Unschweigsam schrieb:Was ist denn der Sinn unserer Existenz?
Das ist die Kernfrage. Ein menschliches Leben dauert ja im Grunde nicht wirklich lange.
Jeder sieht da wohl etwas anderes drin.
Unschweigsam schrieb:Man sollte Leben immer schützen wo es geht
Absolut, im Rahmen seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten. Die sind natürlich auch limitiert.
Dini1909 schrieb:ich kenne einige "gesunde" Frauen die keine Kinder wollen, weder jetzt, noch später und man muss sich ständig in der Gesellschaft rechtfertigen,
Viele glauben, dass jede Frau einen Kinderwunsch haben müsse. Das ist ja absolut nicht der Fall. Meine jüngste Schwester hatte das nie und wollte auch nie heiraten. So ist es eben.
Dini1909 schrieb:es reicht doch schon das uns die Politik bestraft und wir kinderlose mehr abgaben haben.
Was sind das genau für Abgaben?
Dini1909 schrieb:manchmal kommt eine Schwangerschaft zu einem Zeitpunkt wo es absolut nicht passt, da sollte es der Frau ohne sich rechtfertigen müssen erlaubt sein selbst zu entscheiden.
Abgetrieben wurde schon immer. Früher halt mit barbarischen Methoden, die oft Krankheiten oder den Tod der Frau nach sich zogen 😑
Unschweigsam schrieb:Manche Menschen bewerten einen Schwangerschaftsabbruch allerdings nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Selbstbestimmung der Frau, sondern sehen darin die Beendigung ungeborenen menschlichen Lebens und bezeichnen das moralisch entsprechend sehr scharf.
Viele davon sind bei dem Thema selbst außen vor und gar nicht involviert "alte, "weise" Männer". Die haben gut reden 🤷♀️
Unschweigsam schrieb:Ich finde, darüber sollte man zumindest nachdenken und unterschiedliche moralische Maßstäbe kritisch hinterfragen. Nur weil sich eine gesellschaftliche Mehrheitsmeinung oder ein gesellschaftlicher Trend in eine bestimmte Richtung entwickelt, bedeutet das schließlich nicht automatisch, dass diese Position moralisch richtig ist oder im historischen Rückblick als richtig bewertet werden wird.
Das wird doch gemacht. Es gibt gesetzliche Regelungen und auch gewisse Hürden.
Unschweigsam schrieb:Mutter Teresa
Diese Frau ist auch nicht unumstritten!
Unschweigsam schrieb:Wenn eine Abtreibung verhindert wird aufgrund des Glaubens und das Kind anschließend geboren wird, wurde damit doch eigentlich schon das Leben dieses Kindes gerettet, oder nicht?
Nicht unbedingt. Denke an ausgesetzte, getötete, misshandelte, missbrauchte Kinder.
Kinder, die seelisch kaputt sind. In diesem Forum schreiben die auch und haben ihre Päckchen zu tragen.
Dini1909 schrieb:Aber wie viele Kinder werden in Familien reingeboren die sowas nicht erleben, die "abgeschoben" werden ins Kinderzimmer oder sogar vom Jugendamt aus der Familie geholt werden, wie denken die darüber?
Eben.
Unschweigsam schrieb:Ich finde es gut, dass meine Eltern, Großeltern und UrGroßeltern trotz Kriegen Verfolgung Straflager Hungersnöten sich entschieden haben Kinder zu kriegen so viele wie Gott schenkt und ich leben darf.
Die wollten das auch nicht unbedingt.
Ich glaube kaum, dass meine Großeltern es toll fanden im Krieg mit drei kleinen Kindern (geboren 1938,1939,1940).
Danach kam auch kein Kind mehr, obwohl die Ehe fortbestand. Warum wohl???
Unschweigsam schrieb:Das sie auch meist wahrscheinlich zusammenblieben und so hoff und denke ich verantwortungsvoll den ZeugungsAkt in einer ernstgenommenen Ehe ausführten
Sorry, aber das ist Quatsch. Viele Zeugungsakte werden einfach aus Geilheit ausgeführt, meist weil die Männer dazu drängen. Da steckt gar kein Kinderwunsch dahinter.
Unschweigsam schrieb:Der Kern, dass es schön ist, dass uns das Leben geschenkt ist von Gott und der Entscheidungen unserer Vorfahren, dass können wir so hoffe ich doch alle im Herzen dankbar annehmen.
Das stimmt. Wenn man ein gutes Leben hat wird man das sicher auch so sehen können.
Aniara schrieb:Gleichzeitig können auch Frühchen deutlich vor dem Geburtstermin zur Welt kommen, um dann "extern" in einem Brutkasten "nachzureifen". Also ganz so simpel ist deine Grenze dann doch nicht.
Etwa ein Viertel der extremen Frühchen ist leider auch irreversibel schwer behindert.
Welche gesundheitlichen Risiken haben Extremfrühchen?
Etwa 45 Prozent der in der 22. Schwangerschaftswoche geborenen Frühchen überleben inzwischen. Von ihnen tragen rund 60 Prozent ein Handicap davon, sagt Alexander Rakow vom schwedischen Karolinska Institut Stockholm. Dazu gehören Hirnschädigungen, die zu geistiger Behinderung, Lähmungen und Entwicklungsverzögerungen führen können, Schädigungen des Darms und anderer Organe, chronische Atemwegserkrankungen und die Beeinträchtigung des Immunsystems, der Augen und des Gehörs.
In 20 bis 30 Prozent der Fälle seien die Beeinträchtigungen schwerwiegend, in 30 bis 40 Prozent eher moderat, so Rakow. Ähnlich sehe es bei Frühchen aus, die in der 23. Schwangerschaftswoche geboren werden, auch wenn ihre Überlebenschancen besser seien. Erst ab der 24. und 25. Schwangerschaftswoche besserten sich die Prognosen signifikant.
Wo liegt die Altersgrenze für Frühgeborene in anderen Ländern?
In manchen Ländern werden Babys erst ab der vollendeten 24. Schwangerschaftswoche intensivmedizinisch behandelt, etwa in den Niederlanden und der Schweiz. Babys, die früher auf Welt kommen, lässt man in der Regel sterben. In Japan hingegen müssen Frühchen laut Gesetz ab der 22. Schwangerschaftswoche intensivmedizinisch behandelt werden. In Deutschland obliegt die Entscheidung, ob Babys, die vor der 24. Schwangerschaftswoche geboren werden, eine intensivmedizinische Behandlung erhalten sollen, den Eltern. Die 22. und 23. Schwangerschaftswoche sind in medizinischen Leitlinien als Graubereich definiert.
Wer sollte entscheiden, welches Kind gerettet und welches sterben soll?
Eltern könnten oft nicht wirklich abschätzen, welche Konsequenzen ihre Entscheidung hat, auch wenn Ärzte sie über die möglichen Folgeschäden aufgeklärt haben, sagt Silke Mader, selbst Mutter eines Frühchens und Gründerin eines Selbsthilfevereins und der Stiftung „European Foundation for the Care of Newborn Infants“. Letztlich müssten die Eltern mit Folgen und Konsequenzen einer extrem frühen Geburt zurechtkommen. Manche seien auf Dauer damit überfordert, so Mader.
Quelle:
Frühgeborene: Frühchen-Rekorde und ihre Schattenseiten https://share.google/xCpbRDadqSc9vP6jj