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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

08.05.2012 um 16:22
@Delphi10
@atencion

Woher die Polizei weiß, dass es sich um einen Bulgaren handeln soll - und vor allem, woher das Foto stammt, weiß ich leider auch nicht.

Das Foto des mutmaßlichen Bulgaren stammt vom TZ-Artikel:

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/urlaubsfahrt-in-den-tod-62473.html


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

09.05.2012 um 10:08
Ja, den Artikel habe ich auch gefunden. Ich weiß nur nicht mehr, ob ich aufgrund der Angabe, dass es ein Bulgare wäre, angenommen habe, dass man den Zeugen gefunden hat oder ob ich noch einen anderen Artikel gelesen habe. Ich habe einfach zu viel gelesen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.05.2012 um 08:54
schubs


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.07.2012 um 12:38
Bitte nicht von "Neue Spur ..." irritieren lassen, der Artikel stammt vom 29.04.2006:

Neue Spur im Mordfall Langendonk

Polizei hofft mit Hilfe von Zeugen das bestialische Verbrechen von 1997 klären zu können

Traunstein/Nürnberg. Es ist eines der grausigsten Verbrechen, das jemals im Bereich der Polizeidirektion Traunstein begangen wurde: Ein unbekannter Mörder hat im Juni 1997 das holländische Ehepaar Truus und Harry Langendonk erschossen, den Opfern die Kehlen durchgeschnitten und ihre Leichen verbrannt. Die Jagd auf den Mörder brachte bis zum heutigen Tag keinen Erfolg. Jetzt gibt es jedoch eine neue Spur: Die Polizei hat das Foto eines Mannes, der zum Zeitpunkt der Ermordung der Langendonks in der Nähe des Tatortes gesehen wurde. Sie weiß jedoch nicht, wer er ist.

Das Ehepaar Langendonk hatte im Sommer 1997 mit seinem Wohnmobil (Daimler-Benz, Westfalia Typ James Cook) mit dem Kennzeichen "VB 13 JK" eine Tour über die deutsche Alpenstraße vom Bodensee bis Berchtesgaden unternommen. Am 7. Juni machte das Paar in Litzlwalchen im Landkreis Traunstein Station. Nach dem Mittagessen in Marquartstein wollte es im Litzlwalchener Hölzl im Gemeindebereich von Nussdorf die Abendstimmung genießen. Dabei trafen die beiden gegen 18 Uhr auf ihren Mörder. Vor dem Wohnmobil schoss der Mann mit einer Pistole vom Kaliber 7,62 mm mehrfach auf die Eheleute. Anschließend schnitt er ihnen noch die Kehlen mit einem Messer durch und zerrte die Leichen in das Fahrzeug, das nach Zeugenaussagen dann noch bis mindestens 20 Uhr am Litzlwalchener Hölzl stand.

Irgendwann in der Nacht muss der Mörder die Leichen mit dem Wohnmobil bis nach Nürnberg gefahren haben. Dort meldeten Passanten kurz nach Mitternacht, dass auf einem Waldparkplatz ein Fahrzeug brennt. Es war das Wohnmobil der Langendonks. Die Leichen des Paares waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die Polizei fand heraus, dass in der gleichen Nacht ein Mann mit einem Taxi aus Nürnberg von der Nähe des Brandorts zurück nach Litzlwalchen gefahren war. Obwohl in der Sendung „XY-ungelöst“ nach dem Mann gefahndet, die Belohnung auf über 50 000 Euro aufgestockt wurde, konnte er nie gefunden werden.

Im Zusammenhang mit einer anderen Fahndung griff die Polizei vor einiger Zeit einen Unbekannten auf und fotografierte ihn. Die von dem Mann angegebenen Personalien stellten sich jedoch als falsch heraus. Inzwischen weiß man, dass sich der Unbekannte zur Tatzeit in Litzlwalchen aufgehalten hatte, er bei der Klärung des Verbrechens weiterhelfen könnte. Die Polizei appelliert deshalb dringend an alle, die den Mann kennen, sich zu melden.

Quelle: Passauer Neue Presse, 29.04.2006
Link: http://www.genios.de/?quelle=PNP&ZG_PORTAL=pp_005&search=Langendonk&x=26&y=14 (Hinweis: Es öffnet sich die Ergebnisseite einer Suche in der Passauer Neuen Presse, der Aufruf des eigentlichen Artikels ist dann aber gebührenpflichtig.)

Der letzte Absatz dürfte sich ja wohl auf den Bulgaren beziehen.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.07.2012 um 14:57
Ein - zugegebenermaßen etwas weit hergeholter - Gedanke, der mir neulich schon einmal kam:

irgendwie hat der ganze Ablauf, so wie er in der Presse beschrieben wird, doch gewisse Ähnlichkeiten mit den Ende der 90ger Jahre erfolgten "Göhrde-Morden" (dazu gibt es hier auch einen Thread):

Ein Paar im besten Alter in einem etwas abgelegenen Waldgebiet wird bei der Erholung/beim Naturgenuss erschossen und die Kehlen durchgeschnitten (jedenfalls im ersten Göhrde-Mord konnte das nicht augeschlossen werden), der Täter hat alle Seelenruhe, verweilt am Tatort, nutzt das Fahrzeug der Ermordeten, stiehlt aber sonst nichts (außer Trophäen, jedenfalls kein klassischer Raubmord) und verschwindet dann vermutlich mit der Bahn (bzw. weil keine Bahn mehr fährt mit dem Auto).

Einzig die Örtlichkeiten liegen sehr weit auseinandern - wenn man aber bedenkt, dass in beiden Fällen Kasernen in der Nähe waren und innerhalb von 6 Jahren Soldaten ja durchaus mal versetzt werden, wäre es gar nicht mehr so überraschend.

Für eine Kaserne/Soldaten scheint auch zu sprechen, dass der Täter anscheinend unbedingt noch in der Nacht zurück an den Tatort musste (teures Taxi!), evtl. musst er früh zum Dienstantritt zurück sein und sein Fernbleiben wäre sonst aufgefallen.

Nur so als Gedanke - denn der Täter sprach ja wohl eindeutig nicht mit bulgarischem oder sonstigem Akzent laut Aussage des Taxifahrers.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

19.07.2012 um 20:56
Wenn der Taxigast der Täter war, warum hat er nicht den Taxifahrer umgebracht?

Ist ernst gemeint...

Spekulatius.


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atencion
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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.07.2012 um 01:11
@spekulatius
Tja, die Frage ist gar nicht so dumm, wie sie vielleicht auf den ersten Blick scheint. Ich fuerchte aber, dass man darauf kaum eine Antwort finden wird, die uns irgendwie weiterbringen koennte.
Moeglich waere, dass der Taeter doch nicht so abgebrueht war, wie man es wegen der Grausamkeit der Tat meinen koennte. Dann war er vielleicht im Nachhinein sebst schockiert ueber sich und seine Tat und wollte sowas einfach nicht nochmal erleben. Moeglich auch dass er waehrend der Tat/durch die Tat wie im Rausch war, dieser sich nach der Tat aber erschoepft hatte und er praktisch zum einen wieder "nuechtern" war und zum anderen sich eine Art Kater einstellte.
Ausserdem toeten Moerder ja allgemein selten jemanden ausser den urspruenglichen Opfern. Man koennte ja denken, dass jemand, der gerade jemanden getoetet hat, denkt: Nun ists auch egal, einer mehr oder weniger, darauf kommts jetzt auch nicht mehr an. - Aber so scheint es ja (zum Glueck) nicht zu sein.

Moeglich auch, dass der Taxigast nicht der Moerder war, sondern nur Mittaeter, der die Aufgabe hatte die Leichen zu entsorgen. Als Haupttaeter kaeme dann ev. dieser Bulgare in Frage. (ich muss gestehen, dass ich gerade nicht mehr in Erinnerung habe, was genau dieses Paar am Tatort gesehen hat und ob da "Platz" fuer den Bulgaren ist)


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.07.2012 um 14:47
Hier die Seite der bayrischen Polizei dazu:

http://www.polizei.bayern.de/fahndung/personen/index.html/99313

a) Ich denke auch, dass die Kleidung vom Opfer stammt (sofern es sich bei dem Taxigast wirklich um den Täter handelt).

b) Wenn gesichert ist, dass die Kamera vom Opfer stammt, kam der Täter vermutlich zurück, weil ihm einfiel, dass er eventuell auf dem Film zu sehen sein könnte. Waren keine Fingerabdrücke auf der Kamera?

c) Der Schweißgeruch dürfte durch die Nervosität des Täters entstanden sein (erste Tat?), die schmutzigen Fingernägel durch Grabungsarbeiten im Wald.

d) Ich denke auch, dass er am Sonntag morgen pünktlich an seinem Arbeitsplatz oder einem wichtigen Termin sein mußte, deshalb die Eile.

e) Vermutlich trug er eine Perücke, ansonsten wäre er sicher erkannt worden.


Das könnte auch interessant sein:

http://www.wzforum.de/forum2/read.php?35,2439564

und ein holländisches Video vom Sturm an dem Tag:



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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

20.07.2012 um 16:52
@atencion

Du hast Recht mit Deinen Überlegungen. Meines Erachtens macht aber die Überlegung eines sehr unwahrscheinlich, vorausgesetzt, der Fahrgast war der Täter: nämlich daß der Mörder ein Raubmörder ist. Es macht einfach keinen Sinn, wieso jemand zwei Menschen töten sollte, um vielleicht ein paar hundert Euro und einige Wertgegenstände aus einem Wohnmobil zu klauen, wenn er dann eine Unsumme für eine Taxifahrt ausgibt. Selbst der dümmste Raubmörder müßte gewisse kaufmännische Fähigkeiten ;-) aufweisen. Und in diesem Fall hätte sich die Tat, nach dem was man weiß, kaum gelohnt.

Mit dem Lebenlassen des Taxifahrers ist er sogar ein sehr hohes Risiko eingegangen. Erstens das Risiko, genau beschrieben zu werden (ist ja erfolgt), zweitens das Risiko, festgenommen zu werden: es hätte ja sein können, daß der Taxifahrer etwas wittert und durch z.B. einen geheimen Code an seine Leitstelle ein Treffen mit der Polizei hätte in die Wege leiten können.

Ich würde für möglich halten, daß der Täter in erster Linie des Blutrausches wegen getötet hat. Dafür könnte das Erschießen und das Kehledurchschneiden sprechen. Dann war er möglicherweise beim Taxifahrer schon wieder "heruntergekommen".

Sonst fällt mir kaum ein plausibles Motiv ein.

Spekulatius.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

14.12.2012 um 17:52
Hallo zusammen,

Jetzt klinke ich mich auch mal ein. Ich bin ursprünglich aus Traunstein und habe mich an diesen Mord erinnert und mal danach gegoogelt. Dabei bin ich auf diesen Thread gestoßen.
Wenn ich mir die XY-Filme so ansehe stellt sich für mich die Frage. Wäre der Tatort überhaupt ermittelt worden, wenn sich dieser Mann nicht mit dem Taxi von Nürnberg dorthin hätte fahren lassen? Weiß jemand ob der Tatort vor dem Anruf des Taxifahrers bekannt war?Wie kam der gesuchte Bulgarische Zeuge ins Spiel? Ich kann nur finden, dass man durch Ermittlungen in einem Fall auf Ihn gestoßen ist.
Ein Raubüberfall war es meiner Meinung nach nicht, denn dann bezahlt man ja nicht 500 DM für eine Taxifahrt zurück zum Tatort. Entweder hat der Täter total panisch reagiert oder er ist ein knallharter Hund und hat bewusst als Ziel Marquartstein angegeben um von irgendetwas abzulenken. Außerdem finde ich es komisch, dass dieser Mann um 5 Uhr morgens nicht aufgefallen ist. Die Verbindung zwischen Traunreut und Traunstein ist mit dem Bus an einem Sonntag so schlecht erschlossen, dass dieser Mann sicherlich einige Stunden auf einen Bus warten musste oder sehr lange zu Fuß nach Traunstein unterwegs war. Hat sich kein Busfahrer gemeldet, dass er am Sonntag früh in Litzelwalchen jemanden mitgenommen hat. Da steigt sicherlich nicht jeden Sonntag einer zu! Da muss Ihn doch jemand gesehen haben. Vielleicht hat er seine richtige Kleidung am Tatort gehabt und sich dort umgezogen und ist z.B. als Jogger oder mit dem Rad an der Traun entlang ohne Perücke Richtung Traunstein gekommen. Mit dem Wagen war er ja anscheinend nicht unterwegs wobei dies natürlich auch nur eine Ablenkungsmanöver gewesen sein kann. Denn mein erster Gedanke war, dass er zum Tatort zurück musste um sein Auto zu holen. Fragen über Fragen.
Kann eigentlich die Polizei überprüfen wie oft jemand auf einem Thread klickt? Ich könnte mir vorstellen, dass sich der Mörder des Öfteren über den aktuellen Stand der Hobbyermittler informiert und eine hohe Klickrate hat. Denn er hat sicherlich keinen Tag wo er nicht an seine grausige Tat erinnert wird und recherchiert sicherlich oft im Internet darüber.

Gruß
Karli


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

15.12.2012 um 15:29
@KarliTS

Ich habe mal gelesen, dass die Polizei im Mordfall Tristan Brübach auf eine Frau aufmerksam geworden ist, die zu dem Thema sehr aktiv im Internet unterwegs war, also gehe ich davon aus, dass es schon Möglichkeiten gibt, User mit besonders starkem Interesse an einem Kriminalfall ausfindig zu machen. Die besagte Frau hatte übrigens einen Sohn in Tristans Alter und wohl panische Angst, dass ihrem Kind etwas ähnliches zustößt.

Gruß,

hopkirk


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

16.12.2012 um 23:42
@KarliTS
@hopkirk

Interessant wäre auch zu wissen, wo denn der Täter dem Ehepaar "zugestiegen" ist, bevor sie gemeinsam nach Litzlwalchen gefahren sind.

Und das Motiv ist leider auch noch unklar. Vielleicht war es wirklich ein Raubmord und der Täter hatte sich einfach eine "fettere Beute" versprochen? Ich sag mal, er hat sich nun wirklich nicht gerade unauffällig verhalten. Das könnte ein Ausdruck seiner Unerfahrenheit oder Nervosität gewesen sein. Für mich hört sich der ganze Tathergang irgendwie nur nach Notlösungen/ Spontaneinfällen an - ohne Plan. Und deshalb ist es wohl auch so schwierig, den Fall zu lösen.

Habe leider seit der Threaderöffnung keine neuen Erkenntnisse gewinnen können.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 16:57
@leberkashawaii

Interessante Frage! Ich war bisher davon ausgegangen, dass der Täter die Langendonks in Litzlwalchen überrascht und ermordet hat, als sie in ihren Liegestühlen vor dem Wohnmobil saßen. Also so, wie in dem Aktenzeichen-Film dargestellt. Warum denkst Du, dass er vorher zugestiegen ist?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 17:10
@hopkirk

Ich weiß nicht genau. Ich kann mir einfach nur so schwer vorstellen, dass der Täter, sagen wir mal, zufällig durch den Wald getrabt kam, die Langendonks sah und sich dachte: "Hey - die könnte ich jetzt einfach mal ausrauben/ umbringen".

Das würde für mich bedeuten, dass er ja bereits mit einem Vorsatz dort in der Gegend nach Opfern gesucht hat. Okay - das erklärt, warum er überhaupt eine Waffe dabei hatte (Vorsatz), aber dort am Waldrand auf Camper zu treffen, ist wie ein Sechser im Lotto. Es ist kein Campingplatz. Der Tatort ist von der Bundesstraße aus sehr gut zu sehen und an diesem Tag war auch noch der Modellflugplatz gut besucht. Und die Chance, dort auf Camper zu treffen, ist gleich Null. Ich hab dort noch nie jemanden campen sehn und fahre fast täglich an der Stelle vorbei.

Also muss er meiner Ansicht nach entweder schon vorher gewusst haben, dass die Langendonks dort zu finden sind (aber woher?) oder er saß bereits mit im Auto. Vielleicht wollte er noch warten, bis es dunkel wird, aber im lief die Zeit davon?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 17:31
@hopkirk

Ein Gedanke kam mir eben noch:

Könnte es nicht sein, dass Täter und Opfer vorher wirklich Kontakt hatten? Die Langendonks hatten nach einem schönen Plätzchen für eine Pause oder eine Übernachtung gefragt und der Täter (ortskundig) hat ihnen dann geraten, diese Stelle zu wählen? Später kam er dann genau dorthin, um die Tat zu begehen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, woher er sonst wusste, dass genau an diesem Tag zu dieser Zeit dort jemand "campt". An einen Zufall will ich irgendwie nicht glauben. Wie gesagt - ich habe dort noch nie jemanden campen sehen.

Eine andere Theorie, die im Zuge der Diskussion in diesem Thread aufkam, ist, dass der Täter dort im Wald etwas suchte oder verstecken wollte und sich vielleicht durch die Langendonks gestört fühlte.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 19:07
@leberkashawaii

Dass der Täter von den Langendonks auf der Suche nach einem schönen Platz angesprochen wurde, halte ich für denkbar, und auch, dass sie ihn durch ihre Anwesenheit bei etwas störten. Dafür würde sprechen, dass der Täter erst zwei Stunden nach der Tat Litzlwalchen verlassen hat.

Ich gehe nicht davon aus, dass die Langendonks über Nacht auf dem Platz bleiben wollten. Nur mal ein bisschen in schöner Umgebung entspannen, bevor es weiter Richtung Campingplatz geht.

Ein "spontaner" Mord würde für die Raub-Theorie sprechen. Der Täter braucht Geld. Kommt zufällig an der Stelle vorbei und sieht das Fahrzeug. Holländisches Wohnmobil vor der Euro-Einführung. Das spricht dafür, dass in nennenswertem Umfang Bargeld an Bord ist, vermutlich schon in Holland besorgt. Abheben am Geldautomaten ist auch teuer, da holt man lieber auf einmal größere Summen als mehrere kleine. Jedenfalls konnte er davon ausgehen, dort Geld zu finden, und zwei arglose Rentner waren leichte Beute für ihn. Das ist meine favorisierte Theorie. Dagegen spricht allerdings das sinnlose Verballern des Geldes im Taxi.

Vielleicht sind die Langendonks auch über ihr Vorhaben, die Geige zu verkaufen, an den Täter geraten. Kann sein, dass er erwartet hat, das Instrument sei wertvoll, hat die Langendonks ermordet, um den vermeintlichen "Schatz" an sich zu bringen, und dann ernüchtert festgestellt, dass es nichts besonders Wertvolles ist. Ob allerdings ein Mörder dieses Schlages so kunstsinnig ist, eine wertvolle von einer durchschnittlichen Geige zu unterscheiden? Irgendwas haben die Langendonks sich wohl dabei gedacht, die Geige im Urlaub verkaufen zu wollen. Ob sie damit ihre Urlaubskasse aufbessern wollten und hofften, in D oder A einen höheren Erlös als in den Niederlanden zu erzielen?


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 19:46
Kann mir nicht recht vorstellen, bei was die den ertappt haben sollten...
Und ein Mord wg. ein paar Hundert Euro ist ja auch auffällig, da hätte das ausrauben genügt.
Und dann gleich alles wieder im Taxi verjubeln, das ist ja dann auch quatsch...


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 22:13
1. Weiß denn jemand wie hoch die Geige geschätzt wurde? Vielleicht dachte der Mörder, dass die Langendonks die Geige schon verkauft haben und hatte dadurch auf fette Beute gehofft. Möglich, dass er die Langendonks verfolgt und ermordet hat, mit dem Gedanken die Geige wurde schon verkauft. Erst nach dem Mord hat er festgestellt, dass die Geige noch nicht verkauft wurde. Dann würde die Theorie eines Raubmordes wieder realistischer werden.

2. Mich würde immer noch interessieren, ob der Tatort überhaupt entdeckt worden wäre, wenn er nicht mit dieser auffälligen Taxifahrt zum Tatort zurückgekehrt wäre.

3. Und wieso zum Teufel hat er die Kamera zerstört. Haben Sie den Täter zufällig irgendwo fotofrafiert. Weiß jemand ob man den Film irgendwie wieder herstellen konnte?

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Ludwig_01
ehemaliges Mitglied

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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 22:45
Hallo zusammen !

Der Mörder der Langendonks zeigt für mich erhebliche Auffälligkeiten in seinem Verhalten, so dass ich annehme, er könnte psychisch gestört o.ä. sein.
Im Übrigen erinnert mich (und da bin ich nicht der einzige) der Fall an den "Taximord im Höhenwald" bei Salzburg (Aktenzeichen XY vom 25.08.1995), in dem der Täter auch einen merkwürdig unkoordinierten Fluchtweg zurückgelegt hat. Auch die Phantombilder - "Prinz-Eisenherz-Double" - ähneln sich verblüffend, allerdings gibt es erhebliche Abweichungen bei der mutmaßlichen Körpergröße.


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Urlaubsfahrt in den Tod - Ungeklärter Mord im Chiemgau

17.12.2012 um 23:46
@Ludwig_01
@AxelF
@hopkirk

Danke für eure Beiträge!

Ich muss gestehen, dass ich die Geige bisher völlig außer Acht gelassen hatte. Werde darüber mal ein wenig recherchieren (sofern möglich) und mir weitere Gedanken machen.

Das Verhalten des Täters ist, ob gewollt oder ungewollt, definitiv "wirr" und bereitet deshalb wohl auch so große Schwierigkeiten dabei, einen roten Faden zu finden.

Je öfter ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass der Täter genau wusste, dass die Langendonks genau an dieser Stelle neben dem Wald eine Pause machen werden. Also musste vorher irgendwie schonmal Kontakt zwischen Täter und Opfern zustandegekommen sein.

Die Langendonks waren ja vor der Tat in Übersee und Marquartstein. Sie saßen dort in einer Wirtschaft im Biergarten und unterhielten sich - das Wohnmobil parkte in unmittelbarer Nähe - dazu der holländische Akzent und die Fragen an die Kellnerin.

Der Täter könnte das beobachtet und belauscht haben - befand sich evtl. in Geldnot und überlegte, wie er möglichst schnell an Geld kommen könnte. Da kamen ihm die Langendonks gerade recht. Nach dem Zahlen der Rechnung verwickelte er die beiden in ein Gespräch und empfahl ihnen die Stelle dort als besonders schönen Rastplatz - mit dem Hintergedanken, sie ein paar Stunden später dort ausrauben zu wollen.

Ich kann nur nocheinmal erwähnen, dass der Tatort nun wirklich keine Stelle ist, an der man eben zufällig vorbeikommt. Dort ist nichts. Der Weg führt in die eine Richtung direkt auf die stark befahrene Bundesstraße und in die andere Richtung direkt in den Wald. Selbst, wenn man nach Litzlwalchen wollte, müsste man quer über das Feld latschen. Und in Litzlwalchen gibt es, so viel ich weiß, keine Fremdenzimmer. Und wenn er dort ein Zimmer gehabt hätte, würden wir heute davon wissen. Dort fährt, wenn überhaupt, mal ein Jäger oder Bauer entlang oder jemand geht höchstens mal mit seinem Hund spazieren.

Und für mich stellt sich auch immer noch die Frage, warum er eine Waffe dabei hatte.

1) Kam er bereits mit dem Vorsatz in die Gegend, eine solche Tat zu begehen?
2) Musste er ein möglicherweise "krummes" Geschäft abwickeln und hatte sie zum Selbstschutz dabei?
3) Hatte er Schulden bei jemanden?
4) Hatte er einen Bekannten/ Helfer in der Gegend, bei dem er sich die Waffe auslieh und vermutlich sogar wohnte?

Zu dem bulgarischen Zeugen habe ich auch nichts Neues mehr gehört.


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