gruselich schrieb:Sie sind doch schon Jahre zusammen und haben Nachwuchs. Ich sehe da keinen schlechten Trend vorher.mir tut seine vorherige Frau leid, was sie durchgemacht haben muss, sowas mitanzusehen. Aber vielleicht ist sie auch froh und hat sich ein besseres Leben aufgebaut
Was mich so skeptisch macht, ist, dass es keine Beziehung ist, die gewachsen ist.
Die kannten sich noch kein Jahr, haben noch nicht zusammen gewohnt, als das 'wir heiraten' schon beschlossen wurde.
nairobi schrieb:Wie lange sind die beiden denn zusammen @Justsaying ?
Rund 6 Jahre.
Und es begab sich so:
Die junge Frau war alleinerziehend (nach ungeplanter Schwangerschaft während ihrer Ausbildung). Inzwischen zwar mit Ausbildungsabschluss, aber ohne Berufserfahrung (einen Abschluss mit Aussicht auf geringe Bezahlung und nicht das, was sie machen wollte).
Sie bekam viel Unterstützung von ihren Eltern (sie haben ihr oft das Kind abgenommen, denn sie war ja noch jung und sollte sich mit ihren Freundinnen treffen und ausgehen können), aber auch von ihrem Ex-Freund und dessen Eltern.
Angedacht war, dass sie eine weitere Ausbildung macht. Aber da war kein Zug dahinter, sie tingelte halt so durchs Leben....
Er trat als selbstständiger Unternehmer auf, legte viel Wert auf Aeusseres (mehr Schein als Sein, so mein Eindruck) und war frisch geschieden. Zwei Kinder im frühen Teeny-Alter aus dieser Ehe.
Mein Eindruck ist, dass er das Bild nach aussen wieder komplett machen wollte: er begab sich ins Internet, lernte diese hübsche, junge Frau kennen, sie dateten sich (rund 2 Stunden Autofahrt) ueber ein paar Wochen, er lud sie in einen schicken Urlaub ein (Fernreise, am Strand, sehr nobel). 5 Monate später zog sie zu ihm, und weitere 6 Monate später hatte sie ihr erstes gemeinsames Kind auf die Welt gebracht und war verheiratet.
Alles Schlag auf Schlag.
Auf den Hochzeitsbildern himmelt sie ihn an. Bei ihm sehe ich das nicht - kein Strahlen in den Augen, keine liebevoller Blick.
Inzwischen ist das zweite Kind da.
Bei ihm gab es einige berufliche Veränderungen sowie Umzuege in dieser Zeit, er gibt sich als Macher und sie sieht repräsentativ aus und kümmert sich zusammen mit dem Au-Pair um Kinder und Haushalt. Auch die Eltern unterstützen noch bezüglich des Erstgeborenen aus der vorherigen Partnerschaft.
Ich sehe da eine nun nicht mehr so ganz junge Frau, die zu keiner Zeit ihres Lebens mal auf eigenen Füßen stand.
Allerspätestens wenn ihr Mann kein Geld mehr reinbringt, wird sie es tun müssen. Das wird dann ein Berufseinstieg mit 40+.....
Und wenn es vorher knirscht - worauf will sie aufbauen?
Im vorherigen Lebensabschnitt war sie von ihren Eltern abhängig und statt fluegge zu werden, ist sie es nun von ihrem Gatten.
Und wie tragfähig ist eine solche Ehe?
Haben die beiden gleiche Interessen, gleiche Werte, gleiche Vorstellungen? Oder ordnet sie sich einfach nur unter und denkt nicht weiter ueber so etwas nach?
Transistor schrieb am 06.08.2026:Mich würde aber noch interessieren, wie du dieses Machtgefälle definierst, woran du das festmachet.
In diesem Fall: er hat das Sagen. Bestimmt den Wohnort, ist der, der allein das Geld reinbringt.
Ich weiss auch nicht, wie sehr sie bei Kindererziehung und Haushaltsfuehrung mitredet.
Ich nehme sie als Kulisse wahr - er präsentiert sich (wie auf dem Hochzeitsfoto: erfolgreicher Mann mit hübscher jungen Gattin, die ihn anhimmelt, aufgenommen im noblen Ambiente).
gruselich schrieb:Die Trennung ging von ihr aus. Ich denke nicht, dass sie die Miete bezahlt hat, von gelegentlichem Amateur Theater
Dann hat sie ja quasi einen Dummen gefunden, der sie finanziert. Aber will Frau das?