Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

3.757 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

12.09.2026 um 21:17
@aliM. Da hast du mich noch mal ans Lesen gekriegt ;-)
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb am 03.08.2026:Sibylle war mit ner Freundin im Müsli, sie gingen auch zusammen aus der Disco.

Kommisar Schühlen fahndet im Keller
Im Artikel steht, daß Sibylle mit Freundin den Club zusammen verlassen hat und dann am Rotebühlplatz in die Bahn gestiegen ist. Bin deswegen stillschweigend davon ausgegangen, daß die Freundin mit rein ist, das gibt der Text aber letztlich nicht zwingend her. Theoretisch könnte man sich am Rotebühlplatz auch schon getrennt haben.

Den "Ausstieg Viadukt" hatte ich wahrscheinlich noch im Hinterkopf, weil schon mehrfach erwähnt wurde, daß Sibylle dort auch hätte aussteigen können, das Gelände allerdings im Dunkeln für eine Sechzehnjährige, die alleine unterwegs war, nicht sonderlich einladend schien.
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb am 30.04.2012:sybille hätte zu ihrem wohnort theoretisch an 2 haltestellen aussteigen können,
münster viadukt oder münster rathaus. ausgestiegen ist sie münster rathaus, der rest ist bekannt.
der ausstieg münster viadukt hätte sie durch eine
treppe abseits des wohngebietes
geführt. Diese treppe ist noch deutlich länger und deutlich abgelegener als die treppe im fall anja. M.a.W ein idealer tatort. Sehr wahrseinlich dass sybille diese treppe schon wegen ihres gesunden menschenverstandes gemieden hat
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb am 03.08.2026:Sibylle war mit ner Freundin im Müsli, sie gingen auch zusammen aus der Disco.

Kommisar Schühlen fahndet im Keller
Im Text steht übrigens auch, daß sich niemand der anderen Fahrgäste an einen Begleiter erinnern kann, was dann wiederum diese Frage...
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb am 09.09.2026:Hat man einen Passagier finden können, der bestätigte, daß Sibylle alleine ausgestiegen ist?
...beantwortet.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

13.09.2026 um 11:09
Ich lese den Artikel so, dass Sibylle sich mit der Freundin An oder In der Disko traf, und das sie sich danach dort wieder trennten.
Mit Sicherheit hätte man das Detail einer gemeinsamen Bahnfahrt, von oder bis zu irgendeiner Haltestelle erwähnt, um Zeugen zu finden.
Oder könnte es Gründe geben dies in der Öffentlichkeit nicht zu erwähnen?

Über die Haltestelle Viadukt in die Enzstr. zu laufen, je nachdem wo Ihr Zuhause war, wäre zwar von der Strecke etwa gleich lang gewesen, aber durch den steilen Anstieg und die Treppen Zeitaufwendiger und um einiges "ungemütlicher", vor allem bei Dunkelheit!

(Ich war dort mal unterwegs im Travertinpark, unten bei den Travertinsäulen, und bei der Fa. Steinbau Lauster, da musste ich hoch laufen zur Enzstr.)

Da wählte Sie schon den besseren und "sicheren" Weg und doch wurde Sie so schnell getötet...!

Für mich wusste der Täter genau Wo sie lief und Wann.

Er wusste wie er am schnellsten den Ort verlassen konnte, bei Bedarf!

... er nahm viell. ne Bahn vor Sibylle, stieg am Viadukt aus, an den Sportplätzen hoch, durch die Schussengasse und wartete an der Jagststr., bzw. in diesem ehemaligen Pfarrgarten mit Mönchsbrunnen, Hausnr. 15 ist ja fast direkt davor, und rauchte dann noch die paar Zigis.

Die Möglichkeit mit dem Benz ist für mich wenig Plausibel, mit nem Komplizen nach Münster gefahren (viel schneller wie mit der Bahn von Stuttgart aus), dann aber zu Fuß flüchten? Der Benz wurde gesehen beim wegfahren. Wäre doch einfacher gewesen mit einzusteigen.

Noch etwas, der Weg vom Müsli zur U-Bahnhaltestelle Rothebühlplatz sind auch mind. 10-15 min Fußweg durch das Herz von Stuggi,


In dem Fall Sibylle gibt es einfach so wenig Anhaltspunkte, anders wie bei Anja... und doch sind beide nicht gelöst!

Mfg


1x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

15.09.2026 um 00:57
Vermutlich war der Täter als er in die Schussengasse gerannt war erstmal außer Sichtweite, da hätte er mMn schon unbemerkt in ein Auto steigen können. Vor dem Wohnstift Münster gab es wohl auch Parkplätze, wo man ein potenzielles Fluchtfahrzeug unauffällig abstellen konnte.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

15.09.2026 um 10:39
@blaomat @KuMa99
@JestersTear

Wenn man da geparkt hätte , hätte man auf der Flucht fast wieder den Tatort passieren müssen - ca 20 Meter oberhalb des Tatortes. Nicht nur das, es wäre sicher auch noch sehr auffällig gewesen wenn um diese Uhrzeit überhaupt ein Auto den Parkplatz des Altersheimes verläßt... . Man hätte in der Situation definitiv damit rechnen müssen dass sich jemand das Kennzeichen merkt. Schnell fahren ist in der Ecke auch nicht möglich. Ich denke mal dass jeder Täter, egal ob mit oder ohne Ortskenntnis, in die Richtung Schussengasse gerannt wäre. Jagststrasse runter Richtung La Gatsch wäre heller und die Wahrscheinlichkeit grösser gewesen auf jemand zu treffen. Jagststrasse hoch Richtung Ortsinneres bzw Wohngebiet ebenfalls. Schussengasse war naheliegend, da ist nichts los, es geht ins Dunkle die Treppem runter Richtung Schrebergärten, sozusagen ins Nichts.

Allerdings: Wenn man auf den Treppen jemanden begegnet, z.B. Mitgliedern des Sportvereins, die die Treppen nutzen um vom Sportplatz in den Ort zu gehen, dann kann man sich denen nicht unerkannt entzíehen. Die Treppen waren realtiv eng und m.E. sogar durch eine Mauer begrenzt. Wenn man da jemand begegnet den man kennt - ist man erkannt !

Insofern spricht der Fluchtweg für einen Auswärtigen ohne Kfz. Das widerum läßt sich gut integrieren in die Szenarien mit dem Zusammentreffen in der Strassenbahn ( oder früher) .


1x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

15.09.2026 um 22:55
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Wenn man da geparkt hätte , hätte man auf der Flucht fast wieder den Tatort passieren müssen - ca 20 Meter oberhalb des Tatortes
Ja, aber evtl. war das der Grund warum man ein wegfahrendes Fahrzeug wahrgenommen hatte. Bei den Zeugen müsste es sich mEn um Anwohner gehandelt haben, die nach den Hilferufen auf die Straße kamen und dann vermutlich erstmal bei Sibylle geblieben sind. Von dort aus hatten sie dann die Jagststraße im Blickfeld und auch den Punkt wo die Schussengasse in die Jagststraße mündet. Leider ist nicht bekannt wo genau man das Fahrzeug gesehen hatte.
Zitat von KuMa99KuMa99 schrieb:Oder könnte es Gründe geben dies in der Öffentlichkeit nicht zu erwähnen?
Da fällt mir keiner ein, denke die Freundin war in der Straßenbahn nicht mehr dabei.

Ein kritischer Punkt auf ihrem Heimweg könnte auch die Haltestelle Rotebühlplatz gewesen sein, dort waren in den späten 80ern auch Dealer und Drogenkonsumenten unterwegs, bin mir aber nicht sicher ob das 1983 auch schon der Fall war. Für einen Dealer macht das mitführen eines Messers schon Sinn zum Selbstschutz vor Raubüberfällen oder auch um Haschischplatten in Verkaufsgerechte Stücke zu schneiden. Die Beschreibung des Tatverdächtigen würde meiner Ansicht nach schon ganz gut zu dieser Szene passen.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

16.09.2026 um 13:58
@blaomat

Kannst du mir mal helfen mit der quelle zu dem wegfahrenden Auto ? Guter Punkt mit Haltestelle Rotebühlplatz, hab das auch so in erinnerung dass die "kriminalitätsbelastet" war.


2x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

16.09.2026 um 14:10
Bzgl Rotebühlplatz sagt mir die KI dass es zum Tatzeitpunkt noch nicht den unterirdischen Bahnsteig gab sonder ein Provisorium. Der unterirdische (und später kriminalitätsbelastete Bahnhof) wurde erst am 31. Okt 1983 eröffnet.
Die provisorische Holz-Rampe (1980–1983):Vom Juni 1980 bis Oktober 1983 existierte am Rotebühlplatz (beim Wilhelmsbau) eine markante, provisorische Rampe. Die dortige Haltestelle war komplett in einem charakteristischen Holzdekor gestaltet. Hier fuhren die klassischen, gelben GT4-Straßenbahnen im dichten Takt ein und aus. Mit dem Wegfall der Gleisverbindung zur Königstraße hatte sich das Netz kurz zuvor massiv verändert. [1] (https://online.flippingbook.com/view/684100210/63/)Die Eröffnung der neuen U-Bahn-Station (1983):Am 31. Oktober 1983 wurde die komplett neue, unterirdische Haltestelle Rotebühlplatz feierlich eröffnet. Zur feierlichen Inbetriebnahme durch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) versammelten sich damals über 50.000 Menschen und das SSB-Blasorchester spielte auf. Die alte Holzrampe wurde mit diesem Tag überflüssig und zügig zurückgebaut. [1] (https://www.facebook.com/freeguide.stuttgart/posts/31-oktober-1983-heute-vor-42-jahren-wurde-die-haltestelle-roteb%C3%BChlplatz-er%C3%B6ffnet/1278329884097390/)
Quelle: google KI


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

16.09.2026 um 14:15
die 3 farbigen Bilder zeigen die Haltestelle 1983: https://online.flippingbook.com/view/684100210/63/#zoom=true


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

16.09.2026 um 16:09
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Kannst du mir mal helfen mit der quelle zu dem wegfahrenden Auto ?
Anscheinend hat die Zeitung mit den vier großen Buchstaben diese Geschichte gebracht, die sich wie ein Faden durch den Thread zieht:

Beitrag von Neubeginn (Seite 122)

Interessant finde ich auch, daß das "Stuttgarter Wochenblatt" 1995 von "abgepasst" geschrieben hat.

Beitrag von Bröhminho (Seite 32)


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

16.09.2026 um 22:10
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Kannst du mir mal helfen mit der quelle zu dem wegfahrenden Auto
Leider weiß ich nicht mehr wo ich das gelesen hatte aber es haben ja mehrere Medien darüber berichtet. Die Geschichte mit dem wegfahrenden Auto wird schon stimmen mMn.

Evtl. gab es diese Scene am Rotebühlplatz auch schon vor dem Umbau der Haltestelle, es wäre dann in dem Bereich vermutlich zu einigen Straftaten gekommen und einige wären wohl auch in die Polizeiakten gelangt. Der Gedanke war die Akten von damals mit der Täterbeschreibung im Fall SG abzugleichen falls noch nicht geschehen, aber evtl. werden solche Daten gar nicht so lange gespeichert.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

18.09.2026 um 15:29
@JestersTear @blaomat

Danke , ich hatte noch diesen Heckflossenmercedes im Hinterkopf. Allerdings glaube ich nach wie vor nicht, dass der in der Schussengasse geparkt war, das wäre ja wie in einer Mausefalle. Aber es schient jedenfalls ein von wo aus auch immer wegfahrendes Fahrzeug gegeben zu haben.

Das "abgepasst" scheint mir von der Zigarettenstummeltheorie abgeleitet zu sein.

Bzgl Rotebühlplatz. Da der oberirdisch und ein Provisorium war, denke ich dass es da keine grössere Dogenszene gab . Zu einsehbar, zu viel Baubetrieb etc.

Edit: Habe vorhin die KI zum LaGatsch befragt - ich konnte ihr beim Halluzinieren zuschauen, faszinierend :-D !


2x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

18.09.2026 um 18:13
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Bzgl Rotebühlplatz. Da der oberirdisch und ein Provisorium war, denke ich dass es da keine grössere Dogenszene gab . Zu einsehbar, zu viel Baubetrieb etc.
Ich würde nicht unbedingt ausschließen wollen, daß der Täter mit in derselben Bahn saß, wenn auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit Sybille zusammen, da sich offenbar keiner der anderen Fahrgäste an eine Begleitung erinnern konnte.

Andererseits könnte ich mir aber auch nicht erklären, warum z.B. ein Junkie vom Rotebühlplatz raus in die Peripherie fahren sollte, nur um eine 16jährige scheinbar motivlos zu erstechen ?

Oder war hier der Hintergedanke, daß der Killer selbst auf dem Heimweg nach S-Münster gewesen sein soll ?

Im Zusammenhang mit dem Mercedes hatte ich mir zum gefühlt 835mal den "Verlorene Tochter"-Artikel durchgelesen, der irgendwann in den Jahren 2003-2005 entstanden sein muß.
Damals ging man von der Hypothese aus, daß das Zusammentreffen wohl erst auf der Jagststrasse stattgefunden haben muß.

Glaube ich auch.
Zufällige Begegnung, aber mit Vorgeschichte.
Immer im Hinterkopf habend, daß an diesem Abend in der Nähe des Sportplatzes noch was los war.
Ich bin das Gefühl nie los geworden, daß hier der Schlüssel liegt, auch, wenn die damaligen Ermittlungen in diese Richtung offenbar ergebnislos geblieben sind.


1x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

19.09.2026 um 22:33
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Danke , ich hatte noch diesen Heckflossenmercedes im Hinterkopf. Allerdings glaube ich nach wie vor nicht, dass der in der Schussengasse geparkt war, das wäre ja wie in einer Mausefalle. Aber es schient jedenfalls ein von wo aus auch immer wegfahrendes Fahrzeug gegeben zu haben.
Das Auto könnte evtl. auch im Bereich Jagststr./Am Klosterhof gesehen worden sein. Dann hätte es wohl irgendwo unterhalb der Strasse "Am Klosterhof gestanden. Die Jagststrasse war doch ne Einbahnstrasse wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Jedenfalls glaube ich nicht dass der Täter direkt am Tatort vorbeigefahren wäre.

Wenn man mal von einem auflauernden Täter mit Auto ausgeht, dann wollte er nach der Tat vermutlich möglichst schnell verschwinden noch bevor die Polizei eintrifft und hätte sein Fahrzeug meiner Ansicht nach irgendwo in der Nähe des Tatorts geparkt. Der Tatort war ja eigentlich ziemlich ungünstig gelegen, evtl. hatte er den Ort gewählt weil er von da aus schnell zu seinem Auto kam. Da alles so schnell ging wäre ein Parken in der Schussengasse mMn gar nicht so gefährlich gewesen. Nahe am Tatort aber dennoch außer Sichtweite...
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Andererseits könnte ich mir aber auch nicht erklären, warum z.B. ein Junkie vom Rotebühlplatz raus in die Peripherie fahren sollte, nur um eine 16jährige scheinbar motivlos zu erstechen ?
Nachdem ich mir gestern noch mal alles gründlich durchdacht habe halte ich das auch für unwahrscheinlich. Wenn sie auf dem Heimweg mit jemand aneinandergeraten und dann per Strassenbahn verfolgt worden wäre, hätte der Täter mEn schon kurz nach verlassen der Bahn oder der Haltestelle zugestochen. Bei einem Täter aus der Bahn wäre eine gescheiterte Anmache mMn naheliegender.

Für mich sieht es eher nach einem auflauernden Täter aus wegen der Zigaretten und dem Auto. Denke der Täter ist schnell wieder verschwunden und war dann natürlich wie vom Erdboden verschluckt.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

19.09.2026 um 23:50
Wenn ihr der Täter Sibylle aufgelauert hat, und wenn der Täter sich in Münster so gut auskannte, dass er wusste wo sie vorbeikommen musste, warum hat er sich dann die engste Stelle der Jagststraße ausgesucht, genau vor den Haustüren der Anwohner? Wo er zur Flucht erst bergauf zur Schussengasse rennen muss? Warum wartet er nicht, bis sie an der Einmünung der Schussengasse angekommen ist, da gibt es sogar eine Grünfläche.


2x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

20.09.2026 um 09:21
Zitat von QuironQuiron schrieb:Wenn ihr der Täter Sibylle aufgelauert hat, und wenn der Täter sich in Münster so gut auskannte, dass er wusste wo sie vorbeikommen musste, warum hat er sich dann die engste Stelle der Jagststraße ausgesucht, genau vor den Haustüren der Anwohner?
Mal wirklich rein hypothetisch, wobei ich bekannterweise auch schon länger nicht mehr an den "wartenden Killer" glaube:

Ist es nicht möglich, daß der nicht tatsächlich an dieser von dir als am sinnvollsten erachteten Stelle....
Zitat von QuironQuiron schrieb:Warum wartet er nicht, bis sie an der Einmünung der Schussengasse angekommen ist, da gibt es sogar eine Grünfläche.
....gestanden hat, Sibylle aber umdrehte, nachdem sie ihn dort sah, weil sie wußte, daß es aufgrund einer Vorgeschichte zur Konfrontation kommen wird?

Zuerst noch instinktiv, Sekunden später dann vielleicht mit dem Plan, sich z.B. in die vermeintliche Sicherheit des La Gatsch zu begeben, um von dort ihre Mutter (falls sie die schon zu Hause vermutet hatte) oder sonst wen anzurufen, um sie mit einem Auto abzuholen.

Demzufolge wäre ihr der Kerl bis zum späteren Tatort ein paar Meter tiefer die Straße runter nachgelaufen....


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

21.09.2026 um 23:56
Zitat von QuironQuiron schrieb:Wenn ihr der Täter Sibylle aufgelauert hat, und wenn der Täter sich in Münster so gut auskannte, dass er wusste wo sie vorbeikommen musste, warum hat er sich dann die engste Stelle der Jagststraße ausgesucht, genau vor den Haustüren der Anwohner? Wo er zur Flucht erst bergauf zur Schussengasse rennen muss? Warum wartet er nicht, bis sie an der Einmünung der Schussengasse angekommen ist, da gibt es sogar eine Grünfläche.
Warum der Täter sich den ungünstigen Ort für den Übergriff ausgesucht hatte ist eine der Kernfragen in diesem Fall. Das wäre evtl. auch über den Standort eines Fluchtwagens erklärbar. Vielleicht wollte er den Mord nicht an dieser Einmündung zur Schussengasse begehen weil man von dort aus sein Fluchtfahrzeug im Blickfeld hatte und zu befürchten war, dass man ihn beim Einsteigen ins Auto sieht.

Auch die Hypothese von JestersTear klingt plausibel.

Gibt es nähere Infos zu dieser Veranstaltung in der Nähe der Sportplätze?


2x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.09.2026 um 09:47
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Auch die Hypothese von JestersTear klingt plausibel.

Gibt es nähere Infos zu dieser Veranstaltung in der Nähe der Sportplätze?
Ich zitiere mal den mittlerweile auch schon wieder fast vier Jahre alten Beitrag des geschätzten Users @aliM. , der wirklich im Laufe der Jahre einiges zur Erhellung beigetragen hat. Zumindest für mich ;-)

Zitat von aliM.aliM. schrieb am 22.12.2022:Was ich auch noch erfahren habe : Nicht weit weg vom tatort sibylle ist der sportplatz des tsv stuttgart münster. Dort wurde sonntags nach spielen noch heftig gefeiert, so auch an jenem sonntag. Und die "fussgänger" unter den spielern mussten die treppen hoch die (fast) am tatort enden wenn sie in den ort wollten. Dementsprechend hat die polizei auch diese klientel genau befragt, nicht nur die lagatsch gäste. Abgesehen davon gab es zwischen diesen beiden Gruppen an anderen tagen grosse schnittmengen.



melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.09.2026 um 13:59
Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich halte den Täter deswegen nicht automatisch für einen damaligen Spieler dieses Vereins.

Amateurfussball ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens eines Dorfes oder eben auch des Stadtteils einer Großstadt. An den von @aliM. beschriebenen "heftigen Feiern" nahm oft so ziemlich alles teil, was irgendwie irgendwas mit dem Vereinsleben zu tun hatte: die Spieler samt Partnerinnen, vom Präsidenten über die Trainer bis runter zum Platzwart, Zuschauer, die nicht selten Bekannte, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen der Spieler waren, Leute, die das in der Regel frei zugängliche Vereinsheim unabhängig vom Sport als ihre Stammkneipe auserkoren hatten bis hin zu denen, die am betreffenden Abend einfach nur "mal gucken wollten, was da unten noch so los war".

Muß man mir einfach mal glauben: ich kenne mich sehr gut im Fußball der frühen 1980er Jahre aus. Das Umfeld war oft nicht nur wie sowieso allgemein bekannt gewalttätig, sondern auch ziemlich sexistisch.

Ich hatte hier im Thread schon mal ausführlicher beschrieben, warum mich ausgerechnet dieser, in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsente Fall in dieses Forum geführt hat.
Ein Aspekt: der Versuch zu verstehen, warum eine unbescholtene 16jährige , die um 22:25 Uhr eine Straßenbahn verläßt , anschließend eine Hauptstraße überqueren muß und noch sportliche 150-200 m bergauf läuft, drei Minuten später um 22.28 niedergestochen und tödlich verletzt wird.

An den Thrill-Killer, der einfach nur jemanden töten wollte, kann ich nicht glauben, zumindest nicht an diesem Ort an diesem Wochentag um diese Uhrzeit.

Bliebe einerseits, entstanden durch die Zigarettenstummel, die Hypothese vom "wartenden Täter" mit gemeinsamer Vorgeschichte, denn warum hätte er sonst warten sollen ?
Dafür spricht, daß er ein Messer trug und gleich viermal zugestochen hat.

Beitrag von Bröhminho (Seite 32)

An eine Situation, die sich in kürzester Zeit so hochschaukeln kann, daß einer der beiden Beteiligten ein Messer zieht und gegen ein Mädchen einsetzt, glaube ich auch nicht. Der "Affekttäter" wäre mMn nach ein oder zwei Stichen schon so über sich selbst erschrocken gewesen, daß er entweder abgelassen und sofort getürmt oder sogar am Tatort zurückgeblieben wäre.

Würde andererseits Alkohol als enthemmender Faktor bleiben. Nicht so sturzbetrunken, daß keine Flucht mehr möglich ist, zumindest aber soviel, daß sich angestaute Aggressionen sofort entladen können. Und dann kommen wir wieder entweder zum La Gatsch oder eben alternativ zur Feier im Umfeld des Vereins inklusive Sexismus beim Fußball.


3x zitiertmelden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.09.2026 um 14:10
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:alternativ zur Feier im Umfeld des Vereins inklusive Sexismus beim Fußball.
Ich korrigiere mich noch mal: damaliger Sexismus beim Fussball. Heute hat sich gottseidank einiges in der Hinsicht verändert.


melden

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

22.09.2026 um 14:50
Eine Frage ,die ich habe ist
Warum ist Sibylle überhaupt noch weggegangen?
Es war der Abend der Politik und ich glaube sie war recht Politik interessiert

Vielleicht wollte sie im Musicland jemanden treffen
Es klingt ein bisschen wie bei Anja, die vielleicht auch jemand treffen wollte

Vom Sportplatz kann man die Bahn vorbei fahren sehen, aber ich glaube das ist vermutlich zu weit weg
um schnell oben zu warten


2x zitiertmelden