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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

802 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, Bremerhaven, Cuxhaven ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.12.2020 um 17:37
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:redsherlock
um 17:30
anwesend
ThoFra schrieb:
Oder aber es handelte sich um eine erwachsene, ziemlich klein gewachsene Frau, sodass dieser die Kindergröße 152 passte.
Bis zu ca. welcher Körpergröße passt denn einer (schlanken) Frau Kindergröße 152?
152 ist die tatsächliche Größe /Länge einer Person, der das passen soll, also 152 cm. Bis ca 1,60 würde das einer zarten Frau denke ich passen, je nach Schnitt.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.12.2020 um 17:55
Zitat von Nur_ein_GastNur_ein_Gast schrieb:Das glaube ich kaum. Es handelt sich da nicht einfach um einen Wald, durch den man durchspaziert. Wir waren auf der Suche nach einem Lost Place, dort ist soviel Buschwerk, dass man kaum durchkommt.
Dann hört es sich für mich eher danach an, als wäre die Kleidung entweder bewusst dort zurück gelassen / entsorgt worden oder aber ein Pärchen hat sich dort zu einem "Schäferstündchen" zurück gezogen, was aber auch nicht wirklich logisch erscheint - was haben sie denn dann danach wieder angezogen und warum findet man dann keine Kleidung des/der möglichen Partners*in?
War an dem Tanga eigentlich noch eine Größe ablesbar / erkennbar @Nur_ein_Gast ?
Daraus könnte man evtl einen Rückschluss darauf ziehen, ob Tanga und "Halloween-Kostüm" der gleichen Person gepasst haben könnten.

Eine weitere Möglichkeit wäre leider auch, dass die Kleidungsstücke in Zusammenhang mit einem (Kindes-)Missbrauchsfall stehen, aber auch hier wäre die Frage, ob das Kind dann vom Täter nackt wieder mitgenommen wurde, wenn die Kleidung im Wald verblieb?

Ist dieser Lost Place, den Ihr besuchen wolltet @Nur_ein_Gast "bekannt", also wird er z B in entsprechenden Foren thematisiert?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.12.2020 um 18:04
@ThoFra: Vom Slip gibt es nur das Bild, über die Größe weiß ich nichts. Die genauen Koordinaten von Lost Places wirst du kaum einfach so im Internet finden. Von dem Bunker hatte ich gehört, aber keine Ahnung, ob er sich in dem Teil des Geländes befindet. Das war eine Blindsuche, weil alle mal nach draußen wollten :)


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

31.12.2020 um 12:47
Zitat von redsherlockredsherlock schrieb:Bis zu ca. welcher Körpergröße passt denn einer (schlanken) Frau Kindergröße 152?
Also mal als Vergleich: ich bin 1,58 und wiege ca. 50 Kilo. Ich meine, dass mir eine 152 NIE im Leben passen würde, es sei denn es ist oversize und SEHR, SEHR locker geschnitten. Aber grundsätzlich sind dann auch Ärmel zu kurz (an einem Pullover oder Longsleeve bspw.) Die Größe (also 152) passt i.d.R. dann jemandem, der auch 1,52m groß ist. Dazu kommen dann aber auch noch die Rundungen, die bei erwachsenen Frauen ja automatisch irgendwann kommen (Hormone etc...) Eine 152 passt dann auch eher einer knabenhaften, kindlichen Figur.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

18.01.2021 um 15:04
Zitat von Nur_ein_GastNur_ein_Gast schrieb am 29.12.2020:Welche Frau geht schon freiwillig in den Wald, um dann ohne diese Kleidungsstücke wieder heil herauszukommen?
Zugegeben, es ist schon seltsam, so etwas im Wald zu finden.... andererseits... welcher Mörder entsorgt die Wäsche seines Opfers irgendwo im Wald? Da würde doch die Mülltonne beim Nachbarn völlig ausreichen...

Es kommt schon vor, dass Menschen ihre Wäsche an ungewöhnlichen Orten ablegen: Ich habe erstaunlicherweise mal morgens eine Unterhose in meinem Büro gefunden...

20191122 095450Original anzeigen (5,4 MB)

Ich arbeite in einer Bundesbehörde und gehe nicht davon aus, dass mein Fund auf eine Straftat hindeutet...(Bis heute weiß ich nicht, von wem diese Hose stammt...)


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

18.01.2021 um 16:48
da fällt mir sofort das Pastoren Wäldchen in Bremen ein und Adeline...

es gibt schon Kranke, aber ob das bizarre Gebaren immer mit einer Straftat zu tun hat?

ich weiss es nicht...


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

18.01.2021 um 17:18
Zitat von KimByongsuKimByongsu schrieb:Ich arbeite in einer Bundesbehörde und gehe nicht davon aus, dass mein Fund auf eine Straftat hindeutet...(Bis heute weiß ich nicht, von wem diese Hose stammt...)
Habt ihr kein schwarzes Brett, Clipboard, oder sowas?😂🤣


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

18.01.2021 um 20:44
@cruelsummer89 schrieb (im Heidelberg / Münster-Thread)
@GonzoX und an alle anderen in diesem Thread.
Wie ich rausgefunden habe, ist die im Oktober 1977 verschwundene Anja Beggers höchstwahrscheinlich als Einzel/Beziehungstat zu betrachten. Sie wird nämlich oft als die Nummer 1 in der "Todesdreieck" Serie gesehen. Es gibt ein neues Buch von Klaus Püschel und dort wird auch der Fall Anja Beggers behandelt.

Man hat es zwar über 40 Jahre als Täterwissen geführt, aber wie jetzt hervorgeht liegt der Polizei die Kette mit Herzanhänger vor. Man hat das Auto ihrer letzten Begleitung einige Zeit nach ihrem Verschwinden nochmals durchsucht und hat dort diese Kette gefunden.
Da es damals noch nicht möglich war DNA auszuwerten, konnte man nicht 100% Prozent nachweisen das die Kette von Anja stammte. Die Mutter erkannte diese aber eindeutig als diese ihrer Tochter.
Der Verdächtige hat angegeben er hätte zufällig eine identische Kette wie sie Anja getragen hat aufgefunden und diese achtlos in sein Auto geworfen.
2008 wurde diese nochmal auf DNA untersucht, man konnte aber kein genetisches Material an der Kette mehr feststellen, was wahrscheinlich auch daran liegt das diese 31 Jahre unsachgemäß gelagert wurde.
Aber ich denke man kann sich nun 1 und 1 zusammenzählen was dort damals vorgefallen ist. Ich persönlich zähle sie nicht mehr zu der "Serie", für mich ist das eine Beziehungstat gewesen.
Ich habe das Buch "Vermisst, die Wahrheit ist der beste Krimi" von Klaus Püschel und Bettina Mittelacher mittlerweile auch gelesen.
Es lässt sich ganz flüssig lesen und stellt sozusagen einen Querschnitt aus Püschels Arbeit dar.
Am interessantesten ist (zumindest für mich) tatsächlich das Kapitel in dem er sich mit den Discomorden beschäftigt.
Hierzu hatte er die Mutter von Anja Beggers besucht und porträtiert sie eindrucksvoll.
Es wird tatsächlich kritisiert, dass die damaligen Ermittler sich nicht näher mit der Bewandnis der Herz-Kette, die man im Auto des letzten Begleiters Anjas fand, beschäftigten.
Die Tendenz der Darstellung ist aber nicht so, dass nun glasklar ist, dass dieser (damals) junge Mann, den wir aus dem XY-Film kennen, sie umgebracht und beseitigt hat.
Im weiteren Text werden viele andere dieser Elbe- / Weserdreieck-Fälle dargestellt.
Unter anderem erscheint auch ein Plakat auf einer Doppelseite mit dem Titel: "Vermisst !!! - Disco-Morde im Elbe-Weser-Raum".
Es sind dort die Bilder sechs Vermisster aufgeführt - auch Anja, allerdings nicht Uta F.
Interssant ist für mich, dass dann auf einer Landlkarte auch die Ablageorte der "Moormörder-Serie" mit einem Kreuz gekennzeichnet sind - die Namen der Opfer allerdings nicht erscheinen.
Das ist anscheinend ein neuer Ansatz der Polizei, diese Taten der Disco-Serie zuzuordnen.
Hier sind sie übrigens auch gerade Thema:
Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987 (Seite 128) (Beitrag von GonzoX)

Das Plakat endet dann mit:
Sachdienliche Hinweise erbeten an
Polizeiinspektion Cuxhaven, Tel. 04721-573-0


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

13.02.2021 um 13:44
Habe mir das Taschenbuch auch bestellt. Gibt es Bücher über diese Fälle "Weserdreieck" auch ausführlicher beschrieben?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

13.02.2021 um 23:19
Ich habe besagtes Buch kürzlich gelesen. Eine Schlüsselszene ist die Kette.Nach Aussage des Tatverdächtigen hätte er sie "irgendwo" gefunden.
Da habe ich eine Meinung zu.Wenn man etwas (spezielles) findet dann weiß man sehr wohl wo genau bzw. wo in etwa man es gefunden hat. Die Aussage "irgendwo " gefunden ist eher als unglaubwürdig anzusehen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

14.02.2021 um 18:54
Kette, Kette...


da war doch auch was bei Elke Kerll?

🤔


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15.02.2021 um 17:52
Und bei Irene Warnke - Bad Bederkesa war auch was mit einer Kette.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

11.01.2022 um 20:46
https://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/aktenzeichen-xy-prostituierte-aus-bremerhaven-brutal-ermordet-91229617.html

Die Morde an Vanessa Wardelmann und Anja Witt werden in Aktenzeichen xy erneut aufgegriffen


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

28.07.2022 um 20:20
In den Jahrzehnten nach dem scheinbaren Ende der Norddeutschen Serie (1986 od. 1993 ?) war es sehr ruhig - sowohl was öffentliche Polizei-Fahndungen als auch größer angelegte journalistische Recherchen angeht.

In den letzten Jahren ist aber nun doch bemerkbar, dass sich vor und hinter den Kulissen viel tut.
So hat das LKA Niedersachsen die Bremerhavener Prostituiertenmorde neu aufgearbeitet und suchte u.a. via Aktenzeichen XY neue Zeugen.
Kürzlich ist ein neuer Podcast der NordWestZeitung zum Thema erschienen:
https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5zb25hcmJpcmQubmV0L2JmMzA3NWUxLWFkODAtNDdhNS1hMmZjLWFlMDA0YTg0MmIxZS9iNGJlOTkzMS1mM2RkLTQ4NTctODMxMC1hOTQ1YjYyNWNkNmIvaVR1bmVzLnhtbA/episode/NjNmNjE1ZjEtODZhYS00YzM0LWFiOTUtMTU2YjE3MjY2OGFj?hl=de&ved=2ahUKEwjSnLXuhZz5AhXfX_EDHZWyBEcQjrkEegQIAhAL&ep=6

Auch von Seiten der Polizeidirektion Lüneburg / Öffentlichkeitsarbeit wurde ein interessanter Podcast veröffentlicht.
Hier lernt man die Arbeit des Leiters der Cold-Case-Gruppen des LKA Niedersachsen Thilo Speich kennen.
Dieser war in den letzten Jahren vor allem mit der Krankenhaus-Mordserie Niels Högel aber auch mit den Göhrde-Morden beschäftigt.
Im Högel-Fall-Komplex mussten hunderte Leichen auf der Suche nach Medikamenten-Resten ausgegraben und obduziert werden. Und das ganze dann gerichtsverwertbar aufgearbeitet werden. Gleichzeitig wurde der Kontakt zu den vielen Angehörigen der Opfer aufgebaut und gepflegt.
Man kann sich vorstellen, was das für eine Sisyphos-Arbeit war. Und was für eine schlagkräftige Truppe erforderlich war.
Nach Abschluss dieses Komplexes richtet sich ja möglicherweise nun der Fokus dieser Truppe auch auf die Vermissten-Serie Cuxhaven / Bremerhaven.

https://podcastpolizeiniedersachsen.podigee.io/14-neue-episode

Interessant war auch der Ansatz der Hamburger Kripo, den Vermisstenfall Iris Schwarz zur Serie der "norddeutschen Disco-Morde" zu zählen.

Hier versuchte man offensichtlich vor allem jemanden aus dem "nächsten Umfeld des Opfers" der Taten zu überführen. Diesem traute man anscheinend zu, bundesweit auf Montage gearbeitet und dort seine Blutspur hinterlassen zu haben.
https://www.cnv-medien.de/news/heisse-spur-zum-disco-moerder-hamburger-polizei-rollt-mordfall-neu-auf.html
@sören42 machte in diesem Zusammenhang eine ganz interessante Entdeckung (Fall Simone Langer 1983)
Zitat von sören42sören42 schrieb am 26.02.2022:Noch mal was ganz anderes, als ich den Camping-Bus sah, musste ich direkt an einen Cold Case der XY-Sendung vom 18.09.2019 denken, in der so ein Camping-Bus, ebenfalls in den 1980ern, eine Rolle gespielt hatte, ich meine den bis heute ungeklärten Vermisstenfall Iris S. Ich meine sogar, dass in der 2019-Sendung der gleiche Camper gezeigt wurde wie in diesem Filmfall (gleiche orange-gelbe Farbe)
Auch die Ermittler-Gruppe um die pensionierten Hamburger Kriminalisten Wolfgang Sielaff, Reinhard Chedor und Klaus Püschel (Gerichtsmediziner), begleitet von der Journalistin Anne Kunze hat sich nun den 70er / 80er-Vermisstenfällen zugewendet.
Bringt diese aber nicht mit dem "Verdächtigen aus dem Umfeld" der vermissten Iris in Verbindung, sondern mit dem vermeintlichen Göhrde-Mörder Wichmann.
https://www.stern.de/kultur/das-gehemnis-des-totenwaldes---es-war-beklemmend-und-befreiend-zugleich--9520860.html

Was mich hier freut, ist diese Ausrichtung - die auch wir verfolgt haben - dass man die Serien Rhein-Neckar (Heidelberg / Karlsruhe) und Cuxhaven gemeinsam betrachtet.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

28.07.2022 um 22:16
@GonzoX
Den Fall Iris Schwarz finde ich im Zusammenhang zu den Disco Morden ziemlich interessant.
Auch in diesem Fall wurde die Leiche des Opfers nie gefunden.
Eine so gründliche Leichenbeseitigung ist doch ziemlich schwer.
Das in 30 oder 40 Jahren nicht einmal ein Knochen gefunden wird, sagt doch recht viel aus.
Der Täter muss sich auch in diesem Fall sehr viel Gedanken über die Beseitigung der Leichen gemacht haben.
Im Fall unseres Disco-Mörders hat er es mindestens sieben Mal geschafft, die Leiche der Opfer und vermutlich auch deren Kleidung und Gegenstände komplett verschwinden zu lassen.
Dass der Täter die Leichen in der Nordsee entsorgte, wurde hier ja schon diskutiert und in diesem Fall wären bestimmt irgendwelche Teile von mindestens einem Opfer irgendwann angespült wurden.
Ein Bundeswehrsoldat als möglicher Täter wurde hier ebenfalls schon diskutiert.
Dazu hatte ich die Idee, ob der Täter vielleicht einen versteckten, oder vielmehr vergessenen Bunker als Tatort oder vielleicht Leichenversteck benutzt haben könnte.
Was einen Zusammenhang mit den anderen Mordserien betrifft, glaube ich eher nicht an den selben Täter.
Alle anderen Leichen wurden recht schnell gefunden.
Wenn es in den Cuxhavener Fällen der selbe Täter gewesen sein sollte, stelle ich mir doch die Frage, warum er auf einmal die Opfer so perfekt verschwinden lassen konnte.
Ich sehe da verschiedene Möglichkeiten:
-Es handelt sich wirklich um den "großen " Killer.
Nach den Ausstrahlungen in Aktenzeichen Xy wurde er vorsichtig, verlagerte sein Jagdgebiet in eine ganz andere Ecke Deutschlands und ließ sich etwas einfallen um die Leichen verschwinden zu lassen.
Vielleicht wurde der Täter auch bereits in einem der Fälle befragt und ließ sich aufgrund dessen eine Methode einfallen, die Leichen endgültig verschwinden zu lassen.
-Der Cuxhavener Täter hat nichts mit den anderen beiden Serien zu tun und hat seine Taten und auch die Leichenentsorgung lange im Voraus geplant.
-Der Cuxhavener Täter stand kurz vor der Serie wegen einer Sexualstraftat vor Gericht und kam mit einem blauen Augen davon.
Auch ein Täter lernt aus seinen Fehlern und könnte nun erst Recht auf Nummer sicher gehen wollen.
Keine Zeugen , keine Leichen.

Egal ob es sich um ein und den selben Täter in allen drei Mordserien handelt, oder wir im Raum Cuxhaven einen neuen Täter haben, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass er entweder vor, während oder nach der Mordserie in irgendeiner Art und Weise aufgefallen sein muss.
Sehr wahrscheinlich gibt es mindestens ein Mädchen, dass ihm entkommen ist.

Kurt-Werner Wichmann ist einer der Männer, die als Verdächtige immer wieder genannt werden.
Ich sehe das sehr skeptisch.
Meiner Meinung nach war er kein besonders organisierter Täter, sondern er hatte sehr viel Glück.
Die Göhrde-Opfer hatte er nicht wirklich versteckt, sondern ließ sie einfach liegen.
Es gab vermutlich keine Verbindung zwischen ihm und den Opfern im Vorfeld und deshalb machte er sich keine Sorgen mit den Opfern in Zusammenhang gebracht zu werden.
Zu Birgitt Meier gab es vorher einen Kontakt.
Entweder ging er aufgrund dessen auf Nummer sicher bei der Beseitigung der Leiche, oder er handelte einfach aus Bequemlichkeit.
Er hatte sie entführt, eventuell um Lösegeld zu erpressen und als irgendetwas schief ging, tötete er sie und ließ die Leiche verschwinden.
Ich halte es für sehr wahrscheinlich dass er weitere Taten begangen hat, warum sonst sollte er Zeitungsartikel und Videos über die Fälle weiterer Mordopfer sammeln, die auch noch in seine Vorgehensweise passen würden?
Aber wenn er als Verdächtiger in den Cuxhavener Fällen in Betracht gezogen wird, warum sollte er sich dann plötzlich so viel Mühe bei der Beseitigung der Leichen geben?
Opfer, die vermutlich nie mit ihm in Zusammenhang gebracht werden können?
Die hätte er auch irgendwo einfach liegen lassen können.
Im Zusammenhang mit den Rhein-Neckar Morden und einigen anderen Fällen halte ich einen Zusammenhang zum Fall Wichmann für möglich, aber in den Cuxhavener Fällen gibt es doch auch einige Dinge die nicht passen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

28.07.2022 um 22:34
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:Dass der Täter die Leichen in der Nordsee entsorgte, wurde hier ja schon diskutiert und in diesem Fall wären bestimmt irgendwelche Teile von mindestens einem Opfer irgendwann angespült wurden.
Ein Bundeswehrsoldat als möglicher Täter wurde hier ebenfalls schon diskutiert.
Dazu hatte ich die Idee, ob der Täter vielleicht einen versteckten, oder vielmehr vergessenen Bunker als Tatort oder vielleicht Leichenversteck benutzt haben könnte.
Da sind der Fantasie ja nun keine Grenzen gesetzt. Der Täter kann die Leichen auch auf einem Privatgrundstück vergraben haben. Er kann sie auch im Keller eines Privathauses eingemauert haben. Denkbar wäre auch, dass er die Leichen zerlegt hat und die einzelnen Teile in Plastiksäcke verpackt peu a peu über den Hausmüll entsorgt hat.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

28.07.2022 um 22:49
@Kielius
Sieben Opfer über den hausmüll halte ich schon für recht krass.
Da müsste dann auch eine riesen Menge an Glück dabei gewesen sein.
Ebenfalls wurden ja keinerlei Gegenstände gefunden.
Privatgrundstück und Keller wären natürlich möglich.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 04:14
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:Was einen Zusammenhang mit den anderen Mordserien betrifft, glaube ich eher nicht an den selben Täter.
Alle anderen Leichen wurden recht schnell gefunden.
Wenn es in den Cuxhavener Fällen der selbe Täter gewesen sein sollte, stelle ich mir doch die Frage, warum er auf einmal die Opfer so perfekt verschwinden lassen konnte.
Ich sehe da verschiedene Möglichkeiten:
-Es handelt sich wirklich um den "großen " Killer.
Nach den Ausstrahlungen in Aktenzeichen Xy wurde er vorsichtig, verlagerte sein Jagdgebiet in eine ganz andere Ecke Deutschlands und ließ sich etwas einfallen um die Leichen verschwinden zu lassen.
Vielleicht wurde der Täter auch bereits in einem der Fälle befragt und ließ sich aufgrund dessen eine Methode einfallen, die Leichen endgültig verschwinden zu lassen.
-Der Cuxhavener Täter hat nichts mit den anderen beiden Serien zu tun und hat seine Taten und auch die Leichenentsorgung lange im Voraus geplant.
-Der Cuxhavener Täter stand kurz vor der Serie wegen einer Sexualstraftat vor Gericht und kam mit einem blauen Augen davon.
Auch ein Täter lernt aus seinen Fehlern und könnte nun erst Recht auf Nummer sicher gehen wollen.
Keine Zeugen , keine Leichen.

Egal ob es sich um ein und den selben Täter in allen drei Mordserien handelt, oder wir im Raum Cuxhaven einen neuen Täter haben, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass er entweder vor, während oder nach der Mordserie in irgendeiner Art und Weise aufgefallen sein muss.
Sehr wahrscheinlich gibt es mindestens ein Mädchen, dass ihm entkommen ist.
Ich halte es durchaus für möglich, dass ein Täter in unterschiedlichen Situationen, an unterschiedlichen Orten, unterschiedlich handelt. Gerade Serientäter, die eben nicht immer gleich agieren, die überrregional aktiv sind, die nicht immer die gleichen Opfertypen haben, usw werden nicht oder spät oder per Zufall enttarnt. Es gibt in Deutschland wie auch USA usw Taten, die gar nicht als Serie erkannt wurden, bis es zufällig durch den Täter oder durch DNA oder oder herauskam. Sollte es sich also um den big Killer handeln, dann heißt es auch hier think big.

Ein Täter agiert eben möglicherweise in unterschiedlichen Lebensphasen auch immer anders, weil er im unterschiedlichen Alter unterschiedliche Fantasien hat oder weil er an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Möglichkeiten hat oder weil er in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich getriggert wird und jeweils was anderes mit den Taten verbindet. Auch ein Täter ist in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedlichen Lebenssituationen und Bezugspunkten oder Bezugspersonen ausgesetzt. Man weiß eben nicht, weshalb er was an welchen Orten für Möglichkeiten und Fantasien und Lustgewinn hat.

Gerade im Weser-Elbe-Gebiet stechen die vielen Fleete und Moore ins Auge. Da gibt es andere Möglichkeiten als anderswo. Ein Täter, der lernt und unterschiedliche Fantasien hat und umsetzt, und aus Vorsicht und Möglichkeit überregional agiert, hat dann hohe Chance nicht ins Visier der Polizei zu kommen. Vielleicht war er schon mehrfach in den Fokus der Polizei geraten und wurde wegen anderer Fälle befragt oder hatte dann wegen der Öffentlichkeitsfahndungen (zB Aktenzeichen xy ungelöst) Sorge einerseits und Trigger andererseits.

Gerade zB von Kurt-Werner Wichmann weiß man, dass er sehr unterschiedliche Vorgehensweisen an unterschiedlichen Orten und mit unterschiedlichen Opfertypen in unterschiedlichen Situationen hatte. Da waren ein Einbruch und Bedrohung mit Messer in der Wohnung der Untermieter, die Göhrde-Opfer, Entführung von Bigit M, eine Vergewaltigung einer Anhalterin, usw. Ich finde ihn daher durchaus interessant und passend als potentiellen Täter einer großen Serie, die überregional und mit unterschiedlichen Vorgehensweisen usw verlaufen würde. Und dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, zB in der Mordlust und der Gewalt. Interessant ist auch, dass es in den 60er, 70er, 80er und Beginn der 90er Jahre eine Vielzahl an ungeklärten Fällen besonders in Norddeutschland gibt, aber auch an anderen Orten, zu denen Wichmann Bezugspunkte und Bezugspersonen hatte. Und dass dies ab Mitte der 90er Jahre so nicht mehr der Fall war.
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Auch die Ermittler-Gruppe um die pensionierten Hamburger Kriminalisten Wolfgang Sielaff, Reinhard Chedor und Klaus Püschel (Gerichtsmediziner), begleitet von der Journalistin Anne Kunze hat sich nun den 70er / 80er-Vermisstenfällen zugewendet.
Bringt diese aber nicht mit dem "Verdächtigen aus dem Umfeld" der vermissten Iris in Verbindung, sondern mit dem vermeintlichen Göhrde-Mörder Wichmann.
https://www.stern.de/kultur/das-gehemnis-des-totenwaldes---es-war-beklemmend-und-befreiend-zugleich--9520860.html

Was mich hier freut, ist diese Ausrichtung - die auch wir verfolgt haben - dass man die Serien Rhein-Neckar (Heidelberg / Karlsruhe) und Cuxhaven gemeinsam betrachtet.
Ich würde mich auch freuen, wenn diese Gruppe den Fällen des Weser-Elbe-Gebietes nochmal konkret hinterhergehen würden und den Opfern wieder mehr Medieninteresse zukommen ließen, so dass sie nicht vergessen werden. Die Polizei würde dann auch mehr unter Zugzwang gesetzt, diese Cold Cases wieder in den Fokus zu nehmen. Opfer und Angehörige haben das verdient.
Es gibt zahlreiche Morde, die mit Wichmann in Verbindung gebracht werden können und deshalb überprüft werden müssen. Und das nicht nur in Norddeutschland. Als Wichmann von 1975 bis 1981 in der Nähe von Karlsruhe lebte, sind dort auf mehrere Anhalterinnen nach Discothekenbesuchen mit einem ähnlichen Tatmuster ermordet aufgefunden worden. Von 1977 bis 1986 verschwanden im Raum Cuxhaven mehrere junge Frauen spurlos, die nachts nach der Disco als Anhalterinnen nach Hause wollten. Für mich steht fest: Wichmanns Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.
Quelle: https://www.stern.de/kultur/das-gehemnis-des-totenwaldes---es-war-beklemmend-und-befreiend-zugleich--9520860.html

Vielleicht erfährt man hier bald mehr dazu, welche Bezugspunkte und Bezugspersonen und Möglichkeiten Wichmann in welchen Lebensphasen hatte. Als Cruiser war er ja bekannt. War er ggf häufiger beruflich oder privat in Cuxhaven? Hat er dort regelmäßig Urlaub gemacht?

Und vielleicht werden Zusammenhänge in den Fällen Iris Schwarz und der Disco-Morde/Weser-Elbe-Raum gefunden. ZB zum Fall Anja Beggers, mit dem die Serie offiziell begann (war das so?) und die offiziell 1987 endete (war das so?).

https://www.abendblatt.de/hamburg/article233526551/true-crime-podcast-anja-B-war-sie-das-erste-opfer-der-disco-morde.html

https://www.shz.de/lokales/itzehoe/artikel/spuren-fuehren-nach-wilster-kripo-untersucht-vermeintlichen-mord-an-iris-schwarz-41778072

Weshalb sollte der Fall Schwarz nicht evtl doch in die Serie gehören? oder aber, gab es mglw zwei Serientäter parallel zueinander?

Mit Thomas Holst und Thomas Rath zB gab es auch im gleichen Gebiet Serientäter, die parallel zu diesen Taten agierten.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 09:56
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:Den Fall Iris Schwarz finde ich im Zusammenhang zu den Disco Morden ziemlich interessant.
Auch in diesem Fall wurde die Leiche des Opfers nie gefunden.
Eine so gründliche Leichenbeseitigung ist doch ziemlich schwer.
Das in 30 oder 40 Jahren nicht einmal ein Knochen gefunden wird, sagt doch recht viel aus.
Der Täter muss sich auch in diesem Fall sehr viel Gedanken über die Beseitigung der Leichen gemacht haben.
Das denke ich auch. Diesen Zusammenhang sahen die Ermittler schon in den Monaten direkt nach Iris' Verschwinden.
Dass alle jungen Frauen bis heute verschwunden sind, untermauert diese These deutlich. Bei all diesen Fällen gibt es keine Lanzeitvermisste die nach einem, fünf oder zehn Jahren gefunden wurde. (wie es bei anderen bekannten Ewig-Vermisstenfällen, zB Tanja Gräff, Sonja Engelbrecht, Frauke Liebs etc geschah).



In dieses Horn bläst auch ein crime-Youtuber in seiner Cuxhaven-Episode:

Youtube: Cold Case 7 verschwundene Mädchen zwischen 1977 und 1986
Cold Case 7 verschwundene Mädchen zwischen 1977 und 1986
Externer Inhalt
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Die Profi-Kriminalisten aus Hamburg und Niedersachsen haben sich also anscheinend jeweils auf einen potentiellen Täter festgelegt.

Wir sollten dagegen ergebnisoffen weitermachen.
Die schöne neue Ausgangsposition dabei ist, dass nun weitere Quellen zu erwarten sind. Besonders die Hamburger Ermittlergruppe ist sehr pressefreundlich.
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:Im Zusammenhang mit den Rhein-Neckar Morden und einigen anderen Fällen halte ich einen Zusammenhang zum Fall Wichmann für möglich, aber in den Cuxhavener Fällen gibt es doch auch einige Dinge die nicht passen.
Dieser mögliche Zusammenhang war quasi die zentrale Frage unserer Diskussion
Frauenmorde in Münster und Heidelberg (Seite 26) (Beitrag von GonzoX)
Hierbei konnten wir einige teils verblüffende Muster herausarbeiten.
Für mich wäre nun interessant, die Diskussion nach "Norddeutschland" zurückzuholen und diese Muster anhand der Cux-Fälle zu überprüfen.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 14:19
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Für mich wäre nun interessant, die Diskussion nach "Norddeutschland" zurückzuholen und diese Muster anhand der Cux-Fälle zu überprüfen.
Gerade in Bezug zu einer potentiellen Beteiligung von KWW und ggf einem potentiellen Mittäter zu den Mord- und Vermisstenfällen im Weser-Elbe-Raum sind ja schon einige Parallelen deutlich.
1. KWW schwor wohl, nach dem Mordversuch und der Vergewaltigung einer Anhalterin 1970, sich niemals wieder erwischen zu lassen bzw in den Knast zu gehen.
2. Die Serie begann (außer der Fall Beggers, der etwas zuvor war), nachdem er aus Karlsruhe wieder in den Norden zog. (und die Heidelberger/Karlsruhe/Rhein-Necker-Serie endete)
3. zeigt der Fall der bekannten Vergewaltigung, dass er durchaus an Frauen, die freiwillig in sein Auto steigen (Anhalterinnen, Prostituierte, usw), interessiert ist.
4. hatte er damals einen Spaten dabei und wollte die Leiche wohl vergraben bzw verschwinden lassen.
5. hatte er verschiedene Autos, mit denen er durch die Gegend cruiste und das durchaus weite Strecken/bundesweit.
6. sollte es einen Mittäter gegeben haben, wäre ein endgültiges Verschwindenlassen der Opfer noch einfacher.
7. Es gab den Vorfall in der Nähe von Hamburg, dass ein Papierhandtuch in der Raststätte gefunden wurde, mit einer angeblichen Hilfesuche durch Anja Beggers. In HH war KWW sehr aktiv. In weiteren Verdachtsfällen zu KWW gibt es ähnliche quälende Vorfälle, zB dass es Anrufe bei der Mutter von Brigitte Erdmann gab oder Anrufe von zwei Männern bei Familien/Opfern einer Vergewaltigungsserien unweit von Lüneburg/Hamburg (in Buchholz) 1986.
8. Die Serie endet mutmaßlich in etwa, als die Göhrde-Morde erfolgten und der Fall Birgit Meier passierte. Auch diese weisen Parallelen zu anderen Verdachtsfällen auf.

Die Serie würde daher gut in die Biografie des KWW passen, als Serienmörder, der bekannterweise überregional und ohne einen ganz festen Opfertypus und mit unterschiedlichen Vorgehensweisen agierte.


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