Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987
gestern um 15:32Mann muss für die Nichtstuttgarter dabei folgendes erwähnen: Aus der City heraus fahren die Linie 2 ( zum Muckensturm) und die Linie 14 (nach Münster) relativ weit dieselbe Strecke. Wenn man nach Neugereut wollte konnte man ohnehin beide Linien nehmen. Wenn man zum Muckensturm wollte konnte man bis zur Haltestelle "mineralbäder" auch die 14 nehmen und dort in die 2 umsteigen.JestersTear schrieb:Wenn wir den Täter mal nicht am Tatort warten lassen, sondern stattdessen, egal ob zufällig oder nicht zufällig, mit in der Bahn sitzen, z.B. mit dem Fahrtziel Muckensturm-Siedlung.
Er kam gerade aus der Stadt oder eben auch aus dem Musicland, kannte Sibylle schon flüchtig, oder hat sie im Tanzschuppen getroffen.
Sie gefällt ihm und deshalb fährt er nicht weiter, sondern steigt Münster-Rathaus mit aus.
Er wird schon kurz danach aufdringlich, bzw. übergriffig.
S. geht schnell, in der Hoffnung, ihn abzuschütteln, was erklären würde, warum in den drei Minuten zwischen Ausstieg und dem Mord schon ein gehöriges Stück Strecke zurückgelegt wurde.
An "dieser Stelle mit Gebüsch", die @aliM. heute morgen beschrieb und dort, wo die Straße eng und unübersichtlicher wird, zieht er, mit dem Ziel, sie ruhig zu halten und gefügig zu machen ein Messer, weil er auf einvernehmlichen Weg nicht bekommt, was er will.
Er erreicht mit dem Messer das Gegenteil. Sie schreit und rennt und das Geschehen "verlagert sich", wie heute morgen beschrieben wurde, was den eher ungewöhnlichen Tatort "vor einer Eingangstür" (?) erklären würde. Vielleicht suchte sie dort Schutz.
Für das Zustechen gäbe es dann mehrere Erklärungen. Vielleicht Wut, vielleicht zur Verdeckung, weil sie ihn hätte zuordnen können.
Er rennt die Schussengasse runter Richtung Muckensturm.
Wir wissen, was dort vier Jahre später einem anderen Mädchen , das abends auf dem Heimweg war, passierte.
Das paßt zu @JestersTear : Wenn jemand aus der Stadt kam und zum Muckensturm wollte konnte er auch die Line 14 nehmen, zB weil ihm Sibylle an der Haltestelle oder erst in der Strassenbahn aufgefallen war ( ggf kannte er Sybille vom sehen her , vom Schicki oder vom Musicland ). Wenn er Sybille besonders interessant fand konnte er dann aufs Umsteigen verzichten und in der Linie 14 bleiben. Dann kann es gewesen sein wie beschrieben: Verfolgen von der haltestelle an, Übergriff an der geeignetsten Stelle auf Höhe der Parkplätze, Verlagerung und Eskalation bei der Hausnummer 15 : Dann Flucht Richtung Schussengasse die Stäffele runter Richtung Muckensturm. Wenn man rennt ist man da in 15 Minuten zu Hause. Das könnte die erste Tat gewesen sein und Anja die nächste.
@KuMa99
Die Jagststrasse ist schon ab den LaGatsch bis ganz nach oben Einbahnstrasse und das war auch 1983 so.
@blaomat
Korrekt die Stelle an den Parkplätzen ist nicht die geeignetste die man sich vorstellen kann. Aber es ist die geeignetste auf der Strecke von der Haltestelle zu Sibylles Wohnort. Und es ist die erste Stelle auf der es auf einer Seite richtig dunkel ist und ohne Wohnhäuser. Wenn sie ungeplant verfolgt wurde war das die logische Stelle für den Täter um aktiv zu werden. Und der finale Tatort ist nur 15 Meter weiter oben.

