OpLibelle schrieb:Und wie häufig bekommen Unfallchirurgen überhaupt Menschen mit Schlagverletzungen im Halsbereich nach einer Prügelei auf den Tisch? Deutet das auf eine gezielte Tötungsabsicht hin oder der passiert das öfters mal in der Hitze des Gefechts? Und was tun als Ersthelfer bei einer Larynxfraktur? Tracheotomie mit 'nem Kugelschreiber?
Laut KI ist das nix, was bei einer typischen Schlägerei passiert, sondern es braucht massive Gewalteinwirkung.
Was tun als Ersthelfer:
Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass durch die Verletzung mit der Zeit das Gewebe anschwillt oder es einblutet und das Opfer dann immer weniger Luft kriegt.
Falls das Opfer noch bei Bewusstsein ist: Aufrecht sitzen lassen, weil dann kriegt es leichter Luft als im Liegen und Blut und Sekret besser ablaufen können
Wenn bewusstlos: Stabile Seitenlage, damit das Opfer nicht an Blut, Erbrochenem oder seiner Zunge erstickt.
Möglichst vorsichtig, damit im verletzten Kehlkopf-Bereich sich nicht viel verschiebt.
In beiden Fällen einengende Kleidung wie Hemdkragen, Krawatte oder enge Jacke lockern, damit es besser atmen kann.
Beruhigend zureden, denn Opfer in Angst und Aufregung atmen schneller und flacher, verbrauchen mehr Sauerstoff, spannen die Muskulatur an, wir wollen aber das Gegenteil, dass das Opfer möglichst gleichmäßig und ökonomisch atmet, nicht viel Sauerstoff verbraucht und sich möglichst entspannt und ruhig sitzenbleibt.
Die berühmte - eigentlich Koniotomie mit Kugelschreiber:
Koniotomie ist ein bisschen weiter oben, am Kehlkopf, Tracheotomie weiter unten an der Luftröhre:
Die Schwierigkeit für den Laien:
Woher soll er wissen, wo er reinstechen soll, also wie die richtige Stelle für die Koniotomie finden?
Wenn man die falsche Stelle trifft, verletzt man den Kehlkopf oder die Luftröhrer noch mehr, trifft vielleicht noch eine Ader, es blutet noch mehr. Also ich würde das auf keinen Fall machen.
Falls das Opfer aufhört zu atmen:
Herzdruckmassage.
Aber in jedem Fall Notruf 112 wählen und dann in der Leitung bleiben - die sagen einem dann, was man tun soll.