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Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

561 Beiträge, Schlüsselwörter: Serienmörder, Cuxhaven, Bremerhaven, Sexualmorde, Frauenmorde, Discomorde

Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

15.04.2016 um 10:06
Hallo @blauotti ,

vielen Dank für diese Information.
Es ist ja schon wirklich bemerkenswert: vier der fünf 1977-1982 verschwundenen jungen Frauen waren also vorher in kleinen Kiffer-Disco-Kaschemmen.
Wie Du schreibst, war Trampen aber nicht das Privileg dieser Mädchen, die der Kiffer-Szene nahestanden, sondern quasi jederfraus Sache.
Zudem hat der Täter sich offensichtlich nicht besonders an Wochenenden auf die Jagd begeben, wo die größte "Beute" zu erwarten gewesen wäre, sondern ganz unabhängig davon. Man könnte fast sagen, er hat sich eher an den Öffnungszeiten der Kiffer-Discos orientiert.
Es ist nun wirklich reizvoll, hier ein Profil dieses Herren zu erstellen.


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Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

15.04.2016 um 17:36
Ich vermute, dass er selber häufiger Gast dieser Discos war. Vermutlich kannten ihn sogar einige Leute gut, evtl. auch die Mädchen. Es traut ihm vielleicht nur keiner einen Mord zu, geschweige denn Serienmorde. Oder er ist Einzelgänger und war so unauffällig, dass ihn keiner wahrgenommen hat.
Für mich stellte sich dann die Frage, wie kam der Kontakt zu den Frauen zustande und weshalb kam es bei diesen Frauen bzw. an diesen Tagen zu den Taten? Weshalb nicht an anderen Tagen oder gar häufiger? Was hat den Anlass/die Motivation oder die Möglichkeit für den Täter an diesen Tagen gegeben?


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Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

20.04.2016 um 20:56
darkstar69 schrieb am 15.04.2016:Ich vermute, dass er selber häufiger Gast dieser Discos war.
Das ist ja nun wirklich naheliegend. Die Frage ist eher noch in welcher Rolle er Teil dieser Kiffer-Disco-Szene war.
War er Freund dieser Rock-Musik? Ging es ihm eher um die Gemeinsamkeit mit gleichgesinnten Kiffer-Drogen-Freaks?
Oder war er der verklemmte, der an der Seite am Tresen saß und davon träumte ein "junges Ding" rumzukriegen?
ODER - stand er auf der anderen Seite, war quasi vor allem geschäftlich als Dealer vor Ort und versorgte die Szene mit Drogen?
Vielleicht auch doch der Tramperinnenjäger der sich mit den Öffnungszeiten der Discos auskannte, und wusste wo spätabends die jungen Damen an der Straße standen?
Gegen letztere Variante spricht wohl vor allem das Verschwinden Anja Beggers. Sie verschwand in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Großstadt Bremerhaven. Es konnte niemals geklärt werden, ob sie sich überhaupt als Tramperin an die Straße stellte. Aber wenn doch erscheint es nun unwahrscheinlich, dass der Killer - inmitten dieser trampenden Mädchen (1977) an so einem Tag - ausgerechnet diejenige aus der Kiffer-Disco Moustache erwischt haben sollte.
Ihr Trampstandort wäre auch sicher nicht in der Nähe der Disco gewesen, sondern sie hätte eine längere Strecke (ca 1 bis 2 km, je nach gewähltem Standort und damaligem Straßenverlauf) zurücklegen müssen, um an die B6 zu gelangen, die zu ihrem Heimatort Midlum führt(e).

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20.04.2016 um 21:55
In der Nacht vom 30. auf 31.10.81 verschwand die 18-jährige Bremerin Britta Schilling aus der KIFFER-DISCO "Why not" und wurde eine Woche später - nicht vergewaltigt und bekleidet - ermordet aufgefunden.
Da dieser Mordfall auch noch recht gut in den scheinbaren Rhythmus des "Großen Killers" passt, plädiere ich dafür, sie mit in die Reihe seiner Opfer einzufügen.

aus Weser-Kurier, 10.11.81
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http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Zurueck-in-die-Siebziger-_arid,359206.html
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24.04.2016 um 04:23
@GonzoX
Den Fall Britta Schilling kenne ich recht gut. Sie ging auf meine Schule und war die beste Freundin der Tochter einer späteren Arbeitskollegin. Sie wurde nicht weit weg meines Schulweges bzw. meines damaligen Wohnortes gefunden.
Allerdings sitzt ja Thomas Rath (Der Moormörder) für den Mord an Britta Sch.
http://historische-serienmoerder.de/gerd-frank-thomas-rath-ein-deutscher-serienmoerder/

Meinst Du, dass Rath noch mehr Taten begangen haben könnte, vor seiner Inhaftierung? Er wurde 1984 verhaftet. Das könnte dafür sprechen, dass es anschließend keine/weniger Morde gab, diese Serie nicht mehr fortgeführt wurde, o.ä. Dann passen aber Taten aus der großen Serie hier evtl nicht mit rein, da sie später waren. Und ich habe keine Hinweise darauf finden können, dass Rath für Taten in Münster/Osnabrück und Heidelberg in Frage kommen könnte. Er war zwar bei der Bundeswehr, aber ob er dort stationiert war oder aus anderen gründen dort lebte, weiß ich nicht. Zudem wäre er für die Taten der Serie in Münster wohl auch zu jung. Seine weiteren Opfer neben Britta hattest Du nicht (mehr) in der Liste.

Beitrag von GonzoX, Seite 19


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24.04.2016 um 17:49
Hallo @darkstar69 ,

das trifft sich gut, dass Du im Fall Britta vielleicht ein paar Inider-Kenntnisse hast. Ich finde, es ist über alll diese ermordeten jungen Frauen viel zu wenig bekannt. Gerade nun wo sich abzeichnet, dass die Anbahnungssituation vielfach gewaltfrei stattfand.
Bei eingen (norddeutschen Opfern) gab es ja bisher auffällige Übereinstimmungen im Aussehen (dunkle glatte Haare, rundes Gesicht (passt ganz gut auch auf Britta)) aber auch im Charakter: eher zurückhaltend, teils kirchlich aktiv, Gymasiastinnen..
Britta wird hingegen im Artikel als "lebenslustiges" Discomädchen beschrieben, war Haushaltsschülerin und ansonsten...?
Bisher hatte ich mich innerlich noch geweigert über diese Namenssymmetrie der Opfer nachzudenken:
Anja-Angelika-Anke-Andrea-Britta-Christina-Uta-Jutta
- Also vier mal hintereinander AN als Anfangsbuchstaben (Irene Warnke fällt etwas heraus)
- Bis Christina das Alphabet eingehalten
- 7 mal A als letztem Buchstaben
- 3 der letzten vier Opfer -ta am Ende des Namens
- in Heidelberg 2 mal Monika, 2 mal Maria
Was soll man davon bloß halten, nur Zufall???

Meinem Verständnis nach war Thomas R. ein F.c..r und Vergewaltiger. Die Leidenschaft des Münsterland-Mörder war dagegen wohl vor allem das Töten selbst.
Da Britta nicht vergewaltigt und nicht mal entkleidet war, passte es also in dieser Hinsicht viel besser zum Münsterländer.
Falls Thomas R. der Verursacher der ihm von Hobby-Kriminalisten aber auch von Harbort zugeschriebenen Mordserie sein sollte, hätte man doch sicher mittlerweile bei einem seiner Opfer eine DNA-Spur gefunden.
Stattdessen betrachtet die Kripo Osterholz/Verden jene Fälle noch immer als ungeklärt und fahndet weiterhin (bzw immer wieder mal) nach dem Täter.

Beitrag von GonzoX, Seite 15


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28.04.2016 um 16:09
In der aktuellen Spiegel-Ausgabe befindet sich ein umfangreicher Artikel über den Münsterland-Mörder.
Es geht vor allem um einen besonders tatverdächtigen - aber schon verstorbenen - Herrn. Dessen Überführung scheitere vor allem noch daran, dass man ihn aus rechtlichen Gründen nicht exhuminieren kann, um ihm eine DNA-Probe zu entnehmen.
Der Text wird sicher bald im Spiegel-Archiv erscheinen (noch ist er digital nicht einsehbar), ich verzichte erstmal darauf ihn hier einzustellen.
Damals war dieser Herr (aus nichtgenanntem Grund) verdächtig geworden und konnte für die vier Taten kein Alibi angeben. Außerdem fuhr er 1971 einen weißen Käfer und war blond (wie der Verdächtige auf dem Phantombild aus der Rheiner Disco Tenne).
Das ist natürlich interessant und es wäre zu wünschen, dass man irgendwie an dessen DNA gelangen könnte - vielleicht ja über seine Familie. Aber ich finde die Verdachtsmomente nicht so stark, dass der Fall damit geklärt wäre.
Wenn es beispielsweise ein alleinstehender Student mit unregelmäßigem Lebenslauf gewesen wäre, wie hätte er auf Jahre zurück Alibis für die Tatzeiten beschaffen sollen? Und ein weißer Käfer war vermutlich damals das gewöhnlichste Auto überhaupt.
Interessant finde ich immer, etwas zwischen den Zeilen zu lesen. So befinde sich das Grab des Herrn "irgendwo in Deutschland" - also offensichtlich nicht im Münsterland.
Im Artikel wird auch auf die Fortsetzung der Serie in Süddeutschland hingewiesen. Also scheint der Verdächtige in diese Schablone zu passen, hat also vermutlich dort gelebt.

Interessant sind noch einige bisher unbekannte Details, wie die Tatsache das er sein letztes Münsteraner Opfer Erika Kunze nicht nur erwürgte sondern auch mit einem spitzen Gegenstand traktierte.
Außerdem hatte er seine Münsteraner Opfer zwar nicht komplett ausgezogen aber jeweils ihre Genitalien entblößt.


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Das Todesdreieck - Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

29.04.2016 um 17:10
Auch anlässlich dieses Spiegel-Artikels finde ich es interessant, den Fall Barbara Storm noch mal etwas genauer zu betrachten. Dieser ist ja alles andere als ein klassischer Tramperinnen-Mord.

13.05.1972 19:30 (Samstag) Schüttorf - steht als Tramperin an Straße Richtung Rheine
------------------------------------Rheine----- besucht Disco Tenne , Übernachtungsort unbekannt
14.05.1972---------(Sonntag) Rheine------ Disco Tenne----------, Übernachtungsort unbekannt
15.05.1972 ca15:00(Montag)--------------- ruft bei ihrer Bank in Schüttorf an
---------------abends-------------Rheine------ Disco Tenne, wird dabei mit dem blonden gescheitelten jungen Mann gesehen
16.05.1972---------(Dienstag) Schüttorf---- wird mit Mann auf Straße gesehen, schlank Narbengesicht
(könnte auch schon Montag gewesen sein)
17.05.1972---------(Mittwoch) Stroemfeld-- Leichenfund


Dieser Ablauf erinnert doch deutlich an den Fall Monika Sorn, bei dem der Täter zunächst auch längere Zeit mit dem Opfer in scheinbarer Normalität eine Gasstätte aufsuchte.
In diesem Fall wurde damals vermutet, dass Drogen im Spiel waren. Wie sonst hätte dem Täter wohl die Situation derart entgleiten können.
Auch im Fall Barbara Storm scheint mir das eine denkbare Variante zu sein. Barbara scheint sich hier tagelang völlig unter Kontrolle des - oder sogar der - Täter(s) befunden zu haben. Ohne sich zu Hause gemeldet oder ihre Arbeitsstelle aufgesucht zu haben.

War der junge Mann in Schüttorf wohl der gleiche wie ihr letzter Begleiter in der Tenne?
20 bis 30, 1,75-1,80m, schlank, Narbengesicht------------/-----------20 bis 25, 1,80-1,90 m, mittelblond, Mittelscheitel

http://www.mv-online.de/region/muensterland_artikel,-Der-Mordfall-Barbara-Storm-_arid,535494.html


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01.05.2016 um 16:13
Hier mal eine Übersicht der Abgreifsituationen der einzelnen Fälle:

- Edeltraut van Boxel 21.11.71 - 20:15 - (Sonntag) Münster, Straßenstrich
- Barbara Storm--13.-15.05.72 - 19:30 - (Samstag bis Dienstag) Schüttorf (Tramp) + Rheine (Disco)
- Marlies Hemmers---06.08.73 - 07:00 - (Montag) Bas Bentheim, Tramp
- Erika Kunze----------22.10.74 - 15:00 - (Dienstag) Münster, Tramp
- Monika Sorn---------13.09.75 - 19:30 - (Samstag) Hembach, Tramp + Kneipe
- Maria-Elsa Scholte--30.04.76 - ca15:00 - (Freitag) Heidelberg, Tramp
- Monika Pfeifer-------11.10.76 - 01:30 - (Sonntag/Montag) Ziegelhausen, Tramp
- Maria Th. Majer ca25.-28.04.77 - ? - (Donnerstag) Heidelberg, Tramp oder geheimer Freund
- Anja Beggers--------07.10.77 - 22:30 (Freitag) Bremerhaven, Disco-Bekanntschaft oder Tramp
- Angelika Kielmann 07.06.78 -23:00 (Mittwoch) Cuxhaven, Tramp od. Disco Bekanntschaft
- Anke Streckenbach 16.05.79 23:30 (Mittwoch) Cuxhaven, Tramp od. Disco Bekanntschaft
- Andrea Martens-----30.11.80 - ? ---(Sonntag) Garlstedt, Tramp od. Bekanntschaft in US-Kaserne
- Britta Stelling--------31.10.81--------(Samstag) Bremen, Tramp od. Disco-Bekanntschaft
- Christina Bohle-----14.08.82 - 02:00 (Freitag/Samstag) Heerstedt, Disco-Bekanntschaft oder Überfall
- Uta Flemming-------03.07.85 - ca15:00 (Mittwoch) Osterholz-Scharmbek - Überfall oder geheimer Freund
- Jutta Schneefuß----13.06.86 - 19:30 (Freitag) Loxstedt - Tramp
- Irene Warnke-------24.08.86 ----------(Sonntag) Bederkesa - Überfall auf Heimweg


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01.05.2016 um 18:18
@GonzoX
Ich habe den Spiegel Artikel auch mit Interesse gelesen und daraufhin bei XY -Wiki mal nachgesehen.
Interessant finde ich auch dazu die Mord- und Vergewaltigungsserie im Frankfurter Raum.
Die Polizei hatte damals einen Tatverdächtigen, Walter Ludwig G., dem die Morde aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten.
Könnte er eventuell der Münsterland- bzw. Rhein-Neckar-Mörder gewesen sein?
http://youtu.be/US1OEOXhKUA


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02.05.2016 um 17:15
Hallo @Schimpanski ,

von dem Münsterland-Mörder hat man ja eine DNA-Spur in den Rückständen unter dem Fingernagel eines seiner Opfer gefunden. Von einem der Ermittler hieß es auch mal, man verfüge gar über eine "fette DNA-Spur". (Ich finde die Quelle gerade nicht).
Bereits verurteilte Vergewaltiger, Kriminalmörder und sonstige Schwerverbrecher scheiden also als Täter in der Serie aus. Außerdem zeichnete sich dieser Täter ja auch gerade dadurch aus, dass er auf Penetration seiner Opfer verzichtete.
Gemeinhin gelten Serienmörder als die Kriminellsten aller Straftäter. Also in der Regel haben sie ein langes Strafenregister in den verschiedensten Bereichen.
Der Münsterländer hingegen muss sich nie erwischen lassen, oder aber ein recht bürgerliches Leben geführt haben.
Ich würde auch nicht ausschließen, dass es weitere DNA-Spur-Spur-Treffer gibt, diese aber aus ermittlungstaktischen Gründen geheimgehalten werden.
In dem hier eingestellten Film "Serienkiller im Visier der Fahnder", der sich umfangreich mit der Heidelberger Serie beschäftigt, heißt von einem Kriminaler, "man finde fast bei jedem Mord-Opfer DNA-Spuren" - man geht jedoch nicht darauf ein, welcher Art diese bei den Heidelbergerinnen waren. Da im aktuellen Spiegel-Artikel immer noch beide Serien in Verbindung gesetzt werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass man zumindest Spuren gefunden hat, die in eine andere Richtung deuten lassen würden.


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06.05.2016 um 20:30
Erwähnenswert finde ich, dass es neben Britta Schilling noch eine weitere junge Frau gab, die nach ihrem Besuch in der Bremer Disco "Why Not" ermordet wurde:

Es handelt sich um Ulrike Göbber, die am 3. März 1985 sterben musste.

https://www.youtube.com/watch?v=nBPtMhmdSRU

Bildschirmfoto 2016-05-06 um 20.20.52
Grabstein-Foto hier entnommen:
http://grabsteine.genealogy.net/tomb.php?cem=275&tomb=402&b=M&lang=de

Als tatverdächtig gilt wie schon im Fall Barbara Storm eine blonde Disco-Bekanntschaft. (siehe min. 28:05 im XY-Beitrag)
Die Beschreibungen der vermeintlichen Täter passen allerdings was Alter und Größe angehen nicht sehr gut zusammen.


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06.05.2016 um 21:20
Einstellen möchte ich auch noch einen weiteren Artikel zum Fall Anke J. (1980).


Weser-Kurier, 7.8.1980
Bildschirmfoto 2016-05-06 um 21.06.39

Interessant finde ich hier die Erwähnung der Leichenablage - das Opfer war an einen Baum angelehnt.

Dieses erinnert nun wiederum an die ganz ähnliche Ablage der 1977 in Heidelberg ermordeten 15-jährigen Maria-Theresia Majer. Ebenso die Schläge auf den Kopf.

min. 25:10
https://www.youtube.com/watch?v=-N5UWphM8O0


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07.05.2016 um 13:36
Weiß jemand, ob außer der Fall Uta Flemming, nochmal andere dieser Fälle wieder aufgegriffen worden sind? Wurden sie erneut untersucht, geprüft und neu bewertet? Neu nach DNA usw gesucht? Wurde eine OFA gemacht?
Einige Fälle gelten ja als geklärt, obwohl es nicht nachgewiesen werden konnte, dass der richtige Täter gefasst wurde.
Es wäre ja interessant, inwiefern heute eine neue Datenlage, eine neue Erkenntnis, o.ä. dabei heraus käme. Jeweils zu allen Fällen einzeln und jeweils als mögliche Serie. Die Morde im Münsterland und Heidelberg scheinen ja nachgewiesener weise zusammen zu gehören.
Zu welchen Taten wurde denn auch im Todesdreieck schon DNA gefunden?


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09.05.2016 um 20:12
@darkstar69

Man kann wohl sicher davon ausgehen, dass die Kripo in jedem dieser ungeklärten Mordfälle (mit Leichenfund) nach DNA-Spuren gesucht hat.
Direkte Medienberichte darüber gibt es in dem Fall der Bremerhavener Prostituiertenmorde, wo man fündig wurde. (hier eingestellter Film mit Axel Petermann)

Und am 4.9.12 erschien im Weserkurier ein Artikel, der sich hauptsächlich mit Vermisstenfällen in Niedersachsen beschäftigte, bei dem man aber auch bei der Kripo Osterholz/Verden nach ungeklärten Fällen fragte. Diese dann von jenen Frauen-Morden berichtete, die man Thomas R. zuschrieb.
Diese sind also UNGEKLÄRT und man sucht(e) dort nach DNA-Spuren.
http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-1006-Vermisste-in-Niedersachsen-_arid,366296.html

Bildschirmfoto 2016-05-09 um 20.02.16

Nach DNA-Spuren hat man sicher auch im Fall Irene Warnke gesucht. Bezweifeln darf man, dass man dieses auch im Fall der 1992 in Bremerhaven ermordeten Amerikanerin tat.
Falls man eine Spur fände, die zu einem einschlägig bekannten Täter führte und daraus ein Prozess folgte, würde man dieses sicher bald bekanntgeben. Ich kann mir aber vorstellen, dass man Spur-/Spur-Treffer aus ermittlungstaktischen Gründen durchaus auch geheimhalten würde.


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09.05.2016 um 20:23
hallo gonzox

was mich wundert ist, das damals bei irene warnke
am tatort/fundort eine kette gefunden wurde.

warum wurde diese bisher nicht auf dna spuren untersucht ?
oder doch?
weil bisher ist kein ergebnis bekanntgeworden.

irene warnke soll sich an diesem besagten abend in der disco in bederkesa mit ihrem freund gestritten haben und danachauf den weg nach hause gemacht haben.
ich wußte bisher gar nicht das sie einen freund hatte.


in bederkesa gab odergibt es auch einen campingplatz.
vielleicht hatte zu diesem zeitpunkt ja auch jemand besuch und der täter war mit fahrrad,mofa,moped oder gar zu fuss unterwegs.
gruss
curt


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10.05.2016 um 01:55
Halo Curt,

von dieser (Opel-)Kette war in zeitnahen Zeitungsberichten nicht die Rede. Ich denke, die Quelle dafür war der Beitrag eines Hobby-Detektivs in einem untergegangenen Forum.
Generell ist es vermutlich durch die Grabenablage im Fall Irene wie auch im Fall Britta Schilling schwierig, DNA-Treffer zu erzielen.
Ich bin aber sicher, dass man alles akribisch nach Spuren untersucht hat.
Interessieren würde mich diese Berdakesaer Disco Momo in der Irene zuletzt war. Könntest Du vielleicht dazu ein paar Details mitteilen? ZB deren Öffnungszeiten, und das Publikum. War es möglicherweise auch eine sogenannte "Kiffer-Disco"??


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19.05.2016 um 09:44
@GonzoX
Gestern auf Spiegel-Online:

Könnte damit der Täter aus dem Spiegel-Artikel gemeint sein?

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/tristan-bruebach-brachte-ein-serienmoerder-den-jungen-um-a-1092632.html


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19.05.2016 um 19:57
Ich glaube nicht, dass es da Zusammenhänge gibt. Da müssten ja auch irgendwie Zusammenhänge in seiner Biografie und seinem Lebenslauf erkennbar sein. Derart sadistische und sexuelle Motive sind ja auch nicht bekannt. Da der obige Täter aber offenbar schon 1971 sadistische Neigungen zeigte, hätte er dies in Heidelberg und Osnabrück/Münster sicher auch getan. Später in Weser-Elbe-Gebiet hätte sich das auch so zeigen müssen. Dennoch weiß man natürlich nie, weshalb ein Täter jeweils individuell in jeder Tat handeln könnte. Bei solch vielen taten, wie hier angedacht, glaube ich das aber eher nicht.


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23.05.2016 um 12:50
Hallo @Zigcat,

ich kenne auch nur die 'talk of the town' Variante.
Aber genau wie bei Uta gibt / gab es nie eine richtige Info.

Gruß aus O-Beck

pinou


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