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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

207 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Knochen, Knochenfund ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:00
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das würde dann aber bedeuten, dass man weiß, dass die Leiche tatsächlich in dem Gebiet liegt, in dem man den Knochen gefunden haben will. Und da glaube ich wiederum, dass man dann die Leiche auch wirklich gefunden hätte. Trotz aller Schwierigkeiten in dem Gelände.

Und warum soll man das dann wiederum verheimlichen und behaupten, man hätte nur einen Knochen?
Nein, da hast du mich falsch verstanden.
Szenario: Die Polizei hat überhaupt gar keine Ahnung, wo die Leiche liegt, aber legt eine Flinte und behauptet, sie hätten einen Knochen gefunden, obwohl es nicht der Fall ist.
Es wäre ein zu hoher Zufallsfaktor, dass die Leiche tatsächlich dort irgendwo liegt, und so würde die Polizei nie und nimmer vorgehen.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:08
Zitat von 19881988 schrieb:aber Behörden müssen schon grundsätzlich richtig und sachlich informieren.
Mordermittler dürfen sehr wohl tricksen und bluffen, um Täter zu Fehlern zu verleiten oder zu Geständnissen zu bewegen und müssen dabei keineswegs immer strikt bei der Wahrheit bleiben.

Deshalb finde ich interessanter die Frage, ob die Finte "Fund eines einzelnen Knochens" überhaupt Sinn ergeben kann.
Ich meine ja, falls die Ermittler glauben den Täter zu kennen, aber man ihm nichts nachweisen kann. Dann könnte die Finte der Versuch sein, bei der Überführung des Täters weiterzukommen.
Zitat von 19881988 schrieb:Sollte sie ermordet worden sein, was noch nicht zweifelsfrei feststeht, dürfte die Leiche wo anders abgelegt worden sein.
Diesem Gedankengang kann ich nicht folgen.
Sollte die Vermisste ermordet worden sein, kann ihre Leiche überall abgelegt worden sein.
Ob die Kripo genauere Informationen oder Anhaltspunkte hat, wo der Leichnam liegt, wissen wir nicht.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:17
Zitat von KieliusKielius schrieb:Mordermittler dürfen sehr wohl Tricksen und Bluffen, um Täter zu Fehlern zu verleiten oder zu Geständnissen zu bewegen.

Deshalb finde ich interessanter die Frage, ob die Finte "Fund eines einzelnen Knochens" Sinn ergeben kann.
Aber nicht über die breite Öffentlichkeit. Glaub mir das einfach.
Bei verdeckten Ermittlungen darf getrickst werden.
Es kommt wie gesagt auf die Formulierung an.
"Nach vorläufigen Erkenntnissen" - okay.
Aber zweifelsfrei und über die Öffentlichkeit - Klares nein.

Sollte der Fund "Fake" sein, würde das voraussetzen, das ihre Leiche bereits wo anders gefunden wurde und ihr Tod feststeht.
Sollte sie noch verschwunden sein, ist es rechtlich nicht möglich.

Wie gesagt, ich gehe davon aus, der Knochen ist vom Täter platziert worden, aber jeder darf seine Meinung haben, und an das glauben, was für ihn oder sie persönlich am nähesten an die Wahrheit kommt.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:29
Zitat von 19881988 schrieb:Wie gesagt, ich gehe davon aus, der Knochen ist vom Täter platziert worden,
Ich habe versucht, diesen Gedanken nachzuvollziehen. Er erscheint mir absurd.

Vorhin wurde gesagt, der Täter wäre bestimmt nicht so "dumm", auf die polizeiliche Finte eines "einzelnen Knochenfundes" hereinzufallen.

Aber gleichzeitig traut man dem Täter soviel "Dummheit" zu, dass er einen einzelnen Knochen unten am Felsabhang ablegt in der Hoffnung, dass ihn jemand findet und zur Polizei bringt, und in dem Glauben, die Polizei so auf eine falsche Fährte führen zu können.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:31
Zitat von 19881988 schrieb:Wenn man von der Hypothese ausgeht, der Knochenfund ist "Fake", und man möchte mit der Nachricht jemanden triggern, würde diese Person doch genau wissen, dass man dort nichts gefunden haben kann, da sie wo anders liegt.
Nicht unbedingt. Sollte es einen Täter geben, wüsste er natürlich, wo die Leiche liegt, bzw. dass sie nicht am Fuß der Felsen liegt. Aber bis zum Zeitpunkt des (tatsächlichen oder vermeintlichen) Knochenfunds galt Corinas Verschwinden zumindest offiziell ja als Vermisstenfall, und es hätte auch sein können, dass sie noch am Leben war. Wenn jedoch ein Knochen von ihr gefunden wird, wo auch immer, hat man Gewissheit, dass sie nicht mehr lebt. Es spielt keine Rolle, wie der Knochen an die Stelle kam. Er muss nicht vom Täter platziert worden sein. Die Ermittler sagen ja auch, ein Tier könnte den Knochen von irgendwoher verschleppt haben. Entscheidend ist, dass man jetzt die Erkenntnis hat: Corina ist tot. Und das wusste bis dahin niemand (außer dem Täter).

Insofern ist der Knochenfund schon ein Wendepunkt in dem Fall, auch für den Täter. Nach dem Knochenfund weiß er, dass man jetzt nach Corinas Leiche (und ggf. nach ihrem Mörder) suchen wird. Vielleicht könnte er bei der Vorstellung ja schon nervös werden?
Zitat von KieliusKielius schrieb:Deshalb finde ich interessanter die Frage, ob die Finte "Fund eines einzelnen Knochens" überhaupt Sinn ergeben kann.
Ich meine ja, falls die Ermittler glauben den Täter zu kennen, aber man ihm nichts nachweisen kann. Dann könnte die Finte der Versuch sein, bei der Überführung des Täters weiterzukommen.
Ja, das wäre für mich auch denkbar, wie oben beschrieben.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 23:49
Zitat von KieliusKielius schrieb:Aber gleichzeitig traut man dem Täter soviel "Dummheit" zu, dass er einen einzelnen Knochen unten am Felsabhang ablegt in der Hoffnung, dass ihn jemand findet und zur Polizei bringt, und in dem Glauben, die Polizei so auf eine falsche Fährte führen zu können.
Vielleicht wollte er mit dem Knochen in der Schlucht eine ihm nahestehende Person von einem Suizid der Corina überzeugen.
Es könnten ja auch soziale Gründe dahinter stecken.
Vielleicht wurden die bohrenden Fragen und das Misstrauen einfach zu viel, und er hat sich zu diesem Schritt entschlossen.
"Siehst du - ich hab es dir doch gesagt, ich hab damit nichts zu tun, sie war depressiv und hat sich das Leben genommen. Den Rest haben sich wohl die Tiere geholt."

Es muss ja nicht nur um die Polizei gegangen sein.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

um 00:21
Zitat von 19881988 schrieb:Vielleicht wollte er mit dem Knochen in der Schlucht eine ihm nahestehende Person von einem Suizid der Corina überzeugen.
Ein einzelner Knochen unterhalb der Felswand ist kein Indiz dafür, dass die Vermisste Suizid begangen hat. Sie könnte genauso gut ermordet, irgendwo dort abgelegt worden sein und anschließend hätten sich mit Ausnahme des einen Knochen "den Rest die Tiere geholt".

Anders ausgedrückt, ein einzelner platzierter Knochen sagt nichts darüber aus, wie die Vermisste zu Tode kam und schützt demzufolge auch niemanden vor dem Verdacht, die Vermisste auf dem Gewissen zu haben

Ein einzelner Knochenfund besagt nur, dass die Vermisste nicht mehr lebt. Es entfällt also damit die Möglichkeit, dass sie nur "ausgestiegen" und noch am Leben sein könnte.
Zitat von rattichrattich schrieb:Aber bis zum Zeitpunkt des (tatsächlichen oder vermeintlichen) Knochenfunds galt Corinas Verschwinden zumindest offiziell ja als Vermisstenfall, und es hätte auch sein können, dass sie noch am Leben war. Wenn jedoch ein Knochen von ihr gefunden wird, wo auch immer, hat man Gewissheit, dass sie nicht mehr lebt.
Falls der einzelne Knochenfund keine Finte der Ermittler ist, dann halte ich es eher für wahrscheinlich, dass dieser einzelne Knochen tatsächlich über eine größere Entfernung von einem Wildtier an den Fundort verschleppt wurde und dass man deshalb beim gründlichen Durchkämmen der näheren Umgebung des Fundorts keine weiteren Knochen oder Kleidungsstücke der Vermissten gefunden hat.


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