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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

1.227 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 17:48
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Dann fallen mir die Fotos des Opfers auf: Warum mehrere Bilder? Insgesamt vier, wenn ich richtig gezählt habe. Man weiß doch, wer das Opfer ist.
Finde ich nun nicht so ungewöhnlich. Man weiß wer das Opfer ist, darum (Opfer identifizieren, oder auch verschwundene Person suchen) geht es m.E. aber auch nicht. Beobachtungen können jedoch von Menschen gemacht worden sein, die sich an das Aussehen erinnern können (Person die so aussieht gesehen an Ort X, was weitere Hinweise ergeben könnte), aber mit dem Namen, Wohnort nichts anfangen können.
Bei mehreren Fotos vermute ich einen psychologischen Effekt: Menschen schauen eher hin, fangen an nachzudenken, anstatt "ach, weiter".


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 18:19
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Dann fallen mir die Fotos des Opfers auf: Warum mehrere Bilder? Insgesamt vier, wenn ich richtig gezählt habe. Man weiß doch, wer das Opfer ist
Es wurde erst Mitte August die Identität des Opfers veröffentlicht, warum nicht viel früher ist mir ein Rätsel.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:20
Zitat von Sternenklar11Sternenklar11 schrieb:Es wurde erst Mitte August die Identität des Opfers veröffentlicht, warum nicht viel früher ist mir ein Rätsel.
Wir wissen ja, glaube ich, gar nicht, welcher Art die Schussverletzungen waren, und um was für eine Waffe, um was für Munition, es sich genau gehandelt hat.

Vielleicht hatte man zunächst Schwierigkeiten, ihn zweifelsfrei zu identifizieren.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:32
Zitat von Sternenklar11Sternenklar11 schrieb:Es wurde erst Mitte August die Identität des Opfers veröffentlicht,
Das ist glaube ich so nicht ganz korrekt, hier heisst es datiert vom 29.07.
Der 33-jährige Daniel Emminger wurde vermutlich in der Nacht zum 1. April 2026 auf seinem abgelegenen Hof im Unterallgäu erschossen.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-29-juli-2026-erste-ergebnisse-100.html
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wir wissen ja, glaube ich, gar nicht, welcher Art die Schussverletzungen waren, und um was für eine Waffe, um was für Munition, es sich genau gehandelt hat.

Vielleicht hatte man zunächst Schwierigkeiten, ihn zweifelsfrei zu identifizieren.
Ich glaube nicht dass bei der Identifizierung Probleme entstanden sind, es war bekannt wer auf dem Hof gelebt hat, auf Grund der Äusserlichkeiten kann ich mir nicht vorstellen dass man das Opfer nicht identifizieren konnte.
Man könnte allerdings auf Grund der Berichterstattung vermuten dass die Feststellung der Todesursache nicht ganz einfach war
Zunächst hatte die Polizei von einer unklaren Todesursache gesprochen.
Quelle: https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/04/16/bedernau-kunzach-toetungsdelikt-kripo-durchsucht-nachbaranwesen-erneut/711013/
BREITENBRUNN / LKR. UNTERALLGÄU. Am Freitag, den 03.04.2026, wurde in einem Anwesen im Ortsteil Bedernau ein 33-jähriger Mann tot aufgefunden. Die Todesursache ist derzeit unklar und Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
04.04.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/100842/index.html


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 00:09
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich glaube nicht dass bei der Identifizierung Probleme entstanden sind, es war bekannt wer auf dem Hof gelebt hat, auf Grund der Äusserlichkeiten kann ich mir nicht vorstellen dass man das Opfer nicht identifizieren konnte.
Man könnte allerdings auf Grund der Berichterstattung vermuten dass die Feststellung der Todesursache nicht ganz einfach war
Zunächst hatte die Polizei von einer unklaren Todesursache gesprochen.
Quelle: https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/04/16/bedernau-kunzach-toetungsdelikt-kripo-durchsucht-nachbaranwesen-erneut/711013/
BREITENBRUNN / LKR. UNTERALLGÄU. Am Freitag, den 03.04.2026, wurde in einem Anwesen im Ortsteil Bedernau ein 33-jähriger Mann tot aufgefunden. Die Todesursache ist derzeit unklar und Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
04.04.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/100842/index.html
Dass zu Beginn die Todesursache noch "unklar" war, überrascht mich jetzt tatsächlich.
Dies hatte ich noch nicht wahrgenommen / gelesen.
Danke fürs "drauf-aufmerksam-machen".

Das ist ja seltsam .... man sollte meinen, dass dies aufgrund dem, was WIR inzwischen wissen, offensichtlich war.
Scheint anfangs aber nicht so gewesen zu sein ...?

Wurde denn dort ggfs. noch anderes gefunden, Drogen z.B. die konsumiert worden waren?
Das wäre jetzt so mein Verständnis von "Todesursache unklar" ... wenn eine derartige Schussverletzung vorlag. (die sonst ja ohne Zögern die Todesursache gewesen wäre in meinem Verständnis)

Identifizierung war wohl kein großes Hindernis, denn es gibt signifikante Tattoos, die Haare/Rastas etc.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 00:39
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Das ist ja seltsam .... man sollte meinen, dass dies aufgrund dem, was WIR inzwischen wissen, offensichtlich war.
Scheint anfangs aber nicht so gewesen zu sein ...?
Kann mir gut vorstellen, dass sich so ausgedrückt werden muss, bevor die Todesursache gerichtsmedizinisch feststeht.
Ähnlich wie bei "Tatverdächtiger" vs. "Täter": Tatverdächtiger, auch wenn alles so offensichtlich aussieht.
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Das wäre jetzt so mein Verständnis von "Todesursache unklar" ... wenn eine derartige Schussverletzung vorlag. (die sonst ja ohne Zögern die Todesursache gewesen wäre in meinem Verständnis)
Auch wenn die Schussverletzung alleine tödlich wäre, muss sie nicht die Todesursache gewesen sein. Wennauch unwahrscheinlich, könnte doch auf eine aus anderen Gründen verstorbene Person (vom späteren Schützen getötet, oder auch nicht) geschossen worden sein.
Z.B.: Erwürgt, dann eine Schussverletzung zugefügt um den Verdacht auf jemand anderen zu lenken. (Das als generelle Möglichkeit; war hier offensichtlich nicht so.)
Ich finde es da nachvollziehbar, dass auch in Fällen, die bzgl. einer Todesursache (oder in anderen Fällen: bzgl. eines Täters) eindeutig wirken nochmal näher hingesehen wird ("Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen").


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 04:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Kann mir gut vorstellen, dass sich so ausgedrückt werden muss, bevor die Todesursache gerichtsmedizinisch feststeht.
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Wurde denn dort ggfs. noch anderes gefunden, Drogen z.B. die konsumiert worden waren?
Das wäre jetzt so mein Verständnis von "Todesursache unklar" ... wenn eine derartige Schussverletzung vorlag. (die sonst ja ohne Zögern die Todesursache gewesen wäre in meinem Verständnis)
Im XY Fall sprach die Kommissarin von einer Hinrichtung.
Details zur Auffindesituation wurden bewusst nicht genannt.
Vielleicht war da mehr als die Schussverletzung (also zB Messerstiche), und bei XY bzw jetzt in der Fahndung spricht die Polizei nur von der auffaelligen grosskalibrigen Langwaffe, zu der der Taeter ja Zugang gehabt haben muss?
Fuer mich klingt es so, dass die Polizei andere Tatumstaende als Taeterwissen zurueckhaelt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 06:55
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Im XY Fall sprach die Kommissarin von einer Hinrichtung.
Details zur Auffindesituation wurden bewusst nicht genannt.
Vielleicht war da mehr als die Schussverletzung (also zB Messerstiche), und bei XY bzw jetzt in der Fahndung spricht die Polizei nur von der auffaelligen grosskalibrigen Langwaffe, zu der der Taeter ja Zugang gehabt haben muss?
Fuer mich klingt es so, dass die Polizei andere Tatumstaende als Taeterwissen zurueckhaelt.
Das kann gut möglich sein.
Es gab ja bei einem 50jährigen Anwohner eine Durchsuchung auf dessen Grundstück. Das bereits am 10.4.26. Das war’s dann für ein paar Monate, was die Pressemitteilungen über diesen Fall angeht.
Dann erst, Monate später, wurde die Identität des Opfers veröffentlicht und die deutsche, österreichische sowie schweizerische Bevölkerung durch die TV-Sendung Aktenzeichen XY informiert.

Wann habt ihr über den Mordfall zum ersten Mal etwas erfahren? Ich weiß es seitdem 4.4.2026.

https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/101100/index.html
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das ist glaube ich so nicht ganz korrekt, hier heisst es datiert vom 29.07
Stimmt! Du hast recht.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:42
Zitat von wasserundfeuerwasserundfeuer schrieb:Ich überleg gerade, ob das Motiv des Täters nicht so etwas wie klassische Eifersucht oder gar Wut sein kann.
Da bin ich ziemlich bei dir. Für mich scheint es insgesamt so, als ob die Motivlage der Dreh- und Angelpunkt des Falles ist. Cui bono?

Nach dem, was wir wissen, kam irgendjemand zielgerichtet und vorbereitet inklusive der Waffe nachts auf den Hof und schritt zur Tat. Ebenfalls nach dem, was wir wissen, gab es offenbar kein Kampfgeschehen. D. E. war wohl komplett überrascht, wohingegen der Täter genau wusste, was er tat. Es war definitiv keine Tat im Affekt, dem ganzen Tatgeschehen ging m. E. bereits etwas voraus, was den Täter zur Tat veranlasst hat.

Die Motivation zu einer Tat liegt ja in der Regel aus einem Nutzen für den Täter. Die Tat bringt dem Täter entweder etwas für ihn Positives, oder sie nimmt ihm etwas für ihn Negatives. Beizeiten sogar beides gleichzeitig. Bei dem Fall hier scheint - zumindest mir - auf Grund der Art und Bestimmtheit der Tatausführung ("Hinrichtungscharakter") eine sehr hohe Motivationsgrundlage mit einem üppigen Kontingent an Emotion vorhanden zu sein.

Raubmord durch Hinz oder Kunz (also den zufälligen schwarzen unbekannten Mann) und Tötung des Bewohners aus Gründen der Zeugenbeseitigung scheidet für mich komplett aus. Aus folgenden Gründen: Hauptmotiv ist erst mal, an Wertgegenstände zu kommen. Otto Normaleinbrecher trägt i. d. R. keine recht außergewöhnliche Langwaffe mit sich herum und würde sicher nicht ausgerechnet auf einem keine Reichtümer zu vermutenden, total abgelegenen Hof landen. Otto Normaleinbrecher geht nicht erst zum schlafenden Opfer, richtet das mit einer Langwaffe hin und bedient sich dann der ofenbar nicht vorhandenen materiellen Reichtümer. Persönlicher Einschub: Ich wohne nicht weit weg von Kunzach in randlichster Randlage zu einem kleinen Dorf - hier ist auch (bis heute!) nie irgendwas abgesperrt. Hier verirrt sich keiner hin, der nicht explizit hier hin möchte. Vor gut sechs Wochen gab es nicht weit weg in der nächsten Stadt einen Raubüberfall mitten am Vormittag mitsamt Bewohner im Haus, der auch körperlichen Schaden davontrug - das aber ausgerechnet in einem dichten Doppelhaushälften-Vorstadtgebiet. Sah wohl geldiger aus als bei mir ;-) - und wurde auch besser gefunden.

Tatmotiv Neid fällt für mich auch komplett raus. Neid kann bei gewissen Menschen wahrscheinlich wirklich Hass projezieren (mir ist das tatsächlich komplett fremd), aber das läuft dann doch eher auf ein Schädigen des Opfers durch üble Nachrede etc. hinaus. Der Täter hat ja nix davon, wenn er das Opfer aus Neid tötet, dessen Stelle nimmt er ja trotzdem nicht ein. Einziger Punkt ist halt, dass er sich das Neidobjetk dann nimmer angucken muss und ein gewisses Maß an Häme empfinden kann. Aber so was als Mordmotiv? Da kann ich gar nicht mitziehen.

Nach meinem Empfinden gab es vor der Tat (eben auf Grundlage der Tatausführung) einen entsprechenden Kontakt, in dem etwas geklärt werden sollte. Das Ergebnis der "Klärung" fiel nicht in des Täters Sinne aus, in dem das Sujet der Klärung in Folge dann so hochgekocht ist, dass er tabula rasa als einzige Lösungsmöglichkeit gesehen hat.

Tatmotiv "der geht mir mit seinen unsäglichen Aktivitäten jetzt schon so lang auf die Nerven, er hört nach Gespräch auch nicht damit auf, jetzt reicht es!" ist für mich vorstellbar. Engt den Täterkreis tatsächlich ein, da muss jemand im Alltag schon wirklich sehr davon betroffen sein, dass das zu einer Hinrichtung führt - oder psychisch tatsächlich auch ein wenig auffällig sein. Nicht kontrollierte Wut/Zorn ist für mich eine sinnhafte Möglichkeit.

Tatmotiv Eifersucht ist für mich auch plausibel. Eifersucht kann Verzweiflung und Mörder produzieren. Das Szenario "Ich rede meinem Nebenbuhler ins Gewissen, und nun lässt der trotzdem nicht von meiner Freundin/Frau ab" ist für mich wesentlich weniger abwegig als z. B. der Neidmord. Nebenbuhler weg, alles wieder gut. Als stark emotionale und leider nur halbüberlegte Handlung hat man zwei Fliegen mit einer Klappe im Mordmotiv. Nebenbuhler weg, Frau wieder da. Dass das "Verirren" der Frau meistens ursächlich ganz andere Hintergründe hat, wird geflissentlich ausgeblendet, mit dem Nebenbuhler im Fokus darf man der Selbstkritik natürlich fernbleiben. Ironie Ende. ;-)

Das ist jetzt Küchenpsychologie. Aber überlegt mal selbst: Wieviel an Motivation und Emotion (in dem Fall eiskalter Emotion) braucht es, jemanden auf diese Art zu töten? Schon ganz schön viel.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:07
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Persönlicher Einschub: Ich wohne nicht weit weg von Kunzach in randlichster Randlage zu einem kleinen Dorf - hier ist auch (bis heute!) nie irgendwas abgesperrt. Hier verirrt sich keiner hin, der nicht explizit hier hin möchte. Vor gut sechs Wochen gab es nicht weit weg in der nächsten Stadt einen Raubüberfall mitten am Vormittag mitsamt Bewohner im Haus, der auch körperlichen Schaden davontrug - das aber ausgerechnet in einem dichten Doppelhaushälften-Vorstadtgebiet. Sah wohl geldiger aus als bei mir ;-) - und wurde auch besser gefunden.
Hallo „Nachbar“! 😉 Lebe auch im Unterallgäu. Das ist auch meine Meinung. Neid auf Besitztümer oder Raubmord schließe ich aus.


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um 12:17
Mir ist noch etwas eingefallen, es wurde ja auf dem GS ein alter Baum gefällt. Hat sich vielleicht der Täter:in hinter dem Baum versteckt und Daniel E. beobachtet. Oder fand man an der Stelle seinen Leichnam?

Sorry, war leider zu spät fürs Bearbeiten.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:27
Zitat von Sternenklar11Sternenklar11 schrieb:Oder fand man an der Stelle seinen Leichnam?
Daniel wurde im Haus aufgefunden.
Es wurde vermutet, dass vor der Tat Schießübungen stattgefunden hatten und Spuren davon im Baumstamm sein könnten.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:36
Zitat von antheanthe schrieb:Daniel wurde im Haus aufgefunden.
Es wurde vermutet, dass vor der Tat Schießübungen stattgefunden hatten und Spuren davon im Baumstamm sein könnten.
Danke, dass wusste ich nicht. Vor der Tat Schießübungen hat auch einen bitteren Beigeschmack. Aus Respekt führe ich meinen Gedanken nicht weiter aus.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:09
Einerseits:
Dass der Täter/die Täterin ein Gewehr mitbrachte, könnte für eine geplante Tat sprechen.

Andererseits:
Warum wurde z. B. kein Raub vorgetäuscht, um von sich abzulenken (herausgezogene Schubladen, durchwühlte Schränke usw.)? Dass der Tatort nicht durchwühlt aussah, nehme ich an, weil die EB bisher keinen Raub in Erwägung ziehen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:20
Zitat von Sternenklar11Sternenklar11 schrieb:
Zitat von antheanthe schrieb:Daniel wurde im Haus aufgefunden.
Es wurde vermutet, dass vor der Tat Schießübungen stattgefunden hatten und Spuren davon im Baumstamm sein könnten.
Danke, dass wusste ich nicht. Vor der Tat Schießübungen hat auch einen bitteren Beigeschmack. Aus Respekt führe ich meinen Gedanken nicht weiter aus.
Da wird wieder zuviel interpretiert. ;-)

M. E. wurde an keiner Stelle irgendwo gesagt, dass die Schießübungen am Baum (an einer eindeutig lokalisierbaren Weide) im Zusammenhang mit der Tat passiert sind. Stattgefunden haben sie wohl, aber ob das mit der Tat zudsammenhängt, ist fraglich. Ich habe das eher so verstanden, dass alles abgeklärt wird und die EB eben nach Hinweisen auch die Waffenforensik mit bekannten (nicht generell der Tat zugeschriebenen) Schießübungen am Baum abarbeitet und abgleicht.


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um 13:34
Zitat von watnuwatnu schrieb:Einerseits:
Dass der Täter/die Täterin ein Gewehr mitbrachte, könnte für eine geplante Tat sprechen.

Andererseits:
Warum wurde z. B. kein Raub vorgetäuscht, um von sich abzulenken (herausgezogene Schubladen, durchwühlte Schränke usw.)? Dass der Tatort nicht durchwühlt aussah, nehme ich an, weil die EB bisher keinen Raub in Erwägung ziehen.
Wenn Mensch emotional so hochfokussiert ist, einen anderen Menschen (auf diese Art!) zu töten, ansonsten aber kein abgebrühter Profikiller ist, dann täuscht er in dem emotionalen Zustand nix vor. Es gibt nur ein Ziel. Der muss weg. Ich glaube, dass das Ablenken in so einem Fall (überhaupt in den wenigsten) nur schwer gelingen kann und - aufgrund fehlender Authenzität - sehr durchschaubar ist. Die Tat war geplant - oder läufst du mal zufällig zu Besuch zu jemandem mit Langwaffe rein? Ooopsi, zufällig das Gewehr dabei und den Gastgeber wegen schlecht schmeckendem Hollerlikör erschossen... Echt nicht.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 15:33
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Bei dem Fall hier scheint - zumindest mir - auf Grund der Art und Bestimmtheit der Tatausführung ("Hinrichtungscharakter") eine sehr hohe Motivationsgrundlage mit einem üppigen Kontingent an Emotion vorhanden zu sein.
Deine Ausführungen finde ich sehr schlüssig dargestellt und auch logisch. Bei der Variante
mit Tatmotiv Eifersucht
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Tatmotiv Eifersucht ist für mich auch plausibel.
kann ich mir allerdings nur schwer vorstellen dass in diesem Fall der Täter nicht schon nach Hinweisen der betroffenen Frau gefasst wurde. Es gäbe ja zum einen die Möglichkeit dass die Frau aktuell noch in einer Beziehung mit dem Täter lebt, zum anderen die Möglichkeit dass schon vor der Tat eine Trennung stattgefunden hatte. In beiden Fällen müsste die Frau ja vermutlich wissen dass ihr Partner von der Beziehung zu Herrn Emminger wusste, würde sein Wesen einschätzen können bezüglich
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Nicht kontrollierte Wut/Zorn ist für mich eine sinnhafte Möglichkeit.
Möglich wäre dass die Frau in der Tatnacht nicht mit ihrem Partner zusammen war, sei es aus Gründen von Urlaub oder anderem, sie wüsste dann nicht ob er zur Tatzeit zuhause war. Dann wäre trotzdem noch die Frage ob sie ihm so eine Tat zutrauen würde, von Erfahrung mit Waffen, eventuell sogar von einer unregistrierten Waffe bei ihm könnte sie wissen. Herr Emminger war ja ab der Nacht zu Mittwoch telefonisch nicht mehr erreichbar, hätte eine Frau mit der er eine Affaire oder Beziehung hatte nicht eher merken können dass etwas nicht stimmt?
Wenn man sich fragt warum der Täter sich bisher nicht gestellt hat könnte ich mir als Grund vorstellen dass es da eben noch entweder seine Partnerin oder Ex-Partnerin gibt die er entweder weiter an seiner Seite haben will oder eben zurückgewinnen möchte.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Dass der Täter/die Täterin ein Gewehr mitbrachte, könnte für eine geplante Tat sprechen.
Das sehe ich auch so, wenn es sich um eine unregistrierte Waffe gehandelt haben sollte
eigentlich nochmal mehr denke ich.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Warum wurde z. B. kein Raub vorgetäuscht, um von sich abzulenken
Ich könnte mir vorstellen dass der Täter die Tat für gerechtfertigt hielt aus welchen Gründen auch immer und gar nicht von sich ablenken wollte.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 16:24
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich könnte mir vorstellen dass der Täter die Tat für gerechtfertigt hielt aus welchen Gründen auch immer und gar nicht von sich ablenken wollte.
Ich denke, der Täter/die Täterin wollte und will nicht überführt werden, sonst hätte die Person sich gestellt. Wenn es eines der persönlichen Motive war, die die EB nannten, musste die Person evtl. damit rechnen, dass aus dem Umfeld des Opfers entsprechende Hinweise kommen.
Nur als Beispiele für o. g. Hinweise, ohne dass ich derzeit davon ausgehe:
"X war eifersüchtig, weil D. seiner (Ex-)freundin gefiel."
Oder: "X hatte sich mit D. zerstritten, dem/der würde ich die Tat zutrauen."
Oder "X war neidisch auf Ds. `kleines Paradies´ bzw. seine soziale Position. Er/sie wäre aber nicht in der Lage gewesen, es selbst zu erschaffen. Vielleicht hoffte er/sie, D. ersetzen zu können."
- -
Deshalb frage ich mich: Wenn schon geplant, warum nicht auch ein Ablenkungsplan. Mir ist klar, dass wir das nicht eindeutig beantworten können. Trotzdem finde ich es interessant, wie andere UserInnen das sehen.
- -
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Wenn Mensch emotional so hochfokussiert ist, einen anderen Menschen (auf diese Art!) zu töten, ansonsten aber kein abgebrühter Profikiller ist, dann täuscht er in dem emotionalen Zustand nix vor.
Es gibt aber auch Fälle, in denen Laien eine Tat geplant haben und die eigene Täterschaft verschleiern wollten. (Z. B.: EhepartnerIn von Einbrechern getötet, Brand o. a. Unfall wie "Alpine divorce" im Gebirge. Ein RA wurde beim Joggen im Auftrag seiner Frau totgefahren, die es wohl wie Fahrerflucht aussehen lassen wollte.)
- -
Zitat von LilliVanilliLilliVanilli schrieb:Ich glaube, dass das Ablenken in so einem Fall (überhaupt in den wenigsten) nur schwer gelingen kann und - aufgrund fehlender Authenzität - sehr durchschaubar ist.
Dass die Täuschung nicht immer gelingt, bedeutet nicht, dass Jede(r) sie unterlässt. Welche Fehler man bei der Tatbegehung gemacht hat, merkt man evtl. erst hinterher.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 21:58
Zitat von watnuwatnu schrieb:Deshalb frage ich mich: Wenn schon geplant, warum nicht auch ein Ablenkungsplan.
Vielleicht, falls es sich tatsächlich um einen Täter mit Mordmotiv aus dem Bereich von einer Beziehung handelt, könnte es sich bei der Wahl der Tatwaffe um eine Möglichkeit eines Ablenkungsplans handeln, wenn man als Beispiel den furchtbaren 6fach-Mord von Stade nimmt, die Waffe war dort kein Jagdgewehr
Nach Recherchen vom NDR handelte es sich bei der Tatwaffe um eine Pistole des Typs Beretta Modell 70 mit 21 Schuss Munition, die der Tatverdächtige wenige Tage zuvor am Berliner Kurfürstendamm illegal erworben haben soll
Quelle: Wikipedia: Sechsfachmord von Stade
soll heissen der Täter in Kunzach könnte theoretisch ein Jagdgewehr benutzt haben um
die Ermittlungen in Richtung Jäger/Sportschützen zu lenken
Auch die Tatwaffe gibt den Ermittlern Rätsel auf. Nach Einschätzung der Polizei wurde der 33-Jährige mit einer Waffe erschossen, wie sie auch bei der Jagd eingesetzt wird. „Wir gehen von einer jagdüblichen Waffe aus, einem Jagdgewehr oder einer anderen Waffe, die zur Jagd verwendet wird“, erklärt Baschwitz.
Quelle: https://www.rtl.de/news/allgaeu-wer-erschoss-daniel-emminger-id31296137.html
und ebenfalls theoretisch könnte ich mir vorstellen dass der Täter gehofft hat dass eventuell der Nachbar in den Focus der Ermittlungen gerät was ja zumindest nachgewiesen Anfang April auch passiert ist
Das Anwesen eines 50-jährigen Tatverdächtigen wurde durchsucht – der Mann wurde aber nicht festgenommen
Quelle: https://rt1.imsueden.de/toter-von-bedernau-obduktion-bestaetigt-toetungsdelikt-835548/
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Kann mir gut vorstellen, dass sich so ausgedrückt werden muss, bevor die Todesursache gerichtsmedizinisch feststeht.
Das würde ich eigentlich auch vermuten, aber selbst am 16.04.26 wurde die Todesursache nicht öffentlich gemacht laut diesem Artikel, als Grund werden ermittlungstaktische Gründe genannt
Der 33-jährige Tote von Bedernau ist eindeutig Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Das hat nun die Obduktion seines Leichnams ergeben, wie die Polizei auf RT1-Nachfrage erklärt. Weitere Details zur Todesursache will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht nennen.
Quelle: https://rt1.imsueden.de/toter-von-bedernau-obduktion-bestaetigt-toetungsdelikt-835548/


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