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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

166 Beiträge, Schlüsselwörter: Gesellschaft, Psyche, Krank, Erkrankung

Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 14:50
@gangkhar
gangkhar schrieb:@che71
es geht immer auch um Sympathie und Gefühle (gute oder schlechte), wenn man mit anderen Menschen Kontakt aufnimmt, egal ob im Net oder real, oder? Bei mir ist es so, dass ich lieber mit sympathischen Menschen zutun habe. Deshalb gehe ich jetzt lieber zu Freunden, richtigen Freunden, die nicht bei der ersten Flaute das Boot verlassen... die nicht fragen "Wann?" oder "Warum?" wenn ich sage "ich brauche 100 Euro"; statt weiter alleine am PC zu sitzen und Ausrufezeichen zu lesen ;)
Nimms einfach mal so an...
Man muss schon mal aushalten, das man in einem Diskussionsforum auch Gegenwind bekommt !
Wer hat hier das "Boot" verlassen ? Ausrufezeichen sind ganz normale Satzzeichen. Vielleicht musst du dich mal mit der deutschen Grammatik näher befassen ?


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Agnodike
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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:10
Mir kommt es so vor, als gehöre eine Depression heutzutage schon zum Guten Ton.

Befasse mich mit diesem Thema nun seit 2008 und bin mittlerweile der Meinung, dass fast jeder diagnostizierbar ist, wenn man nur lang genug sucht.

Was meint ihr?
Nicht zum guten Ton, aber zum Leben.
„Man“ (Psychiater, Apotheken, Pharmaunternehmen u.u.u) möchten doch verdienen.
Dennoch sollte man heutzutage die psychischen Erkrankungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, da sie wirklich existieren. Und dies ist auch keine Wunder sieht man sich den heutigen Leistungsdruck an und ohne das ich Hellseherische Fähigkeiten habe, sage ich vor raus, es wird noch eine Steigerung kommen.
Na dann gutes Verdienen Pharma und Co.
„Nur schade ist, dass das Übel nicht an der Wurzel behandelt wird sondern nur die Zweige etwas beschnitten.“


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:14
Hier bin ich wieder...

Hätte nicht gedacht, dass eine so hitzige Diskussion entstehen würde.

Es mag sein, dass einige meiner Aussagen auf den einen oder anderen Leser provozierend wirken.
Find ich jetzt aber nicht so schlimm, es wird immer unterschiedliche Meinungen geben zu dem Thema und so lang man sachlich diskutiert, sollte das auch für niemanden zum Problem werden, oder?

Was ich weniger sachlich finde, ist, dass meine (Lebens-)Erfahrung angezweifelt wird.
Ich habe durchaus nichts dagegen, dass jemand Fragen stellt oder eine andere Meinung vertritt, aber auf solche Aussagen (Provokationen) werde ich einfach nicht näher eingehen.

Es ist immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, wobei ich mich zuerst fragen würde, weshalb ich mich provoziert fühle.

Und falls ich etwas nicht richtig verstanden habe, kann ich immer nochmal nachfragen, bevor ich jemandem unterstelle, er hätte keine Erfahrung.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:24
Was ich problematisch finde, ist, dass man, wenn man ein offenbar psychisches Problem hat, dann damit zu einem Psychiater, bzw. Fachmann dafür geht, man in der Regel auch eine bestimmte Diagnose bekommt.
Und natürlich auch etwas verschrieben .. irgendwelche Pillen, damit man besser drauf ist, sich nicht mehr so düstere Gedanken macht, was auch immer ...

Was dabei aber immer übersehen wird, ist, wie es denn dazu gekommen ist, welche Bedingungen dazu geführt haben, dass eine Stimmungstrübung dann so massiv umgeschlagen ist ..
es ist halt immer noch ein Tabuthema.
Manche haben eben bessere "Bedingungen", und dann wird es nicht krankhaft, andere haben eben weniger Glück.

Wer mag es schon, von sich zu denken, dass er nicht ganz richtig tickt? Obwohl es eben eine Erkrankung ist, wie jede andere auch ...

das führt dann vielleicht auch dazu, dass man sich gerne sagt, es wäre doch heutzutage schon ganz normal, da man nicht selbst zusätzlich dieses Stigma an sich ertragen möchte.

Also doch eher eine "Verharmlosung", was, wie schon gesagt, problematisch ist, für Betroffene.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:35
@Alicet
niemand zwingt einen zu etwas. wenn du zum psychater gehst und sagst du willst keine medikamente dann bekommst du auch keine.

@Prof.O.Kateur
Ja ich würde auch sagen jeder hat ne kleine macke. man nennt es erkrankung wenn man bemerkt dass es ein hinderniss für einen selbst im leben ist. und irgendwie muss das problem dann ja bennant werden.

ich finde es eher komisch dass niemand viel probleme damit hat wegen einem knochenbruch oder fieber zum arzt zu gehen aber bei psychischen problemen die Leute immer gleich so viel angst dafor haben etwas dagegen zu tun und dann so lange warten bis man nicht mehr viel machen kann


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:38
james1983 schrieb: niemand zwingt einen zu etwas. wenn du zum psychater gehst und sagst du willst keine medikamente dann bekommst du auch keine.
Naja, aber eine Diagnose bekommt man auf jeden Fall.
Und die klingt ja auch nicht unbedingt schön ..

Soll heißen, dass man sich dann evtl. erst recht noch schlechter fühlt ..


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:43
@Alicet
man geht ja nicht zum psychologen weil es einem so verdammt gut geht

dass man dann da auf dinge in sich selbst stößt die man lieber ignorieren will ist klar.
schliesslich hat das verdrängen in den meisten Fällen erst dazu geführt dass es sich zu einer krankheit entwickelt hat.

man darf sich nicht selber stigmatisieren. natürlich ist das gehirn ein etwas privateres organ aols sagen wir mal die lunge.

aber wenn ein arzt dir sagt sie haben lungenkrebs hören sie auf zu rauchen tut das auch weh. aber es wäre bestimmt nicht besser wenn er gar nichts sagt.

in vielen Fällen geht es ja dann auch nicht nur um einen selbst sondern gerade um die menschen die man liebt und dennen gegenüber man sich unfair verhält.

und das kann sogar auf eine depression zutreffen, bei der man überhaupt kein auge mehr für die menschen um sich herum hat

ausserdem muss man sagen dass es da nicht wie bei anderen ärzten zugeht und man nach 20 min eine diagnose an den kopf geknallt bekommt. die meisten menschen wissen eher selber ziemlich genau warum sie da hin gehen und im gegensatz zu anderen ärzten hinterfragen psychologen das seltener und probierne dir nicht gleich vorzuwerfen du wärst simulant. weil es bei psychischen erkrankungen natürlich schwerer ist


@Prof.O.Kateur
und noch mal zum titel selbst. ich finde die schubladen normal und nicht normal generel komplett unsinnig. niemand ist normal. ich würde es sogar eher als beleidigung empfinden wenn mich jemand so betittelt


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 15:55
@james1983
Ja, das ist schon klar, dass man da hingeht, weil man ein Problem hat ..

Das ist dann aber doch total der Widerspruch, wenn man - so, wie du, von sich selbst - schreibt, man würde es selbst als beleidigend finden, als normal zu gelten ...

denke, jeder, der ein wirklich ernsthaftes PRoblem hat, würde was drum geben, "normal" zu sein, oder nicht?


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:16
@Alicet
aus dem ich will so sein wie alle anderen wächst man schnell raus.

aber klar ich würde auch viel dafür geben meine depressionen los zu werden

was die pdychologen angeht. das klischee umschreibt immer nur die Tiefenpsychologie wo man im grunde nur rum sitzt und von sich selbst erzählt und dadurch nach den gründen sucht. was für den anfang oder beim sich selbst suchen sinnvoll sein kann aber die meiste theraphie findet eher in der Verhaltenstheraphie statt. wo man zusammen gezielt nach praktischen übungen sucht die das hirn mit rein natürlichen mitteln wieder auf fordermann bringt.

medikamente werden in den meisten fällen nur dazu verwendet jemanden zu stabilisieren, nicht als endlösung.

ein psychologe versucht einem im endeffekt nur werkzeuge in die hand zu geben mit dennen man sich selbst heilen kann. wechseln zwischen linker zu rechter hinrhälfte durch gesten. selbstbeobachtung. sonne und kontakte knüpfen.

wir alle sammeln über die jahre macken an mit dennen wir oft nicht glücklich sind. in den meisten fällen ist unser drehbuch daran schuld dass wir unser eigenes unglück schaffen.

oft ist man so daran gewöhnt dass man gar nicht daran glaubt etwas daran ändern zu können. doch es ist möglich

selbst schwerwiegendere psychologische krankheiten können überwunden werden oder zumindestens kann man Methoden finden wie man gut mit ihnen leben kann.

zB darf man auch nicht vergessen dass gruppentheraphie ein häufiges thema ist was ja gerade dazu führt dass man sieht man steht nicht alleine damit da und dass man auch von aussen beobachten kann was man in sich selbst aus seiner eigennen subjektiven wahrnehmung nicht sehen kann. im alltag probiert niemand seine schwächen zu zeigen deswegen fühlt man sich dann ja auch so anormal.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:19
@james1983

Sehe es auch so, dass im Prinzip jeder ne "Macke" hat.
Der eine halt mehr und der andere weniger, mal mit Beeinträchtigung und mal ohne...

@Alicet

Ich denke, was "James" meint, ist, dass sich "normal" nach 08/15 anhört und wenig individuell klingt.
Bestimmt wünscht sich so manch Erkrankter "normal" im Sinne von "gesund" zu sein. Ob es jetzt die Mehrheit ist, kann ich gerad nicht beurteilen und ist auch glaub ich abhängig davon, mit welcher Diagnose man aktuell zu kämpfen hat?!


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:21
@Prof.O.Kateur
ja gut zusammen gefasst. so hab ich es gemeint


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:22
@james1983

Gut :-)


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:26
@Prof.O.Kateur
@james1983

Okay, natürlich möchten die meisten Menschen so sein, dass sie sich irgendwie abheben, von anderen, ist schon klar ..
und kleine Macken haben die meisten, ist auch schon klar ..

Finde, das ist halt einfach ein schwieriges Thema. Würdet ihr denn sagen, es ist dann eine "richtige" (behandlungsbedürftige) Erkrankung, wenn man den Eindruck hat, mit einem selbst stimmt etwas nicht?

Und was ist mit Menschen, die einem so im Alltag begegnen, die sich so verhalten, dass man sich denkt, wie unmöglich, die aber nie im Leben auf die Idee kämen, dass sie ein psychisches Problem hätten?


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:36
Psychische Erkrankungen werden von Jahr zu Jahr populärer diskutiert, was früher ein Tabu war, bricht nun immer mehr auf, früher hat man es doch lieber unter dem Tisch behalten und mit keinem darüber geredet. Die Folgen dieses Handels dürften auch dir @Prof.O.Kateur klar sein, es sehen wir an Beispielen wie Robert Enke, es ist besser man spricht über Probleme, Belastungen. Psychische Krankheiten sind also weder normal noch "Trend", sie sind einfach Krankheiten, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist, mit denen lernen müssen umzugehen.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:42
james1983 schrieb:ich finde es eher komisch dass niemand viel probleme damit hat wegen einem knochenbruch oder fieber zum arzt zu gehen aber bei psychischen problemen die Leute immer gleich so viel angst dafor haben etwas dagegen zu tun und dann so lange warten bis man nicht mehr viel machen kann
Vielleicht liegts auch daran, dass der Großteil der Gesellschaft aus tip top funktionierenden Arbeitsrobotern besteht....Bei diesem emotionslosem Zombieleben ist die Krankheit doch schon vorprogrammiert.
Da ist der Gang zum Therapeuten natürlich ne riesen erleichterung. Endlich kann man mal offen und ehrlich sein (das darf man ja in seinem Normalo-Leben nich)
Der Therapeut schweigt und /oder verschreibt, grinst in sich hinein und das Placebo-Leben nimmt seinen Lauf.

Eigentlich ist ja unser heutiges gemeinschaftliches Leben die Krankheit. Wer sich diesem Quatsch hier nich unterordnet nd gleichzeitig kein großes Selbstvertrauen hat, hat ein gewaltiges Problem.

Ich lebe lieber in Freiheit mit meinen Schwierigkeiten...mittlerweile hab ich mich mit meinen Stimmungsschwankungen, meiner Melancholie abgefunden.
Ich will keine Diagnose für meine Individualität und mit Gesundheit,Wohlstand und einem Leben ohne störungen verbinde ich nichts Gutes.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:51
@Alicet

Das kann ich so gar nicht mit "Ja" oder "Nein" beantworten.
Es kommt drauf an, was mit einem nicht stimmt finde ich.
Jeder wird bestimmt schon mal das Gefühl gehabt haben, etwas sei nicht so wie es bei anderen ist oder man es gerne hätte.
Behandlungsbedürftig finde ich generell aber nur Dinge, mit denen man sich selbst oder anderen schadet oder schaden könnte.

Weißt du wie ich meine?!


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 16:55
@Prof.O.Kateur
Hm. Weiß nicht.
Ja, vielleicht in etwa schon ..

Wenn man also z. B. depressiv verstimmt ist, würde dieser Schaden darin liegen, dass man sich zurückzieht etc. ...?


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 17:01
@Alicet

Nein, ich meinte, dass eine psychische Erkrankung nur behandlungsbedürftig ist, sofern der persönliche Leidensdruck zu groß wir und/ oder man sich selbst oder anderen schadet.

Mit einer Zwangsneurose zum Beispiel, je nachdem wie ausgeprägt, ist man "krank". Wenn man aber mit seinen Handlungen niemandem schadet und keinen Leidensdruck hat, finde ich das nicht behandlungsbedürftig.


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 17:04
@Prof.O.Kateur
Okay, das bedeutet also im Endeffekt, dass es darauf ankommt, ob man sich selbst als "krank" (weil großer Leidensdruck vorhanden) empfindet, oder nicht.

Weiß nicht, ob ich das so sehen kann ..

gerade, wenn man krank ist, kann man doch oft nicht erkennen, dass mit einem etwas nicht stimmt ..

schwierig ..


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Psychische Erkrankung vielleicht doch "normal"?!

03.11.2013 um 17:06
@Piorama
klar kann man so machen. wobei du da ziemlich aggressive feindbilder deiner umwelt hast. es gibt durchaus viele menschen die medizin studieren weil sie Menschen helfen wollen und das gefühl lieben wenn menschen für die ihr leben der horror war plötzlich raus gehen freunde finden und glücklich sind.
wie bei allen anderen Berufen gibt es aber natürlich schlechte wie gute. *achselnzuck* ich habe auch freunde die schlechte erfahrungen gemacht haben vor allem in der paartheraphie.

Ich für meinen teil habe zuerst einen menschen kenne gelernt der nun mal psychologe war anstatt erst die rolle kennnen zu lernen.

jemand der aber den menschen an sich nicht vertraut und sie als zombies sehen will der schaut weiter seine zombiefilme die seine umwelt für ihn weiter entmenschlicxhen und kann sich seinen gewaltphanatsien hingeben

@Alicet
schwierig zu verallgemeinern. kommt immer auf den fall drauf an


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