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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

2.921 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Messer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.04.2021 um 00:12
Zitat von blaomatblaomat schrieb:aber sehe auch Parallelen im Modus operandi zum Brigitta Fall.
Wir wissen nur, daß in einer sehr kurzen Zeitspanne nach dem Aufeinandertreffen mit dem jeweiligen Täter im Abstand von zwölf Jahren zwei Frauen niedergestochen wurden.

Wie wissen definitiv nicht, ob die beiden Morde wirklich so motivlos waren , wie es zunächst den Anschein hat.

Ob z.B. im Fall Sibylle die Anmache eines wildfremden Betrunkenen in kürzester Zeit aus dem Ruder lief, so wie im Fall Entz 1979 in Hagen.
Oder ob jemand an diesem Abend seine Hoffnungen in eine Aussprache setzte und deshalb gezielt auf Sibylle wartete, nur um dann direkt im ersten Satz etwas zu hören, was er unter keinen Umständen hören wollte, bevor er austickte.

Jedenfalls bin ich froh, daß seit der Klarstellung vom Kollegen Ludwig die "Pirsch im Industriegebiet" raus zu sein scheint.
Dort waren selten Frauen um diese Uhrzeit anzutreffen.
Was spricht dagegen, daß der M. die einsame Frau im Gewerbegebiet für eine "Gewerbliche" hielt , sie ins Auto lotsen wollte und anschließend eine Ansage erhielt , die ihn austicken ließ.

In einem der verlinkten Artikel zum Prozeß erwähnen die Angehörigen von Brigitta, daß die nicht auf " Anzug-und Schicki-Micki-Typen" stand ! Der Mord fand offenbar mittig auf der Straße statt. Der M. kam aus der Kneipe, hatte sehr wahrscheinlich was getrunken. Wenn der sie beim Überqueren der Straße fast überfahren hätte und sie dem Schicki-Micki ein paar Flüche hinterherschickte, die der bei offenem Autofenster in lauer Sommernacht mitbekommen hat, sich sowas "keinesfalls von einer Frau sagen lassen wollte" und deswegen anhielt, bevor es zum Streit kam.

Natürlich ist der Kerl ein krankes Arschloch. Und anscheinend nicht sonderlich mitteilsam, weswegen wir die Wahrheit wohl nicht erfahren werden.
Trotzdem sind diese Szenarien kein bißchen unrealistischer als der "motivlose Mord" eines sich in der Jagst- oder Tilsiter Straße auf der Pirsch befindenden Psychokillers.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.04.2021 um 10:01
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:n einem der verlinkten Artikel zum Prozeß erwähnen die Angehörigen von Brigitta, daß die nicht auf " Anzug-und Schicki-Micki-Typen" stand ! Der Mord fand offenbar mittig auf der Straße statt. Der M. kam aus der Kneipe, hatte sehr wahrscheinlich was getrunken. Wenn der sie beim Überqueren der Straße fast überfahren hätte und sie dem Schicki-Micki ein paar Flüche hinterherschickte, die der bei offenem Autofenster in lauer Sommernacht mitbekommen hat, sich sowas "keinesfalls von einer Frau sagen lassen wollte" und deswegen anhielt, bevor es zum Streit kam.

Natürlich ist der Kerl ein krankes Arschloch. Und anscheinend nicht sonderlich mitteilsam, weswegen wir die Wahrheit wohl nicht erfahren werden.
Trotzdem sind diese Szenarien kein bißchen unrealistischer als der "motivlose Mord" eines sich in der Jagst- oder Tilsiter Straße auf der Pirsch befindenden Psychokillers.
Wenn man das Motiv "aggressiver Psycho-Autofahrer der zuvor beleidigt wurde" in die Diskussion einführen möchte, kann man das machen, ich bin mir aber nicht sicher ob uns das weiterbringt.
Der Grund warum einige hier eine Verbindung zu Sibylle sehen ist ja u.a. die räumliche Nähe und die Art der scheinbar motivlosen Tatbegehung mit einer Stichwaffe. Ich vermute hier als Motiv im Fall Jacobi ähnlich wie dei Nebenklage und Gonzo etwas wie Sadismus oder Tötungslust, u.a. weil HM laut Nebenklage jahrzehntelang Pornos mit gequälten, "bestraften" Frauen konsumiert hat.
Wenn man dieses von mir vermutete Motiv durch die "erfolgten Beleidigungen" ersetzt oder ergänzt, ändert dies grundsätzlich nichts an dem räumlichen Zusammenhang und der Art der Tatbegehung(Tötung mit einer Stichwaffe). Ob Sibylle einem die Jagststrasse hochrasenden Fahrer den Stinkefinger zeigte, Frau Jacobi etwas ähnliches machte und Frau H. die Fahrweise von HM kritisiert hatte, wir werden das wohl nie erfahren, insofern bleibt auch die Gemeinsamkeit "scheinbar motivloser Angriff mit einer Stichwaffe" bestehen.

Ich persönlich halte wenig von der "Beleidigungstheorie" , schlicht weil ich denke , dass Frauen die nachts alleine durch einsame Gegenden laufen aus Eigenschutz eher vorsichtig mit so etwas sind. Aber wie gesagt ich halte es letzlich auch nicht für relevant.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.04.2021 um 16:45
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Natürlich ist der Kerl ein krankes Arschloch. Und anscheinend nicht sonderlich mitteilsam, weswegen wir die Wahrheit wohl nicht erfahren werden.
Ich lese gerade dass das auch schon anders war: 2004 gab er ein , wie es scheint tränenreiches , Interview bei RTL :

https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Ein-Mann-zwei-Gesichter-498495.html


Daneben auch noch etwas über die Vermutungen der Nebenklage, das wurde ja schon beschrieben.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

23.04.2021 um 22:32
Noch mal zur Frage des Motivs...

DIE PRESSESCHAU

- im Fall Anja
wissen wir leider nicht was die OFA ergeben hatte.
Bei der 3-Täter-These geht man offenbar von "Verdeckungstat nach versuchter Vergewaltigung" aus.

- im Fall Sybille
http://web.archive.org/web/20120529203308/http://content.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/mordfaelle.pdf
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.30.04
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.41.06

- im Fall Magdalene
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.44.17
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.46.39
http://azxy.communityhost.de/t287547046f354157108-FF-Kripo-Stuttgart-Mysterioeser-Mord-auf-offener-Strasse-Mordfall-Brigitta-J-GEKLaeRT.html

- im Fall Brigitta
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.45.37
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 21.59.47
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Ermittlerin-Kein-Beweis-fuer-sexuell-motivierte-Tat-497569.html


..UND BEI UNS

@JestersTear vermutet vier mal Affekttat bzw. Überreaktion nach Kurz-Beziehung (wenn ich's richtig verstanden habe)

@aliM. "scheinbar motivlos" / Sadismus / Mordlust

@ich 4 mal "thrill"

Interssant finde ich, dass - wenn wir auch unterschiedliche Motive benennen - doch dazu neigen jeweils EIN gemeinsames Motiv für alle Taten zu vermuten.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

23.04.2021 um 23:11
Im Gerichtsverfahren zum Fall Magdalene Heinrich spielte bei der Verurteilung des Täters für Totschlag (und nicht Mord) das Gutachten eines Psychiaters die entscheidende Rolle:

Bildschirmfoto 2021-04-23 um 22.42.08
http://azxy.communityhost.de/t796227877f354157108-FF-Bayreuth-Mordfall-Magdalene-Heinrich-Review.html#msg998312530

Man kann annehmen, dass es auch im Stuttgarter Verfahren - wo man ebenso verzweifelt nach einem Mordmotiv sucht - so kommen wird.

Das Gutachten sollte vor ein paar Tagen vorgetragen werden, musste aber wegen Corona im Knast verschoben werden.

Gutachter ist der sehr renommierte Tübinger Psychiater Peter Winckler, den man in dieser Doku kennenlernen kann:

Youtube: Aggression │1
Aggression │1


Ich kann mir eigentlich nur schwer vorstellen, dass er das Täterverhalten wieder (wie in Bayreuth) mit dem "Sicherungen-Durchbrennen-in-psychischer-Ausnahmesituation" analysieren wird.

Müsste nicht ein Mensch, der so leicht durchknallt und dann fremde Frauen tötet, auch noch in anderen Situationen auffällig geworden sein??

Man sollte doch dann erwarten, dass er Frau und Kinder regelmäßig verprügelt hat.
Im Straßenverkehr und Berufsleben auffällig geworden ist.
Und auch ein ausuferndes Vorstrafen-Register aufweist.

Davon war aber bisher nichts zu erfahren. Bis zu seinem ersten Verfahren in Bayern hatte er noch keine Vorstrafen.


Bildschirmfoto 2021-04-23 um 23.03.58
http://azxy.communityhost.de/t796227877f354157108-FF-Bayreuth-Mordfall-Magdalene-Heinrich-Review.html#msg998312530
Bildschirmfoto 2021-04-23 um 23.07.22
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Zeugen-saeen-Zweifel-an-Alibi-482468.html


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 12:54
Nachdem wir, was den Vergleich der Fälle Sibylle / Brigitta angeht, scheinbar alle Fragen geklärt haben, bietet es sich nun an, den Fall Anja einer entsprechenden Analyse zu unterziehen.
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 19.04.2021:Der Fall Anja ist sehr speziell, etwas direkt vergleichbares v.a hinsichtlich dem Nachtatverhalten ist mir unbekannt.
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb am 08.04.2021:Möglicherweise war das Begräbnis in unmittelbarer Nähe des Tatorts Teil seines Scripts
Zitat von Ludwig01Ludwig01 schrieb am 12.04.2021:Der Mordfall Anja Aichele ist mein "Lieblingsfall" in der langen Geschichte von Aktenzeichen XY!
Die besonderen Elemente dieses Falles sollten wir nun etwas genauer betrachten und versuchen, ähnliches in den Vergleichsfällen zu finden.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 15:36
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Nachdem wir, was den Vergleich der Fälle Sibylle / Brigitta angeht, scheinbar alle Fragen geklärt haben
Nichts ist geklärt, Gonzo.

Außer, daß in einem Zeitraum von 12 Jahren und einer Entfernung von ca. 25 km zwei Frauen unterschiedlichen Alters erstochen wurden.

Was ich persönlich, wie im Fall Sibyle geschildert, sehr tragisch finde, aber für eine Metropolregion in diesem Zeitraum wohl nicht ungewöhnlich ist.

Bring Belege, daß der Fall Jacobi hier reingehört.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 15:45
@GonzoX

mir ist vor kurzem ein Fall untergekommen, bei dem der Täter den Mokkasin Schuh seines Opfers mitgenommen hatte und ihn dann 2 Tage nach der Tat wieder am Tatort abgelegt hat. Hier gab es ja viele Spekulationen warum im Fall Anja Schuhteile lange nach der Tat am Schmidener Feld platziert wurden

Zu erklären in dem anderen Fall wohl damit, dass der Täter einen Sockenschuss hat. Zu finden auf youtube mit der Suche:
XY Retro Der Anhalterinnen Mord
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Was ich persönlich, wie im Fall Sibyle geschildert, sehr tragisch finde, aber für eine Metropolregion in diesem Zeitraum wohl nicht ungewöhnlich ist.



Bring Belege, daß der Fall Jacobi hier reingehört.
Wenn wir gerade beim höflichen Auffordern sind. "Belege" will ich noch nicht mal, mir würden schon Indizien dafür genügen, dass der Fall Jacobi hier nicht reingehört. Was meinst du, wieviel Tötungsdelikte gegen Frauen mit Stichwaffen, im öffentlichen Raum und ohne bekanntes Motiv gab es in der Metropolregion im Zeitraum von 12 Jahren (83-95)? Nur damit wir einschätzen können ob diese Tat ungewöhnlich war.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 15:48
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Wenn wir gerade beim höflichen Auffordern sind. "Belege" will ich noch nicht mal, mir würden schon Indizien dafür genügen, dass der Fall Jacobi hier nicht reingehört.
Da sind wir wieder bei der Trump´schen Argumentationsweise, durch die du auffällst, seidem du hier aufgeschlagen bist: Unsinn ohne Belege erzählen und von anderen verlangen , diesen Unsinn erstmal zu widerlegen.

Was bereits mehrfach geschehen ist.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 17:28
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Außer, daß in einem Zeitraum von 12 Jahren und einer Entfernung von ca. 25 km zwei Frauen unterschiedlichen Alters erstochen wurden.

Was ich persönlich, wie im Fall Sibyle geschildert, sehr tragisch finde, aber für eine Metropolregion in diesem Zeitraum wohl nicht ungewöhnlich ist.
Das hier ist die immanente Behauptung: Das Erstechen zweier Frauen unterschiedlichen Alters in der "Metropolregion" in diesem Zeitraum ist nicht ungewöhnlich.
Ich habe die beiden Fälle lediglich noch präzisiert ( öffentlicher Raum, kein Motiv bekannt) und dich höflich nach deiner Einschätzung gefragt wieviele solcher Fälle es in diesem Zeitraum gab. Ich habe dich also lediglich um Belege für DEINE Behauptung gebeten, dass diese beiden Fälle in diesem Zeitraum "nicht ungewöhnlich" sind.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 18:43
Zitat von aliM.aliM. schrieb:JestersTear schrieb:
Außer, daß in einem Zeitraum von 12 Jahren und einer Entfernung von ca. 25 km zwei Frauen unterschiedlichen Alters erstochen wurden.

Was ich persönlich, wie im Fall Sibyle geschildert, sehr tragisch finde, aber für eine Metropolregion in diesem Zeitraum wohl nicht ungewöhnlich ist.

Das hier ist die immanente Behauptung: Das Erstechen zweier Frauen unterschiedlichen Alters in der "Metropolregion" in diesem Zeitraum ist nicht ungewöhnlich.
Ich habe die beiden Fälle lediglich noch präzisiert ( öffentlicher Raum, kein Motiv bekannt) und dich höflich nach deiner Einschätzung gefragt wieviele solcher Fälle es in diesem Zeitraum gab. Ich habe dich also lediglich um Belege für DEINE Behauptung gebeten, dass diese beiden Fälle in diesem Zeitraum "nicht ungewöhnlich" sind.
Dann holen wir das wieder hoch und kauen es noch mal durch:
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 30.03.2021:Bzgl. den Frauenmorden in Stuttgart würde das bedeuten, dass es jährlich statt ca 4. Morden incl. Mordversuchen damals ca. 8 waren - von denen wiederum 80% Beziehungstaten waren. D.h. es bleibt dabei, dass solche Taten auchdamals etwas extrem seltenes waren und es daher auch sehr wenige solcher Täter gibt.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb am 30.03.2021:Rechne mal 12 fuer die Zeit von 1983-1995 und du kommst auf 96 Morde bzw Mordversuche an Frauen alleine im Stuttgarter Stadtgebiet,den Speckgürtel noch gar nicht drin. Das empfinde ich nicht als wenig. Und vermute sowieso eine Beziehungstat hinter dem Mord an Sibylle
Hochgerechnet 96 solcher Taten alleine im Stuttgarter Stadtgebiet.

Wieviele in der Metropolregion? 150 vielleicht?

Glaubst du nicht, daß mehr als zwei davon "Messermorde" waren?

80% davon Beziehungstaten? Was ist realistischer ? Eine Beziehungstat im Fall Sibylle ,bzw.ein vielleicht betrunkener/durch Drogen enthemmter Macho , der eine Zurückweisung nicht ertragen kann oder daß ein "sadistischer Psychokiller" auf " Pirsch in der Jagsstraße" ,der aus reiner Mordlust im Rhythmus von 12 Jahren wildfremde Frauen ersticht?

Wo ist der Nachweis, daß H.M. 1983 schon in der Region war?

Wo ist der Nachweis, daß er in den 80ern zur Zeit der Morde....
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 27.03.2021:. Hartmut hat mal in Fellbach in der Adlerstrasse gewohnt, mit dem Auto ca. 5 Minuten zum Tatort Anja und ca.10 Minuten zum Tatort Sibylle
....in Fellbach wohnte , obwohl er erst ....
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 13.04.2021:Zu ihrem 40sten Geburtstag eröffnete er ihr dass er sich trennen wolle, das war 1991. Er zog 1991 aus dem gemeinsamen Einfamilienhaus in Holzgerlingen aus.
...1991 aus dem gemeinsamen Einfamilienhaus in HolzGerlingen ausgezogen ist?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 21:39
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Nichts ist geklärt, Gonzo.
Ich meinte damit auch eher: die Fronten sind so verhärtet, dass wir nicht mehr weiterkommen.
Es stimmt, den genauen Wohnort M.s 1983+1987 können wir Dir nicht nachweisen.
Allerdings wusste nicht mal seine verlassene Frau, wo er von 1991 bis 1998 wohnte.
Und auch die Ermittlerin konnte das - mit ihren besonderen exekutiven Rechten - nicht herausfinden.
Da allerdings sogar unsereiner mit etwas googelei auf diese Fellbacher Adresse stößt, sollte man meinen, dass diese aus der Vor-Holzgerlinger Zeit stammt.

Der Vorteil beim Streit über Anjas Fall wäre, dass wir da zumindest wissen, dass HM zu dieser Zeit definitiv schon im Raum Stuttgart arbeitete und wohnte.

Ich finde es übrigens gruselig, dass HM sich ab 1991 quasi jeglicher sozialer Kontrolle entzog.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 22:30
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 10.02.2012:überprüfen
die Fahnder 531 junge Männer aus der
Umgebung im Alter von 15 bis 27 Jahren auf
ihre Alibis.
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 10.02.2012:Sie haben ein Täterprofil
erstellt und eine Hypothese erarbeitet.
Danach war der Täter nicht unter 30 Jahre
alt
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 10.02.2012:=> dann hat man damals ja - mit riesigem aufwand - nach dem falschen gesucht... .
Diesem kleinen Ermittlungsfehler, auf den der Diskussionsersteller schon vor 9 Jahren hinwies, sollten wir nun mal begegnen und versuchen eine alternative Tatversion zu erörtern.

Wenn man diesen Schritt geht und sich von der Vater+Sohn+Freund-These verabschiedet - verschwindet, meiner Meinung nach, auch im Fall Anja jegliches offensichtliche Tatmotiv.

Und wir wären dann schon in der Nähe des Mehrfachtäters-ohne-Motiv - des "Unheimlichen" - HM..


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 23:03
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:armleuchter schrieb am 10.02.2012:
überprüfen
die Fahnder 531 junge Männer aus der
Umgebung im Alter von 15 bis 27 Jahren auf
ihre Alibis.

Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 10.02.2012:
Sie haben ein Täterprofil
erstellt und eine Hypothese erarbeitet.
Danach war der Täter nicht unter 30 Jahre
alt

Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 10.02.2012:
=> dann hat man damals ja - mit riesigem aufwand - nach dem falschen gesucht... .

Diesem kleinen Ermittlungsfehler, auf den der Diskussionsersteller schon vor 9 Jahren hinwies, sollten wir nun mal begegnen und versuchen eine alternative Tatversion zu erörtern.

Wenn man diesen Schritt geht und sich von der Vater+Sohn+Freund-These verabschiedet - verschwindet, meiner Meinung nach, auch im Fall Anja jegliches offensichtliche Tatmotiv.

Und wir wären dann schon in der Nähe des Mehrfachtäters-ohne-Motiv - des "Unheimlichen" - HM..
Nee, so einfach ist es dann nicht: der Täter soll nicht nur "nicht unter 30" , sondern auch "positiv besetzt" gewesen sein und dazu Ortskenntnis gehabt haben. Dürfte bei H.M. beides nicht zutreffen.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Ich finde es übrigens gruselig, dass HM sich ab 1991 quasi jeglicher sozialer Kontrolle entzog.
Ich übrigens auch und trotzdem...
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Es stimmt, den genauen Wohnort M.s 1983+1987 können wir Dir nicht nachweisen.
Allerdings wusste nicht mal seine verlassene Frau, wo er von 1991 bis 1998 wohnte.
...ist der Zeitraum von 91-98 ist für diese beiden Fälle vollkommen irrelevant .


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

27.04.2021 um 23:51
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:der Täter soll nicht nur "nicht unter 30" , sondern auch "positiv besetzt" gewesen sein und dazu Ortskenntnis gehabt haben. Dürfte bei H.M. beides nicht zutreffen.
Ja, so lautete wohl damals die Hypothese. Allerdings kann man sich Ortskenntnisse auf verschiedene Arten aneignen, zur Tatzeit offiziell in der Siedlung Muckensturm ansässig zu sein ist dafür nicht notwendig.

Im Prinzip kann jeder Mensch mit persönlichem Bezug zum mittleren Neckarraum die markanten Stäffele dort kennen oder zumindest bereits wahrgenommen haben, beispielsweise während er im Kreuzungsbereich "Obere Ziegelei" verkehrsbedingt wartete.

Die positive Haltung gegenüber dem späteren Täter leitete man wohl einzig daraus ab, dass Anja eine (wie auch immer zustande gekommene) Begegnung auf halbem Heimweg zugelassen hat. Es wurden hier schon mehrere Gründe genannt, warum dies so gewesen sein könnte. Unter anderem, dass Anja in Wahrheit weniger ängstlich war als innerhalb der Familie kommuniziert und deshalb regelmäßig oder zumindest zu besonderen Anlässen (drohende Verspätung) den weniger sicheren Weg wählte.

Man sollte sich also nicht krampfhaft an die Eigenschaft "positiv besetzt" klammern.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

28.04.2021 um 00:11
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Es wurden hier schon mehrere Gründe genannt, warum dies so gewesen sein könnte. Unter anderem, dass Anja in Wahrheit weniger ängstlich war als innerhalb der Familie kommuniziert und deshalb regelmäßig oder zumindest zu besonderen Anlässen (drohende Verspätung) den weniger sicheren Weg wählte.
Ja, gut mitgelesen, denn genau diese Gründe wurden nämlich von mir selbst immer wieder genannt. Andererseits sehe ich nicht den geringsten Grund...
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Die positive Haltung gegenüber dem späteren Täter leitete man wohl einzig daraus ab, dass Anja eine (wie auch immer zustande gekommene) Begegnung auf halbem Heimweg zugelassen hat.
...warum sie die Begegnung mit einem wildfremden Kerl ,der mehr als doppelt so alt war als sie, einfach so "zugelassen" haben sollte?
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Man sollte sich also nicht krampfhaft an die Eigenschaft "positiv besetzt" klammern.
Aber an die Eigenschaft, daß der von der OFA Beschriebene "nicht unter 30" war, sollte man sich dagegen klammern? Hier dreht man sich die Fakten gerade wieder so, wie man sie braucht.

Sorry Jungs, die Täterschaft M.s im Fall Anja ist nichts weiter als an den Haaren herbeigezogen.


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28.04.2021 um 08:10
@JestersTear

Der Täter kann über oder unter 30 Jahre alt gewesen sein.

Er kann ein guter, flüchtiger oder gar kein Bekannter des Opfers gewesen sein.

Es ist auch möglich, dass Anja die scheinbar menschenleere Verbindung zwischen Oberer Ziegelei und dem Muckensturm wählte und dann auf halber Strecke vom Täter überrascht wurde.

Der Täter kann in Tatortnähe gewohnt haben oder weiter entfernt.

Alles ist möglich, nichts ist auszuschließen.

Dass ich auch Personen als Täter in Erwägung ziehe, die im Jahr 1987 bereits über 30 Jahre alt waren, hat nichts mit den Hypothesen der operativen Fallanalyse zu tun.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

28.04.2021 um 09:47
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Dass ich auch Personen als Täter in Erwägung ziehe, die im Jahr 1987 bereits über 30 Jahre alt waren, hat nichts mit den Hypothesen der operativen Fallanalyse zu tun.
Einverstanden.
Alles was du im Beitrag darüber geschrieben hast, könnte so gewesen sein, manches mehr, manches weniger wahrscheinlich.

Falls jetzt deiner Meinung nach die OFA dann aber doch keine Rolle spielen sollte, vergessen wir schnell wieder Gonzos Beitrag von gestern, 22:30 Uhr, der ja mit den Erkenntnissen der OFA argumentierte, die einen....
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Und wir wären dann schon in der Nähe des Mehrfachtäters-ohne-Motiv - des "Unheimlichen" - HM..
...""in die Nähe des unheimlichen H.M.führt."

Und es müsste noch für den Fall nicht ganz unwesentliche Details geklärt werden: woher die DNA-Spur ist, die die Kripo als " DNA des Täters" bezeichnet und die offenbar nicht zu M. passt, wie der als vorher Anja nicht bekannter Einzeltäter diese ganzen Utensilien zum Graben unbemerkt heran-und wieder wegkarrt, warum überhaupt gegraben wurde (hätte aus Sicht von M. keinerlei Sinn gemacht) , warum ohne sexuelles Motiv der Leichnam entkleidet und noch in der selben Nacht Kleidungsstücke auf dem Feld verteilt wurden..

Das Vergraben des Leichnams hätte aus Tätersicht nur Sinn gemacht, wenn er/sie (Plural) gewollt hätten, daß der Mord unbemerkt bleibt. Ein Verteilen der Kleidungsstücke war in dieser Hinsicht vollkommen kontraproduktiv, da die Kripo erst dadurch sicher sein konnte, daß ein Verbrechen vorliegt. Wäre der Leichnam nicht durch Zufall entdeckt worden, würden wir hier noch heute statt eines Mord- von einem Vermisstenfall sprechen. Dann hätte sie, zumindest theoretisch, auch mit einem "... die Stuttgarter Schülerinnen mit Heiratsversprechen gefügig machendem Lehrer..." durchgebrannt sein können, wie uns auch schon mal jemand weis machen wollte.

Dieser Thread war damals der Grund für meine Anmeldung hier. Im Fall Anja bin ich zunächst auch von einem älteren Einzeltäter ausgegangen, habe dann aber im Verlauf der Diskussion von einer anderen Version überzeugen lassen.Man kann aber nicht dort mit OFA argumentieren, wo es gerade in den Kram passt , oder, wenn die eigene Theorie an ihre Grenzen stößt, mit der Irrationalität des Täters kommen.
Die Annahme von "zwei Jugendlichen mit späterem erwachsenen Helfer" ist von Anfang bis Ende logisch. Die Begründung der Polizei, warum man nicht an den Täter herankam, ist nachvollziehbar.Das Kögel-Interview, "... man sei sicher, dem oder den bereits gegenüber gesessen zu haben.." kann so oder so interpretiert werden. Einmal ganz unspezifisch, weil man sowieso alle in Frage kommenden Personen befragt hatte , aber auch in der Art und Weise, daß man einen begründeten Verdacht hatte, aber mangels Konkretem nicht rankam.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Wenn man diesen Schritt geht und sich von der Vater+Sohn+Freund-These verabschiedet - verschwindet, meiner Meinung nach, auch im Fall Anja jegliches offensichtliche Tatmotiv.
Und hier ier wird dann wieder das Pferd vom anderen Ende aufgezäumt. Es wurde nicht von Anfang an in lediglich in eine Richtung ermittelt. Laut der verlinkten Berichte wurde sogar der Vater als eigentliches Ziel in Betracht gezogen.

Am Ende ist die plausibelste Tatversion übrig geblieben.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

28.04.2021 um 11:15
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Hochgerechnet 96 solcher Taten alleine im Stuttgarter Stadtgebiet.

Wieviele in der Metropolregion? 150 vielleicht?

Glaubst du nicht, daß mehr als zwei davon "Messermorde" waren?

80% davon Beziehungstaten? Was ist realistischer ? Eine Beziehungstat im Fall Sibylle ,bzw.ein vielleicht betrunkener/durch Drogen enthemmter Macho , der eine Zurückweisung nicht ertragen kann oder daß ein "sadistischer Psychokiller" auf " Pirsch in der Jagsstraße" ,der aus reiner Mordlust im Rhythmus von 12 Jahren wildfremde Frauen ersticht?
Bei dieser Verzerrung von Fakten würde selbst Trump erröten. Es macht keinen Sinn allgemein die Anzahl Mord/Mordversuche mit vollendeten Frauenmorden mit Stichwaffe ohne erkennbares Motiv zu vergleichen. Du versuchst durch das Einbeziehen von Mordversuchen Stuttgart als South Bronx darzustellen. Das ist natürlich völliger Unsinn.

In Stuttgart gab es in den letzten 5 Jahren genau einen einzigen Fall, in dem eine Frau von einem Unbekannten getötet wurde.
Die anderen vollendeten Tötungsdelikte waren ganz überwiegend Beziehungstaten. Aus diesem Grund liegt die Aufklärungsquote regelmäßig über 90%. https://ppstuttgart.polizei-bw.de/statistiken/ (und das ist auch der Grund warum ich weder bei Anja noch bei Sibylle an Beziehungstaten glaube)

Frauenmorde die keine Beziehungstaten waren, waren auch in den 80ern und 90ern etwas sehr seltenes. Frauenmorde durch Unbekannte mit einer Stichwaffe im öffentlichen Raum erst recht.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Nee, so einfach ist es dann nicht: der Täter soll nicht nur "nicht unter 30" , sondern auch "positiv besetzt" gewesen sein und dazu Ortskenntnis gehabt haben. Dürfte bei H.M. beides nicht zutreffen.
Warum nicht? Du hast doch selbst die Vermutung eingeführt, dass "positiv besetzt" nichts mit "haben sich gekannt" zu tun haben muss. Positiv besetzt kann auch ein auffallend seriös gekleideter Geschäftsmann sein. Bei einem Mehrfachmörder der in der Gartenlaube einen gefälschten Pass und eine falsche Kriminalmarke hatte, kann man auch ganz andere Täuschungsmanöver in Betracht ziehen.
Das Nachtsichtgerät von HM finde ich übrigens auch interessant.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Am Ende ist die plausibelste Tatversion übrig geblieben.
Und nach "dem Ende" stellt sich jetzt heraus , dass im Grossraum Stuttgart (spätestens) seit 1985 ein Mehrfachfrauenmörder gelebt hat, irgendwann sogar mal in Fellbach in Tatortnähe. Da kann man die "plausibelste Tatversion" auch hinterfragen bzw. eine andere Version für plausibler halten.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

28.04.2021 um 12:19
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb am 22.04.2021:Jedenfalls bin ich froh, daß seit der Klarstellung vom Kollegen Ludwig die "Pirsch im Industriegebiet" raus zu sein scheint.
Dort waren selten Frauen um diese Uhrzeit anzutreffen.
Die Pirsch ist keinesfalls raus. Der Tatort liegt auf der Strecke vom McDonalds und der Tankstelle ins Wohngebiet und zur zentralen
S-Bahnhaltestelle für das ganze Gewerbegebiet.
Das ist wie in Münster un Cannstatt: Einerseits einsam und wenig belebt, andererseits mit einer Haltestelle in der Nähe, so dass immer die Chance besteht auf Frauen zu treffen die alleine unterwegs sind.


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