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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

193 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Drogen, Mysteriös ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 10:38
@Dancingfool
@sallomaeander

Ein weiterer Passagier, der unterwegs zugestiegen ist, müsste sich in den GPS Daten ja zeigen. FP müsste dann ja irgendwo halt gemacht haben.
Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass jemand auf hoher See zugestiegen ist.
Und zwar nicht aus kriminellen Gründen, sondern zur Ausprache etc. Aber beim Schreiben merke ich schon, dass auch dieser Ansatz ziemlich unrealistisch ist.


Ein weiterer Ansatz wäre folgender:

Im Filmfall wurde gesagt, dass er bei den Ausflugsschiffen grüßte aber auch ein zwei Runden um das Schiff drehte um für sich Werbung zu machen. Vllt ist er bei einer solchen Aktion an die falsche geraten.

Angenommen er traf auf hoher See auf einen illegalen Schiffkutter, der ohne Tracking fuhr. Bei diesem führte FP sein Manöver aus (vllt war das die 8). Danach kam es zum Disput. Im Filmfall wird FP als ruhig aber auch resolut beschrieben. Ich meine es fällt der Satz "mit dem wolltest du dich nicht anlegen". Es kam also zum Streit, FP ergriff gerade nicht die Flucht, sondern ließ sich auf das Scharmützel ein. Es fiel ein Satz wie "Euch melde ich bei der Behörde" und schon ergab das eine das andere.


Klingt erstmal an den Haaren herbeigezogen, aber sind das nicht alle anderen Theorien auch etwas...?

Vorteil dieser Theorie ist, dass es zum einen das Vorhandensein des Schäkel erklären würde. Ein alter Schiffkutter hat das eher an Bord, als ein Drogenkurierboot. Zum anderen würde das improvisierte Vorgehen der Täter dazu besser passen als OK. Ich denke OK hätte sichergestellt, dass FP nicht mehr auftaucht.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 10:45
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ein weiterer Passagier, der unterwegs zugestiegen ist, müsste sich in den GPS Daten ja zeigen.
Gibt es denn Zeugen für das Slippen des Bootes in Gründeich? Theoretisch könnte ja ein weiterer Passagier von Beginn an an Bord gewesen sein- entweder einvernehmlich, oder aber, der Passagier hat die Mitfahrt erzwungen.

Ein unerwünschter Beifahrer könnte ja den Frank P. gezwungen haben, die Fahrt wie üblich durchzufühern, sich aber im Beisein von Zeugen (Ehrenrunde) weggeduckt haben.

Es ist so vieles denkbar.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 10:53
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Gibt es denn Zeugen für das Slippen des Bootes in Gründeich? Theoretisch könnte ja ein weiterer Passagier von Beginn an an Bord gewesen sein- entweder einvernehmlich, oder aber, der Passagier hat die Mitfahrt erzwungen
Ich denke dafür gibt es keine Zeugen.
Bei XY wird wenn ich mich recht erinnere die Formulierung verwendet, dass FP das Boot vermutlich alleine ins Wasser brachte. (Hervorhebung von mir). Das heisst man weiß es nicht mit 100% Sicherheit. Sowohl ob er Hilfe beim ins Wasser lassen hatte, noch ob er dann alleine unterwegs war.

Es ist grundsätzlich denkbar, dass noch jemand an Bord war. Dagegen spricht aber relativ eindeutig, dass der Zeuge des Ausflugschiffs niemanden gesehen hat. So ein Schnellboot hat ja keinen Unterstand, wo man sich verstecken könnte. Zudem wäre dann ja auch die Frage, warum FP noch ein paar Runden um das Ausflugboot gedreht hat, wenn er einen Mitpassagier verbergen wollte. Das macht nicht so Sinn.

Dann wäre denkbar, dass FP unterwegs jemanden aufgenommen hat. Entweder von Land oder auf Wasser. Ersteres müsste sich im GPS zeigen. zweiteres nicht unbedingt, wenn es bei langsamer Fahrt passiert.
Denkbar wäre grundsätzlich, dass man sich zu einer Aussprache oder ähnlichem getroffen hat. Was ist in der Zeit aber mit dem Boot des unbekannten Begleiters passiert?
Und warum hatte der unbekannte Begleiter dann einen solchen Schäkel mit?


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 10:57
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Zudem wäre dann ja auch die Frage, warum FP noch ein paar Runden um das Ausflugboot gedreht hat, wenn er einen Mitpassagier verbergen wollte. Das macht nicht so Sinn.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab der Kapitän, der im Filmfall als Zeuge befragt worden ist, an, dass Procopius an jenem Tag entgegen seiner sonstigen Gewohnheit keine Runde um die Fähre gefahren sei.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 11:24
Zu den Schäkeln konnte ich mir erst keinen Reim machen, habe hier aber möglicherweise eine Theorie.

Die Schmuggler führen die mit, um die Drogen im Notfall verschwinden zu lassen. Falls doch mal die Polizei/Küstenwache auftaucht, könnte man die Tasche mit der Ware über Bord schmeißen. Wenn die wasserdicht ist, geht die aber erstmal nicht unter sondern treibt auf dem Meer herum. Daher wird die mit einem Gewicht beschwert, um sofort zu verschwinden. Die Ware geht zwar verloren, die Schmuggler entgehen aber so einem Strafverfahren.

Was meint ihr?


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 11:34
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Für mich stellt sich die Frage, welchen Erkenntnisgewinn sich die Ermittler aus entsprechenden Bild- und Videoaufnahmen versprechen.
Die hier wiederholt vorgetragenen Vermutungen, auf solchen Aufnahmen könnten weitere Personen in Procopius' Boot zu sehen sein, sind vermutlich richtig, aber springen viel zu kurz.

Selbst auf "Landschaftsaufnahmen" könnte im Hintergrund zu sehen sein, wie Procupius das Boot zu Wasser lässt, ob er dabei allein ist oder nicht, ob auffällige Autos in der Nähe geparkt sind.

Generell könnten Aufnahmen bestimmter Fahrzeuge in der Region von Interesse sein, da auf Privataufnahmen fast immer das Kennzeichen zu sehen ist.

Jegliche Fotos von Booten auf der Elbe oder Außenelbe können mit AIS-Daten abgeglichen werden, ob jemand ohne Transponder unterwegs war und damit zunächst einmal für die Polizei überprüfenswert ist.

Von Touristenschiffen nach Helgoland können Aufnahmen entstanden sein, die theoretisch sogar eine Begegnung auf See zwischen Procupius und Dritten zeigen könnten.

Deswegen wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass alle Aufnahmen von Interesse sein könnten, auch wenn das für den Urheber der Fotos zunächst einmal nicht offensichtlich ist, da es doch "nur" ein Urlaubsfoto von der Elbe oder dem Kielwasser einer Helgoland-Fähre ist.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 13:19
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Welche Hypothese sich aus einem denkbaren Passagier ergäbe, ist mir allerdings unklar. Gäbe es dann ein weiteres Todesopfer? Das Boot wurde ja mWn herrenlos aufgefunden. Es kann einer weiteren Person also nicht zur Rückfahrt gedient haben.
Ich finde es naheliegend, dass man hofft, auf den Bildern eine zweite Person an Bord ausmachen zu können. Denn das wäre der Nachweis, dass es kein Suizid war (denn wieso hätte dann eine zweite Person irgendwo an Bord und nach dem Sprung ins Wasser wieder von Bord gehen sollen?). Es bliebe dann nur noch eine Mord, denn ein Unfall kann durch den Kabelbinder um den Hals wohl ausgeschlossen werden.

Aber ich finde Deinen EInwand sehr gut. Bisher hatte ich nur drüber nachgedacht, dass ein Täter ja irgendwann und irgendwo an Bord gegangen sein muss. Aber tatsächlich muss er unmittelbar nach der Tat ja auch irgendwie von Bord gekommen sein.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Gibt es denn Zeugen für das Slippen des Bootes in Gründeich? Theoretisch könnte ja ein weiterer Passagier von Beginn an an Bord gewesen sein- entweder einvernehmlich, oder aber, der Passagier hat die Mitfahrt erzwungen.
Der Fährenkapitän war sich im XY-Film absolut sicher, das nur eine Person an Bord war und dass das FP war.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Es ist grundsätzlich denkbar, dass noch jemand an Bord war. Dagegen spricht aber relativ eindeutig, dass der Zeuge des Ausflugschiffs niemanden gesehen hat. So ein Schnellboot hat ja keinen Unterstand, wo man sich verstecken könnte. Zudem wäre dann ja auch die Frage, warum FP noch ein paar Runden um das Ausflugboot gedreht hat, wenn er einen Mitpassagier verbergen wollte. Das macht nicht so Sinn.
Hat er doch gar nicht. Der Kapitän sagt, FP habe ihm gewunken und sei weitergefahren. Sonst hätte er immer ein paar Runden um die Fähre gedreht um Werbung für seien Touren zu machen, aber an dem Tag habe er das nicht gemacht.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Dann wäre denkbar, dass FP unterwegs jemanden aufgenommen hat. Entweder von Land oder auf Wasser. Ersteres müsste sich im GPS zeigen. zweiteres nicht unbedingt, wenn es bei langsamer Fahrt passiert.
In XY wurde gesagt, dass die Route aus dem Bordcomputer rekonstruiert wurde. Deshalb müssten ja dann doch auch die GEschwindigkeiten, Bremsungen und Beschleunigungen bekannt sein.
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man eine Person während der Fahrt, auch wenn sie langsam ist, zusteigen lässt. Da müssten ja dann zwei Bote pararallel fahren. Wäre da nicht viel zu riskant? Wenn man jemanden (freiwillig) zusteigen lässt würde ich erwarten, dass man das Boot stoppt und sich vom anderen Boot ein Seil zuwerfen lässt, so dass die Boote nicht plötzlich auseinanderdriften könnten.
Und wie @sallomaeander erklärt hat: das 8er-Mannöver dient dazu, zu einem bestimmten Punkt zurückzukehren, nicht an sich dazu jemanden oder etwas aufzunehmen. Das macht nur Sinn, wenn während der 8 die Fahrt so stark verlangsamt wird, dass man am Ende der 8 zum Stehen kommt und dann eben die Person oder das Paket aus dem Wasser fischt.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 13:49
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Was für mich wiederum eher für einen Suizid spricht ist der Totmannmechanismus.
Wie meinst du das dass dies für Suizid spräche und was meinst du mir "deaktiviert"?

Ich kenne es nur vom Jetski, hab noch nie ein Boot gesteuert.
Das Prinzip dürfte aber gleich sein, zumindest bei den klassischen Notstops.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 14:00
@__gans.ehrlich
Im Filmfall wird gesagt, dass FP immer einen solchen Totmannmechanismus hatte. Wäre er von Bord gegangen, hätte das Boot gestoppt.

Nun ist er von Bord gegangen, das Boot hat aber nicht gestoppt. Also wurde der Mechanismus deaktiviert oder gar nicht erst aktiviert.

Das kann durch FP geschehen sein (bei einem Suizid nachvollziehbar) oder durch fremde Hand. letzteres stelle ich mir im Eifer des Gefechts schwierig vor.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 14:15
Dass das Boot nicht gestoppt hat, bedeutet nur, dass die Person, die als Letztes das Boot verlassen hat, nicht die Totmannschnur getragen hat.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 14:35
@vorsichtfalle

Ah ok, danke. Das hatte ich wohl überhört.
Da würde ich vermuten dass FP den Stopper erst gar nicht angelegt hatte.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:die als Letztes das Boot verlassen hat, nicht die Totmannschnur getragen hat.



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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 15:07
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Dass das Boot nicht gestoppt hat, bedeutet nur, dass die Person, die als Letztes das Boot verlassen hat, nicht die Totmannschnur getragen hat.
Aber wie ist diese Person denn von Bord gegangen? Wenn es ein Mord war, muss sie ja zuerst FP von Bord geworfen und versenkt haben und dann selber irgendwie weg gekommen sein? Sie wird ja nicht einfach in die Nordsee gesprungen sein.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 15:34
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Angenommen er traf auf hoher See auf einen illegalen Schiffkutter, der ohne Tracking fuhr. Bei diesem führte FP sein Manöver aus (vllt war das die 8). Danach kam es zum Disput. Im Filmfall wird FP als ruhig aber auch resolut beschrieben. Ich meine es fällt der Satz "mit dem wolltest du dich nicht anlegen". Es kam also zum Streit, FP ergriff gerade nicht die Flucht, sondern ließ sich auf das Scharmützel ein. Es fiel ein Satz wie "Euch melde ich bei der Behörde" und schon ergab das eine das andere.
Auf den ersten Blick finde ich diesen Ansatz gar nicht so schlecht. Aber die große Frage in allen Szenarien, bei denen man zufällig einen anderen auf hoher See trifft, ist für mich immer: Wie kam der dann auf das Boot von FP? Grade wenn ich mich in einem Scharmützel befinde, mit wem und weswegen auch immer, werde ich doch lieber etwas Abstand halten und dafür sorgen, dass da niemand auf mein Boot kommt. Selbst wenn FP kein Typ war, der in solchen Situationen klein beigibt heißt das ja nicht, dass er gleich so nah ranfährt sodass ein anderer in sein Boot gelangen kann.

Wenn, dann muss so ein zufälliges Treffen mit jemanden daher meiner Meinung nach zunächst freundschaftlich oder zumindest nicht offen feindselig verlaufen sein.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 15:37
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber wie ist diese Person denn von Bord gegangen? Wenn es ein Mord war, muss sie ja zuerst FP von Bord geworfen und versenkt haben und dann selber irgendwie weg gekommen sein? Sie wird ja nicht einfach in die Nordsee gesprungen sein.
Wenn ein Tötungsdelikt vorliegt, muss definitiv noch ein weiteres Boot beteiligt sein mit dem der Täter dann wieder an Land zurückkehren konnte. Da führt wohl kein Weg dran vorbei.

Bei einem Suizid stellt sich aber meiner Meinung nach auch die Frage, warum Procopius nicht vorher den Motor ausmacht. Wäre doch sicherlich einfacher gewesen im vor sich hintreibenden Schlauchboot die Gewichte anzulegen und dann ins Wasser zu gleiten. Plus vorher augenscheinlich noch grundlos das Achtermanöver durchzuführen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 16:04
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Bei einem Suizid stellt sich aber meiner Meinung nach auch die Frage, warum Procopius nicht vorher den Motor ausmacht.
Weil er wollte, dass das Boot ohne ihn weiterfährt - das halte ich für eine naheliegende Erklärung.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 16:21
Der Fall ist knifflig, weil es x Möglichkeiten gibt.
Für Selbstmord wäre es arg umständlich.
Unfall? Eher ausgeschlossen. Kabelbinder und so...
Allerdings bleiben ja auch dann x Möglichkeiten.
Ein gezieltes Abholen von irgendwas? Dann hätte es im Vorfeld Mitwisser geben müssen.
Plus jemand, der das Abholen verhindern will.
Ein Zufallsfund? Möglich - und dann von einem anderen Boot überrascht werden? Dieses andere Boot müsste aber schon ein ganzes Stück entfernt gewesen sein, denn gleich nebenan werden die nicht gepaddelt sein.
Wie lange dauert ein Herausziehen von einer mittelschweren Kiste und wie schnell ist ein Boot, wie das, was lt Ermittlern gerne mal verwendet wird, wieder an der Stelle, wenn sie bemerken, dass da ein anderer am Paket fummelt.
Und hätte Herr Procopius das andere Boot sehen oder hören "müssen", wenn alles so relativ zeitnah passierte?


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 17:01
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Bei einem Suizid stellt sich aber meiner Meinung nach auch die Frage, warum Procopius nicht vorher den Motor ausmacht. Wäre doch sicherlich einfacher gewesen im vor sich hintreibenden Schlauchboot die Gewichte anzulegen und dann ins Wasser zu gleiten. Plus vorher augenscheinlich noch grundlos das Achtermanöver durchzuführen.
Die Frage habe ich mir auch gestellt und fand es völlig unplausibel. Nachdem ich aber den Thread hier komplett durchgelesen habe, bin ich nicht mehr so sehr davon überzeugt, dass das so keinen Sinn macht.

Wenn es ihm darum ging, den Suizid als Unfall zu tarnen, dann würde es eben Sinn machen, das Boot nicht einfach anzuhalten und ins Wasser zu springen, weil er sicher wusste, dass seine Frau die Route trackt und der Bordcomputer später ausgelesen werden kann.

Ich fand es auch unplausibel, dass er im Falle eines Suizid die Schwimmweste aufschlitzt, anstatt sie einfach vor dem Sprung ins Wasser abzulegen. Aber dann wäre sie an Bord oder vielleicht auf der See treibend gefunden worden und das hätte nicht zu einem Unfall gepasst. So dagegen war er davon ausgegangen, dass sie mit ihm untergeht und nie wieder auftaucht. Er hat sich durch das Aufschlitzen die Möglichkeit genommen, im letzten Moment doch noch, vielleicht in Panik, an dem Zipfel zu ziehen, um sie aufblasen zu lassen.
Auch den Kabelbinder um den Hals finde ich mit einem Suizid durchaus vereinbar. Ich schrieb ja schon oben, dass so eine Strangulation innerhalb von Augenblicken zur Bewusstlosigkeit führt und dadurch ein Ertrinken viel weniger qualvoll macht, als wenn man um Luft ringend untergeht.

Was allerdings meiner Meinung nach am meisten gegen einen Suizid spricht, ist die Andeutungd er Komissare im Studio, die sagten, es gäbe weitere Indizien die für ein Tötungsdelikt sprächen, die sie aber aus taktischen Gründen nicht erwähnen wollten. Bei einem wahrscheinlichen Suizid wären sie kaum zu XY gegangen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 17:09
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber wie ist diese Person denn von Bord gegangen? Wenn es ein Mord war, muss sie ja zuerst FP von Bord geworfen und versenkt haben und dann selber irgendwie weg gekommen sein? Sie wird ja nicht einfach in die Nordsee gesprungen sein.
Es ist nicht ganz einfach, von einem fahrenden Boot runterzukommen, aber für einen sportlichen Mann machbar. Zwei Boote mit einer Leine verbinden und dann rüberspringen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 17:15
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn es ihm darum ging, den Suizid als Unfall zu tarnen, dann würde es eben Sinn machen, das Boot nicht einfach anzuhalten und ins Wasser zu springen, weil er sicher wusste, dass seine Frau die Route trackt und der Bordcomputer später ausgelesen werden kann.
Nein, das macht trotzdem keinen Sinn. Ich erinnere: Es war ein Kabelbinder um seinen Hals. Das schließt aus, dass er es als Unfall tarnen wollte.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 17:16
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn es ihm darum ging, den Suizid als Unfall zu tarnen, dann würde es eben Sinn machen, das Boot nicht einfach anzuhalten und ins Wasser zu springen, weil er sicher wusste, dass seine Frau die Route trackt und der Bordcomputer später ausgelesen werden kann
Aber Procopius war doch in seinem Umfeld dafür bekannt in pedantischer Art und Weise die Totmannschnur anzulegen - in dem vorliegenden Fall spricht das weiterfahrende Boot deshalb ja gerade gegen den Unfall. Das wurde im Studiogespräch vom anwesenden Staatsanwalt nochmal explizit erwähnt.


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