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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

2.921 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Messer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 15:17
@armleuchter: Genau, hier passt nichts zusammen.
Auch zeitlich nicht: Warum sollen gegen 21. 30 Uhr zwei Leute zur Bushaltestelle rennen (wo weit und breit keine Anja zu sehen ist), und Anja noch um 21. 31 Uhr mit einem Begleiter am Kursaal stehen?

Man hätte beim Kursaal noch zu dem Gefährt laufen müssen (ob PKW oder Motorrad), einsteigen, zum Ziel fahren, das Transportmittel irgendwo abstellen (wo?), mit Anja diskutieren ob man zusammen hochläuft oder nicht, ein Stück durch den Weinberg laufen, auf den anderen treffen und Anja angreifen. Um 21.40 kam der Schrei. Das sind 9 Minuten von der Haltestelle Kursaal aus.

Und wenn Anja im Auto oder als Sozia mitgenommen wurde und der Fahrer kein "heimlicher Freund" sondern ein Bekannter, Nachbar etc. war: Wie erklärt er ihr, das er sie nicht bis vor die Haustür fährt oder zumindest oben absetzt. Er kann doch denselben Weg wie der Bus fahren, Fahrdauer ist nur 1 Minute, schrieb hier mal ein Ortskundiger.
Es gibt nur 4 Möglichkeiten:

1. Zeuge "Kursaal, kurz nach 21.30 Uhr" irrt sich in der Zeit.
2. Der fragliche Täter war nicht motorisiert.
2. Der Betreffende war motorisiert, sollte aber auch nach Anjas Willen von den Nachbarn/Eltern nicht gesehen weerden ("heimlicher Freund").
3. Anja war um 21.40 Uhr nicht in den Weinbergen, der Schrei kam von jemand anderen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 15:22
@Burgunder
Zitat von BurgunderBurgunder schrieb:und Anja noch um 21. 31 Uhr mit einem Begleiter am Kursaal stehen?
Zum Zeitpunkt 21.31 Uhr wurde kein Begleiter mehr erwähnt. Der Begleiter wird lediglich vom 21.16-Uhr-"Hallo"-Zeugen erwähnt, spätere Zeugen sahen wohl nur sie alleine (wann auch immer das genau war).


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10.01.2013 um 15:42
@cariboo: Vielen Dank, dann habe ich das durcheinandergebracht!


Gut, wenn Anja um 21.31 Uhr alleine war, macht eine Mitfahrgelegenheit oder der "Hallo"- Mann als heimlicher Freund ja gar keinen Sinn mehr, dann wäre sie um 21.16 Uhr schon mit ihm gegangen. Außer man hätte bewusst verabredet, dass sie die Bahn nimmt und er schon fährt, um nicht länger zusammen gesehen zu werden. Oder doch ein flüchtiger Bekannter. Wenn der sie aber zufällig getroffen hat, hätte er die Tat doch nicht so spontan durchziehen können, v.a. nicht auch noch jemand anderen auftreiben können.

Die Einzeltäter-Hypothese drängt sich mir immer mehr in den Vordergrund.


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10.01.2013 um 16:04
Noch ergänzend vielleicht Phantasiehypothese Nummer 8:

Es waren weder ein noch zwei, sondern insgesamt drei Täter. Eine Frau und zwei Männer.
Der Tatort, von dem abgelenkt werden sollte, ist nicht der Muckensturm, sondern Nähe Kursaal.
Zum verabredeten Zeitpunkt stellt sich die Frau auf den Weinbergweg und schreit, damit etwaige Zeugen denken, Anja wurde dort entführt.
Einer der Täter ermordet Anja anderswo ( im Auto? Parkplatz Kursaal? Kurpark?) und bringt sie später in der Nacht zum Vergraben ins Gartengrundstück.

Noch perfider als die restlichen Hypothesen, und ebenso unwahrscheinlich. Motiv wäre dann Neid, Eifersucht, Rache, in diese Richtung was.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 16:57
@Burgunder
@cariboo

Man kann das schon hinbiegen. An der haltestelle kursaal direkt geht keine durchgangsstrasse vorbei. Möglich wäre es dass ein bekannter/heimlicher freund sie 21.16 an der haltestelle trifft bzw dass man verabredet war.
dann hat er sich rückversichert dass anja bis 22:00 uhr zeit hat und diese mit ihm für einen "mondscheinspaziergang" durch die weinberge nutzen würde. Dann geht er nochmal weg um sein zweirad zu holen. In dieser zeit wird anja alleine gesehen. Gegen 21.30 holt er sie als sozia ab und wäre dann gegen 21:35 in der nähe obere ziegelei gewesen. Dort kann man das zweirad unauffällig zB im zuckerleweg abstellen und von dort aus in die weinberge laufen (wenn man das aus vorgeblich romatischen gründen möchte - ansonsten macht es natürlich keinen sinn sie nicht bis nach hause zu fahren!)
Zitat von BurgunderBurgunder schrieb:2. Der Betreffende war motorisiert, sollte aber auch nach Anjas Willen von den Nachbarn/Eltern nicht gesehen weerden ("heimlicher Freund").
.

jetzt kann man - wenn man alle zeugenaussagen glaubt - die 1 bis 2 komplizen auf den stäffele warten lassen bis anja mit "freund" kommt oder von der einzeltäterhypothese ausgehen. Ab dem zeitpunkt an dem anja mit begleiter die abzweigung zu dem wegchen zum tatort erreicht habe ich eine recht klare vorstellung.

edit: hypothesen 7 und 8 halte ich für noch unwahrscheinlicher.... .
.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 17:30
Schön zu sehen, dass der Thread doch noch lebt! :-)

Herzlich willkommen, den neu hinzugestoßenen!
Es waren eine Menge guter Überlegungen in den Beiträgen der letzten Tage.

Ich persönlich sehe auch eher einen Einzeltäter und auch weiterhin eine starke Verbindung zu dieser heimlichen Schwärmerei.

Zu @armleuchter Frage bzgl. des Tores am Weg:
Dieses muss nach der Tat angebracht worden sein.
Auf der XY-Fan-Seite sind Bilder zu sehen, auf denen der Weg ohne Tor zu sehen ist. Auch sind die damaligen Straßenbahnen und auch die im Rückbau befindlichen Gebäude am Beginn des Weges zu sehen.
Ich vermute, dass nach dem Fall viele Schaulustige und Hobbydetektive sich in dem Bereich herumgetrieben haben, nachdem die Örtlichkeiten im Rahmen der Presseveröffentlichungen bekannt wurden. Das Tor ist auch heute noch abgeschlossen!

Ich finde das Szenario von @armleuchter am plausibelsten, auch wenn ich mir weiterhin damit schwer tue, dass die notwendigen Grabungsarbeiten in dieser Nacht vonstatten gegangen sein sollen.
Ich halte es mittlerweile für denkbar, dass die Leiche irgendwo in den Gärten/Büschen in der Nacht versteckt wurde und evtl. erst einen Tag später (Samstag) erst das Grab ausgehoben wurde.

Auf die Idee kam ich, als ich über einen weiteren Mord in Stuttgart gestolpert bin, der eine Reihe frappierender Parallelitäten aufweist:
- Großraum Stuttgart, Aussenbezirk
- Geplanter Übergriff auf ein Mädchen ohne direkte Tötungsabsicht
- Dann ungeplante Tötung durch Angriff auf die Atmungsorgane (ersticken / erwürgen)
- Vergraben der Leiche (mit Zeitversatz)
- Alter im Jahr 1987: 22 Jahre

http://www.rp-online.de/panorama/ich-musste-sie-toeten-1.2054159

Ich gehe aber davon aus, dass verurteilte Mörder in den DNA-Datenbanken gespeichert sind...

Falls jemand von den Neuen weiss, wo seinerzeit dass Gedenkkreuz angebracht worden war, könnte sich die Annahme bzgl. des Fundortes evtl. bekräftigen lassen.

Ping


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 18:24
@Positronium
Danke für deine Genauigkeit beim Auswerten der Artikel.
Ich glaube, du hast Recht, und die Sache sieht nun etwas anders aus.

Aber irgendwie will mir nun auch keine hundertprozent schlüssige Ablaufvariante einfallen. Wie man es dreht und wendet, es passt nie ganz - wie ihr auch schon erwähnt habt.

@Burgunder
Du brachtest gestern die Diskussion über ein mögliches Motiv ins Spiel, erwähntest auch Anjas Andeutungen gegenüber ihrer Freundin ("ein bisschen verliebt"). Das könnte wirklich wichtig sein.

Bei der Suche nach einem Motiv muss man ,so finde ich, in diesem Fall eine Sache ganz besonders mitberücksichtigen: Die Schnelligkeit, mit der Anja getötet wurde.
Um viertel nach 9 verabschiedet sie sich von ihrem Begleiter, wird danach noch angesprochen, wird noch kurz vor 21.30 am Kursaal gesehen und wird 10 MINUTEN SPÄTER GETÖTET!

Berücksichtigt man die Fahrtzeit bis zum Muckensturm, dann muss man annehmen, dass sie UNMITTELBAR nach ihrer Ankunft getötet wurde.
(das war übrigens auch bei Sybille so, kurz nach dem Ausstieg die Tötung)

Auf welches Motiv lässt so eine Vorgehensweise schließen? Eine versuchte Vergewaltigung von ein oder zwei Tätern, die dann entgleitet? Ich weiß nicht so recht. Ich denke, hier gab es eine starke Tötungsabsicht (auch wg. der zwei Arten: Erwürgen u. Stiche)

Bei einem, wie du sagst älteren/gebundenen oder sonstwie "unpassenden" Mann könnte man sich ein Motiv schon vorstellen.

Rein bauchmäßig denke ich eigentlich immer an einen (persönlichkeitsgestörten, evtl. psychopathischen) Einzeltäter, evtl. Serientäter, auch wenn einige Zeugenaussagen auf etwas anderes hindeuten. Das schnelle Töten und die Auffälligkeiten beim Vergraben und die Zerschnipselorgie der Kleidung (Habt ihr schonmal versucht, einen Mantel oder Ledermokkasins zu zerschneiden?) spricht für einen Täter, der nicht richtig tickt, und weniger für zwei Jungs, die sich spontan entschließen, ein Mädchen zu vergewaltigen.
Aber ich kann mich irren. Es gibt ja nichts, was es nicht gibt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 18:53
@ping

Auch dir vielen Dank für die nette Begrüßung!

Zu den Örtlichkeiten (Standort Gedenktafel) kann ich leider nichts sagen, da ich ortsfremd bin.
Bei der Gelegenheit: Hat jemand schon nähere Informationen zu der zweiten Gedenktafel?

Ein späteres Vergraben erscheint mir persönlich unplausibel, da der Vergrabeort so dicht an der unmittelbaren Suchstrecke lag. In den folgenden 2 Tagen nach dem Verschwinden dürfte das Polizeiaufgebot in der Gegend und auch die Achtsamkeit der Anwohner immens gewesen sein.

In einem 10 km entfernten Waldstück könnte ich mich mit dieser Variante schon eher anfreunden ...

@chianti
Zitat von chiantichianti schrieb:Das schnelle Töten und die Auffälligkeiten beim Vergraben und die Zerschnipselorgie der Kleidung (Habt ihr schonmal versucht, einen Mantel oder Ledermokkasins zu zerschneiden?) spricht für einen Täter, der nicht richtig tickt, und weniger für zwei Jungs, die sich spontan entschließen, ein Mädchen zu vergewaltigen.
Genau das ist bei diesem Fall so rätselhaft!

Aber egal, ob geplant-überlegt oder hektisch-naiv, der oder die Täter blieben bislang unentdeckt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 20:19
Zitat von chiantichianti schrieb: schnelle Töten und die Auffälligkeiten beim Vergraben und die Zerschnipselorgie der Kleidung (Habt ihr schonmal versucht, einen Mantel oder Ledermokkasins zu zerschneiden?) spricht für einen Täter, der nicht richtig tickt, und weniger für zwei Jungs, die sich spontan entschließen, ein Mädchen zu vergewaltigen.
.
Man kann natürlich einwenden ,dass eine versuchte Vergewaltigung aus dem Ruder läuft. Anja in Höhe der Abzweigung liess sich nicht einschüchtern wie geplant ,obwohl mit Stichwaffe bedroht und begann zu schreien . Dann als Reaktion festes Zudrücken um weiteres Schreien zu verhindern und Ermordung , schätze mal etwa 5 Minuten für die Tat. Das ist alles noch im Bereich des Möglichen ,ohne dass es einen Psychopathen voraussetzt,der auf sein Opfer lauert und nur morden will. Auch die Stichverletzungen deuten auf einen Kampf hin ,so ein Psychopath hätte sich wahrscheinlich schon im Vorfeld mit einem geeigneten Messer versorgt und wie im Fall Sybilke direkt zugestochen und Anja mit dem Messer auch ermordet.
Daher denke ich persönlich eher ,dass diese Stuchverletzungen eher Anja "motivieren " sollten mitzumachen und diese weil sie schrie erwürgt wurde. Das halte ich in meiner Vorstellung für das wahrscheinlichste Szenario.

Ich denke ,die Idee mit dem heimlichen Schwarm hat einen Charme. Vielleicht hat jemand die Schwärmerei des Mädchens für einen Bösen Plan ausgenutzt oder eine Verabredung zum Mondscheinsoaziergangals Einladung interpretiert. Je mehr ich darüber nachdenke ,desto weniger glaube ich ,das das Treffen an der Haltestelle mit dem Unbekannten ein Zufall war. Wir wissen ja auch nicht ,ob die Haltestelle nur ein Treffpunkt war und Anja von vornherein dort jemand erwartete. Immerhin hat sie niemand mehr in der Bahn gesehen . Hätte sie sich nur kurz verquatscht ,wäre sie doch in der Bahn aufgefallen . Es sei denn ,sie hat als einziger Passagier den Wagen hinten genommen. Wenn sie aber so vorsichtig war ,wäre sie kaum allein hinten eingestiegen...


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 21:32
Das mit dem Messer ist auch so eine ungeklärte Sache. Wir sind hier bisher von einem Messer ausgegangen, weil die Kleidung stark blutverschmutzt gewesen sein soll und in einem Artikel stand was von Stichverletzungen. Die Polizei hat aber nie was von einem Messer erwähnt - warum?
Hier wurde plausibel vermutet, dass der Täter eine andere Stichwaffe dabei hatte, die so spezifisch ist, dass die Polizei diese als mögliche Spur betrachtet hatte.

Wenn der Täter aber Anja geplant in Schach halten wollte, dann nimmt er doch am ehesten ein Messer mit, nicht ein anderes spitzes Ding, das in der Dunkelheit nicht sofort als Waffe identifiziert werden kann und auch noch ungewöhnlich ist. Noch so eine Merkwürdigkeit.

Ich hänge der Theorie vom heimlichen Freund an, aber ob das plausibel ist, hängt sehr von den genauen Abläufen ab, die in den Artikeln und im Aktenzeichen-Film komplett anders dargestellt werden:

Im Film muss Anja um 22 Uhr zu Hause sein, eine Verabredung für 21.15 Uhr an der Haltestelle Kursaal würde dann Sinn machen. Hätte sie bereits 21.30 Uhr zuhause sein müssen, wie in sämtlichen Zeitungsartikeln steht, hätte ein geplantes Treffen nur zu einem früheren Zeitpunkt Sinn gemacht- etwa gegen 21 Uhr. Anja kam tatsächlich kurz nach neun an der Haltestelle an.

Dann wäre der Mann aber mit einer Viertelstunde Verspätung eingetroffen. Er könnte dann zwar "freudig überrascht" gewesen sein sie noch anzutreffen. Aber wieso geht er das Risiko ein, sie zu verpassen, wenn er sie definitiv an diesem Abend töten wollte?

Wäre Anja um 21.15 Uhr in die Bahn gestiegen, wäre sie schon 21.20 Uhr beim Bus gewesen, oder? Dann wären auch die beiden an der Haltestelle zu spät gekommen, um noch auf sie zu treffen. Die konnten doch nicht wissen, wann die Anja mit dem Begleiter kommt und hätten spätestens viertel nach neun bei den Treppen warten müssen. Oder gab es öffentliche Telefonzellen am Kursaal und in der Nähe der Bushaltestelle?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

10.01.2013 um 22:05
Wenn er berufstätig war und Freitags bis spät abends arbeiten musste, hätte er gegen eine Verspätung evtl. nichts machen können.
Geschäfte hatten damals noch nicht so lange offen. Was ist aber z.B. mit dem in der Nähe des Kursaals gelegenen Schwimmbades (Leuze)?
Masseure und Bademeister oder wie die Berufsgruppe heißt, haben auch allerlei Gerätschaften mit denen sie arbeiten. Gestern war ich schwimmen und sah so jemanden mit einer Art Schaufel rumlaufen, wozu immer er sie brauchte.
Falls Anja regelmäßig schwimmen ging, hätte sie ihren Schwarm auch im Schwimmbad kennenlernen können...
Aber so kann es eben mit vielen Berufsgruppen sein.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 01:43
Hallo zusammen!
Armleuchter am 10.01.2013 um 14:52:

2. Anja läuft vom kursaal aus (in begleitung) : paßt nicht in den
zeitlichen rahmen wenn sie gegen 21:30 noch am kursaal gesehen
wurde... .
cariboo am 10.01.2013 um 15:13:

Im Fall der Wartenden ist die Theorie mit dem Gehweg für mich immer
noch möglich, im Fall der einfahrenden Straßenbahn schließe ich sie
leider aus. :-(.
Burgunder am 10.01.2013 um 21:32:

Wäre Anja um 21.15 Uhr in die Bahn gestiegen, wäre sie schon 21.20 Uhr
beim Bus gewesen, [...]
SN/1987-05-05: "[...], als sie von einem Konfirmandentreffen der
Luthergemeinde zur Haltestelle Kursaal ging. Das war gegen 21.10
Uhr. Rund 20 Minuten hat Anja Aichele dann auf die Straßenbahn
gewartet, [...]"

Auch wenn Zeitungsartikel bezüglich solcher Details mit einer gewissen
Vorsicht zu genießen sind, ist dies dennoch ein weiterer Hinweis
darauf, daß sich Anja um ca. 21.30 Uhr noch an der Haltestelle
"Kursaal" aufgehalten hat. Man beachte, daß zwischen o.g. Artikel und
XY/1988-01-15 mehr als acht Monate liegen, in denen im Hinblick auf
diesen Punkt offensichtlich keine anderen Erkenntnisse gewonnen
wurden.

Grüße

Positronium


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 02:19
Hallo zusammen,

vielleicht kann jemand bei folgenden Fragen weiterhelfen:

(1) Am Eingang zur Tanzschule "Schicki" in der Schmidener Straße 38
sind zwei Schaukästen zu sehen:

https://maps.google.de/?ll=48.809979,9.221038&spn=0.000293,0.000596&t=h&layer=c&cbll=48.809979,9.22091&panoid=8gGRDOAQ1PvM4-ZJZYeS_A&cbp=12,150.99,,1,2.62&z=21
https://maps.google.de/?ll=48.809926,9.220818&spn=0.000293,0.000596&t=h&layer=c&cbll=48.809926,9.220818&panoid=dKiN2IRQyhQoTJ8urSNm6g&cbp=12,105.92,,2,1.06&z=21

Hat es solche Schaukästen bereits 1987 dort gegeben?

(2) Laut XY/1988-01-15 fuhr um 21.42 Uhr ein Bus an der Haltestelle
"Obere Ziegelei" ab, mit dem Anja zur Haltestelle "Muckensturm"
hätte fahren können. Ist in der Zeit zwischen 21.19 Uhr und 21.42
Uhr an der Oberen Ziegelei noch ein weiterer Bus Richtung
Muckensturm abgefahren?

Der Hintergrund dieser Fragen ist folgender: Wenn Anja selbst bei
Benutzung der früheren Straßenbahn erst um 21.42 Uhr per Bus
weitergekommen wäre, hat sie es möglicherweise vorgezogen, bei mäßigem
Wetter eine Viertelstunde länger am Kursaal zu warten statt über
zwanzig Minuten an der Oberen Ziegelei. Diese Zeit hätte sie für einen
Gang zur nahegelegenen Tanzschule nutzen können. Damit würde folgender
Ablauf am Kursaal nachvollziehbar bzw. sogar ein Stück weit
naheliegend erscheinen:

- Anja entschließt sich, die frühere Straßenbahn auszulassen, und geht
stattdessen zur Tanzschule; dabei wird sie zumindest von derjenigen
Zeugin gesehen, die sich nach Ausstrahlung des XY-Beitrags meldet
[SZ/1988-01-17].

- An der Tanzschule wirft Anja lediglich einen Blick in die
Schaukästen. In der Prä-Internet-Ära wäre dies das Mittel der Wahl,
um sich z.B. über anstehende Veranstaltungen zu informieren, sofern
man ohnehin in der Nähe ist und sich die Zeit dazu nehmen kann. Da
sie in wenigen Minuten wieder an der Haltestelle sein muß und ein
Gespräch mit den Anwesenden in der Tanzschule womöglich zu lange
dauern würde, geht Anja nicht hinein und wird daher auch von
niemandem in der Tanzschule bemerkt, obgleich sie dort bekannt ist
[SN/1988-01-18].

- Anja begibt sich zurück zur Haltestelle und wird dort kurz vor
Abfahrt der späteren Straßenbahn um 21.31 Uhr von mehreren Passanten
gesehen [XY/1988-01-15].

Um nicht mißverstanden zu werden: Dies soll keine Spekulation
darüber sein, was sich an der Haltestelle "Kursaal" tatsächlich
zugetragen hat; es geht - wie gesagt - nur um die Frage, ob der
Ablauf nachvollziehbar ist (Schaukästen) und eventuell sogar ein
naheliegender Grund dafür bestand (Abfahrtszeiten).

Die beiden obigen Fragen richten sich natürlich vor allem an
zeitgenössische Ortskundige, insbesondere @armleuchter, @Bröhminho und
@JonaVark. Kann sich jemand von Euch an Schaukästen am Eingang der
Tanzschule erinnern? Erinnert sich noch jemand an die Abfahrtszeiten
der Busse an der Oberen Ziegelei oder kennt Ihr jemanden, der das
wissen oder recherchieren könnte, z.B. Mitarbeiter der SSB? Hat jemand
noch Fahrpläne aus dieser Zeit?

Die Abfahrtszeiten der Busse sind noch aus einem anderen Grund von
Belang: Entgegen XY/1988-01-15 ist u.a. in SZ/2005-10-29 zu lesen, daß
Anja um 21.30 Uhr zu Hause sein wollte. Hierfür hätte sie jedoch nicht
nur die frühere Straßenbahn nehmen müssen, sondern es wäre auch die
Abfahrt eines Busses an der Oberen Ziegelei deutlich vor 21.30 Uhr
nötig gewesen. Gab es tatsächlich eine solche Fahrt oder ist diese
Zeitangabe eher schlecht recherchiert bzw. falsch wiedergegeben?

Nebenbei:
Armleuchter am 10.02.2012 um 14:26:

Schicki micki war das keinesfalls :-) der inhaber hieß schicklgruber,
da hörte sich schicki halt etwas moderner an ;-).
@armleuchter: Laut http://www.tanzschule-schicki.de wurde die
Tanzschule 1960 von Kurt Schicki gegründet und ist heute in
nachfolgender Generation noch immer inhabergeführt. Hast Du Dich mit
"Schicklgruber" bloß vertan oder geht es noch um eine andere Tanzschule
als die in der Schmidener Straße 38?

Grüße

Positronium


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 02:36
Hallo zusammen!
Burgunder am 10.01.2013 um 10:56:

Das mit dem Tatort wird überall unterschiedlich dargestellt. In einem
Artikel stand, es sei direkt neben der Treppe gewesen.
Welchen Artikel meinst Du?
Burgunder am 10.01.2013 um 10:56:

Sie hat versprochen, spätestens um 21. 30 Uhr zu Hause zu sein
(Stuttgarter Zeitung) bzw. "so wie immer" (Aktenzeichen-Film).
In XY/1988-01-15 ist zu sehen bzw. zu hören: "Wann bist Du denn wieder
da? [Vater] Ich weiß schon, wie immer um zehn. [Anja]"

Vielleicht kann jemand belastbare Informationen zu der zweiten Frage
im Beitrag vom 11.01.2013 um 02:19 beisteuern; die Angabe von 21.30
Uhr als die Zeit, zu der Anja wieder zu Hause sein wollte, könnte sich
dann als unhaltbar herausstellen.
Burgunder am 10.01.2013 um 10:56:

Es haben sich Zeugen bei der Polizei gemeldet, die sich sicher waren
dass Anja nicht in der Bahn war.
Welcher Quelle ist das zu entnehmen? Haben die Zeugen gesehen, daß
Anja nicht in der Straßenbahn war oder haben sie sie in der
Straßenbahn nicht gesehen?

Grüße

Positronium


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 08:21
Ich tendiere Gefühlsmäßig ebenfalls zu einem Einzeltäter.
Möglicherweise ja wirklich so etwas wie ein Schwarm, erster Freund oder Ähnliches.

Da ich 1987 gleich alt wie Anja war habe ich versucht, mich meiner Jugend zu entsinnen: Wenn ich an Anjas Stelle gewesen wäre, haette ich im Stadium einer Schwaermerei oder gar Verliebtheit vermutlich den Konfirmanten-Kurs unter einem Vorwand sausen lassen, um mehr Zeit fuer den Schwarm zu haben.
Dies setzt natürlich voraus, dass auch der Schwarm schon um eine fruehere Uhrzeit Zeit für ein Date gehabt hätte.

Das spricht meines Erachtens insgesamt eher gegen eine geplante Verabredung Anjas an diesem Abend.

Was gegen einen Einzeltäter spricht, sind die Zeugenaussagen u.a. Des Mannes mit Hund, aber auch die Sache mit dem Vergraben deutet meines Erachtens eher auf mehrere Täter bzw. einen Mittaeter hin. Ich bezweifle - und das ist ein weiterer Punkt, der rätselhaft anmutet - dass es sich bei Jemandem, der die Leiche fachmännisch vergräbt, um einen einzelnen jungen Mann bzw. Einen Ersttäter handelt. Der wäre nach meinem Dafürhalten eher Hals über Kopf geflohen.

Was die Uhrzeiten betrifft, so sind meiner Meinung nach die Zeugenaussagen immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Sollte sich Frau MV bei der Uhrzeit des Schreies geirrt haben, könnte das Szenario schon etwas anders aussehen.
Verlässlicher scheinen mir die Uhrzeiten in dem Bereich, der die Abfahrtszeiten der Bahnen betrifft - hier haben wir ja tatsächlich die erwünschten Minuten-Genauigkeiten.


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armleuchter Diskussionsleiter
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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 08:36
@Positronium


sehr interessante fragen die du da stellst !


bzgl schicki vs schicklgruber: ich meine definitiv dieselbe tanzschule. Ein cannstatter gerücht (keine ahnung ob das stimmte!) besagte, dass kurt schicki eigentlich kurt schicklgruber hieß, aber dass dieser name als geburtsname adolf hitlers nicht geschäftsfördernd sei und aus kurt schicklgruber so kurt schicki wurde.... .

bzgl der schaukästen: ich bin mir fast sicher dass eszumindest den schaukasten neben der eingangstür schon immer gab. Deine überlegung würde aber auch ansonsten sinn haben. man traf auch immer VOR der tanzschule schicki leute, freitaga abend konnte es sogar warteschlangen geben wenn irgendeine schülerdisco o.ä stattfand. Hätte ich an der haltestelle eine längere wartezeit gehabt - sehr gut möglich dass ich kurz vors schicki geschaut hätte!

bzgl des weiteren buses: Bin mir fast sicher, dass der bus (linie54) immer nur als anschlußbus an die linie 2 fuhr - also vermutlich hätte anja auch beim nutzen der früheren bahn einen früheren anschlußbus nehmen können. Hoffe dass dies hier verifiziert werden kann , es liest bestimmt jemand aus dem muckensturm oder neugereut mit ?!

@Burgunder

ich denke es ist nur EIN zeitungsartikel in dem von 21:30 heimkehrzeit die rede ist?

Bzgl der stichwaffe: ich denke dies ist täterwissen, daher gabs dazu nichts von der polzei - unabhängig davon ob messer oder etwas anderes... .


@ping
@chianti
@cariboo

grabearbeiten an den folgetagen kann ich mir aus den von cariboo genannten gründen eher nicht vorstellen - zu hohes risiko!


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 09:32
Zitat von armleuchterarmleuchter schrieb:folgetagen kann ich mir aus den von cariboo genannten gründen eher nicht vorstellen - zu hohes risiko!
Ich denke das auch .


Ansonsten kann man ja überlegen ,was wir an s i c h e r e n Eckdaten haben . Den Zeitpunkt der Rückkehr würde ich nicht überbewerten ,Anja war sicherlich nicht so brav ,dass sie n i e mal 30 Minuten später kam und 22 Uhr erscheint mir grundsätzlich für ein Mädchen in dem Alter wahrscheinlicher .

Sicher gesehen wurde Anja ,als sie an der Haltestelle angesprochen wurde und die Bahn nicht nahm . Sollte Anja dort schon unter Zeitdruck gewesen sein,hätte sie wahrscheinlich die Bahn nicht fahren lassen .

W i e sicher sind die Beobachtungen,die Anja danach wieder an der Haltestelle sahen? Kann ich nicht einschätzen ,welche Quellen gibts da?

Als nächste sichere Eckpunkte haben wir den Mann mit dem Hund und den Schrei ,den Frau MW. hörte ,laut Xy konnte sie das zeitlich sehr gut eingrenzen ,weil sie auf die Uhr schaute? Erinnere mich aber nicht mehr genau .

@armleuchter ,du hast das doch im schwarzen Mann Thread so toll gemacht ,könntest du wieder eine Time Table mit den Quellen machen. Dann kann jeder auf diese Daten schnell zurückgreifen? Das fände ich toll,wenn du die Zeit hast natürlich nur:)...


Ansonsten spricht gegen das Szenario Anja hat sich verspätet ,ist in Eile , rennt doch das Staffele hinauf ("wird schon gut gehen") und trifft dort zum falschen Ort und Zeitpunkt zwei asoziale Typen ,die sich über sie her machen , eigentlich aus unseren Quellen nur ,dass sich der Unbekannte an der Haltestelle nie gemeldet hat. Dann gäbe es tatsächlich eine gewisse Parallele zum Fall Sybille. Ausschließen sollte man diesen Tathergang jedenfalls nicht mit Sicherheit . Dann wäre natürlich jegliche vermutete Beziehung zwischen Täter und Anja in gewisser Weise nicht so sicher ,wie angenommen.

Auch hier die Frage : wie sicher ist dieses Ansprechen an der Bahn und wurde auch der Ansprechende gesehen oder beschrieben?


Wobei ich persönlich auch sehr an eine Tanzschulbekanntschaft (ggf auch in der Wochenenddisco ) denke . Wie weit wäre der Fußweg vom Schicki zum Muckensturm ,wenn sich Anja tatsächlich mit einem Bekannten aus der Tanzschule von der Haltestelle zur Schule begeben hätte. Oder sie hat den Bekannten dort getroffen und ist von dort als Sozia mit. Dann weiteres Procedere ,Anja will nicht vors Haus gebracht werden ( heimlicher Schwarm) und der Typ "begleitet" durchs Stäffele. Nur so eine weitere Spekulation. Wenn der Fußweg passt ,braucht's noch nich mal das Bike.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 09:35
@Positronium
ach ja ,von mir schön das Du jetzt dabei bist und vielen Dank für Deine interessanten Beiträge.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 10:01
@armleuchter,

Ich meine, es seien mehrere Artikel in der Stuttgarter Zeitung gewesen, bei denen von 21.30 Uhr die Rede war, die neueren auf jeden Fall. Ich schaue das später noch mal durch.
22 Uhr würde aber mehr Sinn machen. Die früheren Abfahrtszeiten des Busses wären echt interessant.

Auch beim Schrei gibt es ja unterschiedliche Aussagen- genau 21.40 (die Gattin des Politikers,meinte ich?) oder irgendwann vor zehn.

@Haddok:
Ja, eine geplante Verabredung mit einem Schwarm so spät für so kurze Zeit macht nur Sinn, wenn er vorher keine Zeit gehabt hätte oder ohnehin in der Nähe war. Deswegen dachte ich ja, er könnte in der Nähe des Kursaals gearbeitet und erst kurz vor der Verabredung Feierabend gehabt haben. Aber wer arbeitete dort Freitags bis um 20.30 oder 21 Uhr? Das könnte man schon deutlich eingrenzen.

Das mit dem Schaukasten an der Tanzschule ist aber auch interessant. Traf sie dann geplant oder zufällig auf jemanden? Falls zufällig, müsste der aber auch zwingend die Gartenanlage kennen und evtl. Gartenbaukenntnisse haben (und ein Stichwerkzeug dabei haben).

Ich hab´mal gegoogelt: Da steht, dass die Fachangestellten für Bäderbetriebe (bzw. früher: Schwimmmeistergehilfen, Bademeister) auch für die Gärtnerarbeiten zuständig sind. Wusste ich gar nicht. Da hätten wir doch eine handwerklich und gärtnerisch begabte Berufsgruppe, von der sich jemand in Kursaal-Nähe aufgehalten haben könnte. Und Zugang zu Geräten hatte, sofern er einen Schlüssel für das Schwimmbad hatte. Duschen und Kleidung wechseln hätte er da auch gleich können. Nachts ist ja eigentlich keiner im Schwimmbad. Ob das wohl mal überprüft wurde? Ich hoffe es.

Setzt natürlich vorraus, dass Anja gerne schwimmen ging.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

11.01.2013 um 10:08
Zitat von BurgunderBurgunder schrieb:doch eine handwerklich und gärtnerisch begabte Berufsgruppe, von der sich jemand in Kursaal-Nähe
Interessanter Gedankengang meiner Ansicht nach.


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