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Kontaktabbrüche

151 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gewalt, Eltern, Streit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kontaktabbrüche

11.10.2011 um 02:07
So, ich komme gleich zum Punkt:

Wer hat den Kontakt zu den Eltern/Geschwistern/Verwandten/sonstigen "wichtigen" Personen abgebrochen und warum? Scheint ja immer noch ein Tabuthema zu sein.

"Rechtfertigen" die Gründe seine "zukünftige" Familie vor manch nur noch aus Hass und Bosheit erfüllten Personen zu beschützen? Ich denke besonders an die Kinder ... (möglicherweise auch vor Angst vor Gewalt, besonders wenn mans selbst erlebt hat).

Der Grund, dass die eigene Gesundheit langsam daran zu Grunde geht?

Der Grund, dass man nur noch Angst haben muss, keine Sicherheit mehr kennt, man ständig enttäuscht wird, keinem mehr trauen kann, ect?

Was "rechtfertigt" das? Muss man sich dafür überhaupt rechtfertigen?
Mein Gott, ich hab echt unglaubliche Schuldgefühle, dass ich das jetzt schon frage.

Ich bin ein Mensch, der es wirklich aufs letzte versucht, nicht diesen Schritt zu gehen, ehrlich gesagt halte ich mich fast schon für feige, obwohl mir schon mehrere Leute gesagt haben, mach es. Aber ich dachte, ich würde es mir zu einfach machen, dachte man kann über alles reden und Dinge mit besagten Personen ändern. Langsam reicht es aber wirklich, das kanns ja nicht ein ganzes Leben so gehen.

Ich möchte nichts als die Wahrheit und Erfahrungen und keine Angst, ich vertrage Kritik und bin an allen Meinungen und Facetten interessiert.

Ansonsten würde mich noch interessieren, wie ihr das getan habt; gab es ein klärendes Gespräch, einen Brief, seid ihr einfach die Zigaretten holen gegangen und nie wieder gekommen?


Ich danke euch im vorraus ..


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11.10.2011 um 06:43
ich gehöre auch zu den menschen, die nicht sofort die segel streichen. aber komme ich an einen bestimmten punkt, wo ich merke, dass diese bande mir schaden und mich verletzen, dann kappe ich sie, kurz und schmerzlos. lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende.

das wie, kommt auf die situation an. mit 18, da bin ich einfach ein halbes jahr untergetaucht, ohne das meine eltern wussten wo ich mich aufhalte....

in anderen fällen, war es ein telefonat, eine email oder wenn es sich ergeben hat ein eye to eye gespräch.


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11.10.2011 um 07:20
Laut deinem Text sollte ich schon 3 mal abgehauen sein. Aber das würde voraussetzen, dass ich auch die verlasse, die ich liebe. Meine Situation macht es nicht möglich, einzelne zu verlassen. Um da raus zu kommen muss ich alles aufgeben.


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11.10.2011 um 07:48
@DamageControl

wir Menschen sind nicht perfekt.. leider ist dem so. Wenn man wirklich alle Optionen die man zu Verfügung hatte genutzt hatte und trotz allem es keine Änderung bringt, sein eigenes Leben darunter leidet sollte man ganz klar einen Schlußstrich ziehen.

Man sollte sich aber schon im Klaren sein.. ob es nur um verletzte Gefühle geht, Ansichten die man nicht miteinander teilt oder gar einfach nur Macken sind die der andere hat. Vieles kann man hinnehmen, wie gesagt wir Menschen sind nicht perfekt, machen dementsprechend auch Fehler.

Ich kenne deine Familiengeschichte nicht. Ich hoffe es wurde über alles offen geredet. Doch manchmal die Sicht sehr getrübt sein kann. Es auch die Möglichkeit besteht sich von einer dritten neutralen Person Hilfe zu holen. Doch besteht keinerlei Einsicht für solch einen notwendigen Schritt.. dann sollte man einfach getrennte Wege gehen.


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11.10.2011 um 08:06
@DamageControl

Ob du mit jemandem, der früher mal eine wichtige Person war, noch Kontakt haben willst oder ob du es nicht willst, ist allein deine Entscheidung.

So etwas will natürlich gut überlegt sein.

Aber wenn du der Meinung bist, dass das notwendig und angemessen ist, dann kann man da auch nichts gegen sagen und du musst kein Schuldgefühl haben.
Es gibt keine rechtsgültigen Verträge, dass man mit Familienangehörigen zusammen bleiben MUSS ;)


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11.10.2011 um 10:11
Ich habe vor ca. vier Jahren den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Ich habe einfach irgendwann nicht mehr auf ihre Emails geantwortet und bin nicht ans Telefon gegangen.
Gründe dafür waren, dass sie mich, seit ich denken kann, belogen hat, mich unterdrückt hat und sie Psychospielchen spielte. Sie hat mich jahrelang denken lassen mein Vater sei der größte Arsch, der auf Erden wandelt, hat all ihr Geld immer nur für kurzzeitige Lebensgefährten ausgegeben, hat meine Schwester und mich verprügelt und seelisch derbst misshandelt.
Ich habe lange gebraucht um den Gedanken "Sie ist ja meine Mutter, meine Familie" beiseite zu schieben. Heute ist sie für mich nur die Frau, die mich geboren und mir mein Leben dann Hölle gemacht hat.
Ich habe erkannt, dass es für mich besser ist frei von ihr zu leben. Ich bin mir sicher, wenn ich heute noch Kontakt zu ihr hätte wäre ich nicht mehr mit meinem Freund zusammen, hätte Schulden und würden zu den Menschen gehören, bei denen ich nicht nachvollziehen kann, dass man "so" lebt.

Vor einigen Wochen versuchte meine Mutter Kontakt zu mir aufzunehmen, sie wollte Waffenstillstand, aber nicht darüber reden ob und wer Schuld hat. Ich habe einfach nicht geantwortet.
Vor zwei Wochen schickte meine Schwester mir ein Formular um von meinem Vater Unterhalt einzuklagen, welches meine Mutter dann bekommt. Ich habe bei dem Amt angerufen und gesagt, dass ich weder Unterhalt will, noch in irgendeiner Form gegen meinen Vater vorgehen. Ein paar Tage später habe ich eine bitterböse Mail meiner Mutter bekommen, in der sie mich ansprach als sei ich ein kleines Kind, das frech gewesen war. Fehlten nur noch angedrohte Prügel :)


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11.10.2011 um 11:24
...naja das kommt auch immer auf die Situation und auf den Gegenüber selbst mit an. Ich bin niemand, der sofort alle Segel streicht. Ich gebe eigentlich immer eine zweite, und wenns mir wichtig ist auch gern eine dritte Chance. Wenn ich dann aber merke, dass das alles für die Katze ist und ich das Gefühl bekomme, die andere Seite will das gar nicht mehr, dann sorge ich letztlich selbst für meine Überflüssigkeit. Ob ich damit richtig oder falsch liege, spielt in so einem Fall, für mich selbst, dann keine Rolle mehr.


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11.10.2011 um 11:38
Kontaktabbrüche ?

Ja die kenn ich aus meinem Leben nur zu gut und ich bilde mir ein zu wissen, woher diese rühren...

Ich kann ja nur von mir ausgehen, denn Anderen kann und will ich nichts unterstellen, oder Dinge von mir auf weitere Personen "übertragen". Also bei mir kommts davon, weil ich nie gelernt hab was Familie, Urvertrauen und Freundschaft sein kann. Was ich vorgelebt bekam, war alles andere als "bindungserzeugend", ich kannte nur Familie in Konflikt, erlebte unstabiele Partnerschaften bei meiner Mutter und erlebte wie deren Freundeskreis wegbrach, weil keiner mit dem Geschehenen klar kam.

Ich glaub auch nicht, dass es wirklich stimmt, dieser Spruch von wegen Blut sei dicker als Wasser, es gibt auch gute und verständliche Gründe, wenn man mit der Familie bricht...wie gesagt, wenn ich zurückblick, ich denke ja ich hab da noch einiges aufzuholen...enttäschtes Vertrauen ist ein sehr großer Schatten über den man springen kann, oder auch nicht !


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11.10.2011 um 11:44
Habe die Brücken zu meinem Erzeuger, biologischen Schwester, und meiner Ex abgebrochen und damit auch zu meinem Sohn. Aber leider gibt es in diesem Fall keine andere Möglichkeit um sich vor weiteren Intrigen zu schützen. Besser ein Schrecken mit Ende als einen Schrecken ohne Ende.


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11.10.2011 um 11:46
PS :

Sämtliche Versuche die Familie mal an einen Tisch zu bekommen, führten bis dato zu keiner wirklichen Bewältigung des "Familienkonflikts", weder versuchte Aussprachen, noch Briefe, noch bitten von Psychologen das zu verarbeiten was damals so passiert ist, nichts trug wirklich Früchte...

Ich glaub mancher Kontaktabbruch ist auch sowas wie Selbstschutz vor weiterer Enttäuschung...


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11.10.2011 um 11:57
ich bin geduldig .. um icht zu sagen viel zu nett in vieler hinssicht.. aber den kontakt abgebrochen habe ich.. zum einen zu meinem Vater, der mir miene kindheit zur hölle machte und schluss endlich mich und meinen bruder leugnete. diese person hat nicht nur nen psychischen schaden, er ist auch ein religiöser fanatiker.
im übrigen hat der jetz ne neue familie.

und zu einem ex von mir bracht der kontakt weil erst schlicht und ergreifen auf die spitze getrieben hat mit seinen psychospielchen..

und im laufe der zeit denk ich mir, verkommen sich so manche kontakte sowieso.

aber ganz ehrlich, ich bin der meinung man sollte kontakte abbrechen wenn die personen dazu einem nicht gut tuen.. so musste ich mir von meinem vater unter anderem anhören, immer und immer wieder.. ich solle doch endlich verrecken und werde eh zur hölle fahren.. und das von klein auf..

mein ex.. man hey ich hab den geliebt, deshalb hatte ich auch so viele geduld.. doch irgendwann wars genug. mit der letzten aktion hatte er echt den vogel abgeschossen. sollte jetz noch ein kontakt zustande kommen.. nja.. das wär nur mehr auf abstand.

.. und meine generelle meinung zu dem thema, nämlich dass man sein leben so leben sollte wie es für einen das beste ist, den dass weis man nur selbst, hat sich heute noch mehr gefestigt.. Man hat nur ein leben, und das sollte man geniesen und so schön gestalten wie es nur geht.. der grund warum sich die meinung gefestigt hat, ist ich hab grad vorher nen anruf von ner ärztin bekommen wegen dem ergebnis einer untersuchung...


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11.10.2011 um 13:05
Ehrlich gesagt, soviel Resonanz hätte ich gar nicht erwartet und ich bin .. echt baff, milde ausgedrückt, über manche Geschichten hier. Vielen Dank, dass ihr alle geschrieben habt! Ich weiss es zu schätzen.

Ich meine, sind wir ehrlich, wir sind alle nicht perfekt, ich habe auch einige Dinger gerissen, wobei ich sie im Nachhinein schon als reine Selbstverteidigung betrachte. Das hat @Hornisse ja schon treffend beschrieben.
Und irgendwie bin ich echt der Meinung, dass es immer ne Lösung zum Frieden geben kann. Aber mittlerweile ist mein Glauben, an das "In jedem Menschen steckt was Gutes"-Ding echt erschüttert.
Ich habe alles versucht und immer an den letzten Funken gesunden Menschenverstand appelliert,
erst Recht nachdem schlimme Sachen (Unfall, Krankheit) passiert sind, wo ich mir dachte oder denke, Mein Gott, kapiert ihr denn nichtmal jetzt, um was es im Leben geht?
Ich glaube schlichtweg, dass es gar NICHT gewollt ist und das kann ich jetzt erst langsam akzeptieren, das ist auch meine eigene Schuld. Man kann halt nicht alles ändern.
Es geht bei mir nur um die eine Seite der Familie + insbesondere Mutter. Bei der anderen habe ich es irgendwie geschafft den Frieden wiederherzustellen. Zum Glück noch bevor einige nicht mehr da waren. Und zwar ohne, dass sie's mir schwer gemacht haben, im Gegenteil. Darüber bin ich sehr,sehr glücklich.
Meine Geschichte gleicht sehr deiner, @dynastia
Du hast richtig gehandelt. Ich verstehe nicht, wie man sein eigenes Kind so behandeln kann ..

Vor allem wurde es mir klar, wenn ich an meine Zukunft denke ... wenn es "nur" ich bin okay, aber ich will solche Personen nicht in der Nähe meines Kindes haben. Sonst kann ich für nichts mehr garantieren. Das erst bewegt mich dazu, wenn ich ehrlich bin. Wobei ich es auch langsam selbst nicht mehr einsehe und dann muss man es halt ändern. Das Leben ist zu schön, um es sich von anderen und ihrem Hass gefährden zu lassen, das lasse ich nicht mehr länger zu und werde auch dementsprechend handeln.

@DieSache
Sehe ich genauso. Das große Thema ist Vertrauen und Verzeihen. Besonders bei einer Elternfigur. Aber es gibt Sachen, die kann man nicht mehr gut machen. Und ist das Vertrauen 100 Mal verletzt worden, ist es eben beim 101 Mal weg. Besser spät als nie.

Nochwas: Als ich mir die Beiträge so durchgelesen habe, wurde mir klar, dass ich jedem, der mir sowas erzählt hätte, ebenso geraten hätte so zu handeln wie ihrs getan habt ... ich meine ich kenne die Geschichten nicht ins kleinste Detail, aber keiner muss sich sowas geben, niemand hat das verdient.


Eins möchte ich aber noch loswerden: @Chesus
Dein Sohn wird eines Tages erkennen, wer es gut mit ihm gemeint hat und zu dir kommen.
Lass dir das von mir sagen, die jahrelang ALLE gegen ihren Vater aufgehetzt haben, der verboten wurde, ihren Vater zu sehen, der NUR Lügen aufgetischt wurden, die versucht wurde manipuliert zu werden mit allen Mitteln ... und die ALLESAMT kläglich gescheitert sind. So wird es sein.


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11.10.2011 um 13:19
Es ist meiner Meinung nach ein krasser Schritt, aber manchmal bleibt einem nichts anderes übrig. Ich kenne Menschen, die sich von ihren Eltern abgewandt haben, weil diese sich echt daneben benommen haben, und sie teilweise "verstossen" haben. Ich verstehe dies nicht, wie man sein eigen Fleisch und Blut so behandeln kann, wegen "Lapalien".

Aber ich denke oft an "könig der Löwen", es kann eine Chance sein, irgendwo anderst neu zu beginnen und das Beste daraus zu machen, und vielleicht nach einer gewissen Zeit, hat man die Stärke dem Alten nochmal gegenüber zu treten.


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11.10.2011 um 13:36
Niemand MUSS in einer als unerträglich empfundenen Situation bleiben. Oft kann es als reine Selbstschutzmassnahme besser sein, einfach zu gehen. Irgendwann holt Dich jedoch alles wieder ein.
Aber dann ist man vielleicht stark genug, alles zu ertragen.


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11.10.2011 um 14:08
Ich denke das kommt immer darauf an. Ich habe schon längere Zeit keinen Kontakt zu meinem Onkel und seiner Familie.
Denn in manchen Situationen erkennt man erst wie Menschen wirklich sind und letztendlich dreht sich oft immer alles nur ums Geld.
Der Grund bei mir, war das jemand in der Familie gestorben ist und die dann ankamen und sich voll aufgeregt haben, das ja nicht so viel Geld da ist, wie sie wohl angenommen haben. Haben dann ihr wares Gesicht gezeigt und das hat mir gereicht. Mag für manche nicht so schlimm sind aber ich fand das schon niederträchtig, zumal die sich nie um die Person gekümmert haben.
Meine anderen Schwestern nehmen ab und an Kontakt zu denen auf, aber ich habe da keinen Bedarf. Ich bin eh nicht so der Familienmensch bzw. gesellige Mensch. Da ich in meiner Kindheit sehr oft die Schuld bekommen habe (obwohl wir 4 Kinder sind) und damit dann auch nicht gerade pädagogisch richtig behandelt wurde. Ab und zu ein Anruf oder mal einen Besuch im Jahr muss reichen.


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11.10.2011 um 14:57
Ich finde es komplett in Ordnung, wenn man den Kontakt zu der Familie abbricht.
Es ist ja schon fast ironisch sich wegen kaputten Menschen kaputt machen zu lassen.

Man sollte sich aber schon 2 Mal überlegen, wie endgültig dieser Bruch ist. Und ob es in keiner Situation ein zurück mehr gebe.
Als Beispiel: Mein Vater hat 6 Geschwister, der eine hatte sich jahrelang von der Familie abgekoppelt und kein Wort mehr mit ihnen geredet - wegen diversen Streitigkeiten. Schlussendlich erkrankte er an Krebs und die letzte Chance auf eine Heilung wäre über Stammzellen gewesen. Zwei der Brüder (die beiden jüngsten und gesündesten) haben sich nicht darauf testen lassen, ob sie geeignete Spender gewesen wären. Er ist dann gestorben und sie bereuen bis heute, dass sie einen Annährungsversuch ihrem Bruder gegenüber nicht noch einmal gewagt haben.

Meine Schwester und ich hatten lange Zeit in unserer Jugend auch keinerlei Kontakt zu unserer Mutter, weil wir mit ihren starken Depressionen und Stimmungsschwankungen nicht umgehen konnten. Sie meinte nie etwas böswillig, aber wir haben es damals nicht anders aufgefasst. Also haben wir auch komplett den Kontakt abgebrochen. Meine Schwester tut sich bis heute schwer mit ihr zu reden - ich komme damit klar, solange ich sie nicht jeden Tag sehen muss. Dann würde es mir auch wieder zuviel werden. Doch wenn sie irgenetwas bräuchte, dann wäre ich für sie da.

Das ist wohl aber auch von Situation zu Situation unterschiedlich. Ich denke, es kommt immer darauf an, wie schuldig das Gegenüber an seinen Taten ist und wie tief verankert die Abneigung schon ist.


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11.10.2011 um 15:26
Fraglich und auch schwierig. Ein Kontaktabbruch zieht oft reichlich Konsequenzen nach sich.
Und nicht selten sind alle Betroffenen letztendlich unglücklich über den Zustand.

Oft genügt schon eine kleine Auszeit, eine Pause, Abstand sozusagen, um die Dinge wieder klar zu sehen.

Ähnliches haben wir wohl schon alle mal erlebt.
In meiner Familie gibt es niemanden, zu dem ich den Kontakt gänzlich abgebrochen habe.
Wohl aber gab es Phasen, da war einfach Abstand nötig.


Einen rigorosen Kontaktabbruch halte ich oft für unnötig.
Man versäumt u. U. so viele gemeinsame Jahre. Man schweigt so viel. Dinge die wichtig waren, werden nie ausgesprochen.
Und viel zu oft wird den Menschen erst viel zu spät klar, was sie versäumt haben, in all der Zeit.

Dann ist es aber oft zu spät.
Viel zu häufig hab ich sterbende Menschen erlebt, die alles dafür getan hätten, die Zeit noch mal zurück zu drehen und den Kontakt aufrecht erhalten zu haben.


Warum werden Kontakte abgebrochen?
Ist das nicht oft nur ein weg laufen? Geht man da nicht eher Konflikten aus dem Weg?
Glaube nicht, dass das gut ist.

Sicher, es gibt Menschen, deren Kontakt uns einfach nicht gut tut. Aber da muss man unterscheiden.
Familienbande sollten so weit es geht, bestehen bleiben.


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11.10.2011 um 18:15
@DamageControl
Ich denke ich weiss was in dir vorgeht, und was du dabei fühlst.
Ich habe mit zwei Personen aus meinem engsten Familienkreis keinen Kontakt mehr.
Dieser Prozeß, bis ich mich dazu entschloss, dauerte aber über 20 Jahre an, und ich bin damit absolut nicht glücklich.
Leider gibt es Menschen, die andere Menschen nur mögen, lieben können, wenn sie nach den eigenen Regeln spielen.

Ich für mich habe eingesehen, dass so ein Verhalten nichts mit Liebe oder Mögen zu tun haben kann, mir ist mittlerweile klar, dass von meiner Seit ungleich mehr Gefühle da sind, als von der anderen.
Natürlich denkt man immer darüber nach, warum das so ist, warum die andere Seite nie Annäherungsversuche freudig annimmt, ect, ect, ect.

Bei mir ist es so, dass die Person definitiv einen psychischen Schaden hat, aber der Schaden, den sie bei mir anrichtete, mittlerweile einfach zu groß ist, als dass ich weiter so tun kann, als wäre nichts.
Durch diesen Schaden ist es auch nicht möglich, mit der/den Personen zu sprechen, bzw es bringt einfach nichts.

Ich weiss nicht wie es sich genau bei dir verhält, aber ich würde auf jeden Fall nichts unversucht lassen, weh tust du dir mehr als den anderen.


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11.10.2011 um 18:17
Mit Familienangehörige weniger, aber mit ehemals besten Freunde, Freunde und Bekannte schon.


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11.10.2011 um 18:21
@Merlina

für mich gibt es heute nur einen wirklich akzeptablen Grund für gänzlichen Kontaktabbruch !

Wenn ich merke der Kontakt zu einem gewissen Menschen tut mir nicht gut, als Konfliktlösug hat sich weglaufen meiner Erfahrung nach noch nie wirklich als alternative Konfliktslösungs-Option erwiesen...


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