emz schrieb:Das habe ich auch schon gehört, aber da muss man erst mal einen haben, der dazu bereit ist und der muss aber auch mal schlafen. Das ist also auch keine sichere Nummer.
Ich kenne mich mit Haftfragen nicht aus und müsste das erstmal recherchieren. Ich habe es aber so in Erinnerung, dass es teilweise Unterbringungen in 4 Personen Zellen gibt. Keine Ahnung ob das tatsächlich stimmt.
Allgemein hört man aber ja auch, dass die Gefängnisse, auch die Untersuchungsgefängnisse überbelegt sind.
Da stellt sich für mich umso mehr die Frage, warum ausgerechnet dieser Täter in einer Einzelzelle untergebracht wurde.
emz schrieb:Auch diese Überwachung muss natürlich irgendwann aufgehoben werde
Ich persönlich sehe kein großes Problem darin, längerfristig eine Videoüberwachung laufen zu lassen.
Anscheinend ist das aber juristisch schwierig, das länger anzuordnen.
Sollte man vielleicht noch mal drüber nachdenken, ob die Regelung so ausreichend tragfähig ist.
Hier war sie es jedenfalls nicht.
Für mich ist auch die Frage, warum es von 24 Stunden Videoüberwachung direkt auf überhaupt gar kein Monitoring gehen muss. Und wie gesagt, warum ausgerechnet dieser Täter in einer Einzelzelle untergebracht war.
Für mich ist auch unverständlich, dass sich die Personen, die das zu entscheiden hatten, von diesen Täter so einfach haben täuschen lassen.
Erstens war bekannt, dass er schon im Vorfeld Suizidabsichten geäußert hatte.
Und zweitens war ebenfalls bekannt, dass er wohl durchaus in der Lage war seine wahren Absichten und seine Persönlichkeit zu verschleiern und Menschen zu täuschen. Siehe die "Patentante", die ihn ja offenbar für einen "besonnenen" Menschen gehalten hat.
Da hätte man vielleicht zweimal hin gucken müssen, und sich nicht einfach so einlullen lassen von ein bisschen Gerede von Studienabsichten nach der Haft.
Außerdem soll er konkrete Lebenspläne geäußert haben, etwa den Gedanken, im Anschluss an die Haft zu studieren oder ein Buch schreiben zu wollen.
"Im Anschluss an die Haft" lag in sehr, sehr, sehr weiter Ferne, das dürfte ja wohl allen klar gewesen sein, sowohl dem Täter als auch den den Personen, die über die Beendigung seiner Überwachung entschieden haben.
Wie kann man so ein Gelaber ernst nehmen.
Ein Buch schreiben....klar doch...
Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/suizid-im-fall-stade-erst-gestern-endete-die-24-stunden-ueberwachung,stade-360.htmlMich empört das sehr, dass mit dem Suizid des Täters, den Angehörigen der Opfer, die Möglichkeit einer umfänglichen juristischen Aufarbeitung und eine angenessene Bestrafung des Täters genommen wurde.
Übergold schrieb:Und das jetzt Verschwörungstheorien kursieren werden: Tja, selbst schuld.
Naja, wer genau ist Schuld?
Ich glaube ich weiß schon was du meinst, und hatte auch den Impuls dir zuzustimmen, aber Fakt ist ja eigentlich das jetzt haben die Gutachter verkackt.
Denen es wiederum egal sein dürfte, ob das irgendwelchen Politiker:innen in den Kram passt oder nicht.