Grillage schrieb:Wenn es ihm darum ging, den Suizid als Unfall zu tarnen, dann würde es eben Sinn machen, das Boot nicht einfach anzuhalten und ins Wasser zu springen,
Seinen Suizid als Unfall tarnen wollte Procopius nicht, dann hätte er den Totmannsmechanismus ausgelöst.
Er könnte aber aus dem Leben scheiden gewollt haben, ohne dass man anschließend seine sterblichen Überreste finden und Klarheit über seinen Verbleib und die Ursache seines Verschwindens, also seinen Suizid, haben sollte.
Anders gesagt: er wollte einfach nur für immer Verschwinden, und dabei so wenig Spuren wie möglich hinterlassen.
Diese Erklärung macht für mich am meisten Sinn, falls es sich um einen Suizid handelte.
Und sie passt auch dazu, dass er auf seiner allerletzten Tour weiter auf die offene See hinausfuhr, wo er seinen Plan hätte besser unsetzen können als innerhalb der Elbe.
__gans.ehrlich schrieb:Man setzt sich mit der Beschwerung auf dem Schoss, ich sag jetzt Anker, auf den Bootsrand, Füsse innen oder aussen? Lässt sich rückwärts oder vorwärts ins Meer fallen und muss aber in Sekundenbruchteilen den Kabelbinder mit enormer Kraft zuziehen, während das Gewicht dich in affenartiger Geschwindigkeit nach unten zieht.
Das alles während das Boot fährt?
So in etwa?
Ich würde alles bis zum Letzten vorbereiten für den Gang über Bord und sobald ich "startklar" bin, den bereits umgelegten Kabelbinder fest zuziehen, um dann sofort mitsamt dem Gewicht über Bord zu gehen.
Dann dürfte eigentlich nichts schief gehen...
Dass das Boot beim Gang über Bord fuhr, dürfte einen sehr erfahrenen Skipper nicht vor unlösbare Probleme gestellt haben.