weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturHelpdeskAstronomieGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Sonja Engelbrecht

18.379 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Verschwunden, München, 1995, Sonja Engelbrecht

Der Fall Sonja Engelbrecht

02.12.2012 um 23:46
Naja, mal angenommen, einer schaut um 1:57 auf die Uhr, bis die Jacken genommen und angezogen sind, Tschüss gesagt wurde, ist dann auch schnell 2:06, dann schlürt man, läuft mit Pillerpause vielleicht 18 minuten, und ist "ungefähr" halb da...


melden
Anzeige

Der Fall Sonja Engelbrecht

02.12.2012 um 23:47
Die Wohnung war "um die Ecke" hiess es, und aus der XY Sendung meine ich gesehen zu haben dass die Strecke die dort gezeigt wurde recht weit in der Schellingstr ihren Anfang nahm. Muss es mir nochmal anschauen.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

02.12.2012 um 23:48
Gab es da wirklich einen Strassenstrich? Die Innenstadt von München ist doch Sperrbezirk.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

02.12.2012 um 23:49
Von der Schellingstrasse dauerts ca 45min


melden
matula73
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

02.12.2012 um 23:59
Das Lokal war in der Tat etwas weiter weg (Schleißheimer Straße 82). Die Wohnung lag laut Filmbericht etwas im Nord-Westen davon. In diesem Fall hätte man aber zu Fuß am besten zur Tramhaltestelle an der Dachauer Straße gehen können, das wäre der mit Abstand kürzeste Weg gewesen.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 00:00
Man braucht vom Vollmond zum Stiglmaierplatz 10 min - wenn an wirklich langsam geht (es war aber kalt - da geht man normalerweise schneller) dann sind es etwas mehr. Aber in keinem Fall 30 min - selbst mit Pinkelpause nicht


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 00:02
Aber die sind nicht mit Stoppuhr um Punkt 2 los und waren um Punkt 2:30 da!


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 00:09
Also, habe gerade die Sendung nochmal angeschaut bei min 39:30-40:00 wird die Laufstrecke gezeigt, die fängt recht weit in der Schellingstr an. Und wenn ich es in Google-Maps nachstelle zeigt es mir 15 Minuten Laufzeit an. Lass es etwas langsamer laufen + pinkelpause kommt man schon auf 20-25 minuten.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 00:26
@Neo1975
Neo1975 schrieb:Aber die Variante des Taxifahrers, der nachts am Stiglmaierplatz Sonja mitnimmt, die finde ich auch gar nicht völlig abwegig.
Wie ich schon geschrieben habe sind nachts am Stiglmaierplatz viele Taxis unterwegs, da sich dort einige zentrale Strassen Münchens kreuzen. Werktags um02.30h kann es aber natürlich passieren, dass dort mal länger kein Taxi unterwegs ist. Jetzt kommt da ein Fahrer vorbei, sieht Sonja ganz allein und bietet ihr an sie mitzunehmen..
Das ist nicht auszuschließen. Ich selbst war einmal mit ca. 20 Jahren in der Situation, als ich von einer Party nach Hause wollte, mich aber so verspätet hatte, dass keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fuhren (es war Mitte der 1970er Jahre, es gab München damals noch keine Nachtlinien). Mein Geld reichte nicht mehr für ein Taxi, ich hatte außer meiner Monatsfahrkarte so gut wie nichts mehr dabei - es blieb mir nichts anders übrig, als zu nach Hause zu laufen. Als ich auf der menschenleeren Straße dahinging, hielt auf einmal ein Taxi neben mir. Der Fahrer fragte, ob ich einsteigen wolle.
Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich kein Geld dabei hätte und deshalb leider kein Taxi nehmen könne. Worauf er antwortete: "Weil Sie mir das gleich am Anfang ehrlich gesagt haben, nehme ich Sie trotzdem kostenlos ein Stück mit, ich muss ohnehin in diese Richtung." Wenn ich jetzt, so viele Jahre später, darüber nachdenke, welches Risiko ich eingegangen bin, daraufhin tatsächlich in dieses Taxi zu steigen (auch wenn sich der Fahrer dann absolut korrekt mir gegenüber verhielt), wird mir richtig schlecht. Ich habe lediglich Glück gehabt. Nun war ich als junger Mensch im allgemeinen nicht sehr risikofreudig, und trotzdem bin ich in das Taxi gestiegen.
Was aber, wenn Sonja an einen Fahrer geraten war, der anderes im Schilde führte?


melden
elisacol
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 01:18
@crabbitrabbit
crabbitrabbit schrieb:Naja, mal angenommen, einer schaut um 1:57 auf die Uhr, bis die Jacken genommen und angezogen sind, Tschüss gesagt wurde, ist dann auch schnell 2:06, dann schlürt man, läuft mit Pillerpause vielleicht 18 minuten, und ist "ungefähr" halb da...
Ich weiß ja nicht, wie du gehst, wenn du ein eindeutiges Ziel vor Augen hast und es auch noch unangenehm kalt draußen ist, aber ich wage zu behaupten, dass "herumschlürfen" nicht der richtige Ausdruck wäre.
Wenn man nach Hause will, wenn es spät ist, man müde ist und das Wetter kalt und ungemütlich, dann legt man instinktiv eher einen Zahn zu, als herumzuschlendern. Zumahl vorher genug Zeit vergangen war, in der gequatscht worden ist.
Eine Pinkelpause, wenn sie denn tatsächlich stattgefunden hätte, würde vielleicht drei Minuten dauern. Wenn nicht, wäre das ein Grund gewesen, nochmals einen Zahn zuzulegen. Gegen 2:00 Uhr bedeutet meiner Meinung nach auch eher kurz vor zwei Uhr als nach zwei Uhr. Also so lapidar wie du würde ich die Ereignisse und Gegebenheiten nicht abtun.

Die Theorie mit dem Taxifahrer ergäbe Sinn, ich habe ja auch schon geschrieben, dass es eine vertrauensvolle oder bekannte Person gewesen sein müsste, falls sich Sonja tatsächlich alleine auf den Weg gemacht hätte, und sie von einem Fahrer zur Mitfahrt eingeladen worden wäre. Mir wird wirklich mulmig im Bauch, wenn ich mir das vorstelle. Das arme Mädchen!
Und trotzdem kann ich all die Umstände nach der Wohnung auch nicht ohne gemischte Gefühle annehmen. Die Skepsis des Vaters ist mehr als berechtigt!


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 01:28
Du rennst also, wenn du müde bist? Um früh morgens?

Man beachte, dass ich es nicht als Zeitlupe dargestellt habe, sondern ein "After Party Szenario", in dem ich 3 Minuten Laufzeit draufgeschlagen habe. Und ja, wenn ich tagelang gefeiert habe, und morgens aus einem Club kam, auch da bin ich nicht einen Marathon gelaufen. Da hieß es "Arme um den Bauch schlingen, dann ist es etwas wärmer, und immer schön ein Bein vors andere". Und das, obwohl ich nie getrunken habe!

Aber gut, dann sind da ca. 10, 15 Minuten Zeit, die zwar locker (und vor allem: realistisch) erklärt werden können, aber wer weiß, ob sie überhaupt da war, wo sie laut Markbert war.

Ich hoffe übrigens, er liest das hier alles nicht, ich möchte nicht so wie er als Problemjugendlicher, also als drogenballernder Vergewaltigungsmörder mit lüsternen Killerkumpels dargestellt werden. Für mich ist und bleibt das eher ein "RTL Szenario".


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:21
Für mich gibt es in dem Fall genau vier Tatverdächtige, ohne dass man ein Phantom erfinden muss. Wenn die drei Jungs unschuldig sind, dann bleibt für mich nur Sonja selber als Mörder übrig. Mögliche Variante:

Als sie am Sonntag vom Partymarathon nach Hause kam und sagte, sie sei glücklich, war sie insgeheim schon selbstmordgeneigt. Dass sie am Montag keine Anrufe mehr entgegennehmen wollte, war ihr letzter Versuch sich vor sich selber zu schützen. Als sie abends das Telefonat mit Markbert annahm, hatte sie sich zum Selbstmord entschlossen. Ihre Freundinnen hätten dabei nur gestört. Markbert hatte sie für den Abend ausgewählt, weil er so berechenbar war und im Grunde stets genau das machte, was sie wollte. Sie hatte bei allem an dem Abend die Initiative.

Sie brezelte sich noch ein letztes Mal so richtig auf und zog ihre beste Garderobe an. Dass sie das Auto nicht nehmen konnte, kam ihr insgeheim gelegen, was sie aber ihrer Schwester gegenüber nicht zeigte. Dass es in die Maxvorstadt ging, passte insofern, als sie wusste, dass dort immer am Montag die Müllcontainer geleert werden.

Am Anfang des Abends machte sie noch den Fehler und berichtete den Jungs von Schulproblemen und Zukunftsängsten. Das hat sie dann im Laufe des Abends wieder ein Stück weit geradegebogen, indem sie es relativierte. Dieses Hin und Her wirkte so komisch, dass es "Stefan" in Erinnerung blieb.

Tatsächlich trank Sonja relativ wenig Alkohol an dem Abend, weil sie ja noch was erledigen musste. Absichtlich telefonierte sie nicht von der Wohnung aus und absichtlich verließ sie die Wohnung mit Markbert so spät, obwohl sie ihrer Familie eine frühere Heimkehr angesagt hatte. Sonja wusste natürlich, dass um ca. 3 Uhr am wenigstens los ist auf den Straßen.

Nachdem Markbert und Sonja die Wohnung verließen, war alles nur noch ein Schauspiel von ihr, um den Selbstmordverdacht auszuräumen. Sie bat Markus sie noch zum Stiglmaierplatz zu begleiten. Das mit dem schwarzen Mann in der Pinkelpause war von ihr inszeniert. Sie rannte nicht etwa weg von der Stelle mit dem schwarzen Mann, sondern suchte sogar mit Markbert zusammen ein wenig nach dem Mann. Wohl auch um Zeit zu schinden. Sonja selber war es, die Markbert sagte, dass sie nur 1,20 DM dabei hatte. Und er gab ihr wirklich eine geladene Telefonkarte. Die Ankunft am Stiglmaierplatz hatte sie durch Verzögerungen extra so "getimet", dass die Tram einfuhr, kurz nachdem sie an der Telefonzelle ankamen. Deswegen hatte der Weg zum Stiglmaierplatz auch so ewig lange gedauert (30 Minuten).

Sie begab sich in die Telefonzelle und zeigte Markbert an, dass er die einfahrende Tram nehmen soll. Sonja telefonierte dann aber nicht. Nachdem Markbert weg war, verließ sie die Zelle, holte einen Haargummi raus und band ihre Haare zusammen, um weniger aufzufallen. Sonja ging in irgendeine dunkle Ecke in der Maxvorstadt, stieg in einen frisch geleerten Müllcontainer und beging dort Selbstmord (z.B. mit Tabletten). Als die Polizei anfing zu ermitteln, waren die Container erneut zweimal geleert worden und Sonjas Leiche war zu Asche verbrannt.

Nur die kleine Denise hatte Antennen für die Gemütslage von Sonja und war folglich am nächsten Morgen so krank, dass sie dringend zum Kinderarzt musste. Auch der Appell ihrer Schwester wirkt so, als hätte die Schwester begriffen, dass Sonja der eigentliche Täter ist.

Und Markbert und "Julian" treten nicht in der Aktenzeichen-Sendung auf, weil sie seit 17 Jahren ahnen, dass sie von Sonja nur benutzt wurden.
___

In München gibt es auch den Fall der Bettina Trabhardt, die aufgebrezelt zu Fuß loszog und spurlos verschwand. In dem Fall geht die Polizei inzwischen von Selbstmord aus:

"Vielleicht war das Fassade, wie Kriminalrat Wilfling es andeutet. Er sieht den Fall heute völlig anders: Es handele sich vermutlich um einen Suizid. Die Leiche aber wurde nie gefunden."

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/morde-in-muenchen-drei-frauenleichen-zwei-morde-und-ein-suizid-1.736315


melden
Piranha007
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:28
@Torge76
Interessant, aber wieso scheidet bei dir Mr. X so grundsätzlich aus? Für unwahrscheinlich halte ich es nicht, dass sie irgendwer mitgenommen und dann um die Ecke gebracht hat.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:33
@Torge76

Das ist aber schon eine sehr abenteuerliche Variante.

Einen Selbstmord, bei dem man sich selbst in den Müllcontainer legt?
Müsste sich ja am besten noch eingraben darin, falls jemand früh noch Müll nachwirft.
Kann ich nicht glauben.


melden
Piranha007
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:34
Ich glaube das mit dem Selbstmord im Müllcontainer schon deshalb nicht, weil sie sich dafür nun wirklich nicht hätte aufbrezeln müssen. Sie scheint ja eher in Richtung Diva gegangen zu sein, da wäre auch ein theatralischer Abgang zu erwarten oder?


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:35
Ich gehe mal davon aus, @Torge76 meint das sarkastisch. ;-)


melden
Piranha007
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:36
@PandorasChoice
Ne, glaube ich nicht.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:41
@Piranha007

Die Geschichte von Sonja beginnt an dem Abend schon so merkwürdig, dass ein Ende mit einem Phantom für mich zu phantastisch klingt. Im Fall von Michèle Kiesewetter hat die Polizei auch jahrelang nach einem weiblichen Phantom gesucht. Das hat sich als riesiger Fehlgriff entpuppt.

Anscheinend ist es für manche Frauen (möglicherweise Bettina Trabhardt) wichtig in aufgebrezelter Form zu sterben. Hat sich eine Frau zum Suizid entschlossen, gibt es plötzlich keinen Grund mehr das Lieblingskleid, die neuen Schuhe, etc. zu schonen. Dass Sonja allein für Markbert ihre beste Kleidung angezogen hätte, passt aus meiner Sicht nicht.


melden

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:43
Ok, dann hab ich das falsch verstanden.


Neee, das wäre die für mich denkbar unwahrscheinlichste Variante. Warum soll sie sich zum Sterben aufbrezeln, wenn sie sich dann in eine stinkende Mülltonne legt?!

Sorry, aber das ist einfach zu abstrus.


melden
Anzeige
Piranha007
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Der Fall Sonja Engelbrecht

03.12.2012 um 09:45
@Torge76
Also ich würde mich nicht in meinen besten High-Heels etc. in eine Mülltonne legen, auch nicht zum Sterben. Das ist ja erbärmlich und scheint mir in der Tat gerade in Sonjas Fall super unwahrscheinlich.
Entweder Markbert oder Mr. X, ich bleibe dabei.


melden
328 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden