1988 schrieb:Sollte der Fund "Fake" sein, würde das voraussetzen, das ihre Leiche bereits wo anders gefunden wurde und ihr Tod feststeht.
Sollte sie noch verschwunden sein, ist es rechtlich nicht möglich.
Ich muss zugeben, dass ich auch zunächst sofort die Idee eines Fakes im Kopf hatte, um einen Täter aus der Reserve zu locken.
Allerdings finde ich auch dieses Argument von
@1988 dagegen recht überzeugend. Denn Immerhin stellt eine Vermissung die Angehörigen vor recht große Probleme, da man nicht die Möglichkeit hat, due Rechtsgeschäfte der vermissten Person zu regeln. Mietverträge, Versicherungen, leasingraten etc können nicht gekündigt, sondern müssen weiter bedient werden, obwohl das Einkommen recht schnell wegfällt.
Wenn jetzt eine offizielle Behörde öffentlich verkündet, die vermisste sei sicher tot, müsste dass ja zumindest dazu führen, dass die Angehörigen sie für tot erklären lassen können.
Gleichzeitig sehe ich da durchaus ethische Probleme. Nicht mal so sehr gegenüber dem Täter, sondern zum einen gegenüber der vermissten Person, aber sich gg.deren sozialem Umfeld.
Solange eine Möglichkeit besteht, dass sie sich freiwillig abgesetzt haben könnte, kann man sie doch nicht einfach öffentlich für tot erklären. Und das soziale Umfeld besteht ja aus mehr Personen als den Kindern, die in dem angedachten Szenario ja eingeweiht worden wären- denn die Tochter sass mit im Studio. Es gibt auch weitere Verwandte und sicher auch enge Freunde, die jetzt alle trauen und vielleicht drauf bestehen könnten , den Knochen zu beerdigen, um wenigstens ein Grab zu haben.
Wenn ich also den Rattenschwanz bedenke, der da dran hängt, dann denke ich auch, dass es kein Fake sein kann.