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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 16:22
JackMarco schrieb:In manchen Fällen ist es ok, wenn die Allgemeinheit, die vollen Kosten für die Missstände einer fremden Person trägt, in anderen Fällen aber nicht?
Ja. Wenn die Fälle unterschiedlich gelagert sind, kann auch eine unterschiedliche Bewertung gerechtfertigt sein.
Mit Deiner Logik könnte man sich fragen, warum Eltern auch nur einen Cent für ihre Kinder ausgeben sollten. Sämtliche Schulsachen, Kindersitze, Nahrung etc. soll gefälligst die Gemeinschaft zahlen. Das könnte man sicherlich so machen. Aber Eltern sind eben näher dran, am Schicksal ihrer Kinder, so dass sie berechtigterweise auch mehr dazu betragen können, als ein beliebiger Dritter.
dann soll die Allemeinheit dafür die Kosten übernehmen und nicht ihre subjektiven Moralvorstellungen auf mich abladen.
Du als jemand, der vom Vorhandensein des Staates (der Gesellschaft) profitiert, hast halt auch Pflichten, die Du gegenüber der Gesellschaft erbringen musst.


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Spirit2015
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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 16:25
@dasewige

das kann ich mir nicht vorstellen. man stelle sich eine frau vor, die von ihrem vater als kind vergewaltigt wurde und dann im alter für ihn blechen darf. das kanns doch nicht sein?

@nemo

das wird wohl berücksichtig hoffe ich doch mal. altersvorsorge. ich meine, wenn das nicht is schiebt man das problem ja auch nur raus.


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12.02.2014 um 16:38
kleinundgrün schrieb:Mit Deiner Logik könnte man sich fragen, warum Eltern auch nur einen Cent für ihre Kinder ausgeben sollten. Sämtliche Schulsachen, Kindersitze, Nahrung etc. soll gefälligst die Gemeinschaft zahlen. Das könnte man sicherlich so machen. Aber Eltern sind eben näher dran, am Schicksal ihrer Kinder, so dass sie berechtigterweise auch mehr dazu betragen können, als ein beliebiger Dritter.
Nein, denn Eltern haben die Wahl getroffen Kinder zu haben und müssen deshalb auch die Verantwortung für sie tragen. Vorallem, da wir ihnen ja auch so schön verbieten abzutreiben.

Wenn die Eltern keine Lust haben die Kosten für ihre Kinder zu übernehmen, dann müssen sie sich entweder dazu entscheiden keine Kinder zu haben oder das Kind zur Adoption frei stellen. Es ist eine Wahl, für die man die Konsequenzen tragen muss.

Die Kinder hingegen, haben keine Wahl getroffen und tragen deshalb auch keine Verantwortung gegenüber den Eltern. Die werden hier zur Verantwortung gezogen, nicht weil sie die Konsequenzen für ihr Leben tragen müssen, sondern weil das selbe Blut, wie das der bedürftigen Person durch ihre Adern fließt.
kleinundgrün schrieb:Du als jemand, der vom Vorhandensein des Staates (der Gesellschaft) profitiert, hast halt auch Pflichten, die Du gegenüber der Gesellschaft erbringen musst.
Eben. Wenn ich denke, dass es unmoralisch ist, jemanden hilflos zurrückzulassen, bin ich bereit als Steuerzahler dafür zu sorgen, dass das nicht passiert. Das ist meine Pflicht gegenüber der Gesellschaft. Ich zwinge nicht DICH dazu, meine Vorstellungen auszuführen.

"Marihuana ist schlecht für meinen Körper, deshalb sollte es DIR verboten werden es zu nehmen"

"Ich finde, dass ein Mensch der sein Alter nicht finanzieren kann, nicht auf sich selbst gestellt werden sollte, deshalb sollst DU die Kosten dafür übernehmen"

Als ich jung war hat meine Mutter nur halbtags gearbeitet weil sie keine Lust hatte Vollzeit zu schaffen. Währendessen hat sie von mir verlangt, dass ich neben der Schule einen Job habe damit wir die Miete und Nahrung finanzieren können. Während meines Studiums hat sie sich dann einen Vollzeitjob gesucht, bis ich ausgezogen bin. Danach hat sie wieder nur 75% geschafft, weil sie das Geld nicht mehr gebraucht hat. Selbstverständlich wird sie an Altersarmut leiden und auch nicht genug Pflegegeld haben. Jetzt muss ICH darunter leiden, dass meine Mutter schlechte Entscheidungen im Leben getroffen hat? Ich glaub es hackt.


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12.02.2014 um 16:43
JackMarco schrieb:Vorallem, da wir ihnen ja auch so schön verbieten abzutreiben.
Stimmt, auch die Verhütung ist verboten.

Ah, moment. Weder das eine noch das andere ist es.
JackMarco schrieb:Die Kinder hingegen, haben keine Wahl getroffen und tragen deshalb auch keine Verantwortung gegenüber den Eltern. Die werden hier zur Verantwortung gezogen, nicht weil sie die Konsequenzen für ihr Leben tragen müssen, sondern weil das selbe Blut, wie das der bedürftigen Person durch ihre Adern fließt.
Familie ist in unserer Gesellschaft halt eine Pflichtgemeinschaft, die unabhängig vom Mögen oder Nichtmögen existiert.
JackMarco schrieb:Ich zwinge nicht DICH dazu, meine Vorstellungen auszuführen.
Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens, der alle Mitglieder der Gesellschaft "zwingt".
JackMarco schrieb: Jetzt muss ICH darunter leiden, dass meine Mutter schlechte Entscheidungen im Leben getroffen hat?
Ja. Weil Du Deiner Mutter hättest eher helfen können, einen besseren Weg einzuschlagen, als ich. Du bist näher in ihrer Risikosphäre als ich. Deswegen trägst Du etwas mehr zum Wohlergehen Deiner Mutter bei als ich.


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12.02.2014 um 16:50
kleinundgrün schrieb:Ah, moment. Weder das eine noch das andere ist es.
Abtreibung ist nach 12 Wochen illegal, aber hast Recht, man kann ja auch vorher schon Maßnahmen ergreifen.
kleinundgrün schrieb:Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens, der alle Mitglieder der Gesellschaft "zwingt".
Eben. ALLE Mitglieder der Gesellschaft.
kleinundgrün schrieb:Familie ist in unserer Gesellschaft halt eine Pflichtgemeinschaft, die unabhängig vom Mögen oder Nichtmögen existiert.
kleinundgrün schrieb:Ja. Weil Du Deiner Mutter hättest eher helfen können, einen besseren Weg einzuschlagen, als ich. Du bist näher in ihrer Risikosphäre als ich. Deswegen trägst Du etwas mehr zum Wohlergehen Deiner Mutter bei als ich.
Gut, sollte deine Mutter dann an Lungenkrebst wegen ihres Zigarettenkonsums erkranken, solltest du auch die Kosten der Operation bezahlen, da du Mitschuld an ihrer Fahrlässigkeit trägst und nicht ich.


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12.02.2014 um 16:57
JackMarco schrieb:Gut, sollte deine Mutter dann an Lungenkrebst wegen ihres Zigarettenkonsums erkranken, solltest du auch die Kosten der Operation bezahlen, da du Mitschuld an ihrer Fahrlässigkeit trägst und nicht ich.
Ich werde selbstverständlich mehr bezahlen müssen, als Du. Ich besuche sie im Krankenhaus, das zahlt mir keiner. Ich muss mich um ihre Angelegenheiten kümmern - zahlt mir keiner.
Der Punkt ist, ich bin in dem Fall näher dran als Du, so dass ich dafür mehr zahle als Du.
Du bist in anderen Bereichen näher dran als ich.

@JackMarco
Du könntest doch einfach die Konsequenz ziehen und die Gesellschaft, die Dir diese Form der Beteiligung aufzwingt verlassen. Weil diese Art des gemeinschaftlichen Konsense (das manche an manchen Dingen näher dran sind als andere) Dir nicht liegt. Das ist legitim.
JackMarco schrieb:Eben. ALLE Mitglieder der Gesellschaft.
Ja. Alle Mitglieder der Gesellschaft einigen sich darauf, dass nicht alle mit allem gleich belastet werden. Sondern dass es individuelle Risikospären gibt, für die manche mehr verantwortlich sind als andere.
Manchmal profitiert man davon, manchmal nicht.


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bennamucki
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12.02.2014 um 17:02
Findet ihr das gerecht?
Eltern müssen ja auch für Ihre Kinder aufkommen.

Insofern ist es schon gerecht, wobei es sicherlich einige Härtefälle gibt, wie Deinen und den, der das Urteil hervorgerufen hat.


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Konstrukt
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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 17:09
Der Vater habe sich in den ersten 18 Lebensjahren um sein Kind gekümmert
und damit in einer Zeit, in der eine besonders intensive elterliche Fürsorge erforderlich sei.
Damit habe er seinen Elternpflichten im Wesentlichen genügt.
bedeutet also das man spätestens mit 17 von zuhause ausziehn sollte, alright.


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12.02.2014 um 17:15
kleinundgrün schrieb:Ich besuche sie im Krankenhaus, das zahlt mir keiner. Ich muss mich um ihre Angelegenheiten kümmern - zahlt mir keiner. Der Punkt ist, ich bin in dem Fall näher dran als Du, so dass ich dafür mehr zahle als Du.
Du bist in anderen Bereichen näher dran als ich.
Also, dein Gegenargument ist, dass du höhere Kosten hättest, weil du dann deine Mama ja auch FREIWILLIG im Krankenhaus besuchen und FREIWILLIG ihre Angelegenheiten regeln würdest. Oje...

Ein besserer Vergleich währe, wenn du dazu GEZWUNGEN werden würdest, die Operationskosten, sowie den Aufenthalt zu übernehmen, jedenfalls zum Teil.
kleinundgrün schrieb:Du könntest doch einfach die Konsequenz ziehen und die Gesellschaft, die Dir diese Form der Beteiligung aufzwingt verlassen.
Das ist der alte Hut, wenn einem die Argumente ausgehen. "Wenn es dir hier nicht gefällt dann geh doch!". Ist ja nicht so, dass die Auswanderung bestimmte Vorraussetzungen hat. Ein gutes Argument für die unterdrückerischen Handhabungen in Ländern wie Russalnd oder China. "Hey, ihr könnt immer gehen, wenn es euch nicht gefällt!"
kleinundgrün schrieb:Ja. Alle Mitglieder der Gesellschaft einigen sich darauf, dass nicht alle mit allem gleich belastet werden. Sondern dass es individuelle Risikospären gibt, für die manche mehr verantwortlich sind als andere. Manchmal profitiert man davon, manchmal nicht.
Dein Hauptargument ist also:

Ja, es ist eine gerechte Handhabung in unserer Gesellschaft, weil das nunmal die Handhabung unserer Gesellschaft ist. Ich glaube deine wirkliche Einstellung ist:

"Solange ich meine Vorzüge von der Gesellschaft erhalte ist es ok, wenn ich aber für jemand Anderes zahlen muss, wenn auch ein Anderer dazu gezwungen werden könnte zu zahlen, dann nicht."

Wie du ja schon sagtest:
kleinundgrün schrieb:In so einem System möchte ich aber nicht leben.
also sollen Andere dafür blechen.


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12.02.2014 um 17:23
JackMarco schrieb:Ein besserer Vergleich währe, wenn du dazu GEZWUNGEN werden würdest, die Operationskosten, sowie den Aufenthalt zu übernehmen, jedenfalls zum Teil.
Du hast schon recht. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge ist dieses Prinzip eher nicht umgesetzt.
JackMarco schrieb:Das ist der alte Hut, wenn einem die Argumente ausgehen.
Nein, das ist eine haltlose Unterstellung. Wenn Du Teil einer Gesellschaft bist, wirst Du Deine Individualität zu einem Teil aufgeben müssen. Wie sehr Du das musst, wird von der Gesellschaft beschlossen.
Wenn Du damit nicht klar kommst, musst Du sie verlassen. Schließlich bist Du nur zufällig in diese Gesellschaft geboren (Du hast sie Dir nicht ausgesucht), also kannst Du sie auch verlassen.
JackMarco schrieb:Ja, es ist eine gerechte Handhabung in unserer Gesellschaft, weil das nunmal die Handhabung unserer Gesellschaft ist.
Nein, das hast Du falsch verstanden.
JackMarco schrieb: Ich glaube deine wirkliche Einstellung ist:

"Solange ich meine Vorzüge von der Gesellschaft erhalte ist es ok, wenn ich aber für jemand Anderes zahlen muss, wenn auch ein Anderer dazu gezwungen werden könnte zu zahlen, dann nicht."
DAs entspringt ebenfalls nur Deinem Interpretationssinn.
JackMarco schrieb:also sollen Andere dafür blechen.
Die Leute sollen gemäß ihrer Risikospäre blechen.


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12.02.2014 um 17:23
Der Vater eines Bekannten hat ihm einen Pflichtteilsverzicht unterschreiben lassen, holte ihn aber mit dem Vorwand zum Notar, dass er das lebenslange Wohnrecht für seine Geliebte, in dem Haus vom Vater und Bekannten, unterschreiben soll und jetzt darf er für einen Teil Pflegekosten aufkommen.
Sehr fair finde ich das auch nicht, seinen Sohn so zu hintergehen und dann muss man trotzdem zahlen, für so einen Menschen...

Liebe Grüße
Luma30


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12.02.2014 um 17:25
Luma30 schrieb:Der Vater eines Bekannten hat ihm einen Pflichtteilsverzicht unterschreiben lassen
Die Entscheidung eines erwachsenen Menschen. Wenn er sich über die Konsequenzen seiner Handlungen nicht klar ist, gehört auch das zu seinen Risiken.


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12.02.2014 um 17:32
kleinundgrün schrieb:Die Entscheidung eines erwachsenen Menschen. Wenn er sich über die Konsequenzen seiner Handlungen nicht klar ist, gehört auch das zu seinen Risiken.
Das kann man natürlich so aus der Ferne emotionslos und objektiv betrachten.

Wenn ich mich aber in ihn hineinversetze, hätte ich das auch für meinen Vater unterschrieben und wäre ganz perplex gewesen, wenn mir der Notar etwas komplett anderes zum Unterschreiben vorlegt und hätte wahrscheinlich, in dieser Minute auch unterschrieben...

Andererseits hast du recht, er ist selber schuld, weil er ja nicht unterschreiben hätte müssen...

So ein Vater ist aber mies in meinen Augen, das kenne ich aus meinem Elternhaus nicht.

Liebe Grüße
Luma30


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12.02.2014 um 17:33
kleinundgrün schrieb:Du hast schon recht. Im Bereich der Gesundheitsvorsorge ist dieses Prinzip eher nicht umgesetzt.
Und ich bin mir sicher, dass dir das so auch recht ist, da du davon profitierst.
kleinundgrün schrieb:Wenn Du Teil einer Gesellschaft bist, wirst Du Deine Individualität zu einem Teil aufgeben müssen.
Du behauptest, dass es fairer ist mich dazu zu zwingen für die Fehler meiner Mutter zu zahlen, weil ich während diesen Fehlern anwesend war, als sie

A Selbst zur Verantwortung zu ziehen

oder

B Unser gesellschaftliches Solidaritätsprinzip zu nutzen.

Deine Individualität aufzugeben bedeutet (Im Kontext unserer Gesellschaft), dass wir uns alle gegenseitig umeinander kümmern und nicht jeder einzelne auf sich alleine gestellt wird bzw. das nicht Lasten auf den einzelnen fallen. Genau das ist in deiner Argumentation hier aber nicht der Fall, da du ja sagst, dass die Gesellschaft das nur tragen soll, wenn kein anderer dazu gezwungen werden kann die Kosten zu tragen.

Das fairste ist, die Leute die Konsequenzen ihrer Fehler tragen zu lassen und sie auf ihren eigenen Beinen stehen zu lassen. Da du aber nicht in so einem System leben willst, sollst du auch die Kosten übernehmen und nicht brüchige Ausreden suchen um einem Anderen diese Konsequenzen aufzudrücken, damit du Nachts ruhig schlafen kannst.


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12.02.2014 um 17:33
Luma30 schrieb:Das kann man natürlich so aus der Ferne emotionslos und objektiv betrachten.
Ich habe vollstes Mitleid mit dem Mann. Armer Kerl.

Aber es ist ebne seine Entscheidung gewesen, für die er und nicht die Allgemeinheit die Verantwortung trägt.
Luma30 schrieb:So ein Vater ist aber mies in meinen Augen
Absolut.


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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 17:34
kleinundgrün schrieb:Aber es ist ebne seine Entscheidung gewesen, für die er und nicht die Allgemeinheit die Verantwortung trägt.
Und anscheinend seine Kinder...


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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 17:40
JackMarco schrieb:Und ich bin mir sicher, dass dir das so auch recht ist, da du davon profitierst.
Deine ständigen Unterstellungen, was ich so denke oder wünsche sind einigermaßen blödsinnig.
JackMarco schrieb:Du behauptest, dass es fairer ist mich dazu zu zwingen für die Fehler meiner Mutter zu zahlen
Ich behaupte, dass eine Gesellschaft sich darauf verständigen kann, Risikosphären zu schaffen, innerhalb derer Teile dieser Risikosphäre mehr Verantwortung tragen als die Gesellschaft an sich. Und dass ein solches Vorgehen nicht per se ungerecht ist, wenn nicht bestimmte Personen oder Personengruppen systematisch dadurch benachteiligt werden.

Ich bin für einen großen Topf, in den alle einzahlen und aus dem der Hauptteil der sozialen Leistungen bezahlt wird. Aber es muss nicht so sein, dass alles aus diesem Topf bezahlt wird, sondern dass Dinge, die an Person A näher als an Person B oder an der Gesellschaft sind, zu einem höheren Teil von A bezahlt werden als von B oder der Gesellschaft. Und man kann sich verständigen, welche Dinge das sind.

Du hast irgendwelche schrägen Vorstellungen in Deinem Kopf, was ich denke, aber wenn Du Dich mal davon löst und die Worte meiner Beiträge möglichst ohne diese Hintergedanken liest, kommst Du vielleicht besser klar.


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12.02.2014 um 17:42
JackMarco schrieb:Und anscheinend seine Kinder...
Warum das denn? Sie zahlen nicht, weil sie schuld sind, sondern weil sie seiner Risikosphäre angehören. Weil sie an seinen Entscheidungen näher dran sind, als ein Dritter.


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BGH Urteil - Kinder müssen für ihre Eltern zahlen

12.02.2014 um 17:44
@kleinundgrün

Als stimmst du zu, dass es fairer ist, wenn deine Krankenkosten von deinen Angehörigen bezahlt werden müssten als von der Gesellschaft?


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12.02.2014 um 17:49
JackMarco schrieb:Als stimmst du zu, dass es fairer ist, wenn deine Krankenkosten von deinen Angehörigen bezahlt werden müssten als von der Gesellschaft?
Warum sollte ich? Das habe ich nie gefordert. Wie oft denn noch?
Ich könnte es aber verstehen, wenn meine nahe Verwandschaft an den Kosten in einem erträglichen Maß beteiligt werden würde, so wie ich in einem erträglichen Maß an deren Kosten beteiligt werden würde.

Wenn es einen gesellschaftlichen Konsens gäbe, dass Heilungskosten zu einem vom Einkommen abhängigen Teil innerhalb der Familie bezahlt werden würden und dafür die Beiträge in den großen Topf geringer wären, warum nicht. Dann haben halt die Glück gehabt, die keine Verwandten haben. Oder die zu arm sind, diesen Beitrag zu leisten.

Familie ist in unserer Gesellschaft eine Interessengemeinschaft. Früher viel stärker als heute. Aber das wirkt eben noch nach und es ist nicht völlig falsch - aus meiner Sicht und aus Sicht der Gesellschaft.


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