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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

276 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Teenager, 2000 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

22.08.2026 um 12:09
Zitat von dergärtner01dergärtner01 schrieb:Wie es hieß sind sich alle einig dass Sandra nie bei einer Fremden Person mitgegangen wäre
Woher hast du denn die Aussage? Ich kann mich nur erinnern, dass man aufgrund ihrer ausgeprägten Hilfsbereitschaft nicht ausschließt, dass sie bei so etwas wie "dem Wasseerwaagen-Trick" evtl. geholfen hätte...


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

22.08.2026 um 12:17
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Niemand, der am Tag auf der belebten Cottbuser Straße oder Umgebung handwerkliche Hilfe braucht, würde wohl ein Kind dafür aussuchen.
@Nightrider64
Das habe ich auch in anderen Threads schon mehrfach geschrieben.
Kinder werden generell aufgefordert, hilfsbereit zu sein. Aber genau diese Hilfsbereitschaft
könnte von Tätern missbraucht werden.
Eine 6-jährige, die ich persönlich kannte, wurde von einem Mann gebeten, mit ihm einen
Schlitten aus dem Keller zu holen und wurde von dem Täter im Keller vergewaltigt.
Eltern warnen Kinder, sich nicht mit Bonbons locken zu lassen-oder mit Hundewelpen.
Manchmal ist es aber eben auch ein Ansprechen und nach Hilfe fragen.
Erwachsene können ihre Dinge selber regeln, brauchen bestimmt nicht die Hilfe eines
fremden Kindes.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

22.08.2026 um 22:29
Ich habe die Woche den Podcast von AZ XY über Sandra gehört und heute den Filmfall nachgeschaut.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Ich weiß nicht, inwieweit es damals schon Videoaufzeichnungen im Geschäft gab.
Im Podcast wurde gesagt dass es damals eben kaum solche Videoaufnahmen gab.
Zitat von UngläubigUngläubig schrieb:Ich kann mich nur erinnern, dass man aufgrund ihrer ausgeprägten Hilfsbereitschaft nicht ausschließt, dass sie bei so etwas wie "dem Wasseerwaagen-Trick" evtl. geholfen hätte...
Im Filmbeitrag wurde explizit gesagt dass die Ausnutzung der ausgeprägten Hilfsbereitschaft von Sandra eine Theorie der Ermittler ist.
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Eltern warnen Kinder, sich nicht mit Bonbons locken zu lassen-oder mit Hundewelpen.
Manchmal ist es aber eben auch ein Ansprechen und nach Hilfe fragen.
Das ist es eben, nicht das "offensichtlich" Verlockende allein ist gefährlich, auch eben dass man Kinder mal schnell um Hilfe bittet.

Sandra soll ja an ihrer Wohnung vorbei gegangen sein und dazu hat die Polizei wohl mehrere Theorien.

Bzgl. der Verspätung allgemein kann ich mir auch gut vorstellen dass Sandra die Zeit verbummelt hatte.
Sie sollte Zuhause ja nicht Englisch lernen und war möglicherweise froh darüber dass sie einkaufen gehen durfte und hat deshalb ein wenig euphorisch die Zeit vergessen.
Aber dann stand ja um 18 Uhr Turnen an worüber sie sich für gewöhnlich gefreut hatte.
Deshalb denke ich nicht dass sie absichtlich spät dran war.

Ich kann mir vorstellen dass sie dann von irgendwem angesprochen wurde.

Ich hoffe dass man nach all den Jahren endlich einen Anhaltspunkt findet der dann auch Gewissheit für die Familie bringt.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

23.08.2026 um 05:31
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Was aber auch auffällt: Vom Ermittlungsstand scheint mir der Fall gar nicht weiter gekommen sein. Auch damals war der Wasserwaagen-Mann die beste Spur. Ich habe den 2001-Filmfall nicht gesehen. Aber so wie ich das lese scheinen die Ermittlungsansätze sehr ähnlich gewesen zu sein. Und seitdem hat sich nichts groß getan.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Niemand, der am Tag auf der belebten Cottbuser Straße oder Umgebung handwerkliche Hilfe braucht, würde wohl ein Kind dafür aussuchen.
Da rennen genug Erwachsene rum, die mal kurz helfen würden , oder man würde ein paar Jugendliche ansprechen und ihnen Zigaretten dafür anbieten.
Aber auf die Idee ein kleines Mädchen zu bitten die Wasserwaage zu halten , kommt man wohl eher nicht, wenn man lautere Absichten hat.
Ich denke mir, dass sie doch dann auch in der Nähe, wo die erste Kontaktaufnahme dieser Person mit einem anderen Kind stattfand, wohl auch verschwunden wäre. Die Sichtungen im Anschluss deuten aber darauf hin, dass sie doch noch in Richtung ihres Zuhauses gelaufen ist. Wenn also diese Person tatsächlich für das Verschwinden von Sandra verantwortlich war, müsste er, wenn man den Zeugenaussagen Glauben schenken soll, ihr über mehre Hundert Meter gefolgt sein und sie dann aus dem Sichtbereich von weiteren Zeugen gebracht haben. Das würde bedeuten, entweder war er mit einem Fahrzeug unterwegs oder er wohnte im direkten Nahbereich der Örtlichkeit, wo Sandra zuletzt gesehen wurde.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Sandra soll ja an ihrer Wohnung vorbei gegangen sein und dazu hat die Polizei wohl mehrere Theorien.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Aber dann stand ja um 18 Uhr Turnen an worüber sie sich für gewöhnlich gefreut hatte.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ich kann mir vorstellen dass sie dann von irgendwem angesprochen wurde.
Wenn die Zeiten stimmen, wäre sie ja "nur" 45 Min zu spät gewesen und sie wäre auch noch pünktlich zum Turnen gekommen. Irritierend ist der weiterführende Gang von Sandra, die sie an ihre Wohnortstraße vorbei führte. Sollte die entsprechende Sichtung stimmen, wird das sicherlich nicht grundlos passiert sein. Ich denke nicht, dass sie ihre eigene Straße verpasst hat.

Wie schnell es dann manchmal, auch bei Tageslicht, gehen kann, zeigt der Fall Georgine Krüger, der ihre Hilfsbereitschaft auch zu dem Übel führte, das ihr danach widerfuhr. Hier waren es gerade mal 300 Meter von Bushaltestelle bis zu ihrer Wohnung. Ein kurzes Ansprechen, sie geht mit in ein Haus und weg war sie aus dem Sichtbereich weiterer Zeugen.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

23.08.2026 um 11:28
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Im Podcast wurde gesagt dass es damals eben kaum solche Videoaufnahmen gab.
Ah, danke für die Information.
Dann wird die Karstadttüte mMn ausschließlich auf Zeugenaussagen beruhen.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich finde das eine wesentliche Spur, zumal man kaum andere Ansatztpunkte hat.

Das jemand ein Kind auf dem Kottbusser Damm ( oder Umgebung) anspricht um eine Wasserwaage zu halten ist mehr als unüblich in dieser Gegend. Äußerst ungewöhnlich.
Auch seinerzeit schon.
Natürlich.
Welcher Fremde benötigt schon die Hilfe eines Kindes?
Ich denke, da muss man kein Hellseher sein, um die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:der kleine, dicke Mann
Wer kennt diesen Mann?
Wenn er denn noch lebt.
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Kinder werden generell aufgefordert, hilfsbereit zu sein. Aber genau diese Hilfsbereitschaft
könnte von Tätern missbraucht werden.
Ja, ein schmaler Grat :(


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

23.08.2026 um 21:28
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Wenn die Zeiten stimmen, wäre sie ja "nur" 45 Min zu spät gewesen und sie wäre auch noch pünktlich zum Turnen gekommen. Irritierend ist der weiterführende Gang von Sandra, die sie an ihre Wohnortstraße vorbei führte. Sollte die entsprechende Sichtung stimmen, wird das sicherlich nicht grundlos passiert sein.
Leider hat sich oft genug herausgestellt, das Zeugensichtungen bezüglich Sichtungen und Uhrzeiten von den Zeugen "durcheinander gebracht" werden und dem zu Folge mit Vorsicht zu betrachten sind.
Natürlich könnte Sandra verspätet auf der anderen Seite der Cottbusser Straße gewesen sein um ein weiteres Geschäft aufzusuchen.
Aber würde sie das tun , wenn sie eh schon verspätet ist ?
Würde sie anschließend noch einem Mann helfen , was zu einer weiteren Verspätung führt ?

Wurde sie nicht 300m von ihrem Wohnhaus noch gesehen, was ja dann überhaupt nicht passt ?

Vielleicht war der Täter, wie so oft, Sandra schon vorher bekannt, so das ihr Mißtrauen gering war.
Ich hoffe man hat seinerzeit gründlich im Wohnumfeld ermittelt, nach vorbestraften Sexualstraftätern oder Pädophilen, sonstwie auffällig gewordenen Personen usw.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

23.08.2026 um 21:56
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Ich hoffe man hat seinerzeit gründlich im Wohnumfeld ermittelt, nach vorbestraften Sexualstraftätern oder Pädophilen, sonstwie auffällig gewordenen Personen usw.
Ich habe hier nochmals rausgesucht was damals von der Kripo unternommen wurde...
Sofort nach Sandras Verschwinden hat die Polizei mit der Suche nach ihr begonnen, Anwohner wurden befragt, auf Dachböden, in Häusern und Kellern, auf Baustellen und in Mülltonnen gesucht. Es gab Lautsprecherdurchsagen und Fahndungsplakate. 20.000 DM Belohnung für Hinweise. Technische Suchmaßnahmen, wie sie heute Standard sind, konnten kaum angewendet werden: Sandra hatte kein Handy, Videoüberwachung war die Ausnahme. Auch die Überprüfung mehrerer Pädokrimineller, die in der Nähe wohnten oder arbeiteten, verlief ergebnislos.
Aber der Täter hatte Glück: War er vielleicht ein unauffälliger Familienvater, der liebe Onkel von nebenan, ein alleinstehender Professor – oder einfach nur ein kleiner, korpulenter Mann, der gerade in die Gegend gezogen war?

Quelle:
Spoiler
https://m.bz-berlin.de/polizei/vermisste-sandra-12-polizei-sucht-den-wasserwaagen-mann-6a862a55e532e82cc4f2b0b7?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.bz-berlin.de%2Fpolizei%2Fvermisste-sandra-12-polizei-sucht-den-wasserwaagen-mann-6a862a55e532e82cc4f2b0b7



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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

23.08.2026 um 23:26
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Vielleicht war der Täter, wie so oft, Sandra schon vorher bekannt, so das ihr Mißtrauen gering war.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich habe hier nochmals rausgesucht was damals von der Kripo unternommen wurde...
Dies beschreibt alles die Rahmenbedingungen wie im Fall von Georgine Krüger. Auch wurde umgehend eine Durchsuchung der Nachbarschaftsgebäude veranlasst und obwohl das schon damals die richtige Spur war, gelang es erst viele Jahre später das Geheimnis hinsichtlich der Geschehnisse an dem betreffenden Tag zu lüften. Damals war es der scheinbar freundliche und Hilfe suchende Nachbar.

Nachdem der heutige Ermittlungsstand an den beschriebenen Sichtungen aufbaut und diese wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit als gegeben ansieht, ist für mich in diesem Fall die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass der Wasserwagenmann zwar derzeit im Fokus der Ermittlungen liegen mag, jedoch möglicherweise gar nichts mit der Tat zu tun hatte. Vielmehr könnte es aufgrund der Wegstrecke eben der erwähnte "freundliche" Nachbar gewesen sein, der vielleicht auch schon als Auskunftsperson bei den Ermittlern in Erscheinung trat.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 11:56
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Wie schnell es dann manchmal, auch bei Tageslicht, gehen kann, zeigt der Fall Georgine Krüger, der ihre Hilfsbereitschaft auch zu dem Übel führte, das ihr danach widerfuhr. Hier waren es gerade mal 300 Meter von Bushaltestelle bis zu ihrer Wohnung. Ein kurzes Ansprechen
@Triquetrum
Vielleicht wurde sie verleitet, in ein Auto einzusteigen.
Ich habe zu der Zeit ein paar Querstraßen vom Hermannplatz gewohnt.
Da war immer Geschäftigkeit, Anwohner und sehr viel mehr Passanten.
Eine große Straßenkreuzung, Busverkehr.
Vielleicht hat sie jemand aus der Nachbarschaft gesehen, angesprochen und sie
überredet in sein Auto zu steigen?
Sie wollte ein Geschenk kaufen, soll ja bei Karstadt nicht fündig geworden sein.
Vielleicht war das das Versprechen?
Wenn nicht jemand, der Sandra kannte das Einsteigen zufällig beobachtet hätte, wäre
sie spurlos verschwunden.
Zu den Zeugenaussage/Sichtungen: da können nur die Ermittler die Glaubwürdigkeit einschätzen.
Vielleicht haben sich die Zeugen geirrt?


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 14:57
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:(...) dass der Wasserwagenmann zwar derzeit im Fokus der Ermittlungen liegen mag, (...)
Ich denke irgendwie nicht dass der Wasserwagenmann alleine im Fokus steht.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Vielmehr könnte es aufgrund der Wegstrecke eben der erwähnte "freundliche" Nachbar gewesen sein, der vielleicht auch schon als Auskunftsperson bei den Ermittlern in Erscheinung trat.
Es wurde ja explizit nach Zeugen gesucht, die zun und ähnliche Erfahrungen gemacht hatten.
Deshalb denke ich dass man nicht alleine nach Erfahrungen mit dem Wasserwagenmann fragt, ich gehe schon davon aus dass man sich alles offen lässt.

Was mich aber ein wenig stutzig macht dass Sandra das alleine Opfer des unbekannten Täters oder der Täter gewesen sein soll. Einmal den Kick erlebt und das wars? Glaube ich eher nicht, ich denke Menschen dieser Art gehen immer weiter. Zum einen könnten der oder die Täter kurz darauf verstorben sein so dass keine weiteren Opfer folgten, zum anderen aber könnte es ein Durchreisender gewesen sein der nur kurze Zeit in Berlin unterwegs war.
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Zu den Zeugenaussage/Sichtungen: da können nur die Ermittler die Glaubwürdigkeit einschätzen.
Vielleicht haben sich die Zeugen geirrt?



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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 15:00
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ich denke irgendwie nicht dass der Wasserwagenmann alleine im Fokus steht.
Das vllt nicht. Aber nach außen (!) wirkt es so aks sei das die einzige etwas konkretere Spur


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 16:05
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Wenn nicht jemand, der Sandra kannte das Einsteigen zufällig beobachtet hätte, wäre
sie spurlos verschwunden.
Das ist leider das Übel, was eine Millionenstadt wie Berlin mit sich bringt. Hier verschwindet man einfach in die Anonymität. Ein Fahrzeug, das am Straßenrand anhält, um ein Kind einsteigen zu lassen, lässt vermutlichen bei jedem, der auf dem Land lebt, die Alarmglocken läuten. In Berlin nimmt davon quasi keiner Notiz, da eben auch zahlreiche andere Reizeinflüsse vorhanden sind, welche das Gehirn verarbeiten.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Es wurde ja explizit nach Zeugen gesucht, die zun und ähnliche Erfahrungen gemacht hatten.
Deshalb denke ich dass man nicht alleine nach Erfahrungen mit dem Wasserwagenmann fragt, ich gehe schon davon aus dass man sich alles offen lässt.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Was mich aber ein wenig stutzig macht dass Sandra das alleine Opfer des unbekannten Täters oder der Täter gewesen sein soll.
Was, wenn die minderjährige Zeugin die "Wasserwagenmann" Situation falsch interpretiert hat? Ich habe zwar weiter oben geschrieben, dass man in Berlin leicht in der Anonymität untergeht, aber das Risiko wäre für den Täter schon enorm, vor allem wenn man die Uhrzeit und Örtlichkeit des Ansprechens berücksichtigt, bei seiner tatvorbereitenden Handlung beobachtet zu werden.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 16:10
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Aber nach außen (!) wirkt es so aks sei das die einzige etwas konkretere Spur
Ich weiß nicht inwiefern Du mit der Darstellungsweise bei Filmfällen bei Aktenzeichen XY vertraut bist aber der dazugehörige Podcast liefert da gerne mal die ein oder andere Hintergrundgeschichte der darin behandelten Fälle.

In einigen Fällen wird genau in eine bestimmte Richtung gelenkt damit der Täter sich möglicherweise verplappert, so im Beispiel Jutta Hoffmann. Oder aber wurde auch mal erwähnt dass ein Mitarbeiter einen Fall gerne wesentlich dramatischer gestaltet hätte als es tatsächlich vonstatten ging. Leider weiß ich ad hoc nicht mehr welcher Fall das genau war.
Ganz oft werden Dinge auch bewusst anders dargestellt, der Fokus auf Dinge gelenkt die im Endeffekt nicht ganz so wichtig waren.
Einige Ermittler plaudern da gerne mal gut aus dem Nähkästchen und berichten, dass man sich daraus eben bestimmte Ergebnisse erhofft hatte.
Natürlich war das nicht immer der Fall.

Deshalb nehme ich bei den wenigsten Fällen an dass es sich zu 100% so verhält und mir persönlich kommt es hier auch nicht wirklich so vor als ob der Wasserwagenmann an sich eben im Fokus steht. Dass Sandra angesprochen wurde ja, aber eben nicht vom wem genau.

Ich bin ein Jahr älter als Sandra und Mitte, Ende der 90er waren so einige Kindermorde verübt worden die mir im Gedächtnis geblieben sind.
Ich weiß dass viele Eltern damals richtig Angst hatten und einen davor gewarnt hatten bloß mit niemanden mitzufahren und vorsichtig zu sein.
Ich kann mir aber auch. gut vorstellen dass es im Fall Sandra so war dass sie recht schnell betäubt und in ein Fahrzeug gezogen wurde so dass niemand etwas mitbekam.

Aber im Endeffekt wissen das eben nur die Ermittler welche Theorie diese für am wahrscheinlichsten halten.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 16:38
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Was mich aber ein wenig stutzig macht dass Sandra das alleine Opfer des unbekannten Täters oder der Täter gewesen sein soll. Einmal den Kick erlebt und das wars? Glaube ich eher nicht, ich denke Menschen dieser Art gehen immer weiter.
@Herbstkind
Nicht unbedingt. Es kommt auf das Motiv des Täters an.
Wenn der Täter zum Beispiel Frauen hasst, wird der Hass durch die Ermordung einer Frau
nicht verschwinden.
Wenn er die Tötung aus Verdeckungsgründen vornimmt, die Tötung in seiner Fantasie
aber gar nicht vorgekommen ist, dann wird er so eine Tat wahrscheinlich nicht mehr begehen.
Er wird aber Mädchen (seine Zielgruppe) weiter belästigen, das kann ich mir vorstellen).
Ich habe damals die Aussage des Täters gelesen, der Georgine Krüger ermordet hat.
Da wurde die Kluft zwischen seiner Tatphantasie und der realen Tat deutlich.
Wenn sich der die Tat vorher im Kopf als etwas Lustvolles vorstellt und
dann ist alles völlig anders, könnte sein, dass es bei dieser einen Tat bleibt und der Täter
sein normales Leben weiter lebt.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 16:52
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Das ist leider das Übel, was eine Millionenstadt wie Berlin mit sich bringt. Hier verschwindet man einfach in die Anonymität. Ein Fahrzeug, das am Straßenrand anhält, um ein Kind einsteigen zu lassen, lässt vermutlichen bei jedem, der auf dem Land lebt, die Alarmglocken läuten.
Ich komme aus einer Kleinstadt und bin wie gesagt ein bisschen älter als Sandra.
Ich könnte hier mal ein paar Anekdoten schildern die u.a. meiner damaligen besten Freundin und mir passiert sind.
Wir waren öfter zu Fuß an der Straße unterwegs weil wir von der Innenstadt nach Hause liefen und man glaubt nicht wie oft man uns hintergehupt habt.
Selbst im Frühling/Sommer hat NIEMAND etwas mitbekommen oder sich darüber aufgeregt dass Erwachsene (!!) deutlich Minderjährige angehupt hatten. Und nein, wir hatten keine extrem kurze Kleidung an oder ähnliches, wir waren dem Alter und der damaligen Zeit entsprechend (man kennt ja solche peinlichen Kinderfotos von damals) gekleidet.
Auch wenn keine Kleidung irgendetwas je rechtfertigt, das möchte ich hiermit auch betonen.

Oder aber ich kann mich daran erinnern dass ein Mädchen in unserer Straße von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen wurde und meine Familie war die einzige in der gesamten Straße (!) unter vielen die zu dem Zeitpunkt nachweislich Zuhause waren die dorthin geeilt war und eem Mädchen beistanden. Sie hat ganz laut "Nein!" gerufen und die Straße ist sehr ruhig. Niemand sonst will etwas gehört oder mitbekommen haben.
Der Mann hatte übrigens geklaute Nummernschilder und damit verlief sich das Ganze im Sande.
Und eines der Schlimmsten Sachen war dass es die Eltern, die sie dann abgeholt hatten, leider auch so gar nicht interessiert hat, es war ja nichts passiert 😕

Alleine deshalb bin ich leider schon enttäuscht von der Menschheit und ja, in einer Großstadt wie Berlin ist das ja nochmal sicher viel schlimmer mit dem Wegschauen und der Anonymität.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Was, wenn die minderjährige Zeugin die "Wasserwagenmann" Situation falsch interpretiert hat?
Wie meinst Du das?


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 16:59
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Wenn sich der die Tat vorher im Kopf als etwas Lustvolles vorstellt und
dann ist alles völlig anders, könnte sein, dass es bei dieser einen Tat bleibt und der Täter
sein normales Leben weiter lebt.
Viele können diesen Teil und das Geschehene ja von sich abspalten, so als wäre das nie passiert oder zumindest nicht ihnen.

Aber dabei frage ich mich ja ob es nicht doch zumindest ein kleines Zeitfenster gibt in dem Täter dieser Art ihre Tat total bereuen, sich möglicherweise wem öffnen oder auch verplappern? Oder aber sie sind dermaßen psychisch veranlagt dass sie die Tat direkt abhaken und wegstecken...


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 20:22
@Herbstkind
Genau darum geht es doch in diesen zum Teil schon 30, 40, Jahre zurück liegenden Fällen. Jemand hat sich mal verplappert, einem Bekannten oder noch besser seiner Ex- Freundin anvertraut und schon besteht die Möglichkeit, dass der oder die sich melden. Es glaubt doch im Ernst keiner daran, dass sich Zeugen melden, die genau an diesem Tag etwas wichtiges gesehen haben. Dass passiert vielleicht in einem von 100 Fällen. Es wird ja auch immer darauf hingewiesen, dass vermeintliche Mitwisser nichts zu befürchten haben, da ihr Vergehen mittlerweile verjährt ist. In diesem schlimmen Fall kann man nur hoffen, dass eine Person sich meldet


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 20:46
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Vielleicht hat sie jemand aus der Nachbarschaft gesehen, angesprochen und sie
überredet in sein Auto zu steigen?
halte ich für wenig wahrscheinlich. Sie war unter Zeitdruck und fast schon zu Hause Warum sollte sie da in ein Auto einsteigen
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ein Fahrzeug, das am Straßenrand anhält, um ein Kind einsteigen zu lassen, lässt vermutlichen bei jedem, der auf dem Land lebt, die Alarmglocken läuten. In Berlin nimmt davon quasi keiner Notiz, da eben auch zahlreiche andere Reizeinflüsse vorhanden sind, welche das Gehirn verarbeiten.
So einfach kann man da aber nicht am Straßenrand halten.
Man hätte, auch schon seinerzeit, in "zweiter Spur" halten müssen, womit man auch aufgefallen wäre,
Dann hätte Sandra den dort breiten Gehweg verlassen müssen und durch die am Straßenrand geparkten Autos auf die Fahrbahn treten.
Auch kann man als Autofahrer dort, kaum jemanden auf dem Bürgersteig genau ausmachen. In der Masse und bei Straßenbeleuchtung.
Man sieht erst einmal nur die geparkten Autos und kann auch nicht plötzlich halten inmitten des Verkehrs.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ganz oft werden Dinge auch bewusst anders dargestellt, der Fokus auf Dinge gelenkt die im Endeffekt nicht ganz so wichtig waren.
So wie bei Georgine Krüger, wo auf einmal eine Jugendgruppe ins Spiel kam, die es so nie gab. Wahrscheinlich um bei dem unter Beobachtung stehenden Verdächtigen zu einer Reaktion zu veranlassen.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ich kann mir aber auch. gut vorstellen dass es im Fall Sandra so war dass sie recht schnell betäubt und in ein Fahrzeug gezogen wurde so dass niemand etwas mitbekam.
Gerade das ist so gut wie unmöglich.
Wie geschildert wurde, handelt es sich um eine Hauptverkehrsstraße .
Um die Uhrzeit voller Passanten. Dann müsste man erst einmal einen Parkplatz haben. Wahrscheinlich beibt nichts übrig als in zweiter Spur zu halten um sein Auto herumgehen. Dadurch schon hätte es einen Verkehrsstau gegeben mit hupen usw.
Dann hätte er durch die am Straßenrand geparkten Autos gemusst. Sandra auf dem ca 10m breiten Fußweg, auf dem um diese Zeit alle 20 Meter jemand läuft, abfangen und schließlich zu seinem Wagen schleppen.
Der wäre nicht mal bis zu seiner Fahrertür gekommen bevor ihn Passanten überwältigt hätten.
A


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 21:54
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Selbst im Frühling/Sommer hat NIEMAND etwas mitbekommen oder sich darüber aufgeregt dass Erwachsene (!!) deutlich Minderjährige angehupt hatten.
Ich denke, die sind auch nicht der Personen, von denen eine entsprechende Gefahr ausgeht. Natürlich ist das alles andere als angenehm für die Frau/Mädchen, die es betrifft, aber in der überwiegenden Zahl gilt bei der Huperei "Hunde die Bellen beißen nicht". Bitte nicht falsch verstehen, das soll auf gar keinen Fall das Verhalten entschuldigen, ich beziehe es eher auf eine mögliche, daraus resultierende Straftat zum Nachteil der Angehupten.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Alleine deshalb bin ich leider schon enttäuscht von der Menschheit und ja, in einer Großstadt wie Berlin ist das ja nochmal sicher viel schlimmer mit dem Wegschauen und der Anonymität.
Natürlich werden oft die Augen zugemacht, wobei meine Erfahrung ist, dass der diesbezügliche Prozentsatz bei Straftaten zum Nachteil von Kindern, Mädchen oder Jugendlichen, insbesondere wenn eine strafrechtliche Komponente vorhanden sein könnte, die einen sexuellen Hintergrund hat, viel geringer ist. Soll heißen, hier ist die allgemeine Bevölkerung wachsamer und reagiert schneller als bei anderen Delikten.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Wie meinst Du das?
Gerade im jungen Alter, nehmen wir mal die Spanne bis 12 Jahre, kann eine vielleicht völlig harmlose Situation von einem Kind fehlinterpretiert werden. Gleich bei der Ansprache reagiert das Kind überrascht und bekommt den Inhalt der zu Beginn gesprochenen Worte nur teilweise mit. Auch wenn ich in diesem Fall, bei einem Wort wie "Wasserwaage", mir eine Verwechslung nur schwer vorstellen kann, so ist es durchaus möglich. Mal sehen, ob sich noch weitere Personen melden, denen in diesem Zeitraum Ähnliches widerfahren ist.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Man hätte, auch schon seinerzeit, in "zweiter Spur" halten müssen, womit man auch aufgefallen wäre,
Ja, richtig, aber das Parken auf der Fahrbahn ist in Berlin nun auch wiederum keine Seltenheit, und wenn dann anschließend ein Kind zwischen den geparkten Fahrzeugen hindurch zu eben so einem Pkw unterwegs ist, wäre dies wohl keine ungewöhnliche Situation, da man automatisch in dem Glauben ist, dass das Mädchen mit dazugehört. Vielleicht hätte man sich an eine solche Situation sehr zeitnah zum Ereignis erinnert, aber noch so vielen Jahren glaube ich das eher weniger.


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Sandra Wißmann (12), seit November 2000 vermisst

24.08.2026 um 22:16
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Aber dabei frage ich mich ja ob es nicht doch zumindest ein kleines Zeitfenster gibt in dem Täter dieser Art ihre Tat total bereuen, sich möglicherweise wem öffnen oder auch verplappern? Oder aber sie sind dermaßen psychisch veranlagt dass sie die Tat direkt abhaken und wegstecken...
@Herbstkind
Es gibt Täter, die eine Tat abspalten können und danach tatsächlich unbehelligt von ihrem Gewissen weiter leben.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:halte ich für wenig wahrscheinlich. Sie war unter Zeitdruck und fast schon zu Hause Warum sollte sie da in ein Auto einsteigen
@Nightrider64
Sandra war 12. In diesem Alter geht es los mit der Pubertät - Da gehen Kinder Risiken.
Sie werden langsam erwachsen, wollen selber über sich bestimmen. Sie testen Grenzen aus. Und wenn Sandra ihren Entführer kannte, sympathisch fand, wenn er ihr etwas Interessantes versprochen hat, könnte sie durchaus mitgegangen sein.
An das Geschenk zu denken, ist in dem Zusammenhang naheliegend.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:So einfach kann man da aber nicht am Straßenrand halten.
Wenn man von einem Mann aus der Nachbarschaft denkt, könnte er sein Auto in der Nähe geparkt haben. Er sieht das Mädchen, spricht es an. Sie geht mit, steigt ein. Das geschieht an einer belebten Straße ganz unauffällig.


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