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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

2.921 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Messer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
armleuchter Diskussionsleiter
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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 10:22
@chianti

sehr interessante karte ! Der vergrabungsort ist in der tat sehr weit entfernt von der bisher vermuteten stelle und wäre demnach hier (vermutlich an einem der an der von mir markierten stelle nächstgelegenen gartenhäuschen)

https://maps.google.de/maps?saddr=48.816087,9.235547&daddr=Muckensturm,+Stuttgart&hl=de&ll=48.81596,9.235393&spn=0.00101,0.00284&sll=48.815791,9.235559&sspn=0.002021,0.005681&geocode=%3BFZ_16AIdEOeMACl3omzMb8WZRzFp0TTLv6UXBA&t=h&mra=me&mrsp=0&sz=18&z=19

Erstaunlich nahe bei den häusern der der einsteinstrasse!


Auch bzgl des foto und des pass orange neue erkenntnisse. Ob die distanz zwischen den beiden fundorten durch "wind" erklärt werden kann ? Bin mir da unschlüßig.


@Xynostalgiefan

hier der blick, den der hundemann gehabt hat. Da sieht man nicht weit erst recht nicht bei nacht.
https://maps.google.de/maps?q=Einsteinstra%C3%9Fe,+Stuttgart&hl=de&ie=UTF8&ll=48.816362,9.234156&spn=0.00101,0.00284&sll=51.151786,10.415039&sspn=7.88696,23.269043&oq=stuttgart+eins&t=h&hnear=Einsteinstra%C3%9Fe,+70374+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&z=19&layer=c&cbll=48.816362,9.234156&panoid=duHhopadN8NSUDkVl24o5w&cbp=12,164.96,,1,13.55
Aber frage zum seitenweg - gab es mal hinweise auf den TATORT ? Offensichtliche blutspuren gab es ja wohl kaum ... .


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 12:35
@Xynostalgiefan

Du erwähnst da einen kleinen Schleichweg zwischen dem Seitenausleger und der Steinhaldenstraße. Wo genau liegt dieser Weg und das Gebüsch mit Böschung? Das wäre nicht nur interessant als mögliche Abladestelle für überschüssige Erde sondern auch als Weg, um sich vom Tatort zu entfernen.

@armleuchter

vorausgesetzt die Angaben zum Vergrabeort kommen der Wahrheit näher als die bisherigen Vermutungen, liegt der Leichenfundort tatsächlich sehr nahe bei den Häusern der Einsteinstraße. Das deutet einmal mehr darauf hin, dass der/die Täter sich in der Siedlung und in dem Schrebergarten- gebiet ziemlich gut ausgekannt haben müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Ortsfremder (etwa ein amerikanischer Soldat) so weit in einen unbekannten Seitenableger hineingeht und die Leiche so nahe an den Häusern und dazu noch äußerst penibel und tief vergräbt. Hier kannte jemand die Verhältnisse und wusste sich Werkzeug zu beschaffen.

Die Distanz zwischen Foto und Pass orange mit dem Wind zu erklären, wie das irgendwo - ich glaube durch Ermittler - angedeutet wurde, halte ich für Unfug. Genau wie die weiträumig verteilten Kleiderfetzen wurde hier etwas (absichtlich?) verstreut.

@Xynostalgiefan

über deine Frage, was in der Wartezeit an der Haltestelle Kursaal geschehen ist, habe ich nochmal länger nachgedacht.
Vielleicht war alles ja doch anders als bisher vermutet? Eine Möglichkeit ist m.E. bisher noch nicht in Erwägung gezogen worden. Sie ist nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich: Dass Anja von der Luthergemeinde aus verfolgt worden ist und dann an der Haltestelle nach dem Weggehen des Begleiters gezielt angesprochen wurde.

Gehen wir nochmal zurück zum Konfirmandenclub. Es war der Konfirmandenklub '85, das steht nicht nur bei Richert sondern auch in einem der hier geposteten Zeitungsartikel. Anja ging also schon seit mindestens zwei Jahren zur Luthergemeinde, wenn nicht noch länger und das recht häufig. Man kannte sie dort. Bisher wurde sie IMMER von einer Freundin aus der Nachbarschaft begleitet, wenn sie zum Gruppenabend ging, diesmal zum ERSTEN MAL ALLEIN! Und just an diesem Abend passiert auch was.
Sie verlässt gegen 21.00 den Klub und geht den nicht sehr weiten Weg zur Haltestelle gemeinsam mit einem jungen Mann, der in der Nähe der Haltestelle wohnt und sie folglich dort auch gegen 21.15 verlässt. Dann wird von Zeugen beobachtet, wie ein Mann, dessen Stimme "freudig überrascht" klingt, sie anspricht. Was, wenn der "Freudig Überraschte" ihr eigentlich gefolgt ist, bis sie alleine war? Und sie dann in ein Gespräch verwickelt und eine Begleitung nach Hause angeboten hat. Vielleicht wohnte er ja in der Nähe? Könnte er etwa doch aus dem weiteren Umfeld der Kirche stammen? Sicher wurden die Teilnehmer des Konfirmandenklubs genau befragt. Aber in einer Kirchengemeinde gibt es eine große Zahl von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern und Helfern, die sicher nicht alle überprüft werden konnten.

Anja und Sybille hatten beide aktiv Kontakt zur evangelischen Kirche. Sybille nicht nur durch ihren Vater (Pfarrer), sie spielte auch Geige in der Kirche.
Manchmal frage ich mich, ob in der ev. Gemeinde nicht doch eine mögliche Schnittstelle zwischen beiden Fällen zu sehen ist.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 13:04
@chianti

ich habe mich schon immer gewundert, wie die frau die schreie hören konnte
das haus steht von den treppen viel zu weit weg
wenn die tat allerdings auf den seitenweg begangen wurde, dann kann sie es wohl gehört haben

wenn anja erst um 21.35 an der haltestelle ankam, dann fuhr dort bestimmt nicht so bald ein bus
wahrscheinlich glaube ich eher , dass sie in begleitung war und sie mit demjenigen die treppe benutzt hat

zu der zeit standen an der treppe noch 2 häuser, eins davon war eine wirtschft mit einem
zwiefelhaften ruf
(ich hoffe ich erinnere mich richtig,falls nicht könnte ihr das gleich korrigieren)

vllt war es auch jemand von dort


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 16:38
@chianti

Der Weg, den ich meine ist nichts anderes als ein kleiner Weg durch die nachfolgenden Gärten bis hin zur Straße.
http://maps.google.de/maps?saddr=48.816122,9.236114&hl=de&ll=48.816078,9.236193&spn=0.000696,0.002064&sll=48.816126,9.236255&sspn=0.000692,0.002064&t=h&gl=de&mra=mift&mrsp=0&sz=20&z=20

In diesen Weinbergen gibt es offensichtlich ziemlich viele von diesen Wegen. Sie führen zumeist von der Schmidener Str./Steinhaldenstr. Richtung Weinbergweg. Aber nicht alle führen bis dorthin. Manche enden auch in irgendwelchen Gärten oder machen einen Knick, werden zum Trampelpfad. Dieser letzten Weg, den ich markiert habe würde sich meiner Meinung nach besonders für die Täter anbieten:

1. Er liegt dem Leichenfundort am nächsten.
2. Es gibt dort ziemlich viel dichtes Gebüsch, in dem man überflüssige Erde entsorgen könnte und auch bei einer Flucht gute Deckung hätte.

3. Anders als die restlichen Wege macht dieser Weg keinen Knick sondern führt geradlinig zur Steinhaldenstr.

4. Der Weg führt nicht auf die zu jeder tageszeit stark befahrenen schmidener Str. sondern endet auf der Steinhaldenstr.

Blick von der Steinhaldenstraße auf den Weg und das Gebüsch: http://maps.google.de/maps?saddr=48.816122,9.236114&hl=de&ll=48.815884,9.236224&spn=0.000696,0.002064&sll=48.816126,9.236255&sspn=0.000692,0.002064&t=h&gl=de&mra=mift&mrsp=0&sz=20&z=20&layer=c&cbll=48.815972,9.236319&panoid=mfCrAbC9kpaOBQnWRllEjQ&cbp=12,324.12,,0,5.31
Blick Richtung Steinhaldenstraße/alte Haltestelle obere Ziegelei: http://maps.google.de/maps?q=einsteinstra%C3%9Fe+stuttgart&ie=UTF8&ll=48.815884,9.236224&spn=0.001385,0.004128&oe=utf-8&client=firefox-a&channel=fflb&hnear=Einsteinstra%C3%9Fe,+70374+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&gl=de&t=h&z=19&layer=c&cbll=48.815972,9.236319&panoid=mfCrAbC9kpaOBQnWRllEjQ&cbp=12,217.09,,0,1.75
Dichtes Gebüsch, das es an den anderen Schleichwegen im Weinberg nicht gibt.: http://maps.google.de/maps?q=einsteinstra%C3%9Fe+stuttgart&ie=UTF8&ll=48.815971,9.236321&spn=0.002783,0.008256&oe=utf-8&client=firefox-a&channel=fflb&hnear=Einsteinstra%C3%9Fe,+70374+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&gl=de&t=h&z=18&layer=c&cbll=48.81606,9.236413&panoid=qKFRXroLqO0hs1DDPaY-3w&cbp=12,295.98,,0,-3.57

Heute ist der Weg zwar mit einem soliden Zaun gesichert, allerdings sieht der noch ziemlich jung aus, sodass man draus schließen kann, dass er 1988 noch nicht oder zumindest nur in Form eines hölzernen Zauns oder Zauntür (wenn überhaupt) existierte.
Außerdem ist zu beachten, dass die Kreuzung Schmidener/Steinhaldenstr. 1988 wahrscheinlich noch nicht in dieser Größe ausgebaut war und so gut einsehbar war von der Schmidener Str. aus.

@armleuchter oder andere die sich dort ein bisschen auskennen
Was ist das eigentlich? http://maps.google.de/maps?q=einsteinstra%C3%9Fe+stuttgart&ie=UTF8&ll=48.814936,9.234819&spn=0.001254,0.008256&oe=utf-8&client=firefox-a&channel=fflb&hnear=Einsteinstra%C3%9Fe,+70374+Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&gl=de&t=h&z=18&layer=c&cbll=48.815201,9.235259&panoid=vGG5dQ_bSSsqdUL63pQ8_Q&cbp=12,324.68,,0,6.16
Gab es unter den Weinbergen evtl. alte Felsenkeller, die 1988 (vor Umbau der Schmidener Str.) noch offen zugänglich waren, weil sie schlecht oder nicht gesichert waren? Siehst so aus als hätte man da im Wege der Sanierung was zugemauert. Das dürfte doch ganz in der Nähe des mittlerweile abgerissenen Hauses an der Treppe liegen. Gehört das zu diesem Haus und stand das Gebäude 1988 bereits leer und war für zwielichtige Personen zugänglich?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 16:55
@Xynostalgiefan

Danke für die Einstellungen! So wie du es darstellst, könnte der kleine Weg und das Gebüsch vom Täter genauso genutzt worden sein. Ob die Polizei damals die Stelle wohl auch auf Spuren abgesucht hat?
Kennen und nutzen nur die Leute aus der Siedlung oder der Gartengrundstücke diese kleinen Schleichwege oder werden sie allgemein von anderen (Besuchern, Spaziergängern etc.) als Abkürzung benutzt?

@Sulina

Weißt du auch irgendwas über die Gartengrundstücke? Wem sie gehörten, wer sie pflegte oder bewirtschaftete? Ob sie z.B. Bewohnern der Siedlung gehörten oder Winzern der Region oder etwa der Stadt/einer Kirche/ einem Verein oder einer öffentlichen Institution?
Gibt es irgendeine Verbindung/Gemeinsamkeiten dieser Gartengrundstücke zum Steinhaldenfriedhof (ich meine damit beispielsweise Gärtner o.ä.)?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 18:07
Hallo allerseits,

ich lese schon länger sporadisch bei den Kriminalfällen fest und bin heute in diesem fesselnden Thread hängengeblieben. Ich bin ganz begeistert von der sachlichen und zielorientierten Diskussion in diesem Fall.

Drei Gedankengänge möchte ich euch mitteilen, die mich auch dazu verleitet haben, mich hier anzumelden.

1) Es geht um die Wartezeit am Einsteigeort von Anja.
Ein Zurücklegen der Wegstrecke zu Fuß wurde hier noch garnicht angedacht oder diskutiert.

Anja wollte die frühere Straßenbahn nehmen, wurde dann aber angesprochen. Irgendwo stand, daß ein Zeuge die Begrüßung mit "Hallo" als freundlich bzw. erfreut wahrgenommen hat (im Gegensatz zum XY-Beitrag). Vielleicht war es tatsächlich eine positiv besetzte Bekanntschaft und Anja und der Fremde haben sich nicht an der Haltestelle unterhalten, sondern sind gemeinsam in Richtung Endstation gelaufen und haben dabei geredet. Ich würde die Zeit beispielsweise lieber mit laufen verbringen, als mit warten in der Kälte. In nett empfundener Begleitung dürfte sie sich auch sicher gefühlt haben. Auf Grund der relativ kurzen Wegstrecke dürften sie zu Fuß auch nicht länger gebraucht haben als Wartezeit und Fahrtzeit der nächsten Straßenbahn (ca. 20 min). Das würde auch erklären, warum sie in der Straßenbahn und an der Endhaltestelle von niemandem bemerkt wurde. Die Polizei konnte für die Benutzung der Straßenbahn keinen Zeugen finden, sondern ging nur davon aus, da sie in etwa zeitgleich an der Endstation gewesen sein muß.

Angenommen, der Fußmarsch mit dem oder den Bekannten (ich gehe davon aus, daß eine Verbindung, zumindest flüchtig, bestand) war angenehm und kurzweilig, der Bus in die Siedlung bei der Endhaltestelle gerade weg, dann kann ich mir auch vorstellen, daß der/die Begleiter vorgeschlagen haben, Anja durch den Weinbergweg nach hause zu begleiten. Wieso sollte sie plötzlich zweifeln? Wenn Bus und Straßenbahn gerade weg waren dürfte auch klar sein, warum an der Endhaltestelle niemand Anja in Richtung Weinbergweg hat gehen sehen.

Im Weinbergweg kam es dann zu ungewollten Annährungen und in der Folge zum Mord.

2) Als Hobbygärtnerin und im Tiefbau tätige noch was zum Vergraben.
Beete sind in der Regel zumindest oberflächlich gut aufgelockert und auch bei generell anstehendem schweren Boden meist durch den Eintrag von Kompost usw. auch ziemlich humos und steinfrei. Wenn ich im Frühjahr über meine Beete laufe, dann sinke ich meistens 10 - 15 cm ein. Ich gehe folglich davon aus, daß nicht sehr viel (wenn überhaupt) Überschussmaterial anfiel, welches zu entsorgen war. Wenn man den Boden noch einschlämmt und festtritt, dürfte man ziemlich gute Ergebnisse erzielen. Regentonne und Gießkanne dürften sich vor Ort befunden haben.

Abschließend noch harken, nicht weil man so ordentlich ist, sondern weil man die Fläche einebnen und unauffällig verlassen wollte. Abschließendes Gießen, weil sich dadurch die frischen Bearbeitungsspuren relativieren.

War zum Tatzeitpunkt Vollmond?! (wegen der natürlichen Helligkeit)

3) Ich könnte mir vorstellen, daß Anja nackt begraben wurde, weil davon auszugehen war, daß die Kleidung langsamer verrottet. In den 80er Jahre war meistens noch ein höherer Kunststoffanteil in der Kleidung enthalten.

Ich hoffe, ich konnte noch neue Ansätze in die Diskussion einbringen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 18:33
@cariboo
Dass die Wegstrecke zu Fuß zurückgelegt wurde ist eine sehr gute Idee!
Hab das ganze mal durch den Routenplaner gejagt: https://maps.google.de/maps?saddr=U-Bahn+Station+Kursaal,+Mergentheimer+Stra%C3%9Fe+25,+70372+Stuttgart&daddr=Unbekannte+Stra%C3%9Fe&hl=de&ie=UTF8&ll=48.811852,9.229417&spn=0.011078,0.033023&sll=48.811937,9.231627&sspn=0.011078,0.033023&geocode=FY7E6AId3biMACEYneLi13--jCl_RDosFMWZRzEYneLi13--jA%3BFeLe6AId7umMAA&t=h&dirflg=w&mra=ls&z=16
Strecke Kursaal – Fundort/Tatort 1,4 km Zeit zu Fuß ca. 19 Minuten. Könnte also hinkommen.

Nur eines verstehe ich immer noch nicht so ganz: Warum geht hier jeder von einem sexuellen Hintergrund als Tatmotiv aus? Weil das Opfer entkleidet wurde?
Meiner Meinung spricht gegen eine solche Annahme, dass es sich laut Zeitungsartikel vermutlich um zwei Täter handelte. Das wäre in solchen Fällen eher unüblich. Außerdem fand ja eindeutig keine Vergewaltigung statt. Das wird sogar so sehr betont, dass man sogar davon ausgehen muss, dass die Ermittler ein solches Motiv aufgrund uns unbekannter Anhaltspunkte ausschließen wollen. Wenn es nur um einen geplatzten Annäherungsversuch oder enttäuschte Liebe ging, dann frage ich mich, welche Rolle der zweite Täter spielte. Schließlich wurden ja zu einer äußerst tatrelevanten Zeit (noch vor dem Mord) zwei zwielichtige Personen in Tatortnähe gesichtet. Also glaube ich weniger, dass es sich um einen bloßen Vergrabungshelfer handelte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 18:42
Von einem sexuellen Motiv gehe ich nur deshalb aus, weil meiner Meinung nach kein anderes plausibel ist.

Bei Diebstahl hätte man ihr vermutlich die Tasche oder den Geldbeutel entrissen, bei Gegenwehr im schlimmsten Fall noch niedergeschlagen und die Täter hätten einfach durch die Kleingärten entkommen können. Was für Motive wären sonst noch denkbar?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 19:13
@cariboo
@Xynostalgiefan
@chianti
danke für eure Beiträge ,die wieder frischen Wind hereinbringen und die ich gerne gelesen habe.

Einige Gedanken ,die mit dazu kamen . Zwei Täter schließen ein sexuelles Motiv nicht aus ,es gibt ja oft Fälle ,wo so etwas von zwei Tätern ,die sich kennen, spontan durchgeführt wird oder sogar geplant. Vielleicht kam es nicht zur Tat ,weil Anja durch Stiche nicht eingeschüchtert wurde sondern laut schrie. Das würde als Reaktion den Tod durch Erwürgen durchaus erklären ,da der Täter das Mädchen durchaus nur schnell zum Schweigen bringen wollte.

Ich könnte mir sogar vorstellen ,dass man versuchte ,Anjas Kleidung zu zerschneiden und durchzureißen als Vorbereitung auf eine Sexualtat und Anja mit dem Messer Stiche erhielt und ruhig gehalten werden sollte.

Das Entkleiden wegen der schnelleren Fäulniss der Leiche wäre auch denkbar ,würde dann aber auch entsprechende Kenntnisse voraus setzen.


Obwohl ich mittlerweile auch etwas gezweifelt habe ,denke ich ,dass es wirklich zwei Täter waren . Dafür spricht für mich jetzt auch die Beibachtung der zwei Tüten (:)) da auf dem Feld mit der Plus Tasche. Deswegen finde ich die Idee mit dem kurzen Fußmarsch wirklich gut und es könnte gut so sein ,dass Anja "heimgebracht " wurde und zwar zu Fuß.

Damit steht für mich eher fest ,dass Anja einen oder zwei Täter kannte . Neben der Tanzschule wäre vielleicht auch der Dekorationsbetrieb interessant ,wo Anja die Stelle fest hatte .

Das sind einige Dinge ,die mir schnell durch den Kopf gingen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 19:15
@cariboo
Zitat von cariboocariboo schrieb:Von einem sexuellen Motiv gehe ich nur deshalb aus, weil meiner Meinung nach kein anderes plausibel ist.
Sehe ich auch so...


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 19:40
Hallo zusammen,

Ich lese hier im Forum und auch in dieser Rubrik schon eine Weile mit. Dieser Fall berührt mich sehr und ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht, die ich jetzt mal gerne mit euch teilen möchte.
Insbesondere geht mir eben nicht in den Kopf, welches Motiv der Täter gehabt haben könnte. An ein (geplantes) Sexualverbrechen glaube ich nicht, dazu ist der "Aufwand" der/des Täters zu hoch.
Er/sie hätten Anja doch einfach liegenlassen können, wenn es z.B. jemand aus der Tanzschule wäre, denn bei den polizeilichen Vernehmungen kam ja keine besondere Verbindung ans Tageslicht.

Außerdem finde ich es komisch, dass Anja ermordet wird, nachdem sie ihrer Freundin anvertraut, sie sei "ein bisschen verliebt und mehr davon am Samstag". Da muss es doch am Samstag auch "mehr" zu erzählen gegeben haben. Vermutlich kannte die Freundin den Betreffenden nicht, sonst wäre das schon irgendwie aufgefallen. Für mich macht von daher die Theorie, Anja habe einen heimlichen Freund gehabt und war an diesem Abend mit ihm verabredet, am meisten Sinn. Der könnte deutlich älter als sie gewesen sein, das passt dann auch zu der neuen Fallanalyse. Mit so einem Freund wäre sie doch sicher auch durch den Weinbergweg gelaufen, bei flüchtigen männlichen Bekannten kann ich es mir nicht vorstellen.

Wegen der Kleidung: Beim oben beschriebenen Szenario könnte der Täter die Kleidung auch mitgenommen haben, weil er etwas darin gesucht hat (Zettel? Liebesbrief? ein Geschenk von ihm?)
und das in Ruhe im Hellen machen wollte....Die Idee kam hier glaube ich noch nicht auf.

Grüße in die Runde,

Burgunder


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

08.01.2013 um 21:53
Im Aktenzeichen-Film hieß es, der Bus fuhr um 21.42 Uhr an der Haltestelle los.
Die Wartezeit wäre also nicht so lange gewesen, falls Anja gegen 21. 35 Uhr in Nähe der Haltestelle war.

Bei der Frage nach einem reiferen Einzeltäter ergibt sich das große Problem, dass immer wieder von zwei jungen Männern die Rede war. Wenn nicht sämtliche Zeugen sich geirrt oder was erfunden haben, muss es die beiden eigentlich geben. In dem einen Zeitungsbericht steht allerdings, sehr viele Zeugenhinweise seien anonym eingegangen, und alle recht spät im Verlauf der Ermittlungen. Fraglich, wie seriös die Aussagen dann sind.

Ich hatte gerade überlegt, ob man die Tat selbst und die Verstreuung der Kleidung vielleicht als zwei getrennte Vorgänge betrachten muss, weil das Vorgehen so unterschiedlich ist. Einmal geplant und ruhig, und einmal spontan und hektisch.

Der Täter hat die Leiche von Anja in einem fremden Garten versteckt. Hätte er nicht auch die Kleidung bei jemand anderem hinlegen können, als er sie nicht mehr brauchte? Zwei Jugendlichen vor die Türe legen, die er kannte und von denen er wusste, dass sie nicht zur Polizei gehen würden und dass sie etwa zur fraglichen Zeit in der Nähe des Tatorts waren. Die in der Nacht nach Hause kamen und die gefundenen, blutigen Sachen in Panik einfach schnell loswerden wollten, und sie auf dem Feld verstreuten?

Dann müssten die beiden jungen wirklich in der Nähe der Fundorte der Kleidungsstücke gewohnt haben. Fragt sich, was sie im Muckensturm oder in der Nähe der Bushaltestelle gemacht haben könnten, was nichts mit Anja zu tun hat.
Der eigentliche Täter könnte aber dann aus ganz Stuttgart kommen. Hauptfrage wäre dann: Wo bzw. in welcher Eigenschaft könnte ein über 30-jähriger Mann unauffällig die Anja kennengelernt haben ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 07:48
@chianti
@Xynostalgiefan
Zum Leichenfundort: Das findet man so auch bei Katja E. und geht aus dem Fotoausschnitt des StN-Artikels vom 31. März 1987 hervor, der leider nicht vollständig gescannt wurde.

Siehe die Linie mit den Kreuzchen, die an der Verzweigung Steinhalden-/Schmidener Straße den Muckenturm raufführt. Das muss die bei Google-Maps gut sichtbare Treppe sein, die von der Schmidener Straße mitten durch die Schrebergärten führt.

824801336848127A 1Original anzeigen (2,0 MB)

82480133735520331.Maerz 1987Original anzeigen (2,2 MB)

Aus dem Fotoschnipsel und der Legende der StN geht hervor, dass der Leichenfundort relativ nahe bei den Häusern und zwischen zwei Treppen gelegen haben muss, wobei ausgehend von Katja E. die linke Treppe wohl die erwähnte durchgehende wäre und so etwa auf dieser Höhe im Bild zu sehen ist:

https://maps.google.com/maps?q=48.815959,9.235647&ll=48.815967,9.235862&spn=0.000449,0.001032&num=1&t=h&z=21


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armleuchter Diskussionsleiter
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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 10:28
@all - schön dass es hier wieder weiter geht ;-) !

@chianti
bzgl des vergrabeortes. Diese nähe zu den häusern wirft in der tat neue fragen auf und sie ist für mich - wie so vieles in diesem fall - widersprüchlich.

Einerseits spricht diese lage in der tat für eine sehr gute ortskenntnis: Während bei alten vermuteten ablageort die erklärung hätte lauten können " erstes gartenhäuschen abseits des weges" ist dies nun anders.

Andereseits ist der "neue" ablageort sehr nahe am haus des damaligen baden württembergischen "ministers für kultur und sport". Ich bin mir fast sicher dass dieser damalige anwohner der Einsteinstrassensackgasse (letztes haus) personenschutz genossen hat.
keine ahnung ob rund um die uhr oder nur durch regelmäßige streifen etc. .. . Aber ich als nur einigermaßen ortskundiger hätte ich mir sicher für ein verbrechen keine stelle gerade in der nähe DIESES grundstückes herausgesucht.... . Andereseits auch wiederum möglich dass der täter so gute ortskentnnisse hatte dass er eben wußte ob und WANN man dort mit personenschützern (im weiteren sinne) rechnen mußte.

bzgl deiner frage "zum ersten mal ohne begleitung". hatte das gar nicht so auf denm radar: war die rede davon dass anja üblicherweise mit ihrer freundin zu dem club ging oder dass es dediziert das erste mal ohne sie war? falls ja sind deine gedanken zum möglichen verfolgen durchaus schlüssig. Anmerkung von mir: Auch bei sibylle war kein motiv erkennbar - weder raub nich ein sexuelles motiv....

@Sulina@Xynostalgiefan

bzgl der wirtschaft und des "zugemauerten mauerstücks". Zum tatzeitpunkt stand dort das gebäude "obere ziegelei" - im aktenzeichenfilm ist das auch gut zu sehen. meiner meinung nach stand das gebäude damals schon leer - also keine wirtschaft...- muß mir aber den xy-film noch mal anschauen der wurde ja relativ zeitnah gedreht. Wäre allerdings auch interessant ob das ggf leerstehende gebäude anderweitig genutzt wurde... .


@cariboo
welcome ;-)! Ein fußmarsch ist durchaus möglich, allerdings geht es die ca. 1,5 km nur bergauf und es ist schon recht beschwerlich. da läuft niemand hoch weil er die strassenbahn verpaßt hat, den man würde unterwegs schon von der nachfolgenden tram überholt werden. Allerdings könnte es ja auch ander weniger pragmatische motive geben - zB ein spaziergang mit dem heimlichen freund mit dem man sonst keine zeit verbringen konnte (wie hier auch u.a von @Burgunder
angedeutet wurde).
Btw - bedenkt bitte eines: Heute in zeiten von handy, facebook etc KANN so etwas 8im nachhinein) kaum möglich bleiben. Seinerzeit schon!

bzgl des abraumes beim vergraben - das was du schreibst deckt sich mit meinen erfahrungen!

bzgl motiv: wie bei sibylle: weg von der haltestelle nach hause, dann mit dem messer attackiert und im falle von anja noch gewürgt - luminarah liefert hierzu ein plausibles szenario - jeweils ohne raub oder vergewaltigung. Was kann man daraus schließen? Ein völlig unbeherrschter täter der austickt wenn eine frau auf annäherungeversuche nicht sofort anspringt? Mir fällt da sonst nicht viel dazu ein... .

@Burgunder
ebenfalls welcome^^! das
Zitat von BurgunderBurgunder schrieb:"ein bisschen verliebt und mehr davon am Samstag".
stammt aus xy oder einem der artikel? Spräche tatsächlich für die machbare "verheimlichung" und würde auch zum "mondscheinspaziergang" passen.
Diese frage
Zitat von BurgunderBurgunder schrieb:Wo bzw. in welcher Eigenschaft könnte ein über 30-jähriger Mann unauffällig die Anja kennengelernt haben ?
finde ich auch sehr interessant. Und mir fällt immer wieder spontan die tanzschule schicki ein, ein ort an dem auch reifere semester tanzkurse hatteen während unten im keller die jugend im "discokeller" feiern konnte.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 11:09
http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__start=11&thread__mid=530293903

@armleuchter

Schau doch mal bitte in diesen Thread. Auf Seite 2 in dem Dialog zwischen Himmelsdorfer und Ludwig: Himmelsdorfer berichtet aus einer nicht genannten Quelle, dass die DNA mit einem Verdächtigen abgeglichen worden sei und dass sich kein Treffer ergeben habe. Der Verdächtige soll ein Polizeibeamter gewesen sein, der später Selbstmord begangen habe. Ludwig verweist in dem Zusammenhang auf einen möglichen zweiten Täter, von dem die DNA stammen könnte.

Weißt du irgendwas darüber, ob die Ermittler jemals einen Verdächtigen im Auge hatten?
Und ob dieser Jemand auch noch selbst Polizist war?
Das stünde angesichts deiner Vermutung des Personenschutzes/der Streifenfahrten in der Straße ja in einem ganz anderen Licht.

Vielleicht daher die Vermutung der OFA, der Täter müsse mind. 30 sein?
Kurz nach der Tat wurden jedenfalls ca. 500 Männer zw. 16 und 27 überprüft, keine älteren.

Die Tatsache, dass Anja an diesem Abend zum ersten Mal ohne Freundin aus der Nachbarschaft unterwegs war, habe ich aus einem Zeitungsartikel, muss ich noch mal raussuchen.


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armleuchter Diskussionsleiter
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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 12:24
@chianti
hmm -
Zumindest konnte mit der DNA-Spur wohl geklärt werden, dass ein Verdächtigter, der zwischenzeitlich Selbstmord begangen hat, nicht der Täter war.
Für diese Rehabilitierung hätten sich die neuen Ermittlungen ja auch schon gelohnt.
schrieb der himmelsdorfer... .

=> würde tatsächlich zu den personenschützerfragen passen. Wäre interessant hier mehr zu erfahren: u.a

1.Selbtmord NACH der speichelprobe ? Das würde natürlich nicht nur rehabilitieren sondern auch neue fragen aufwerfen... .

2. DNA abgleich mit einem einem verstorbenen - wäre imo mit richterlicher anordnung möglich und dann auch plausibel da nichts zu veröffentlichen. Dann wäre aber die frage warum man da bis nach dem tod gewartet hat ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 14:45
@Ludwig_01

Liest du noch mit?

Bist du zufällig dieser Ludwig und hast, wenn ja, noch mehr über diese Behauptung erfahren können?

Deine Einschätzung würde mich auch interessieren.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 15:09
http://m.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kriminalfall-ein-mord-verjaehrt-nicht.7cf51180-5c47-4551-b25d-6738abaad20e.html

Hier steht das übrigens mit der Freundin, die sonst immer mitging, und dass die Personenschützer des ehemaligen Ministers in die Tests miteinbezogen wurden.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 17:23
@armleuchter,

das mit dem Verliebtsein hat Anja laut Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 27. 3.2007 am Freitag ihrer Freundin telefonisch angedeutet ohne Näheres zu sagen.
Da wird auch erwähnt, dass Anja in letzter Zeit vermehrt ihrer eigenen Wege ging und der nächste Familienurlaub erstmals ohne sie stattfinden sollte. Gut, ist jetzt nicht ungewöhnlich in dem Alter....



An Konfirmandenclub, Schule oder Tanzschule als Treffpunkt glaube ich irgendwie nicht. Waren Bekannte von ihr nicht auch dort? Die hätten doch bemerkt, wenn sie immer wieder mit demselben ihnen unbekannten Mann gesprochen hätte.
Und: Wenn man sich unverfänglich in der Freizeit für längere Zeit treffen kann, dann hätte heimliche Kurztreffen wenig Nutzen gehabt.

Ich habe eher überlegt, ob sie ihm erstmals in seinem beruflichen Umfeld begegnet sein könnte. So wie:

Eine Bank, eine Arztpraxis, eine Beratungsstelle, ein Amt.....
Jemand, der in Bad Canstatt arbeitet und außerhalb wohnt.

Um das einzugrenzen, weiß man zu wenig über ihre normalen Alltagsroutinen in den Wochen vor dem Verbrechen.

Und ist sie wirklich das erste Mal ohne ihre Freundin losgezogen? Die Freundin war vielleicht mal krank? Es hätte gereicht, mit einem eventuellen heimlichen Freund ein einziges Mal diesen Weg abzulaufen und zu erwähnen: " Ja, das Gartengründstück da ist ist recht verwildert. Meine Nachbarn schaun da nur selten vorbei" oder so. Dann hätte der Täter grundlegende Kenntnisse von Anja selbst haben können.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

09.01.2013 um 18:53
@armleuchter
ich finde die Idee mit dem Personen bzw Polizeischutz ganz interessant. Es ist ja schon mal von mir vermutet worden ,dass Anja zumindest einen Täter so gut kannte ,dass sie keine Angst hatte ,mit diesem diesen Weg zu gehen. Dabei hatte ich auch einmal an Personen gedacht ,denen Anja regelmäßig morgens begegnete und die dort in der Gegend zu tun hatten. Personenschützer oder Polizeibeamte sind mir dabei gar nicht in den Sinn gekommen,denke jetzt sollte man aber mit dieser Info das in Betracht ziehen.

Auch die Idee von @Burgunder eines heimlichen Freundes wäre damit durchaus in Verbindung zu bringen. Ein ca. etwa Mitte Zwanzigjähriger kann ja durchaus bei diesen Begegnungen mit Anja so geflirtet haben ,dass sie sich mit ihm heimlich treffen wollte oder traf.
Wenn man es recht bedenkt ,macht es ja auch nicht richtig Sinn,wegen der 5 Mark extra den Treff aufzusuchen ,aber das kann gut ein Vorwand für ein später stattfindendes heimliches Treffen gewesen sein , vielleicht war die Begegnung an der Strassenbahnhaltestelle gar nicht soo zufällig .

Was ein bisschen dabei stört , ist ,dass es zwei Täter waren meiner Meinung nach ,was durch die Zeugenaussage des Mannes mit dem Hund und den zwei jungen Männern auf dem Feld wahrscheinlich wird. Auch dazu lieferte Burgunder die Idee ,dass der zweite Täter später dazu stieß oder im Weg wartete. Eine solche Planung wäre natürlich abgrundtief mies,aber je mehr ich es mir überlege ,ist vielleicht sogar der Motd schon in Kauf genommen worden ,so eiskalt wie die Leichenbeseitigung ablief.

Ach ja , "eingeweihte" Personen hätten natürlich gewusst ,wann und wie der Dienst an dem Abend besetzt war . Ggf. war gerade deswegen der Schrebergarten Wahl Nummer Eins.

Immerhin eine interessante Spekulation. Motiv wäre dann eine versuchte Vergewaltigung ,die mit Mord endete.


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