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Erste Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Krankenhaus

154 Beiträge, Schlüsselwörter: Krankenhaus, Notfall, Erste Hilfe, Reanimation, Sofortmaßnahmen

Erste Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Krankenhaus

22.06.2013 um 22:57
@LuciaFackel
Aber das wäre dann ne Kolik gewesen und sowas tut, meines Wissens nach, weh.


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Erste Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Krankenhaus

22.06.2013 um 23:00
@LuciaFackel
Es ist der einzige Hausarzt hier weit und breit, ich wohne in einem Dorf, die anderen haben mit der Zeit alle geschlossen :)
Es geht mir einfach nur gegen den Strich, dass dafür, dass dann jemand kommt, wo keine eindeutige Krankenhaus Indikation fest steht, jemand, der psychische Betreuung oder so braucht, weil seine Mutter gerade dort mit nem frischen Schlaganfall liegt, auf der Strecke bleibt. Natürlich weiß der Mensch nicht was er hat, geht deshalb zum Arzt, aber wenn es jeder so machen würde & ins Krankenhaus rennt, dann brauch man auch keine Hausärzte mehr & es ist ja sehr wohl altbekannt, dass die älteren Damen und Herren sehr gerne mal wegen nichts und wieder nichts zum Arzt laufen.

Mir geht es da nicht anders, damals war ich einmal als Kind im Krankenhaus, weil ich auf nen spitzen Stein geflogen bin & das ganze Knie offen hatte. Dann nur noch einmal gar nicht so lange her, weil ich über 6 Stunden einen starken Drehschwindel hatte, kaum noch laufen konnte & es mir mit der Zeit ziemlich komisch vor kam. Mir ist manchmal schwindelig, klar, wenn ich zu wenig trinke, etc. Normal. Aber als ich dann nen Liter Wasser trank und es nach Stunden nicht besser wurde & ich nicht einmal mehr aufstehen konnte oder gar im liegen sich alles drehte, dachte ich es wäre an der Zeit schnell einen Arzt aufzusuchen, denn anstatt besser wurde es nur noch schlimmer.
Schlimm sind dann auch Momente, wenn die Menschen gaaanz starke Schmerzen äußern & dich dann dabei angrinsen. Natürlich kann ich nicht das fühlen, was dieser Mensch fühlt, aber man sieht Menschen richtig leiden & andere wiederum weniger. Wenn der Arzt dann schon eins der stärksten Schmerzmittel anordnet, der Patient immer noch grinst & sagt er habe die stärksten Schmerzen, dann kommt man mit sich selber in einen Zwiespalt, ich kann nicht in den Menschen hinein schauen & seine Schmerzen einschätzen, aber es wirkt dann einfach eigenartig.
Es ist nicht falsch eine ärztlichen Rat einzuholen, aber wegen jedem Pups der quer sitzt, muss man auch nicht ins Krankenhaus fahren & dann auch noch rummeckern weils nicht voran geht.
Warum willst du die Tabletten haben? Wenn du mit deinem Arzt nicht zufrieden bist, dann such dir eine zweite Meinung, ist immerhin besser. Ich hatte auch mal einen Arzt der mir wegen jeder kleinen Erkältung Antibiotikum verschrieb, war mir zu blöd, habe ich gewechselt. Jetzt werde ich einfach nur nach Symptomen behandelt und habe so auch ein besseres Gewissen, als jeden Winter Antibiotikum zu schlucken.
Normalerweise führt auch der kurzzeitige Verschluss zu einem Ikterus, ja.
Ich finde einen Arzt, der einen Ikterus vorliegen hat & durch Ultraschall etc nix findet & somit die Behandlung beendet merkwürdig. Ich hätte da schon als Arzt den Ansporn etwas zu finden, denn von nichts, kommt bekanntlich nichts. Und durch eine psychische Störung läuft man auch nicht gelb an ;)


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22.06.2013 um 23:07
@Mereel
Nicht unbedingt. Eine Kolik bekommt man, wenn die harten Steine aus der Gallenblase in Richtung Bauchspeicheldrüse und dann zum Darm transportiert werden.
Wenn sich aber die Steine in den Gallengängen der Leber überhaupt erst bilden, dann sind sie noch weich und verursachen keine Koliken. Sie behindern nur den Abfluss der Gallenflüssigkeit aus der Leber in die Gallenblase.
Im Ultraschall sehen sie dann aus wie eine Leberverfettung - die war bei mir in geringem Maße damals sichtbar, und man kann sie indirekt erkennen, dadurch dass die Gallengänge erweitert sind. Ich hoffe, dass soetwas zu sehen sein wird, wenn schon keine verkaltkten Steine.





@Bassmonster
Das mit den alten Menschen, die wegen Nichtigkeiten kommen, ist aber eine ganz andere Geschichte. Liegt einfach an deren Einsamkeit und daran, dass sich die Ärzte dann eben mit ihnen eingehend befassen MÜSSEN. Manche rufen auch eine Ambulanz, um sich vom Einkaufen nach Hause fahren zu lassen.
Dagegen kannst Du nichts tun.

Ich will normalerweise nie Tabletten nehmen.
Aber speziell gegen Steine gibt es ein Präparat, das diese innerhalb einer 50tägigen Kur einfach auflöst. Es ist frei von Nebenwirkungen, und das will ich haben.
Und zwar möglichst, bevor das Vorhandensein von Gallensteinen sich durch Koliken selbst beweist. ;)


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22.06.2013 um 23:08
@LuciaFackel
Man das ist ja echt kompliziert. Ich hoffe, dass man dir deine Medis gibt, die du möchtest, damit dir deine Galle erhalten bleibt.


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22.06.2013 um 23:08
@Mereel
Danke. Ein paar gedrückte Däumchen kann ich gebrauchen. :)


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22.06.2013 um 23:10
@LuciaFackel
Aber so kommen sie auch wegen Nichtigkeiten ins Krankenhaus. Es ist sicherlich nicht nur die Einsamkeit sondern vielleicht auch die Angst im Alter an den typischen Alterskrankheiten zu leiden.
Nein, ich kann dagegen nichts tun, aber ich kann es zumindest mal los werden! :D Mir andere Meinungen einholen, um es in Zukunft entspannter zu sehen & mit einer anderen Sichtweise, wird zwar schwierig, aber nicht unlösbar. Dir viel Glück für die richtige Behandlung!


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22.06.2013 um 23:23
@Bassmonster
Danke, Glück kann ich gebrauchen. :)

Ich habe Physiotherapie gelernt, da gehörten auch einige Praktika in Krankenhäusern dazu.
Einmal bekam ich eine neue Patientin, vor der man mich gleich warnte, sie sei ganz schwierig, würde dauernd rumschreien und Stress machen und so. Ich ging hin, stellte mich vor und alles war super. Nette junge Frau. Was war passiert? Sie war einfach so beim Gehen umgeknickt und hatte sich eine Weber-Fraktur (Sprunggelenk) zugezogen, und nun lag sie im Krankenhaus und konnte ihrer Arbeit nicht nachgehen - sie organisierte ein Seminar für eine echte Berühmtheit in der spirituellen Szene, hatte richtig viel zu tun - und nun konnte sie nichts mehr tun, konnte das Krankenhaus nicht verlassen, durfte ihr Handy nicht benutzen - UND die Ärzte und Schwestern glaubten ihr nicht, dass sie sich den Bruch einfach so beim Umknicken zugezogen hatte, das könne gar nicht sein.
Mir ist durch sie und ihre Situation sehr klar geworden, was viele vom routinierten Personal anscheinend vergessen:
der Umgang mit den Kranken und Verletzten ist für das Personal dort Alltag,
aber für die Patienten ist es die absolute Ausnahmesituation. Sie werden aus ihrem Leben herauskatapultiert, können Termine, Verabredungen und Pflichten nicht einhalten und erfüllen, verlieren möglicherweise etwas, haben Angst und Stress - da wird man doch mal ein bisschen rumschreien dürfen.
Ganz ehrlich - wenn die Schwestern und Ärzte das nicht verstehen, sind sie dumm.

Wenn es einem Menschen dreckig geht, dann muss die Umwelt einfach mal Geduld und Verständis aufbringen. Vor allem die, die sich für Berufe entschieden haben, in denen sie genau diesen Menschen helfen wollen.


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22.06.2013 um 23:34
@LuciaFackel
Hmpf, kann ich dir erstmals nur Recht geben, wie man so schön sagt, sind sie abgestumpft. Wenn ich in der Ambulanz neurologisch internistisch arbeite, habe ich ne Menge Alkoholiker die sich auf kalten Entzug gesetzt haben & einen Krampfanfall erlitten, die Stationsleitung macht eine Übergabe, steht neben diesem Patient und nennt ihn widerlichen Junky, bis ich einmal sagte: Jetzt reichts, das kannst du nicht machen, der Mensch hat Schwierigkeiten, sonst wäre es nie so weit gekommen! Mir wird in der Schule immer gesagt, der Patient befindet sich im Krankenhaus in einer Krise, wohl verständlich. Gibt welche, die sind wirklich in einer Krise, gibt aber auch welche, die wirklich ziemlich anstrengend sind, aber das ist nur menschlich, denn ich muss ja nicht mit jedem Charakter zurecht kommen, bin aber professionell, wenn ich es auf der Arbeit schaffe, ich muss ihn ja nur behandeln & nicht der beste Freund werden. Ich habe das Problem aber auch oft, dass die Kollegen jemanden als unangenehm unfreundlich oder so betiteln, ich aber super Spaß mit diesem Patienten machen kann, denn in der Regel kommt es darauf an, wie man auf diesen Menschen zugeht. Viele arbeiten herzlos, verrichten ihre Arbeit, dabei wird Aufklärung stets vergessen, die Leute freuen sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich sie aufkläre und ich ihnen sage, wie der weitere Tagesverlauf ist?!
Die liegen dort total Ahnungslos und wissen von nichts, natürlich wäre ich da auch unsicher.
Das sind dann die Sorte von Personal wo ich gerne sagen würde: Weisste was, kündige besser, du tust den Leuten mit deinem Verhalten keinen gefallen.
Andersrum muss ich sagen, auch um den Beruf in Schutz zu nehmen, dass die Situation inzwischen so schlecht geworden ist, weil wir einfach nur noch unter einem enormen Druck arbeiten & so dermaßen unterbesetzt sind, dass wir uns jeden morgen fragen, wie wir das nur heute wieder meistern können. Da ist es mit der psychischen Betreuung nicht einfach. Denn wenn man son Kack, wie die Dokumentation dafür weglässt, gibts einen drauf von ganz oben..
Fazit, gibt Personal, was einfach Scheiße ist, habe auch einige kennen gelernt die sagen: Ich scheiß auf die Dokumentation, ich bin für die Patienten da, denn die brauchen mich, dafür arbeite ich! Leider die Minderheit. Auch psychisch kranke, Suizidversuche. "Oh Gott ist die krank, 18 Jahre, Freund ist fremdgegangen, hat Schluss gemacht & will sich umbringen, haha bescheuert." Nein, nicht bescheuert, fertig mit den Nerven, das Mädel braucht Gespräche. Es war wenig los, zum Glück noch morgens. Ich setzte mich neben dieses Mädchen, welches nicht viel jünger war wie ich und unterhielt mich mit ihr. Einfach damit sie zur Ruhe kommt & ein wenig abgelenkt ist, tastete mich langsam an den Hintergrund hinan & sie blühte auf..


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22.06.2013 um 23:37
LuciaFackel schrieb:Sie werden aus ihrem Leben herauskatapultiert, können Termine, Verabredungen und Pflichten nicht einhalten und erfüllen, verlieren möglicherweise etwas, haben Angst und Stress - da wird man doch mal ein bisschen rumschreien dürfen.
Bei mir passierte genau das! Ich habe nicht herumgeschrien, sondern eher gestöhnt.
Die Schwestern waren wirklich besorgt gewesen und haben um mich gekümmert, auch der Arzt nahm mich ernst mit meinen Ängste.


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22.06.2013 um 23:40
Patienten werden vom Pflegepesonal, welches schon lange in der Pflege arbeitet, nicht mehr als individuell betrachtet, mit anderen Patienten verglichen & bewertet. Nicht von allen, aber von vielen.
Aaaaaaber. da muss ich mal was bei los werden. Ich habe 4 Wochen auf einer Kinderklinik, mit Neugeborenen und so gearbeitet, eine Schwester hatte morgens bei der Übergabe ein Kind im Arm, hat es gefüttert, da kam eine andere Kollegin zum Dienst, in den Raum und sagte allen ernstes: Boah, ist das Kind hässlich!!
Ich komme bis heute in keinsterweise über diese Aussage hinweg!?


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22.06.2013 um 23:46
@Bassmonster
Tja, auch die Kollegen kannste nicht ändern, genausowenig wie die Pseudo-Patienten... ;)

Du kannst aber auch solche Gehässigkeiten von Ärzten und Schwestern immer als Inspiration dafür benutzen, wie Du es machen willst und wie Du es nicht machen willst. Kannst Dich von ihnen einfach immer daran erinnern lassen, um was es in Deinem Beruf geht. ;) Wäre bestimmt lustig, wenn einer wieder mal so einen hässlichen Kommentar abgibt und Du Dich bei ihm/ ihr dafür bedankst.


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22.06.2013 um 23:49
@LuciaFackel
Ich habe der Leitung gesagt dass ich es nicht in Ordnung finde, einen Patienten als widerlichen Junky zu bezeichnen. Macht man einfach nicht, auch dieser Mensch hat seine Gründe da rein geraten zu sein. Ich habe es schon als Inspiration genutzt, danke. Ich bekomme immer zu hören wie lieb und nett ich doch bin, muss dann insgeheim grinsen, weil die Leute mich privat nicht kennen, höhö :)


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22.06.2013 um 23:50
@Bassmonster
:D
Druck einfach diesen Thread aus und gib ihn ihnen zu lesen. :D


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22.06.2013 um 23:53
@LuciaFackel
Quatsch mit Soße! Es ist ja auch in Ordnung, wenn sie kommen, aber es bleibt mir manchmal unbegreiflich warum der Hausarzt nicht ausgereicht hätte. :D Ich beleidige sie ja nicht, oder so.


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Erste Hilfe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Krankenhaus

23.06.2013 um 00:05
Mal zu Notfällen, erste Hilfe und so...

Ich kann einen Haufen Geschichten darüber erzählen, wie beschissen sich manche Menschen in einer Notsituation verhalten...
lachen einen verletzten Jungen aus, springen (!!!!) über einen Verletzten auf einem Fussballfeld und denken garnicht daran, das Spiel zu unterbrechen, damit er behandelt oder weggetragen werden kann und schreien uns als Helfer dann noch an, wir sollen aus dem Weg gehen...
Sanitäter werden als Idioten und inkompetente Är**** betitelt, weil die Leute meinen, jemanden, dem es schlecht geht und der grad nicht laufen kann, könne ja wohl nicht (auf Decken und mit Rettungsdecke drüber) auf dem Boden liegen gelassen werden, das wäre ja wohl das letzte...

Ich hasse solche Menschen.

Ich freu mich immer, wenn jemand kommt und fragt, ob wir seine Jacke zu unterlegen brauchen können oder ob er Wasser holen soll.
Selten sowas. Schade.


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23.06.2013 um 00:09
@SilverDragon
Oh, ein Sani. :) Ich glaube ihr habt das selbe Problem, wie wir. Ihr seid einfach keine Ärzte, kommt der Mann mit der Notarzt Jacke um die Ecke, wird gekuscht! ;)


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23.06.2013 um 00:13
@Bassmonster
Nah. Leider Gottes.
Ich bin sogar mal dafür angekackt worden, weil ich keine Kopfschmerztablette rausgegeben hab.
1. dürfen wir das nicht und 2. hatte ich nicht mal eine.
Ich hätte welche zu haben, ich sei ja inkompetent wie sch****, hieß es.
Ich könnte eine Sammlung an Beleidigungen, die mir (die ich im Blut oder anderem sitze manchmal) an den Kopf geworfen werden, während ich grad jemandem helfen will.

Ich find das wirklich richtig schlimm. Merkt man garnicht :D


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23.06.2013 um 00:16
@SilverDragon
Naja, aber mehr als drüber stehen, kann man da auch nicht, immerhin solltest du ja für dich selber wissen, dass das was du tust das richtige ist & dass du kompetent genug bist, du bist ja dann auch meistens direkt in der Krisensituation drin, wo die Leute gerade mal merken, dass es ein Problemchen gibt. Und sei Froh, du versorgst sie, fährst sie weg, bist sie los ;)


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23.06.2013 um 00:27
@Bassmonster
Ja die Patienten mag ich ja. Es sind ja fast nie die Patienten, die irgendwie grausam sind, ich hatte jedenfalls noch keinen.
Ich setz mich da hin, verarzte sie, rufe ggf. RTW und rede mit ihnen, lass mir im Notfall ihre Lebensgeschichte erzählen oder erzähle halt meine, denen geht es sofort besser, weil sie ihre Verletzung vergessen und weil sie dann, wenn ich mich ein bisschen über was lustig mache, längst nicht mehr so schlimm ist.

Ich liebe meine Patienten.
Ich hasse alle anderen. Die Gaffer sozusagen. Und wenn du sie wegschicken willst, musst du erst richtig sauer und laut werden, bis sie dann irgendwann mal gehen und nicht in einem riesigen, maulenden kreis um dich rumstehen und alles kommentieren.


Ich hatte zum beispiel mal einen kleinen Jungen, so 11,12 Jahre alt, der in der Schule hingefallen ist und sich das Schienbein extrem aufgeschürft hat.
Irgendein Trottel aus seiner Klasse hatte ihm ein Bein gestellt, ok, sind Kinder, passiert.
Dass seine ganze Klasse ihn dann ausgelacht und gemobbt hat, bevor er zu mir kam, ging gar nicht klar, hatte sich die ganze zeit die Tränchen tapfer zurückgehalten und hat dann plötzlich schrecklich angefangen zu weinen, als niemand mehr da war.

Ich hab ihm dann einen riesigen Verband gemacht und ihm gesagt, das sind alles Vollidioten und dass selbst ich bei sowas geweint hätte und dass ich niemandem was erzähle. Den Verband hat er mit inspiriert, am Ende sah er aus als hätte er sich das Bein halb amputiert, ist dann auf meine Anweisung theatralisch zurückgehumpelt und da war er glücklich :)

Genau solche Situationen... wer will, ich hab noch viele Geschichten von sowas.


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23.06.2013 um 00:29
Hm. Ich war mit fünf im Krankenhaus, und hab die Polypen rausbekommen.

Dann noch mal mit etwa 12 Jahren. Ich hab etwas an den Nieren, und keiner findet die Ursache. Aber es war nur einmal so schlimm, das ich ins KH musste. Wahrscheinlich ist es von der Psyche her.

Und ein drittes mal, mit 19. Geburt meines Sohnes.

Ich gehe regelmäßig zum Hausarzt, um dort Urin zu checken, wegen den Nieren, aber ansonsten bin ich recht Schmerzfrei. Wegen einer Erkältung (selbst mit Fieber) geh ich nicht zum Arzt.
Also ich muss schon echt in Sorge sein, um einen Arzt aufzusuchen. Aber wenn ich richtig besorgt wäre, würd ich auch ins Krankenhaus gehen.

Angenmmen: Nierenschmerzen. Akut und plötzlich auftretend. Selbst am Wochenende.
Ich würde zum Hausarzt gehen. Selbst wenn ich noch einen Tag Warten müsste. Weil ich das regelmäßig habe, und es mich nicht mehr wirklich beunruhigt.

Angenommen: Nierenschmerzen die mir richtig zusetzen. So das ich kaum stehen kann.
Sofort ins Krankenhaus. Vielleicht findet sich nichts. Aber vielleicht ist es auch sehr Ernst.


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