sallomaeander schrieb am 28.07.2026:Das ist etwas anderes, als wenn man z.B. über einen Gesangsverein berichtet. Wenn man sich hier Threads anschaut, die über viele Jahre laufen, sind doch viele der damaligen Mitglieder nicht mehr an Bord, und insofern auch nicht mehr greifbar.
Danke für den Hinweis! Mir ist auch schon aufgefallen, dass da einige spurlos verschwunden sind.
iva schrieb am 31.07.2026:Mich persönlich hat es hierher getrieben, weil in meiner näheren Umgebung ein bzw. mehrere schwere Verbrechen begangen wurden. Weil mich der Gedanke nicht los ließ, dass ich dort 100x vorbei gegangen bin, meine Kinder dort in der Nähe vorbei gelaufen sind.
Mich interessiert zum einen der Täter, warum werden Menschen böse? Was macht sie zu Monstern?
Und mich interessieren die Opfer, über die wird in den Verfahren viel zu wenig gesprochen.
Niemals würde ich mich als "Hobbyermittlerin" betrachten, eher als Mitfühlende mit den Opfern, ich finde es grausam, wenn Tote keinen Namen haben und hoffe immer darauf, dass sie ihren zurückbekommen und die Familie Gewissheit bekommt und ganz egoistisch: ich möchte wissen, wie es dazu kam. Gerade weil ich Kinder habe. Weil mir nie in den Kopf gehen will, wie ein Kind auf 150m verschwinden kann.
Ganz vielen Dank fürs Teilen!
sallomaeander schrieb am 31.07.2026:Ein Fall, wo das bislang nicht geschah, der aber im Forum seit vielen Jahren, und immer wieder erneut und z.T. leidenschaftlich diskutiert wird, ist der Fall Birgit Ameis.
Der Fall Birgit A. aus Lohmar (Beitrag von Jolande)
Dort gehöre ich z.B. zu denen, die den Fall gern in einem Filmfall bei XY behandelt hätten.
Danke für den Hinweis!
Edna schrieb am 01.08.2026:Also da ja auch von den Anfragenden der Bezug zur Windkraftschwindler-Reportage hergestellt wurde, hatte ich tatsächlich auch den Eindruck, als bestünde eine nicht kleine Wahrscheinlichkeit, dass hier ein oder mehrere "Hobbyermittler" gesucht werden, um sie vorzuführen, wie es auch mit dem Holt passiert ist (nicht ganz zu unrecht in dem Fall, meiner Meinung nach)
Es ist uns in keinem unserer Filme daran gelegen unsere Protagonisten vorzufühen.
Schau gerne auch mal in diesen Film rein, der ist ganz anders gelagert.
https://www.ardmediathek.de/serie/der-letzte-flug-ein-deutsches-geheimnis/staffel-1/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvZGVyLWxldHp0ZS1mbHVn/1Zu HOLT: Der Film ist bewusst und sichtbar „over the top“ inszeniert. Diese Entscheidung ergibt sich aus der Geschichte selbst: Hendrik Holt hat sein Leben, seinen Erfolg und seine Rolle über Jahre hinweg selbst inszeniert – gegenüber Geschäftspartnern, in der Öffentlichkeit und in sozialen Medien. Wir greifen diese Selbstinszenierung filmisch auf und führen sie weiter, um sie offenzulegen.
Ob Bentley, Privatjet oder Luxusrestaurant – diese Sets sind nicht als reale Rekonstruktionen gedacht, sondern bewusst hergestellte Kulissen. Immer wieder zeigen wir auch den Apparat dahinter: Die Kameras, die Kulisse, das Team. Die Inszenierung bleibt stets transparent.
Ziel ist nicht Täuschung, sondern Entlarvung. Der Film behauptet nicht, diese Bilder seien „wahr", sondern macht ihre Künstlichkeit sichtbar und stellt sie überprüfbaren Fakten gegenüber. So entsteht ein hybrides dokumentarisches Format, das nicht Realität nachstellt, sondern die uns fortwährend umgebende Konstruktion von Realität wie auf Social Media selbst zum Thema macht.
Füchschen schrieb am 01.08.2026:Das denke ich auch. Wobei es aber nicht nur um das Konzept eines Films über Kriminalfälle-Foristen geht, sondern auch um dessen konkrete Umsetzung und wie diese Umsetzung im Konzept verankert ist und in der Umsetzung sichergestellt wird.
Das stimmt natürlich. Das eine ergibt sich aus dem anderen. Und selbstverständlich machen wir beides gegenüber (möglichen) Mitwirkenden transparent.
sooma schrieb am 02.08.2026:Hier in dem relativ geschützten, weil geregelten Bereich "Allmy" mag das gerade noch so hingehen. In den SM sieht das schon ganz anders aus. Denke deshalb auch, dass dort eher die angepeilten "Hobbyermittler" mit ihren Videos und Berichten und "Recherchen" zu finden sind.
Die Akteure, die ich bisher auf SM gefunden habe, sind für uns übrigens überhaupt nicht interessant. Da scheint es sehr häufig vor allem um größtmögliche Aufmerksamkeit zu gehen, das ist nicht von Belang für uns.
LarsAttacks schrieb am 11.08.2026:Soviel zu meinen Gedanken, warum ich mich in diesem Forum beteiligt habe.
Ganz herzlichen Dank fürs Teilen der Gedanken! Das ist sehr interessant!
Füchschen schrieb am 11.08.2026:Wichmann schrieb in seiner Gefängniszelle und Holt sprach im Film während einer Beurlaubung vom Gefängnis über die Gnade Gottes — in, sagen wir mal, ungewöhnlichen Formen.
Vielen Dank fürs Herstellen dieser Verbindung, da wäre ich nie drauf gekommen. Da spielt die Religion doch bei beiden eine Rolle im Umgang mit der eigenen Schuld, den eigenen Taten.
Wichmann als Fall ist für uns allerdings zu bekannt, wenn ich nicht irre, gab es da sogar schon was auf Netflix.
@Kielius @Füchschen @KangarooWir schauen mal, wohin die Reise geht. Unsere Ursprungsidee war ja einen konkreten Fall mit einigen Foristen zu verbinden, aber nach eurer – berechtigten – Kritik müssen wir uns was anderes überlegen.
Kangaroo schrieb am 12.08.2026:Netflix Doku zum Fall Elisa Lam
Danke für den Tipp, die kenne ich noch nicht.
Kielius schrieb am 12.08.2026:? Worin könnte diese Arbeit bestehen?
Du hast recht, das Wort "Arbeit" war hier unglücklich gewählt. Mit fiel wohl in diesem Moment nichts anderes ein. Bei mir ist Recherche halt primär Arbeit (nicht immer bezahlt). Bitte legt nicht jedes Wort auf die Goldwage.
JestersTear schrieb am 14.08.2026:Entweder liegt Frau Sandmann weit weg von True Crime am Strand einer einsamen Insel, oder ist heimlich schon mitten in den Dreharbeiten mit Usern, die sich bisher nicht geoutet haben - oder hat ganz einfach das Interesse verloren, da sich sich knapp drei Wochen hier nicht mehr hat blicken lassen .
Fellatix schrieb am 13.08.2026:Das war eine Anfrage, und nachdem niemand "hier" geschrien hat, nicht einmal ... k ... ich nenne da mal niemand ... ich hätte mich ja gefreut, wenn ... hat die Threaderstellerin nu auch nicht mehr so ein Riesen Interesse daran :D
LarsAttacks schrieb am 13.08.2026:Das war eine Anfrage, und nachdem niemand "hier" geschrien hat, nicht einmal ... k ... ich nenne da mal niemand ... ich hätte mich ja gefreut, wenn ... hat die Threaderstellerin nu auch nicht mehr so ein Riesen Interesse daran :D
Vielleicht macht @FrauSandmann auch einfach nur Urlaub?
Danke für die Nachsicht! Genau so ist es. Frau Sandmann war in den Ferien :-)
Darüberhinaus steckt sie jetzt wieder bis über beide Ohren in Projekten, die in den nächsten Wochen/Monaten fertig werden müssen und kommt manchmal einfach nicth mit dem Lesen und Schreiben hier hinterher.
Ich bitte um Verständnis.
Und danke, es ging auch tatsächlich erst einmal um eine erste Einschätzung, jetzt müssen wir schauen, was wir damit anfangen können, wie oben erwähnt, ist unsere ursprüngliche Idee von euch ja quasi abgewählt worden ;-) Nun müssen wir neu überlegen und mit der Redaktion sprechen und das dauert sicherlich eine Weile.
Dr.Edelfrosch schrieb am 13.08.2026:Eine TV Beitrag bzw Dokumentation in dieser Größenordnung kann schonmal ein paar Monate Planung bzw Vorbereitung in Anspruch nehmen, bevor es eine definitive Zusage gibt und mit der eigentlichen Produktion begonnen werden kann.
AlteTante schrieb am 13.08.2026:Nicht vergessen: @FrauSandmann ist ja keine "normale" Userin, die hier nur aufgeschlagen ist, um über irgendwelche Fälle zu diskutieren, sondern weil sie aus beruflichen Gründen Interessierte für ihre Doku sucht.
Ganz genau! Danke für das Verständnis!
sooma schrieb am 13.08.2026:Feiern wir mich doch einfach so! :wein:
Recherchemeister aber nicht ich bin ...
Ich sehe den Thread hier auch erstmal als "Vorab-Recherche" und wer sich angesprochen fühlt, kann sich ja per PN bei @FrauSandmann melden.
:-)
Und gerne alle melden!
HolzaugeSHK schrieb am 13.08.2026:ielleicht sollte @FrauSandmann lieber den Fall Holt weiter verfolgen! 🤔
Es gibt einen aktuellen Artikel bei WELT über den Flughafen Rostock-Laage
Offenbar ließ der verurteilte Windparkbetrüger Hendrik Holt den Flughafen über Mittelsmänner aus dem Gefängnis heraus kaufen – für 3,1 Millionen Euro.
Quelle:
https://www.welt.de/politik/article6a7afe9567ddb2e13c583fdf/fuer-3-1-millionen-euro-bekannter-betrueger-liess-aus-gefaengnis-heraus-flughafen-rostock-laage-kaufen.html
Das sind wirklcih sehr interessante Entwicklungen. Die weitere Recherche überlasse ich da aber mal den Investigativjournalisten, die kennen sich da besser aus.
brigittsche schrieb am 14.08.2026:Es geht doch gar nicht darum diese Zeugenaussagen in eine Diskussion zu stellen und ich weiß nicht woher du den Anspruch nimmst, dass sich FrauSandmann nur für Dinge interessiert, welche in einem Thread passieren ..
Da dieses Forum nun aber einmal ein Ort ist, wo sich die von @FrauSandmann gesuchten Leute austauschen, wird es wohl schon nicht uninteressant sein, was die hier so schreiben, weil es schon Rückschlüsse darauf zulässt, was manche Leute machen außer hier zu schreiben.
JestersTear schrieb am 14.08.2026:Dummerweise weiß Frau Sandmann nicht, ob es solche Fragen noch gegeben hat, weil sie sich seit längerer Zeit nicht mehr hat blicken lassen .
Vielleicht liest sie ausgeloggt mit, aber warum sollte sie das tun, wenn sie in den ersten Wochen von morgens bis abends eingeloggt war ?
Mit so viel Sozialkontrolle habe ich nicht gerechnet.
Ich habe mich übrigens einfach nicht ausgeloggt bis sich mein Browser mal aufgehängt und das erledigt hat.
Auch ist es so, dass es natürlich in den ersten Tagen sehr viele Beiträge und Fragen gab, dafür hatte ich mir tatsächlich eine Woche freigehalten. Inwzischen ist es ja in Teilen auch eine Diskussion zwischen euch, zu der ich nicht viel beitragen kann, die aber auch interessant mitzulesen ist.
Und zwischendurch war eben auch mal in den Ferien...
Kielius schrieb am 14.08.2026:Ein bloßer Austausch von Kontaktdaten verpflichtet doch zu nichts, kann aber der weiteren Klärung, Konkretisierung und dem gegenseitigen Kennenlernen dienen.
Zumal wir es mit einer Person zu tun haben, die offensichtlich ein plausibles Anliegen verfolgt, sich vorher bei der Verwaltung legitimiert hat und aus ihrer eigenen Identität überhaupt kein Geheimnis macht.
Kielius schrieb am 14.08.2026:Die Vor- und Nachteile, die es mit sich bringt, bei einer TV-Produktion vor der Kamera mitzuwirken, kann - so würde ich es zumindest sehen - letztlich nur jeder für sich selbst abwägen.
Wenn es - wie wir heute erfahren haben - im Dunstkreis des Forums interne Gruppen gibt, die seit vielen Jahren in bestimmten ungeklärten Altfällen private Ermittlungen anstellen und dabei offenbar auch schon gewisse Erkenntnisse gewonnen haben, dann scheint doch erst einmal wenig dagegen einzuwenden zu sein, deren Arbeit in einer nach professionellen Maßstäben erstellten Reportage öffentlich darzustellen und zu hinterfragen
Danke!
Es ist manchmal gar nicht so einfach auf solche Vorurteile und Unterstellungen zu reagieren.
Und ja, sich öffentlich zu äußern will überlegt sein, auf Fragen, Bedenken & Co. können wir aber eingehen und Rahmenbedingungen abgesprochen werden.
Profil von __gans.ehrlich
Konnte nun auch die HOLT Dokumentation sehen , die mich gut unterhalten hat.
Gratulation an @FrauSandmann und Jan Peters. 🤝.
Schon die "Lubi" Reihe von Jan Peters war sehenswert.
Da darf man auf Weiteres gespannt sein 🧐.
Dankeschön!
Barre schrieb am 17.08.2026:Die kritisch einzuordnenden „Hobbyermittler“, die ihr sucht, sind vor allem auf Tik Tok unterwegs. Die durchforsten Wälder wie z.B. beim Fall Rebecca, loggen sich in Handys ein (Fall Fabian) oder inspizieren Transporter (Anschlag CSD).
Hallo und danke für den Tipp!
Genau diese "Hobbyermittler" finden wir, ehrlich gesagt, schwierig. Da geht es ja vor allem um sie selbst, ist mein Eindruck.
Adson schrieb am 17.08.2026:Eine Mischung aus Geldadel-Homestory und Bühne für einen eitlen Selbstdarsteller. Einzig positiv aufgefallen sind mir - neben der Großmutter - die Ermittler, die recht unaufgeregt berichten, kontrastiert von einem naiven Blondchen und dem selbstverliebten Protagonisten, der die große Bühne in diesem Film sowohl zu schätzen als auch zu nutzen weiß. Die angeblichen und potentiellen Geschädigten kommen überhaupt nicht zu Wort, auch die involvierten Politiker werden nur im Abspann mit einer kurzen Distanzierung erwähnt. Fachlich qualifizierte Einschätzungen darüber, wie es überhaupt dazu kommen konnte und - wichtiger - ob Holt nur die Spitze des Eisbergs einer aus den Fugen geratenen Umwelt-Industrie war ... Fehlanzeige.
Mir fallen weitere Namen ein, von Benko bis Windhorst - und das immer gleiche Muster.
Für mich ist diese Referenz-"Doku" eher aufwändig gemachte Unterhaltung ohne echten Tiefgang als eine wirkliche Dokumentation zu einer doch so ergiebigen Thematik. Wollten oder konnten die Macher nicht besser abliefern?
Ich ziiere hier mal aus unserem Presse-Statement:
Holt bewegte sich an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft und Energiewende – also in einem Bereich, der gesellschaftlich hoch aufgeladen ist und in dem große Versprechen, Förderlogiken und Interessen aufeinandertreffen. Sein Auftreten, seine Netzwerke und seine Art, Erfolg zu behaupten, verweisen weniger auf individuelle Raffinesse als auf strukturelle Schwächen.
Genau das hat uns interessiert. Nicht der spektakuläre Betrugsfall an sich, sondern die Frage, warum er möglich war – und warum so viele bereit waren, ihm zu glauben. Für uns erzählt dieser Fall viel über gegenwärtige Sehnsüchte nach einfachen Lösungen, schnellen Erfolgen und vermeintlichen Macherfiguren. Diese gesellschaftliche Dimension war der ausschlaggebende Grund, den Fall filmisch zu untersuchen.
Der Fall Holt überrascht weniger durch einzelne Details als durch seine innere Logik. Er zeigt, wie leicht Systeme ins Rutschen geraten, wenn wirtschaftlicher Erfolg und Status höher bewertet werden als Kontrolle und Überprüfbarkeit.
Besonders auffällig war, wie nah ein Mensch an politische Entscheidungsträger und Institutionen herankommen kann, sobald er als erfolgreich wahrgenommen wird. Nähe entsteht hier nicht durch Inhalte, sondern durch Status – und dieser Status wird selten hinterfragt.
Der Film erzählt deshalb nicht nur von einem Täter, sondern von einem System, das anfällig ist für große Versprechen, Selbstsicherheit und Nähe zur Macht – und das Kontrolle oft erst dann ernst nimmt, wenn der Schaden bereits entstanden ist.
Adson schrieb am 17.08.2026:Und für eine echte Doku kommt Holt viel zu oft zu Wort, die Geschädigten dagegen gar nicht.
Hendrik Holt äußert sich im Film hinsichtlich seiner Verbrechen teils uneinsichtig und relativierend. Seine Aussagen werden im Schnitt stets klar und unmissverständlich durch Gegendarstellungen der Ermittler widerlegt und eingeordnet
Holger Keuper würde ich durchaus als Geschädigten sehen.
Die betroffenen Energiekonzerne haben mit den Ermittlungsbehörden kooperiert. Darüber hinaus haben sie, wie weitere geschädigte Firmen, rechtliche Schritte zur Geltendmachung von Schadensersatz eingeleitet. Keines der Unternehmen trat im Strafverfahren als Nebenkläger auf.
Vor die Kamera gehen wollten sie ebenfalls nicht.
Frage beantwortet?
@Füchschen @Edna @Adson Es ist ja toll zu sehen, dass ihr unterschiedliche Perspektiven habt und darüber miteinander über den Film diskutiert. Ich würde auch sagen, dass wir Hendrik Holt so zeigen, wie wir ihn erlebt haben und wie er sich eben zu seinen Taten verhält, die Bewertung dessen überlassen wir gerne dem Publikum und klar, dass es da unterschiedliche Meinungen gibt.
ICH ENTSCHULDIGE MICH SCHON MAL IM VORAUS, WENN ES ETWAS RUHIGER UM MICH WIRD: DIE AKTUELLEN PROJEKTE...