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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

342 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

20.07.2026 um 15:25
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb am 15.07.2026:... weil spätestens in 2026 der begriff hobbyermittler negativ konnotiert ist.
Woran liegt das?
Zitat von watnuwatnu schrieb am 15.07.2026:Der Fall ist vielleicht auch für die geplante Doku interessant. Die Tageszeitung "Trierer Volksfreund" hat dazu 2 Podcasts veröffentlicht:
Vielen Dank für den Tipp! Merke ich mir vor!
Zitat von causa_y_efectocausa_y_efecto schrieb am 15.07.2026:Ein Fall, bei dem Allmy-User evtl. auch helfen konnten, ist dieser hier:
Mordfall Martina M. (10) - Aktenzeichen XY Spezial vom 04.11 2020 Cold Cases
Ganz herzlichen Dank für deinen Beitrag, das ist super interessant!
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb am 16.07.2026:Du meinst bestimmt diesen Thread hier:
Schwerer sexueller Missbrauch an Kindern in D (Beitrag von seli)
Dort ging es u.a. darum, dass ein Täter seine Taten mit einer Digitalkamera dokumentiert hat, die im EXIF-Header der Bilddateien die individuelle Seriennummer des Kameramodells hinterlässt.
Unter der Annahme, dass der Täter in Unkenntnis dieser Tatsache seinen Fotoapparat auch für unverfängliche Dinge privat oder beruflich genutzt haben könnte, habe ich damals eine Software geschrieben, die einen Rechner nach Bilddateien durchsucht, die von dieser bestimmten Kamera stammen:
Schwerer sexueller Missbrauch an Kindern in D (Seite 22) (Beitrag von sallomaeander)
Vielen Dank auch für diesen Hinweis! Schaue ich mir an!
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb am 16.07.2026:Es wird nach Diskutanten gefragt, die bereit sind, sich vorrangig zum "Fall Nelli Graf" via Bild und Ton zu äußern, sollten diese etwas nützliches und/oder wissenswertes beizutragen haben.
Es geht hier nicht um den "Fall Fabian" oder darum, wie User sich in diesem Forum benehmen.
Das hat sich, wenn mich nicht alles täuscht, @FrauSandmann sicherlich anders vorgestellt.
Ich hatte mir das in der Tat anders vorgestellt, finde die Debatte für einen Neuling aber sehr erhellend, auch wohin sich die Diskussion entwickelt hat, was das jeweilige Selbstverständnis, das Interesse, die Motivation angeht, welche anderen Fälle auch in Frage kommen könnten, wo, wie, was "ermittelt", recherchiert, analysiert wurde, all das ist durchaus interessant für mich und hiflt bei der weiteren Entwicklung sehr!
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 16.07.2026:Ich sehe überhaupt nicht, dass das am Thema vorbeigeht und @FrauSandmann hat bereits mehrmals geschrieben, dass sie ganz am Anfang für eine Projektidee für eine Dokumentation stehen, sie offen für andere Blickwinkel auf dieses Forum, als sie sich das ursprünglich vorgestellt hat und sie hat sich für viele Beiträge explizit bedankt.
Ich weiß ja nicht, was Du Dir unter journalistischer Recherche vorstellst, aber die ist immer vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sich der Recherchegegenstand als völlig anders herausstellt, als man ihn sich zunächst vorgestellt hat. Ansonsten bräuchte man auch keine Doku drüber zu machen, sondern jeder könnte einfach selber und aufcden ersten Blick erkennen "was das ist". Als je vielschichtiger sich ein Thema erweist, desto interessanter wird die Doku dazu, denn desto mehr kann man darüber erzählen, was Leser / Zuschauer eben nicht auf den ersten Blick sehen.
Ja, vielen Dank! Genau so ist es!
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 16.07.2026:Bei mir auch. Ich denke, dass sich im Krimi-Bereich ganz andere User als in den anderen Foren rumtreiben.
Gibt es denn eventuell Zahlen, wie viele User bei den Krimifällen unterwegs sind? Bei den Statistiken konnte ich eine extra Aufschlüsselung dazu finden, aber vielleicht weiß ich auch nur nicht, wo ich schauen muss.
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb am 16.07.2026:Dieser Komplex wird von einigen Usern wirklich schon lange und intensiv bearbeitet, habe da nur mal reingelesen und war beeindruckt, User besuchen Bibliotheken, um in alten Zeitungen Infos über diese uralten Fälle zu finden.
Die mutmaßlichen Taten des Kurt-Werner W. (Seite 188) (Beitrag von Mea)
Zusammen mit dem Thread zu "Göhrde Morde",
Die Göhrde-Morde (Seite 812) (Beitrag von GonzoX)
Danke auch für diese Hinweise!
Zitat von KangarooKangaroo schrieb am 17.07.2026:Will nicht zu kritisch sein aber ich frage mich, wieso dieses vorgehen?
Warum sucht ihr nicht aktiv selbst einen Fall, lest euch in den Threads ein und schaut welche User engagiert sind und nehmt aktiv Kontakt auf?
Genau das tue ich parallel. Ist doch klar!
Zitat von KangarooKangaroo schrieb am 17.07.2026:Persönlich bin ich skeptisch gegenüber Journalisten die in der TV Produktion tätig sind.
Gibt es da womöglich Vorurteile? ;-) Schau dir bitte gerne unsere Arbeiten an.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb am 17.07.2026:Die Öffentlichkeit würde es auch eher befremdlich finden, dass manche Menschen Jahrelang in Threads über Morde diskutieren. Wenn es eine Doku mit substanz wird, muss auch dies reflektiert werden und da würden man eher nicht so gut wegkommen.
True Crime ist zwar beliebt aber aus meiner Sicht ist es ein Unterschied, ob man sich gerne Podcasts / Dokus ansieht oder jahrelang aktiv in einem Forum diskutiert.
Ich persönlich finde das überhaut nicht befremdlich, im Gegenteil eher beeindruckend, dass ihr da dran bleibt und nicht nur an der einmaligen "Sensation" interessiert seid.

Wie ich schon geschrieben habe, arbeiten wir immer multiperspektivisch, verzichten auf Kommentar und werten nicht.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb am 17.07.2026:Im Cold Case: Der Mord an Cornelia Pfau | Freiburg im Breisgau | 1990 (Beitrag von ThoFra) , die im Januar 1990 in der Nähe von Freiburg ermordet wurde, ist ihre Tochter Natascha Pfau sehr aktiv an die Öffentlichkeit gegangen, um den Fall nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Sie hat unter anderem ein Video veröffentlicht, in dem sie die Öffentlichkeit um Hinweise bittet, sich an Medien und Podcasts beteiligt, über das Internet und soziale Medien Aufmerksamkeit für den Cold Case geschaffen, sich dafür eingesetzt, dass die Ermittlungen erneut geprüft werden.

Und Natascha hat sich auch hier bei allmystery angemeldet unter @DieTochter

Cold Case: Der Mord an Cornelia Pfau | Freiburg im Breisgau | 1990 (Beitrag von DieTochter)

Ihr Engagement ist ein Beispiel dafür, dass Angehörige bewusst an die Öffentlichkeit gehen, um das Schicksal eines geliebten Menschen in Erinnerung zu halten und die Chancen auf eine Aufklärung zu erhöhen.
Danke für den Tipp!
Zitat von OllieOllie schrieb:Ich fände es deshalb gut, wenn ihr den Begriff in der Doku ein bisschen einordnet. Denn längst nicht jeder, der sich intensiv mit einem Fall beschäftigt, sieht sich als Hobby-Ermittler.
Viele wollen einfach Infos sammeln, Zusammenhänge verstehen und sich mit anderen austauschen.
Ist notiert, die Mitforisten (das Wort gefällt mir) haben das schon sehr aufschlussreich auseinanderklamüsert!
Zitat von KieliusKielius schrieb:Der neue User @FrauSandmann sucht für die von ihr skizzierte Idee einer TV-Reportage "Hobby-Detektive bzw. -Ermittler" und würde sich daher freuen, hier in Kontakt zu kommen mit einer Gruppe von Usern, die an einem bestimmten ungelösten Kriminalfall (z.B. Nelli Graf) "ermitteln" und sich in diesem Internetforum über ihre Ideen, Aktivitäten und Erkenntnisse austauschen.
Wenn Nelli Graf kein geeigneter Fall ist, sind wir offen für andere, wenn nicht so sehr ermitelt wird, auch offen für andere Formen der Auseinandersetzung. Das war eine erste Idee, aber wenn diese nicht zutreffend ist, dann passen wie sie natürlich an.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Dass man für die angedachte Doku UserInnen verschiedener Foren anspricht, hätte ich eigentlich vorausgesetzt.
Wir sind, wie gesagt, erst ganz am Anfang der Recherchen und irgendwo muss man ja anfangen :-).Und Allmystery scheint ja ein seriöses Forum zu sein. Wir kommen aber selbstverständlich auch unserer journalistischen Sorgfaltspflicht nach, recherchieren gründlich und umfassend und schauen uns auch andere Foren und Kanäle an.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Aber wie @FrauSandmann nicht müde wurde zu wiederholen, letztendlich ist alles offen.
Auch wenn die Wiederholungen in spürbar größeren Abständen kommen :)
Ich muss mich entschuldigen, ich sitze gerade im Schnitt für unsere atuelle Serie und kann nicht immer so zeitnah und ausführlich antworten wie ich gerne würde. Ich bitte um Nachsicht.
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:@Triquetrum
Ich glaube, @FrauSandmann hat es mittlerweile bereut, das Wort Hobbyermittler zu benutzen, da sie mit so viele Sensibelchens, die sich dran stören, nicht gerechnet hätte😁
Dabei ist es ein gängiger Begriff für unsere Gattung.
Vielleicht hätte sie statt dessen lieber schreiben sollen „Sich-Für-Mordfälle-Interessierende“
Absolut ;-) Aber die Kritik am Begriff ist ja durchaus berechtigt und interessant!
Zitat von KieliusKielius schrieb:Letztlich kann doch nur von @FrauSandmann selbst Klärung kommen, wen oder was sie für ihr Projekt sucht.
Zwischen "Sich-für-Mordfälle-Interessierenden" und "In-Mordfällen-hobby-oder-freizeitmäßig-Ermittelnden" sehe ich einen großen Unterschied.
Inzwischen würde ich sagen, dass beides interessant sein könnte, wir haben ja kein fixes Konzept, sondern passen unser Konzept den Gegebenheiten an.


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20.07.2026 um 15:35
Stellt das persönliche Geplänkel ein. Wenn einzelne User nichts Sinnvolles zum Thema beizutragen wissen, macht es durchaus Sinn sich an einem anderen Thema, in einem anderen Thread zu beteiligen. Der Thread hat ein Thema, das mit der Verwaltung geklärt wurde. Für Nickeligkeiten nutzt gerne die PN Funktion


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20.07.2026 um 15:44
@FrauSandmann
Ich drück euch die Daumen.
Meine Skepsis die ich ausgedrückt habe, ging nicht explizit gegen euch.

Wenn man in einer Doku einfangen könnte, was wirklich hinter den Kullissen bei solchen Themen abgeht dann könnte man damit vermutlich ganze Kinosääle füllen.
Denke, dafür werden sich aber die richtigen "Whistleblower" nicht melden.

Ich finde den Ansatz gar nicht verkehrt, dass ihr sowohl die Seite der "Sich für Mordfälle interessierende" als auch "freizeitmäßige Ermittler" interessant findet und noch kein festes Konzept vorliegt.

Bin gespannt auf das Ergebnis, sofern es umgesetzt wird.


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20.07.2026 um 15:48
Zitat von KTKT schrieb:zu überdenken was das Thema ist
Bellingcat fällt mir noch ein, u.a. bekannt durch die MH-17 Analysen. Das waren auch Hobby-Ermittler, bevor sie via Crowdfunding ne private Organisation gründeten.

Ach ja .. und dieser Hinweis Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon (Seite 1205) (Beitrag von Luminita) der besagt, dass bereits bei hobbydetektivischem Verhalten die rote Lampe angeht, selbst in Cold Cases und ohne Stalking + Tatort-Tourismus. :D


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20.07.2026 um 15:49
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:@FrauSandmann
Ich drück euch die Daumen.
Meine Skepsis die ich ausgedrückt habe, ging nicht explizit gegen euch.

Wenn man in einer Doku einfangen könnte, was wirklich hinter den Kullissen bei solchen Themen abgeht dann könnte man damit vermutlich ganze Kinosääle füllen.
Denke, dafür werden sich aber die richtigen "Whistleblower" nicht melden.

Ich finde den Ansatz gar nicht verkehrt, dass ihr sowohl die Seite der "Sich für Mordfälle interessierende" als auch "freizeitmäßige Ermittler" interessant findet und noch kein festes Konzept vorliegt.

Bin gespannt auf das Ergebnis, sofern es umgesetzt wird.
Da bin ich ja beruhigt :-)
Und selbst gespannt, wohin uns unser Weg führt.


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20.07.2026 um 17:24
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:Danke für den Tipp!
Es gibt hier außerdem einen Uralt-Vermisstenfall, in dem eine Angehörige bis heute um Aufklärung und gegen das Vergessen kämpft:
Joachim Bruckauf auf Video
@susan1968 ist die Schwester des seit 1984 Vermissten Joachim Bruckauf.


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21.07.2026 um 09:16
Der Fall Jubillar: Leidenschaft für die Ermittlungsarbeit oder „unangebrachte“ Neugier? Warum Amateurdetektive die Ausgrabungen fortsetzen wollen

Seit der Aufhebung der Suchmaßnahmen am Freitag, dem 17. Juli, haben Neugierige das Gebiet durchsucht, in dem die Knochen von Delphine Aussaguel gefunden wurden. Diese amateurhaften Suchaktionen haben die Gemeindeverwaltung von Mailhoc (Tarn) dazu veranlasst, den Zugang zum Gelände zu sperren.
Quelle: https://www.leparisien.fr/faits-divers/affaire-jubillar-passion-pour-lenquete-ou-curiosite-malsaine-pourquoi-des-detectives-amateurs-veulent-continuer-les-fouilles-21-07-2026-CXJJHF6UB5HXZFGW2DU74CKLXI.php (vor der Paywall)


Aktuell gibt es in Frankreich ein extremes Beispiel für das Ausarten von Amateurdetektiven ...


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21.07.2026 um 10:38
Ich denke primär sind Hobbyermittler nicht persé schlecht.
Es ist in meiner subjektiven Sicht immer dann schlecht, wenn die Hobbyermittler sich darstellen ..

Wenn man wegen der Sache ansich ermittelt, tut man das Intern und redet nicht in Foren oder Blogs oder YouTube Videos darüber.
Denn dann ist es aus meiner Sicht Selbstdarstellerei.


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21.07.2026 um 12:40
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich denke primär sind Hobbyermittler nicht persé schlecht.
Es ist in meiner subjektiven Sicht immer dann schlecht, wenn die Hobbyermittler sich darstellen ..

Wenn man wegen der Sache ansich ermittelt, tut man das Intern und redet nicht in Foren oder Blogs oder YouTube Videos darüber.
Denn dann ist es aus meiner Sicht Selbstdarstellerei.
Ich sehe selbst kein Problem darin, wenn es in Blogs, Podcasts oder Youtube gewinnbringend ausgeschlachtet wird. Jeder muss dies für sich selbst entscheiden und mit seinem Gewissen vereinbaren können, wie er mit dem Leid anderer Menschen umgeht. Die Portale sind nun mal dafür vorhanden und im Endeffekt ist es nur ein moralischer Unterschied, ob ich über das Verschwinden einer Person oder die neuesten Kosmetiktrends berichte. Für beides ist ein Markt vorhanden, der von Blogern und Vlogern bedient wird. Solange dies nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt, muss man dies akzeptieren.

Man hat ja selbst die Wahl, ob man sich dies nun ansieht oder in einem entsprechenden Forum verkehrt. Ich persönlich habe in mehreren Krimforen mitgelesen und mich bewusst für eine aktive Anmeldung bei Allmy entschieden, da hier die Diskussionen zwar manchmal emotional sind, sich jedoch in einem normalen und auch vernünftigen Rahmen bewegen.

Kritisch wird es aus meiner eigenen Erfahrung erst, wenn sich Hobbyermittler, und erst dann sind es für mich auch wirklich Personen, die diese Bezeichnung verdienen, aktiv in einen Fall einmischen. Soll heißen, sie bewegen sich am vermeintlichen Tatort oder vermuteten Ablageorte einer Leiche oder fangen gar an, selbst Befragungen durchzuführen. Hier spielt es weniger eine Rolle, dass sie Spuren vernichten könnten, was im Übrigen meine eigene Schuld wäre, wenn ich einen Tatort oder spurentechnisch relevanten Ort nicht richtig abgesucht hätte (was bei Kapitaldelikten definitiv absolut die sehr rare Ausnahme ist). Vielmehr geht es hier um das Befinden der unmittelbaren Angehörigen oder eben auch der Anwohner eines entsprechenden Ortes. Ich wüsste nicht einen einzigen Fall, wo eben dieser Personenkreis bei der Aufklärung einer Straftat hilfreich mitwirken konnte. Ich weiß, dass möglicherweise hier der Fall der aufgefundenen Leiche durch den ehemaligen Leiter des LKA Hamburg, Wolfgang Sielaff, angeführt werden könnte. Man möchte bitte dabei aber bedenken, dass es sich bei ihm und seinem Team um absolute Profis ihres Fachs handelte und alle in Berufen tätig waren, in denen Ermittlungsarbeit auf einem professionellen Niveau durchgeführt wurde.

Das soll nicht bedeuten, dass unsere Community, die hier fleißig über die verschiedensten Fälle der aktuellen und zurückliegenden Kriminalgeschichte diskutiert, nicht hilfreich bei der Ermittlungsarbeit der Polizei sein kann. Das aktuellste Beispiel ist hier wohl die Zuordnung der bei der Leiche von Sonja Engelbrecht aufgefundenen Decke. Jedoch fand diese Arbeit eben nicht aktiv am Tatort oder sonstiger, dem Tatgeschehen relevanten Örtlichkeit statt, sondern eben von zuhause aus, sitzend vor dem PC, Laptop oder sonstiger Gerätschaft, die Zugang zum Internet verschafft. Deshalb sind solche Portale wie dieses Forum, auch wenn man sie mancher als moralisch verwerflich ansehen mag, durchaus wichtig und werden definitiv auch von den Ermittlern wahrgenommen. Denn wer weiß, vielleicht wird hier doch mal an die ein oder andere Theorie gedacht, die eine ganze Ermittlungsgruppe noch nicht auf dem Schirm hatte. :)


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21.07.2026 um 13:11
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Deshalb sind solche Portale wie dieses Forum, auch wenn man sie mancher als moralisch verwerflich ansehen mag, durchaus wichtig und werden definitiv auch von den Ermittlern wahrgenommen.
Ich möchte dazu nur anmerken, dass User, die hier in ihren Beiträgen äußerten, etwas tatsächlich Relevantes zu einem Fall beisteuern zu können, regelmäßig, eindringlich, und z.T. von mehreren anderen Usern, dazu ermutigt wurden, ihr Wissen bei der Polizei kundzutun. In vielen Fällen kam dann auch die Rückmeldung, dass dies auch geschehen sei.

Das mag jetzt vielleicht banal klingen, aber es kommt immer wieder vor, dass Leute hier mitlesen oder auch -schreiben, die in irgendeinem Bezug zu einer Tat insofern stehen, dass sie dazu eine Wahrnehmung gemacht haben, aber sich nicht trauen, dies der Polizei mitzuteilen. Oder über eine Expertise zu einer bestimmten Sachfrage verfügen, die bei den Ermittlern möglicherweise nicht vorhanden ist.

Entweder sind sich Menschen nicht sicher, ob ihre Wahrnehmungen überhaupt wichtig sind, oder sie wissen nicht, auf welchem Wege sie der Polizei etwas mitteilen sollen. Für solche Menschen ist die Diskussion hier ein willkommener Anlaufpunkt, um sich Rat zu holen.

Natürlich herrscht in einem Diskussionsforum nicht immer Einigkeit und Harmonie; ich sehe aber einen unausgesprochenen Konsens, dass die Ermittlungen der Polizei unterstützt werden und man den Ermittlungsbehörden grundsätzlich vertraut. Wenn dennoch z.T. auch Kritik an Ermittlungen laut wird, ist das legitim, und steht dazu in keinem Widerspruch.


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21.07.2026 um 16:06
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Denn wer weiß, vielleicht wird hier doch mal an die ein oder andere Theorie gedacht, die eine ganze Ermittlungsgruppe noch nicht auf dem Schirm hatte. :)
Ist das ironisch gemeint?

Denn sowas kann schon auch vorkommen. Von daher ist es tatsächlich völlig in Ordnung beim LKA vorbeizugehen, und einen guten - durchdachten, rational nachvollziehbaren - Hinweis bei den Ermittlern abzugeben. Den Hinweis muß man zuvor auch nicht im Forum zur Diskussion freigeben, weil die Einwände die dagegen kommen, möglicherweise eher davon abhalten den Hinweis abzugeben.


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21.07.2026 um 23:27
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Denn wer weiß, vielleicht wird hier doch mal an die ein oder andere Theorie gedacht, die eine ganze Ermittlungsgruppe noch nicht auf dem Schirm hatte. :)
Die Vorgehensweise ist aber komplett konträr.

Während wir Theorien entwickeln und und hoffen für die Richtigkeit Ansätze in den Medien zu finden, sammeln die Ermittler Fakten und bauen darauf ihre Theorien auf.


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22.07.2026 um 00:08
Zitat von emzemz schrieb:Während wir Theorien entwickeln und und hoffen für die Richtigkeit Ansätze in den Medien zu finden
Wadiyatalkinabeet 🤔

Wir nehmen doch die Infos aus den Medien, und entwickeln auf diesen basierend iwelche Theorien. Man entwickelt doch keine These ohne jegliche Infos. Wie sollte das auch gehen 😊


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22.07.2026 um 00:24
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ist das ironisch gemeint?
Nein, definitiv nicht ...
Zitat von emzemz schrieb:Die Vorgehensweise ist aber komplett konträr.

Während wir Theorien entwickeln und und hoffen für die Richtigkeit Ansätze in den Medien zu finden, sammeln die Ermittler Fakten und bauen darauf ihre Theorien auf.
Bei aktuellen Fällen, die noch frisch von der Spurenlage sind, wird dies mit ziemlicher Sicherheit nicht der Fall sein. Sind alle Spuren ausgewertet und es bietet sich kein neuer Anhaltspunkt, suchst du nach weiteren Wegen eben solche zu erlangen. Ein typisches unterstützendes Hilfsmittel stellt hierbei z. B. die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY, um nur einmal den diesbezüglichen Platzhirsch zu nennen, dar. Hier kommt es durchaus vor, dass sich der Fall in eine neue Richtung entwickeln kann, da eben die Sachlage eine neue Sequenz erfährt, an die man zuvor nicht gedacht hat oder gar nicht wissen konnte.

Bei richtigen Cold Cases ist die Variante Aktenzeichen XY natürlich auch sinnvoll. Unabhängig davon versuchst du hier aber alle Hilfestellungen in Betracht zu ziehen, die einem zur Verfügung stehen. Dazu gehören eben auch Krim-Foren, die sicherlich oftmals nur bereits bekannte Theorien oder Denkweisen darstellen, die auch die Ermittler in Betracht gezogen haben. Trotzdem kommt es immer wieder einmal vor, dass in diesen Denkansätze, auch wenn sie vom äußeren Erscheinungsbild an den Haaren herbeigezogen wirken, zu finden sind, die zumindest einer Würdigung unter Miteinbeziehung der kompletten Sachlage, welche der Allgemeinheit nicht zur Verfügung steht, wert sind.


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22.07.2026 um 00:51
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wadiyatalkinabeet 🤔

Wir nehmen doch die Infos aus den Medien, und entwickeln auf diesen basierend iwelche Theorien. Man entwickelt doch keine These ohne jegliche Infos. Wie sollte das auch gehen 😊
Die Ermittler arbeiten mit allen Fakten, nicht nur denen, die in den Medien stehen.


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22.07.2026 um 01:17
Zitat von emzemz schrieb:Die Ermittler arbeiten mit allen Fakten, nicht nur denen, die in den Medien stehen.
Jup. Und trotzdem kann eine Variante vor Deinem geistigen Auge erscheinen, die bei den Ermittlern noch keine Berücksichtigung fand. Von daher: meldet Euch bei den Cold Case Units, wenn Ihr nen coolen Gedanken habt! Sowas muß ja nicht zwingend in einem Forum verrotten :Y:


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22.07.2026 um 08:25
An Theorien sind die Ermittler meistens nicht interessiert.
Man sollte schon eine gewisse Hemmschwelle haben, die Polizei zu kontaktieren wenn es um Theorien geht, welche man sich konstruiiert hat, finde ich.

Wenn man Hinweise hat, egal wie wichtig sie erscheinen, sollte man sich IMMER an die Polizei wenden.
In laufe der Jahre habe ich immer wieder festgestellt, wie viel Angst manche Menschen haben die Polizei zu kontaktieren.

Man muss auch nicht direkt Anrufen sondern primär reicht erstmal eine E-Mail an die Polizeidienststelle mit dem Hinweis und einer Telefonnummer.
Wenn die Info für die Polizei relevant ist, wird sich diese dann in Verbindung setzen.

Die Ermittler reißen einem nicht den Kopf ab.
Im Gegenteil, wenn man Hinweise hat wird man auch freundlich und adäquat behandelt.


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22.07.2026 um 10:16
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wenn man Hinweise hat, egal wie wichtig sie erscheinen, sollte man sich IMMER an die Polizei wenden.
Definitiv.

Die mit Decke im Engelbrecht-Fall wusste ich gar nicht.
Das war ja eine konkrete Frage in XY und ich finde es cool, dass sich hier jemand die Mühe gemacht, tiefer zu gehen, und auch erfolgreich war!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von daher: meldet Euch bei den Cold Case Units, wenn Ihr nen coolen Gedanken habt!
Naja. Ich glaube jetzt nicht, dass Ermittler jetzt an irgendwelchen Eingebungen interessiert sind, die jemanden in den Kopf geschossen sind, der nur rudimentär mit dem Fall vertraut ist, da ihm nicht alle Infos vorliegen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Ermittler hier mitlesen.....


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22.07.2026 um 10:38
@Fellatix
Krimioma SoOma liest auch morgens erstmal bei Krimi quer :melden: schau mal, darüber bin ich vorhin gestolpert, hier NDR:

Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale (Seite 48) (Beitrag von HolzaugeSHK)

Für die Reportage waren die beiden Journalisten ein halbes Jahr unterwegs, haben recherchiert, Orte besucht, Leute befragt ... True-Crime-Journalismus.

Es gibt ja ein ähnliches Genre: "Investigativer Journalismus". Da geht es eigentlich um Wirtschaft und Politik, aber die Arbeitsweise ist ja im Grunde gleich, denke ich.


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22.07.2026 um 11:05
Zitat von soomasooma schrieb:"Investigativer Journalismus"
Z.T. auch fuer Kriminalfaelle, ich denke, im englischsprachigen Raum ist dies mehr verbreitet.
(Ich empfehle den kanadischen Podcast: Someone knows something).

Und die NDR Podcasts zu den Fällen Katrin Konert und Inka Koentges gingen auch in die Richtung.


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