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Mordfall Hinterkaifeck

52.755 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

13.05.2026 um 12:40
Zitat von Kjansen86Kjansen86 schrieb:Die Theorie dass Karl Gabriel der Mörder sein soll, klingt eher nach einem Plotpoint aus einen Groschenroman als nach Realität. Da tauchen ja auch immer wieder plötzlich totgeglaubte Personen auf, die völlig grundlos in den Jahren ihrer Abwesenheit extrem komplexe Pläne verfolgten
Ist doch normal. Die Ermittlungen führen nirgends hin und je länger das dauert desto mehr Gerüchte entstehen. Klassiker.
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:woran ich geistig hänge ist, das die neue Magt kurz vorher an den Hof kam. Kann ein Zufall sein, oder es hatte jemand auf die Magt abgesehen ?
Vermutlich klassisch - Zur falschen Zeit am falschen Ort und Zeugen möchte man nicht hinterlassen also musste auch sie dran glauben. Ziel des Angriffs wird sie kaum gewesen sein. Zumal das Ausspionieren der Familie ja schon zu einem Zeitpunkt begann zu der sie noch nicht anwesend war.


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Mordfall Hinterkaifeck

13.05.2026 um 13:02
Zitat von MissMietzieMissMietzie schrieb:Ist doch normal. Die Ermittlungen führen nirgends hin und je länger das dauert desto mehr Gerüchte entstehen. Klassiker.
Der Meinung bin ich auch.

Bald werde ich mir die neue Gedenkstätte mit den Stelen mal anschauen.

Ich habe soeben nochmal die Bilder hier im Thread durchgestöbert.

Da gibt es ja auch interessante geographische Bilder, die sozusagen von oben genau markieren, wo genau der Hinterkaifeck Hof mal gestanden hat. Er stand von Gröbern den Weg entlang kommend rechte Hand noch weiter vor den Stelen bzw. früher dem Marterl. Ich hatte immer gedacht er war gegenüber des Marterls. Dem ist nicht so. Er stand noch einiges davor. Ungefähr da, wo das Hexenwäldchen einen Knick macht. Sind die Bäume alle schon sehr alt? Auch die einzelne Fichte? Wie alt wird sie sein?

Wenn Bäume sprechen könnten... . Was würden sie uns wohl erzählen können?


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13.05.2026 um 13:04
Verbesserung: Sorry, er stand LINKE HAND vom Ort kommend.


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15.05.2026 um 18:14
Hallo,
nochmal zu Magd. Lichtmess war vorbei. Bei einem geplanten Anschlag gegen die Hofbewohner wäre der Zeitpunkt besser vor dem eintreffen der Magd gewesen sein. Ich gehe davon aus, dass die Hofbewohner schon den Leuten vom Dorf sagte, es kommt eine neue Magd. Hier wäre mir wichtig zu wissen, wie das ablief:
Genauen Zeitpunkt genannt
Die neue kommt im laufe der nächsten Woche
Wir kriegen demnächst auch ne neue Magd oder
Die neue Magd wurden dem Dorf gegenüber verschwiegen, Gründe hierfür erst mal unrelevant
Wenn es nur gegen die Hofbewohner gehen sollte, warum genau an dem Tag, wo die Magd kommt? Es wäre vorher auch Zeit gewesen.
Für mich schon ein Unterschied ob ich drei oder 4 Erwachsenen gegegnüber stehe bei einem Kampf. Auch wenn die Magd eingeschränkt in den Bewegungen war, mitmischen hätte sie schon können.


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15.05.2026 um 18:22
@loisel

Die HK'ler waren isoliert. Nicht nur örtlich, sondern auch Zwischenmenschlich. Keiner wollte was mit denen zu tun haben. Da wird wohl außer nem "Grüß Gott" nicht viel gewesen sein.


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15.05.2026 um 18:35
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Die HK'ler waren isoliert. Nicht nur örtlich, sondern auch Zwischenmenschlich. Keiner wollte was mit denen zu tun haben. Da wird wohl außer nem "Grüß Gott" nicht viel gewesen sein.
Weiß nicht, ob das so stimmt.

Es gibt O Töne von alten Zeitzeugen bei den Filmen zu diesem Thread, die anderes sagen.

Die Hinterkaifecker waren sehr eigen; aber isoliert waren sie sicher nicht.

Die Frau Gabriel war ja auch 1. Sängerin im Kirchenchor Waidhofens. Von isoliert also keine Spur.


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15.05.2026 um 18:37
Der Andreas Gruber und seine Frau, denke ich, waren schon eher verschroben.


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15.05.2026 um 18:48
@AnMA
Eben, Viktorias Fehlen in der Kirche und Zillis Fernbleiben von der Schule hat man auch sofort bemerkt. Und trotzdem hat es bis Dienstag Nachmittag niemanden gejuckt.

Da müsste man wissen, ob ein Fernbleiben der Familie öfter vorgekommen ist.

Was wäre gewesen, wenn der Monteur nicht Bescheid gegeben hätte?


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15.05.2026 um 19:27
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Viktorias Fehlen in der Kirche und Zillis Fernbleiben von der Schule hat man auch sofort bemerkt. Und trotzdem hat es bis Dienstag Nachmittag niemanden gejuckt.
Ich würde mal denken, dass das zwar ungewöhnlich war, aber dass niemand gedacht hat, dass die irgendwie Hilfe von außerhalb brauchen und man deshalb einmal hingehen und nachschauen sollte.

Immerhin gab es auf dem Hof ja mehrere Erwachsene die in der Lage gewesen wären, ins Dorf zu gehen und um Hilfe zu bitten, selbst wenn Viktoria und Zilli (die man vermisst hat) krank im Bett gelegen hätten.

Dass die alle tot sind, hat wahrscheinlich keiner erwartet. Sondern eher, dass Zilli und Viktoria mit Grippe (oder was auch immer...) krank im Bett lagen und von den anderen Hofbewohnern versorgt werden.

Und dass einen der alte Gruber, wenn man hingeht und fragt, was los ist, angiftet: "Das geht Dich nix an, kümmere Dich um Deinen eigenen Kram!" und einem die Tür vor der Nase zuknallt.


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15.05.2026 um 19:32
@brigittsche
Ja, da hast du recht. Allerdings derjenige, dem es hätte auffallen müssen war für mich immer der Postbote.
Und selbst dem war es anscheinend egal, dass die Post von mehreren Tagen dort steckte.


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15.05.2026 um 20:20
@SomertonMan
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Keiner wollte was mit denen zu tun haben. Da wird wohl außer nem "Grüß Gott" nicht viel gewesen sein.
Das stimmt halt nicht.


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15.05.2026 um 23:03
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Die Hinterkaifecker waren sehr eigen; aber isoliert waren sie sicher nicht.

Die Frau Gabriel war ja auch 1. Sängerin im Kirchenchor Waidhofens. Von isoliert also keine Spur.
Ja, das passt halt hinten und vorne nicht. Ich persönlich stelle es mir so vor, dass die nicht unbedingt zu den beliebtesten und angesehensten Leuten gehörten, aber das heißt noch lange nicht, dass sie die totalen Außenseiter gewesen wären.

Sofern es sowas wie totale Außenseiter überhaupt damals im Dorf gab. Alleine schon weil man ja doch auch mal auf gegenseitige Hilfe angewiesen war.


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16.05.2026 um 01:44
Zitat von jaskajaska schrieb:Das stimmt halt nicht.
Sagen wir, das man nicht "über das normale Maß hinaus" miteinander kommuniziert hat? Sprich man legte zwar Wert auf Höflichkeit, pflegte aber keinen Umgang über das "normale" Maß hinaus. Man grüßte sich, man saß in der Kirche und ein "kannsch mir mal deinen Hammer leihen" war auch kein Problem. Aber alles drüber hinaus eher nicht. In diesem Zusammenhang würde ich das Gespräch zwischen LS und AG über Spuren im Schnee, etc. dann eher als "man warnt sich in einer Gemeinschaft, man hat halt gemeinsame Interessen" sehen.


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16.05.2026 um 06:27
Allein schon die Tatsache, dass der Einödhof Hinterkaifeck mit seinen Bewohnern ja doch recht abgelegen und nicht direkt im Dorf Gröbern lag, spricht ja auch schon Bände.


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16.05.2026 um 09:05
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Allein schon die Tatsache, dass der Einödhof Hinterkaifeck mit seinen Bewohnern ja doch recht abgelegen und nicht direkt im Dorf Gröbern lag, spricht ja auch schon Bände.
Finde ich überhaupt nicht. So ziemlich jedes Dorf und jeder kleine Ort hat etwas außerhalb gelegene Höfe. Das heißt nicht dass das immer Außenseiter sind, die haben größere Grundstücke und nutzen diese zur Landwirtschaft.


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16.05.2026 um 11:20
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Finde ich überhaupt nicht. So ziemlich jedes Dorf und jeder kleine Ort hat etwas außerhalb gelegene Höfe. Das heißt nicht dass das immer Außenseiter sind, die haben größere Grundstücke und nutzen diese zur Landwirtschaft.
Ja, stimmt schon auch. Ich habe ja auch in einem vorherigen Beitrag geschrieben, dass die Hinterkaifecker wohl keine Außenseiter waren. Bin da ganz bei Dir und Deinem Beitrag.

Dennoch war der Hof abseits gelegen und eben nicht direkt im Dorf. Es konnten sich dort Dinge abspielen, von denen die Dorfbewohner wenig mitbekamen.

Das ... "spricht Bände" war womöglich etwas zu übertrieben von mir ausgedrückt.

Gerade denke ich über die Wege, Pfade nach über die man HK erreichen konnte.

Es war ja nicht nur der Weg vom Dorf Gröbern aus, sondern auch ein Weg durch oder an diesem Hexenwald entlang Richtung Waidhofen nutzbar.

Und auch doch wohl ein Weg noch aus der entgegengesetzten Richtung von Gröbern aus.

Die Menschen waren damals meist zu Fuß unterwegs; auch mit Fuhrwerken.

Etwas anderes: Ich habe mich in den letzten Tagen etwas intensiver mit der Pfarrkirche von Waidhofen beschäftigt. Es gibt dazu auch einen Beitrag bei Hinterkaifeck-Wiki. (Die Grubers und Gabriels gingen dort sonntags zur Heiligen Messe.)

Von dem was ich gelesen habe, dürfte die Innenausstattung noch zu 80 Prozent so sein wie sie damals 1922 war.

Irgendwie schon spannend und auch ein wenig unheimlich, wenn man sich vorstellt, dass all die Menschen von damals fast den gleichen Blick auf diesen Kircheninnenraum hatten wie wir heute. Und eben auch von der Atmosphäre her, die ein solcher Kirchenraum vermittelt.

Vielleicht schaffe ich es bald mal, die Kirche zu besichtigen. Und mich auch mal in eine Kirchenbank zu setzen und die Atmosphäre auf mich wirken zu lassen, im Wissen darum, dass sich da seit 1922 nur wenig verändert hat. Allein auch schon von den Kunstwerken dieses Raumes her.

Ansonsten nämlich ist doch (mit Ausnahme dieser Kirche) alles der Veränderung unterworfen:
- den Hof Hinterkaifeck gibt es schon ganz lange nicht mehr
- die Höfe Gröberns von damals werden zum großen Teil auch abgerissen sein und es werden neue Häuser entstanden sein.
- es wird auch neue Straßen geben

Vielleicht ist ja hier in dem Thread auch jemand, der die ganze Gegend sehr gut kennt und berichten kann, was noch so ähnlich ist wie damals und was komplett anders ist mittlerweile.


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Mordfall Hinterkaifeck

16.05.2026 um 11:30
Zusatz: Für mich persönlich ist die Frage nach dem Mörder mittlerweile müßig. Das Ganze ist 104 Jahre her. Der Mörder lebt schon lange nicht mehr.

Eher das Motiv für die Tat wäre noch interessant.

Die ganze Aura, die dieser Fall ausstrahlt, finde ich so spannend.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2026 um 09:12
Ich weiß nicht ob, das schon bekannt ist, auf der Website der Pfarrei Waidhofen, sind Matrikelbücker einsehbar. Leider teilweise schwer lesbar. Man findet aber einiges interessantes. Taufen, Sterbefälle und Hochzeiten bis 1911.

https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/augsburg/waidhofen/?by_type=Register%20Hochzeiten#register-header


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17.05.2026 um 09:37
Zitat von MissMietzieMissMietzie schrieb am 13.05.2026:Ist doch normal. Die Ermittlungen führen nirgends hin und je länger das dauert desto mehr Gerüchte entstehen. Klassiker.
Dass nach einer Weile Gerüchte entstehen ist normal. Das ist auch nicht unbedingt ein Problem finde ich.

Was mich wurmt, ist wenn man dann fantastische und abenteuerliche Theorien ernst nimmt, die direkt aus der hyper-dramatischen Parallelwelt von Thrillern oder Seifenopern stammen. Als Bobby Ewing bei Dallas von den Toten zurück kam, hat der Schockfaktor natürlich die Einschaltquoten nach oben getrieben. Die Wirklichkeit funktioniert aber nun mal nicht wie ein Hollywood Drehbuch.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2026 um 13:48
Zitat von Kjansen86Kjansen86 schrieb:Was mich wurmt, ist wenn man dann fantastische und abenteuerliche Theorien ernst nimmt, die direkt aus der hyper-dramatischen Parallelwelt von Thrillern oder Seifenopern stammen.
Das Problem ist, dass solche Dinge oft nicht zu Ende gedacht werden. Wenn man z. B. einfach mal so raushaut, dass Karl Gabriel doch im Krieg desertiert sein kann und dann irgendwo heimlich in Frankreich gelebt hat.

Wie das funktionieren soll dass ein Kriegsgegner (!) der kein Wort Französisch spricht (!) als Mann im wehrfähigen Alter (!) einfach mal so unbehelligt in Frankreich lebt, wird dabei natürlich nicht gesagt. Aber darüber nachzudenken macht dann anscheinend zu viel Mühe, wo doch die Theorie so schön ist.


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