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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

214 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: England, Krankenschwester, Lucy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 20:28
@calligraphie
Sorry, meine Autokorrektur hat gerade versagt. Also : als ob sich jemand nach Jahren oder Monaten… usw


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 20:46
Zitat von antheanthe schrieb:Niels Högel z. B. wurde an seinem vorletzten Arbeitsplatz zur Kündigung gedrängt, erhielt aber von seinem Arbeitgeber noch ein vorzügliches Arbeitszeugnis. Wikipedia: Niels Högel
Das liegt inzwischen allerdings fast 25 Jahre zurück.
Interessanter Fall und oberflächlich ähnelt er schon auch dem Fall Lucy Letby zum Beispiel vom Arbeitseifer her.

Im Gegensatz zu Colin Norris, der eine ganz andere Arbeitseinstellung und Außenwirkung hatte.
Wikipedia: Colin Norris

In dem Beitrag
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 24.03.2026:Im Folgenden eine Dokumentation der BBC
wurde ein Video verlinkt, in dem am Ende auf Colin Norris eingegangen wurde, der sich damals auch ans CCRC gewandt hat.
Nach 13 Jahren wurde dann vom CCRC der Fall ans Berufungsgericht gegeben. Die Richter des Berufungsgerichts lehnten die Berufung im Juni 2025 ab.
Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/ce32xp6yvx0o

Generell ist es aber schon bedenklich, dass Krankenhäuser vieles Vertuschen wollen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Das liest sich wirklich merkwürdig als Belehrung.
So ist aber die Belehrung bei Verhaftungen.

Chat GPD schreibt folgendes:
In England und Wales ist diese Belehrung tatsächlich Standard und gesetzlich verankert. Der entscheidende Gesetzestext ist der
Criminal Justice and Public Order Act 1994, speziell die Paragraphen 34 bis 37
Warum wird das so gemacht?
Vermeidung von „Überraschungs-Verteidigungen“: Das Gesetz soll verhindern, dass Verdächtige im Prozess plötzlich ein Alibi oder eine entlastende Geschichte präsentieren, die sie der Polizei absichtlich verschwiegen haben, damit diese keine Zeit für Ermittlungen hat (sogenannte ambush defence).
Common Sense: Britische Gerichte argumentieren oft mit dem „gesunden Menschenverstand“: Wenn jemand eine unschuldige Erklärung hat, würde er sie normalerweise bei der ersten Gelegenheit der Polizei mitteilen.

Zusammenfassung für den Vergleich
Während in Deutschland das Schweigen eines Beschuldigten niemals zu seinem Nachteil gewertet werden darf (Grundsatz der Aussagefreiheit), hat das Vereinigte Königreich das Schweigerecht durch diesen Act von 1994 massiv eingeschränkt. Das Gericht darf der Jury offiziell sagen: "Überlegen Sie sich, warum der Angeklagte uns das erst jetzt erzählt und nicht schon damals der Polizei."
In England und Wales darf ein Angeklagter vor Gericht zwar schweigen, aber es hat – anders als in Deutschland – oft
direkte negative Konsequenzen für die Urteilsfindung.
Hier ist die rechtliche Lage nach dem Criminal Justice and Public Order Act 1994:
1. Kein Zwang, aber ein Risiko
Ein Angeklagter kann nicht gezwungen werden, auszusagen oder Fragen zu beantworten. Er begeht also keine Straftat (wie etwa Missachtung des Gerichts), wenn er schweigt.
2. Der „Nachteilige Schluss“ (Adverse Inference)
Wenn die Anklage Beweise vorgelegt hat, die nach einer Erklärung verlangen, und der Angeklagte sich entscheidet, nicht in den Zeugenstand zu treten, darf der Richter die Jury offiziell wie folgt anweisen:

Die Jury darf das Schweigen als Indiz für die Schuld werten.
Die Logik: Wenn der Angeklagte unschuldig wäre, gäbe es keinen Grund, warum er die gegen ihn vorliegenden Beweise nicht unter Eid entkräften sollte.

3. Vergleich der Konsequenzen

In Deutschland: Das Schweigen des Angeklagten ist sein gutes Recht. Er darf dadurch keinerlei Nachteile in der Beweiswürdigung haben.
In England/Wales: Das Gericht weist den Angeklagten explizit darauf hin, dass die Jury aus seinem Schweigen „angemessene Schlüsse“ ziehen kann. Dies führt dazu, dass fast alle Angeklagten in England aussagen, um nicht den Eindruck zu erwecken, sie hätten etwas zu verbergen.

4. Ausnahmen
Das Schweigen darf nur dann negativ ausgelegt werden, wenn:

Die Anklage bereits einen Anfangsbeweis (prima facie case) erbracht hat.
Der Angeklagte körperlich oder geistig in der Lage ist, auszusagen.

Das bedeutet für Fälle wie den von Lucy Letby: Hätte sie vor Gericht geschwiegen, wäre das von der Staatsanwaltschaft als klares Zeichen gewertet worden, dass sie den medizinischen Beweisen und ihren eigenen Notizen nichts entgegenzusetzen hat.
Quelle: ChatGPT / ich komm leider nicht mit so englischen Gesetzestexten klar und konnte das auch nicht überprüfen, also ohne Gewährleistung


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 21:21
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Hat sie freiwillig im Zeugenstand gesprochen. Ich staune, dass ihr Anwalt ihr nicht davon abgeraten hat. Es ist immer mit Risiko verbunden, gerade angesichts dieser Anklagepunkte.
Sie hat wohl berichtet wie traumatisierend die Verhaftungen waren und dabei auch den "Pyjama-Aspekt" (meine Wortwahl) erwähnt.

Für die Anklage ein gefundenes Fressen.

Oder auch der Versuch die Polizeiehre wieder herzustellen (so nach dem Motto "Wir führen doch niemanden im Pyjama ab!").

Alles kleinkariert.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Also wirklich, so eine Aussage als Beweis heranzuziehen, sie würde damit Mitleid erzeugen wollen? Das erscheint mir echt konstruiert.
Es ist in meinem Empfinden fies, man wirft der Angeklagten alles vor, was man zu fassen bekommt, "viel hilft viel", im Zweifel gegen die Angeklagte, Jurymanipulation ... lächerlich das Ganze.

@Agrimony: Danke für Deine Recherchen!

Auch hier kann man ja nur sagen: Der Angeklagte zieht im Zweifel den kürzeren.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 22:23
@Cpt.Germanica
Eigentlich ist so ein Richter auch dazu anwesend, um während des Prozesses auch darauf zu achten, dass eben auch die Rechte des Angeklagten maximal gewährt werden.
Ich bin jetzt nicht so ganz im Bild, was für eine gesellschaftliche Stimmung zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung da herrschte. Aber wenn ich so die Schlagzeilen überfliege zum Letby Prozess… selbst noch heute zb bei YT, die britische Presse ist nicht nett mit ihr umgegangen, vor und während des Prozesses. Unglaublich reißerische vorverurteilende Titel Headlines. Gegen solche Stimmung anzukommen , als Strafverteidiger ist das echt Arbeit. Er muss sie möglichst menschlich präsentieren, als Kontrast zu den Schlagzeilen.

Man sollte auch nicht vergessen, im Gegensatz zur Anklage, die über eine Menge an Ressourcen verfügen, hat der Angeklagte oftmals nur die Ressourcen zur Verfügung, die ihm zugestanden werden. Wenn man da nicht gerade steinreich ist, um sich noch extra Leute ins Team der Verteidigung zu holen, die besten Experten usw, da stehen die Aussichten ( zumindest bei solchen Anklagepunkten) eher mau.
Man sieht ja gerade, welche Anstrengungen es kostet, überhaupt noch mal anzustoßen, dass der Fall nochmal irgendwann vor einem Appeal Richter landet. Das will bewältigt werden, da braucht es Ressourcen finanziell und an man power.
Wie oft hat sie lebenslang bekommen? 15x???
So etwas ist massiv. Das wäre mE eine Sensation, wenn es gelingen würde, dass Lucy L nochmal ein Prozess gewährt wird, oder am Ende das Urteil aufgehoben wird.
Aber wie gesagt, wenn es der einzige Weg für Lucy L ist, ( der König wird sie sicher nicht begnadigen) dann sollen sie es versuchen.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 22:51
Also ich finde es durchaus wahrscheinlich, dass sie nochmal einen Prozess bekommt. Es wird doch schon eine Weile geprüft. Immerhin kann man das Gutachten der vielen med. Experten nicht einfach ignorieren. Und direkte Beweise gibt es m. E. gegen sie nicht. Wie teuer das für soe wäre, weiss ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass es da Unterstützer gibt und auch viel pro bono gearbeitet wird. Würde einem Anwalt ja auch ein gutes Renomee einbringen, wenn sie frei käme.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 22:58
Ich werfe einen Gedanken ein, der nicht viel mit den aktuell diskutierten Punkten zu tun hat, aber mich immer wieder beschäftigt: Soweit ich das jetzt einschätzen kann, hatte Lucy wenige Fürsprecher als Zeugen. Das schaute im Prozess sicherlich nicht gut für sie aus.
Aber wer sollte für sie, die scheinbar schon nicht besonders viele Freunde/Bekannte außerhalb ihres Arbeitsumfeldes hatte und Menschen anzieht, aussagen? Wenn alle im Krankenhaus davon ausgingen, der Tod der Babies sei durch Mord passiert, wer würde denn dann für sie bürgen wollen? Jeder hätte doch Angst, der nächste Verdächtige zu sein. Und jeder deutet ihr sicherlich etwas sonderbares soziales Verhalten "plötzlich" anders unter dem Eindruck einer Mordanklage (zu deren Verurteilung ua ihr "unorthodoxes", sozial nicht angepasstes Verhalten zu führen schien)...MaW: Aufgrund ihrer Art konnte sie das Pech gehabt haben, nicht schnell wirklich tiefergehende, herzliche Freundschaften zu entwickeln, die dann im Prozess unbeeindruckt der Anklage und Vorwürfe aussagen. Mit Ausnahme dieser einen langjährigen Freundin, die hier erwähnt wurde, und die Lucy immer noch für unschuldig hält.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 23:43
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich bin jetzt nicht so ganz im Bild, was für eine gesellschaftliche Stimmung zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung da herrschte. Aber wenn ich so die Schlagzeilen überfliege zum Letby Prozess… selbst noch heute zb bei YT, die britische Presse ist nicht nett mit ihr umgegangen, vor und während des Prozesses. Unglaublich reißerische vorverurteilende Titel Headlines.
Wenn ich das richtig beurteile stand das Urteil praktisch fest.

Die damalige Stimmung wird mittlerweile selbst in England von kritischen Betrachtern als 'Hexenjagd' bezeichnet.

Sogar der Prime Minister hat seinen entsetzten Senf über Lucy Letby in Kamera und Mikro geraunzt.

Ich denke die Jury konnte gar nicht anders als verurteilen.

Auch Lucys Freundinnen haben sich erst nach Prozessende Pro-Lucy geäußert (Dawn Howe), mitunter "maskiert" ("Maisie"). Die Angst war zu groß, ganz England war schäumend aufgebracht über die "fatal killer-nurse".

Interessanterweise wurde Lucy im ersten Prozess 2023 aber nicht für alle angeklagten 7 Morde und alle 15 Mordversuche verurteilt (nur 6 Morde + 8 Versuche und damit zunächst "nur" 14 x lebenslänglich).

D.h. so bisschen fair ging's dann wohl doch zu, fair insoweit, dass man seitens Jury nicht alles geschluckt hat, was einem die Anklage vorgekaut hat. Soweit es die behaupteten Morde anbelangt erfolgte keine Verurteilung wegen Baby K, auch wurde Lucy nicht für alle angeblichen Mordversuche verurteilt.

Bzgl. Baby K konnte das die Anklage aber nicht auf sich sitzen lassen.

Es kam zum zweiten Prozess, in dem Dr. Ravi Jayaram unter Eid seine umstrittene Aussage machte, die ihm noch zum Verhängnis werden könnte:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 15.03.2026:Dr. Jayaram behauptete später vor Gericht, Letby habe regungslos am Bett gestanden und weder dem Kind geholfen noch den Alarm betätigt. Er habe dann eingegriffen und so das Baby gerettet.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb am 15.03.2026:Trotz dieses sehr belastenden Augenzeugenberichts existiert eine E-Mail von Dr. Jayaram, die dem britischen Online-Magazin UnHerd vorliegt. In dieser E-Mail, die er kurz nach dem besagten Vorfall schiebt, legt er dar, dass ihn Letbys um Hilfe gerufen hatte und er deshalb in den Behandlungsraum von Baby K gegangen sei.

Quelle: https://unherd.com/newsroom/hidden-email-casts-doubt-on-lucy-letby-verdict/
Zum Verhängnis deswegen:
Sir David Davis has said the leaked emails would have been of “substantial relevance” to the courts.

“The implications of this are serious,” the MP said. “The jury in her trial may have reached its verdict on the basis of misleading or incomplete testimony.”

“Given that Dr Jayaram’s statements formed a critical part of the prosecution’s case, I believe there is compelling public interest in determining whether perjury may have been committed.”

“I am therefore making a formal complaint against Dr Jayaram.

"Cheshire Constabulary now has a clear obligation to launch a formal perjury investigation into Dr Jayaram’s testimony.”
Quelle: https://www.lbc.co.uk/article/lucy-letby-trial-latest-perjury-chesire-police-6cWMM_2/

Sir David Davis hat Dr. Jayaram wegen Meineids angezeigt.

Hier geht es zu Sir David Davis, man kann nicht mit ein, zwei Sätzen alles über ihn sagen, aber er ist ein politisches Schwergewicht:

Wikipedia: David Davis (Politiker, 1948)

Wikipedia: David Davis (British politician)

Bonmot am Rande:

Er setzt sich für mutmaßliche Justizopfer ein, hat aber 2003 die Wiedereinführung der Todesstrafe für Mehrfachmörder gefordert.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Wie oft hat sie lebenslang bekommen? 15x???
Ja, schlussendlich 15 x (inkl. Baby K gemäß Urteil im zweiten Prozess 2024).


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

gestern um 23:47
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich kann mir aber vorstellen, dass es da Unterstützer gibt und auch viel pro bono gearbeitet wird. Würde einem Anwalt ja auch ein gutes Renomee einbringen, wenn sie frei käme.
Hatten wir hier schon, inkl. minutengenauer Quelle:

Beitrag von Cpt.Germanica (Seite 8)


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 00:02
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Aber wer sollte für sie, die scheinbar schon nicht besonders viele Freunde/Bekannte außerhalb ihres Arbeitsumfeldes hatte und Menschen anzieht, aussagen?
Meinst Du Aussagen speziell von Kolleginnen oder generell von Freunden?

Da sind natürlich (mindestens) vier Aspekte:

– Wieviel (gute) Freunde hatte sie?

– Wer davon war von ihrer Unschuld (absolut) überzeugt?

– Wer wäre bereit gewesen vor Gericht auszusagen?

– Und was hätten diese Aussagen überhaupt bewirken können?

Ein "ich kenne die, die macht sowas nicht" von einer Freundin reicht nicht. Nichtmal von einer Kollegin, also von einer Person aus ihrem Arbeitskontext.

Aber insgesamt hätte es mehr Infos über sie in der Öffentlichkeit geben müssen, für ein ausgewogeneres Stimmungsbild. Das Bild von ihr wird gerade erst gerade gerückt.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 00:16
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Hatten wir hier schon, inkl. minutengenauer Quelle:
Ich habe trotzdem nochmal meine eigene Überzeugung kund getan, als unmittelbare Reaktion auf @calligraphie 's recht skeptische Sichtweise diesbezüglich.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 00:23
@redsherlock

Ich wollte deine Vorstellung nur bestätigen:
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Ich kann mir aber vorstellen, dass es da Unterstützer gibt und auch viel pro bono gearbeitet wird.



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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 00:45
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Also ich finde es durchaus wahrscheinlich, dass sie nochmal einen Prozess bekommt. Es wird doch schon eine Weile geprüft. Immerhin kann man das Gutachten der vielen med. Experten nicht einfach ignorieren. Und direkte Beweise gibt es m. E. gegen sie nicht.
Ich sehe das prinzipiell so wie du, oder zumindest ähnlich.

Meine konkrete Ansicht:

Die gesellschaftliche Stimmung in UK hat zu ihrer Verurteilung beigetragen, jetzt könnte sie das Gegenteil bewirken (oder zumindest zu einem neuen Prozess führen).


Aber wie @calligraphie und @Rick_Blaine dargelegt haben sind allein die Laufzeiten enorm.


Meine Hoffnung ist dennoch, dass man bei so offensichtlich fragwürdigen Urteilen mal schneller agiert. Aber das scheint unrealistisch zu sein.


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 01:35
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:sind allein die Laufzeiten enorm
Aber ich sage mal: Lucy hat Zeit. Das mag zynisch klingen, aber in ihrer Situation sind 1 oder 2 Jahre "nichts".


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Lucy Letby - tragisches Justizopfer oder skrupellose Serienmörderin?

um 01:50
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Meine Hoffnung ist dennoch, dass man bei so offensichtlich fragwürdigen Urteilen mal schneller agiert. Aber das scheint unrealistisch zu sein.
Das ist eines der grössten Probleme der Rechtsprechung in den westlichen Ländern: alles dauert ewig. Hier in Amerika gibt es inzwischen die Redewendung: "Justice delayed is justice denied." (Verzögerte Gerechtigkeit ist verweigerte Gerechtigkeit)

Und das stimmt. Meine Mandantin in meinem letzten Wiederaufnahmeverfahren wurde schliesslich freigesprochen. Sie war unschuldig. Aber insgesamt mit U-Haft usw. war sie 13 Jahre inhaftiert. Das hat schreckliche Folgen für die ganze Persönlichkeit gehabt, von denen sich sich noch heute, einige Jahre nach ihrer Freilassung, nicht erholt hat. Ich vermute sogar mal, sie wird sich nie davon erholen, die "besten Jahre" ihres Lebens verloren zu haben.

Sollte Lucy unschuldig sein, ist jeder Tag im Gefängnis ein Tag zuviel.


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