B. Rose West).
Die Hereford Times und andere Medien berichteten im August 2023 nach dem Prozessende darüber und wollten den Lesern einen Eindruck vermitteln, wie Lucy in Low Newton leben wird:
HMP Low Newton in County Durham could soon be home for the 33-year-old former nurse Lucy Letby after she was sentenced for murdering several neonatal unit babies in 2015 and 2016.
Quelle: https://www.herefordtimes.com/news/23744984.hereford-born-killer-lucy-letby-can-expect-low-newton-prison/

Auch andere Zeitungen brachten diese Aufnahmen, z. B. die Irish Sun und der Guardian, stets mit dem Hinweis, dass es nur Musterbilder sind:

Quellen:
- https://www.thesun.ie/news/11217337/inside-low-newton-prison-lucy-letby-caged-life/
- https://www.theguardian.com/uk-news/2023/aug/21/inside-low-newton-the-high-security-prison-that-is-housing-lucy-letby


Weiter mit Lucys Zeit im HMP Low Newton:
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Den Artikel aus dem Wales-online kann ich nicht wirklich glauben. Was heisst "24 Stunden pro Tag zusammen"? Und Laptop im Gefängnis glaube ich auch nicht. Ein Tablet ja, aber ohne Internetzugang. Wahrscheinlich nur ein typischer Yellow-Press Artikel?
24 Stunden darf man sicher nicht wörtlich nehmen; damit soll wohl gesagt werden, dass sie jede freie Minute miteinander verbrachten.

Laptop hin oder her, der Artikel wirkt auch auf mich sehr "yellow", passt aber in den Kontext ihres "Knastlebens", auch wenn er nicht zu der Lucys passt, die ich glaube "zu kennen" (introvertiert usw.).


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 17:18
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Dass sie parttime Freundschaften schließt, ist absolut nicht ungewöhnlich. Im Knast sind nun mal ausschließlich verurteilte Straftäter. Da ist dann auch egal, mit welchen von denen, sie eine Art Gruppe bildet.
Ich würde sagen, sie macht drinnen nichts anderes, als draußen. Fleißig, gewissenhaft, bemüht und trotzdem eckt sie an. Weil sie nicht so beliebt ist. Die besonders Fleißigen und besonders bemühten, sind selten beliebt.
Ihr soggn Staring? So etwas wie Fixierung auf das gegenüber? Ja das empfinden womöglich viele als seltsam. Das könnte daran liegen, dass sie Informationen evtl anders verarbeitet oder unsicher ist.
Die ordentliche Zelle? Sie braucht Struktur? Ordnung bietet eine gute Gelegenheit dazu.
Gewichtszunahme? Ich habe schon so viele Straftäterinnen gesehen vor der Inhaftierung u lange Zeit danach. Fast alle nehmen zu. Liegt womöglich an der Nahrung da und den eingeschränkten Möglichkeiten der ausgiebigen Bewegung. Wenn dann noch Geld verdient wird für den Shop im Knast? Diese Chips und Snacks ersetzen womöglich mal die Mahlzeiten. In einer Bibliothek nimmt man wohl auch nicht vom
Lesen und sortieren der Bücher ab. Auch nicht beim Wäschefalten oder im soggn Beauty Abteil da.
Ich stimme da allem zu. Wie soll man im "Knast" auch leben? Es läuft darauf hinaus wie Du es mal wieder trefflich beschreibst.

Wegen dem "anstarren": Vielleicht ist es (auch) Unsicherheit, sie fühlt sich schnell durch die Blicke anderer angegriffen, herabgesetzt, vernichtet?

Andererseits hat sie auch im Krankenhaus Eltern in deren verletzlichsten Momenten angestarrt. Ja, vielleicht eine Art von "visueller Fixierung" (meintest Du das?), die auftritt sobald sie jemanden interessiert anschaut, in den besagten Fällen der Eltern vielleicht sogar besorgt und mitfühlend, aber "nerdy" wie sie zu sein scheint kommt das vollkommen falsch rüber? Ich kenne sowas tatsächlich, manche Menschen haben so einen durchdringenden, stechenden, "bösen", alles in allem unangenehmen Blick der Unbehagen auslöst, allerdings ohne es so zu meinen oder auch nur zu ahnen, wie es auf andere wirkt (man muss sie dazu aber etwas näher kennen, um das zu begreifen). Wenn Lucy klug gewesen wäre hätte sie die Eltern in diesen Momenten gar nicht groß angesehen, in den Momenten tiefster Trauer, in denen jeder Mensch für sich sein mag, selbst wenn er nicht alleine im Raum ist doch soweit wie nur irgend möglich für sich. Da mag man nicht angesehen geschweige denn "begafft" werden.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 17:22
P.S.:

Wieder ein Lapsus ...
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Der Mirror-Artikel hier: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/lucy-letby-enhanced-prisoner-status-35461269 (mit weiteren interessanten Infos zu ihrem Basis-Taschengeld - 33 Pfund - und den Preisen für Schokoriegel und Softdrinks, die sich in den aufgeführten Beispielen zwischen 59 und 80 Pence bewegen; kein Wunder also, dass sie sich mit ihren insgesamt knapp 53 Euro wöchentlich "mästen" kann).
... es muss natürlich 53 Pfund heißen, nicht Euro (Taschengeld + Entlohnung i. H. v. knapp 20 Pfund).


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 18:10
@Cpt.Germanica
Für die Insassen ist es wohl immer eine Art Status, über Einkünfte zu verfügen. Damit lässt sich einiges regeln. Viele bekommen auch Zuwendungen von außen. Manche haben auch sehr spezielle Brieffreunde, du verstehst …? Die zahlen dafür, dass ihnen die Insassin was von Liebe erzählt, sobald sie jemals rauskommt. Lucy würde ich eher nicht in so einer Ecke verorten, sie arbeitet lieber.
Das mit dem Staring? Das könnte wirklich so ein Tick von ihr sein. Sie sieht oder hört und die Verarbeitung der Infos dauert länger. Wobei man wiederum sagen muss, ihre Arbeit als nurse damals, da war sie immer zur Stelle und hatte dementsprechend schnelle Reaktionen, auf Notsituationen. Hätte man bei Lucy L zb eine Form von Autismus / Spektrum diagnostiziert, dann könnte man das Staring evtl sehr gut erklären, weil es uA eben bei der Diagnose vorkommt.
Ich würde wirklich gern mal wissen, ob Lucy L vor dem Prozess eine psychologische Evaluierung bekommen hat.
Auf mich wirkt sie so insgesamt, so einsam oder traurig, nach all den Beschreibungen. Irgendwie so verloren. Es heißt in ihrem alten Leben wäre sie auch gerne gesellig gewesen. War das wirklich so?

Also ich muss ja sagen, für mich persönlich, nach all den Informationen bisher zu ihrem Verhaltensmustern im alten Leben, ihren beschriebenen Eigenschaften, dem alten Umfeld, uva mehr, ich kann sie echt in nichts einordnen. Da passt irgendwie nichts so richtig zusammen, wenn man bedenkt, wessen sie verurteilt wurde. Ich habe noch keinen einzigen forensischen oder klinischen Psychologen gefunden, auch keinen Kriminologen oder Verhaltensexperten, der Lucy L in irgendeine Schublade packen konnte. Zumindest nicht in eine Schublade der ca 40 männlichen u weiblichen Serienkiller in der Health care, der letzten Jahrzehnte weltweit. Sie entspricht keinem der Muster die bekannt sind. Das einzige was ich zumindest gelernt habe, dass männliche Nurses, immer ausschließlich ältere Menschen töten und Frauen vorwiegend Kinder. Zumindest was den Bereich Gesundheit und Pflege betrifft.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 18:26
Kann Lucy Letby wirklich Pakete von außen bekommen? Weil mich das wundern würde, denn in den USA ist das steng untersagt. Da kann man nicht einmal ein Foto schicken (die würde gescannt und ausgedruckt). Bücher nur (z. B.) direkt von amazon.com. Aber vielleicht wird das in UK wirklich großzügiger gehandhabt?

Einkünfte? Ich denke es ist klar auch eine Frage, ob man Unterstützung von außen, durch Freunde und Verwandte hat, die einen etwas auf das Inmate-Konto überweisen. Stundenlöhne durch Arbeit sind sehr gering. Auch hier kenne ich es nur wieder aus den USA, Stundenlohn 25 Cent oder max. ca. 50 oder 60 Cent bei "besseren" Jobs, aber Produkte im Commissary sind teuer. Und Anrufe, u.s.w. kosten natürlich ebenfalls Geld. Eine eMessage z. B. 25 Cent. (1 Stunde Arbeit.! Ich erwähne das nur, weil mich interessieren würde, ob die Verhältnisse in UK ähnlich wie in den USA sind, oder für die Inmates dort dann doch noch ein bisschen besser. Vielleicht kann uns ein Experte mehr über das UK-Prison-System erzählen.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 18:52
@redsherlock
Es ist bekannt, dass Lucy L, da „ draußen“ wohl eine ungeahnte Menge an Menschen hat, die ihr was zukommen lassen wollen. Es gibt Berichte dazu, dass die Haftanstalt regelrecht überschwemmt wurde von Briefen über irgendwelchen Disney Stuff, Spielzeug, Home Made CD‘s , Playlisten mit Lieblingsmusik ihrer Fans. Die Verwaltung der Haftanstalt konnte das nicht mehr bewältigen. Die Fans pilgern sogar zu ihrem ehemaligen Haus usw usw.
Eine Haftanstalt ist ja kein Fanclub, der Pakete und Fanpost verwaltet. Bei Lucy.L wurde und musste das eingedämmt werden.,
Man kann allerdings Geld schicken oder zb Zeitungen usw für sie ordern.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 19:59
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Kann Lucy Letby wirklich Pakete von außen bekommen? Weil mich das wundern würde, denn in den USA ist das steng untersagt. Da kann man nicht einmal ein Foto schicken (die würde gescannt und ausgedruckt). Bücher nur (z. B.) direkt von amazon.com. Aber vielleicht wird das in UK wirklich großzügiger gehandhabt?
@redsherlock:

@calligraphie hat recht, die SUN hat u.a. darüber berichtet.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Es gibt Berichte dazu, dass die Haftanstalt regelrecht überschwemmt wurde von Briefen über irgendwelchen Disney Stuff, Spielzeug, Home Made CD‘s , Playlisten mit Lieblingsmusik ihrer Fans. Die Verwaltung der Haftanstalt konnte das nicht mehr bewältigen.
Oder um mit anderen Quellen zu sprechen:
And now it has been revealed that the "mountain of post" that Letby's supporters send includes everything from Disney plaques to homemade CDs, as well as "gushing" letters and even personalised playlists. But the onslaught of post has allegedly forced prison officers at the notorious HMP Bronzefield to "ban" Letby from receiving any more fan mail.
Quelle: https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/i-send-lucy-letby-christmas-36216782


Im Übrigen sauge ich mir sowas nicht aus den Fingern.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 21:08
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich würde wirklich gern mal wissen, ob Lucy L vor dem Prozess eine psychologische Evaluierung bekommen hat.
Auf mich wirkt sie so insgesamt, so einsam oder traurig, nach all den Beschreibungen. Irgendwie so verloren. Es heißt in ihrem alten Leben wäre sie auch gerne gesellig gewesen. War das wirklich so?
Du meinst jetzt bereits vor den behaupteten Taten?

Einsam, traurig, verloren ... ja, ich finde das passt, aber irgendwie sogar schon auf ihre "alte Zeit" (im Polizeiverhör dann sowieso, naheliegenderweise).
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Also ich muss ja sagen, für mich persönlich, nach all den Informationen bisher zu ihrem Verhaltensmustern im alten Leben, ihren beschriebenen Eigenschaften, dem alten Umfeld, uva mehr, ich kann sie echt in nichts einordnen. Da passt irgendwie nichts so richtig zusammen, wenn man bedenkt, wessen sie verurteilt wurde. Ich habe noch keinen einzigen forensischen oder klinischen Psychologen gefunden, auch keinen Kriminologen oder Verhaltensexperten, der Lucy L in irgendeine Schublade packen konnte. Zumindest nicht in eine Schublade der ca 40 männlichen u weiblichen Serienkiller in der Health care, der letzten Jahrzehnte weltweit. Sie entspricht keinem der Muster die bekannt sind. Das einzige was ich zumindest gelernt habe, dass männliche Nurses, immer ausschließlich ältere Menschen töten und Frauen vorwiegend Kinder. Zumindest was den Bereich Gesundheit und Pflege betrifft.
Bislang habe ich auch eher solche Stimmen gehört, die darauf hinweisen, dass sie nicht in das gängige Muster einer Serienmörderin passt – oder sagen wir besser: zu wenig passt.

Ein für meine Begriffe höchst interessanter Artikel des Guardian vom 24. August 2024, also kurz nach Prozessende, zeigt das "Für und Wider".

Es ist ein Gastbeitrag von Dr. Marissa Harrison, Professorin für Psychologie an der Pennsylvania State University (USA) und Autorin von „Just as Deadly: The Psychology of Female Serial Killers“. Zudem ist sie Mitglied im Netzwerk der „Atypical Homicide Research Group“ (Forschungsgruppe für atypische Tötungsdelikte).
Was Lucy Letby an unlikely serial killer? To most people, yes – but not psychologists
Quelle: https://www.theguardian.com/commentisfree/2023/aug/24/lucy-letby-serial-killer-forensic-psychologist-murderer

Deutsch:
War Lucy Letby eine untypische Serienmörderin? Für die meisten Menschen ja – aber nicht für Psychologen
Weiter:
Während Serienmorde selten sind, erscheinen die Verbrechen und Opfer von Letby denjenigen von uns, die auf dem Gebiet der Serienmordforschung tätig sind, weniger überraschend. In vielerlei Hinsicht entspricht Letby dem Profil der „typischen“ weiblichen Serienmörderin (WSM), das mein Team und ich 2015 für das Journal of Forensic Psychiatry & Psychology erstellt haben. Durch die Analyse von Fällen in den USA fanden wir heraus, dass fast 40 % der weiblichen Serienmörder Krankenschwestern, Pflegehelfer oder anderes Personal im Gesundheitswesen sind.
Unsere Analyse ergab, dass eine WSM wahrscheinlich weiß ist, vermutlich christlich, durchschnittlich aussehend oder attraktiv und zum Zeitpunkt des Beginns ihrer Taten in ihren 20ern oder 30ern steht. Es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass sie im Gesundheitswesen arbeitet und oft mit der Pflege von hilflosen Personen betraut ist. Menschen aus ihrem Umfeld sind gefährdet, insbesondere schutzbedürftige Personen wie Säuglinge und Kranke. Sie mordet möglicherweise aus Gier nach Geld oder Macht. Sie kann überheblich oder zeitweise zurückgezogen sein und hat möglicherweise vor Kurzem Beziehungsprobleme erlebt.
Fairerweise muss man auch sagen, dass Letby einige Kriterien unseres Profils nicht erfüllte. Die meisten weiblichen Serienmörder (WSM) waren verheiratet; Letby war es nie. Die meisten WSM bewahren keine Souvenirs ihrer Verbrechen auf; Letby behielt Taschen voller Patientenakten und ein Tagebuch mit den Initialen der Opfer und deren Todesdaten. In unserer Analyse fanden wir in etwa 40 % der WSM-Fälle eine dokumentierte Vorgeschichte psychischer Erkrankungen. Bisher habe ich keine Berichte gesehen, dass Letby eine solche Vorgeschichte hat. Viele WSM hatten Probleme mit ihren Eltern. Nach meinem Kenntnisstand waren Letbys Eltern so unterstützend, dass sie jeden Tag an ihrem Prozess teilnahmen. Dennoch ist das Profil ein Ausgangspunkt dafür, nach wem und wonach man suchen muss, wenn ein Serienmord vermutet wird.
Über Letby sagte Kriminalhauptkommissarin Nicola Evans: „An ihr als Person ist nichts Herausragendes oder Empörendes.“ Dies erinnert an den Fall Mays in West Virginia (USA), als Bezirksrichter Thomas Kleeh, der Mays wegen des Mordes an sieben älteren Veteranen unter ihrer Krankenhauspflege zu lebenslanger Haft verurteilte, zu ihr sagte: „Sie sind das Monster, das niemand kommen sieht.“
Wir müssen darauf vorbereitet sein, zu erkennen, dass das Monster manchmal eine ganz gewöhnliche Krankenschwester ist, die Tanzstunden nahm, für einen Klinikarzt schwärmte und Teddybären, Lichterketten und einen gepunkteten Morgenmantel in ihrem Schlafzimmer hatte; eine ansonsten gewöhnliche Frau, die Salsa-Kurse besuchte und mit Freunden Urlaub auf Ibiza machte – und dennoch Leben auf außergewöhnlichste Weise zerstörte.
Der vollständige Artikel im englischen Original findet sich hier: https://www.theguardian.com/commentisfree/2023/aug/24/lucy-letby-serial-killer-forensic-psychologist-murderer


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

28.03.2026 um 23:57
Ich verstehe das Verhalten der Krankenhausleitung nicht, ob sie es nun war oder nicht. Mit gutem Zeugnis ziehen lassen, einen Neuanfang in einer anderen Klinik erlauben. Das hätte ihr eine Warnung sein können, wenn sie es tat. So eine Chance auch gegeben, es zu lassen, weil sie sonst wieder gekündigt wird oder ims Gefämgnis muss. Umd das Leid des Mobbings gelindert, falls sie doch umschuldig war.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

29.03.2026 um 00:18
@Joeijj
Das hat es übrigens schon gegeben, dass ein Krankenhaus ( in einem ähnlich gelagerten Fall) , eine Mitarbeiterin, die man schon irgendwie unter Verdacht hatte, einfach gekündigt hat plus noch Beurteilung. Ich suche das mal irgendwann raus. Es ist einfacher, wirbelt im eigenen Haus keinen Staub auf und man ist „das Problem“ los.
So ständige mysteriöse Tode in einer Abteilung, wenn die Öffentlichkeit davon Wind bekommt, das bringt das ganze Klinikum unter Verdacht. Man müsste evtl rückwirkend jeden „ auffälligen“ Todesfall der letzten Jahre aufrollen. Stell dir Patientenangehörige vo.

Man delegiert lieber das Problem ( die verdächtige Angestellte) mit einem schönen Arbeitszeugnis an fas nächste Krankenhaus. Nach uns die Sintflut.
Ich weiß nicht, ob so etwas heute noch möglich wäre, oder ob es eine Informationspflicht von Arbeitgeber zu Arbeitgeber gibt?
Wie gesagt, ich suche den Fall mal raus.
Übrigens eine ideale Methode, auch für Täter im Gesundheitswesen. Immer wenn es brenzlich wird, kündigen und dann am besten in einen anderen Bundesstaat, bzw andere Region.


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