Kielius schrieb:Vor diesem Hintergrund scheinen mir generalisierende Aussagen der Art, dass eine Finte "Meldung, dass ein Knochen der Vermissten gefunden wurde" allein aus rechtlichen Gründen nicht möglich wäre, nur schwer zu treffen sein.
Ich denke, hier wurden in den letzten Beiträgen einige Details durcheinander gemischt. Der Knochenfund könnte eine Finte sein, bei der
- die Ermittler einfach behaupten, einen Knochen von CN gefunden zu haben, den es aber gar nicht gibt
oder
- die Ermittler behaupten, einen einzelnen Knochen von CN gefunden zu haben, obwohl sie tatsächlich bereits an anderer Stelle die ganze Leiche gefunden haben. Die Finte besteht darin, zu behaupten, der einelne Knochen sei an der Burg gefunden worden den.
Bei der ersten Version sehe ich erhebliche Probleme, weil durch den behaupteten Knochenfund eben die Schlussfolgerung gezogen werden muss, dass CN tot ist. Dies zu behaupten ohne sicher zu sein, dass das wirklich so ist, sollte einer offiziellen Behörde nicht möglich sein, weil es erhebliche Konsequenzen für die Angehörigen und die Vermisste hätte. Die Angehörigen könnten sie ohne weitere Wartefristen für tot erklären lassen - was für Angehörige ein wichtiger Schritt ist und zwar nicht nur emotional sondern vor allem organisatorisch, denn bei einer Vermissung laufen alle Verträge und Verpflichtungen des Vermissten weiter (Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Abos etc.) und können nicht einfach durch Angehörige gekündigt werden. Das kann schnell zu einem erheblichen finanziellen Problem werden, weil eben auch schnell keine Einnahmen mehr eingehen, wenn Löhne/Gehälter und/oder Unterhalt mehr gezahlt werden.
Normalerweise muss man 10 Jahre warten, bis die vermisste Person für tot erklärt werden kann.
Insofern denke ich, dass wenn dann eher noch Variante 2 in Frage kommt. Aber auch hier stellen sich ja neben ethischen auch organisatorische Fragen. Wenn die Leiche schon gefunden wurde, man öffentlich darüber aber nicht berichtet hat, um später due Finte bei XY platzieren zu können, wo ist denn die Leiche in der Zwischenzeit gewesen und ist sie jetzt? Belegt sie als "Langzeitgast" das Kühlfach eines gerichtsmedizinischen Instituts? Dass sie " im allerengsten Familienkreis" beigesetzt wurde, glaube ich nicht, denn dann hätte man nicht sicherstellen können, dass diese Info nicht auch im etwas weiteren Verwandten- und Bekanntenkreis die Runde macht und damit ungewollt und unbeabsichtigt auch die Person erreicht, die die Ermittler im Auge haben.
Ich ziehe daraus für mich die Schlussfolgerung, dass je länger ich drüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher und unplausibler mir das als eine Finte erscheint.
Und trotzdem ist irgendwas seltsam an diesem angeblichen Knochenfund. Die Einwände, die
@Enterprise1701 hier benennt sind mir auch schon aufgefallen:
Enterprise1701 schrieb:Es gab Aussagen des Pilzsammler, er erwähnte ausserdem die Überreste waren mit etwas Dunkelem bedeckt. Von RTL , Bild gab es Bildmaterial vom Wald bzw der Strasse mit sichrbaren Polizeiautos und den KTU Fahrzeugen. Dazu gab es Fotos mit den bekannten Absperrbändern. Zum dem Knochenfund in diesem Fall habe ich in den Medien nichts weahrgenommen. Schliesslich hätte ja die Leiche ebenso dort liegen können. Das Vorgehen der Ermittler sollte ja immer identlsch sein.
Gibt es Bild/Videomaterial vom Fund, der Absperrung und der Aktivitäten ?
Enterprise1701 schrieb:naja in der Regel passiert das automatisch wenn plötzlich viel Polizei an einem Fundort ist, das wollte ich mit einem Posting deutlich machen. Wenn eine Person vermisst wird und plötzlich wird ein Knochen gefunden dann entsteht ein Automatismus. Die Presse ist nicht dumm. Ausserdem hätte nach dem Fund die intensive Suchaktion mehrere Tage angedauert. Das Grundstück liegt ja an der Strasse. Absperrungen etc wäre also schon aufgefallen.
Hatte man bei XY nicht sogar gesagt, dass eine spezielle Polizeiklettereinheit angerückt ist, die den Felshang hinter der Grundstück abgesucht hat? Wenn da an einem Felsen plötzlich geklettert wird, noch dazu mit aufwendigen Abseilaktionen von oben, dann entgeht das zumindest der Lokalpresse doch nicht.
Der Fundort liegt laut XY ca. 500 Meter Luftlinie von der Adresse der Verschwundenen entfernt, auch da muss ein Lokalreporter doch nur einen Blick i sein Artikelarchiv werfen und wenn der erst mal spitz hat, dass da nach einer vermissten Person gesucht wird, dann werden ihn der Pressesprecher der Polizei und der Grundstücksbesitzer bzw. Knochenfindet nicht mehr so schnell los.
Diesen Punkt finde ich sehr bemerkenswert und ich frage mich, warum die Polizei das offenbar gezielt unterm Radar der Öffentlichkeit gehalten hat ( das ist zumindest meine Schlussfolgerung aus der fehlenden Berichterstattung zum Knochenfund).