Kangaroo schrieb:Das klingt irgendwie sehr verbittert.
„Lohnsklaven“ klingt zudem sehr despektierlich
Diesen Ausdruck habe ich vor langer Zeit mal von einem früheren, bereits verstorbenen Nachbarn gehört. Er war zu der Zeit freiberuflich tätig und hat Werbung verkauft, es hatte etwas mit Radio zu tun. Zeitweise hat er auch gut verdient, was aber nicht anhielt und später musste er dann doch wieder irgendwo eine unselbstständige Tätigkeit annehmen. 🤷♀️
Transistor schrieb:Sag ich ja, soziale Akzeptanz scheint dir wichtig zu sein. Die Bedürfnisse deiner Töchter wohl weniger
Woraus leitest Du das ab?
Transistor schrieb:Erklärst du mir das noch mit dem Machtgefälle aufgrund höherer Lebenserfahrung? Du hattest dem ja zugestimmt.
Mir deucht dass auch das wahrlich falsch verstanden wurde?
@Justsaying hat doch von ihrer eigenen Lebenserfahrung geschrieben, nach der eben viele sehr ungleiche Beziehungen mehr oder weniger schnell zerbrechen. Und ich habe auch schon des öfteren solche Dinge mitbekommen.
Nyx_07 schrieb:der Mann 5 Jahre älter und bereits in Pension. 5 Jahre lassen sich noch irgendwie aushalten aber 12? Wenn der Mann dann auch 12 Jahre nicht mit ihr reisen kann, wie er will? Wenn sie in Rente geht kann er vielleicht aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr so reisen wie er will.
Tatsächlich ist mein Mann gesundheitsbedingt ein Jahr früher pensioniert worden. Ich muss nun noch gut 2,5 Jahre arbeiten. Es ist nicht mehr in allzuweiter Ferne 🙏
Kangaroo schrieb:Du tust gerade so als ob nur der jüngere Part sich einschränken muss.
Dem ist aber nicht so.
Da gebe ich Dir Recht. Das betrifft beide Seiten.
Justsaying schrieb am 11.08.2026:Die Maenner, die ich in der mittleren Altersklasse kennengelernt habe, hatten keinen Kinderwunsch, im Gegenteil. Die mit Kindern waren froh, dass diese nun grösser waren, und wollten bestimmt nicht nochmal was Kleines - mit Familiengruendung haette man sie jagen können. Je unverbindlicher, desto besser.
Ich glaube, das ist oft ein Knackpunkt.
So ein geschiedener Mann mittleren Alters hat ja schon seine Familie gehabt und das wird er einer wesentlich jüngeren Partnerin nicht mehr bieten können. Es gibt ja auch immer mehr Männer mit Vasektomie.
Und es ist eigentlich unfair, einer Frau, die einen Kinderwunsch hat, das vorzuenthalten.
Justsaying schrieb:Ich schrieb davon, dass der Ältere in der Verantwortung ist, den sehr jungen Menschen in dessen Entwicklung nicht zu hemmen
Auf jeden Fall.
Kangaroo schrieb:Ein Kollege aus meinem Büro hat die umgekehrte Situation. Seine Freundin ist 9 Jahre älter als er, ist schon über 30. Er hat gerade sein Studium beendet und startet nun im Berufsleben durch.
Dann wird er vermutlich zwischen 23 und 26 sein und sie 9 Jahre älter, das finde ich aber nicht unpassend und selbst Kinder sind ja noch möglich.
Transistor schrieb:Nee, bloß nicht. Ich bin auch sehr froh darüber.
Ja, das ist bestimmt besser so gewesen.
Nyx_07 schrieb:Wenn der eine Partner 60 ist, ist der andere aber schon 72 und klar sagen die, sie wären fit aber oft sieht es anders aus.
Die Konstellation haben meine eine Schwägerin und ihr Mann. Sie knapp 66, er knapp 78 und das klafft immer weiter auseinander.
Das Gleiche bei einem Ehepaar aus unserem Dorf. Sie ist 61, noch voll berufstätig. Er ist 75, nur 3 Jahre jünger als seine Schwiegermutter. Er wirkt schon etwas klapprig und hat auch diverse Krankheiten.
Er hatte sich übrigens beim Kennenlernen 7 Jahre jünger gemacht. Als sie das Aufgebot bestellten, hat sie dann gemerkt, dass er sein Alter ihr gegenüber nach unten korrigiert hatte.
Nyx_07 schrieb:Wenn einer von uns stirbt, kannst du ja das Haus verkaufen
Das Haus gehört nur meiner Schwägerin. Gerade im Alter und wenn man Rente bezieht (sie arbeitet noch 2 Tage die Woche bei ihrem vorigen Arbeitgeber, der ihr ein Superangebot gemacht hatte, um sie zu behalten) ist es ja von Vorteil, wenn man sich keinen Kopf von Miete/Mieterhöhungen usw. machen muss.
Justsaying schrieb:Sie, verbeamtet, hat nachrechnen lassen und festgestellt, dass es an ihrer Rente nicht viel macht, ob sie nun noch 4 Jahre arbeitet oder nicht. Daher hat sie sich entschlossen, jetzt in Rente zu gehen, eben auch um jetzt noch eine gute Zeit mit ihrem Mann zu haben.
Ich wusste nicht, dass so etwas überhaupt möglich ist. Ich habe aber einige Kolleg:innen, die ein Jahr früher gehen als sie müssten, jedoch erhalten sie dann 3,6% weniger Pension.
Dass es nicht viel ausmacht kann ich mir zwar nicht vorstellen, denn pro Jahr erwirtschaftet man ca. 1,8% und die sind unwiederbringlich verloren, aber wenn die beiden das gemeinsam so beschlossen haben, ist das doch schön.
Gerade Frauen, die Kinder haben, haben oft Nachteile durch zurückliegende Teilzeit. Eine Kollegin, die mit mir eingestellt wurde, hat deswegen mehrmals verlängert und fast schöpft sie die 3 Jahre, die möglich sind, komplett aus. Sie ist geschieden und muss für sich selbst sorgen.
Kangaroo schrieb:Kannte meine Ex als Kollegin (selbe Firma) schon 2 Jahre bevor es zur Beziehung kam. Wir hatten aber nie viel miteinander zu tun weil andere Bereiche.
Viele lernen sich tatsächlich am Arbeitsplatz kennen. Wir haben auch einige Paare auf unserer Dienststelle. Auch gibt es Beziehungen mit Personen, mit denen man dienstlich zu tun hatte, d.h. man lernte sich durch die Arbeit kennen.
In einem Fall war der Partner 20 Jahre älter als die Partnerin. Er ist nun schon vor einigen Jahren mit Mitte 70 verstorben - sie war da erst Mitte 50.
gruselich schrieb:Mein jetztiger Partner hat es eher schwer mit seinen Eltern wegen uns und das zeigt mir, dass er hier eine relativ unkonventionelle Beziehung entgegen kultureller Erwartungen und familiären Druck durchsetzt. Ich hoffe, die eltern akzeptieren uns irgendwann.
Bestimmt tun sie das irgendwann. Da muss man die Ohren steif halten 👍