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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

295 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Doku, Nelli Graf, Ungelöster Mordfall ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

23.07.2026 um 13:50
Zitat von emzemz schrieb:Hierzu möchte sich die Threaderstellerin eben nicht genau festlegen.
Sie sammelt Material und ist offen in alle Richtungen.
So hatte ich das auch verstanden @emz

Mal sehen wo uns das hinführt, könnte interessant werden


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ARD-Doku zu Hobbyermittlerinnen und Hobbyermittlern

23.07.2026 um 14:03
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:Zum Thema Foto machen. Wenn jemand den Tatort oder irgendein Areal, welches tatrelevant sein könnte, fotographiert und dann auswertet mit anderen Usern, ist dies eine Tätigkeit eines Hobbyermittlers in meinen Augen.
Aber es hofft doch nicht ernsthaft jemand, er würde auf den Fotos etwas tatrelevantes entdecken, was dann zur Aufklärung der Tat durch ihn und andere Hobbyermittler beiträgt.

Ich sehe es eher so, dass die Leute, die solche Fotos machen und dann hier einstellen, damit dem andere Foristen helfen, sich einen Eindruck eben vom Tatort, seiner direkten Umgebung und der Gegend zu machen. Ein solches Foto kann z.B. deutlich machen, wie abgelegen oder eher wie stark frequentiert ein Ort ist; ob er von anderen Stellen aus gut einsehbar ist. Das erklärt dem Betrachter vielleicht, warum ein Täter sich diese Stellr für seine Tat ausgesucht hat.
Solche Bilder dienen der Veranschaulichung und helfen uns vielleicht, eine Tatablauf besser zu rekonstruieren. Wir haben halt zu den allermeisten nur sehr spärlich Infos und versuchen uns die Lücken dazwischen möglichst gut durch Mutmaßungen zu erklären, die uns logisch und wahrscheinlich erscheinen. Und diese Mutmaßungen werden dann eben hier rauf und runter diskutiert. Solche Fotos können halt helfen, Lücken in den Infos mit Fakten und nicht mit Mutmaßungen zu füllen oder zumindest die ein oder andere Mutmaßung anhand der Bilder verifizieren oder falsifizieren zu können.

Aber das sind doch dann keine Ermittlungen im Sinne einer Tataufklärung sondern es ist ein Sammeln von Informationen, die wir sonst hier nicht zur Verfügung hätten.

Ich verstehe unter einem Hobbyermittler halt jemanden, der meint durch seine Recherchen, zu denen auch die Besichtigung und Dokumtation eines Tatorts gehören kann, etwas zur Auflösung des Falls beitragen zu können - Auflösung im Sinne von justiziabler Klärung und nicht Erkenntnisgewinn für sich selber.
Ich empfinde das als eine reichlich naive Idee, weil jeder Hobbyermittler ja nur auf der dünnen Basis der veröffentlichten Informationen arbeiten kann. Etwas, worüber wir hier seitenweise diskutieren ist oft genug doch nur uns nicht klar. Die Ermittler müssen nur Seite XY der Akte aufschlagen und haben neben den Geokoordinaten des Tatorts auch gleich zig Bilder zum Zeitpunkt der Entdeckung, eine Liste mit den dort gesicherten Spuren und waren oft genug auch selber vor Ort, um sich einen Eindruck zu machen.
Was denkt denn ein Hobbyermittler dort selber noch an Spuren finden zu können, die von der Polizei mit all ihren Spezialisten und Spezialtechnik übersehen wurden, ihm aber mit bloßem Auge oder mit Hilfe seiner Handykamera auffallen würden.

Wir dagegen diskutieren seitenweise, ob das Opfer jetzt an dieser oder jener Wegkreuzung lag und ob man es vom Weg aus hätte da liegen sehen können (fiktives Beispiel).


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23.07.2026 um 14:11
@Grillage


mit deinem Text oben hats du eigentlich den Unterschied zwischen Hobby-und Berufsermittler bestens wiedergegeben. Ein Hobbyermittler will für SICH den Fall lösen. Aber nichts juristisches und sehr wenig Fakten im Vergleich zum richtigen Ermittler

So definiere ich jedenfalls ein Hobbyermittler.


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23.07.2026 um 14:17
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Ach, der Ersteller wollte doch keinen Fall / Fälle vorstellen.. habe ich dich da falsch verstanden?
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Sorry, ich verstehe deine Wiedersprüche manchmal nicht.

Einmal schreibst du dass der Ersteller einen Fall vorstellen möchte und dann wieder..
Lies doch bitte einfach den Eingangspost.
@FrauSandmann hat doch erklärt, wie die Grundidee zu der Reportage aussieht. Es sollen die Menschen im Mittelpunkt stehen, die sich in ihrer Freizeit recht intensiv mit Kriminalfällen befassen. Das soll nach ihrer Vorstellung anhand eines konkreten Kriminalfalles dargestellt werden. Dieser Fall soll aber nicht wie in einem der wie Pilze aus dem Bodrn schießenden TrueCrime-Formate im Mittelpunkt stehen, sondern eben die Personen, die sie als Hobbyermittler bezeichnet.
Das ist doch auch logisch nachvollziebar, dass jrmand anhand eines konkreten Falles erzählen kann, warum ihn dieser Fsll interessiert, welche Fragen bei dem Fall offen sind und wie er mit wrlchen Methoden versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Du hast so getan, als habe sie das nicht offen kommuniziert und als müsse man drüber spekulieren und diskutieren, was denn ihr wahres Interesse hinter ihrer Anfrage hier im Forum ist:
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Dokus oder Podcast gibt es doch (so glaube ich), schon zu allen Fällen. Also dürfte es nicht in diese Rtg. gehen.

Sich selber einen interessanten Fall hier im Forum rauszusuchen ist ja auch nicht schwer, alleine an der Anzahl der Beiträgen
kann man schon das Interesse erkennen.

Könnte es sein, dass ein Interesse an den Usern besteht und diese zum Thema gemacht werden sollen?



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23.07.2026 um 15:26
Hier ein kleines Gimmek zu den verstörenden Auswüchsen der TC Branche und derer, die dieses Interesse versilbern und verwursten.


Screenshot 20260723-151506-display-0.png

Aha, nimm einen Gänsehaut to Go Moment in dem du bei uns rein hörst 🤦🤦.
Da bleibt mir als Gans der Schnabel offen stehen, dass das alles so abgeknickt, nicht hinterfragt und "gekauft" wird, sinnigerweise bevorzugt von jüngeren Menschen.


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23.07.2026 um 16:24
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Aha, nimm einen Gänsehaut to Go Moment in dem du bei uns rein hörst 🤦🤦.
Da bleibt mir als Gans der Schnabel offen stehen, dass das alles so abgeknickt, nicht hinterfragt und "gekauft" wird, sinnigerweise bevorzugt von jüngeren Menschen.
Vor allem, wenn man sich die oben beschriebenen Themen anschaut… Das wirkt schon sehr perfide und sensationsgeil.

Dabei finde ich unsere Kriminalrubrik mega cool und würde gerne mehr darüber erfahren, wo schon gute Ermittlungsansätze geliefert worden sind. Ich erinnere mich, dass in meinen 15 Jahren Allmystery auch öfters Mal die Polizei mitgelesen hat.

DAS ist für mich viel interessanter als „Gänsehautmomente“ auf Kosten von anderer Leute Leben.


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23.07.2026 um 19:09
@Cheaha
Es gibt eine Wechselwirkung zwischen Allmystery und der TC Branche.


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23.07.2026 um 21:40
FRauSandmann:
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb am 20.07.2026:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 19.07.2026:Dass man für die angedachte Doku UserInnen verschiedener Foren anspricht, hätte ich eigentlich vorausgesetzt.
Wir sind, wie gesagt, erst ganz am Anfang der Recherchen und irgendwo muss man ja anfangen :-)
Das sollte keine Handlungsanweisung sein :D
Ich habe missverständlich ausgedrückt, was ich meinte: Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass ihr euch nur auf Allmy erkundigt. Und meine bisherigen Posts bezogen sich deshalb nicht nur auf Allmy.
- - -
Pedo-Hunting ist u. a. auch ein Bsp. dafür, warum Selbstjustiz verboten ist - selbst, wenn sie in vermeintlich guter Absicht geschieht:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 12.05.2026:Grenzüberschreitend, u. a. auch in der BRD und Österreich:
Die Verbindung zwischen Rechtsextremen und den sogenannten Pedo-Huntern ist kein Zufall – sie folgt einem Muster. Wie der Extremismusforscher Jérôme Endrass erklärt, wird das Argument des «Kinderschutzes» seit Jahrhunderten instrumentalisiert. «Bereits im Mittelalter hat man behauptet, jüdische Gemeinden würden christliche Kinder schlachten.»
Auch heute greifen rechtsextreme Gruppierungen diese Rhetorik wieder auf: Der vermeintliche Kampf gegen «Kinderschänder» dient als Deckmantel, um Hass zu säen und Gewalt zu rechtfertigen. Die Figur des «Kinderschützers» wird so zum moralischen Schutzschild für ideologische Feindbilder.
Quelle: https://www.swissinfo.ch/ger/die-besten-inhalte-der-srg/pedo-hunter-machen-jagd-auf-p%c3%a4dophile-fachleute-schlagen-alarm/90242789?nab=1
O. g. postete ich ursprünglich in diesem Thread:
Prominente, die in Verschwörungsideologien abdriften (Seite 273) (Beitrag von watnu)


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23.07.2026 um 22:53
Zitat von watnuwatnu schrieb:Selbstjustiz verboten ist - selbst, wenn sie in vermeintlich guter Absicht geschieht:
Man könnte die Auffassung vertreten, dass es Konstellationen gibt, in denen ein solches Verhalten zumindest nachvollziehbar erscheint. Ich erinnere einen Fall, in dem ein Missbrauchsopfer den Täter – in Anwesenheit eines weiteren Opfers – mit den Vorwürfen konfrontierte und dieses Gespräch aufzeichnete. Der Täter räumte die Taten ein; die Aufnahme wurde taggleich der Polizei übergeben. Bei der anschließenden Durchsuchung war das Handy des Täters zwar gelöscht, verurteilt wurde er dennoch. Er sitzt inzwischen ein.

Es existiert Selbstjustiz, die eindeutig zu weit geht. Zugleich gibt es in meinen Augen Situationen, in denen der Rechtsstaat hinnehmen muss, dass Betroffene selbst ermitteln oder Beweise sichern. Auch wenn die Aufzeichnung im genannten Fall wohl rechtswidrig entstand, findet sich kein Beitrag, der dies kritisch einordnet – zu Recht, wie ich meine.

Quelle zum geschilderten Fall / TW Beschreibung von Kindesmissbrauch durch einen Geschädigten
Spoiler
Youtube: Revealing Myself
Revealing Myself
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.


"Bei dem Fall um Feriz S. (ehemaliger Tanzlehrer) dreht sich die Erwähnung des aufgezeichneten Gesprächs um eine heimliche Aufnahme, die von einem Betroffenen (Avemoves) gemacht wurde. Das aufgezeichnete Gespräch wurde noch am selben Abend als Beweismittel bei der Polizei eingereicht, was zur Festnahme und späteren Anklage wegen schweren sexuellen Missbrauchs führte"




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23.07.2026 um 23:14
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Ich verstehe immer noch nicht genau was der Threadersteller von uns möchte.
Soll sich hier jemand als "Ermittler" outen, oder was ist gewünscht.
Ich denke, es geht wirklich darum, neue Erkenntnisse zu erlangen. Der Fall soll nicht in Vergessenheit geraten vielleicht.
Ich habe mir kürzlich einen Bericht über den Fall angesehen und auffällig fand ich, das explizit betont wurde, dass Mord zwar für den Täter nicht verjährt, aber bei Helfern oder Mitwissern sähe das anders aus. Vielleicht möchte man das allgemeine Interesse am Fall Nelli Graf einfach etwas wiederbeleben.

Aber der Thread-Ersteller äußert sich bestimmt selbst oder hat schon und ich bin noch nicht an der Stelle angekommen. Ich war ja gesperrt. ☺️


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24.07.2026 um 06:48
Zitat von CheahaCheaha schrieb:Vor allem, wenn man sich die oben beschriebenen Themen anschaut… Das wirkt schon sehr perfide und sensationsgeil.
Ja, gerade in diesem Fall. Hab schon gar keine Lust mir den Podcast zum Mord an Celeste anzuhören, weil man ahnt was da wahrscheinlich kommt.
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:abgeknickt
abgenickt sollte es heißen


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24.07.2026 um 19:50
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb am 10.07.2026:Wir wollen mit einer großen, reichenweitenstarken Dokumentation gerne noch mehr Aufmerksamkeit auf euer Engagement und einen ungelösten Fall lenken.
Ungelöste Fälle sollten mehr Aufmerksamkeit erhalten meiner Meinung nach. Zum Fall Nelli Graf habe ich hier bereits etwas geschrieben:
Der Fall Nelli Graf (Seite 1012) (Beitrag von Füchschen)
Der Fall Nelli Graf (Seite 1011) (Beitrag von Füchschen)



Während andere Fälle laufend Aufmerksamkeit erhalten, werden sogar besonders verstörende Fälle schnell vergessen in der Medienlandschaft. So auch der Fall, bei dem man verstreut über ganz Hamburg 13 Leichenteile ein und desselben Opfers fand:

Leichenteile einer Frau am Elbufer in Hamburg-Rissen gefunden (Beitrag von theforeigner)

Der Fall des Stückelmörders, der, wie die Kripo mutmaßt, entweder aus Hamburg kommt oder dort arbeitet, wurde 2021 in Hallo Deutschland dargestellt. Ich habe damals einen Screenshot gemacht. Diese Sendung Hallo Deutschland vom 14.04.2021 kann nicht mehr aufgerufen werden. Wer Verlautbarungen des Internets längere Zeit verfügbar haben möchte, muss sie selbst bei sich abspeichern.


HalloDeutschland2
Quelle: Eigener Screenshot und eigene Transkription

Dass dieser Mörder immer noch nicht gefasst ist und frei herumläuft, muss man verdrängen, um nicht ängstlich zu werden. Er hat dem Opfer ein Tatoo aus der Wade geschnitten, zusätzlich zu dieser Zerstückelung.

Nicht vergessen sollte man, dass der Gerichtsmediziner Prof. Klaus Püschel, der die Leichenteile des Opfers Maria Ngui 2017 untersuchte, daraufhin den fiktionalen Thriller "Totenpuzzle" im Jahr 2021 veröffentlichte, in dem er einen realen Fall verarbeitet hat. Das Totenpuzzle um Maria Ngui hat ihn wohl zu diesem Titel inspiriert, denn innerhalb von 14 Tagen wurden laufend neue Leichenteile von ihr in Hamburgs Gewässern entdeckt, wobei Prof. Püschel ja erstmal untersuchen musste, ob es sich um ein und dieselbe Person dabei handelte.


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26.07.2026 um 23:50
Für mich sieht es ganz danach aus, als wäre dieser "Fall" ausdiskutiert...


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27.07.2026 um 12:24
Zitat von KieliusKielius schrieb:Für mich sieht es ganz danach aus, als wäre dieser "Fall" ausdiskutiert...
Bei der Auflösung von Kriminalfällen ist nichts wie es scheint.

Ich würde sagen, der Fall des Stückelmörders ist vorerst ausdiskutiert. Ob noch mal weiterdiskutiert werden wird oder nicht, kann niemand wissen.

Im Mordfall Claudia Wilbert wurde hier in Allmystery der Fall vorgestellt im Jahr 2013. Es gab 22 Beiträge im selben Jahr.
Mordfall Claudia Wilbert (Beitrag von Cardinal)

Danach hörte man nichts mehr.

Erst 2024 ging es wieder weiter mit der Diskussion, weil der Fall durch Aktenzeichen xy aufgenommen wurde.

Im Fall Nelli Graf gibt es Kontinuität. Der jetzige Leiter dieses Falls, KHK Alexander Scholz, Polizeipräsidium Bielefeld, bescheinigt der damaligen SOKO gute Arbeit. Und im Thread zu Nelli Graf spiegelt es sich wieder. Ich habe bis jetzt keine Beschwerde gegen die Polizei gelesen im Thread „Der Fall Nelli Graf“ mit seinen mehr als 20000 Beiträgen.


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27.07.2026 um 13:15
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb am 10.07.2026:Unsere letzte ARD-Doku "HOLT – Der Windkraftschwindler" ist derzeit in der ARD-Mediathek zu sehen
Ich habe die ersten zwei Minuten gerade gesehen und muss sagen: „HOLT — Der Windkraftschwindler“ ist sehr gut gemacht.

@FrauSandmann
Herzlichen Glückwunsch zu diesem wichtigen Beitrag! 💐
Natürlich schaue ich den Film heute Abend zu Ende.

Bei so einer Qualität rechne ich mit mindestens ein bis zwei Jahren an Produktionszeit für den Film über die sogenannten „Hobby-Ermittler“.

Von mir aus könnte man mich eher Analytikerin nennen. Ich analysiere Fälle soweit es für Außenstehende möglich ist.

Bei mir liegt der Fokus auf der geistigen Durchdringung eines Falls. Mehr steht einem Laien nicht zu. Alles, was in den Bereich der Ermittlungstätigkeit der Kripo hineinragt, sollte tunlichst unterbleiben.


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27.07.2026 um 19:06
Zitat von KangarooKangaroo schrieb am 20.07.2026:Wenn man in einer Doku einfangen könnte, was wirklich hinter den Kullissen bei solchen Themen abgeht dann könnte man damit vermutlich ganze Kinosääle füllen.
Denke, dafür werden sich aber die richtigen "Whistleblower" nicht melden.

Ich finde den Ansatz gar nicht verkehrt, dass ihr sowohl die Seite der "Sich für Mordfälle interessierende" als auch "freizeitmäßige Ermittler" interessant findet und noch kein festes Konzept vorliegt.

Bin gespannt auf das Ergebnis, sofern es umgesetzt wird.
Zitat von Offshore7Offshore7 schrieb am 20.07.2026:
Zitat von KTKT schrieb am 20.07.2026:zu überdenken was das Thema ist
Bellingcat fällt mir noch ein, u.a. bekannt durch die MH-17 Analysen. Das waren auch Hobby-Ermittler, bevor sie via Crowdfunding ne private Organisation gründeten.

Ach ja .. und dieser Hinweis Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon (Seite 1205) (Beitrag von Luminita) der besagt, dass bereits bei hobbydetektivischem Verhalten die rote Lampe angeht, selbst in Cold Cases und ohne Stalking + Tatort-Tourismus. :D
Danke für den Tipp! An Bellingcat hatte ich noch gar nicht gedacht in diesem Kontext!
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb am 21.07.2026:Quelle: https://www.leparisien.fr/faits-divers/affaire-jubillar-passion-pour-lenquete-ou-curiosite-malsaine-pourquoi-des-detectives-amateurs-veulent-continuer-les-fouilles-21-07-2026-CXJJHF6UB5HXZFGW2DU74CKLXI.php (vor der Paywall)

Aktuell gibt es in Frankreich ein extremes Beispiel für das Ausarten von Amateurdetektiven ...
Danke ach für diesen Tipp!
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb am 22.07.2026:Nach meiner Wahrnehmung sind "Hobbyermittler" in der öffentlichen Berichterstattung in jüngster Zeit nicht mehr so gut weggekommen oder ihr Tun wird etwas belächelt.
Wenn Medien oder Behörden von einem „Hobbyermittler“ sprechen, schwingt meist Skepsis oder Kritik mit (Streuung von falschen Informationen, Behinderung der Polizei, Verletzung von Persönlichkeitsrechten, eventuell Tatort Kontamination, mitunter Geltungsdrang aka schlauer als die Polizei, Anmassung/Grenzüberschreitung, mangelnde Professionalität).
Nur in der Unterhaltungsbranche bzw in der True Crime Gemeinde ist "Hobbyermittler" mit einem Augenzwinkern noch positiv besetzt.

Wenn ich da zb an den Gabby Petito Fall (2020 oder 21?) denke war das mMn noch anders. Da war man erstaunt und positiv überrascht was die websleuths und Webdetectives an Recherche hervorbrachten und den Fall zielführend beeinflussen konnten.

In der Diskussion hier scheint es aber das jeder User sein eigenes Bild von einem "" Hobbyermittler" hat und was einen solchen ausmacht.
Ich finde den Begriff " Webdetektiv" deutlich freundlicher, aber trifft es nicht ganz, weil " Hobbyermittler" ja nicht ausschließlich im Web unterwegs sind.
Ganz herzlichen Dank für die Erklärung!
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb am 22.07.2026:Vielleicht haben @FrauSandmann und ihr Kollege ja Interesse noch zusätzlich einen Fall aus dem Krimibereich investigativ zu begleiten? Journalisten haben ja mit einem Presseausweis ganz andere Möglichkeiten als wir "Hobbyermittler". Warum traut ihr Euch nicht mal an den Fall Paul Burdach aus Rathenow und Sven Scherbenske aus Rhinow ran? Aus einem Vermisstenfall wurden dann zwei Vermisstenfälle, bereits seit 2025 erklärt die Polizei, dass ein Tötungsdelikt nach dem Stand der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden könne. Im Jahr 2026 bestätigte die Staatsanwaltschaft zudem, dass im Zusammenhang mit den Vermisstenfällen auch geprüft wird, ob es Verbindungen der Männer in das Drogenmilieu gab oder gibt.

Übrigens haben auch die Privatermittler Jürgen Trovato und Marcus Rahmsdorf in diesem Fall bereits erfolglos "ermittelt".
Das klingt durchaus reizvoll, vielen Dank für den Tipp, nur sind wir keine klassischen Journalisten und machen keine investigativen Recherchen im eigentlichen Sinne. Und wenn die Trovatos daran schon gescheitert sind... ;-)
Zitat von LanzaLanza schrieb am 23.07.2026:Wer im Prinzip ja auch "Hobbyermittler" sind, sind die sog. "Pädo-Hunter". Hierzu gibt es gerade diese aktuelle Doku in der ARD:

https://www.ardmediathek.de/video/y-kollektiv/er-jagt-paedokriminelle-zwischen-kinderschutz-und-selbstjustiz/ard/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlLzYzNzcyNjEwLTg3NTMtNDhjYi05ZDM0LTY4NWY5ODdiYWYyYi9lcGlzb2RlL3VybjphcmQ6c2hvdzo2MjA5YjVhYmQ4ODZhN2Fj
Das hatte ich mir auch angesehen. Da ist man natürlich schnell bei Selbstjutiz...
Zitat von watnuwatnu schrieb am 23.07.2026:Pedo-Hunting ist u. a. auch ein Bsp. dafür, warum Selbstjustiz verboten ist - selbst, wenn sie in vermeintlich guter Absicht geschieht:

Grenzüberschreitend, u. a. auch in der BRD und Österreich:

Die Verbindung zwischen Rechtsextremen und den sogenannten Pedo-Huntern ist kein Zufall – sie folgt einem Muster. Wie der Extremismusforscher Jérôme Endrass erklärt, wird das Argument des «Kinderschutzes» seit Jahrhunderten instrumentalisiert. «Bereits im Mittelalter hat man behauptet, jüdische Gemeinden würden christliche Kinder schlachten.»
Auch heute greifen rechtsextreme Gruppierungen diese Rhetorik wieder auf: Der vermeintliche Kampf gegen «Kinderschänder» dient als Deckmantel, um Hass zu säen und Gewalt zu rechtfertigen. Die Figur des «Kinderschützers» wird so zum moralischen Schutzschild für ideologische Feindbilder.

Quelle: https://www.swissinfo.ch/ger/die-besten-inhalte-der-srg/pedo-hunter-machen-jagd-auf-p%c3%a4dophile-fachleute-schlagen-alarm/90242789?nab=1
Danke für den Hinweis, dass sollte man bei diesem Thema unbedingt im Hinterkopf behalten.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:@FrauSandmann
Herzlichen Glückwunsch zu diesem wichtigen Beitrag! 💐
Natürlich schaue ich den Film heute Abend zu Ende.
Bei so einer Qualität rechne ich mit mindestens ein bis zwei Jahren an Produktionszeit für den Film über die sogenannten „Hobby-Ermittler“.
Vielen Dank! In der Tat arbeiten wir ein bis zwei Jahre an einem Film. Es kann also eine ganze Weile dauern...


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gestern um 09:11
Zitat von FrauSandmannFrauSandmann schrieb:In der Tat arbeiten wir ein bis zwei Jahre an einem Film. Es kann also eine ganze Weile dauern...
In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht anmerken, dass es im Forum durchaus eine gewisse Fluktuation der Mitglieder gibt.

Das ist etwas anderes, als wenn man z.B. über einen Gesangsverein berichtet. Wenn man sich hier Threads anschaut, die über viele Jahre laufen, sind doch viele der damaligen Mitglieder nicht mehr an Bord, und insofern auch nicht mehr greifbar.

Warum einige relativ bald, andere nach Jahren engagierten Schreibens das Handtuch werden, ist mir nie ganz klar geworden.

Ich könnte mir vorstellen, dass manchen die jahrelange Befassung mit den dunklen Seiten der Gesellschaft irgendwann belastet.

Es ändert ja vielleicht auch irgendwann den Blick auf andere Menschen - viele Menschen verdrängen den Gedanken an Kriminalität im Alltag oft, und liegen damit, rein statistisch, vermutlich richtig.


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gestern um 12:51
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Warum einige relativ bald, andere nach Jahren engagierten Schreibens das Handtuch werden, ist mir nie ganz klar geworden.
Wenn ich von mir ausgehe, mache ich das, wenn in den Threads immer nur Wiederholungen kommen, ich das Gefühl habe es geht garnicht mehr um den Fall, sondern darum Recht zubehalten, es zu keiner Diskussion mehr kommt und es seit längerer Zeit nichts Neues mehr gibt. Dann schreibe ich lieber im kleinen Kreis , da wird viel weniger "Blödsinn" geschrieben.


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um 16:25
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Warum einige relativ bald, andere nach Jahren engagierten Schreibens das Handtuch werden, ist mir nie ganz klar geworden.
Bei mir war es einfach so, dass ich hier zu viel Zeit verbracht habe und mich wieder mehr meinem Offline-Leben widmen wollte (und musste). Ohne die Abmeldung hier hätte ich das damals nicht geschafft. Bin dann eine Weile später durch den Fall Birgit Ameis wieder hier gelandet (mitgelesen hatte ich ja hier ja weiterhin, nur eben nicht mehr so intensiv), zu dem ich dann doch wieder mitreden wollte. Inzwischen klappt das auch ganz gut mit dem Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Leben.


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