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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

163 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: England, Krankenschwester, Lucy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 05:58
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Auf dem Tisch lag damals eigentlich schon alles.
Ob die Falschaussage eines Arztes, falsche Zeitangaben über Lucys Anwesenheit, oder das Verschweigen von den Zuständen auf der Station ausreichend und als was "Neues" angesehen werden, würde ich bezweiflen.es müss...
Wenn es tatsächlich "Falschaussagen" gegeben hat, könnte das ein Wiederaufnahmegrund sein, aber es müssten dann schon bewusste Falschaussagen gegen besseres Wissen sein.
Wäre es denn eine Möglichkeit, wenn die damaligen Gutachter zugeben würden, dass sie sich geirrt haben?
Auch hier käme es auf Details an. Aber es wäre sicherlich hilfreich.

Man muss im Prinzip zeigen, dass die damalige Jury auf grund dieser Fehler nicht anders konnte, als "falsch" zu entscheiden. Das zu beweisen ist gar nicht so einfach.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 06:13
Ich will mal ein einfaches Beispiel geben:

Toni wurde verurteilt, weil er am 1. Januar 1978 den Ottokar gegen 23 Uhr mit einem Masskrug erschlagen haben soll. Damals sagte der Gerichtsmediziner, Ottokar sei gegen 23 Uhr verstorben.

Heute, viel später gibt es:
1. Eine Technologie, die sehr eindeutig zeigen kann, dass die damaligen Spuren am Schädel zeigen, dass Ottokar bereits seit mehr als 24 Stunden tot gewesen sein muss, als Toni in sein Haus eindrang. Der Masskrug könnte auch Ottokar gehört haben, als dieser einfach besoffen die Treppe hinunterfiel.

Und

2. Der damalige Gerichtsmediziner heute sagt, ja ihm kam das damals schon komisch vor, aber er habe seine Zweifel nicht geäussert, weil man damals ja noch nicht genauer den Todeszeitpunkt nachweisen konnte

Wenn 1 und zwei zutreffen:
Hier dürfte wohl einem Wiederaufnahmeantrag stattgegeben werden und der Toni am Ende freigesprochen werden.

Wenn nur 1 zutrifft: wohl auch

Wenn nur 2 zutrifft: dann vermutlich nicht, denn nur wenn dem Gerichtsmediziner das heute komisch vorkommt und er sich heute nicht mehr so eindeutig festlegen würde, ist das kein Beweis, dass Ottokar nicht von Toni ermordet sein konnte.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 08:05
@Agrimony
Wie warscheinlich dürfte es sein, dass ein Gutachter zugibt, er hätte ( sagen wir mal vor 5-6 Jahren) einen groben Fehler gemacht hat, welcher evtl zu dem Urteil beigetragen hat. Man stelle sich vor der Mann/ Er Sie Es, arbeitet noch aktiv als Gutachter. Der Mann würde sich doch seinen Ruf oder Karriere ruinieren. Als Ruheständler wäre so etwas denkbar, aber nicht, wenn er noch als anerkannter Gutachter aktiv ist.

Ich erinnere mich an kaum einen Fall, wo so etwas passiert wäre. Es gab mal einen Experten für Biss Spuren, ein Zahnarzt, der in Fällen mit Bißspuren rauf und runter in Gerichtssälen zu sehen war. Der hat Leute für Jahre hinter Gitter gebracht, mit seinem Hokuspokus.
Später wurden seine Fälle neu aufgerollt und er degradiert. Aber selbst dieser dentist Superexperte, hat niemals zugegeben, seine Expertisen wären grob fehlerhaft.

@Rick_Blaine
Zum ersten Kaffee am Morgen, gleich wieder was gelernt.
King Charles hat die Power ein Pardon zu geben? Spannend. Ich musste gleich mal ein wenig recherchieren. Es gab in den letzten 200 Jahren nur 50 Fälle, wo der Monarch tatsächlich sein Privileg angewendet hat. Heutzutage, so heißt es, wäre das nicht mehr so einfach möglich, er müsste sich die Zustimmung vom Prime Minister ggf des cabinets einholen. Er hat zwar das Privileg, aber aufgrund der Monarchie Form, kann er sowas nicht ohne die Zustimmung der Volksvertreter machen.
Anders als Trump und seine Vorgänger zb. Deren Machtbefugnisse sind da schon umfangreicher, zumindest was Federal cases betrifft. Korrigier mich bitte unbedingt, wenn ich falsch liege.

Ist es richtig zu sagen, selbst wenn der König ein Pardon gewähren würde, das würde nichts am rechtskräftigen Urteil ändern. Sie würde weiterhin, als rechtmäßig verurteilte Mörderin gelten.
Mehr will ich nicht abschweifen. Nur so viel, wie schätzt Du das kommende Up Hill Battle für die Verteidigung ein. Das ist eine enorme Kraftanstrengung mit ungewissem oder vagen Ausgang. Meinst Du, der akt Verteidiger arbeitet pro Bono? So viele Jahre, so ein Aufwand.
Danke wie immer für Deine fachliche Einschätzung.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 08:47
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Heutzutage, so heißt es, wäre das nicht mehr so einfach möglich, er müsste sich die Zustimmung vom Prime Minister ggf des cabinets einholen. Er hat zwar das Privileg, aber aufgrund der Monarchie Form, kann er sowas nicht ohne die Zustimmung der Volksvertreter machen.
Anders als Trump und seine Vorgänger zb. Deren Machtbefugnisse sind da schon umfangreicher, zumindest was Federal cases betrifft. Korrigier mich bitte unbedingt, wenn ich falsch liege.
Tatsächlich hat ein britischer Monarch so gut wie nichts zu sagen. Man schaue sich nur die hervorragende, vielleicht beste Satire Serie auf you tube an, "yes prime minister," und man lernt, dass nicht einmal der Premierminister etwas zu sagen hat. Im Ernst, ja, es bräuchte eine immense "moralische" Durchsetzungskraft, wenn ein Monarch gegen den Rat der Regierung handeln wollte. Allerdings könnte die Regierung feststellen, dass der Monarch ja Recht hat.... usw. In den USA ist das weitaus leichter.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ist es richtig zu sagen, selbst wenn der König ein Pardon gewähren würde, das würde nichts am rechtskräftigen Urteil ändern. Sie würde weiterhin, als rechtmäßig verurteilte Mörderin gelten.
Im Prinzip richtig. Ein "pardon" bedeutet nicht, dass das zugrundeliegende Urteil falsch war, jedenfalls nicht solange man es nicht sagt. Allerdings hebt das pardon das Urteil formell auf, so dass es keine juristische Wirkung mehr hat. Oder in anderen Worten: man kann, wenn man will, sagen, das Gericht hat nichts falsch gemacht, obwohl es vollkommenen Quatsch geliefert hat. Man kann aber auch anders, wie gesagt, es kommt immer darauf an, welche message man politisch senden will. Politics is fun, isn't it? Wenn der Monarch, oder heute die Regierung, die message senden will, dass diese verkalkten Richter längst im Ruhestand sein sollten und eigentlich nie auf die Richterbank gehörten, kann man das auch. Es muss ja wenigstens noch ein wenig was vom Vorrecht eines Königs übrig bleiben, das mal bedeutete, dass ein König machen kann, was er will. Der römische Kaiser Caligula hat mal sein Pferd zum Senator ernannt. "Just because I can," würde man heute sagen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Mehr will ich nicht abschweifen. Nur so viel, wie schätzt Du das kommende Up Hill Battle für die Verteidigung ein. Das ist eine enorme Kraftanstrengung mit ungewissem oder vagen Ausgang. Meinst Du, der akt Verteidiger arbeitet pro Bono? So viele Jahre, so ein Aufwand.
Danke wie immer für Deine fachliche Einschätzung.
Ich kenne die Einzelheiten dieses Falles nicht, so dass ich nichts zu der Wahrscheinlichkeit des Ausgangs sagen kann. Aber es gibt durchaus viele gute Anwälte, die so etwas tatsächlich pro bono machen, weil es sie einfach wurmt, dass da Unrecht geschehen ist. Mein letztes WAV, das ich betrieben habe, habe ich auch pro bono gemacht. Man muss es sich freilich leisten können, viel Arbeit da hineinzustecken, ohne bezahlt zu werden. Bei anderen Fällen stecken Geldgeber/Spender dahinter, so dass es nicht pro bono ist, aber zumeist zumindest low bono. Das bedeutet, man bekommt weitaus weniger, als die üblichen Honorare. In wenigen Fällen sind die Betroffenen reich genug, um voll bezahlen zu können.

Und nein, auch wenn das immer wieder behauptet wird, ein Anwalt verbucht das nicht unter Werbungskosten. Wir müssen zwar auch für Werbung bezahlen, aber die Kosten eines solchen Unternehmens sind allein unter diesem Aspekt viel zu hoch.

In meinen Fällen war es so, im ersten erfolgreichen WAV gehörte ich zu einer Kanzlei, welche die Kosten getragen hat, weil sie es sich leisten konnte. Im zweiten Fall haben nicht nur Kleinspender einiges bezahlt, sondern vor allem eine Organisation, das innocence project, dahinter stand, die die immensen Gutachterkosten etc. bezahlt hat, auch wieder aus Spenden. Denn was leider nur wenige wissen: die Anwälte machen so etwas oft pro bono, aber die Gutachten, die man braucht, müssen nahezu immer bezahlt werden. Und ein guter Gutachter verlangt meiner Erfahrung nach immer weit mehr, rechnet man es auf einen Stundenlohn herunter, als der Anwalt bekommt.

Auch hier will ich nicht schlecht über Gutachter sprechen, aber in einem Beispielfall, den ich letztens hatte, hat meine gesamte Verteidigung ca. $ 10,000 gekostet und dauerte Monate, während die Gutachterin $ 13,000 verlangte, obwohl sie als Universitätsprofessorin natürlich nebenher ihr normales Gehalt verdiente :D


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 09:05
@Rick_Blaine
Danke wirklich, solche Einblicke sind so interessant. Wenn man als Laie davon erfährt, betrachtet man manche Fälle gleich ganz anders.
Was diesen Fall hier betrifft, Der Anwalt nutzt warscheinlich die Gunst der Stunde ( dank Netflix & Co). Der Fall ist wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gespült worden. Das dürfte hilfreich sein. Aber wie gesagt, angesichts der Hürden, die noch vor ihm und Lucy L liegen, da würde ich meinen Optimismus doch dämpfen, bzgl der Zukunft von Lucy L.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 13:46
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb am 17.03.2026:Hatte Lucy eventuell eine größere Anzahl an Mehrlingen zu betreuen, als Kollginnen?
Gab es früher, in einem vergleichbaren Zeitraum, auch viele Mehrlinge auf der Station?
Dazu fand ich bisher keine Angaben.
Indirekt ja, weil als erfahrene Nurse musste sie den anderen über die Schulter schauen.

Das wird jedenfalls immer wieder so berichtet, stammt also nicht von mir (klingt für mich aber plausibel).
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Meinst Du, der akt Verteidiger arbeitet pro Bono? So viele Jahre, so ein Aufwand.
@calligraphie:

Mark McDonald bekommt kein Honorar:

Youtube: Mark McDonald bei Jeremy Kyle – Lucy Letby, die Staatsanwaltschaft und die Eltern
Mark McDonald bei Jeremy Kyle – Lucy Letby, die Staatsanwaltschaft und die Eltern
Externer Inhalt
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Siehe Minute 5:50.


Gleiches gilt für die 26 Experten, die er um sich geschart hat (und wozu auch Dr. Shoo Lee gehört):

Youtube: Meet the Speaker - Mark McDonald updates on the Lucy Letby appeal
Meet the Speaker - Mark McDonald updates on the Lucy Letby appeal
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.

Siehe Minute 2:55.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 14:33
@Cpt.Germanica
Ich hatte es mir schon gedacht.Wovon hätte Lucy L, so eine Verteidigung oder die Gutachter/ Experten bezahlen sollen.
Ich weiß nicht mal, ob in UK ein Richter entscheiden könnte, dass jegliche zukünftige Einkünfte (aus Buch und Filmrechten zb.) an Opferangehörige fließen müssen.

Mich würde echt mal interessieren, ob solche Netflix Produktionen ( nicht nur zu dem Fall) in Coop mit zb den Beteiligten erstellt werden, oder ob irgendeine Vergütung an die Personen geht, die in solchen Dokus Interviews geben.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 15:05
@calligraphie:

Zu Netflix kann ich nichts sagen.


Aber was man immer wieder liest ist, ...
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich hatte es mir schon gedacht.Wovon hätte Lucy L, so eine Verteidigung oder die Gutachter/ Experten bezahlen sollen.
... dass Lucys Haus 2019 verkauft wurde (es dürfte aber noch nicht schuldenfrei gewesen sein und ohne Einkommen wird es dann eben schwierig mit den Raten), siehe
https://www.mirror.co.uk/news/uk-news/inside-lucy-letbys-200k-ordinary-32623679, und ...

... dass sie eine staatliche Prozesskostenhilfe "legal aid" in Höhe von fast einer Million Pfund erhalten hat, um ihre Anwaltskosten zu bezahlen:
Representatives for the serial killer received at least £980,133.92 in legal aid, the Ministry of Justice confirmed in response to a Freedom of Information request. A total of £975,889.24 was provided to her solicitor and barrister at Manchester Crown Court. Her solicitor at the Police Station received another £4,244.68. 
Quelle:
https://www.dailymail.co.uk/news/article-12483479/amp/Lucy-Letbys-legal-aid-cost.html


Was es mit "legal aid" auf sich hat kann @Rick_Blaine sicher besser erklären.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 15:36
@Cpt.Germanica
Ich könnte mir vorstellen, dass der Staat sozusagen Steuergelder bereitstellen muss, um einem Angeklagten zu gewährleisten, dass er adäquat verteidigt werden kann. Die meisten Angeklagten dürften nicht selbst in der Lage sein, sich einen Anwalt für solche Prozesse zu leisten. Ich denke sogar, die Summe, die Lucy L dafür bewilligt wurde, ist in manchen Fällen nicht mal ausreichend.
Ich glaube sogar, dass es auch beim ersten Appeal noch mal public funding Mittel gibt.
Allerdings, ( das könnte evtl @Rick_Blaine morgen früh😂 erklären) wenn der Richter der Angeklagten einen Public Verteidiger beiordnet, dann können zusätzlich noch Anwälte ins Team genommen werden. Die Finanzierung zusätzlicher Mittel aus öffentlicher Hand, müssen wohl beantragt werden.
Der jetzige Anwalt speist die evtl Kosten evtl auch durch Unterstützer oder innocent Projekte. Es fallen ja zusätzlich so viele versteckte Kosten an, wenn man den Weg geht, den der Verteidiger gerade geht.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 20:02
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Wie warscheinlich dürfte es sein, dass ein Gutachter zugibt, er hätte ( sagen wir mal vor 5-6 Jahren) einen groben Fehler gemacht hat, welcher evtl zu dem Urteil beigetragen hat. Man stelle sich vor der Mann/ Er Sie Es, arbeitet noch aktiv als Gutachter. Der Mann würde sich doch seinen Ruf oder Karriere ruinieren. Als Ruheständler wäre so etwas denkbar, aber nicht, wenn er noch als anerkannter Gutachter aktiv ist.
Dr. Evans ist zumindest als Kinderarzt pensioniert, ob es überhaupt einen "Ruhestand" für die Tätigkeit als Gutachter gibt, wage ich zu bezweifeln.
Er bezog sich damals auf eine Studie von Dr. Lee und da Dr. Lee selbst dem Gutachten von Dr. Evans widersprach, könnte es schon sein, dass Dr. Evans das zugibt, das falsch bewertet zu haben.

@Cpt.Germanica hat das auf Seite 1 schon super aufgelistet, was alles am Prozess falsch lief, unter anderem auch die Aussagen der Gutachter.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 15.03.2026:Die Experten widersprechen der These, Letby habe Luft in die Blutbahnen injiziert. Dr. Lee wirft der Anklage (insbesondere dem Gutachter Dr. Dewi Evans) vor, seine Studie von 1989 falsch interpretiert zu haben. Die darin beschriebenen Hautverfärbungen bei Luftembolien sahen laut Lee völlig anders aus als die bei den Babys im Letby-Fall beschriebenen Symptome. Er stellte klar, dass die spezifischen Verfärbungen, die die Anklage als „Beweis“ anführte, in der medizinischen Literatur bei venösen Luftembolien (wie sie Letby vorgeworfen wurden) gar nicht vorkommen. Besonders brisant macht die Angelegenheit, dass Dr. Evans nie mit Dr. Shoo Lee in Kontakt getreten ist, um sich rückzuversichern.

[Exkurs: Dr. Dewi Evans ist ein pensionierter Facharzt für Kinderheilkunde (Consultant Paediatrician) aus Wales, der im Fall Lucy Letby als wichtigster medizinischer Sachverständiger der Anklage auftrat.
In einem Zivilverfahren vor dem High Court (einem Familiengericht), in dem es um eine Sorgerechtsentscheidung (Care Order) für zwei Kinder ging und dessen Urteil im Dezember 2021 gefällt wurde, also kurz vor Beginn des Letby-Prozesses, bezeichnete der Richter Lord Justice Peter Jackson (Jackson LJ) das Gutachten von Dr. Evans als „wertlos“.
...
Der Richter Jackson LJ warf Dr. Evans vor, keine ausgewogene Meinung geliefert zu haben. Er habe entweder Gegenargumente seiner Fachkollegen ignoriert oder sich gar nicht erst darum bemüht, diese in Betracht zu ziehen.
Das Gericht befand, dass Dr. Evans eher die Rolle eines Anwalts für eine bestimmte Seite eingenommen habe, statt die eines neutralen Sachverständigen. Im Ergebnis wurde ihm vorgeworfen, parteiisch zu sein, wichtige Fakten ignoriert zu haben und sich eher wie ein „Anwalt“ für eine Seite statt wie ein neutraler Experte verhalten zu haben.
Die Verteidigung von Letby hatte im Letby-Prozess zwar auf diese frühere Kritik an Dr. Dewi Evans verwiesen, das Gericht ließ seine Aussage jedoch zu.
Der Verteidiger hätte mMn sofort nach Bekanntwerden dieses Falles, auch wenn es kurz vor dem Prozessbeginng von LL war und er anfangs der Gutachterberufung von Dr. Evans zustimmte, seine Zustimmung zurückziehen müssen, um eine faire Begutachtung zu gewährleisten.
Das hätte doch möglich sein müssen. Die Verteidigung hatte ja auch Gutachter, die in gewissen Punkten auch Dr. Levis Meinung zustimmten, in anderen zwar nicht, aber diese hätten sich zumindest schon mit dem Fall beschäftigt gehabt und hätten einspringen können.

Ich habe das Gefühl, dass der Anwalt von LL sich nicht gut durchsetzen konnte. Mag vielleicht auch an den für mich etwas veralteten Verhaltensregeln vor Gericht liegen.
MMn hat auch der Richter keine neutrale Position eingenommen.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 15.03.2026:Anfang März 2026 wurde bekannt, dass gegen den medizinischen Hauptzeugen der Anklage, Prof. Peter Hindmarsh, während des Prozesses eine Untersuchung der Aufsichtsbehörde (GMC) wegen beruflicher Eignung lief. Die Jury war darüber nicht informiert worden. Der Sachverhalt kann relevant für die laufende CCRC‑Bewertung (s. o.) sein.
Auch hier hätte doch der Verteidiger besser recherchieren müssen. Aber anscheinend ist es in England sehr schwierig während des Gerichtsverfahrens den Anwalt zu wechseln, da darüber auch der Richter entscheidet, ob er das zulässt.
Im nachhinein Fehler der Verteidigung anzuführen für ein WAV, geht auch nur über die CCRC-Bewertung.


Ich habe irrigerweise angenommen, dass LL direkt aus dem Elternhaus in das von ihr gekaufte Haus zog.
Sie zog aber schon 2008, also mit 18 Jahren, nach Chester und hat sich vom Elternhaus ganz normal abgenabelt.
Anscheinend fühlte sie sich in Chester wohl und kaufte sich dann 2016, mit 26 Jahren, ein eigenes Haus in der Nähes des Krankenhauses.
Das alles schrieb auch schon @Cpt.Germanica auf Seite 1 hier im Thread.

Ich hatte das überhaupt nicht mehr auf dem Schirm, da durch später Berichte, die eher negative Aussagen über ihre Persönlichkeit mir präsenter waren.

Für mich scheint es so, dass sie eine starke, gefestigte Persönlichkeit hatte, die durch ihre eher schüchterne und zurückhaltende Art, für andere nicht so offensichtlich war.
Sie verfolgte ihre Lebensziele, schaffte die Ausbildung zu ihrem Traumberuf und blieb in dem Krankenhaus, trotz der nicht so freundlichen Atmosphäre und der weiten Entfernung zu ihrem Elternhaus.
Bildete sich weiter, war fleißig und fand anscheinend dort ihre Erfüllung und auch Anerkennung von Kollegen und Ärzten.
Sie nahm zusätzliche Schichten an, vielleicht aus Pflichtbewusstsein, Engagement, Hingabe oder auch um zusätzlich mehr Geld zu verdienen, um sich ein Haus zu kaufen.
Kann sein, dass sie überlastet war, vielleicht machte sie auch mal Fehler, aber ich bin mittlerweile überzeugt, dass sie kein Baby absichtlich getötet oder geschädigt hat.

Ich hoffe sehr, dass diese junge Frau frei kommt, sich nicht aufgibt und zu ihrer ursprünglichen Stärke wieder zurückfindet.


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25.03.2026 um 20:31
@Agrimony
Ich bin jetzt nicht so tief im Fall drinnen. Allerdings weiß ich, dass viele Verurteilte im ersten Appeal oftmals eine „ unzureichende Verteidigung“ in die Begründung schreiben.
Da frage ich mich, hat man das bei Lucys erstem Appeal getan?
Wenn ihre Verteidigung da im Prozess ein paar schwerwiegende Fehler gemacht hat, das wäre Lucys Gelegenheit gewesen.

Eigentlich besprechen ja Strafverteidiger im allgemeinen alle Schritte mit ihren Mandanten.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

25.03.2026 um 22:46
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ich setze mehr auf den öffentlichen Druck, ganz UK scheint umzudenken, ganz UK? OK, nicht alle, aber da kocht was hoch!
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich persönlich sehe diese Sache mit dem Druck von außen, speziell in dem Fall eher kritisch. Das soggn Umdenken der interessierten öffentlich, worauf beruht das? Auf einer Episode bei Netflix?
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ein Gericht oder Richter sollte sich niemals genötigt sehen, aufgrund der öffentlichen Meinung, seine Entscheidungen treffen zu müssen. Er hat nur dem Gesetz ( whats in the Book) zu folgen. Unparteiisch und frei.
Ich kenne mich im britischen Justizsystem nicht so aus. Ich denke zwar nicht, dass es so "extrem" ist wie das US-System. Bei dem US-System finde ich absolut abstoßend und nicht angemessen für einen Rechtsstaat, dass z. B. bei Begnadigungsentscheidungen (die ein gewählter Gouverneur und nicht ein "fester" Richter trifft (bzw. vor dem Gouverneur noch ein spezielles Board meist einstimmig bescheiden muss)) durch ein Veto der Opferfamilie effektiv verhindert werden kann. Und der (gewählte) Gouverneur steht unter dem Druck der öffentlichen Meinung. Ich finde das ganz schlimm! Ich hoffe, dass es in UK nicht so schlimm ist. Aber man mag mich genauer aufklären.

P.S. Um das noch deutlicher zu machen: in den USA geht es mehr um Vergeltung, um es nicht Rache zu nennen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Hinrichtung von Karla Fayer Tucker, denen die Giftspritze der Opferfamilie nicht qualvoll genug erschein. Wie gesat, ich weiss nicht und glaube auch nicht, ob/dass es in UK auch so extrem ist, aber andererseits scheinen die Justizsysteme ja auch viele Parallelen zu haben. Und um die Sache auf den Punkt zu bringen: Ich bin der Überzeugung, dass sich juristische Entscheidungen nicht an öffentlich Meinungen orientieren dürfen. Insofern ist ein "Jury" natürlich generell nicht ganz unproblematisch zu sehen.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 00:40
@Cpt.Germanica
Ich glaube da würde Dir @Rick_Blaine
in einigen Punkten heftig widersprechen. Er praktiziert als Strafverteidiger in den USA.
Das Gouverneure wiedergewählt werden wollen, ist ja zb kein Geheimnis.
Aber ich persönlich zb ( die ich viele Richter zb in den USA beobachtet habe, dank Court TV) konnte nicht Gestellen, dass sich Richter der öffentlichen Meinung beugen. Im Gegenteil.
Die Mitbestimmung der Opferangehörigen hat eigentlich oftmals Grenzen. Natürlich können Opferangehörige in ihren victim impact Statements
vom Richter ein maximale Strafzumessung vom Richter erbitten, aber der Richter richtet sich nicht danach, sondern nach dem, was die Gesetze vorgeben.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 01:32
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Was es mit "legal aid" auf sich hat kann @Rick_Blaine sicher besser erklären.
Legal Aid übernimmt die Kosten und Organisation der Verteidigung, also dessen, was man in Deutschland Pflichtverteidigung nennt.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass der Staat sozusagen Steuergelder bereitstellen muss, um einem Angeklagten zu gewährleisten, dass er adäquat verteidigt werden kann. Die meisten Angeklagten dürften nicht selbst in der Lage sein, sich einen Anwalt für solche Prozesse zu leisten. Ich denke sogar, die Summe, die Lucy L dafür bewilligt wurde, ist in manchen Fällen nicht mal ausreichend.
Ich glaube sogar, dass es auch beim ersten Appeal noch mal public funding Mittel gibt.
Allerdings, ( das könnte evtl @Rick_Blaine morgen früh😂 erklären) wenn der Richter der Angeklagten einen Public Verteidiger beiordnet, dann können zusätzlich noch Anwälte ins Team genommen werden. Die Finanzierung zusätzlicher Mittel aus öffentlicher Hand, müssen wohl beantragt werden.
Der jetzige Anwalt speist die evtl Kosten evtl auch durch Unterstützer oder innocent Projekte. Es fallen ja zusätzlich so viele versteckte Kosten an, wenn man den Weg geht, den der Verteidiger gerade geht.
Genau so ist es. Die allerwenigsten Beschuldigten sind in der Lage ihre Verteidigung selbst zu bezahlen, das sind dann die grossen Ausnahmefälle wie O.J. Simpson, der $ 12 Millionen bezahlt haben soll. Nahezu alle sind meiner Erfahrung nach auf staatlich finanzierte Pflichtverteidigung angewiesen. In der Regel wird diese für die Phase von der Festnahme oder Anklageerhebung bis zur Hauptverhandlung, während der Hauptverhandlung und nach dieser einschliesslich der ersten Revision gewährt.

Dabei soll das Gericht ein Auge darauf haben, dass diese Gelder nicht allzu üppig gewährt werden. Das kann in Einzelfällen schon Begrenzungen bedeuten, z.B. wenn es zwei Gutachter gibt, der eine möchte 23000, der andere bietet das gleiche Gutachten für 13000 an. Der erste ist schon weit im Land bekannt und der andere nicht. Dann kann es gut sein, dass das Gericht sagt, komm, nimm den billigeren.

Entscheidend ist hier aber, dass der Staat so gut wie nie die Kosten eines Wiederaufnahmeverfahrens übernimmt, oder wie wir hier sagen: "post conviction relief after the first appeal." Selbst wenn man gegen das Urteil eines Revisionsgerichtes vorgehen will, z.B. vor dem obersten Gerichtshof, wird man das in den meisten Fällen selbst bezahlen müssen.

Das trifft natürlich im Fall von Wiederaufnahmeverfahren, wo es ja fast immer um Gutachten usw. geht, besonders hart. Allerdings soll in England da eben die Einrichtung des CCRC helfen, die ja staatlich finanziert ist.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Wenn ihre Verteidigung da im Prozess ein paar schwerwiegende Fehler gemacht hat, das wäre Lucys Gelegenheit gewesen.
Ja, das ist, was man normalerweise im ersten Revisionsantrag vorbringt. Allerdings ist das auch nicht so, wie sich die Leute es oft vorstellen: wie Du richtig schreibst, geht es um "schwerwiegende" Fehler. Und zwar Fehler aus der Sicht der Richter, also aus der Sicht der Experten, nicht aus der Sicht von Laien. Die Erfolgsquote von Revisionen auf diesem Gebiet ist nicht sonderlich hoch.
Eigentlich besprechen ja Strafverteidiger im allgemeinen alle Schritte mit ihren Mandanten.
Ich zumindest tue das und ich denke schon, die allermeisten anderen auch.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich glaube da würde Dir @Rick_Blaine
in einigen Punkten heftig widersprechen. Er praktiziert als Strafverteidiger in den USA.
Das Gouverneure wiedergewählt werden wollen, ist ja zb kein Geheimnis.
Aber ich persönlich zb ( die ich viele Richter zb in den USA beobachtet habe, dank Court TV) konnte nicht Gestellen, dass sich Richter der öffentlichen Meinung beugen. Im Gegenteil.
Die Mitbestimmung der Opferangehörigen hat eigentlich oftmals Grenzen. Natürlich können Opferangehörige in ihren victim impact Statements
vom Richter ein maximale Strafzumessung vom Richter erbitten, aber der Richter richtet sich nicht danach, sondern nach dem, was die Gesetze vorgeben.
Oh ja, da kann ich nur heftigst widersprechen. Das hat mit der Realität wenig zu tun. Der Einfluss von Opfern bzw. Angehörigen auf das Strafmass mag manchmal etwas grösser sein als in Deutschland - wo sie allerdings durch das Instrument der Nebenklage sogar mehr formalen Einfluss haben als hier. Aber wir schweifen hier eh von dem Fall Lucy ab.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 02:35
Das Urteil wird in den USA von Richtern gesprochen. Davon rede ich auch nicht. Danach ist aber fast nichts mehr mit Richtern. Z. B. Disziplinarmaßnahmen im Gefängnis (Disciplinary Custody, Administrative Custody, etc.) ist Sache des Prisons. Was ich oben schrieb, bzgl. Begnadigungen z. B. beim LWOP (Life without Parole). Diese kann nur durch eine "Commutation" des Urteils zum "Life with Parole" stattfinden. Das Board of Pardons (or Parole?) bestehend aus 5 Personen muss oft einstimmig für den Antrag des Inmates entscheiden, damit er an den Gouverneur weitergeleitet wird. Ein Posten von den 5 Personen ist wohl immer ein Vertreter der Opfer. Sollte die Opferfamilie gegen eine Begnadigung sein, wird auch der Vertreter/Anwalt dieser im Board nicht zustimmen, und damit ist die Sache gelaufen (abgelehnt). Das mag im Detail in verschiedenen Staaten etwas unterschiedlich sein. Ich beziehe mich konkret auf Pennsylvania. (Da haben übrigens auch Richter keine andere Wahl als bei 1st und auch 2nd degree murder eine LWOP zu vergeben (mandatory).)


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 08:33
@Cpt.Germanica
Vielleicht ist dieser Thread eher ungeeignet, über solche Feinheiten im US Justizsystem zu sprechen? Evtl gibt es ja einen eigenen Thread hier dafür? Nur eben was bringt das, in Bezug auf Lucy L?
Btw. Ich habe noch nie von einem Parole Board gehört, in dem ein Opferangehöriger sitzt.
Habe mir so einige Parole Board ( Audio veröffentlicht) mitangehört. Die letzte zu Diane Downs. Sogar die letzen drei Anhörungen. Da war nie die Rede, von Opferangehörigen im Gremium.
Lediglich dürfen zb Staatsanwälte oder Opferangehörige oder Täterangehörige, vorher etwas schriftliches einreichen an das Parole Board

Um das ganze mal auf diesen Lucy L Fall herunterzubrechen, wo siehst Du persönlich denn im Letby Fall bisher, irgendwelche schwerwiegenden Fehler während des Prozesses zum Nachteil von LL?
Oder wo siehst Du Lücken im Gefüge?
Betrachtest Du den Prozess als unfair, das Urteil zu hart?
Ich persönlich mag es ja, wenn man hin und wieder Einblicke in andere Justizsysteme erlangt. Aber Bewertungen oder Abgleiche, welches System nun gerechter ist o Ä?


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 10:39
@calligraphie:

Verwechselst Du mich?

Mei letzter Beitrag war dieser:
Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 8)

Ich bin der Meinung, dass dieser Beitrag mit dem Fall Lucy Letby zu tun hat.

An der Spin-off-Rechtsphilosophie hier habe ich mich nicht beteiligt, abgesehen von meiner vor Tagen geäußerten Meinung, dass ich mir vorstellen könnte, dass man den Fall Lucy Letby mal schneller behandelt als frühere mutmaßliche Justizirrtümer in UK.

Vielleicht täusche ich mich, so what?

Ich wollte kein Fass aufmachen und werde mich weiterhin auf den Fall konzentrieren.

Aktuell arbeite ich an ein paar Beiträgen und werde weiterhin alle Seiten beleuchten.

Meine Kritik am Prozess und Urteil habe ich schon an der einen oder anderen Stelle hier geäußert, ich werde das bei Gelegenheit ohnehin zusammenfassen.

Bitte Geduld, ich schüttel mir diese Beiträge nicht aus dem Ärmel.

Danke.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 11:14
@Cpt.Germanica
Oh tausendmal sorry, ich war unaufmerksam. Das sollte natürlich nicht an Dich gehen. Mia culpa.
Ich finde übrigens Deine Darstellung und Bereitstellung an Infos zu diesem Fall, sehr bemerkenswert. Das hat man selten hier. Chapeau. Das übertrifft so einiges was ich zb bei YT oder in der Presse u Medien finden konnte. Peace.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 11:18
Es ging ja generell um den Einfluss von Öffentlichkeit, wozu natürlich auch Opferangehörige und deren Vertreter gehören. Meine Erklärungen sind nur deswegen immer länger geworden, weil sie eingezweifelt wurden. Ich habe auch nie geschrieben, dass ein Operangehöriger im Board of Pardons sitzt, sondern ein Opfervertreter (-anwalt). Zudem wird vor Entscheidung die Opferfamilie kontaktiert und ihr eine Stellungnahme eingeräumt. Das Board muss 5:0 abstimmen, sonst geht der Antrag des LWOP-Inmates nicht durch. (Pennsylvania) So einen Einfluss von außen finde ich zuviel. M. E. sollte ein Richter das entscheiden. Wie es in England ist, weiss ich nicht. Aber jetzt höre ich auch auf. Wenngleich das ein interessantes Thema wäre, was man andernorts gerne diskutieren könnte.

Auch ich bin sehr beeindruckt von der Ausführlichkeit und Detailgenauigkeit von @Cpt.Germanica .


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 11:23
@calligraphie:

Passt schon ;) und danke für die Blumen. :)

Ich muss trotz allem noch an meinen Beiträgen feilen, es gibt User hier an Bord, die das weitaus besser können, also Fälle vorstellen. Wenn man zu jedem zweiten Beitrag noch drei Nachlieferungen hat (so wie ich), dann ist das nicht gut. :(

Aber ich lerne eben auch noch zum Fall Lucy Letby dazu, sodas ich manches nachliefern "muss".

P.S.: Danke auch an @redsherlock. :)


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