sören42 schrieb:Womöglich sind die Aufzeichnungen zur Route des Bootes auch aus den technischen Systemen des Schnellbootes entnommen.
Es wurde in dem Film gesagt, dass die gezeigte Route des Bootes aus den Daten im Bordcomputer rekonstruiert wurde. Zusätzlich hatte die Freundin eine Ortungsfunktion auf ihrem Handy. Aber die gezeigte Route kam vom Bordcomputer und dürfte deshalb rechtzuverlässig und genau sein.
Was ist bei einer Mordtheorie nicht verstehe ist, dass dafür ja mindestens eine andere Person an Bord gekommen sein muss. Der Fährkapitän hat auf Nachfrage der Polizisten angegeben, dass FP sicher allein auf dem Boot war, als er ihm begegnet ist. Und so ein Bordcomputer wird doch sicher auch Geschwindigkeiten genau aufzeichnen. In dem XY-Film wurde aber nicht gesagt, dass das Boot irgendwo angehalten hat, damit eine zweite Person zusteigen kann.
Das gleiche gilt doch auch für das Aufnehmen eines Drogenpaketes. Sowas macht man doch nicht aus der Fahrt heraus.
@sallomaeander hat sehr einleuchtend erklärt, wozu das 8er-Mannöver dient, nämlich dazu, möglichst genau zu einem bestimmten Punkt zurückzukehren und das Boot zu verlangsamen. Wenn man so ein Boot einfach abbremst und umdreht, ist das zu ungenau. Aber zu einem fixen Punkt zurückzukommen, ist ja nur die halbe Miete, ich muss ja auch die Person oder das Paket irgendwie an Bord holen und das geht nicht (zumindest nicht für mich vorstellbar) aus der Fahrt heraus. Noch dazu mit nur einer Person an Bord. Einer muss ja das Boot steuern und kann dann nicht gleichzeitig an Paket aus dem Wasser ziehen.
Und zu einem möglichen Zufallsfund einen Drogenpaketes: es wurde gesagt, dass diese Pakete mit großen Frachtern aus Übersee kommen und dann in der Nordsee, vor der EInfahrt in die Elbe, auf der intensiv kontrolliert wird, im Hafen selbst dann sicher noch mal intensiver, abgeworfen werden, wo sie von kleineren Booten aufgenommen werden. Die können auch einen kleineren Hafen irgendwo an der Küste ansteuern und wenn sie als Freizeitboot rumfahren, dass morgens rausfährt und nachmittags wiederkommt, werden sie nicht regelmäßig auf Drogenimporte hin gefilzt.
Aber diese Pakete werden doch nicht einfach abgeworfen und treiben dann in der Nordsee rum, bis sie irgendwann von irgendwem eingesammelt werden. Ich bin mir sicher, dass es da genau verabredete Kontakte gibt und so ein Paket nur unter Sichtkontrolle des Kuriers abgeworfen wird, der es dann gleich einsammelt. Wie sollte man sonst sicher, sein, dass das Kurierböötchen die Ware findet, dass sie eben nicht zufällig jemand anders findet, oder es sogar jemand drauf anlegt, dort Pakete einzusammeln. Die Ware ist doch viel zu wertvoll um sie auf gut Glück abzuwerfen.
Deshalb halte ich einen Zufallsfund durch FP für so gut wie ausgeschlossen. Als erfahrender Skipper im Hamburger Hafen wird er von den Geflogenheiten der Drogenschmuggelei gewusst haben und als ehemalige Kiezgröße (was immer das auch heißen soll...?!) wird er auch gewusst haben, dass man so ein Paket,sollte man es dann tatsächlich zufällig finden, nicht einfach ungestraft einsammeln kann, ohne sich erheblichen Ärger mit dessen "rechtmäßigem" Besitzer einzuhandeln.
Das mehrfach vorgetragene Argument, er habe mit einem Speedboot doch schließlich ganz schnell fliehen können, halte ich für Quatsch. Laut XY-Film waren er und seine Boote dort bekannt wie bunte Hunde, so viele Boote dieser Art fahren auf der Elbe und auf der Nordsee eben nicht rum. Und auf dem einen Bild in diesem Thread ist zu erkennen, dass auf der Seite des Bootes dick und fett der Name der Firma aufgedruckt ist. Da hätte es ihm kaum genutzt, akut fliehen zu können. Der Besitzer des Drogenpaketes hätte schon gewusst, an wen er sich vertrauensvoll wenden muss, um es sich zurückzuholen.
Totaleinfall schrieb:weisst du wie brutal ersticken ist? das ist minutenlange Todesqual
Wer einen Kabelbinder um den Halt geschnürt bekommt, erstickt aber nicht, sondern wird erdrosselt. Dabei tritt schon nach spätestens 30 Sekunden Bewusstlosigkeit ein, weil der Blutzufluss zum Gehirn durch die Kompression des Halsgefässe unterbrochen wird. Das ist zunächst reversibel, d.h. man ist noch nicht Tod. Der Tod tritt erst nach Minuten ein und zwar entweder durch den unterbrochenen Blutzufluss zum Gehirn und/oder durch eine Unterbrechung der Luftzufuhr. Für diese muss aber deutlich mehr Druck angewandt werden, weil die Luftröhre Knorpelspangen hat und deshalb schwerer zu komprimieren ist als die Blutgefäße.
Insofern "verschönert" so eine Strangulation mit einem Kabelbinder einen Suizd im Vergleich zum "einfachen" Ertrinken im Wasser erheblich, weil man sehr schnell bewusstlos wird.