Ziegenpetra schrieb:Was sagt dir dein Gefühl?
Kannte sie ihn?
Wenn die Zeugenaussagen stimmen und ihr Laufweg tatsächlich Richtung Wohnort und sogar darüber hinaus führten, dann halte ich es für wahrscheinlich, dass es eine Person war, die an der Laufstrecke bzw. in unmittelbarer Nähe auch wohnhaft war. Nur diese hatte wohl auch die Möglichkeit Sandra sehr schnell aus dem Sichtfeld von Zeugen zu verbringen und im Anschluss für eine Verbringung der Leiche zu sorgen, dass diese bis heute nicht auffindbar ist. Wenn es denn so war, dann könnte Sandra die Person zumindest vom Sehen gekannt und somit eine oberflächliche Vertrauensbasis gesehen haben. Aber selbst wenn nicht, dann denke ich schon, dass sie der Täter bereits im Vorfeld vom Sehen kannte. Wie schwer es aber dann ist, diese Person als Ermittler auch ausfindig zu machen, sieht man im Fall von Georgine Krüger.
Nochmals zurückkommend auf die Zeugenaussagen, die Sandra schon auf dem Heimweg und quasi auch darüber hinaus wahrnahmen. Wenn dem so war, schließe ich aus, dass die "Wasserwaage" etwas damit zu tun hatte. Die Örtlichkeiten zwischen Karstadt und der letzten Sichtung liegen mir dafür zu weit auseinander. Natürlich besteht noch die Möglichkeit, dass diese Person auch entlang der Laufstrecke von Sandra wohnte, wodurch dann wieder der erste Absatz greifen und diese Person doch in Frage kommen könnte.
Letztendlich bleiben leider zu viele Möglichkeiten, unter anderem eben auch, dass es völlig anders abgelaufen ist, offen, was die Ermittlungen schon von Tag 1 an sicherlich nicht einfacher gemacht haben. Trotzdem bin ich auch eher bei der Theorie eines Anwohners, da ich davon ausgehe, dass eine spontane Tat, auch mit anschließender Tötung des Kindes, begangen durch einen zufällig vor Ort anwesenden Täter, schon längst zum Auffinden der sterblichen Überreste geführt hätten. Warum sollte sich so ein Täter die Mühe machen, die Leiche unauffindbar zu entsorgen? Vielmehr ist es doch hier wichtig, da eigentlich nicht in das Wohngebiet gehörend, möglichst schnell dieses zu verlassen. Deshalb passt das aus meiner Sicht nicht zusammen.
Noch ein abschließendes Wort zum Thema "Pkw einsteigen". Das funktioniert entlang ihres Laufweges nur, wenn Sandra bereits im Vorfeld die Person, die dieses Fahrzeug führte gekannt und somit eine Vertrauensbasis hatte. Aber ob ein diesbezüglicher Täter eine solche Tat zu dieser Tageszeit und dann auch noch im unmittelbaren Nahbereich der Wohnung ausgeführt hätte, mag ich nicht so ganz glauben. Natürlich gibt es solche Fälle im Verlauf der Kriminalgeschichte, trotzdem werden Taten, die einen Bezug zu einem Fahrzeug haben, hauptsächlich unter dem vermeintlichen Schutz der Dunkelheit begangen. Komplett ausschließen kann man aber auch die Variante nicht.