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Welches Buch lest ihr gerade?

5.344 Beiträge, Schlüsselwörter: Bücher, Lesen, Literatur + 3 weitere

Welches Buch lest ihr gerade?

23.11.2019 um 15:42
Zitat von sonar67sonar67 schrieb:Du würdest mich sicher genau verstehen, wie ich es meine, wenn du das Buch liest, denke ich.
Wenn du einfach schreibst, was du meinst, dann braucht man, um deine Meinung zu verstehen, das Buch nicht zu lesen. ;-)
Zitat von sonar67sonar67 schrieb:Deswegen schreibe ich ja auch darüber, ich empfehle das Buch, weil es in dieser Hinsicht ungewöhnlich authentisch ist.
Hast du die Authentizität denn geprüft?

Ich kenne nur die Filme von Godard, über ihn als Privatperson weiß ich nichts.

Mag sein, dass er ein Scheusal war, aber ob man das objektiv aus dem Buch seiner Ex-Frau erfährt, da wäre ich jedenfalls ohne weitere Hintergrundrecherche vorsichtig.
Zitat von sonar67sonar67 schrieb:Das ist Godards Demontage als Mensch u. Intellektueller.



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23.11.2019 um 15:51
Zitat von sonar67sonar67 schrieb:Es geht hier nicht um genaue-Wikipedia-Info,
Geburtsurkundenwissen ;)


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23.11.2019 um 15:57
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Mag sein, dass er ein Scheusal war, aber ob man das objektiv aus dem Buch seiner Ex-Frau erfährt, da wäre ich jedenfalls ohne weitere Hintergrundrecherche vorsichtig.
Die Ex-Frau rechnet ab, ihr Recht, subjektiv zu sein.

WIE sie das gemacht hat, ist für mich hochinteressant, überzeugend und unterhaltsam. Interssant auch ein Blick hinter die Fassaden der Kunstfilme damals... Politisch hat sie auch die radikalen Standpunkte des Bürgersohnes vorzüglich distanziert analysiert u a. auch karukaturisiert, dann sieht man die alten Godard-Filme mit einem anderen Auge.


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23.11.2019 um 16:52
Zitat von sonar67sonar67 schrieb:Die Ex-Frau rechnet ab, ihr Recht, subjektiv zu sein.
Allein dieser Satz..... :D

Naja, belassen wir es dabei, ich habe dazu gesagt, was ich dazu zu sagen hatte.


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23.11.2019 um 17:19
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:sonar67 schrieb:
Die Ex-Frau rechnet ab, ihr Recht, subjektiv zu sein.

Allein dieser Satz..... :D

Naja, belassen wir es dabei, ich habe dazu gesagt, was ich dazu zu sagen hatte.
Und ich fand es halt interessant, wie die Ex-Frau subjektiv abgerechnet hat, hast du negative Erfahrungen mit dem Thema aus anderen Romanen oder ähnlichem oder brauchst du eine literaturwissentschaftliche Beurteilung über dieses Ding, eine einfache Empfehlung war das, das ist alles, so harmlos wie es da steht... Wir belassen es dabei, weil das Buch dich nicht interessiert hat u. du trotzdem was dazu geschrieben hast.


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23.11.2019 um 19:29
Deutschland verdummt - Michael Winterhoff

fbwinterhofflp 76571

Deutschland verdummt warnt Kinder- und Jugendpsychiater MW in seinem neuen Bestseller. Damit meint er die Kinder und das deutsche Schulsystem. Man mache Kinder zu Freunden und behandle sie wie Erwachsene, was falsch sei. Kinder bräuchten klare Anweisungen, was nicht zu tun ist und vor allem - daran mangele es - was zu tun ist, um ein fest im Leben stehender Erwachsener zu werden. Dies sei durch 1968 so gut wie begraben worden, man vertraue darauf, dass die Kinder schon ihren Weg finden werden.

Interessanter sind aber fast seine Beobachtungen aus dem Berufsalltag mit provokanten Aussagen wie z. Bsp., dass Erwachsene immer öfter auf dem emotionalen Stand eines Kindes seien oder dass immer mehr Sachen als verhandelbar wahrgenommen werden (wie Pünklichkeit, Grundrechte andersartiger Bürger, Befehle von Chefs/Lehrern). Zudem ist er ein Feind der Digitalisierung, die die Egozentrik steigere und die Sozialität verringere. Die Geräte reagieren im Moment, bei Menschen sei das nicht so, die Geduld und Toleranz anderen gegenüber leide sehr darunter. Er verlangt digitalfreie Kindergärten und Grundschulen.

Im Kern fordert er, die Kinder nicht als Partner anzusehen, sondern zu ihnen auf Distanz zu gehen, sie mit klaren Anweisungen, Grenzen und Regeln zu fordern. Weniger Spaß, mehr Disziplin. Er scheint die pädagogische Wende rückabwickeln zu wollen.


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23.11.2019 um 19:34
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:Man mache Kinder zu Freunden und behandle sie wie Erwachsene, was falsch sei. Kinder bräuchten klare Anweisungen, was nicht zu tun ist und vor allem - daran mangele es - was zu tun ist, um ein fest im Leben stehender Erwachsener zu werden. Dies sei durch 1968 so gut wie begraben worden, man vertraue darauf, dass die Kinder schon ihren Weg finden werden.
Was für ein bullshit. :D
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:Interessanter sind aber fast seine Beobachtungen aus dem Berufsalltag
Die er so 1:1 auch sicher in den 70er Jahren hätte machen können.
Ich denke nämlich nicht, dass seine Beobachtungen repräsentativ sind.
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:wie z. Bsp., dass Erwachsene immer öfter auf dem emotionalen Stand eines Kindes seien oder dass immer mehr Sachen als verhandelbar wahrgenommen werden (wie Pünklichkeit, Grundrechte andersartiger Bürger, Befehle von Chefs/Lehrern).
Ich konnte nichts davon beobachten.
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:Er scheint die pädagogische Wende rückabwickeln zu wollen.
Ja, fehlt nur noch, dass er erzählt "eine Ohrfeige oder ein Arschvoll hat noch keinem Kind geschadet."

@Funkystreet

Ist schon klar, dass du nur den Inhalt des Buches referiert hast, was ich schreibe geht also nicht gegen dich


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23.11.2019 um 22:59
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:Man mache Kinder zu Freunden und behandle sie wie Erwachsene, was falsch sei. Kinder bräuchten klare Anweisungen
Um welche Altersstufe geht es in seinem Buch? Die kassenärztliche Definition von "Kind" ist das Alter von 4 bis 12. Also ich sehe diese Altersgruppe auch nicht unbedingt als Erwachsene an.

https://www.kbv.de/tools/ebm/html/4.3.5_162395004446927562274884.html (Altersdefinition)


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24.11.2019 um 13:29
Zitat von FunkystreetFunkystreet schrieb:Kinder bräuchten klare Anweisungen, was nicht zu tun ist und vor allem - daran mangele es - was zu tun ist, um ein fest im Leben stehender Erwachsener zu werden. Dies sei durch 1968 so gut wie begraben worden, man vertraue darauf, dass die Kinder schon ihren Weg finden werden.
@Narrenschiffer
@Groucho
@Funkystreet


Das ist hier erstmal so formuliert, dass ich auch widersprechen möchte. Bei weiterer Überlegung kann ich aber bestätigen, dass ich- ganz subjektiv- in meinem Umfeld auch oft das Gefühl habe, dass Kinder von ihren Eltern überfordert werden, indem ihnen beinahe sämtliche Entscheidungen zugemutet werden, statt abgenommen. Gewisse Konsequenzen und Abwägungen können Kinder noch nicht überreißen und ich finde, es ist häufig spürbar wie diese ständige Überforderung an den Nerven der Kinder zerrt.

Ich glaube, dass Kinder davon profitieren und es ihnen Sicherheit gibt, wenn die Erwachsenen, zu denen sie bestenfalls ein Vertrauensverhältnis haben und sich auch gesehen fühlen, ihnen einen klaren Rahmen von Handlungsmöglichkeiten vorgeben. Und zwar mit einer gewissen Konsequenz, damit sie wissen woran sie sind und auch um sie den Umgang mit Frustration, die durch Grenzen einfach entsteht, zu lehren.

Das Wort "Anweisungen" stößt mich auch erstmal ab, weil das wie Willkür klingt, als würde ohne jede Erklärung über die Kinder verfügt


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24.11.2019 um 13:56
Zitat von cesarecesare schrieb:Das Wort "Anweisungen" stößt mich auch erstmal ab, weil das wie Willkür klingt, als würde ohne jede Erklärung über die Kinder verfügt
Da ich das Buch nicht kenne, kann ich schwer sagen, welche Anweisungen der Autor meint. Aber selbst im Erwachsenenleben gibt es Anweisungen, die ohne Diskussion zu befolgen sind.

Wenn die Feuerwehr wegen eines Gaslecks einen Straßenzug absperrt, ist es wohl eher nervig, wenn 200 Leute antanzen, welche über diese Anweisung erst mal "diskutieren wollen".


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24.11.2019 um 14:16
Zitat von NarrenschifferNarrenschiffer schrieb:Noch interessanter sind die Bilder, die Kurt Klagsbrunn geschossen hat. Das ist hohe Kunst und nicht einfach geknipst.
Es gibt eine ganze Reihe bekannter jüdischer Fotografen, am besten finde ich Irving Penn


67207839 1 x

Irving Penn -Beyond Beauty


51DIatP9UcL. SX258 BO1204203200


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24.11.2019 um 14:30
Zitat von cesarecesare schrieb:Das ist hier erstmal so formuliert, dass ich auch widersprechen möchte. [...]
Das Wort "Anweisungen" stößt mich auch erstmal ab, weil das wie Willkür klingt, als würde ohne jede Erklärung über die Kinder verfügt
Das war gar nicht mein Punkt. Ich habe kein Problem mit dem Wort Anweisungen auch wenn ich es eher Regeln genannt hätte. Ich denke schon, dass Kinder klare Regeln brauchen.


Ich habe mich (was den von dir zitierten Teil betrifft) daran gestoßen:
was zu tun ist, um ein fest im Leben stehender Erwachsener zu werden. Dies sei durch 1968 so gut wie begraben worden, man vertraue darauf, dass die Kinder schon ihren Weg finden werden.
"So gut wie begraben"
Das halte ich für eine ziemliche Übertreibung.
Diejenigen, die im Geiste von '68 ihre Kinder machen lassen, wie sie wollen, dürften eine Minderheit sein.
Meine Beobachtung ist vielmehr, dass Eltern keine Regeln mehr durchsetzen aus Faulheit und konfliktscheu, nicht aus einer Ideologie heraus.
Ja, diese Leute gibt es, aber "so gut wie" nur noch, finde ich zu hysterisch.


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24.11.2019 um 16:17
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:"So gut wie begraben"
Das halte ich für eine ziemliche Übertreibung.
Diejenigen, die im Geiste von '68 ihre Kinder machen lassen, wie sie wollen, dürften eine Minderheit sein.
Meine Beobachtung ist vielmehr, dass Eltern keine Regeln mehr durchsetzen aus Faulheit und konfliktscheu, nicht aus einer Ideologie heraus.
Ja, diese Leute gibt es, aber "so gut wie" nur noch, finde ich zu hysterisch.
Da hast du vollkommen recht, ich hab genau den selben Eindruck!
Zitat von NarrenschifferNarrenschiffer schrieb:Wenn die Feuerwehr wegen eines Gaslecks einen Straßenzug absperrt, ist es wohl eher nervig, wenn 200 Leute antanzen, welche über diese Anweisung erst mal "diskutieren wollen".
Und damit hast du natürlich auch recht. Mein Gedanke war, Kindern den Sinn von Verboten zu erklären, ohne diese zu diskutieren. Klar dürfen Kinder und Jugendliche Gegenargumente bringen "Alle anderen dürfen auch!" - "Ja, schön für sie. Du bist trotzdem um zehn zu Hause!" :)


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25.11.2019 um 12:10
NihONSENSE von Paul Meredith Stuart


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25.11.2019 um 22:22
Friedrich Schiller - Maria Stuart

Schiller - Maria Stuart

Dieses 1800 veröffentlichte Stück zeugt von Schillers Wirrniss bezüglich der politischen Gestaltung einer Gesellschaft, die er vier Jahre später im Wilhelm Tell ablegt.

Maria Stuart hat ihren Ehemann ermorden lassen und flieht von Schottland nach England, um vor Verfolgung geschützt zu sein. Aufgrund von Falschaussagen ihrer Schreiber wird sie wegen eines Mordkomplotts gegen Königin Elisabeth inhaftiert, zum Tode verurteilt und nach Unterzeichnung des Urteils durch Elisabeth hingerichtet.

Schiller möchte Maria Stuart als Frau präsentieren, die zu einer moralischen Person wird und als moralische Person eine ideale Herrscherin sein kann. Doch lässt sich letztlich nur herauslesen, dass sie als strenggläubige Katholikin ihre Taten gebeichtet hat. Das überzeugt nicht. "Ich habe gemordet? 'tschuldigung." Das ist schwach. Und das Argument Marias, dass Elisabeth keine legitime Königin sei, weil sie eine Bastardin sei, ist noch eine Stufe tiefer.

Elisabeth selbst zögert lange, ob sie das Todesurteil unterzeichnen soll, und selbst nach Unterzeichnung möchte sie diese wieder rückgängig machen, obwohl sie persönlich aufs Heftigste beschimpft wurde und einem Messeranschlag nur mit Glück entkommen hat können, was den Verdacht bezüglich Marias Mordkomplott unterstützt hat.

Schiller stellt Elisabeth hin, als ob sie das Todesurteil nur getrieben von einer Kamarilla und einem wütenden Mob auf der Straße unterzeichnet hätte. Dieses Konzept überzeugt nicht, um Elisabeth als Übel darzustellen, wo noch dazu ein möglicher Krieg mit Frankreich ansteht und Maria enge Verbindungen zum katholischen Frankreich pflegt.

Es kann schon sein, dass 1799/1800 Schiller von republikanischen Optionen aufgrund des Jakobiner-Terrors, des darauffolgenden Großbürgerregimes und schließlich Napoleons Machtübernahme als Konsul angepisst war, aber was hier als politische Alternative angeboten wird, ist nichts anderes als katholischer Absolutismus. Republikanische (Parlament) und demokratische (Volk) Entscheidungsträger werden als egoistisch, eigennutzgesteuert und tyrannisch diffamiert.

Schiller im Irrweg. Nicht sein bestes Drama.


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25.11.2019 um 22:42
Ich lese „ … trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ von Viktor Frankl. Ein wirklich erschütterndes und hochinteressantes Buch.


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26.11.2019 um 08:55
Hanns Heinz Ewers: Alraune

Wenn es, im frühen 20. Jhdt, sowas wie einen Skandalautor in Deutschland gab, dann war Ewers ein heisser Kandidat.
Seine Werke wurden als pornographisch, gewalttätig, und als Anregung zum Drogenkonsum gesehen, "Tomatensauce" gar als Vorläufer des Gore und Splatter...
Dazu eine Lebensgeschichte, die es in sich hat. Ewers schrieb gemeinsam mit dem Anarchisten Erich Mühsam (Slime vertonen etliche seiner Texte) Kinderbücher (!!), er schrieb den "Geisterseher" von Friedrich Schiller einfach mal zu Ende, er war Drehbuchautor beim Filmmeisterwerk "Der Student von Prag", nahm in Haiti an Voodoozeremonien (angeblich mit Menschenopfern, naja...) teil, schrieb über Geschlechtsumwandlungen, war Kumpel von Walter Rathenau (!) , Alister Crowley (!!) und Horst Wessel (!!!), war dem Rausch nicht abgeneigt, fand Anfang der 30er Jahre die Nazis toll, vorher war er von Rathenau als Sinnbild der Deutsch-Jüdischen Elite begeistert, 1934 bekam er bei den Nazis Publikationsverbot und fand die dann gar nicht mehr toll... kurzum, ein abenteuerlicher Typ.
In Alraune geht es um ein, durch künstliche Befruchtung erzeugtes Kind, dessen Mutter eine Prostituierte und der Vater ein Sexualmörder ist. Klingt nach trivialem Schund, ist aber ein Klassiker der Schauerliteratur des frühen 20. Jhdts. Und atmosphärisch durchaus mit den Grossmeistern zu vergleichen. Oscar Wilde könnte Pate gestanden haben.


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26.11.2019 um 17:22
Zitat von abberlineabberline schrieb:In Alraune geht es um ein, durch künstliche Befruchtung erzeugtes Kind, dessen Mutter eine Prostituierte und der Vater ein Sexualmörder ist. Klingt nach trivialem Schund, ist aber ein Klassiker der Schauerliteratur des frühen 20. Jhdts. Und atmosphärisch durchaus mit den Grossmeistern zu vergleichen. Oscar Wilde könnte Pate gestanden haben.
Ha! Das ist mal mit Hildegard Knef als "Alraune" verfilmt worden! Einer der ganz wenigen wirklich guten Filme mit ihr, die ich als Sängerin sehr schätze!

Wenn du das Buch durch hast schau dir den ruhig mal an! Der ist wirklich unheimlich!


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26.11.2019 um 17:36
Zitat von abberlineabberline schrieb:Alraune
Das habe ich auch mal gelesen, zumindest einige Seiten ... dann klappte ich das Buch wieder zu; mir kam das langatmig vor. Mag sein, dass ich es zu früh weglegte, denn so wie oben geschildert, klingt es eigentlich nicht unspannend.


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26.11.2019 um 21:44
Erich Hackl - Der Fotograf von Auschwitz

Brasse3
Wilhelm Brasse vor seiner Inhaftierung. Foto: unbekannt/n-tv.de

Dies ist die zweite Geschichte von Drei tränenlose Geschichten und handelt von Wilhelm Brasse, einem in Polen lebenden Österreicher, der ins KZ Auschwitz verfrachtet wurde, weil er sich dem polnischen Widerstand angeschlossen hat und bei einem Versuch, nach dem deutschen Überfall nach Frankreich zur polnischen Exilarmee zu fliehen, gefangen wird.

In Auschwitz wurde er wegen seines Fotografenberufs zum Lagerfotografen, der neu angekommene Häftlinge fotografisch registrieren musste. Bei medizinischen "Experimenten" war Brasse derjenige, welcher die Fotos von den Opfern schießen musste, so auch Aufnahmen der Geschlechtsorgane von Frauen, die Gebärmutteroperationen erdulden mussten. Für Mengele war er der Fotograf, der seine Opfer vor/während/nach seiner "Behandlungen" abbildete.

Mit Auflösung des KZ Auschwitz ist Brasse mit einem Transport zunächst nach Mauthausen, anschließend nach Ebensee verfrachtet worden, wo er schließlich von der US-Armee befreit worden und zurück nach Żywiec in Polen gegangen ist.

Hackl hat mit ihm Kontakt aufgenommen, jedoch anscheinend wenig Informationen erhalten, da der doch kurze Text sehr essayistisch auf bereits Bekanntem beruht. Reflexion seitens Hackl gibt es keine. Der Verdienst ist, dass Hackl eine eher unbekannte Person wieder ins Blickfeld bringt.

Infolinks mit Videointerview im Spoiler

Wikipedia: Wilhelm Brasse
https://www.welt.de/print-welt/article193476/Grusskarten-mit-Blumenmotiv.html
https://www.spiegel.de/geschichte/auschwitz-fotograf-wilhelm-brasse-in-den-abgrund-blicken-a-1011484.html
https://www.n-tv.de/politik/Der-Fotograf-von-Auschwitz-article14179021.html
https://www.theguardian.com/world/2005/jan/20/secondworldwar.warcrimes

https://www.spiegel.de/fotostrecke/auschwitzfotograf-brasse-gestorben-fotostrecke-88852.html

Hier ein Interview mit Brasse durch AFP:

Youtube: Schmerzhafte Erinnerungen des Fotografen von Auschwitz
Schmerzhafte Erinnerungen des Fotografen von Auschwitz




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