__gans.ehrlich schrieb:Das fällt aber rasch auf und dann wird peau a peau zurückgerudert.
Was für eine schöne Metapher in Anbetracht des Themas, das in diesem Thread diskutiert wird.
Kielius schrieb:Die Frage ist, was die Kripo wirklich in der Hand hat, das für einen Mord spricht und sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit der Öffentlichkeit teilen will.
Ich denke, das darf man nicht vergessen. Insofern ist die Diskussion, was im gezteigten Filmfall für Suizid und was für Mord spricht, eh müßig, weil wird nur einen Teil der Indizien kennen und nicht mal wissen, wie schwerwiegend die sind, die wir nicht kennen und die auf Mord hindeuten.
@Totaleinfall hatte auf meine Nachfrage je noch mal den Timestamp geliefert, bei dem die Szene, so wie die Polizei vermutet, dass sie abgelaufen ist, abgelaufen sein könnte:
Totaleinfall schrieb:ab 18:50 sieht man sie Szene
Das war mir tatsächlich total durchgegangen, dass das Auffischen des Drogenpaketes und die Ermordung des FP im XY-Film so konkret dargestellt wurde. Allerdings wird das ausdrücklich auch als Spekulation der Ermittler dargestellt, die über ein mögliches Tatszenario diskutieren und in deren Kopf diese Szene sozusagen abläuft.
Allerdings denke ich schon, dass die Polizei entweder dieses Szenario als sehr wahrscheinlich annimmt - sonst würde sie es nicht so konkret mit filmische Umsetzung zeigen. Möglich ist dabei natürlich schon, dass dabei Details verfremdet sind, um nicht zu viele Ermittlungsergebnisse und damit Täterwissen preiszugeben.
Kann natürlich aber auch sein, dass es als eine Art Red Herring dienen soll, um die Täter zu provozieren oder in Sicherheit zu wägen.
Als völlig unbeteiligter Zuschauer, der hunderte km weit vom Tatort entfernt sitzt, nichts mit Motorbooten und/oder Drogenschmuggel zu tun und auch keinerlei Verbindungen zum Kiez hat, bleibt einem da halt nur, sich in Spekulationen zu verlieren und hin und her zu überlegen, welches Detail aus dem Film man jetzt glauben soll oder für Fake hält.
megavolt schrieb:Übrigens gebe ich zu Bedenken, dass der in der Sendung gezeigte Track nicht unbedingt dem tatsächlichen entsprechen muss. Falls hier überhaupt ein Täter beteiligt gewesen ist im Sinne eines Tötungsdeliktes, dann kann der genaue Fahrtverlauf durchaus Täterwissen darstellen. Das meine ich auch deswegen, weil mir der Abstand der Einzelpunkte im Track irgendwie zu gleichmässig erscheint.
Geben denn diese Einzelpunkte nicht indirekt Infos über die gefahrene Geschwindigkeit? Wenn der Bordcomputer in bestimmten festen zeitlichen Abschnitten einen Ortspunkt setzt, fährt das Boot dort schneller, wo die Punkte weiter auseinanderliegen und dort langsamer, wo sie enger gesetzt sind. Eben weil die Strecke, die pro Zeiteinheit zurückgelegt wurde, größer ist, wenn das Boot schneller fährt.
Wobei ich auf die Darstellung im XY nicht allzuviel geben würde. Das kann sein, dass die Proudktonsfirma da einen Praktikanten drangesetzt hat, mit dem Auftrag, er soll mal ein schönes Kartenbild machen, das sie im Filn nutzen können, um die zurückgelegte Strecke durch die Ermittler besprechen zu lassen. Und je nachdem wie genau der Praktokant gearbeitet hat, der wahrscheinlich keine Ahnung vom Fahren mit MOtorbooten hat, ist dan mehr oder weniger ein Symbolbild rausgekommen.