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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

820 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Serienmörder, Bremerhaven, Cuxhaven ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 14:48
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Sollte es sich also um den big Killer handeln, dann heißt es auch hier think big.
So sehe ich das auch. Ich lese gerne, was du schreibst.

Ich bringe mal die Anrufe in Erinnerung, die bei Anja Beggers Angehörigen eingingen. Das muss ganz schlimm sein, so gestalkt und belästigt zu werden. Ich denke, es war der Täter, der anscheinend ein großes Mitteilungsbefürfnis hat.

Und jetzt das Denken in großen Zügen: Auch bei Brigitte Erdmanns Angehörigen wurde immer zu Brigittes Todes- und Geburtstagen angerufen und der Anrufer legte danach wortlos auf. Der Täter beherrscht die Kommunikation. Bei Todes- Und Geburtstagen ist klar, worauf ein wortloser Anruf anspielt. Ah, der Täter spielt gerne! Das ist mir eben so eingefallen. Diese Masche ist so perfide. Einfach verachtenswert aus Sicht der Angehörigen. Aus der Perspektive des Täters zeigt er ein Bedürfnis. Er will kommunizieren. Bei den Angehörigen dagegen bleibt immer der Zweifel: Vielleicht war es nur ein Trittbrettfahrer. Und auch diese Trittbrettfahrer sind extrem hinterhältig.
Brigitte Erdmann und Iris Schwarz wohnten beide in Hamburg, wobei die Hamburger Polizei eine Verbindung von Iris Schwarz zum Discomörder prüft(e).

Auch im Zusammenhang der Göhrde-Morde gab es Anrufer, sogar von 2 Männern, wie ich im Göhrde-Morde Thread erfahren habe.

So, ich hoffe, dass mein Beitrag nicht gelöscht wird.

Gibt es einen Mörder, der schon sitzt und der durch Telefonanrufe aufgefallen ist? Telefonieren viele Mörder so gerne mit Angehörigen? Oder ist das ein Alleinstellungsmerkmal dieses ungeheuren Unbekannten?


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 15:08
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Ah, der Täter spielt gerne! Das ist mir eben so eingefallen. Diese Masche ist so perfide. Einfach verachtenswert aus Sicht der Angehörigen. Aus der Perspektive des Täters zeigt er ein Bedürfnis. Er will kommunizieren.
Und er übt eine gewaltige Macht und Dominanz aus! Er quält und spielt sadistische Spiele. Er führt die Macht und die Tötungslust, die er beim Opfer auslebte und spürte bei den Angehörigen erneut durch und weiter. Das ist ein enormer Lustgewinn für den Täter oder wie in der Buchholzer Serie zB für zwei Täter.

Und er spielt dann ebenso mit der Polizei und den Medien, auch Machtspiele.


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30.07.2022 um 15:39
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Und er übt eine gewaltige Macht und Dominanz aus! Er quält und spielt sadistische Spiele. Er führt die Macht und die Tötungslust, die er beim Opfer auslebte und spürte bei den Angehörigen erneut durch und weiter. Das ist ein enormer Lustgewinn für den Täter oder wie in der Buchholzer Serie zB für zwei Täter.
Ja, so ist es. Ich finde den Fall Inga Köntges unfassbar brutal. Sie ist verschwunden am 10.8.2000 in Hannover, im Stadtwald Eilenriede; alles ist verschwunden, auch ihr Fahrrad. Ein anonymer Anrufer meldet sich 440-mal per Mobiltelefon bei der Behörde und behauptete: „Ich habe Inka.“ Hier macht sich der Täter lustig über die Behörde. Und er will seine Macht demonstieren: "Ich habe Inka und ihr wisst nichts." Dieser Mörder denkt ans Besitzenwollen und Habenwollen in Bezug auf Frauen. Das könnte der Mörder von Anja Beggers sein! Es reicht ihm nicht mehr, Angehörige zu nerven. Er will Menschen in Behörden nerven. Er zieht sich an der Ahnungslosigkeit und Unsicherheit der Menschen hoch, egal ob sie in Behörden sitzen oder Angehörige sind. Er braucht einen größeren Kick und geht ein größeres Risiko ein: er ruft Behörden an.

Ein Trittbrettfahrer hätte wohl eher gesagt: "Ich weiß, wo Inka ist." Ich spekuliere, da hat der Mörder höchstpersönlich angerufen. Man weiß nicht, welche Behörde angerufen wurde. Aber man stelle sich vor, die Polizei rückt 440x aus, um Inka zu finden. Es wurde ja nicht weiter gesagt, wie auf Behördenseite auf die Anrufe reagiert wurde. Wahrscheinlich hält man sich bedeckt, weil man weiß, dass jede Info das Ego des Täters nährt.


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30.07.2022 um 15:59
@Füchschen
Davon gibts einige Mörder/Täter, die diese Macht und diesen Lustgewinn brauchen. Psychische Gewalt. Das dürfte bei dem potentiellen Mittäter des Kurti ja auch so sein, der wohl noch leben dürfte.

Solche Vorgehensweisen gibts ja ähnlich auch bei Tina Würth, Frauke Liebs und Tanja Mühlinghaus. Diese würde ich aber eher nicht mit dieser/n Serie/n in Kontext setzen.

Es gibt aber noch verschiedene andere Anhalterinnenfälle aus den 80ern und 90ern um Hannover, Bremen, Hamburg usw herum, die ebenso wenig geklärt sind. Auch Mordfälle an Mädchen. Es gibt ja auch den Fall Ulrike Burmester, der ja auch als Verdachtsfall des KWW gilt. Und in Stuttgart und um Karlsruhe herum gibt es noch weitere Taten, die auch ungeklärt sind aus der Zeit.

Und ebenso gibt es Fälle um Lüneburg und Hamburg herum, wo vermutlich ein zweiter Täter anwesend war, weil ebenso die Autos bewegt wurden/werden mussten/verbrannt wurden usw. Auch die Mitnahme von Trophäen und Autos sind Machtspiele.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

30.07.2022 um 23:15
Also ich sehe KWW im Fall der Disco/Anhaltermorde bzw. verschwundenen Anhalterinnen im Bereich Cuxhaven (Stichwort Todesdreieck) nicht involviert. Die Entfernung von seinem Wohnort ist nicht unerheblich und zur damaligen Zeit waren die Strassen weniger gut ausgebaut, das Autofahren war etwas ganz anderes. Es war anstrengender.Bedingt durch die damaligen Autos, schlechtere Beleuchtung, keine Klimaanlage im PKW etc.Das sind über 2h allein für eine Strecke. Das passt irgendwie nicht. Zudem kämen noch x Stunden für Fahrten vor Ort hinzu.Man sollte sich ein wenig in die damalige Zeit versetzen.


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31.07.2022 um 00:13
@Tristan2010
Sogar die Polizei hat ihn diesbezüglich im Visier.
Ich finde, für einen Cruiser, der sowieso bekannterweise stundenlang durch die Gegend fuhr und erhebliche Kilometer auf dem Tacho hatte bei diversen Autos, passt das ausgezeichnet. Darüber hinaus wissen wir ja gar nicht, inwiefern er Bezugsorte oder -personen dort hatte oder ob er beruflich oder privat dort zu tun hatte oder wegen seines Nebenjobs oder seiner offenbar zwielichtigen Aktivitäten. Es waren ja jeweils einige Monate Abstand zwischen den Fällen. Evtl hatte er dort einfach eine Hütte für die Ferien an der See gemietet. Ganz egal, so oder so fuhr er sehr gerne und viel Auto. Diese Strecke war daher sicherlich kein Hindernis für ihn.

Er fuhr ja auch wohl vermutlich nach Lüneburg, als er noch in Karlsruhe wohnte.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

31.07.2022 um 00:30
Mein Statement erfolgte vor dem bekannten Hintergrund das er viel und gerne fuhr. Es ist nicht bekannt das er irgendeinen Bezugspunkt noch irgendwelche Verbindungen dorthin hat. Es ist ja nicht damit getan nur diese Strecke zu fahren sondern ein Cruisen dort plus x erfolglose Cruisingfahrten dort, da sich niemand fand. Zuviel Aufwand. Ja, es gibt eine Aufwand/Kostenbetrachtung seitens eines Täters.


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31.07.2022 um 01:09
Ich glaube, bei einer Prozesskosten-Nutzen-Analyse überwiegt für einen KWW der Lustgewinn.


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31.07.2022 um 10:13
Zitat von Tristan2010Tristan2010 schrieb:Es war anstrengender.Bedingt durch die damaligen Autos, schlechtere Beleuchtung, keine Klimaanlage im PKW etc.
Die Durchschnittstemperatur im Sommer in Cuxhaven war (nach Angaben in Wikipedia) zwischen 1991-2020 21,6 Grad Celsius. Das schafft man gerade noch ohne Klimaanlage. :)


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31.07.2022 um 11:52
Ich bin zwar etwas skeptisch was KWW als Cuxhavener-Täter angeht, aber ich denke, dass die langen Strecken im Auto und auch das vermutlich auch oft erfolglose lauern auf ein potentielles Opfer für ihn kein wirkliches Problem darstellten, sondern eher das Gegenteil der Fall war.
Nachdem was man alles bei ihm gefunden hat, war Wichmann vermutlich ein Täter, für den die Autofahrten, dass suchen eines potentiellen Opfers und auch das beobachten möglicher Ziele genauso zu seinen Fantasien gehörte wie letztendlich das töten des Opfers selbst, und ihm auch eine gewisse Befriedigung verschaffte.
Er verhielt sich wie ein Jäger auf der Suche nach seiner Beute.
Da machten ihn bestimmt auch längere Autofahrten nichts aus.
Auch zu seiner Karlsruher Zeit war er ja sehr viel mit dem Auto unterwegs, angeblich um seine Familie in Lüneburg zu besuchen.

Es wäre natürlich interessant zu erfahren, zu welchen anderen Regionen er irgendeinen Bezug hatte.
Fraglich ist dabei aber, ob die Ermittler das überhaupt noch so genau rekonstruieren können so im Nachhinein.
In einem seiner Wagen wurde ja auch ein Schlafsack gefunden, vielleicht hat er einfach irgendwo wild gecampt, so dass dann natürlich auch keine Anmeldedaten bestehen.

In den letzten jahren sind ja viele Fälle wieder neu in den Medien aufgerollt worden, die man mit dem Cuxhavener-Täter oder auch Wichmann in Zusammenhang bringen könnte.
Vielleicht gibt es da ja bald noch ein paar neue Details.


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31.07.2022 um 14:55
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:Es wäre natürlich interessant zu erfahren, zu welchen anderen Regionen er irgendeinen Bezug hatte.
Fraglich ist dabei aber, ob die Ermittler das überhaupt noch so genau rekonstruieren können so im Nachhinein.
In einem seiner Wagen wurde ja auch ein Schlafsack gefunden, vielleicht hat er einfach irgendwo wild gecampt, so dass dann natürlich auch keine Anmeldedaten bestehen.
Kurt und sein Bruder HJW hatten ältere Halbgeschwister sowie Verwandte ihrer eigenen Mutter, und der Mutter der Halbgeschwister sowie des Vaters. Die Familien sind oft umgezogen. Da können sich verschiedene Bezugsorte und -personen ergeben, die wir so nicht kennen.

Darüber hinaus war Kurt ja in verschiedenen Erziehungseinrichtungen, zB Großenfehn und im Wichern-Stift (ich meine in Ganderkesee) und in der Jugendstrafvollzugsanstalt usw usw. Dort wird er diverse Kumpel kennengelernt haben, zu denen er möglicherweise Kontakt hielt und sie besuchte. Dann hatte er ja offenbar Kontakte in der rechten Szene, die im Cuxland und in Hamburg sehr aktiv war. Er hielt sich offenbar im Rotlichtmilieu auf, die Kontakte in HH und Bremerhaven hatte. Und er bot sich überregional als Callboy für BDSM und gut situierte Damen an.

Darüber hinaus kann man einfach auch so Urlaub an der Nordsee machen. Vielleicht hatte seine Familie das schon so gemacht?

Und in den 70ern und 80ern war es durchaus verbreitet, dass man die Großraumdiscos und besonderen Discos der damaligen Zeit alle besuchte, auch wenn man dafür fahren musste. Das kenne ich persönlich aus meiner Familie und von mir noch. Wir waren in Norddeutschland in diversen Discos und zu Partys unterwegs. Ich selbst zB bin in den 80ern und 90ern häufiger nach HH, OHZ, Wildeshausen, usw und auch einmal nach Bochum zum Tanzen gefahren. 3 Std Autofahrt pro Strecke.


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31.07.2022 um 15:22
Zitat von Tristan2010Tristan2010 schrieb:Also ich sehe KWW im Fall der Disco/Anhaltermorde bzw. verschwundenen Anhalterinnen im Bereich Cuxhaven (Stichwort Todesdreieck) nicht involviert.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Ich finde, für einen Cruiser, der sowieso bekannterweise stundenlang durch die Gegend fuhr und erhebliche Kilometer auf dem Tacho hatte bei diversen Autos, passt das ausgezeichnet.
Ich versuche mal, beide Gedanken zu verbinden. Vielleicht wohnte der Mittäter oder hatte Bezug zu dem Gebiet westlich der Weser und man traf sich dann im gemeinsamen Jagdgebiet, das für beide gleichermaßen gut und einigermaßen schnell zu erreichen war, nämlich das Gebiet östlich der Weser.

Es kann dabei herausgekommen sein in der Praxis, dass der Mittäter dann und wann alleine losziehen musste, wenn er den Drang verspürte und KWW keine Zeit oder Lust hatte. Umgekehrt kann natürlich KWW auch mal allein sich auf Lauer gelegt haben mit seinem Schlafsack. Und dann wiederum gibt es Fälle, wo beide gemeinsam sich ein Opfer suchten und die Zeit mit dem Opfer gemeinsam verbrachten und sich hinterher vieles zu erzählen hatten und immer wieder in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen konnten. Als des Mittäters andere Hälfte sang- und klanglos aus seinem Leben verschwand, hat es diesen Mittäter sicher sehr betrübt. Ich glaube nicht, dass er sich getraut hat, zur Beerdigung zu gehen. Er musste befürchten, dass er der Polizei oder KWWs Angehörigen auffallen könnte. Und fortan war er allein ohne Abschied von KWW und konnte sich mit niemandem mehr austauschen darüber, was seine Jagderfolge und -misserfolge anbelangte. Sicher ist der 25. April 1993, KWWs Todestag, ein wichtiges Datum im Leben des Mittäters. Damit nicht jemand auf andere Ideen kommt: Ich finde, es geschieht dem Mittäter recht, dass er so allein und einsam ist. Das ist der Preis für seine Untaten. Und sicher ist er schlau genug, das auch zu wissen.

Ich gehe davon aus, dass KWWs Bruder nicht der Mittäter ist. Der Mittäter wohnt sicher weit genug weg, so dass die Polizei nicht auf den ungeheuren Unbekannten gestoßen ist mit verwertbaren Spuren, die direkt zu ihm führen.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Und ebenso gibt es Fälle um Lüneburg und Hamburg herum, wo vermutlich ein zweiter Täter anwesend war, weil ebenso die Autos bewegt wurden/werden mussten/verbrannt wurden usw
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Das ist ein enormer Lustgewinn für den Täter oder wie in der Buchholzer Serie zB für zwei Täter.
Ja, ich stelle mir vor, das waren KWW und der Mittäter. Und ich stelle mir vor, dass beide Täter irgendwie Quasselstrippen waren, die das Bedürfnis verspürten, am Telefon die Angehörigen zu spüren und so ihrer gemeinsamen Lust frönten. Die Lust ist dabei, die Angst, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Überraschtheit, den Schmerz der Angehörigen zu spüren. Das ist so krank! Und sich dann auszutauschen: "Hast du gehört, wie die Stimme zitterte?" Die Eigenschaft der Quasselstrippe schließt nicht aus, dass sie auch mal geschwiegen haben am Telefon, denn Schweigen ist Gold, wenn die Anspielung des Anrufs klar ist. Auch gehört es zur Eigenschaft einer Quasselstrippe, paraverbale Signale einzusetzen zum Beispiel ohne Worte nur hörbar zu atmen. Welch ein Terror!
Zitat von Kolumbo1989Kolumbo1989 schrieb:In den letzten jahren sind ja viele Fälle wieder neu in den Medien aufgerollt worden, die man mit dem Cuxhavener-Täter oder auch Wichmann in Zusammenhang bringen könnte.
Vielleicht gibt es da ja bald noch ein paar neue Details.
Darauf hoffe ich auch.


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31.07.2022 um 16:10
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Ich gehe davon aus, dass KWWs Bruder nicht der Mittäter ist. Der Mittäter wohnt sicher weit genug weg, so dass die Polizei nicht auf den ungeheuren Unbekannten gestoßen ist mit verwertbaren Spuren, die direkt zu ihm führen.
Das ist denkbar. Und dieser Gedanke eröffnet mehrere Optionen.
1. Der potentielle Mittäter hat eine Unterkunft im Weser-Elbe-Raum, wohin man die Opfer bringen konnte und anschließend in Ruhe verschwinden ließ. Das könnte ein Wohnsitz oder auch ein Wochenendhaus sein.
2. Der potentielle Mittäter hat vor und nach Kurts Tod alleine agiert. Dies ebenso im gesamten Weser-Elbe-Raum und ggf sogar darüber hinaus.
3. KWW hat häufiger alleine agiert.
4. HJW würde einen potentiellen guten Bekannten von KWW dann allerdings sicherlich ebenso kennen und könnte ihn preisgeben. Dann würde Verdacht von ihm genommen, allerdings Verdacht auf KWW bestätigt.
5. Es könnte (rein theoretisch jedenfalls) auch ein Tätertrio gewesen sein, zumindest teilweise.

Allerdings, wie und wo haben sie sich dann kennengelernt und zum gemeinsamen Hobby gefunden? Knast? Rotlichtmilieu? rechte Szene? BDSM-Szene? Weshalb schweigt HJW dann? HJW war ja offenbar stets integriert und beteiligt, wenn KWW iwas unternahm. Selbst bei der Flucht im Jahre 1993. Er wird also gewusst haben, weshalb sein Bruder flüchten musste und half ihm bzw flüchtete ebenso. HJW wusste ebenso von allen Anklagen, Verdachtsfällen damals und heute sowie Verurteilungen uvm. Ebenso wird er gewusst haben, weshalb KWW einen neuen Hügel im Garten hat und seine Garage neu gestaltete. Auch dabei wird KWW einen Helfer gehabt haben.

Im Fall Ilse Gerkens wurden ja auch drei Jugendliche gesehen, die offenbar vom Tatort flüchteten. Es wäre also durchaus doch wieder denkbar, dass KWW gerne mit mehreren Mittätern agierte.

Und was haben dann Hans-Otto R und Michael V in dieser Dynamik damit zu tun? R war vermögend. Hatte er Wochenendhäuser? Aber auch da war HJW voll integriert. ggf sogar Alice W

KWW könnte aber mit einem engen Buddy auch einfach das Wochenendhaus eines Freundes geliehen haben. oder oder
Vielleicht wars aber auch jemand ganz anderes. wer weiß? Ich hoffe die Polizei bleibt dran.


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Frauenmorde im Elbe-/Weserraum

31.07.2022 um 23:08
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Weshalb schweigt HJW dann? HJW war ja offenbar stets integriert und beteiligt, wenn KWW iwas unternahm. Selbst bei der Flucht im Jahre 1993. Er wird also gewusst haben, weshalb sein Bruder flüchten musste und half ihm bzw flüchtete ebenso. HJW wusste ebenso von allen Anklagen, Verdachtsfällen damals und heute sowie Verurteilungen uvm. Ebenso wird er gewusst haben, weshalb KWW einen neuen Hügel im Garten hat und seine Garage neu gestaltete. Auch dabei wird KWW einen Helfer gehabt haben.
Es könnte mehrere Gründe geben, warum HJW schweigt:

1. KWW sagte ihm zum Beispiel, als er Birgit M. durch das Haus transportierte, wobei der Transport entweder allein oder mit dem Mittäter zusammen erfolgte: "Jetzt geh mal weg auf dein Zimmer, das ist besser." Und HJW gehorchte, weil er Angst vor seinem Bruder hatte.

2. HJW hat etwas mitbekommen, aber nicht genug und weiß auch nicht alles. Deshalb traut er der Polizei und der Justiz nicht, dass sie es schaffen, den Mittäter dauerhaft hinter Schloss und Riegel zu halten. Wenn der ungeheuere Unbekannte aufgrund seiner Zeugenaussage in Haft kommt, dann muss HJW mit Rache rechnen, sobald dieser entweder durch Gesetzeskraft freikommt oder aus dem Gefängnis flieht. In den 1990iger Jahren war es ja Mode, viel Mitleid mit den armen Tätern zu haben, weshalb sie oft vorzeitig entlassen wurden. Deshalb hat HJW Angst.

3. HJW weiß bis auf die Verdächtigungen gegen KWW nichts, weil KWW ihn geschickt manipulierte. HJW musste nur bei den Anfangsarbeiten des Erdaushubs mitarbeiten zum Beispiel, dann wartete KWW bis sein Bruder für einige Tage oder Wochen weg war. Tja, und als HJW zum Beispiel plötzlich den fertigen Hügel sah im Garten, als er wieder zurückkam, da hat KWW zum Beispiel gesagt: "Ich will nicht, dass die Nachbarn meine Frau begaffen, wenn sie mal nackt im Garten liegen will." KWW hat es geschafft, den Lüneburger Staatsanwalt aufs Kreuz zu legen. Warum sollte er das nicht auch mit seinem Bruder schaffen?

4. HJW war immer gezwungenermaßen dabei als Kind, wenn KWW wieder etwas anstellen wollte. Je älter er wurde, desto mehr hatte er einen Weg gefunden bei den Scheußlichkeiten, die KWW machte, nicht dabei sein zu müssen. Vielleicht war er froh, dass KWW einen Mittäter fand. Vielleicht ahnte er auch nur, dass KWW einen Gesinnungsgenossen gefunden hatte.

5. Es kann also sein, dass HJW den ungeheuren Unbekannten nie gesehen hatte. Wenn KWW nur ein klein wenig schlau war, dann hat er es so eingefädelt, dass sein Bruder nie mit dem Unbekannten zusammenkam und auch dessen Namen nicht kannte.

Ich glaube nicht, dass HJW irgendetwas Relevantes bezüglich des Mittäters sagen wird, sollte jener sich bald vor Gericht verantworten müssen. Ich glaube auch nicht, dass KWWs Ehefrau etwas wusste, denn sonst hätte KWW kein Geheimzimmer eingerichtet. Möglicherweise sagte er immer zu seiner Ehefrau bevor er ins Geheimzimmer verschwand: "Ich brauche jetzt Zeit für mich." Ich vermute, seine Ehefrau hat überlebt, weil sie nie neugierig wurde und nie heimlich ins Zimmer ging. Vielleicht hatte KWW eine Vorrichtung im Geheimzimmer, die ihn wissen ließ, ob seine Frau in sein Reich eingedrungen war.

Ich hoffe, die Staatsanwaltschaften kommen gut voran. Es ist eine immens langwierige Aufgabe, alle Vorkommnisse zu sortieren: was hat KWW gemacht, was hat der Mittäter gemacht. Wenn über 200 Morde geprüft und sortiert werden, dann dauert das. Und auch die DNA-Labore sind gefordert, an einem Strang mitzuziehen und relativ zügige Ergebnisse zu liefern.


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01.08.2022 um 10:43
@Füchschen
Ich denke, egal ob HJW ein "richtiger" Mittäter war oder nicht, er war involviert und Mitwissend. Auch das macht ihn dann wohl zum Täter.
Er half und fuhr mit KWW auf Flucht. Er flüchtete selbst. Sie hatten Waffen usw dabei. Er hatte vollen Zugang zum Geheimzimmer. Er kannte alles darin. Auch die Waffen, Videos uvm. Er erhielt schriftliche Instruktionen von KWW aus der Haft usw. Ich bezweifle, dass HJW nicht in die Veränderungen des Gartens und der Garage involviert war.

Aber zurück zur Mord- und Vermisstenserie.

Wenn es denn so war und KWW verantwortlich in diesen Fällen wäre, dann könnte ich mir exemplarisch ein solches Szenario gut vorstellen:
Ein enger und vermögender Bekannter des KWW besitzt ein Wochenendhäuschen nahe Cuxhaven und lädt KWW ab und zu ein oder dieser darf das Häuschen ab und an günstig oder kostenlos nutzen. Eventuell macht KWW dann in Gegenleistung den Garten oder Hausmeisterangelegenheiten oder so. Ein potentieller Mittäter ist dann jedesmal, oft, manchmal dabei. KWW und der potentielle Mittäter cruisen durchs Cuxland, besuchen Discos, usw und treffen Anhalterinnen. Diese Anhalterinnen verschwinden dann irgendwo im Moor oder im Wochenendhaus oder am Strand oder oder.

KWW könnte aber auch einfach nur durch das Cuxland cruisen oder eventuelle Aufträge aus dem hamburger Rotlichtmilieu in Bremerhaven ausführen oder er besucht dort eine vermögende Dame, die ihn aushält oder oder.

Ich halte alle solche Szenarien für denkbar.

Um das prüfen zu können, sollten allerdings die Cold Case Fälle der Cuxland-Serie /Weser-Elbe-Serie und umzu wieder neu betrachtet werden, müssen die Asservate geprüft und auf DNA untersucht werden, müssen Kontakte nach Lüneburg geknüpft und Anträge zum Abgleich mit der DNA von KWW und anderen gestellt werden. Dazu benötigten die Fälle aber noch mehr Medienaufmerksamkeit.

Außerdem müsste geprüft werden, ob das wirklich alle Fälle der Serie waren und ob Fälle, die vermeintlich anderen Serienmördern, die parallel agierten, zugeordnet werden und denen nie nachgewiesen werden konnten, nicht doch auch KWW zugeordnet werden müssten, usw. Britta Schilling zB Ulrike Herrmann zB


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01.08.2022 um 12:29
@Füchschen
Wenn Du Dich im Thread über KWW einliest, wirst Du feststellen, dass Bruder HJW bereits erkennungsdienstlich behandelt wurde und einen Beschuldigtenstatus innehat.
Man kann also ausschließen, dass HJW von nichts weiß und ein Unschuldslamm ist.

Ich habe aber an einer dritten Mittäterversion, einem bisher Unbekannten so meine Zweifel.
Immerhin sind Vergewaltigung und Frauenmord kein gängiger Volkssport.

Ein wohlhabender Mittäter, wäre zudem doch auch Gefahr gelaufen, von KWW, der ständig in Geldnöten war, erpresst zu werden.

Bei den Elbe Weser Fällen, fällt ins Auge, dass die 16 Jahre alte Sonja Ady am 21.08. ermordet wurde und ihr Name auch im Abspann von der NDR Doku „ Eiskalte Spur“ gezeigt wird.
Damit gilt sie als Verdachtsfall von KWW.

Auffällig ist die Parallele des Morddatums, denn im Landkreis Uelzen/ Lüchow wurden am
21.08. 1984 Irma Busch im Waldgebiet Rehbeck an der Lucie bei Lüchow ermordet und am
21.08. 1986 wurde Elsbeth Meier aus Dörmte bei Rosche ermordet, als sie mit dem Fahrrad Abends die Kreisstraße von Rosche nach Jarlitz befuhr.

Wobei bisher nicht geklärt werden konnte ob die Brüder Wichmann auch für diese Frauenmorde verantwortlich sind.
Was wahrscheinlich auch schwierig ist, da die Staatsanwaltschaft nach KWWs Suizid
Bekanntlich alle Asservate vernichten ließ.


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01.08.2022 um 12:40
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Ein wohlhabender Mittäter, wäre zudem doch auch Gefahr gelaufen, von KWW, der ständig in Geldnöten war, erpresst zu werden.
Sollte es einfach nur ein wohlhabender Freund sein, der seine Unterkunft kostenlos oder für Gartenarbeit oder hausmeisterarbeiten zur Verfügung stellt, muss dieser Freund nicht unbedingt ein Mittäter und -wisser sein.

Allerdings fällt auf, dass gewisse enge Freunde und kriminelle Mitkumpanen des KWW ihn und Alice auch nach dessen Tod noch offen schützten und zB Koffer verschwinden ließen, etc. Wie das alles da rein passt, wird ja vermutlich polizeilich geprüft.

Und wer das Dreiergespann im Fall Gerkens gewesen sein könnte, konnte auch noch nicht geklärt werden.

Es fällt nur auf, dass es offensichtliche Dynamiken im sozialen Umfeld der Wichmanns gab. Wie auch immer diese nun zu deuten sind.


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02.08.2022 um 11:14
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Außerdem müsste geprüft werden, ob das wirklich alle Fälle der Serie waren und ob Fälle, die vermeintlich anderen Serienmördern, die parallel agierten, zugeordnet werden und denen nie nachgewiesen werden konnten, nicht doch auch KWW zugeordnet werden müssten, usw. Britta Schilling zB Ulrike Herrmann zB
So sehe ich das auch. Selbst bei Einzeltätern, die beteuerten, dass sie unschuldig sind, muss noch mal nachgehakt werden.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Wenn Du Dich im Thread über KWW einliest, wirst Du feststellen, dass Bruder HJW bereits erkennungsdienstlich behandelt wurde und einen Beschuldigtenstatus innehat.
Man kann also ausschließen, dass HJW von nichts weiß und ein Unschuldslamm ist.
Wer einen Bruder wie KWW hat, wird es nicht fertigbringen ein Unschuldslamm zu bleiben. Bis jetzt hat es jedoch nicht gereicht, um HJW zu verurteilen. Wenn die Polizei einen oder zwei Mittäter ausfindig macht, werden diese versuchen, HJW die Schuld anzuhängen. Dann wird es spannend, was die Polizei herausgefunden hat und wie die Justiz das bewertet. Ich bin da ganz zuversichtlich, dass herausgefunden wird, bei welchen Taten DNA von HJW dabei war oder auch nicht.

Bei KWW finde ich seinen letzten Satz im Abschiedsbrief interessant: "Möge Gott mir gnädig sein." Vielleicht hat er das ehrlich gemeint, immerhin war er Friedhofsgärtner und nah dran an Beerdigungen. Er hat sich praktisch selber den Segen gegeben, der sonst eigentlich vom Pastor oder Pfarrer kommt. Etwas anderes blieb ihm wohl auch nicht übrig, wenn er gar nicht in der Kirche war. Soweit ich weiß, hat er öfters mal eine Flagge mit ultra-rechtem Gedankengut gehisst auf seinem Grundstück. Wenn er doch noch fühlte, dass er einen Segen braucht und es Gott gibt, dann stellt sich die Frage, ob auch sein/e Gesinnungsgenosse/n eine religiöse Ader hatten. Ich stelle mir den Umgang von KWW und seinen Kumpanen sehr vertraut vor, wenn man zusammen loszog um zu morden, denn man musste absolut sicher sein, dass es keinen Verrat geben würde. KWW hat sich durch Selbtmord der Polizei entzogen, weil er wusste, dass er entlarvt werden würde und es dann Spuren zu seinen Kumpanen gegeben hätte. Und wer weiß schon, ob Alice nicht doch beteiligt war an den Greueltaten.

Der Mittäter ist jetzt viel älter als KWW zu seinem Todeszeitpunkt war. Ich denke, wenn man älter wird, weiß man, dass es nicht funktioniert, sich den Segen selber zu sprechen. Befreiung gibt es nur, wenn man die Schuld anerkennt.


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02.08.2022 um 15:15
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Wer einen Bruder wie KWW hat, wird es nicht fertigbringen ein Unschuldslamm zu bleiben. Bis jetzt hat es jedoch nicht gereicht, um HJW zu verurteilen. Wenn die Polizei einen oder zwei Mittäter ausfindig macht, werden diese versuchen, HJW die Schuld anzuhängen. Dann wird es spannend, was die Polizei herausgefunden hat und wie die Justiz das bewertet. Ich bin da ganz zuversichtlich, dass herausgefunden wird, bei welchen Taten DNA von HJW dabei war oder auch nicht.
Wie definierst Du denn die Rolle und Aktivität des HJW genau? Und wie würdest du dies in die (große) Serie der Vermissten- und Mordfälle hier einordnen? Wäre HJW auch immer dabei gewesen, wenn es einen aktiven oder passiven oder vollkommen unbeteiligten Dritten gegeben hätte?

Weshalb ging HJW auf Flucht?
Weshalb lenkt er dann durch sein Schweigen alle Verdachtsmomente auf sich?
Wenn die Polizei DNA eines Dritten finden sollte, weshalb nicht auch die von HJW?
Und was bedeuten die Worte, dass HJW kein Unschuldslamm sei und dass Du Zuversichtlich bist im oben von dir genannten Kontext?
Wenn HJW nicht aktiv als Mörder oder Entführer usw beteiligt war, sondern ein anderer, dann könnte er doch sprechen, er wäre nicht in Gefahr. Die Taten wären dann für ihn verjährt. Selbst wenn er bei der Beseitigung/Verschwinden lassen der Leichen beteiligt war, egal ob zB Anja Beggers oder Birgit Meyer oder aber auch das rote Auto oder anderes, das wäre verjährt. Er könnte also offen über andere aktiv beteiligte Personen sprechen.

Ich sehe es so, dass HJW so oder so Täter ist. Ob er direkte oder indirekte Beteiligung am Mord hatte, ist da egal. Er war mAn nicht nur ein Mitwisser oder Verschwindenlasser. Und er war aus sehr gutem Grunde, mAn, ebenso auf der Flucht.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Ich stelle mir den Umgang von KWW und seinen Kumpanen sehr vertraut vor, wenn man zusammen loszog um zu morden, denn man musste absolut sicher sein, dass es keinen Verrat geben würde.
Welche, offenbar mehrere, Kumpanen siehst du da denn so? Und woran waren sie genau beteiligt? Auch bezüglich der großen Serie oder nur zwischen Weser und Elbe? Und wie siehts mit weiteren Verdachtsfällen um Lüneburg/Hamburg herum und bundesweit aus?


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02.08.2022 um 23:39
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Wie definierst Du denn die Rolle und Aktivität des HJW genau?
Niemand in diesem Forum kann die Rolle und Aktivität des HJW definieren. Das können nur Polizei und Staatsanwaltschaften. Zu 50% kann ich mir vorstellen, dass HJW und Alice für KWW die Fassade nach außen darstellten und einen Teil von Normalität boten, die auch ein KWW brauchte, um nicht zu verwahrlosen. Zu 50% kann ich mir vorstellen, dass sie mehr oder weniger involviert waren.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Weshalb ging HJW auf Flucht?
Vielleicht hatte er selbst Dreck am Stecken oder er wollte sich der Polizei entziehen, damit er dem Verhördruck nicht ausgesetzt ist und damit keine Spuren zu KWW verraten kann.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Weshalb lenkt er dann durch sein Schweigen alle Verdachtsmomente auf sich?
Er denkt sich, dass es besser ist zu schweigen und nimmt in Kauf, dass Verdachtsmomente auf ihm sitzen bleiben. Bis jetzt hat das gut für ihn funktioniert. Natürlich kann es sein, dass diese Rechnung am Ende nicht für ihn aufgeht und die Polizei im Rahmen der jetzigen intensiven Ermittlungen DNA von ihm findet.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Wenn HJW nicht aktiv als Mörder oder Entführer usw beteiligt war, sondern ein anderer, dann könnte er doch sprechen, er wäre nicht in Gefahr. Die Taten wären dann für ihn verjährt. Selbst wenn er bei der Beseitigung/Verschwinden lassen der Leichen beteiligt war, egal ob zB Anja Beggers oder Birgit Meyer oder aber auch das rote Auto oder anderes, das wäre verjährt. Er könnte also offen über andere aktiv beteiligte Personen sprechen
Wir wissen nicht, in welcher Art HJW beteiligt war an den Morden: Hat er nur zusammen den Unterschlupf mit KWW bewohnt und weggesehen oder wurde er weggeschickt oder hat er selbst mit Hand angelegt. Wir wissen nicht, ob KWW ihm die Morde haarklein erzählte. Warum sollte er auspacken? Vielleicht steht er noch unter dem Bann des Abschiedsbriefs, das gute Andenken an KWW zu wahren.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Welche, offenbar mehrere, Kumpanen siehst du da denn so?
Ich sehe erstmal nur einen Mittäter, weil W. Sielaff davon sprach, dass es einen Mittäter geben muss. Du siehst zwei Mittäter bzw. Kumpane. Ich weiß nicht, wie viele Vertraute KWW hatte.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:nd woran waren sie genau beteiligt? Auch bezüglich der großen Serie oder nur zwischen Weser und Elbe? Und wie siehts mit weiteren Verdachtsfällen um Lüneburg/Hamburg herum und bundesweit aus?
Woran sie genau beteiligt waren, das versucht die Polizei herauszufinden. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie an der großen Serie beteiligt waren und auch zwischen Weser und Elbe und bei den Verdachtsfällen um Lüneburg/ Hamburg herum und bundesweit.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Bei den Elbe Weser Fällen, fällt ins Auge, dass die 16 Jahre alte Sonja Ady am 21.08. ermordet wurde und ihr Name auch im Abspann von der NDR Doku „ Eiskalte Spur“ gezeigt wird.
Damit gilt sie als Verdachtsfall von KWW.
Ich habe das auch so eingeschätzt, als ich "Eiskalte Spur" gesehen habe. Ausgehend davon, würde ich, wenn ich Verantwortung bei der Polizei hätte, alle Mordfälle bis heute im Hinblick auf Täterschaft von KWW oder/und Mittäter prüfen, bei denen es zu intensiver Messergewalt, oder anderer intensiver scharfer Gewalt zum Beispiel mit spitzen Gegenständen, gekommen ist und die Leiche offen oder versteckt abgelegt wurde, denn Sonja Ady wurde mit über 60 Messerstichen getötet. Mir wäre jeder intensive Einsatz von scharfer Gewalt vor oder nach dem Töten verdächtig im Hinblick auf den Mittäter von KWW. So viele Messerstiche, ich halte das für ein Alleinstellungsmerkmal. Dieser Täter wollte - zumindest in den ersten Jahren seines Mordens - Blut sehen. Ich vermag mir Sonja Adys Leiche nicht wirklich vorzustellen, wie sie nach 60 Messerstichen ausgesehen hat. Die Polizei sagt verständlicherweise nichts dazu, aber sie wird ein Muster erkennen, um was es dem Täter bei den vielen Messerstichen ging.

Sicherlich schaut die Polizei auch intensiv ins VICLAS, Violent Crime Linkage Analysis System, um zu schauen, ob eine DNA aus einem Messermord auch bei einem reinen Drosselmord zum Beispiel zu finden ist. Dabei kann man gleich mitprüfen, welche Angehörigen von Anrufen durch den Täter belästigt wurden. Ich hoffe jedenfalls, dass das alles in dem System zu finden ist.

Ich hoffe sehr, dass der Mittäter - und nach KWWs Selbstmord dann Alleintäter - im Laufe seiner langen Laufbahn einige Fehler gemacht hat, so dass man ihn noch zeitnah aufspüren kann. Andernfalls würde er noch im Altersheim weitermorden.


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