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Peggy Knobloch

96.261 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Leiche, DNA ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Peggy Knobloch

Peggy Knobloch

22.05.2013 um 23:50
Spuren von Peggy werden logischerweise drauf gewesen sein , denn das Labor sagte , die Spuren wären auf das Shirt in angezogenem Zustand gekommen . Und sicher auch von Peggys Mutter , denn sie übergab das Shirt , wozu sie es ja anfassen musste.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:13
Ich war heute den ganzen Tag nur stiller Mitleser und habe dadurch sehr interessante Gedanken von Euch allen lesen dürfen. Ich hatte mir vor 2 Wochen das Buch "Der Fall Peggy" gekauft und glesen. Durch das Buch habe ich einige Erkenntnisse erlangen dürfen, die mir so vorher noch nicht bekannt waren. Da ich davon ausgehe, dass das Buch sehr gut recherchiert ist, sind mir heute in euren Gedanken einige kleine Fehler aufgefallen. Daher möchte ich einiges aus dem Buch nochmal hier sinngemäß wiedergeben.

Zuerst möchte ich auf den 8. Mai 2001 und die erwähnten Fußspuren im Gras zurückkommen. Hier wird immer noch davon ausgegangen, dass sich dies im Garten der Knoblochs abgespielt haben soll. Das ist so nicht richtig, denn es geht da ja um die Sichtung der südländisch aussehenden Frau mit dem Kind. Und diese wurde von einem Schreiner auf seinem Anwesen (Wiese) gesehen. Die Schreinerei liegt an der Bahnhofsstraße in Richtung Blankenstein (Staatsstraße 2916) Dieser Schreiner machte seine Aussage am 08 oder 09. Mai 2001 bei der Polizei und konnte das Kind ziemlich genau beschreiben - die Polizei kam zu dem Schluss, dass es sich bei dem Kind um die Peggy gehandelt haben musste. Auf der Wiese an der Schreinerei stellte man auch tatsächlich frische Spuren fest. Diese Spur ließ sich jedoch weiter nicht konkretisieren. Also: Nichts mit Knoblochgarten, Hintereingang oder Meerschweindal abholen. Das kann man soweit aus dem Gedächtnis streichen.

Jetzt möchte ich weiter auf das Buch und dem Tag zurückkommen, an dem Peggy verschwand. Wie wir ja alle wissen, gibt es verschiedene Zeugen, die Peggy noch am Nachmittag des 07. Mai 2001 gesehen haben wollen. Am Interessantesten finde ich jedoch 2 (3) Zeugen, die Peggy noch am Abend gegen 19 Uhr gesehen haben wollen. Diese Zeugen gaben unmittelbar nach dem Verschwinden von Peggy an - 08. bis 11. Mai 2001 -, die Peggy gegen 19 Uhr mit dem Roller den Falkenweg entlang in Richtung Carlsrüner Weg fahren gesehen zu haben. Nachdem was ich heute hier gelesen habe und dieses mit dem Buch vergleiche, komme ich zu dem Schluss, dass Peggy am Nachmittag des 07. Mai 2001 wahrscheinlich im Knoblochchen Haus war. Am Nachmittag wurde Peggy von sehr vielen Kinder- und Jugendzeugen in Lichtenberg gesehen oder beobachtet. Meist ohne Ranzen. Der Ranzen muss also irgendwo abgestellt worden sein. Für mich endet der Tag von Peggy genau zwischen 19 Uhr als sie in Richtung Carlsgrüner Weg war und 20.15 Uhr als Peggys Mutter von der Arbeit nach Hause kam. Meiner Meinung nach ist Peggy zwischen 19 Uhr und 20:15 verschwunden. Nun stellen sich mehrere Fragen. Wo ist der Ranzen, das Nachthemd und der Kinderlaptop geblieben? Warum war Peggy unterwegs in Richtung Carlsgrüner Weg und was wollte sie da, oder wen wollte sie da treffen?

Für mich gibt es, wenn man Ulvi als Täter ausschließt, nur 3 Möglichkeiten, wenn man die vielen Zeugenaussagen würdigt:

1. Peggys Entführer und somit eventuell auch Mörder kommt aus Halle. Somit würden sich auch einige weitere offene Fragen beantworten. Zum Beispiel wo die ganzen persönlichen Gegenstände geblieben sind, denn: Frau Knobloch äußerte gegenüber der Polizei, dass sie es nicht verstehen könne, warum ihre Nachbarin im gleichen Haus sie nicht verständigte, als Peggy den ganzen Nachmittag nicht nach Hause zu der Nachbarin gekommen wäre. Diese Aussage ist sehr interessant im Hinblick auf den Mann aus Halle. Denn dieser Mann war verwandt mit dem Nachbar im gleichen Haus (Onkel bzw. der Hallenser sieht ihn als Bruder). Wenn Peggy also vielleicht doch bei den Nachbarn im gleichen Haus war und sich dort vielleicht auch der Ranzen befunden hätte, dann würde folgendes auch weiter Bedeutung bekommen: Die Nachbarin im gleichen Haus verständigte also nicht die Mutter von Peggy, dass Peggy nicht nach Hause gekommen sei - musste sie ja auch nicht, denn Peggy war vielleicht bei ihr. Und vielleicht war auch an diesem Tag der Mann aus Halle - damals Jugendlicher - bei seinem Onkel. Dieser damals 17 Jährige könnte sich abends um 19 Uhr mit Peggy am Carlsgrüner Weg getroffen haben. Und in Folge könnte es zu einem Gewaltverbrechen gekommen sein. Somit würde sich auch erklären, wo der Ranzen geblieben ist. Und jetzt kommt die Aussage des Onkels vom Hallenser gegenüber der Polizei: Die Polizei fragte den Onkel des Hallenser, ob er und der Hallenser etwas mit dem Verschwinden der Peggy zu tun hätten. Darauf antwortete dieser, wenn er die Peggy verschafft hätte, dann würde sie niemand finden. Und so vielleicht auch die weiteren persönlichen Gegenstände.

2. Diese Version darf man ja nicht aussprechen. Dies würde jedoch erklären, warum auf dem T-Shirt Spuren gefunden wurden und warum von einem bestimmten Handy auf ein anderes diese myteriöse SMS geschrieben wurde.

3. Peggy traf im Carlsgrüner Weg auf einen "Unbekannten", der sie entführte.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:26
Nachtrag zu 1. Vielleicht wollte Peggy bei der Nachbarin oben übernachten. Das würde erklären, wo das Nachthemd und der Kinderlaptop geblieben sind. Denn sollte es der Hallenser gewesen sein, so hätte man alle persönlichen Dinge von Peggy mit verschwinden lassen.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:30
@bayernwastl80

Hätte die "Aufpassnachbarin" nicht gesagt , dass Nachthemd und Laptop bei ihr vergessen wurden , als Peggys Mutter angab , diese wären nicht mehr da ?


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:31
@maikäferchen
Das müsste ich im Buch nochmal nachlesen. Davon wüsste ich, jedenfalls zur Zeit, nichts.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:34
@bayernwastl80


Meine FRage war hÄtte , nicht hAtte ;-)


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:37
@maikäferchen
Ich habe jetzt nochmal im Buch an der besagten Stelle nachgelesen (Seite 22 im Buch) und nichts gefunden, dass die Nachbarin im gleichen Haus sowas geäußert hätte oder hatte.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:41
@bayernwastl80

Das meine ich doch . Wäre es so gewesen , dass Peggy dort übernachtet hat oder übernachten wollte und die Sachen dann dort vergessen hat , dann hätte die "Aufpassnachbarin" doch sicher gesagt , dass die Sachen noch bei ihr sind , als sie merkte, dass sie von S.K. vermisst werden . Hat sie wohl aber nicht gemacht .


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:43
@maikäferchen
Achso, ja. Und die "Aufpassnachbarin" hätte, wenn der Hallenser und sein Onkel was mit dem Verschwinden zu tun haben, ein Motiv, etwas zu verschweigen.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:45
@bayernwastl80
Das ist eine Möglichkeit , weshalb sie wohl nichts gesagt hat .Die andere Möglichkeit ist, dass sie das gar nicht sagen konnte, weil es nicht so war .


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:47
@maikäferchen
Ja und dann bleiben noch 2 Möglichkeiten übrig. Es ist nämlich so: Peggy wurde am Nachmittag des 7. Mai 2001 von so vielen Kinder- und Jugendzeugen gesehen - meist ohne Ranzen -, dass man das nicht einfach beiseite schieben kann. Ich halte es für unmöglich, dass sich so viele Zeugen geirrt oder gelogen haben sollen. Das ist ein Unding.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:50
@bayernwastl80

Sehe ich auch so und da sind wir ja nicht alleine. Nur die Ermittler und das Gericht sahen es nicht so und leider werden Urteile zwar im Namen des Volkes gesprochen , aber das Volk nicht gefragt , ob es seinen Namen für Urteile auch hergeben möchte.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 00:55
@maikäferchen
Genauso sehe ich das auch. Ich habe in den letzten Tagen und Wochen mir wirklich sehr viel Gedanken gemacht, sehr viel in diesem Forum gelesen, das Buch gelesen und mir viele Artikel zu diesem Fall durchgelesen. Ich bin ehrlich gesagt schon davon überzeugt, dass sich der 07. Mai 2001 nicht so abgespielt haben kann, wie es im Urteil steht.

Ich bin sehr viele Gedankenspiele durchgegangen, komme aber immer wieder an den Punkt, dass ich das Urteil so nicht annehmen kann. Ich verstehe es nicht, wie man so viele Zeugen ignorieren kann. Das ist einfach unbegreiflich für mich und nicht nachvollziehbar.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 01:02
@bayernwastl80
Zitat von bayernwastl80bayernwastl80 schrieb:Achso, ja. Und die "Aufpassnachbarin" hätte, wenn der Hallenser und sein Onkel was mit dem Verschwinden zu tun haben, ein Motiv, etwas zu verschweigen.
Soweit habe ich noch gar nicht gedacht! Stimmt - der Hallenser war doch der Bruder des Nachbarn (im Buch hiessen sie "Kaiser" mit Nachname).


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 01:05
@heike75
Zitat von heike75heike75 schrieb:Soweit habe ich noch gar nicht gedacht! Stimmt - der Hallenser war doch der Bruder des Nachbarn (im Buch hiessen sie "Kaiser" mit Nachname).
Der Hallenser war nicht der Bruder sondern der Neffe - er sah seinen Onkel nur als Bruder an bzw. nannte ihn "mein Bruder". Und die Nachbarn im gleichen Haus heißen im Buch Familie Kaiser - das ist korrekt


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 01:14
@bayernwastl80

Ich finde die Geschichte mit den Sichtungen um den Falkenweg und die Richtung Zeitelwaidt ja auch interessant.

Vielleicht wäre es hilfreich bei den Spekulationen zu wissen, was sie da wollte.

Es wurde ja gesagt, sie wäre in den Wochen vor ihrem Verschwinden dort des öfteren abends gesehen worden.

Gibt es etwas besonderes an der Stelle, in der Gegend? Markante Punkte oder etwas in der Richtung, Wildgehege, Parkplatz oder so?


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 01:19
@jerry142
Das kann ich dir leider nicht beantworten. Das könnte vielleicht @Waidmann tun, ob es da besondere Anlaufpunkte gibt oder gab. Im Buch ist jedenfalls nichts davon zu lesen. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, ging man davon aus, dass sich Peggy womöglich mit jemandem dort getroffen haben könnte. Denn es wird ja auch in verschiedenen Quellen der ominöse große Freund mit den schwarzen Hosen öfters erwähnt. Dieser soll von der Polizei überprüft worden sein, aber ohne weiteres Ergebnis - das steht jedoch so nicht im Buch, das habe ich von einer anderen Quelle, weiß leider jedoch nicht mehr aus welcher Quelle :(


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 02:07
@jerry142
Zitat von jerry142jerry142 schrieb:Ich finde die Geschichte mit den Sichtungen um den Falkenweg und die Richtung Zeitelwaidt ja auch interessant.

Vielleicht wäre es hilfreich bei den Spekulationen zu wissen, was sie da wollte.

Es wurde ja gesagt, sie wäre in den Wochen vor ihrem Verschwinden dort des öfteren abends gesehen worden.

Gibt es etwas besonderes an der Stelle, in der Gegend? Markante Punkte oder etwas in der Richtung, Wildgehege, Parkplatz oder so?
Am Anfang vom Carlsgrüner Weg (ist der Weg Richtung Zeitelwaidt) gehts mal rechts hoch zum Wasserhäuschen,an dem ein Spielplatz ist (ich nehme mal an,dass es den auch schon 2001 gab).Auf direktem Weg dorthin kommt man aber nicht am Haus im Falkenweg vorbei,von dem aus sie gesehen wurde.
Ansonsten kommt man im weiteren Verlauf (hier hätte sie vom Falkenweg aus gesehen werden können) zum Ortsende,wo es mMn nichts gibt/gab,was für ein 9-jähriges Mädchen interessant hätte sein können,mal abgesehn von ein paar Teichen.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 02:23
@bayernwastl80
noch mal zu den Nachbarn... Seite 22 heisst es weiter, dass es Fr. K befremdlich vorgekommen sei, dass sie die Nachbarin nicht zeitnah darüber informiert hatte, dass Peggy nicht heim gekommen ist...

Und... es wird erwähnt, dass Peggys Kuschelkissen glatt gestrichen auf dem Bett lag, was so gar nicht zu ihrem unaufgeräumten Kinderzimmer passte.


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Peggy Knobloch

23.05.2013 um 02:48
Ich glaube wir müssen pö a pö versuchen, den Tag um den 7. Mai zu rekonstruieren. Hiezu möchte ich meine Infos aus verschiedenen Quellen und vor allem aus dem Buch einbringen.

Peggy soll an diesem Tag, wie so oft, alleine aufgestanden sein. Sie wäre ziemlich spät dran gewesen und musste sich beeilen. Kurz nach 7 Uhr in der Früh verließ sie das Haus am Marktplatz und lief zum Geschäft Langheinrich. Dort soll sie eine Käsestange, eine Capri-Sonne und Lutscher gekauft haben. Danach lief sie zur Schule. Am Mittag um kurz nach 13 Uhr - 13:05 Uhr - verließ Peggy mit ihrer Schulfreundin - im Buch Schülerin Eder - die Schule in Lichtenberg. Beide schlenderten zusammen bis zum Haus der Eders. Dort kamen sie ca 13:15 Uhr an und unterhielten sich noch ein wenig. Eine weitere Zeugin - im Buch Doris Gebhard -, die am Haus der Eders vorbei ging, sah die Beiden und Peggy habe ihr noch zugewunken. Das wäre um 13:15 Uhr gewesen. (Buch Seite 18) Die Schwester und die Mutter von der Schülerin Eder wollen beide auch vor dem Haus gesehen haben. (aus der Doku "Mord ohne Leiche) Dann verabschiedet sich Peggy von ihrer Schulfreundin und biegt in die Nailaer Straße ein. Eine weitere Zeugin - im Buch Claudia Ritter - sah Peggy vor ihr herlaufen. Sie erkannte Peggy an den blonden Haaren, die zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden gewesen sein sollen. Auch konnte sie den pinken Ranzen und Stofftieranhänger am Ranzen erkennen. Das soll um 13:15/13:30 gewesen sein. (Buch Seite 18)

Am Henri-Marteau-Platz wird sie von der Schülerin - im Buch Hilke Schümann - aus dem Bus in Höhe der Raiffeisenbank - ca 50 m von Peggys Zuhause entfernt - gesehen. Der Busfahrer konnte zwar nicht bestätigen die Peggy gesehen zu haben, gab jedoch an, dass der Bus den Herni-Marteau-Platz gegen 13:30 (13:25 - 13:30) passierte. (Buch Seite 19) Diese Zeit bestätigt zudem das Busunternehmen, der Fahrplan (2001) und die Auswertung der Fahrtenscheibe. (laut Buch, Doku "Mord ohne Leiche" und verschiedene Quellen)

Jetzt möchte ich auf die Zeugen eingehen, die zeitnah nach dem Verschwinden der Peggy befragt wurden.

Als erste Zeugin möchte ich hier die Schülerin Eder erwähnen. Diese wurde noch in der Nacht vom 7. Mai 2001 auf den 8. Mai 2001 aus dem Schlaf geholt und von der Polizei befragt. Diese konnte den gemeimsamen Nachhauseweg bis zum Eder-Haus bestätigen.

Am 08. Mai 2001 und in den darauffolgenden Tagen wurden weitere Zeugen befragt. Diese möchte ich nachfolgend mit Zeitangabe erwähnen (Namen sind laut Buch angegeben):

Um 14 Uhr will Gustav Frey durch den Rückspiegel seines Autos die Peggy gesehen haben, wie diese in einen Wagen eingestiegen wäre. Er beschrieb das Kind mit einem langen Anorak oder Mantel und hätte dem Kind direkt in die Augen sehen können. Laut Protokoll soll sich der Zeuge hundert Prozent sicher gewesen sein, dass es Peggy war

Um 14:45 bis 15 Uhr wollen die 2 Mitschüler Sebastian Röder und Jakob Demel das Mädchen am Henri-Marteau-Platz an der Bäckerei gesehen haben, als sie zu einem Unbekannten über den nach vorne geklappten Beifahrersitz in einen roten Mercedes einstieg. Sie habe ihren City-Roller dabei gehabt. In diesem Mercedes soll noch ein weiteres unbekanntes Mädchen gesessen haben.

Um 15 Uhr will ihr Klassenkamerad Peter Wirth die Peggy im Quellensteigweg Richtung Freizeitzentrum gesehen haben. Er wäre gerade an den Hausaufgaben gesessen und hätte Peggy durchs Fenster beobachtet. Auch er sieht ein weiteres ihm unbekanntes Mädchen neben Peggy herlaufen. Peggy soll da ihren Schulranzen dabei gehabt haben. In einer späteren Vernehmung konnte er sich jedoch nicht mehr an den Ranzen erinnern und sie wäre doch alleine gewesen - diese weitere Befragung war im Juli 2002. Die Mutter von dem Mitschüler springt ihm da bei und gab jedoch in dieser weiteren Befragung an, sie habe Peggy mit Ranzen und dem kleinen Mädchen gesehen und könne die 1 Aussage ihres Sohnes bestätigen.

Um 15;30 bis 15;45 Uhr will der Schülerlotse Ralf Wagner die Peggy vom Marktplatz aus am Rathaus vorbei in Richtung Haus gehen gesehen haben. Ralf soll diese Aussage auch in einer weiteren Zeugenvernehmung am 13 Juni 2001 so bestätigt haben. Er war sich ganz sicher, dass es der 7. Mai war, da seine Mutter am 8. Mai zur Kur gefahren wäre.

Um 15;45 bis 16 Uhr will Jens Schmitt die Peggy bei der Bäckerei am Henri-Marteau-Platz gesehen haben. Er habe Peggy in Begleitung eines ihm unbekannten Mädchens gesehen, als er dort mit seinem Fahrrad vorbei fuhr. Die beiden Mädchen - Peggy und das unbekannte Mädchen - hätten gerade die Bäckerei betreten. Er gibt zu Protokoll, dass das unbekannte Mädchen ein Kopf kleiner und etwa 1 Jahr jünger gewesen sein müsste.

Um 16 bis 16:30 Uhr überquert Jürgen Kohl den Henri-Marteau-Platz Richtung Poststraße, als er auf dem Weg zu seinem Großvater gewesen wäre. Er will die Peggy ebenfalls mit einem ihm unbekannten jüngeren Mädchen in der Bäckerei gesehen haben. Peggy hätte an der Theke gestanden, es wäre aber keine Verkäufering zu sehen gewesen. In seiner 3, Zeugeneinvernahme ergänzt er, er habe die Beiden durch das Schaufenster im Laden gesehen. Er habe Peggy von hinten genau gesehen, ein Missverständnis wäre ausgeschlossen. Peggy hätte auch ihn gesehen und ihm "Hallo" zugerufen. Danach wäre sie aus dem Ladengeschäft heraus gekommen und sie hätten kurz geredet. Ob das Mädchen anschließend wieder in den Laden gegangen wäre, konnte er nicht mehr sagen, er wäre dann gleich weiter gegangen.

Um 16 Uhr plus/minus ein paar Minuten will Axel Köster, seit der ersten Klasse ein Mitschüler von Peggy, gesehen haben, wie Peggy in Begleitung eines unbekannten Mädchen mit langen dunklen Haaren in der Bäckerei stand. Peggy habe offenbar etwas im Flaschenregal gesucht. Axel bestätigte somit die Aussage von Jürgen. Diese Aussage gibt er am 11. Mai 2001 zu Protokoll

Um 16 Uhr bis 17 Uhr will Felix Ludwig mit Peggy am Feuerwehrhaus gespielt haben. Dies gibt er in seiner ersten Zeugeneinvernahme an. In späteren Aussagen widerspricht er sich mehrmals. Einmal will er gesehen haben, wie Ulvi und sein Vater die Leiche verschafft hätten. Ein anderes mal will er den Mord beobachtet haben. Hierzu gibt es anscheinend noch mehrere Versionen.

Um 16 Uhr plus x will ein Urlauberehepaar die Peggy an einem Wanderweg nahe der Gaststätte "Mordlau" gesehen haben. Peggy habe einen Ranzen auf dem Rücken getragen und hätten ein helles Ornament auf dem Rücken des Anoraks gesehen. Wie sie das erkannt haben wollen, wo doch der Ranzen auf dem Rücken war, bleibt ein Widerspruch. Sie wollen zudem ein Auto rund hundert Meter vom Gasthaus entfernt mit schrägem Heck wenden gesehen haben. Am 10 Mai schreibt die Polizei in ihr Protokoll, dass davon auszugehen wäre, dass die Wanderer die Peggy am Gasthaus "Mordlau" gesehen hätten.

Um 19 Uhr will Pascal Gruner, der sich gerade auf dem Weg zu einer Übung der örtlichen DLRG befunden hatte, die Peggy an seiner Haustüre vorbei kommen gesehen haben. Er habe ihr Gesicht erkannt und daran gäbe es auch keine Zweifel. Er gibt zu Protokoll, dass Peggy ein orangefarbenes Sweatshirt und eine grau-rote Jacke angehabt hätte. Weitere Zeugen geben an. Peggy habe eine schwarze TSV-Lichtenberg Windjacke getragen. Ferner gibt Pascal am 8. Mai 2001 an, sie habe ihren blau-silbernen Roller getragen bzw. geschoben. Peggy sei links in den Carlsgrüner Weg Richtung Zaitelwaidt eingebogen. Er wäre sich zu hundert Prozent sicher, dass es Peggy war. Seine Mutter bestätigt die Aussage ihres Sohnes. Einen Monat später heißt es in einem Aktenvermerk, Pascal sei sich nicht mehr so sicher, die Peggy gesehen zu haben.

Um 19 Uhr plus/minus x kommt Franz Rausch vom Fußballtrainig nach Hause. Er wohnte wie Pascal Gruner im Falkenweg. Er will die Peggy ebenfalls mit ihrem blau-silbernen Roller in Richtung Zeitelwaidt fahren gesehen haben. Auch er erwähnt eine grau-rote Jacke, genauer "Oben um die Brust herum war die Jacke grau und unten war sie rot.[...] Ich bin mir ganz sicher, dass es die Peggy war" Er kannte die Peggy vom Donnerstagsturnen

Ein Jahr später, am 18 Juini 2002, gibt die Mutter von Pascal zu Protokoll, dass sie Peggy schon zwei Wochen vor dem Verschwinden immer gegen Abend um 19 Uhr den Falkenweg entlang fuhr mit ihrem Roller.

Namen, Zeugenaussagen und Zeitangaben stammen aus dem Buch auf den Seiten 42 - 47 (Quelle: Buch "Der Fall Peggy" Seiten 42 bis 47)

Wer es bis hierher gelesen hat, dem möchte ich für seine Aufmerksamkeit danken. Ich hoffe, ein wenig beigetragen zu haben, um einmal die Zeugenaussagen nachvollziehen zu können.


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