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6fach Mord von Stade

583 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Jugendamt, Stade ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

6fach Mord von Stade

16.10.2026 um 13:08
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Die Beamten der Staatsanwaltschaft haben den dienstlichen Anweisungen ihres Vorgesetzten nachzukommen?
So ist es. Dieser deutsche Sonderweg, der in Zusammenhang mit dem befürchteten zukünftigen Staatsumbau durch populistische Kräfte aktuell neue Brisanz erhält, hatte sogar schon dazu geführt, dass Deutschland keine europäischen Haftbefehle mehr beantragen durfte.

Es geht dabei nicht um direkte Strafvereitelung durch die Politik, aber die sich aus der Weisungsgebundenheit ergebende Struktur der Anklagebehörden schafft ein Milieu, in dem die Exekutive direkt oder indirekt Einfluss auf die Strafverfolgung nimmt.

Das dürfte eigentlich nicht sein.


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16.10.2026 um 13:42
@sallomaeander
Eine Weisung alà „ bitte nicht weiter tiefer bohren, Ermittlungen einstellen gegen die arg gebeutelte „ Patentante“? Weil zb ihr Schwiegersohn schon mal vorsorglich ein Amt aufgegeben hat ( ein Opfer gebracht hat)?
Am besten etwas Gras drüber wachsen lassen?
Ich erinnere nochmal an diese Lady hier, Hülya Iri, eine Millionen € Fördergelder veruntreut, den man ihrem Verein Integrationsarbeit etc zugeschustert hat. Ein Filz wie er im Buche steht. Gottseidank ließ sich das nicht mehr unter den Teppich kehren. Der Staatsanwalt ermittelt.


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6fach Mord von Stade

16.10.2026 um 15:02
Beitrag von Bonesman (Seite 1)
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Inzwischen wurde bestätigt, dass das Baby ein Schütteltrauma erlitten hat. Nun droht der Kindesmutter eine Anklage. Die Staatsanwaltschaft hat also nun den Beweis, dass dem Baby damals tatsächlich Gewalt durch die Eltern / hier die Kindesmutter, erfahren hat.
Leider wenig überraschend.

Mal schauen, ob die fürsorgliche Patentante wieder ein zwanzigseites Pamphlet aufsetzt, um die Ungerechtigkeit und Lügen der deutschen Behörden anzuprangern.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Nach Schätzungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) werden in Deutschland jährlich 100 bis 200 Säuglinge und Kleinkinder mit Schütteltraumata in Kliniken behandelt. Fachleute gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, weil nicht alle betroffenen Kinder medizinisch versorgt werden. Sie vermuten, dass geistige und körperliche Beeinträchtigungen bei Kleinkindern teilweise auf früheres, nie diagnostiziertes Schütteln zurückzuführen sind.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/bremen/rb-gutachten-belegt-schuetteltrauma-vorwurf-in-mordfall-stade-102.html

Enise Ö. bitte nicht mehr Obhut über Kinder anvertrauen.


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6fach Mord von Stade

16.10.2026 um 16:04
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Eine Weisung alà „ bitte nicht weiter tiefer bohren, Ermittlungen einstellen gegen die arg gebeutelte „ Patentante“?
Das gerade nicht. Das wäre strafbare Strafvereitelung im Amt. So läuft das nicht.

Aber die angesprochene Struktur, darunter auch jederzeit in den Ruhestand entsendbare, politische Beamte, da haben die entsprechenden Leute u.U. schon "die Schere in Kopf".

Dieser vorauseilende Gehorsam kann mitunter schon bewirken, dass nur in die opportune Richtung gearbeitet wird.


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16.10.2026 um 17:16
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:6 Tote und demzufolge ungezählte Opferangehörige, erfordern und erwarten zurecht eine lückenlose Aufklärung.
Da kann man als Ermittler oder Staatsanwalt, keine sensible Rücksichtnahme auf kommende Wahlen, politische Interessen, oder Abgeordnete, walten lassen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich erinnere nochmal an diese Lady hier, Hülya Iri, eine Millionen € Fördergelder veruntreut, den man ihrem Verein Integrationsarbeit etc zugeschustert hat. Ein Filz wie er im Buche steht. Gottseidank ließ sich das nicht mehr unter den Teppich kehren. Der Staatsanwalt ermittelt.
Dein Vertrauen in allen Ehren, aber ich bin da durchaus nicht so optimistisch.

Zur Zeit steht die SPD in Niedersachsen/Hannover unter enormem Druck. Es gibt nicht nur den Fall Iri mit dem mutmaßlichen Millionenbetrug bei der Förderung von Integration.

Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes, den bisherigen Chef der SPD-Landtagsfraktion sowie den mittlerweile als Bürgermeisterkandidat nach Berlin gewechselten Präsidenten der Region Hannover.

Gegen sie steht der Verdacht im Raum, an Bestechungsversuchen beim Verkauf eines früheren Krankenhausgeländes mitgewirkt zu haben.

Diese Affären schlagen gegenwärtig hohe Wellen. Weitere Skandale kann die SPD da zur Zeit wahrlich nicht gebrauchen, etwa noch mehr heikle Erkenntnisse im Mordfall Stade. Ich denke mir, der Partei und den Regierungsverantwortlichen wie Ministerpräsident und SPD-Landeschef Lies sowie Justizministerin Wahlmann (ebenfalls SPD) wäre es wohl sehr recht, wenn das Verbrechen in Stade nicht noch weiter im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen würde - zum Beispiel mit einem förmlichen Ermittlungsverfahren gegen die Fluchthelferin Sylvia S. und die Partnerin des sechsfachen Mörders, Enise Ö.

Zu Wahlmann muss man noch wissen, dass sie gegenwärtig bereits durch einen Untersuchungsausschuss wegen eines korrupten, Drogenbanden unterstützenden Staatsanwalts und durch eine angeblich überzogene Reisetätigkeit auf Staatskosten unter Druck steht. Im Fall Stade wurde sie zuletzt auch angegriffen, weil sich der Täter in der Haft das Leben nehmen konnte.

Kurzum: Es gäbe wohl Interesse genug, die Diskussion um das Verbrechen von Stade auszubremsen. Das würde ich jedoch für fatal halten.


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16.10.2026 um 17:29
@Tiergarten
Ich möchte aber optimistisch bleiben… aber mal im Ernst… was für ein Mess und Sumpf. Und dann wundern sich die Politiker, warum viele inzwischen das Vertrauen verloren haben.
Kracht? Vor dessen Riesen Plakat Aufsteller musste ich wochenlang an der Ampel warten. Jeden Tag… und der ist so optimistisch, dass sich alles aufklären wird und pokert derweil hier mit den Linken rum. Normalerweise würde man doch erwarten, dass er erst mal während der Ermittlungen, die Füße etwas stillhält. Aber wie gesagt, was Du da schilderst, das kann man sich echt nicht mehr schönreden.

@sallomaeander
In diesem speziellen Fall, haben die Behörden zumindest etwas Druck von außen einzupreisen. Opferangehörige der ermordeten Sozialarbeiter, haben sich längst einen Anwalt genommen und ich hoffe der lässt nicht locker, bzgl Ermittlungen zu jeder der beiden Ladys, sowohl Kindesmutter als auch Patentante.
Da dürfen keine Leerstellen bleiben, oder quälende Fragen für immer. Ich meine, dass waren immerhin 6 Opfer, die man evtl hätte verhindern können, wenn die Hintergründe zum Vorleben des Täters vorher bekannt gewesen wären. Er war sozusagen illegal im Land, ist irgendwie unter Radar geflogen und hat hier so ein rambazamba veranstaltet mit den Behörden und den Ärzten, unter fleißiger Unterstützung einer philanthropisch veranlagten Sozialarbeiterin. Die noch einen Kredit aufgenommen hat, um ihm das Fluchtfahrzeug abzukaufen. Die Frau alà Schwiegermutter hat zusätzlich noch den Ruf ihres ahnungslosen Schwiegersohns beschädigt, mit ihrem seltsamen Verständnis von Nächstenliebe zu einem vorbestraften Herrn, der offiziell nicht hätte hier sein dürfen, sondern in der Türkei in einem Knast.


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16.10.2026 um 18:09
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Kracht? (…)
Normalerweise würde man doch erwarten, dass er erst mal während der Ermittlungen, die Füße etwas stillhält. Aber wie gesagt, was Du da schilderst, das kann man sich echt nicht mehr schönreden.
Nun, die Ermitllungen haben erst begonnen; einstweilen gilt die Unschuldsvermutung, neben Krach auch für den Stadtverbandsvorsitzenden und den Fraktionschef.

Dieser Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion ist inzwischen zurückgetreten, ebenso wie nach dem Attentat von Stade der niedersächsische Landesbeauftragte für Migration. Er, ein SPD-Landtagsabgeordneter, ist bekanntlich Schwiegersohn jener Sylvia S., die nicht nur dem Mörder als Fahrerin des Fluchtwagens aktiv behilflich war, sondern die zuvor auch in einer Medienkampagne für den um ein Sorgerecht kämpfenden Vater und späteren Täter Fatih G. mobil gemacht und zuständige Behörden massiv angeprangert hat.

Ihre Rolle und ihre Motivation gilt es aufzuklären. Dazu zählt natürlich in erster Linie, ob sich Sylvia S. der Beihilfe zum sechsfachen Mord schuldig gemacht hat, ob sie mithin Komplizin war. Darauf haben insbesondere die Hinterbliebenen der Opfer einen Anspruch.

Geklärt werden muss aber meiner Meinung nach zum Beispiel auch, wie die Bremerin überhaupt Kontakt pflegen konnte zu jemandem, der sich offenkundig illegal in Deutschland aufhielt, und inwieweit in die Unterstützung von Fatih G. politische und behördliche Stellen involviert waren.


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16.10.2026 um 21:53
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:Mal schauen, ob die fürsorgliche Patentante wieder ein zwanzigseites Pamphlet aufsetzt, um die Ungerechtigkeit und Lügen der deutschen Behörden anzuprangern.
Und nicht nur das: Vielleicht fordert sie ja noch Schadensersatz und Schmerzensgeld, weil die Polizei in reiner Willkür die Reifen des Luxus-Mercedes zerschossen und so verhindert hat, dass sie sich mit dem sechsfachen Mörder dem Zugriff der Häscher entziehen konnte?

Doch Sarkasmus beiseite: Mit dem jetzt veröffentlichten Gutachten zum Schütteln des Kindes ist eindeutig klar, dass Fatih G. und seine Unterstützer absolut im Unrecht waren, als sie den Ärzten der Medizinischen Hochschule Hannover und den Behörden bösartige Unterstellungen machten. Tatsächlich waren es der Vater und/oder die Mutter, die dem Kind lebensbedrohliche Verletzungen zufügten.

Sie und ihre Helfer wie die ominöse Patentante tragen die Schuld dafür, dass die Verantwortung für das fatale Schütteln des Kindes abgewälzt werden sollte und am Ende alles in einer Katastrophe mit sechs Toten mündete. Das muss strafrechtliche Konsequenzen bei all denen haben, die noch zur Rechenschaft gezogen werden können.


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19.10.2026 um 18:22
Die Mutter-Kind-Einrichtung in Stade wurde wieder geöffnet. Die Tochter der ermordeten Ilka Lindner übernimmt als Geschäftsführerin.

Erstaunlicherweise hat niemand gekündigt.
Seit Juni habe keine der Kolleginnen und Kollegen gekündigt, sagte die pädagogische Leiterin des Hauses, Vanessa Stabel. Die Haltung sei »jetzt erst recht«: »Uns war sofort klar, wir wollen zurück an den alten Standort.« Das Team werde weiterhin therapeutisch unterstützt.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/stade-tochter-von-opfer-uebernimmt-mutter-kind-haus-a-4ad6b0f9-d6a3-487e-bc4a-53db3b2a1ac8


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19.10.2026 um 18:40
Das "Jetzt erst Recht" der Mitarbeitenden kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen.
Die Rolle der Tochter als Geschäftsführerin habe ich noch nicht ganz verstanden. Sollte sie aber auch in der Einrichtung selbst tätig sein, hat sie meine volle Hochachtung. Jeden Tag an den Ort zu gehen, an dem die eigene Mutter brutal ermordet wurde, ist sicher nicht leicht.

Ich wünsche dem Team nur das Beste und viel Kraft!


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20.10.2026 um 22:08
Zitat von EdnaEdna schrieb:Die Rolle der Tochter als Geschäftsführerin habe ich noch nicht ganz verstanden. Sollte sie aber auch in der Einrichtung selbst tätig sein, hat sie meine volle Hochachtung. Jeden Tag an den Ort zu gehen, an dem die eigene Mutter brutal ermordet wurde, ist sicher nicht leicht.
Sie hat es vllt vor. Sie ist erst 21. Eine unglaubliche Kraft, dass sie knapp 4 Monate später diese Verantwortung übernimmt, wo sie selbst noch im Studium ist:
Kiara Lindner ist selbst noch im Studium, sie studiert Soziale Arbeit. Nun ist sie zusätzlich Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Stethu GmbH, einer Gesellschaft, die ihre Mutter 1999 gründete. Ilka Lindner starb am 29. Juni - der mutmaßliche Täter erschoss insgesamt sechs Menschen in Stade.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/21-jaehrige-uebernimmt-leitung-von-mutter-kind-haus-in-stade-interview,stade-394.html

Welch Entschluss. Ich wünsche ihr dafür weiter viel Kraft in diesem jungen Alter. Dass sie die Stärke dafür hat, zeigt sie mit diesem Schritt.


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22.10.2026 um 03:16
Bei allem Respekt, aber ich finde das alles ziemlich seltsam. Wie ist es möglich, dass eine 21-jährige Studentin eine solche Einrichtung leiten kann?

Sie hat formal keine abgeschlossene Berufsausbildung, das Studium läuft noch. Überall sonst in Deutschland zählt Qualifikation auf dem Papier - und hier ist das egal?

Mit 21 kann sie nicht mal Lebenserfahrung einbringen. Was qualifiziert die Dame für diese Aufgabe?

Und dann sollen in einem so belasteten Haus Menschen mit Problemen leben und zur Ruhe kommen, vor äußeren Einflüssen geschützt werden?

Ich würde da ständig über das Geschehene nachdenken und was Menschen dort erlitten haben - und das als Person ohne schwerwiegende persönliche Probleme, wegen denen ich in einer Einrichtung leben muss.

Ich glaube auch nicht so ganz, dass die zahlreichen Mitarbeiter „jetzt erst recht“ dort weitermachen wollen, nach nur wenigen Monaten und nachdem man neu angestrichen hat.

Das alles wirkt wie ein Wegrennen, möglichst schnell weitermachen als sei nichts gewesen: „Wir tun so als wäre alles wieder prima, wie ein Auto, das man repariert und dann fährt es wieder wie vorher.“

Es gibt ja diese irrige Verhaltens- und Denkweise „Ich schaue weg und was ich nicht sehe, gibt es dann einfach nicht.“
Aber natürlich sind die Dinge trotzdem da und man redet sich nur ein, es gäbe sie nicht weil man sie nicht sieht.

So kommt mir das alles vor. Man will krampfhaft Normalität produzieren, aber diese Normalität gibt es dort nicht. Über kurz oder lang geht die jetzige Herangehensweise schief, fürchte ich.

Ich wünsche dem Team alles Gute, befürchte aber, dass es in die Hose geht.


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22.10.2026 um 08:13
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Bei allem Respekt, aber ich finde das alles ziemlich seltsam. Wie ist es möglich, dass eine 21-jährige Studentin eine solche Einrichtung leiten kann?
Sie wird Geschäftsführerin der GmbH, dafür muss man 18 sein und nicht vorbestraft. Ich denke die junge Frau wird sich das gut überlegt haben.
Das Haus hat 7 Plätze für Mütter mit ihrem Kind / ihren Kindern, diese werden normalerweise vom Jugendamt belegt und bezahlt.

Es gibt eine eigene pädagogische Leitung und sicher hat die junge Frau jetzt erst mal viel Stress, sich in die Geschäfte einzuarbeiten.
Ja aber ich finde es toll, dass das Team weitermachen will.

Dort sind auch nicht Menschen mit unheimlich schweren Problemen, sondern normalerweise junge Mütter, die Hilfe mit dem Baby benötigen. Es gibt Hilfepläne, interessant wäre zu wissen, ob die Einrichtung die Unterbringung der Partnerin von Fatih G. hätte ablehnen können.

Ich hoffe sehr, dass es noch Verurteilungen geben wird, auch von dem Typen, der in Berlin Waffen unter der Theke verkauft.


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22.10.2026 um 08:23
Zitat von kalekokaleko schrieb:Es gibt Hilfepläne, interessant wäre zu wissen, ob die Einrichtung die Unterbringung der Partnerin von Fatih G. hätte ablehnen können.
Ja, hätte sie. Keine Jugendhilfe-Einrichtung ist verpflichtet, jemanden aufzunehmen.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Es gibt eine eigene pädagogische Leitung und sicher hat die junge Frau jetzt erst mal viel Stress, sich in die Geschäfte einzuarbeiten.
Ja aber ich finde es toll, dass das Team weitermachen will
Ich denke auch, dass ihre Position als Geschäftsführerin eher ein symbolischen Wert hat als einen fachlich-pädagogischen (dafür ist die pädagogische Leitung da) So, wie ich es verstanden habe, hat ihre Mutter als Geschäftsführerin die Einrichtung gegründet. Dennoch trägt sie natürlich in ihren jungen Jahren damit eine riesen Verantwortung. In einem Nachruf klang es so, als wäre die Mutter mit sehr viel Herzblut bei der Arbeit gewesen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man das gern ehren würde und nicht der nächstbesten Trägergesellschaft überlassen möchte. Ich kann daher ihre Entscheidung sehr gut verstehen.

Aus Sicht der Mitarbeitenden kann ich mir schon gut vorstellen, dass alle aus einem "jetzt erst recht" - Gedanken dort weitermachen wollen. Ob das in der Realität auch so gut klappt, wird sich vermutlich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen. Gezwungen wurde sicherlich niemand, dort weiterzuarbeiten. Zumal man als sozialarbeiter*in auch relativ schnell was anderes finden würde.


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22.10.2026 um 08:39
Zitat von kalekokaleko schrieb:Dort sind auch nicht Menschen mit unheimlich schweren Problemen, sondern normalerweise junge Mütter, die Hilfe mit dem Baby benötigen.
Das kommt übrigens auf die Art der Einrichtung an. Bei Mutter-Kind-Einrichtungen gibt's durchaus auch diese, die Mütter mit schweren Problemen aufnehmen. Das geht von Missbrauch über Sucht, Trauma, Impulskontrollstörungen.. alles, was man sich vorstellen kann. Dass hier eine Mutter mit Kind mit Verdacht auf Schütteltrauma und potentiell problematischem Vater aufgenommen wurde, deutet schon darauf hin, dass diese Einrichtung auch die "Problemfälle" betreut.


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22.10.2026 um 10:22
Zitat von EdnaEdna schrieb:Die Rolle der Tochter als Geschäftsführerin habe ich noch nicht ganz verstanden.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Sie wird Geschäftsführerin der GmbH, dafür muss man 18 sein und nicht vorbestraft. Ich denke die junge Frau wird sich das gut überlegt haben.
Zitat von EdnaEdna schrieb:Ich denke auch, dass ihre Position als Geschäftsführerin eher ein symbolischen Wert hat als einen fachlich-pädagogischen (dafür ist die pädagogische Leitung da) So, wie ich es verstanden habe, hat ihre Mutter als Geschäftsführerin die Einrichtung gegründet.
Am besten ist, wir werfen mal hier einen Blick rein:
https://www.northdata.de/Stethu%20GmbH,%20Stade/Amtsgericht%20Tostedt%20HRB%20101190

Ich könnte mir vorstellen, dass die Tochter die Anteile der Mutter an der GmbH "geerbt" hat.
In der GmbH gibt einen weiteren Geschäftsführer, einen Prokuristen und weitere Gesellschafter.
So eine GmbH kann man nicht einfach so auflösen, bestenfalls kann man sie in Insolvenz gehen lassen.
Die Aufgabe von Klara Lindner als Geschäftsführerin wird wohl hauptsächlich im kaufmännischen Bereich zu finden sein.


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22.10.2026 um 11:15
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ich würde da ständig über das Geschehene nachdenken und was Menschen dort erlitten haben - und das als Person ohne schwerwiegende persönliche Probleme, wegen denen ich in einer Einrichtung leben muss.
Natürlich ist das ein traumatisches Erlebnis für alle Beteiligten, die Einrichtung war aber ja jetzt geschlossen, die betreuten Bewohnerinnen anderweitig untergebracht, ich könnte mir denken, dass gefragt wurde, ob sie auch zurückkehren wollen.

Das Team scheint ja gut zusammen zu funktionieren, sie werden auch therapeutisch betreut, dass der Raum nicht mehr genutzt wird, finde ich auch ein Zeichen der Trauerbewältigung.

Die Einrichtung wurde ja als freier Träger zugelassen, da muss man dem Jugendamt schon einiges an Konzepten und Nachweisen vorlegen, z. B. pädagogisches Personal. Theoretisch könnte man die Zulassung entziehen, aber dafür sehe ich keine Gründe.
Zitat von EdnaEdna schrieb:Ja, hätte sie. Keine Jugendhilfe-Einrichtung ist verpflichtet, jemanden aufzunehmen.
Habe grade in Wikipedia gelesen, dass es zunächst eine Inobhutnahme war, gut man weiß nicht, ob auch dort in der Einrichtung und die Aufnahme in der Mutter-Kind-Einrichtung dann als Auflage für Enise Ö. / dann wäre ja theoretisch die Einrichtung verpflichtet, Mutter und Kind wieder zu betreuen.
Zitat von emzemz schrieb:So eine GmbH kann man nicht einfach so auflösen, bestenfalls kann man sie in Insolvenz gehen lassen.
Natürlich kann man eine GmbH auflösen.


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22.10.2026 um 11:32
Zitat von kalekokaleko schrieb:Natürlich kann man eine GmbH auflösen.
Habe ich ich auch nicht behauptet, das ginge nicht. Sicher kann man das, aber eben nicht von heute auf morgen.
Nur darum ging es mir.


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22.10.2026 um 11:39
Zitat von kalekokaleko schrieb:Sie wird Geschäftsführerin der GmbH, dafür muss man 18 sein und nicht vorbestraft.
Ja, formal. De facto braucht man aber wirtschaftlichen Sachverstand und ich sehe nicht, woher sie den haben sollte.

Das Engagement in allen Ehren, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht…
Zitat von EdnaEdna schrieb:In einem Nachruf klang es so, als wäre die Mutter mit sehr viel Herzblut bei der Arbeit gewesen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass man das gern ehren würde und nicht der nächstbesten Trägergesellschaft überlassen möchte. Ich kann daher ihre Entscheidung sehr gut verstehen.
Ihre Mutter hat das aber vermutlich langsam aufgebaut und ist in die Aufgabe hereingewachsen. Diese Aufgabe von 0 auf 100 zu übernehmen ist schon sehr ambitioniert. Guter Wille ersetzt leider keine fachlich erforderliche Kompetenz…
Zitat von kalekokaleko schrieb:Das Team scheint ja gut zusammen zu funktionieren, sie werden auch therapeutisch betreut, dass der Raum nicht mehr genutzt wird, finde ich auch ein Zeichen der Trauerbewältigung.
Naja, ob das der Weisheit letzter Schluss ist daraus einen Archivraum zu machen… pietätvoll ist das nicht, sondern eher in Richtung „ganz schnell so tun als wäre alles normal.“ Es wird ein belangloser Raum ohne besondere Bedeutung, was seltsam ist weil da sind gewaltsam 6 Menschen gestorben.

Naja, die sollen es machen, wie sie möchten. Das ist okay. Ich glaube nur nicht, dass das so funktioniert. Man wird es sehen…


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22.10.2026 um 13:07
Zitat von VolvicVolvic schrieb:De facto braucht man aber wirtschaftlichen Sachverstand und ich sehe nicht, woher sie den haben sollte.
Ich könnte mir vorstellen, dass sie einen Steuerberater an ihrer Seite hat.


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