Corina Niemand - Verschwunden 2024, Knochenfund 2026
um 15:17Es geht aber theoretisch auch etwas dazwischen. Die Zeit ist zwar knapp, reicht aber noch für eine kurze Runde mit anschließendem kurzen "Frisch machen" wieder daheim, Umziehen und Aufbruch nach Leipzig. Da könnte ich nachvollziehen, dass sie kurz die "alten Klamotten" anzieht, schnell noch Schlüssel und Handy schnappt und raus geht. Was mich dann aber irritiert ist der Fundort des Knochens. Denn wenn sie wirklich wenig Zeit hatte und quasi jede Minute zählte, wäre eher eine sehr kurze Runde von 5-15 Minuten angesagt gewesen. Da passt mMn der Fundort nicht. Ergo müsste sie jemandem begegnet sein der sie an einem anderen Ort ermordete bzw. ihre Leiche im Umkreis des Knochenfundes verbrachte, oder sie Riskierte nicht mehr in ausgehfähigem Zustand zum verabredeten Zeitpunkt Leipzig zu erreichen.Kuno426 schrieb:Entweder war die Zeit knapp - dann konzentriere ich mich auf die zweistündige Fahrt mit Bus und Bahn.
Oder es war genug Zeit - dann schaue ich mal aufs Handy, ob "mein Auto" gut angekommen ist (Panne, Terminverschiebung ... ist ja möglich) und ob bei den Kindern alles okay ist, und starte alltäglich, indem ich zB lüfte und der Kaffee durchläuft, während ich spazieren gehe.
Eine Dritte Möglichkeit wäre den Plan mit Leipzig direkt verworfen zu haben, um die Zeit für einen spontanen/geplanten Suizid zu nutzen. Was aber für mich dagegen spricht ist die Tatsache, dass sie dafür kein Handy benötigte. Sie ließ es eh abgeschaltet. Warum nahm sie es also überhaupt mit, dafür aber das Portemonnaie mit dem man sie hätte identifizieren können nicht?? Irgendwie erschließt sich mir dieses Verhalten nicht. Auch wenn man Suizid (noch) nicht ausschließen kann, erscheint mir diese Option derzeit eher unwahrscheinlicher.
Aus meiner Sicht ja und nein. Einerseits hast du Recht das es sehr komisch ist, wenn dort eine Leiche völlig unbemerkt bleibt. Es wurde ja auch der Knochen gefunden, wenn auch erst nach Jahren. Andererseits lag Im Fall der damals vermissten Tanja Gräff, deren Leiche wohl zunächst in einem Baum unten am Fuße des Abhangs den sie hinunterstürzte, dann darunter. Ganze 8 Jahre lang. Und dieser Ort liegt nur wenige Meter und in Sichtweite hinter einem großen, vielstöckigen Mietskomplex mit Balkonen in Blickrichtung zum Fundort. Das hätte ich auch nie für möglich gehalten.Kuno426 schrieb:Ob bei Unfall oder Suizid direkt an diesem Abhang gar nichts bemerkt worden wäre, bezweifle ich.
Was zu Suizid vielleicht noch interessant sein könnte ist, dass Frauen -im Gegensatz zu Männern- statistisch gesehen eher "weiche" Selbsttötungsmethoden bevorzugen z.B. durch eine Überdosis an Medikamenten etc.
Ja. Ein Bodenradar entdeckt vor allen Dingen Raumforderungen oder direkt reflektierende Gegenstände im Erdreich.HolzaugeSHK schrieb:Kann ein solches Bodenradar auch diese Gegenstände im Boden orten?
Also von der Dicke und dem Durchmesser wirkt sie für eine Smartwatch auf mich etwas zu klein. Ich weiß, es gibt Galaxy Watches mit 40-42mm Gehäusedurchmesser. Aber die klassischen Smartwatches haben erfahrungsgemäß eher so 44-46mm. Für eine normale Quarzuhr ist sie aber aber auch sehr dunkel, was wiederum für einen Display spricht. Also möglich das es ein Tracker oder Smartwatch ist. Da hast du Recht.sallomaeander schrieb:Für mich sieht das eher nach Fitness-Tracker oder SmartWatch aus.
Ja natürlich. Es gab schon Fälle in denen über das Auslesen einer Smartwatch der exakte Todeszeitpunkt ermittelt werden konnte. Wenn also das interne Speichermedium nicht durch die äußeren Umstände irreparabel zerstört wurde, ist das möglich.Shiloh schrieb:Wenn man die Uhr z.B. mit Bodenradar finden würde, könnten forensische IT-Spezialisten mit Spezialsoftware diese womöglich doch noch auslesen? Wenn viele SmartWatches auch keine eigene eSim haben, verfügen sie nicht zumindestens über einen eigenen internen Speicherchip? (Aktivitätsdaten, Schlafzyklen, Bewegungsprofile)
@sallomaeander
Das ist natürlich die wichtigste Voraussetzung. Das stimmt.sallomaeander schrieb:(...) wenn es sich beim Uhrenspeicher, wie heute üblich, um nicht-flüchtigen Speicher handelt (der auch ohne Spannungsversorgung seinen Inhalt behält).






