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6fach Mord von Stade

554 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Jugendamt, Stade ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 18:19
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Ich wüsste ja gerne, woraus du einen Anspruch der Öffentlichkeit ableitest, etwas über die Gründe zu erfahren.

Den sehe ich nicht.

Und, wie gesagt, der dringende Tatverdacht würde für eine Inhaftierung alleine nicht ausreichen, es müsste zudem ein Haftgrund vorliegen.
Zitat von emzemz schrieb:Nein, die Öffentlichkeit hat keinen Anspruch darauf zu erfahren, warum die Staatsanwaltschaft keinen Grund für einen dringenden Tatverdacht sieht, um gegen die beiden Frauen (Kindsmutter und Patentante) einen Untersuchungshaftbefehl zu beantragen.

Es gibt nichts, was diesen vermeintlichen Anspruch unterstützen würde.
Das gilt auch für einen sechsfachen Mord? Da soll der Öffentlichkeit vorbehalten bleiben, warum zwei offenkundige Unterstützerinnen des Täters auf freiem Fuß geblieben sind?

Eine, die dem Killer zur Flucht verhalf, und eine, die durch aktives Eingreifen augenscheinlich verhindern wollte, dass sich eines der schwer verletzten Opfer vor dem Todesschützen in Sicherheit bringen konnte?

Die Ermittler werden ja Gründe für ihr Vorgehen haben, vielleicht auch triftige. Warum sollte man die dann nicht benennen? Vor allem die Angehörigen der Opfer werden gewiss auf Antworten warten, zumal gegen den Haupttäter ja nicht mehr ermittelt werden kann und darf.


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 18:29
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:um 18:19
Zumal das Ganze ja nicht im häuslichen, familiären, privaten Umfeld geschehen ist.


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08.09.2026 um 18:48
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Die Ermittler werden ja Gründe für ihr Vorgehen haben, vielleicht auch triftige. Warum sollte man die dann nicht benennen?
Weil es nicht zu den Aufgaben eines Staatsanwalts gehört, den Leuten, erst mal die StPO zu erklären.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Vor allem die Angehörigen der Opfer werden gewiss auf Antworten warten, ...
Die werden sicher allesamt anwaltschaftlich betreut werden und deshalb derartige Fragen gar nicht erst stellen.


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08.09.2026 um 18:57
Zitat von emzemz schrieb:Die werden sicher allesamt anwaltschaftlich betreut werden und deshalb derartige Fragen gar nicht erst stellen.
Das sehe ich ganz und gar nicht so. Wie auch im folgenden Artikel von den Anwälten der Opferfamilien nach dem Suizid erläutert.

https://www.stern.de/gesellschaft/bluttat-in-stade---anwalt-der-opfer-beschreibt-hilflosigkeit-38006106.html


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08.09.2026 um 19:01
Zitat von nairobinairobi schrieb:
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Kennst Du irgendeinen Fall, wo bei Haftbefehlen die Justizbehörde sich verweigert hat?
Das kommt öfters vor. Die Polizei nimmt jemanden vorläufig fest. Der wird am nächsten Tag beim Ermittlungsrichter am zuständigen Amtsgericht vorgeführt und auf freien Fuß gesetzt.
Nach meinen Erfahrungen wird das in Städten oft lockerer gehandhabt als auf dem Land.
Die Richter wollen ihren Bereich sauber haben.
Es ging bei meiner Frage nicht darum, dass es bescheuerte Richter wie „Richter Gnadenlos“ der einen oder anderen Art gibt, so wie Ex-Richter Ronald Schill genannt wurde vielleicht erstmals von Richter-Kollegen in Hamburg und später von der gesamten Öffentlichkeit.

Jetzt fristet er sein Dasein in einer brasilianischen Favela, war er doch einst angetreten, Hamburg aus dem Sumpf zu retten, ist er nun woanders im Sumpf versackt:
Schill 2014 zu Bild: „Es ist nicht so, dass ich hier die Drogenbosse toleriere, sondern die Drogenbosse tolerieren mich.“
Man fragt sich rückblickend: Was war passiert, dass sich ein Fünftel der für ihre Liberalität bekannten Hamburgerinnen und Hamburger dazu hatte hinreißen lassen, einem (wie sich später herausstellte) notorischen Kokser und Dummschwätzer politische Verantwortung zu übertragen?
Quelle:
https://www.rnd.de/panorama/ronald-schill-was-ist-aus-richter-gnadenlos-geworden-TTGTJXIRBFGYLD4MW7QEHS6GNI.html



Es ging vielmehr um eine Strukturfrage bei der Gewaltenteilung.
Das Gericht bemängelte, deutsche Staatsanwaltschaften seien nicht unabhängig genug. Zu den Voraussetzungen für die Vollstreckung eines Europäischen Haftbefehls gehört laut EuGH-Beschluss, dass sie von einer "Justizbehörde" ausgestellt werden.
Es ging um die Unabhängigkeit der deutschen Staatsanwaltschaften!

Es ging darum, dass es nicht gut ist, dass deutsche Staatsanwaltschaften, Exekutive (vollziehende Gewalt), von ihren Vorgesetzten in der Justizbehörde (Justizminister), Exekutive abhängig sind.

Es ging nicht um Richter, die der Judikative (Rechtsprechung) angehören und damit nicht weisungsgebunden sind.


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08.09.2026 um 19:08
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Das sehe ich ganz und gar nicht so. Wie auch im folgenden Artikel von den Anwälten der Opferfamilien nach dem Suizid erläutert.
Wurden in dem Artikel Fragen zu den Haftbefehlen diskutiert?


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 19:17
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:dass es bescheuerte Richter wie „Richter Gnadenlos“ der einen oder anderen Art gibt, so wie Ex-Richter Ronald Schill genannt wurde vielleicht erstmals von Richter-Kollegen in Hamburg und später von der gesamten Öffentlichkeit.
Richter sind unabhängig.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Es ging um die Unabhängigkeit der deutschen Staatsanwaltschaften!
Inwiefern jetzt in Zusammenhang mit dem Fall?


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 19:24
Zitat von emzemz schrieb:Wurden in dem Artikel Fragen zu den Haftbefehlen diskutiert?
Ich würde das Interesse der Hinterbliebenen im Artikel so interpretieren. Vermutlich meinen wir aber beide gerade nicht das Gleiche.

Du meinst vermutlich eine konkrete Quelle, die untermauert, dass die Angehörigen einen Haftbefehl erhoffen. Die gibt es so nicht.

Jedoch, und so verstehe ich die im Artikel durchaus diplomatisch gehaltene Antwort des Opferanwaltes:

Wenn meinem Familienangehörigen derartiges passiert wäre und der Täter sich suizidiert, würde ich auf Antworten drängen, hoffen, verstehen wollen.

Trauerphasen umfassen bekanntlich auch Verständnislosigkeit und Wut. Hinterbliebene wollen Antworten, Gerechtigkeit. Ich bin mir sicher, die Hinterbliebenen sind fassungslos und verstehen nicht, warum gerade in den letzten Wochen gar nichts gegen die zwei Frauen unternommen wird.
Gerade wenn veröffentlicht wird, wie sich die Kindsmutter auf ein Opfer gestürzt hat und dies durch die ganze Presse geht.


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 19:43

Zitat von nairobinairobi schrieb:
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Es ging um die Unabhängigkeit der deutschen Staatsanwaltschaften!
Inwiefern jetzt in Zusammenhang mit dem Fall?
Mitlesen lohnt sich!

Hier sind vier der Ausgangspunkte:
Beitrag von emz (Seite 26)
Beitrag von Salamander32 (Seite 26)
Beitrag von emz (Seite 26)
Beitrag von sallomaeander (Seite 26)

Der Ursprung liegt hier:
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb am 05.09.2026:
Zitat von LanzaLanza schrieb am 04.09.2026:könnte der Druck unausweichlich werden für eine Haft.
Ich dachte du weiss, unter welchen Bedingungen U-Haft verhängt werden kann.
Kleiner Tipp: Druck durch Medien gehört nicht dazu.



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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 19:56
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:In meinen Augen hat sich die Fluchthelferin dringend der Beihilfe zum sechsfachen Mord verdächtig gemacht. Das sehen die Ermittler offensichtlich anders, denn Sylvia S. ist nach wie vor auf freiem Fuß. Sie sind aber -spätestens zum Abschluss der Ermittlungen- eine Erklärung schuldig, warum die Unterstützung des Mörders keine unmittelbaren Folgen für die 65-Jährige hatte.
Für einen dringenden Tatverdacht wegen Beihilfe zum Mord müsste sie schon zum Zeitpunkt der Tat/vorher von dieser gewusst bzw diese erwartet und billigend in Kauf genommen haben. Ich nehme an, hierfür fehlen den Ermittlern ausreichend Anhaltspunkte. War sie zB ggf selbst überrascht über die Tat, entschied sich dann aber aus welchen Gründen auch immer ihm bei der Flucht zu helfen, ist das allenfalls Strafvereitelung - dann aber ist für einen Haftbefehl Flucht, Verdunklungs-oder Wiederholungsgefahr nötig (besteht wohl nicht).

Sukessive (nachträgliche) Beihilfe gibt es nicht, dh wer eine Tat, von der er vorher nichts wusste, dann irgendwie billigt und den Täter unterstützt kann nicht wegen Beihilfe zu dieser Tat bestraft werden.


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08.09.2026 um 19:57
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:
Nach Informationen des WOCHENBLATT soll Fatih G. zu keiner Zeit staatliche Sozialleistungen bezogen haben. Damit stellt sich die Frage, wie er seinen Lebensunterhalt finanzierte und mit welchem Geld er das Fluchtauto, einen 400 PS starken Mercedes AMG, erwerben konnte. Wenige Tage vor der Tat hat er zudem in Berlin die später verwendete Tatwaffe samt Munition für rund 4.000 Euro gekauft. „Die Eigentumsverhältnisse rund um das Fluchtauto sowie die Bezahlung der Tatwaffe werfen weitere Fragen auf“, erklärte Butter auf Anfrage.
„Der mutmaßliche Täter von Stade war nicht unsichtbar“, sagt Butter. „Es gab verschiedene behördliche Berührungspunkte, aber offenbar keinen roten Faden. Wir müssen wissen, welche Informationen wann vorlagen, wie sie bewertet wurden und warum daraus keine Konsequenzen entstanden.“ Nach Angaben der CDU lebte Fatih G. ab Mai 2025 in Garbsen, ohne dort gemeldet zu sein. Die zuständige Ausländerbehörde soll davon erst nach der Tat erfahren haben. „Warum hat sein Aufenthaltsstatus offenbar keine weiteren Schritte ausgelöst?", wundert sich Butter. "Diese Frage muss beantwortet werden.“
Hinweise gibt es zudem darauf, dass Fatih G. bereits als Jugendlicher in Goslar strafrechtlich in Erscheinung getreten sein könnte. Auch hier stellt sich die Frage, warum diese Vorgänge nicht eindeutig seiner Person zugeordnet werden konnten. Angeblich soll er damals einen anderen Nachnamen getragen haben.
Quelle: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/c-blaulicht/stader-sechsfachmord-im-landtags-innenausschuss-was-wusste-der-staat-ueber-fatih-g_a418659
Sehr interessant. Woher das Geld kam, womit er sich das Leben finanzierte, wird wohl nie herauskommen. Es wäre aber sicher sinnvoll, das zu eruieren.
Viele arbeiten sich ihr Leben lang ab. Dann von solchen Personen zu hören, macht wütend.


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08.09.2026 um 20:03
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:zwei offenkundige Unterstützerinnen des Täters
Des Täters, mag sein. Auch der Tat?

Mir scheint das subjektive Element hier sehr wichtig - wann begriffen sie was er tat und wollten sie dies mit ihren Handlungen vor Vollendung dieser Tat fördern? Kann schon sein (Anfangsverdacht +) , aber besteht dafür eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit (dringender Tatverdacht?) ?


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08.09.2026 um 20:06
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:Für einen dringenden Tatverdacht wegen Beihilfe zum Mord müsste sie schon zum Zeitpunkt der Tat/vorher von dieser gewusst bzw diese erwartet und billigend in Kauf genommen haben. Ich nehme an, hierfür fehlen den Ermittlern ausreichend Anhaltspunkte. War sie zB ggf selbst überrascht über die Tat, entschied sich dann aber aus welchen Gründen auch immer ihm bei der Flucht zu helfen, ist das allenfalls Strafvereitelung - dann aber ist für einen Haftbefehl Flucht, Verdunklungs-oder Wiederholungsgefahr nötig (besteht wohl nicht).
Vielen Dank für die Erläuterung. Aber muss man die Kindesmutter denn unbedingt wegen Beihilfe anklagen.
Was ist mit tätlichem Angriff, Gewalt gegen hilflose Opfer?

Aber offensichtlich ja kein Haftgrund bisher. Leider


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 20:22
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Aber offensichtlich ja kein Haftgrund bisher. Leider
Warum leider?

Sollte die Dame sich einer Straftat schuldig gemacht haben, wird es früher oder später zu einer Gerichtsverhandlung mit entsprechendem Urteil kommen.

Da muss man sich doch gar keine Sorgen machen.


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08.09.2026 um 20:31
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Da muss man sich doch gar keine Sorgen machen.
Da mache ich mir auch keine Sorgen. Die ganzen Hintergründe machen mich nur extrem wütend. Und das "leider" bezieht sich auf die Hoffnung auf ein Stück Gerechtigkeit für die Hinterbliebenen.

Und nein, ich glaube nicht, dass dir Frau des Täters so völlig unwissend war.


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08.09.2026 um 21:26
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Die ganzen Hintergründe machen mich nur extrem wütend.
Ich war so wütend, dass mich der ganze Fall abgestoßen hat und ich mich damit nicht tiefer gehend befasst habe über Monate.

Jetzt sehe ich es so wie hier:
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Und dieser Fall scheint mit internationalen Verwicklungen in Zusammenhang zu stehen- sonst hätte ein entflohener Häftling sich nicht ohne erkennbare Einkommensquelle durch halb Europa bewegen und hier auch noch eine Familie gründen können.
Die Politik, die Behörden werden genau dem Rechnung tragen müssen. Ich erwarte innerhalb von zwei oder drei …. Jahren Konsequenzen. Es wird lange dauern.

Man erinnere sich an den international agierenden, österreichischen Manager eines deutschen Dienstleistungsunternehmens und Agenten für russische Nachrichtendienste Jan Marsalek, der sich im Juni 2020 mit 1,8 Milliarden Euro nach Russland absetzte, nachdem ihm die deutsche Politik unter Merkel gegen journalistische Recherchen den Rücken gestärkt hatte. Die Briten haben die Agentengruppe von Marsalek ausgehoben. Marsalek wurde von deutschen Journalisten in Moskau beschattet. Dort lebt er nun von Putins Gnaden.

Meistens stecken russische Nachrichtendienste hinter vielen unsäglichen Ereignissen, die in letzter Zeit überhand nehmen.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wirtschaftlich sind wir von Ländern wie der Türkei viel zu abhängig, als dass wir uns beleidigte Reaktionen von dort leisten könnten.
In der Türkei sitzen keine Leute zuhauf, die in Deutschland Hass auf Türken und andere Migranten schüren wollen.

Es ist Spekulation, was ich hier betreibe, das ist klar. Erst wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt im Fall 6-fach-Mord in Stade, wissen wir mehr.


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 21:42
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Erst wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt im Fall 6-fach-Mord in Stade, wissen wir mehr.
Der Todesschütze ist ja verstorben und kann nicht mehr angeklagt werden.
Es besteht ein Verfahrenshindernis.


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 22:01
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:In der Türkei sitzen keine Leute zuhauf, die in Deutschland Hass auf Türken und andere Migranten schüren wollen.
Natürlich nicht. Gesellschaftliche Zwietracht in Deutschland säen, oder insgesamt Kräfte unterstützen, die den Zusammenhalt Deutschlands oder der EU unterminieren wollen, die sitzen natürlich anderswo. Das kann tatsächlich Teil einer hybriden Kriegsführung gegen unser Land, oder gegen die EU, sein. Wobei der hier diskutierte Fall vielleicht nicht so richtig in dieses Raster passt, da der Täter wohl ein Motiv hatte, das in der Inobhutname seines Kindes begründet war - wobei diese mMn vollkommen zu Recht erfolgte.

Aber was mich rätseln lässt, dass die Türkei zuvor offenbar wenig Anstalten gemacht hat, den entflohenen Freigänger, der diese abscheuliche Tat begangen hat, mit Hilfe europäischer Länder wieder einzufangen, in denen sich der Mann wohl relativ unbehelligt bewegen konnte.

Das passt nicht zu einem Land, das offenbar, glaubt man entsprechenden Presseberichten, immer wieder genauestens darüber informiert ist, wer sich z.B. in Deutschland kritisch zur Regierung Erdogan äußert - es erfolgen immer wieder Festnahmen auch von Doppelstaatlern bei der Einreise, wobei in der Türkei bei Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft nur die türkische anerkannt wird.

Man kann also davon ausgehen, dass der türkische Staat genauestens informiert ist, was sich in der Sphäre der Türkischstämmigen in unserem Land abspielt - sei es durch eigene Nachforschungen, oder per Denunziation durch Landsleute. Wenn hier lebende Türken oder Deutschtürken etwa der Gülen-Bewegung anhängen, oder der PKK, weiß das der türkische Staat offenbar ganz genau.

Wenn ein verurteilter Sexualstraftäter aus der Haft flieht, entwickeln die türkischen Behörden dagegen keinen besonderen Verfolgungseifer, obwohl er sich durch halb Europa bewegt, und zwischenzeitlich sogar wieder in die Türkei eingereist sein soll?

Wie passt das zusammen?


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 22:11
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn ein verurteilter Sexualstraftäter aus der Haft flieht, entwickeln die türkischen Behörden dagegen keinen besonderen Verfolgungseifer, obwohl er sich durch halb Europa bewegt, und zwischenzeitlich sogar wieder in die Türkei eingereist sein soll?
Nicht nur das, er hat ja wohl 2022 eine weitere Sexualstraftat an seiner eigenen Tochter aus einer früheren Ehe begangen. Und ab Juni 2022 wurde er zumindest in der Türkei aktiv gesucht bzw. war im türkischen Polizeisystem zur Fahndung ausgeschrieben.
Nach diesem Zeitpunkt kann er meinem Verständnis nach nicht mehr unbehelligt wieder in die Türkei eingereist sein, es sei denn er besaß auch noch eine zweite Identität.
Es wäre interessant zu wissen, weswegen er 2017 in Haft saß. Das Delikt aus 2007 wird es wohl nicht mehr gewesen sein.


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6fach Mord von Stade

08.09.2026 um 22:44
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Ich bin mir sicher, die Hinterbliebenen sind fassungslos und verstehen nicht, warum gerade in den letzten Wochen gar nichts gegen die zwei Frauen unternommen wird.
Wenn du damit meinst, dass keine Untersuchungshaft angeordnet wurde, dann verstehst du den Sinn einer solchen falsch. Denn dabei geht nicht darum, gegen jemanden etwas zu unternehmen.

Ich zitiere hier einfach mal die KI, die es wie folgt zusammenfasst.
Übersicht mit KI
Der Sinn der Untersuchungshaft ist ausschließlich die Sicherung des Strafverfahrens, nicht jedoch eine vorweggenommene Bestrafung. Da beschuldigte Personen bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gelten (Unschuldsvermutung), darf die U-Haft nur als streng geregeltes mildes beziehungsweise letztes Mittel (ultima ratio) eingesetzt werden.



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