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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

298 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Knochen, Knochenfund ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 07:50
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Sie scheint ja die Promotion schon begonnen und aufgegeben zu haben. Ein erneuter Umzug nach Hawaii wäre ja wegen schulpflichtigen Kindern schwer geworden.
Wenn man von ihrem Alter ausgeht wird die Aufgabe ja schon einige Jahre zurückliegen. Und wie viel wirklich substantiell geforscht und geschrieben wurde bzw. wieviel davon heute noch verwendbar wäre, ist eine Frage über die wir auch nichts wissen. Sie hat jedenfalls 2009 einen Artikel zu dem Thema mitverfasst. Das ist natürlich eine ganze Weile her.

Ich glaube aber nicht, dass man ernsthaft für möglich gehalten hat, dass sie wegen dieses Plans tatsächlich nach Hawaii gezogen ist. Alleine schon weil sie dann ja auch mit einer Uni und einem Betreuer hätte in Verbindung treten müssen.
Zitat von EdnaEdna schrieb:Für mich erschien es so, als wenn das eher so ein Traum wäre, den sie nie ernsthaft verfolgt hat. Das ist ja nun nicht sonderlich selten.
So würde ich das auch einschätzen. Vielleicht war sie sich sogar tief im Inneren "eigentlich" klar darüber, dass das unrealistisch ist. Und es war mehr so ein "man wird ja mal träumen dürfen...".


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 08:55
Auf eine Promotion hat man mWn keinen Anspruch. Dann liefen hier vermutlich viel mehr Doktores herum.

Vielmehr muss man einen Doktorvater finden, der sich bereit findet (!), einen als Doktoranden zu betreuen.

Wenn der Plan der Frau N. mehr als ein Gedankenspiel war, müsste sie sich ja entsprechend umgehört haben.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 09:07
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Es war trotzdem von vornherein ungleichgewichtig, denn Simon hatte eine weitere verbindliche Beziehung, seine Ehe. Das ist schon mehr als ein sexuelles Treffen.
Offene Beziehung - das klingt cool, locker und modern, ist es ja auch, in der Theorie. Sehr oft laufen die Dinge aber anders, es können sich Gefühle entwicklen und vertiefen, die diesem Konstrukt der offenen Beziehung entgegen stehen. Es können sich Bindungen aufbauen, hinter die man nicht mehr zurück will, speziell bei Frauen. Wenn der andere Partner dann sagt, hey, das war aber mal anders vereinbart, verstärkt das den Konflikt noch. Hört sich jetzt altmodisch an, aber Liebe interessiert sich nicht für solche Vorabvereinbarungen, die irgendwann mal getroffen wurden, als die Liebe (von mir aus auch Bindung, damit es nicht so romantisch klingt...) eben noch nicht bestand.
Ehrlich gesagt, ich kenne kaum offene Beziehungen, die wirklich gut und konfliktarm laufen.
Da bin ich absolut der gleichen Meinung. Ich wollte nur sagen, dass der Wunsch nach einer festen Beziehung und gleichzeitig das Konzept "offene Beziehung" kein Widerspruch per se ist. Und nur darauf habe ich mich bezogen.

Dass es in diesem Fall offensichtlich trotzdem.groses Konfliktpotential gab, hab ich viel weiter vorne ja auch schon erklärt. Sie wollte Verbindlichkeit und ein öffentliches Bekenntnis ihr gegenüber. Er wollte sich nicht von seiner Frau trennen. Explosive Mischung. Wie man an den Links erkennen kann, die ich vor einigen Tagen zusammengesucht habe, wo man er ihre Geliebten getötet haben, weil diese gedroht haben, der Frau reinen Wein einzuschenken.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Sie scheint ja die Promotion schon begonnen und aufgegeben zu haben. Ein erneuter Umzug nach Hawaii wäre ja wegen schulpflichtigen Kindern schwer geworden
Ihre Kinder waren fast erwachsen. Die Tochter lebte beim Vater, seit sie 18 war. Der Sohn im Wechselmodell Mal bei ihr, Mal beim Vater. Es wäre also durchaus möglich gewesen, ohne Kinder auszuwandern. Ob sie das jetzt gemacht hatte, sei Mal dahin gestellt. Aber ich habe da auch keine verbindlichen Pläne rausgehört. Für mich wirkte das eher so wie die Träume von vielen Menschen, ein Leben an einem anderen Ort zu beginnen.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Vielleicht sollte das auch zeigen, sie war noch auf der Suche: nach neuen beruflichen Zielen, nach einer festen Partnerschaft mit Trauschein, nach einem neuen Lebensentwurf ..
Vielleicht ist sie auch einfach ein Mensch, der gar nicht sucht sondern im Moment lebt und sich gerne entwickelt. Ich finde, das hört sich immer alles so an, als würde jeder Mensch nach einem möglichst festen Ziel suchen und wäre dann "angekommen" und für immer glücklich. Und wenn er das nicht hat, ist er völlig lost und unglücklich.

In meinem Umfeld zumindest gibt es aber ganz viele Menschen, die sich immer weiter verändern und dabei nicht rastlos auf der Suche nach etwas sind. Es muss doch nicht jeder Schule, Ausbildung, Familie, Haus, Beruf, fertig anstreben. Mein bester Freund promoviert seit bestimmt 10 Jahren (Mal mehr, Mal weniger..). Meine Mutter hat mit über 40 noch eine komplett neue Ausbildung gemacht. Meine Schwägerin hat sich nach 10 Jahren von ihrem Mann getrennt. Ich hab ne neue Kollegin, die sich mit 45 und mit 4 Kindern beruflich neu ausgerichtet hat. Ich finde das nicht ungewöhnlich und für mich hat der eher was mit Weiterentwicklung zu tun.
Früher war es normal, ein Leben lang bei dem zu bleiben, was man angefangen hat. Fast ein Qualitätsmerkmal. Mein Vater war von Ausbildung bis Rente immer im selben Betrieb.
Heute ist das aber anders. Ich persönlich wäre ohne persönliche Weiterentwicklung und Veränderung völlig gelangweilt. Das heißt ja aber nicht, dass ich auf einer Suche bin.

Corina war Anfang 40, hatte fast erwachsene Kinder. Eigentlich ein perfekter Zeitpunkt, die persönliche Entwicklung wieder aufzugreifen. Es ist nicht selten, dass Menschen 40+ eine Promotion, Facharztausbildung, Weiterbildung, etc. beginnen.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 10:17
Einmal angenommen, die Sache mit dem Knochen wäre tatsächlich eine Finte (wovon ich nicht zwingend ausgehe):

Mir kam gerade in den Sinn, ob es nicht auch sein könnte, dass die Leiche inzwischen gefunden wurde und danach von Ermittlerseite diese Geschichte um diesen Knochen entwickelt wurde, um den Täter an den Leichenfundort zu locken.
In diesem Fall wäre der Leichenfundort vermutlich nicht weit vom angegebenen Knochenfundort entfernt.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 10:47
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Einmal angenommen, die Sache mit dem Knochen wäre tatsächlich eine Finte (wovon ich nicht zwingend ausgehe):

Mir kam gerade in den Sinn, ob es nicht auch sein könnte, dass die Leiche inzwischen gefunden wurde und danach von Ermittlerseite diese Geschichte um diesen Knochen entwickelt wurde, um den Täter an den Leichenfundort zu locken.
In diesem Fall wäre der Leichenfundort vermutlich nicht weit vom angegebenen Knochenfundort entfernt.
Genau diese Vorstellung hatte ich auch, als hier die Idee einer Finte in den Raum gestellt wurde.

Möglicherweise kennt man den Leichenfundort und man hat auch Spuren, kann sie aber (noch) keinem Täter zuordnen. Und möglicherweise hofft man, der Täter möchte sich vergewissern, dass der Rest der Leiche verborgen bleibt. In Sorge, dort ungeahnte Spuren hinterlassen zu haben.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 10:55
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Und möglicherweise hofft man, der Täter möchte sich vergewissern, dass der Rest der Leiche verborgen bleibt. In Sorge, dort ungeahnte Spuren hinterlassen zu haben.
Genau so denkbar.

Unterstellt man jetzt, ein cleverer oder abgeklärter Täter würde diese Inszenierung erahnen und sich in keine Falle locken lassen, ginge ich trotzdem davon aus, dass er keine Ruhe fände und an den Fundort, schon quasi zur Kontrolle, zurückmüsste.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 12:24
Zitat von EdnaEdna schrieb:Corina war Anfang 40, hatte fast erwachsene Kinder. Eigentlich ein perfekter Zeitpunkt, die persönliche Entwicklung wieder aufzugreifen. Es ist nicht selten, dass Menschen 40+ eine Promotion, Facharztausbildung, Weiterbildung, etc. beginnen.
Ja, das kann gut sein. Ich denke nur, dass sie speziell das Thema Promotion und/oder Auswanderung nicht wirklich konkret verfolgt hat so dass das eine (wie auch immer geartete) Verbindung zu ihrem verschwinden hat.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Unterstellt man jetzt, ein cleverer oder abgeklärter Täter würde diese Inszenierung erahnen und sich in keine Falle locken lassen, ginge ich trotzdem davon aus, dass er keine Ruhe fände und an den Fundort, schon quasi zur Kontrolle, zurückmüsste.
Ich weiß nicht recht, das erscheint mir doch sehr wie, entschuldigung, Küchenpsychologie. Was soll der denn am Fundort konkret machen?
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Und möglicherweise hofft man, der Täter möchte sich vergewissern, dass der Rest der Leiche verborgen bleibt. In Sorge, dort ungeahnte Spuren hinterlassen zu haben.
Aber wie soll denn ein einzelner Knochen gefunden worden sein und der Rest, nach Meinung des Täters, noch da liegen?

Wenn man einen Knochen findet, dann findet man da auch den Rest. Und wenn man alles gefunden hat, dann ist es für den Täter auch zu spät, noch irgendwelche Spuren zu verwischen.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 12:49
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Was soll der denn am Fundort konkret machen?
Mit der Taschenlampe die Ablagestelle ableuchten, und den Polizist hinter dem Baum erschrecken. Genau darum wird er nicht zum Fundort gehen.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 12:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber wie soll denn ein einzelner Knochen gefunden worden sein und der Rest, nach Meinung des Täters, noch da liegen?

Wenn man einen Knochen findet, dann findet man da auch den Rest. Und wenn man alles gefunden hat, dann ist es für den Täter auch zu spät, noch irgendwelche Spuren zu verwischen.
Deshalb wurde ja die Idee der Finte hier geboren, so habe ich das verstanden. Es geht nicht um Verwischen, sondern Vergewissern.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 13:29
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Deshalb wurde ja die Idee der Finte hier geboren, so habe ich das verstanden. Es geht nicht um Verwischen, sondern Vergewissern.
Falls die Meldung vom einzelnen Knochenfund eine Finte ist und in Wahrheit auch schon die Leiche gefunden wurde, könnten die mit der Finte verbundenen Maßnahmen weit über eine mögliche Überwachung der Leichenfundstelle hinausgehen, sofern man eine konkrete Person in Verdacht hat und diese seit längerem observiert und abhört.

Selbst falls der Täter "nicht so dumm" sein sollte, den Leichenfundort erneut aufzusuchen, um sich zu vergewissern, ob das vermeintlich unauffindbare Leichenversteck noch sicher ist, besteht also die Möglichkeit, dass er durch seine Äußerungen oder sein Verhalten (z.B. spezifische Internetrecherchen) Fehler macht und den Ermittlern dadurch zumindest weitere Indizien liefert, die später für seine Überführung wichtig sein könnten (Stichwort "Indizienprozess").

Auch wenn es sich einige vielleicht nicht vorstellen können, könnte die Meldung des Knochenfundes einen Täter, der überzeugt war, die Leiche perfekt und unauffindbar versteckt zu haben, selbstverständlich verunsichern.
Und ein Täter, der verunsichert ist, begeht auch eher Fehler.

Eine Erfolgsgarantie gibt es bei einer Finte nicht.
Falls man mit den Ermittlungen anders nicht weitergekommen ist, könnte man sich aber in diesem Fall für die Anwendung einer kriminalistischen List entschieden haben.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 13:40
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Es geht nicht um Verwischen, sondern Vergewissern.
Ja, aber was sollte das Vergewissern dem Täter bringen? Wo genau liegt da sein Vorteil?

Wenn die Polizei wirklich die Leiche gefunden hätte, dann brauchte der Täter wohl kaum mehr hinzugehen und nachzuschauen - dann ist ohnehin alles zu spät für ihn.

Wenn die dort Spuren gesichert hätten, dann kann er hundertmal zum Fundort gehen - es kann es nicht mehr rückgängig machen auch wenn er es weiß.

Wenn die Spuren ausreichen, ihn zu identifizieren, dann stehen die sowieso bald vor seiner Tür.

Und wenn die Spuren nicht ausreichen, dann ist es doch das Allerdümmste was er machen kann wenn er hingeht - dann hat er den Ermittlern das fehlende Puzzleteil auf dem Silbertablett geliefert wenn sie den Ablageort überwachen.

Wenn der Täter nicht ganz dumm ist, wird er in so einem Szenario tunlichst einen Bogen um den Fundort machen.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Selbst falls der Täter "nicht so dumm" sein sollte, den Leichenfundort erneut aufzusuchen, um zu schauen, ob das vermeintlich unauffindbare Leichenversteck noch sicher ist, besteht also die Möglichkeit, dass er durch Äußerungen oder anderweitiges Verhalten (spezifische Internetrecherchen) Fehler macht und den Ermittlern zumindest weitere Indizien liefert, die später für seine Überführung wichtig sein könnten (Stichwort "Indizienprozess").
Wenn die Ermittler dem Täter auf der Spur sind, dann kann es sich doch nur um eine Person handeln, die dem Opfer nahe steht bzw. aus dessen Umfeld stammt.

Und wenn diese Person hört, dass man einen Knochen des Opfers gefunden hat, was wäre dann verwunderlich, dass sie "Knochenfund Fall Corina" oder sowas googelt? Dann wird man sagen, wenn man von den Ermittlern gefragt wird: " Ja, klar - der X hat mir davon erzählt und ich wollte gucken, ob das stimmt und wo darüber berichtet wird. Was denken Sie denn, schließlich habe ich die Corina doch gekannt!"

Ähnlich auch, wenn irgendein Zeuge (verdeckter Ermittler?) dann berichtet: "Also, als ich dem von dem Knochen erzählt habe, da war der total erschüttert!" Und auch da kann unser "Täter" dann wieder sagen: "Na klar, was meinen Sie denn? Wir waren ja immerhin befreundet, dass mich das berührt ist doch klar!"

Was ich damit sagen will: So einfach ist das dann auch wieder nicht mit dem "wir hauen da mal was raus und schauen wie der reagiert".
Daher denke ich, dass man bei so einer ethisch und rechtlich mindestens heiklen Sache eher die Finger davon lassen wird, weil die Aussichten zu schlecht sind.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 13:49
Wurde dieser Knochenfund eigentlich schon vor Ausstrahlung der XY Sendung in den Medien bekannt gegeben ? Falls jemand adhoc eine Antwort mit Quelle hat, danke.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 13:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ja, aber was sollte das Vergewissern dem Täter bringen? Wo genau liegt da sein Vorteil?
Unruhe oder Zwang?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wenn die Polizei wirklich die Leiche gefunden hätte, dann brauchte der Täter wohl kaum mehr hinzugehen und nachzuschauen - dann ist ohnehin alles zu spät für ihn.
Davon hätte er ja zunächst keine Kenntnis, es sei denn, er hätte den Ablageort inzwischen nochmals besucht und Absperrungen oder Flatterband bemerkt.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und wenn die Spuren nicht ausreichen, dann ist es doch das Allerdümmste was er machen kann wenn er hingeht - dann hat er den Ermittlern das fehlende Puzzleteil auf dem Silbertablett geliefert wenn sie den Ablageort überwachen.

Wenn der Täter nicht ganz dumm ist, wird er in so einem Szenario tunlichst einen Bogen um den Fundort machen.
Sollte er in seinem eigenen Interesse tun; aber vielleicht braucht er Gewissheit, dann bleibt der ihm dieser Weg wohl nicht erspart.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 14:15
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:denke ich, dass man bei so einer ethisch und rechtlich mindestens heiklen Sache eher die Finger davon lassen wird, weil die Aussichten zu schlecht sind.
Ich hoffe, dass du mit dieser Vermutung falsch liegst.

Falls es hier um ein Tötungsdelikt geht, bei dessen Aufklärung man anders nicht weiterkommt, würde ich persönlich erwarten, dass man auch unkonventionelle, möglicherweise kontroverse Ermittlungsmethoden in Betracht zieht (sofern sie nicht unstreitig rechtswidrig sind), selbst wenn die Erfolgsaussichten zweifelhaft wären.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 14:58
hier sind man das Gelände komplett:

20220416210DR Dresden-Dlzschen BegerburgOriginal anzeigen (0,5 MB)

Quelle:
Wikipedia: Datei:20220416210DR Dresden-Dölzschen Begerburg.jpg


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 15:23
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Wurde dieser Knochenfund eigentlich schon vor Ausstrahlung der XY Sendung in den Medien bekannt gegeben ? Falls jemand adhoc eine Antwort mit Quelle hat, danke.
Das früheste, was ich gefunden habe, war der 06.07., also zwei Tage vor der Sendung. Da gibt es mehrere Quellen, hier mal eine verlinkt:

https://www.radiodresden.de/beitrag/vermisste-dresdnerin-knochenfunde-an-der-begerburg-891990/

Ich hab die Sendung auch geschaut und fand genau den Fall sehr merkwürdig - und hab den Beitrag bei XY noch ein zweites Mal angeguckt.

Was mir auffiel, war, dass ja viele der Rahmensuchvorgaben wie z. B. ungefähre Uhrzeit des Verschwindens und die Bekleidung beim Verschwinden alleine auf den Aussagen einer einzigen Person aufbauen, ohne dabei irgendwie auch noch anderwertig überprüfbar zu sein. Schon beim ersten Schauen des Beitrags dachte ich mir: Nö, mit heftiger Migräne schaust du dir sicher keinen Film an - und mit einem Teechen könntest du wahrscheinlich dann noch dem Brechreiz erliegen... Das Teechen mag der filmischen Dramaturgie geschuldet sein. Aber irgendwie fand ich das nicht gerade lebensnah.

Absolut nicht lebensnah ist für mich das Verhalten des Lebensgefährten, nachdem Corina nicht mit dem Zug ankam. Auf der 1,5-Std.-Fahrt die Notaufnahmen abklappern? Warum? Nach den vorhandenen Infos stand ja nicht per se im Raum, dass Corina als irgendwie extrem umkippanfällige Person vermutlich in der Wohnung umgekippt ist und zufällig von der Nachbarin IN der Wohnung gefunden wird, die dann den Notruf wählt. Oder dass sie nach dem Migränevortag morgens schon wieder munter beim Joggen ist und da umkippt und von Passanten gerettet wird. Vor dem Notaufnahmeabklappern hätte ich die Kinder oder den Ex angerufen. Und vor der Polizei hätte ich die erst mal hingeschickt, falls die räumlich nicht weit weg sind (das nehme ich mal mit dem Familienmodell an). Zumindest der Sohn im sharing-Modell hatte ganz sicher einen Wohnungsschlüssel.

Damit verdächtige ich erst mal gar nicht, es kommt mir einiges nur recht sonderbar vor.

Tja, und dann der Knochen... Fake aus taktischen Gründen? Das schließe ich total aus, das macht für mich gar keinen Sinn. Fake des Täters? Finde ich auch völlig abstrus. Leiche hängt noch im Baum, Knochen ist abgefallen? Auch eher abwegig, auf den Fotos sieht man, dass da nahezu ausschließlich Laubbaumbestand (vornehmlich wohl Eschen) sind, da fällt eine Leiche im Winter dann doch irgendwie auf. Verschleppung durch Tiere? Ist für mich die einzige schlüssige Möglichkeit. Aber dieser einzelne Knochen ist trotzdem wirklich sehr merkwürdig. Ich hab zwei halbzahme Rabenkrähen, die auch echte Aasgeier sind. Aber die wären nicht in der Lage, einen Menschenknochen, der so groß ist, dass er beim Ostereierverstecken auffällt, arg weit weg zu verschleppen. Die müssen schon mit fünf Pommes erst mal zwischenlanden und neu im Schnabel sortieren. Unser großes Grundstück ist eingezäunt (das "eingezäunt" wurde hier mal bezüglich der Zugänglichkeit erwähnt wegen der Wildtiere), trotzdem ist hier der Fuchs zugange - der hat sich seine Durchgänge geschaffen. Der verschleppt auch bis zum Bau - Fuchsreviere sind nicht sooo riesig. Aber er schleppt dann zum Bau und nicht irgendwo nach Timbuktu hin, der hat schon ein Ziel. Interessant wäre da z. B., ob ein Fuchsbau in der Nähe ist. Wildtier ist und bleibt für mich die wahrscheinlichste Erklärung für den vereinzelten Knochen.

Alles, was ich schreibe, ist nur das Ergebnis meines Grübelns - es sind reine Annahmen, eigene Erfahrungswerte oder Umstände, die mir rein persönlich auffielen.

Ich saß ja nach der XY-Sendung erst mal so für mich da und hatte viele Fragen. Ich freu mich, dass hier darüber diskutiert wird und viele Denkansätze eingebracht werden.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 15:41
Hier kursiert die Annahme, dass der Knochenfund Fake ist um den Täter dazu zu bewegen, den Leichenort nochmals zu begehen.
Wie soll das denn kontrolliert werden? Der Verdächtige wird ja kaum rund um die Uhr beschattet werden.
Diese Theorie ist meiner Ansicht nach unrealistisch.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 15:50
Zitat von KieliusKielius schrieb am 11.07.2026:Haltet ihr es für denkbar, dass es sich bei der Meldung über den "Knochenfund" um eine Finte der Ermittler handelt?
Wenn man absichtlich einen falschen Fundort genannt hätte und darauf setzt, dass jemand den richtigen Ort aufsucht?


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 15:57
Die Polizei teilte mit die Felswand und die Umgebung intensiv abgesucht zu haben. Man hätte zumindest Kleidung finden müssen. Warum ? Der Täter hätte doch die Leiche auch nackt ablegen können.


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Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026

gestern um 16:16
Zitat von Enterprise1701Enterprise1701 schrieb:Die Polizei teilte mit die Felswand und die Umgebung intensiv abgesucht zu haben. Man hätte zumindest Kleidung finden müssen. Warum ? Der Täter hätte doch die Leiche auch nackt ablegen können.
Genau das. Es gibt ein nur auf einer Aussage beruhendes Zeitfenster zwischen Corinas Verlassen der Firma und ihrem de-facto-Verschwinden-Seins. Es ist nicht wirklich belegt, ob sie überhaupt mit ihren Klamotten das Haus verlassen hat. Die Klamotten haben - wie das ausgeschaltete Handy auch - das Haus verlassen, aber nicht zwangsläufig mit ihr zusammen.

Es gibt halt einfach einiges, dass sehr nachdenklich macht.


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