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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.655 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.08.2026 um 11:18
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Ging Sibylle damals allein ins Musicland oder war da noch jemand aus ihrem Bekanntenkreis dabei?
Sibylle war mit ner Freundin im Müsli, sie gingen auch zusammen aus der Disco.

Kommisar Schühlen fahndet im Keller

Mfg M.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.08.2026 um 21:05
Danke für den Link, dann war sie in der Disco in Begleitung einer Bekannten, die eigentlich mitbekommen haben müsste wenn sie dort mit jemand aneinander geraten wäre.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

05.08.2026 um 00:54
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Danke für den Link, dann war sie in der Disco in Begleitung einer Bekannten, die eigentlich mitbekommen haben müsste wenn sie dort mit jemand aneinander geraten wäre.
Dieser Link ist die einzige Quelle zum Fall und wurde jahrelang rauf und runter diskutiert.
Du bist ja auch schon seit Jahren im Thread aktiv, von daher ist es etwas unverständlich,wenn alle paar Monate auf Null zurückgesetzt wird und wieder von vorne beginnt.

Es muss im Musicland keinen Streit gegeben haben.
Trotzdem kann sie einem Täter mit einer gemeinsamen Vorgeschichte dort schon begegnet sein, der dann vorausgefahren ist, weil er wusste, wo sie wohnte .

Oder in der gleichen Bahn mitgefahren und ihr nachgestiegen statt entgegengekommen sein .


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.09.2026 um 13:55
Zitat von blaomatblaomat schrieb am 27.07.2026:
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb am 25.07.2026:Das "La Gatsch" dürfte nach der Tat ziemlich auf links gedreht worden und ein auffälliger Gast der Polizei mitgeteilt worden sein.
Es könnte aber jemand an der Tür abgewiesen worden sein und danach gegangen sein ohne dabei ein auffälliges Verhalten zu zeigen. Dann wär ich nicht mehr sicher ob so einer der Polizei gemeldet worden wäre. Er könnte dann einen Hass auf die Disco gehabt haben und wenn er sich im Bereich des Tatorts aufhielt wäre Sibylle aus der Richtung der Disco gekommen und könnte als La Gatsch Besucherin eingestuft worden sein...

Die Wahrscheinlichkeit für so ein Szenario ist gering, aber völlig ausschließen kann man es mMn nicht.
Die Wahrscheinlichkeit ist 0, weil es im La Gatsch keinen Türsteher gab und man auch mit 4 Promille nicht abgewiesen wurde,


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.09.2026 um 13:59
Zitat von blaomatblaomat schrieb am 27.07.2026:Münster hatte 1983 vermutlich ca 6000 Einwohner, davon waren etwa 3000 männlich. Im passenden Alter von 18 bis 22 Jahren wären es dann nur noch ca. 150 gewesen. Wenn man dann noch die anderen Elemente der Täterbeschreibung rausfiltert, bleiben nicht mehr viele übrig. Da ich davon ausgehe dass sich die Polizei die Männer mit dem passenden Alter mal näher angesehen hat, vermute ich eher einen ortsfremden Täter.

Die Kripo ging ja von Ortskenntnissen aus weil der Täter in die Schussengasse geflüchtet war und es von dort viele Fluchtmöglichkeiten in alle Richtungen gab, aber er könnte den Weg auch genommen haben weil er dort sein Fluchtfahrzeug geparkt hatte.
Die passenden jungen Männer wurden befragt, aber eben ohne Ergebnis. Ob der richtige schon befragt wurde ist ebenso offen wie bei Anja.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.09.2026 um 14:51
Zitat von GranParaisoGranParaiso schrieb am 25.07.2026:Sibylle war 16. Ich bin kein Fan davon, Jugendliche als "attraktiv" zu bezeichnen. Erwachsene
Frauen bezeichnen heranwachsende Jungs auch nicht als attraktiv oder dergleichen, zumindest käme ich nicht auf die Idee und meine Freundinnen und Kolleginnen ebenso wenig. Also, warum machen Männer das ständig bei jugendlichen Mädchen?!! Ist eine rhetorische Frage btw. Ich kenne die Antwort.
Gehts noch :-D ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

03.09.2026 um 20:57
Zitat von aliM.aliM. schrieb:weil es im La Gatsch keinen Türsteher gab und man auch mit 4 Promille nicht abgewiesen wurde,
Wahrscheinlich waren damals Frauen jeden Alters froh, die alleine im Dunkeln von der Haltestelle hoch ins Wohngebiet mussten, wenn sie den Schuppen passiert hatten...

Das Publikum hattest du ja schon damals plastisch beschrieben ;-), aber wie konnte man sich den Laden sonst vorstellen?
Zitat von blaomatblaomat schrieb am 25.07.2026:Laut KI war das La Gatsch eine in den 70er bis 80er Jahren beliebte Disco in Stgt. Münster, die mit dem Slogan "Täglich Tanz ab 19.00h" beworben wurde. Wenn das stimmt hatte die Disco am Tatabend wohl geöffnet.
Ich meine mich an die Ansage von @aliM. zu erinnern, bei dem "Tanz" wäre es eher um Polonäsen nach Blankenese gegangen als um Musik, die Zwanzigjährige mit Matte und in Lederjacke (Beschreibung des Killers) interessiert hätte.

War dort abends die Hölle los ,man sah vor Zigarettenqualm die Hand vor Augen nicht und niemand bekam mit, was die anderen Gäste so taten?

Oder saß so alle drei bis vier Hocker mal eine betrunkene, traurige Gestalt , auf der Tanzfläche vergnügte sich ein einzelnes Best-Ager Paar mit deutschem Schlager und das Personal hatte die Tür im Auge und bekam jederzeit mit, wer kam oder ging ?

Wäre schon vorstellbar, daß ihr jemand nachgestiegen ist, nachdem er das Lokal verlassen hat.

Dagegen spricht der Umstand, daß der von Zeugen beschriebene Killer offenbar nicht in die Location gepasst hat.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.09.2026 um 09:32
@JestersTear

Also zur Örtlichkeit und um sich die beschränkte Grösse vorstellen zu können... Das La gatsch ist heute ein schwäbisches Lokal und ich würde sagen der Grundriss, der Eingang, die Fenster....alles nahezu unverändert. Kann man sich hier eine eindruck machen:

https://www.zombaeckadais.de/galerie/

Innen ist das jetzt rustikal, damals war das im Ibizastyle gestaltet, so
Kategorie Tropfsteinhöhle. Wahrscheinlich hatte sich der Betreiber tatsächlich auf Ibiza inspieren lassen. Am Wochenende war da die Hölle los, sehr viele Jugendliche aus Münster und Umgebung. Mann kann sich das so vorstellen: Abends viele eingeborene Münsteraner in den 20ern 30ern und 40ern. Die Jüngeren und viele 20er gingen in die Stadt - zB ins beliebte Musicland - und stiegen auf dem Heimweg an Sybilles Haltestelle aus und gingen direkt noch auf einen Absacker ins LaGatsch weiterfeiern. Speziell die 16-18Jährigen die um 24 Uhr aus den Discos in der Stadt rausflogen und noch nicht heimwollten, im LaGatsch konnte man auch mit 16 bis 3 Uhr bleiben. Das waren aber natürlich Leute die dannvon dort aus heimlaufen konnten, also auch eher Eingeborene. Frag mich heute wie das ging, ist ja mitten im Wohngebiet.
Musik würde ich mal sagen crossover.

Also die Beschreibung , schlank, Matte, lederjacke hätte da reingepaßt, aus meiner beschreibung geht aber hoffentich hervor dass es da immer gemischter wurde umso später der Abend war. Unter der Woche kann ich mich gar icht erinnern dass da was war. Sonntags denke ich war es zumindes nicht leer, aber halt auch nicht wie Freitag und Samstag.

@blaomat Zu der Anzahl an Männern inm passenden Alter. Das war ja damals quasi Hochphase der Boomer und Münster war der kinderreichste Stadtteil in ganz Stuttgart. Will sagen , es gab schon sehr viele Leute im Alter von Sybille + 15 Jahre aufwärts. Abgesehen vom Lärmschutz wäre so ein Laden wie das La Gatsch heute schon demografisch undenkbar.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.09.2026 um 09:40
Nachtrag zum Publikum: Extremer Männerüberschuss ( viele aus den Sportvereinen, Fussballer, Ringer, Turner) - eine untergegangene Zeit ;-).


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.09.2026 um 11:37
@aliM.

Danke für die wirklich hilfreiche Beschreibung.

Dann hätte der Täter also auch alterstechnisch dort hinein passen können, selbst, wenn er eigentlich von einer Stippvisite aus der Stadt kam und nur noch auf einen..
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Absacker ins LaGatsch
....aufgeschlagen ist.

Hab ich aber richtig verstanden?
Das Klientel kam aus S-Münster bzw. Umgebung und Münster hatte damals ca. 6000 Einwohner?

Ich selbst komme aus dem Stadtteil einer Großstadt, der seinerzeit ca. 40 000 Einwohner hatte und glaube trotzdem, damals zumindest in meiner eigenen Altersgruppe die allermeisten entweder zu kennen oder wenigstens schon mal gesehen zu haben.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Extremer Männerüberschuss ( viele aus den Sportvereinen, Fussballer, Ringer, Turner) -
"Ringer" ist übrigens witzig...

Die "6000 Einwohner" sind ja recht übersichtlich, wenn man Frauen , Greise, Kinder weglässt - es müsste also eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestehen, daß das Publikum an betreffendem Abend zumindest beurteilen konnte, wer Local war und wer von außerhalb kam, falls sich der Killer tatsächlich vorher dorthin verirrt haben sollte.

Oder nach Kenntnisnahme der Täterbeschreibung merkte, daß man "so jemanden" , den man nicht zuordnen konnte, doch im Lokal gesehen hatte.

Ob die im "Verlorene Tochter"-Artikel erwähnten Flugblätter darauf abzielten ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.09.2026 um 17:52
Weiß noch jemand was auf dem Flugblatt stand?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

04.09.2026 um 20:09
Zitat von SulinaSulina schrieb:Weiß noch jemand was auf dem Flugblatt stand?
An genaueres konnte sich leider bisher keiner erinnern:
Es werden Mitschüler des Opfers befragt, Gäste der nahe gelegenen Discothek La Gatsch, auch Mitarbeiter im Musicland. Die ermittelnden Beamten gehen die Namen in Sibylles Adressbuch durch,
besuchen Freunde der Gymnasiastin, setzen 5000 Mark Belohnung aus, überprüfen Verkehrssünder, die in der Nacht geblitzt worden sind. Es werden Flugblätter verteilt, der Text ist in vier Sprachen verfasst.

In Münster tauchen in einigen Briefkästen auch andere Flugblätter auf, die sich als übles Machwerk
erweisen. Der anonyme Verfasser unterstellt den Anwohnern in der Jagststraße, nicht alles getan zu haben, um die Bluttat zu verhindern. Die Nerven liegen blank.
Quelle: https://web.archive.org/web/20120529203308/http://content.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/mordfaelle.pdf


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

05.09.2026 um 20:31
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Die "6000 Einwohner" sind ja recht übersichtlich, wenn man Frauen , Greise, Kinder weglässt - es müsste also eine gewisse Wahrscheinlichkeit bestehen, daß das Publikum an betreffendem Abend zumindest beurteilen konnte, wer Local war und wer von außerhalb kam, falls sich der Killer tatsächlich vorher dorthin verirrt haben sollte.

Oder nach Kenntnisnahme der Täterbeschreibung merkte, daß man "so jemanden" , den man nicht zuordnen konnte, doch im Lokal gesehen hatte.
Also in den 80ern waren das mehr, definitiv über 7000, in meiner Erinnerung über 8000. Damals viele Familien mit vielen Kindern , heute mehr Rentner, daher weniger Einwohner. Und ja das Publikum waren eher Stammgäste und die oben beschriebenen Heimgänger die da sporadisch aufgeschlagen sind. Auswärtige wären da aufgefallen. Insbesondere Sonntags wenn es übersichtlicher war als am Wochenende. In meiner erinnerung hat sich auch immer viel vor der Tür abgspielt, insbesondere in den Sommermonaten. Sonntag abends im Oktober wohl eher nicht.


Noch was zm Durchgangsverkehr: Die Jagststrasse ist eine Einbahnstrasse, die Austrasse in der das LaGatsch ist ebenfalls. Dort gab es nur eine Richtung: Nach Münster hinein. Auch ein Grund dass diese Ecke bei auswärtigen eher unbekannt sein dürfte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.09.2026 um 21:00
Zitat von aliM.aliM. schrieb am 03.09.2026:Die Wahrscheinlichkeit ist 0, weil es im La Gatsch keinen Türsteher gab und man auch mit 4 Promille nicht abgewiesen wurde,
OK, vielen Dank für die LaGatsch Beschreibung, dann kann man meine Türabweisungstheorie vergessen. Das klingt dann eher nach einer mit Ibizastyle und Musik/Tanz aufgepeppten Bar. Gab es um das LaGatsch herum genug Parkmöglichkeiten?

Auch bei 8000 Einwohnern hätte ein Ortsansässiger Täter mMn ziemlich viel Glück gehabt nicht ins Visier der Polizei oder auch Anwohnern geraten zu sein, da es eine gute Beschreibung gab. Ich halte einen Ortsfremden für wahrscheinlicher, evtl. auch einen Besucher eines Ortsansässigen.

Wenn der beobachtete ältere Mercedes zum Fall gehört wäre eine Verfolgung per Straßenbahn mMn unwahrscheinlich, aber leider wissen wir weder ob die Kippenstummel vom Täter waren noch ob der Benz mit der Tat zu tun hatte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.09.2026 um 10:37
@blaomat
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Auch bei 8000 Einwohnern hätte ein Ortsansässiger Täter mMn ziemlich viel Glück gehabt nicht ins Visier der Polizei oder auch Anwohnern geraten zu sein, da es eine gute Beschreibung gab. Ich halte einen Ortsfremden für wahrscheinlicher, evtl. auch einen Besucher eines Ortsansässigen.
Es waren durchaus Ortsansässige im Visier der Polizei, bei mindestens einem war das auch bekannt. Aber scheinbar nicht der Richtige. Ortsfremde mit guten Ortkenntnissen - weil sie Freunde in Münster hatten oder aus sonstigen Gründen ( Um die Ecke ist ein Lokal gewesen, ein Algemeinarzt, ein Altenheim etc...) - kann ich mir gut vorstellen. Was ich mir bei einem Ortsfremden schwer vorstellen kann ist dass da jemand Sonntag abends zufällig am Tatort gewesen sein soll. Wenn es keine Vorgeschichte zwischen dem Täter und Sibylle gab, dann ist ein zufälliges Zusammentreffen in der Strassenbahn m.E. die wahrscheinlichste Variante. Auch wahrscheinlicher als einZusammentreffen vor dem LaGatsch.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.09.2026 um 12:48
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Wenn es keine Vorgeschichte zwischen dem Täter und Sibylle gab, dann ist ein zufälliges Zusammentreffen in der Strassenbahn m.E. die wahrscheinlichste Variante. Auch wahrscheinlicher als einZusammentreffen vor dem LaGatsch.
Was übrigens mMn eine sehr interessante Variante ist.

Die Haltestelle "Aquädukt" ist eine vor "Münster-Rathaus", oder?

Dort scheint die Freundin ausgestiegen zu sein.

Theoretisch ist es möglich, daß sich "die Vorgeschichte" erst zwischen den beiden Straßenbahnhaltestellen entwickelt und dann auf den knapp 200 (?) Metern bis zum Tatort fortgesetzt hat, nämlich in Form einer Anmache, die im Laufe der wenigen verbleibenden Minuten immer aufdringlicher/aggressiver wurde.

Kannst du in etwa einschätzen, wieviele Leute sonntagabend um kurz vor halb elf in solchen Wagons noch gesessen haben könnten?
Kameraüberwachung gab es damals wohl noch nicht.
Hat man einen Passagier finden können, der bestätigte, daß Sibylle alleine ausgestiegen ist?

Ich beziehe mich noch mal auf deine Einleitung "Wenn es keine Vorgeschichte..."

Letztlich glaube ich aber an eine zufällige Begegnung mit Vorgeschichte auf der Straße, weil es mir realistischer scheint, daß ein in seiner "Männlichkeit" gekränkter Täter bei einem ihm unbekannten 16jährigen Mädchen zunächst zugeschlagen statt direkt in Tötungsabsicht zugestochen hätte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.09.2026 um 15:10
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Die Haltestelle "Aquädukt"
Die Haltestelle heißt "Viadukt".
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:ist eine vor "Münster-Rathaus", oder?
Das ist richtig.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.09.2026 um 16:27
Zitat von Alray81Alray81 schrieb:Die Haltestelle heißt "Viadukt".
Ja, Danke...
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Es waren durchaus Ortsansässige im Visier der Polizei, bei mindestens einem war das auch bekannt.
Kannst du dich noch an das Video dieser ZDF "True Crime"-Reihe erinnern, hieß glaube ich "Kommsissar ...? und die Stuttgarter Mädchenmorde", die eigentlich die Fälle Sabine Binder und Liane Höweler vom Frühjahr/Frühsommer 1981 behandelten?

Ich meine, den hättest du sogar selbst verlinkt...

Da zwischen den beiden Taten nur wenige Wochen lagen und die Tatorte im Süden Stuttgarts nicht weit voneinander entfernt, glaubte die Kripo zunächst an einen Zusammenhang.

Laut KI wurde der Mörder von Liane , ein "ortsansässiger Lagerarbeiter", im Frühjahr 1983 festgenommen.

Der ZDF-Beitrag erwähnt lapidar und ohne nähere Erklärung, daß der entscheidende Hinweis auf den Mann eigentlich einem anderen Mordfall galt und aus den Grotjahn-Ermittlungen stammte.

Ist das der Mann, denn du meinst?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 18:05
@JestersTear

Die Freundin stieg Viadukt aus? Hab ich noch nie gehört ist das hier im thread?

Nein, das ist nicht der Täter von Liane, das war einfach ein Jugendlicher aus Münster auf den die Beschreibung zutraf und der auch noch in der Ecke wohnte. Und das wurde halt per Dorfklatsch bekannt. Ich bin mir sicher es gab noch weitere im Visier von denen das halt nicht bekannt wurde. Trotzdem interessant der Hinweis zu Liane!


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

um 18:13
Noch zu Viadukt. Ehrlicher Weise ist mir nicht mal bekannt dass eine Freundin mit in der Strassernbahn war?


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