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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

1.502 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, Bremerhaven, Cuxhaven ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

12.10.2024 um 15:18
@JestersTear
An der etwaigen Einordnung des Elbe-Weser-Dreiecks kann man sich hier orientieren:

Wikipedia: Elbe-Weser-Dreieck

Der Begriff Todes-Dreieck kam ja von der BILD:

https://www.bild.de/regional/bremen/der-ermordeten-maedchen-13453750.bild.html

siehe dazu auch den Eingangspost von Gonzo
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wie gesagt: wahrscheinlich Dutzende bis Hunderte Tramper:innen pro Wochenende (!) in einem Zeitraum von 11 (!) Jahren. Macht irgendwas zwischen 570 - 580 Wochenenden. Elfmal fatalerweise das falsche Auto , was elfmal zuviel ist ....Aber auch zu unrealistisch?
Ich meinte ja, dass ich es auffallend finde, dass es alleine in dieser Region, zwischen Nordsee/Cuxhaven, Hamburg und Bremen in etwa eine solche Häufung an Vermisstenfällen in diesem Zeitraum gab. Eben weil es anderswo genauso viele Tramperinnen gab, jedes Wochenende, wo es aber eben keine solche Häufung an (erfolgreichen) Vermisstenfällen (und Morden) gab, ist es für mich fraglich, dass es so viele Einzeltäter in dieser einen Region gab. In anderen Regionen gab es auch (Tramperinnen-) Morde, aber mWn nicht in dieser hohen Anzahl und schon gar nicht in Kombi bzw auch allgemein eine derart hohe Anzahl an jahrzehntelangen Vermisstenfällen von Tramperinnen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

01.12.2025 um 23:39
Ich möchte diese Chronologie der Taten und scheinbaren "Kommunikation" des Täters mit Öffentlichkeit und Polizei noch einmal nach vorne holen:

Beitrag von GonzoX (Seite 69)
03.10.76 Bundestagswahl
11.10.76 Monika Pfeifer / Heidelberg-Ziegelhausen
- wird am 20.12.76 nackt aus dem Rhein gefischt, Plastiktüte von C&A über den Kopf gestülpt
(CA hatte damals in Heidelberg eine doppelte Bedeutung, es bezeichnete auch das linksradikal domnierte Studenten-Wohnheim und -Kulturzentrum Collegium Academium. Welches damals gerade besetzt war und geräumt werden sollte)

1976 erscheint der Kriminal-Roman "Trimmel hält ein Plädoyer" bei dem es um einen Handtaschen-sammelnden und überregionaltätigen Serienmörder geht. Dieser bewahrt auch die Zeitungsberichte seiner Taten auf und berauscht sich immer wieder daran. Überführt wird er durch ein Papiertaschentuch.
Der Autor dieses Krimis -Friedhelm Werremeier- war Eduard-Zimmermann-Freund und auch Verfasser der Hörzu-AZ-Artikel zu den Münster-Heidelberg-Cux-Fällen.
Er lebte ausgerechnet in Bad Bevensen (mehrfacher Göhrde-Morde-Schauplatz)

-am Tag Maria Theresias Verschwindens endete der RAF-Prozess in Stuttgart-Stammheim mit dem Schuldspruch)
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 15) (Beitrag von GonzoX)
28.04.77 Maria Theresia Majer / Heidelberg
wird aufgefunden mit eingeritztem Balkenkreuz in der Haut

- am Abend Anjas Verschwindens lief AZ XY im TV
(Hauptfall war ein Lübecker Serienmörder und Souvenirsammler, der sich ausgerechnet in Bad Bevensen suizidierte)
07.10.77 Anja Beggers / Midlum
23.10.77 Kommunalwahl Niedersachsen (Wahlkampf zur Zeit ihrer Entführung)
- spöttische Anrufe bei ihrer Familie ("hat ein Kind in der DDR geboren", "Prostitution in Marrakesch")

29.10.77 Fund des Torsos einer weiblichen Leiche (ohne Kopf, Hände und Beine) im Neckar in Heidelberg, deren Verwesungsgrad auf eine Liegezeit von mindestens drei Monaten (im Wasser) hindeutete
Alter: 20-40, Größe 1,73-1,75, Gewicht 70-80 kg
Die Identität der Toten konnte monatelang (bis zum Ende meiner Recherche) nicht geklärt werden

04.11.77 Aktenzeichen XY Sendung zum Fall der Heidelberger Anhalterinnen

Anja Beggers Mutter hängt Suchplakate an Autobahn-Raststätten aus
27.03.78 Erstausstrahlung des Tatort Krimis "Trimmel hält ein Plädoyer" (basierend auf dem Roman oben)
??.03.78 Platzierung von "Hilferuf Anjas auf Papiertaschentuch" in Automat auf Autobahn-Raststätte Hamburg-Stillhorn)
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_07.12.1979


04.06.78 Landtagswahl Niedersachsen
- am Tag ihres Verschwindens erschien in den Cuxhavener Nachrichten eine Tramperwarnung
07.06.78 Angelika Kielmann / Cuxhaven

16.05.79 Anja Streckenbach
23.05.79 Wahl des Bundespräsidenten Karl Carstens (welcher eine NSDAP-Vergangenheit hatte, infolgedessen seine Wahl von linken Gruppen und Medien sehr kritisch begleitet wurde)
Wikipedia: Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1979
26.06.79 möglicherweise Installation des Täters in Otterndorf, wo an einem Becken Damenkleidung und ein herrenloses Fahrrad entdeckt wurden
Beitrag von GonzoX (Seite 7)

29.11.80 Austrahlung des US-Horror-Films "Ausgeliefert" in dem ein Vergewaltiger und Frauenmörder auftritt (gespielt von John Bob Walton) im "3. Programm"
Youtube: You'll Like My Mother (1972) Patty Duke Thriller - Official TrailerYou'll Like My Mother (1972) Patty Duke Thriller - Official TrailerExterner Inhalt
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30.11.80 Andrea Martens

ab März 81 diverse TRIO-Konzerte in meist kleinen Clubs in Norddeutschland
Hierbei wurde auch regelmäßig das Lied "Du ich wäre so gern bei Dir" gespielt, welches möglicherweise die Tramperinnen-Mordserie thematisiert. Hierbei geht es um weibliche Vornamen (und deren Trägerinnen) die in alphabetischer Reihenfolge besungen werden.
Das Lied wurde nicht auf Platte veröffentlicht. Möglicherweise war also der Täter bei einem dieser Konzerte anwesend, fühlte sich angesprochen und reagierte mit dem "Vornamen-Wechsel" von An-An-..zu Britta-Christina-...

30.10.81 Britta Schilling
- zur Leichenablage überschritt der Täter wieder eine Bundesgrenze (Bremen-Niedersachsen)

14.08.82 Christina Bohle
- spöttische Anrufe bei Ihrer Familie in den folgenden Monaten

02.07.85 Trampwarnung in Niederelbe-Zeitung
03.07.85 Uta Flemming
- ihr Fahrrad wurde im WIFO Wald Bremen-Farge gefunden, unter dem sich ein Riesen-Treibstofflager + Pipeline der NATO befanden
(der Täter überschritt zur Leichenablage die Landesgrenze Niedersachsen-Bremen, analog zu den Münsteraner und Heidelberger Fällen)
(1985 gab es mehrere terroristische Anschläge auf NATO-Pipelines)
http://www.freilassung.de/div/texte/rz/zorn/Zorn35k.htm

11.06.86 Trampwarnung in Niederelbe-Zeitung (fast identische Meldung erschien in Nordseezeitung (gleicher Verlag) erst mehrere Tage später, woraus man vielleicht auf den Wohnort des Täters schließen könnte)
13.06.86 Jutta Schneefuß
15.06.86 Landtagswahl in Niedesachsen (vorher intensiver Wahlkampf)
Wikipedia: Wahlen 1986

Sommer 1989 Göhrde-Morde

24.09.1992 Vanessa Wardelmann
- wurde mit real-Plastiktüte über dem Kopf aufgefunden (ähnlich Monika Pfeifer)
https://www.nord24.de/landkreis-cuxhaven/prostituiertenmorde-wer-kennt-die-tatmittel-72331.html

08.05.1993 Anja Witt
- wurde mit ausgebreiteten Armen aufgefunden (ähnlich "Kreuzigungs-Positionierung" der Mü. u. Heid. Opfer)
- weitere Ähnlichkeiten: lineare Ausbreitung an einer Straße, Herbst-/Frühlings-Ryhtmus, Vornamen, Ländergrenze überschreiten, ermittelte Tätermotivation (Töten, nicht GV) identisch zum Münster/H.-Täter

2009 erscheint der letzte Krimi Friedhelm Werremeiers "Trimmels letzter Fall"
In diesem greift er - meiner Analyse nach - die Münster-Heidelberg-Mordserie plus Göhrde-Morde (welche er anscheinend als Drohung an sich versteht) nochmal auf und führt sie mit den bekannten Tatort-Figuren einer Lösung zu.
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 26) (Beitrag von GonzoX)
Quelle:


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

02.12.2025 um 00:59
In dieser Chronologe fehlt bisher noch ein wichtiges "Großereignis": die Ausstrahlung der zugehörigen Aktenzeichen-XY-Folge am 07.12.1979
Beitrag von GonzoX (Seite 69)
https://www.nordsee-zeitung.de/cuxland/vor-45-jahren-verschwindet-midlumerin-mutter-gibt-nicht-auf-91660.html

Gemäß meiner Theorie hätte der vermutete Täter eigentlich zwingend auf diese TV-Sendung reagieren müssen.

Sucht man nach einem halbwegs passenden cold case - also einen zeitnahen Sexualmord OHNE Vergewaltigung - trifft man schnell auf den Fall

- Christiane Junker, 18.12.1979 Aschaffenburg

Bisher ging ich jedoch davon aus, dass dieser für unsere Serie nicht passend ist, weil es einen s-e-h-r verdächtigen Nachbarsjungen gab.
Polizei und Presse waren sich ganz sicher, den Mörder überführt zu haben. Es folgten Anklage und Prozess.
Dann aber der als skandalös empfundende Freispruch aus Mangel an Beweisen.

Hierzu erschien kürzlich eine sehr sehenswerte Dokumentation:

Youtube: Mord an Teenager: Kann der Cold Case nach 40 Jahren gelöst werden? | ZDF True Crime
Mord an Teenager: Kann der Cold Case nach 40 Jahren gelöst werden? | ZDF True Crime
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Neu war für mich, dass der Täter das Opfer zunächst mit bloßen Händen erwürgte und das Mädchen dann einen Abhang zum Main-Ufer hinuterwarf.
Damit aber nicht genug, begab er sich auch hinunter, schlug ihr noch den Kopf ein und drapierte die entblöste Leiche mit einem Holzstück auf dem Körper.
Neben dem Datum und der Nicht-Vergewaltigung passt also ebenso das Interesse an der Leiche zur scheinbaren Mordserie Münster-Heidelb.-Cuxh.

Genauso finde ich die georaphische Lage interessant:
Trotz der Nähe zu Frankfurt befindet sich Aschaffenburg in Bayern. Auch nach Heidelberg (BaWÜ) ist es nicht weit.
Grenzgebiete und verschiedene Polizei-Zuständigkeiten waren dem vermuteten Mü.Hei-Cux-Killer wichtig.
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 14) (Beitrag von GonzoX)

Folgerichtig wäre gewesen, er hätte die Leiche noch in den Main geschmissen. Diese wäre dann vermutlich flussabwärts getrieben und auf hessischer Seite wieder aufgetaucht.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

03.12.2025 um 14:14
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Hierzu erschien kürzlich eine sehr sehenswerte Dokumentation:
Ein Ermittler sagt zu ab Minute 0:24 über diese Bissspuren:

IMG 7369


IMG 7368


„Er sagte, dass es ihn gefuchst hat und er sie zur Rede stellen wollte. Und dann ist es passiert.“

Was hat der Fall
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Christiane Junker, 18.12.1979 Aschaffenburg
mit den Elbe-Weser-Morden zu tun?

Auffällig finde ich die Veröffentlichung der Bissspuren an Christiane Junker. Wen interessiert das?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

03.12.2025 um 15:27
Nachtrag:
Ab Minute 0:24 spricht kein Ermittler. Es war ein Häftling. Leider ist ab Minute 0:24 kein Name unten eingeblendet. Seltsam, dass gleich zu Anfang vermittelt wird, als ob da ein Experte gesprochen hätte.

Der Nachbarsjunge konnte anhand des Gebisses als Täter nicht identifiziert werden.

Folglich läuft ein Mörder frei herum, der seinen Gebissabdruck auf der Brust von Christiane Junker hinterlassen hat. Ich vermute, das Foto der Kripo ist nur eine Anmutung und nicht das reale Foto. Vielleicht ist es mit KI erstellt worden. Warum sollte die Kripo ihren Schatz zeigen?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

05.12.2025 um 14:41
Diese Bissspur ist sicher sehr speziell.
Andererseits wissen wir nicht, was der Täter mit den vermissten jungen norddeutschen Frauen gemacht hat.

Diese Kombination aus Gewalt gegen Kopf + Brust gab es in den möglicherweise zugehörigen Fällen
- Maria Theresia Majer 1977 (Heidelberg)
- evtl. Andrea Weltzer 1992 (Köln)

Der von uns anvisierte Gesamtverantwortliche all dieser Taten (Münster, Heidelb, Cux etc.) zeichnete sich generell durch eine
große Variabilität aus.
Diese wurde schon damals in den 70ern für die Heidelberg-Serie allein herausgestellt:
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 21) (Beitrag von GonzoX)

Möglicherweise hatte dieser vermeintliche Killer in Aschaffenburg lediglich kein Messer dabei - deswegen das Würgen und der Biss.

Das ausschlaggebende für mich, den Fall Chistiane in diese große Serie einzuordnen, ist aber dessen Datum - kurz nach der AZXY- TV-Ausstrahlung,
in der die Fälle Anja Beggers etc. dargestellt wurden.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

05.12.2025 um 16:45
@GonzoX

Ich muss mal was zu dieser "Serie" schreiben.
Also die Fälle Monika Pfeifer und Maria Theresia Majer sind Einzeltaten, weil dort unterschiedliche DNA-Spuren vorliegen.

Andrea Weltzer ist auch eine Einzeltat, da gibt es auch DNA-Spuren.

Liebe Grüße


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

05.12.2025 um 18:47
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Möglicherweise hatte dieser vermeintliche Killer in Aschaffenburg lediglich kein Messer dabei - deswegen das Würgen und der Biss.
Meinst Du damit, dass dieser „vermeintliche Killer“ in Aschaffenburg letztlich unschuldig ist, wenn man das Tatgeschehen genau analysiert?

Als Beispiel für einen vermeintlichen Mörder sehe ich Sebastian T. in diesem Fall:

Hanna W. tot aus der Prien geborgen (Beitrag von xTrina)


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

05.12.2025 um 23:26
Zitat von 19881988 schrieb:Also die Fälle Monika Pfeifer und Maria Theresia Majer sind Einzeltaten, weil dort unterschiedliche DNA-Spuren vorliegen.
Die Polizei sieht sie aber als Serie. Wie kommst Du darauf, dass es Einzeltaten seien? Weißt Du, mit welchen DNA-Daten anderer Opfer oder Täter die DNA abgeglichen wurde?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

05.12.2025 um 23:45
Es wurde in einer neueren Dokumentation gesagt, dass zumindest bei den zwei letzteren Taten DNA-Spuren gesichert werden konnten.
Die genaue Doku müsste ich noch mal raussuchen, aber wurde auch schon im Forum thematisiert.

Das DNA gefunden wurde, stelle ich mir zumindest beim Fall Monika Pfeifer schwierig vor. Da sie unbekleidet war und über zwei Monate im Rhein getrieben ist.

Ich könnte mir aber vorstellen, da man von einer Sexualtat ausgeht, dass man "biologische Rückstände" vom Täter in ihrem Körper gefunden hat, anders kann ich mir die DNA nicht erklären.
Da ihr Kopf in einer Tüte steckte, könnte auch ein Haar vom Täter darin gelegen haben - ich weiß es leider nicht.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

06.12.2025 um 00:05
Zitat von 19881988 schrieb:Ich könnte mir aber vorstellen, da man von einer Sexualtat ausgeht, dass man "biologische Rückstände" vom Täter in ihrem Körper gefunden hat, anders kann ich mir die DNA nicht erklären.
Geht man von einer durchgeführten Sexualtat mit Penetration und Ejakulation aus? Ich meine, dass man bei beiden Opfern keine Vergewaltigung feststellen konnte, wenn ich mich recht erinnere?
Eine Sexualtat muss ja nicht mit sexuellen Handlungen im Sinne von Penetration usw einhergehen oder mit Entkleidung des Täters. Der sexuelle Kick kann oft genauso durch die Lust am Töten, die Lust an Macht und Gewalt, Dominanz und Qual, Kontrolle und Folter herbeigeführt werden.
Zitat von 19881988 schrieb:Es wurde in einer neueren Dokumentation gesagt, dass zumindest bei den zwei letzteren Taten DNA-Spuren gesichert werden konnten.
Ich kann mich spontan grad nicht erinnern. Ist es Täter-DNA und ist sie unterschiedlich? Wurde sie miteinander abgeglichen und mit Tätern?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

06.12.2025 um 00:47
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTg1XzIwMjQtMDQtMjYtMDEtNDU

Bei Minute 26:00 wird das gesagt.
Anscheinend wurde bei Monika Pfeifer und Maria Theresia Majer opferfremde DNA sichergestellt.
Von zwei unterschiedlichen Menschen.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Geht man von einer durchgeführten Sexualtat mit Penetration und Ejakulation aus? Ich meine, dass man bei beiden Opfern keine Vergewaltigung feststellen konnte, wenn ich mich recht erinnere?
Eine Sexualtat muss ja nicht mit sexuellen Handlungen im Sinne von Penetration usw einhergehen oder mit Entkleidung des Täters. Der sexuelle Kick kann oft genauso durch die Lust am Töten, die Lust an Macht und Gewalt, Dominanz und Qual, Kontrolle und Folter herbeigeführt werden.
Bei Monika Pfeifer ist es naheliegend, aber ich habe keinen Einblick in Ermittlungsakten und nach zwei Monaten im Wasser darf man wohl froh sein, dass die Leiche überhaupt noch mal aufgetaucht ist.

Maria Theresia wurde mit Messerstichen getötet und wurde bekleidet sehr zeitnah gefunden, wodurch die DNA nicht ganz abwegig ist.

Ich habe aber keinerlei Insiderwissen, falls es so rübergekommen ist.
Wollte nur darauf hinweisen, dass es laut Polizei wohl eher keine "Heidelberger-Serie" gibt.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

06.12.2025 um 07:00
@1988
Danke, das kenne ich selbstverständlich. Die Details hatte ich aber tatschlich nicht mehr auf dem Schirm.
Zitat von 19881988 schrieb:Anscheinend wurde bei Monika Pfeifer und Maria Theresia Majer opferfremde DNA sichergestellt.
Von zwei unterschiedlichen Menschen.
Das ist aber offenbar keine als tatrelevant gesicherte DNA und es ist nicht gesichert, dass es Täter-DNA ist. Man weiß also nicht, inwiefern diese DNA übertragen wurde.
Zitat von 19881988 schrieb:Wollte nur darauf hinweisen, dass es laut Polizei wohl eher keine "Heidelberger-Serie" gibt.
Das wurde nicht gesagt. Diese Rückschlüsse könnte man aufgrund dieser DNA ja auch nicht ziehen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

09.12.2025 um 13:40
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb am 05.12.2025:
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb am 05.12.2025:Möglicherweise hatte dieser vermeintliche Killer in Aschaffenburg lediglich kein Messer dabei - deswegen das Würgen und der Biss.
Meinst Du damit, dass dieser „vermeintliche Killer“ in Aschaffenburg letztlich unschuldig ist, wenn man das Tatgeschehen genau analysiert?
Mit "vermeintlicher Killer" meinte ich diesen Mr. X, nach dem wir in der Elbe-/Weser und Münsterland-Diskussion seit Jahren suchen.

Da wir nun auch den Fall Andrea Weltezer hier mit eingebracht haben - ich stelle mir diesen Mr. X tatsächlich ungefähr so vor wie den rätselhaften, villeicht sogar nur fiktiven "Psycho-Klaus".
Nach diesem wurde in der zugehörigen XY-Folge als Zeuge (vergeblich) gesucht. Nach Andreas Angaben, war er ihr Freund, den sie aber kurz vor Ihrer Ermordung abserviert hatte.
https://www.allmystery.de/ng/search?thread=171995&query=klaus

Aus einem alten Zeitungsartikel, der in der WDR-Lokalzeit auftauchte, erfahren wir etwas mehr:
Mord an Andrea Weltzer in Köln-Lindenthal (1992) (Seite 9) (Beitrag von musikengel)

- Andrea war seit ca. zwei Jahren mit ihm befreundet und besuchte ihn regelmäßig in Heidelberg
- Klaus lebte dort und hatte Psychologie studiert
- war als Psychologe bei einer Behörde oder Einrichtung beschäftigt
- zur Zeit des Mordes war er aber ohne Einkommen und hatte vermutlich Kontakt zur Hausbesetzerszene
- hatte einen PKW, den er jedoch nach einem Verkehrsunfall nicht mehr benutzte
- Alter Mitte 30, schmächtige Figur, dunkle krause Haare


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

29.05.2026 um 13:00
Vor ein paar Tagen erschien in der größten niederländischen Tageszeitung De Telegraaf als Schlagzeile ein Artikel + podcast mit dem Titel:
Entwicklungen in einem der ältesten Cold Cases der Niederlande: „MÖGLICHE VERBINDUNG ZU NORDKOREA“
Quelle: https://www.telegraaf.nl/podcast/ontwikkelingen-in-een-van-oudste-cold-cases-van-nederland-mogelijke-link-met-noord-korea/152677917.html
Vor zehn Jahren erfuhr *Telegraaf*-Reporter Marcel Vink erstmals von europäischen Frauen, die möglicherweise entführt und nach Nordkorea verschleppt worden waren. Unter ihnen, so hieß es, befänden sich auch zwei niederländische Staatsbürgerinnen. Im Podcast *Ontvoerd naar Noord-Korea* (Nach Nordkorea entführt) begibt sich Marcel auf eine komplexe Spurensuche: Wer könnten diese Frauen sein?

Der Reporter besucht Remco Breuker – den führenden Nordkorea-Experten der Niederlande. Wie ernst nimmt dieser die Behauptung, dass zwei niederländische Frauen in der hermetischsten Diktatur der Welt gefangen gehalten werden? Zudem nimmt Marcel Kontakt zu einer Angehörigen von Leidy Kaspersma auf – einer jungen Niederländerin, die 1978 im rauen Südwesten Irlands spurlos verschwand. Es handelt sich um einen der ältesten „Cold Cases“ der Niederlande – einen Fall, zu dem fast fünfzig Jahre lang nicht ein einziger neuer Hinweis aufgetaucht war. Dank eines Tipps ihrer Nichte beschließt der Journalist, den Fall eingehender zu untersuchen. Könnte Leidy also jene Niederländerin sein, die Berichten zufolge Ende der 1970er Jahre in Nordkorea gesichtet wurde? Und wer könnte bei ihrem Verschwinden eine Rolle gespielt haben?
Mittlerweile haben dort fast alle großen Medien das Thema aufgegriffen und es sind zahlreiche Berichte und Kommentaare erschienen (meist jedoch hinter einer Bezahlschranke..).

LEIDY KASPERSMA verschwand 1978 auf mysteriös Weisee in Irland. Dieser Fall ist in Holland (und Irland) sehr bekannt - vergleichbar in der Bedeutung ungefähr unserem Falll Anja Beggers.
Der Autor Marcel Vink hat lange und aufwendig recherchiert und erzielte dabei einen Durchbruch, als er aus einer japanischen Quelle die Information erhielt: schon in den 80ern sei der Name Leidy Kaspersma in nordkoreanischen Geheimdienst-Papieren aufgetaucht.

Desweiteren knüpft er eine Indizienkette, die sich vor allem um Leidys damaligen Freund, den englischen Hippie und (erfolglosen) Dichter Nick Wheatley dreht.
Dieser galt schon zur Zeit ihres Verschwindens als Hauptverdächtiger. Man vermutete eine Beziehungstat mit Verschwindenlassen der Leiche.
Scheinbar um den Ermittlungen zu entgehen, setzte sich dieser dann in den Libanon ab - und versuchte dort eine Sprachschule zu eröffnen.
Aus heutiger Sicht erscheint dies sehr verdächtig in Bezug zu jener Nordkorea-These.
Beirut befand sich damals mitten im Bürgerkrieg - mit diversen unterschiedlichen Parteien. Eine davon (die PLO) pflegte gute Kontakte nach Nordkorea und auch zur IRA.
https://www.jpost.com/opinion/op-ed-contributors/article-138598

Man vermutet, dass gleichzeitung der Libanon als Drehscheibe im internationalen Menschenhandel fungierte.
Schülerinnen einer Sprachschule / bzw. Sekretärinnenschule hatte man damals auch mit falschen Versprechungen nach Nordkorea gelockt, hielt sie dort fest und unterzog sie einer Agentinnen-Ausbildung.
An diesem Kurs nahmen sie gemeinsam mit divesen weiteren jungen Frauen (meist aus Europa) teil, darunter zwei
Holländerinnen.
Dieses berichtete eine gekidnappte Libanesin, die einige Jahre später durch Vermittung der PLO befreit werden konnte.

https://nltimes.nl/2026/05/26/dutch-woman-missing-since-1978-may-kidnapped-trained-spy-north-korea


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

16.06.2026 um 11:37
Für mich ist das allles sehr interessant.
Vor allem weil Leidy Kaspersma bevor sie in Irland verschwand, drei Jahre in Hamburg gelebt hatte.

ich war schon 2014 erstmalig auf ihren Fall gestoßen, als ich mich Rahmen dieser Diskussion mit Nordkorea-Kidnappings beschäftigte.
Beitrag von GonzoX (Seite 14)

Ich hatte den Sommer 1978 als heißeste Phase dieser Entführungen identifiziert und dann versucht europäische Fälle zuzuordnen.

Leidy verschwand genau einen Monat nach Angelika Kielmann.
Die rumänische Künstlerin Doina Bumbea (die in Italien lebte) verschwand im September 1978. Ihr Verschwinden gilt als gesicherter Nordkorea-Fall.

Heute erscheint genau zu diesem Fall Folge 5 der Podcast-Reihe des De Telegraaf:

Youtube: Afl 5. Gabriels zus werd ontvoerd naar Noord-Korea: ‘Ze was compleet van de aardbodem verdwenen’
Afl 5. Gabriels zus werd ontvoerd naar Noord-Korea: ‘Ze was compleet van de aardbodem verdwenen’
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Die meisten Artikel zum Thema in den Niederlanden sind für uns nicht lesbar (weil hinter Schranke).
Das macht aber nichts, denn mit Abstand am interesssantesten ist dieser podcast.

Es ist das Ergebnis einer zehnjährigen Recherche des Autors und eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.

Mittels der Untertitel-Funktion bei Youtube lässt es sich ganz gut verfolgen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

16.06.2026 um 11:45
@GonzoX
Nach Angaben von Charles Robert Jenkins war Bumbea Teil eines Programms, mit dem das nordkoreanische Regime Überläufer mit Ehefrauen versorgen wollte, um einerseits Mischehen zwischen diesen und Koreanerinnen zu verhindern und andererseits Kinder entstehen zu lassen, die leichter als Agenten einsetzbar waren. Insgesamt sollen bis zu zwei Dutzend Staatsangehörige aus Japan, Thailand, Malaysia, Singapur, Macao, dem Libanon, Jordanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden neben der Rumänin Doina Bumbea entführt worden sein.[6]
Quelle: Wikipedia: Doina Bumbea

Alter Schwede...


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

16.06.2026 um 12:30
@GonzoX
Meinst du etwa, dass die verschwundenen Cuxland Mädchen dem internationalen Menschenhandel zugeführt worden sind?
Oder wie soll man den Zusammenhang mit Leidy Kaspersma, die auch in Hamburg kurze Zeit lebte, verstehen?
Also nicht KWW ist der Täter im Falle Cuxland, oder denkst du KWW hat so eine große Nummer gedreht, dass er Disco Mädchen im Cuxland dem internationalen Menschenhandel zugeführt hat?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

16.06.2026 um 12:33
@GonzoX
Das ganze Geschehen lief dann etwa via München, wo doch der Personalausweis von Anja Beggers in einem Sexshop vorgezeigt wurde?
Dafür hätte man die Frauen sicher mit neuen Papieren ausstatten müssen, denke ich mal.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

16.06.2026 um 12:36
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:dass die verschwundenen Cuxland Mädchen dem internationalen Menschenhandel zugeführt worden sind?
Da bin ich skeptisch, es ist allerdings etwas, das man im Einzelfall auch im Hinterkopf haben könnte. Wenn auch als eher unwahrscheinliche Variante.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:KWW hat so eine große Nummer gedreht, dass er Disco Mädchen im Cuxland dem internationalen Menschenhandel zugeführt hat?
Wenn der überhaupt mit den Fällen zu tun hat. Hier gilt ähnliches. Eine von vielen Möglichkeiten


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