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Der Fall Sonja Engelbrecht

18.624 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Verschwunden, München ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Sonja Engelbrecht

12.04.2020 um 16:24
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Die Polizei nahm sie nicht nur nicht ernst und lehnte es mehrmals ab eine Vermisstenanzeige aufzunehmen,
Darf man fragen ob die Engelbrechts immer bei derselben Polizeidienststelle und dem gleichen Beamten waren ?

Wer entscheidet eigentlich darüber ob eine Vermisstenanzeige aufgenommen wird oder nicht ? Ein einzelner Beamter oder fragt der bei seinem Chef nach ?

Es gibt Leute die an soetwas glauben:

https://astrologiewslforum.astrax.de/viewtopic.php?t=823


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Der Fall Sonja Engelbrecht

12.04.2020 um 17:05
Zitat von NeubsiNeubsi schrieb:Warum wird das (Zustand der Jugendlichen und Sonja) also weder von Polizei noch von den Eltern deutlich kommuniziert, da es wesentlichen Einfluss darauf hat was Menschen machen und wie sie reagieren-> Täterwissen?
Jugendschutz.
Wenn die Jugendlichen was konsumiert hätten, hätten sie es zuerst wahrscheinlich nicht unbedingt der Polizei gleich gesagt, später dann aber wohl, als die Ermittler ihnen versicherten, daß dieser Konsum sie keineswegs interessiere, sondern nur der Verbleib Sonjas.

Angedeutet wurde auf der Homepage von Sonjas Eltern, das in der Wohnung Cannabis gedealt und geraucht wurde. (Bevor ich hier wieder heraus fliege wegen "Bashing" die Quelle:
http://sonja-engelbrecht.de/die-wohnung-in-der-schellingstrasse

(Desweiteren äußerten sie, dass es in Julians Wohnung häufig laut zugeht. Da es sich bei dem Haus in der Schellingstraße um ein hellhöriges Haus handelt, fällt dies auf. Es gibt auch Behauptungen, dass Julian haschte und dealte. In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, dass bei polizeilichen Vernehmungen auch Aussagen über Drogen erfolgten, die Sonjas Eltern jedoch nicht genau bekannt wurden. )

Ist das so gewesen, wie es Sonjas Eltern beschreiben, so stellt sich der gesammte Anreise in die Schillingstraße, die Rückkehr in die Wohnung, nachdem die Kneipe zu gemacht hat, und die blödsinnige Anruferei in einem ganz anderen Licht dar.


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12.04.2020 um 17:58
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Darf man fragen ob die Engelbrechts immer bei derselben Polizeidienststelle und dem gleichen Beamten waren ?
Davon muss man ausgehen. Denn juristisch ist bei Vermisstenfällen immer diejenige polizeiliche Dienststelle zuständig, in der die vermisste Person ihren Hauptwohnsitz hat.
Wo die Personen selbst wohnen, die die Vermisstenmeldung erstatten ist bei einer volljährigen Vermissten unerheblich.

Wird eine andere Dienststelle aufgesucht, etwa wegen Unzufriedenheit in der Bearbeitung hat auch keine Möglichkeit, die Dienststelle zu wechseln, etwa weil man sich erhoffen würde, dass diese evtl. anders vorgehen würden, bzw. eher polizeiliche Maßnahmen einleiten würden. Man wird da immer an die zuständige Dienststelle zurück verwiesen.

Es besteht aber immer die Möglichkeit einen Rechtsanwalt einzuschalten oder / und einen nächst höheren Dienstvorgesetzten in der zuständigen Dienststelle zu verlangen, bzw. eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei der zuständigen Behörde einzureichen.


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12.04.2020 um 21:11
https://www.polizei.rlp.de/fileadmin/user_upload/LKA/Dokumente/BKA_Infobroschuere_Vermisstensachbearbeitung.pdf
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Wer entscheidet eigentlich darüber ob eine Vermisstenanzeige aufgenommen wird oder nicht ? Ein einzelner Beamter oder fragt der bei seinem Chef nach ?
Ich gehe davon aus, dass die diensthabenden Beamten den Fall ihrem zuständigen Einsatzleiter vorlegen müssen.
Dann werden zusammen die folgenden Maßnahmen besprochen und entschieden. Die konkreten Details werden in dieser Broschüre gut zusammengefasst.

Sollte zum Beispiel sofort gesucht werden müssen mit größerem Personalaufgebot muss der Einsatzleiter die Maßnahmen einleiten und koordinieren, weil etwa eine minderjährige Person oder gar ein Kleinkind oder ein dementer Senior verschwunden ist.
Wenn keine Gefahr für Leib und Leben der Vermissten zu erwarten ist/ keine Fremdgefährdung vorliegt und die vermisste Person über 18 Jahre alt ist, kann der Einsatzleiter auch die Entscheidung treffen, dass erst mal abgewartet wird.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

12.04.2020 um 21:22
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Darf man fragen ob die Engelbrechts immer bei derselben Polizeidienststelle und dem gleichen Beamten waren ?
Die Engelbrechts haben zuerst die Polizeiinspektion 33 in München aufgesucht, um dort eine Vermisstenanzeige zu aufzugeben. Nachdem sie dort zwei Mal abgewiesen wurde, haben sie sich direkt an die Vermisstenstelle der Polizei in München gewandt (KPD 1 Dez. 11). Nachdem sich Polizeiinspektion 33 und KPD 1 Dez. 11 dann miteinander abgesprochen haben, hat die Polizeiinspektion 33 die Vermisstenanzeige aufgenommen und die Ermittler der Polizeiinspektion 33 haben erste Ermittlungen aufgenommen und z.B. die Wohnung und den Keller der Engelbrechts durchsucht.
3 Wochen nachdem Sonja verschwunden war, übernahm dann die Mordkommission in München den Fall. Die Mordkommission in der Ettstrasse ist auch heute noch für den Fall zuständig.
Die Engelbrechts hatten dadurch im Laufe der Jahre mit mehreren unterschiedlichen Ermitteln zu tun. Auch innerhalb der Mordkommission gab es personelle Veränderungen. Früher war z.B. mal Kriminaldirektor Udo Nagel zuständig, der später in Hamburg Polizeipräsident wurde. Kriminaloberrat Josef Wilfling war auch eine zeit lang zuständig. Er ist jetzt bereits in Rente.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

13.04.2020 um 03:34
Zitat von NeubsiNeubsi schrieb:Sehr bedauerlich, dass hier nicht zeitnah Spürhunde eingesetzt wurden (zumindest weiß ich nichts davon), da Sonja den Weg nicht täglich gegangen ist, wäre so feststellbar gewesen wo sie lang gegangen ist und vielleicht auch wo sie verschwunden ist.
1995 standen noch keine Mantrailer zur Verfügung. Erst nach der Jahrtausendwende, etablierte sich diese Hundedisziplin aus den USA kommend auch in Deutschland.

In den 90igern standen nur herkömmliche Fährtenhunde bereit, um die Spur eines Menschen zu verfolgen. Fährtenhunde können aber nur auf Naturboden eingesetzt werden, weil sie die Spur anhand von Bodenverletzungen verfolgen. Auf Asphalt, Steinplatten, Teer...reißt für sie die Spur ab.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

13.04.2020 um 07:37
@EDGARallanPOE


Interessante Frage, wann und wo das Mantrailing angefangen hat.

Dieser Artikel ist interessant.
Hier steht und wird belegt, dass das Mantrailing n Europa schon viel früher angewandt wurde (vor den USA), es ist nur in Vergessenheit geraten.
https://www.mantrailing-schweiz.ch/de/geschichte


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13.04.2020 um 13:52
@Dwarf
@Rotmilan

Danke für die Infos.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:keine Gefahr für Leib und Leben der Vermissten zu erwarten ist/ keine Fremdgefährdung vorliegt ... dass erst mal abgewartet wird.
Und genau da liegt das Problem ...

Da Robert Teil der Clique war, gehe ich mal davon aus das es nichts gibt was Robert nicht über Sonja gewusst hat ...

Auch denke ich das er Sonja sehr gut einschätzen konnte.

@Dwarf
Man wusste das Robert mit seinen Eltern in den Urlaub nach Slowenien gefahren ist. Ich gehe mal davon aus das er dort nicht im Hotel sondern bei der Verwandtschaft übernachtet hat ?

Hatte man keine Telefonnummer oder genaue Urlaubs-Adresse ?

Da er sonst immer eine Urlaubskarte geschrieben hat, müsste doch zumindest der Urlaubs-Ort bekannt gewesen sein ?
Zitat von DwarfDwarf schrieb:Die Engelbrechts hatten dadurch im Laufe der Jahre mit mehreren unterschiedlichen Ermitteln zu tun. Auch innerhalb der Mordkommission gab es personelle Veränderungen. Früher war z.B. mal Kriminaldirektor Udo Nagel zuständig, der später in Hamburg Polizeipräsident wurde. Kriminaloberrat Josef Wilfling war auch eine zeit lang zuständig. Er ist jetzt bereits in Rente
Wilfing wurde 2002 Chef der Mordkommission und ging Januar 2009 in Rente, hat den Fall damals von. U. Nagel übernommen.

2003 gab es dann eine Ermittlungsgruppe Frauenmorde und Wilfing glaubte den Fall Engelbrecht in wenigen Monaten abschliessen zu können.
Zitat von DwarfDwarf schrieb:3 Wochen nachdem Sonja verschwunden war, übernahm dann die Mordkommission in München den Fall.
Und da man dort der Meinung war das so junge Menschen keine Kapitalverbrechen begehen, wurde kein Telefon und

keine Schellingwohnung überprüft. Robert muss auch sehr überzeugend gewesen sein, hat bestimmt keine 4 Wochen

gedauert und er war raus aus der Sache.

Stattdessen wurde die Schwester und die Familie überprüft da Robert ja ausgesagt hatte das Sonja die Schwester

anrufen wollte ...


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Der Fall Sonja Engelbrecht

13.04.2020 um 14:48
@DieKrähe
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Da Robert Teil der Clique war, gehe ich mal davon aus das es nichts gibt was Robert nicht über Sonja gewusst hat ... Auch denke ich das er Sonja sehr gut einschätzen konnte.
Ja, Krähe das sehe ich genauso wie Du.
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Hatte man keine Telefonnummer oder genaue Urlaubs-Adresse ?Da er sonst immer eine Urlaubskarte geschrieben hat, müsste doch zumindest der Urlaubs-Ort bekannt gewesen sein ?
Das ist mir auch völlig unverständlich, dass die Polizei MC offenbar nicht mal einen Telefonkontakt zu Markbert am Urlaubsort hergestellt hat. Der Urlaubsort war mit Sicherheit bekannt, da Markbert sonst immer die besagte Urlaubskarte geschrieben hat.
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:2003 gab es dann eine Ermittlungsgruppe Frauenmorde und Wilfing glaubte den Fall Engelbrecht in wenigen Monaten abschliessen zu können.
Evtl.wollte Wilfling damit auf jemanden Druck ausüben? Mir fällt da der Vermisstenfall Katrin Konert ein, die in der Neujahrsnacht 2001 in der dörflichen Wallachei in Bergen/ Dumme verschwand. Auch da gabs zwischenzeitlich zeitnah zum Verschwinden eine Meldung, dass der Fall Katrin wohl in wenigen Monaten abgeschlossen werden würde....jedoch bis heute ist er nicht abgeschlossen und Katrin immer noch vermisst.
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:keine Schellingwohnung überprüft. Robert muss auch sehr überzeugend gewesen sein, hat bestimmt keine 4 Wochen gedauert und er war raus aus der Sache.
Dass in der Schelling- Wohnung nicht zeitnah zum Verschwinden von Sonja eine Hausdurchsuchung statt gefunden hat, ist nicht nachvollziehbar. Auch hätte man sich die Bodenräume u Keller und falls vorhanden die zugehörigen Garagen dort von Ermittlerseite näher in Augenschein nehmen müssen.
Denn die letzte neutrale Zeugin, Nachbarin im Schellingstraßen Haus sah Sonja dort zuletzt gegen 22.00 Uhr im Treppenhaus. Und Sonja war mit Markbert und den Jungs dort in einer Wohnung zuletzt aufhältig.
Das wäre aus meiner Sicht der kriminalistische Anknüpfungspunkt und die Nachbarin die letzte neutrale Person, die Sonja lebend gesehen hat.

Statt dessen hat man Wochen später bei den Engelbrechts die Blumentöpfe auf links gedreht und dort durchsucht...Es ist ja sinnvoll und richtig in der Familie von Sonja auch zu gucken, aber warum suchte man nicht zunächst mal dort, wo eine neue neutrale Zeugin das spätere Opfer zuletzt lebend gesehen hatte- das kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen.


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13.04.2020 um 22:04
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Man wusste das Robert mit seinen Eltern in den Urlaub nach Slowenien gefahren ist. Ich gehe mal davon aus das er dort nicht im Hotel sondern bei der Verwandtschaft übernachtet hat ?
Das weiß ich leider nicht. Es ist aber gut vorstellbar. Die Familie stammt ja wohl aus dieser Gegend.
Zitat von DieKräheDieKrähe schrieb:Hatte man keine Telefonnummer oder genaue Urlaubs-Adresse ?

Da er sonst immer eine Urlaubskarte geschrieben hat, müsste doch zumindest der Urlaubs-Ort bekannt gewesen sein ?
Er hat zwar zuvor aus seinen Urlauben Urlaubskarten geschrieben, aber ich weiß nicht wo er da im Urlaub war. Es ist auch möglich das er da in anderen Ländern Urlaub gemacht hat.

Letztendlich hat die Polizei aber auch gar keine Anstalten gemacht ihn zu erreichen. Sie waren ja der Meinung, dass Sonja mit ihm und seinen Eltern gemeinsam in den Urlaub gefahren sein könnte und das sie in zwei Wochen wieder zurück sein würde.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

14.04.2020 um 10:04
@Dwarf
Hat die Polizei das ernsthaft vermutet, oder war das nur eine Frage der Polizei, ob das denkbar sei? Alle Möglichkeiten müssen angesprochen werden, aber dass jemand müde, ohne Geld, Telefonkarte und Wechselkleidung spontan Montags Nachts zwei Wochen aus der Kneipe raus heimlich in Urlaub fährt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Das glaubt ja niemand wirklich.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

14.04.2020 um 17:42
Es ist 25 Jahre her - wie die Zeit vergeht!

@DieKrähe / du hast den Fall noch immer nicht aufgeklärt. Wie lange bist du schon dran? Warum lässt dich der Fall nie los?

Der Fall ist mysteriös. Ich denke, dass es Ungereimtheiten in den Aussagen gibt, die sich aber nicht beweisen lassen. Zudem wurde nichts an Spuren gesichert und es gibt keine Leiche, deshalb glaube ich, dass sich dieser Fall nur noch klären lässt, wenn Kommissar Zufall zuschlägt oder der Täter einbricht und sein Gewissen erleichtert. Der hat ja vermutlich noch Zeit. Er ist ja noch in den besten Jahren wie ich vermute ... vielleicht waren es auch mehrere? Das ist für mich der Haken an der Sache. Schweigen alle konsequent und dauerhaft? Geht das? Ist da nicht Angst, dass einer singt? Oder war es doch der große Unbekannte?

Das alles hier sind nur Vermutungen und Spekulationen. Der Fall ist aus ermittelt. Hin und her gedreht alles.

Die, die sie geliebt haben, mussten Unerträgliches ertragen. Ich könnte das nicht. Warum gibt der Täter nicht wenigstens anonym einen Hinweis? Wie kann man Eltern so etwas antun? Was für ein Monster. Wie feige auch. Ich denke, dass wenn es eine Leiche gibt, wenn die Eltern ihre Sonja endlich begraben könnten, dann fänden sie etwas Ruhe. Und die Chance zum Abschied.
Das finde ich 25 Jahre danach wäre endlich Zeit.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

14.04.2020 um 20:33
@Dwarf
Es gab keinen Termin am anderen Tag sondern die Eltern von Julian kamen am anderen Tag wieder nachhause. Das steht in einem Zeitungsartikel.
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb: Schweigen alle konsequent und dauerhaft? Geht das? Ist da nicht Angst, dass einer singt?
Das Schweigen funktioniert doch sehr gut. Siehst du doch an der Homepage. Selbst einfachste Fragen werden nicht

beantwortet. Aber eines mal vorweg. Robert hat ein gutes Alibi: Lucie, Elli, und Anna
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb:wenn Kommissar Zufall zuschlägt oder der Täter einbricht und sein Gewissen erleichtert.
Sowas solls ja geben.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb: könnte durchaus zu der Schlussfolgerung kommen, dass die Widersprüche eben doch ermittlungsrelevant sein könnten und den Fall anders, als das damalige Team von 1995 beurteilen.
nochmal ganz genau auf dem Fall Sonja Engelbrecht schaut, alle Akten neu sichtet,
War in der Vergangenheit schon häufiger so das ein möglicher Täter als Zeuge vernommen wurde oder es zumindest Hinweise auf diese Person gegeben hat.
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb:Der Fall ist aus ermittelt. Hin und her gedreht alles.
Vielleicht ist das so, vielleicht auch nicht. Die Frage ist auch ob es im Vorfeld nicht "gewisse Ereignisse" auf

eine mögliche Gefährdung von Sonja Engelbrecht gab oder das hinterher nur behauptet wurde und wenn ja, warum.


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14.04.2020 um 22:07
@DieKrähe
Gab es denn Ereignisse im Vorfeld? Oder Hinweise irgendeiner Art?


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15.04.2020 um 17:18
Dieser zugegebene Anruf bei dem Mädchen aus der Wohnung von Julian ist schon sehr vielsagend angesichts der Geschichte mit der Telefonkarte und auch das Pipi machen im Gebüsch wenn man als junge Frau ne knallenge Lederhose an hat und das sowas von umständlich ist und vor allem wenn man grad aus ner Wohnung gekommen ist ... und sie sich dann auch noch beobachtet fühlt.
Hallo? Klingelt was?
Das stimmt alles hinten und vorne nicht. Nix davon.
Ich will damit keineswegs sagen, dass das ne Schuldzuweisung ist, aber in jedem Fall ne Schutzbehauptung.
Schwachsinn ist das. Oberfaul.
Dass die Polizei sowas geglaubt hat - niemals. Aber Beweise mal dass es anders war. Das ist die Aufgabe der Polizei. Und das hat sie nicht geschafft. Bis heute!


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Der Fall Sonja Engelbrecht

15.04.2020 um 17:23
War da was mit Drogen? Weil sie so müde war bisschen was zum hochkommen? Ging es schief? Sowas kann schief gehen. Vorerkrankungen, Unfall.
Und dann ist Holland in Not.
Da hält man die Klappe. Ich hab da schreckliche Gedanken wie es weiterging und möchte das hier aus Rücksicht nicht schreiben. Mitte der 90er kriegte man alles. Manche kamen nicht gut drauf.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

15.04.2020 um 17:43
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb:Dieser zugegebene Anruf bei dem Mädchen aus der Wohnung von Julian ist schon sehr vielsagend angesichts der Geschichte mit der Telefonkarte und auch das Pipi machen im Gebüsch wenn man als junge Frau ne knallenge Lederhose an hat und das sowas von umständlich ist und vor allem wenn man grad aus ner Wohnung gekommen ist ... und sie sich dann auch noch beobachtet fühlt. Hallo? Klingelt was?
Das klingelt ziemlich laut. Zumal Markbert nach 14 Tagen den beamten drei verschiedene Stellen der Polizei gezeigt hat und sich nicht mehr sicher war, wo Sonja nun wirklich austreten musste. Da kann nicht nur der Orangensaft an der fehlenden Erinnerung bei einem nur 1,2 km langen Weg sein.
Zumal es defintiv zwei Tram Stationen gab, die viel näher an der Schelling Wohnung gelegen waren.
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb:War da was mit Drogen? Weil sie so müde war bisschen was zum hochkommen? Ging es schief? Sowas kann schief gehen. Vorerkrankungen, Unfall. Und dann ist Holland in Not. Da hält man die Klappe. Ich hab da schreckliche Gedanken wie es weit
Möglicherweise war da was mit Drogen und/ oder Alkohol, zumindest ist meine Überzeugung, dass nicht nur Orangensaft getrunken wurde. Bei übermäßigem Alkoholgenuss kann es auch schon vorkommen, dass man sich nicht mehr genaus erinnern kann, wie der Rückweg zum SMP verlaufen ist und wo Sonja ins Gebüsch zum Austreten verschwand.
Zitat von RagnarrökRagnarrök schrieb:Mitte der 90er kriegte man alles. Manche kamen nicht gut drauf.
Ja, hast Du Recht. Ich glaube in München wurde so etwas von der Polizei sehr viel strenger geahndet als in allen anderen Bundesländern damals. Die Frage ist, ob das ein Grund sein könnte, keinen RTW anzurufen. Evtl. wurde ihr Zustand auch falsch eingeschätzt und der Notfall nicht rechtzeitig erkannt.
Ragnarrök schrieb (Beitrag gelöscht):Da standen Taxis, da Stand die Tram. Wieso sollte er sie dort zurücklassen? Was macht das für einen Sinn? Ich glaube sie war nie an dem Platz.!
Wenn sie tatsächlich am SMP angekommen war, kann ich mir nur Übelkeit als Grund von Sonjas Seite für ein freiwilliges Zurückbleiben vorstellen. Dann am HBF hätten Markbert und Sonja ohnehin in versch. Richtungen weiter fahren müssen.
Ich bin da zwiegespalten und sehe da etwa jeweils eine 50% Möglichkeit dass Sonja nicht mehr am SMP angekommen ist und 50% dafür, dass sie doch dort ankam und zurückblieb.
Dass Sonja nicht mehr am HBF München ankam in dieser Nacht liegt für mich bei gut 90% Wahrscheinlichkeit. Dort hätte es sicher Zeugen gegeben immerhin ist MC eine 1,2 Millionen EW Stadt und kein Dorf.
Bei der zweiten Version kann man dann nicht ausschließen, dass evtl. ein seriös wirkender Autofahrer anhielt und sie entgegen ihren sonstigen Gewohnheiten ein Angebot annahm, zur Mitfahrt Richtung München- Laim.


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