brigittsche schrieb:Und bevor jetzt irgendwas kommt wie "Oh, der konnte sich bestimmt von seiner Frau nicht trennen, weil er dann....": Ein paar Jahre später erzählt er die Geschichte recht ungerührt einem Millionenpublikum im Fernsehen. Also das muss zumindest heute in irgendeiner Form geklärt sein.
Ja, es wurde gesagt, dass er " damals noch verheiratet war". Ich meine, recht zu Beginn des Films. Ich erinner mich dran, weil ich es zunächst so gedeutet habe, dass er damals in Trennung lebte und die Scheidung also eher eine noch ausstehende Formalie war. Im Laufe des Films stellte sich dann aber heraus, dass er sich wohl gar nicht scheiden lassen wollte und due Beziehung zu CN geheim war.
Ich schließe daraus, daß die Affäre im Rahmen der Ermittlungen der Ehefrau bekannt geworden ist und die Ehe deshalb geschieden wurde.
Edna schrieb:Der Heiratsantrag verdeutlicht doch absolut, dass Corina gehofft hat, dass er sich trennen wird. Wäre das alles kein Thema für sie gewesen, hätte sie ihm ja keinen Antrag gemacht.
Vor allem zeigt der Heiratsantrag doch, dass sie es für wahrscheinlich, mindestens aber möglich, gehalten hat, dass er sich für sie scheiden lässt.
brigittsche schrieb:Und von einem Tag auf den anderen beschließt die Frau dann, dass sie jetzt ohne Trauschein und Familienglück nicht mehr leben kann. Und als ihr Freud dann nicht direkt begeistert ja sagt, bricht für sie die Welt zusammen, großes Drama, alles ganz furchtbar.
Es war nirgends davon die Rede, dass sie das von einem auf den anderen Tag beschlossen hat. Es ist doch nicht ungewöhnlich, dass Menschen sich erst mal unter der Prämisse "Affäre " auf eine Beziehung einlassen und im Laufe der Zeit merken, dass sie sich eine engere und verbindlichere Partnerschaft wünschen. Und ungewöhnlich ist es auch nicht, dass so ein Wunsch nicht bei beiden parallel entsteht, sondern einer mehr will als der/die andere. Du tust so, als würde man das am Anfang aushandeln und festlegen und damit würde es für beide verbindlich gelten. Klar kann Simon sich drauf berufen, dass er von Beginn an offen die Karten auf den Tisch gelegt hatte und ihr kann man sagen, dass sie doch wusste, worauf sie sich eingelassen hat.
Aber die Gefühle füreinander und damit such die Vorstellung, was man sich von der Beziehung erhofft, können sich doch im Laufe der Zeit verändern.
Du vergisst meiner Meinung nach bei deiner Argumentation, dass er den Heiratsantrag angenommen hat. Sie sei enttäuscht gewesen, weil dieses Ja nur recht halbherzig von ihm kam. Damit hing sie ja aber weiter in der Luft und die Situation war eben alles andere sls geklärt. Sie hat sich weiter Hoffnungen gemacht, war durch die Halbherzigkeit der Zusage vielleicht sogar noch erpichter drauf, die Situation zu klären.
Das halbherzige Ja von ihm war meiner Meinung nicht ehrlich. Er wollte sich wahrscheinlich einfach nicht den Urlaub durch miese Stimmung versauen und dachte sich, dass er das, wenn sie wieder zuhause sind, schon irgendwie abwenden oder zumindest auf die lange Bank schieben kann.
Insofern liegt es nicht fern, dass sie an dem Abend mit Nachdruck auf eine Aussprache gedrängt hat. Und damit meine ich nicht zwangsläufig, dass er sie im Streit getötet hat. Ja nach Verlauf der Aussprache könnte das bei ihr eben auch Verzweifelung und Suizidgedanken ausgelöst haben.
Das hat auch nicht unbedingt etwas damit zu tun. Ob man 20, 40 oder 60 Jahre alt ist. Beziehungsprobleme können einen auch dann völlig aus der Bahn werfen, wenn man schon einiges an Lebenserfahrung auf dem Buckel hat.